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Andere Zeiten {Eine Reise nach Rom}

Andere Zeiten

So könnte man unsere Reise nach Rom bezeichnen. Wenn man sich mal den Verkehr wegdenkt und sich in den Anblick der Gebäude fallen lässt, könnte man in der Innen-/ Altstadt auf den Gedanken kommen, in einer anderen Zeit gelandet zu sein. Die Wege sind immer noch mit den kleinen Steinen, den Sampietrini, ausgelegt und wenn man zum Kolosseum kommt, stolpert man über die römischen Straßen und fragt sich, wieso sind die in anderen Zeiten, nicht mit ihren Wagen stecken geblieben. Die Streitwagenfahrer oder die Händler, waren bestimmt gegen Schädelhirntraumen geschützt.

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Sechs Meter ist die Stadt im Laufe ihrer Entstehung, in die Höhe gewachsen. Auf die schon vorhandenen Bauwerke wurden einfach neue gestülpt oder aufgestockt. So staunt man, ob der verschiedenen Baustile. Und wenn man mal das Vergnügen hat, einen Blick in einen Innenhof werfen zu können, staunt man schon wieder. Denn fast überall sind Brunnen zu sehen. Kunstvolle Wasserspender, die wundervoll anzuschauen sind. Wieder kann man sich in andere Zeiten zurückdenken. Welcher Luxus, das fließende Wasser für die Haushalte war.

Wasser

Apropos Wasser. Wusstest du, dass zweieinhalb Tausend dieser “Nasoni” in der ganzen Stadt verteilt sind? Die Römer schwören auf ihre Trinkbrunnen. Wer es kann, der hält die Wassernase mit dem Daumen zu und lässt sich das Wasser, durch ein kleines Loch oberhalb der Nase, direkt in den Mund spritzen. Ich habe es versucht, habe mich nicht nass gemacht und fand das Wasser köstlich. Das Wasser kommt seit der Antike über Aquädukte und Leitungen aus den Bergen. Was in den Brunnen sprudelt, ist dagegen nicht unbedingt genießbar.

Auch sonst ticken die Uhren in Rom irgendwie anders. Der Kerl und ich haben die Siebenhügelstadt mehrmals durchlaufen und uns an fast jedem Platz, der sonnenbeschienen war, einen Kaffee gegönnt. Die Touristen überfluten die Plätze und nur mit Mühe erkennt man ab und an einen Römer, der wesentlich entspannter über den Platz geht.

Auf den Straßen

Auf den Straßen herrscht zwar ein unglaublicher Verkehr, aber auch da hat man das Gefühl, mit Hetze und Quengelei, kommt man nicht schneller voran. Ich habe mich an den Straßenrand gestellt und dem “Tanz” zugeschaut. Man könnte fast den Verdacht bekommen, dass die Fahrzeuge einen Reigen aufführen. Jeder lässt dem Anderen die Möglichkeit einzuscheren und der Fußgänger findet immer einen Weg über die vollen Straßen.

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Zeit ist ein kostbares Gut, das wir uns einteilen sollten. Wir sollten lernen, die Momente, die besonders langsam scheinen, zu genießen. Denn schon im nächsten Moment, rinnt uns die Zeit wieder durch die Finger. Aber genau diese gelassenen Momente habe ich in der alten Stadt Rom genossen und für die Zeit, die ich mit meinem Kerl dort verbracht habe, bin ich ihm sehr dankbar.

Und weil es hier um Zeiten geht, verlinke ich meinen Beitrag bei Die Zitronenfalterin .Sie hat in diesem Monat die Zeit als Monatsmotto. Und Hier ging es auch schon mal um die Zeit. Über Katzenzeit, habe ich auch schon mal geschrieben.

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Frühling…aber doch nicht so!

Frühling

Ich hatte einen ganz anderen Plan. Ich wollte dir meine Stadt zeigen. Meine Stadt im Frühling. So wie die Grünstreifen blühen, mit ihren wild gepflanzten Blumen. Überall stehen sie, die Narzissen, Tulpen und Hyazinthen. Überall blühen die Bäume und Sträucher. Genau das wollte ich dir zeigen. Aaaberrr…. Das Wetter ist so gemein zu mir! Jedesmal, wenn ich mir vornehme, heute fahre ich los und mache meine Bilder, regnet es in Strippen und Stürmt, so dass überall die Bäume ihre Äste schütteln.
Nichts mit schönen Bildern, von der blühenden Stadt. Da musste ich mir etwas Anderes ausdenken. Wo ist er nun, mein Frühling?

Hier ist mein Frühling… An meiner Wohnungstür! Immer noch hing dort mein Weihnachtskranz. Ich habe ihn heute entfernt und gegen meinen Frühlings-Kranz eingetauscht. Einen Kranz aus Weiden hatte ich noch, von meinem Bloggerempfang in der Biosphäre in PotsdamBloggerempfang in der Biosphäre in Potsdam. Damals hatten wir uns auch schon einen Kranz gebastelt. Mein neuer Frühlingskranz hat nun etwas Moos, mit einem Golddraht befestigt, erhalten. Zwei kleine Vögelchen sitzen gemütlich mitten in dem Moos.

Außerdem hatte ich noch einige gehäkelte Blüten in einer Kiste. Warum ich die mal gehäkelt hatte, weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr. Sie sind aus einem Baumwollgarn gemacht. Zwei der Blüten habe ich ebenfalls mit dem Golddraht im Moos befestigt. Die restlichen Blüten habe ich zu einer Kette zusammen genäht und am Kranz befestigt.

Jetzt habe ich einen kleinen Frühling an der Eingangstür und muss mich nicht über das schlechte Wetter ärgern. Jedesmal, wenn ich nun nach Hause komme, kann ich mich an den Blüten und dem Moos erfreuen, die nasse Regenkleidung einfach ignorieren.

Ich hoffe,dass es in den nächsten Tagen auch noch einmal schöner wird, damit ich dir das schöne, blühende Berlin zeigen kann. Allein, weil ich bei Der Zitronenfalterin und ihrer Linkparty mitmachen möchte, habe ich den Frühling mit meinem Frühlingskranz an der Wohnungstür begrüßt.

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Den Herbst feiern {Monatsmotto}

Der Herbst

Der Herbst hat sich dieses Jahr wirklich, wie der Sommer auch, von einer besonders schönen Seite gezeigt. Der Kerl und ich waren ein wenig unterwegs. Dieses Mal hat es uns ins Umland verschlagen. Eine große Tageszeitung empfiehlt immer wieder Ausflugsziele in und um Berlin. Diese Zeitung hatten wir uns gekauft. Empfehlungen, kann man ja nie genug haben. Da stand zum Beispiel ein kleines Café in Potsdam Marquardt drin, das seine Torten und Kuchen selber backen soll. Großes Lob findet man auf den Seiten. Genau dort wollte ich hin. Kaffee und Kuchen, das ist doch meins. Vielleicht bei dem milden Wetter auch noch draußen sitzen…

Pech war nur, das Café macht erst um 14 Uhr auf…Wir waren zu früh. Dafür schauten wir uns Marquardt an. Ein hübsches Dorf, das erahnen lässt, wie es einmal hier zugegangen sein muss. Es gibt sogar ein Schloss. Leider ist es nicht so schön hergerichtet, wie so manch anderes altes Haus in dem Dorf. Aber der Park, der dazu gehört, lud zum spazieren ein. Die Sonne schien uns ins Gesicht, da kann (mein) Mann ruhig eine Runde drehen. Der Park ist nun auch nicht so groß, dass man Stunden unterwegs wäre.

Auf dem Rückweg zum Auto konnte man schon die Kuchen riechen, die in dem Caféchen demnächst verkauft werden. Wir hatten aber längst beschlossen, zu einem Ökobauern zu fahren. Davon erzähle ich dir gerne am Freitag…

Eine Radtour im Herbst…

…mache ich eher selten. Die Jahre vorher, hat das Wetter eher wenig mitgespielt. Aber dieses Jahr scheint alles anders zu sein. Spontan habe ich mich mit einer Freundin getroffen. Ich hatte es schon am Samstag geschrieben. Es war eine lange Tour. Wir sind viel durch die Wälder gefahren. Das mag meine Freundin allerdings nicht, weil der Boden ihr zu unsicher ist. Stimmt schon, viele unbefestigte Wege in Berlin und drumherum sind aus märkischem Sand. Also wirklich schwierig zu befahren. Ich mag es aber. So standen wir an manch einer Kreuzung und mussten uns einig werden: längere Strecke, dafür Straße oder längere Fahrtzeit, dafür Waldweg. Im Endeffekt, sind wir genauso lange unterwegs. Um dem Herbst zu frönen, wäre es aber durch den Wald schöner gewesen. (Ich bin viel zu kompromissbereit)

Ein schöner Blick

Den warfen wir über einen See. Im Sommer muss der Teufel los sein. Das Wasser war so klar. Wir trafen dort sogar noch zwei Herren, die sich in dem See tummelten (Allerdings mit Neoprenanzügen. War scheinbar doch etwas kälter) Natürlich hatten wir ein kleines Picknick in der Tasche, so saßen wir in der Sonnen, auf den Bänken am Wasser und genossen die warmen Strahlen. Der Blick ging über den See, in Richtung Wald, der sich schon in den schönsten Farben zeigte. Ich hatte auch meine Glaskugel eingepackt und konnte ein paar schöne Bilder machen.

Wenn das Wetter so bliebe, es nicht so kalt werden würde, dann würde ich den Herbst lieben. Ich mag diese Jahreszeit eigentlich nur, wegen dem wunderschönen Anblick, der sich einem bietet. Die bunten Blätter. Die Eicheln, Kastanien und Bucheckern auf den Wegen. Was ich überhaupt nicht mag, ist der Abschied vom Sommer. Der Herbst 2018 hat es uns leicht gemacht, sich von den sonnenverwöhnten Tagen Abschied zu nehmen. Warst du auch unterwegs? Liebst du den Herbst?

Andrea’s Monatsmotto in diesem Oktober hieß : Den Herbst feiern. Da feier ich gerne mit. Ich hatte nur nicht so viele Pläne wie Andrea. Ihren Plan, hat sie fast abgearbeitet.

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Schmetterlinge

Exotische Schmetterlinge in der Biosphäre







Ich will dir mal ein paar Schmetterlinge zeigen. Schmetterlinge, die nicht unbedingt in unseren Regionen unterwegs sind. Der Schmetterling hier oben allerdings, flatterte im Garten der Eltern herum. Er präsentierte sich von allen Seiten und ließ sich die Sonne auf die Flügel scheinen.

Schwalbenschwanz, aber welcher?

Es ist jetzt schon eine Weile her, dass ich mal in der Biosphäre war. Aber Andrea, von Die Zitronenfalterin, hat eine Linkparty laufen, zu der ich auch etwas hinzufügen kann. Allerdings sind meine Prachtexemplare keine Einheimischen. 

Schmetterling am Wandelröschen

Dieses Jahr habe ich nur wenige Schmetterlinge gesehen. Auf meinen Radtouren, kam ich an ziemlich wenig Flatterdingern vorbei. Die Wiesen waren ausgetrocknet und ich befürchte, dass es immer weniger Einheimische gibt und geben wird. Aber in der Biosphäre, werden sie gezüchtet. Dort haben sie ihr Gehege und werden mit all ihren Lieblingsleckereien gefüttert, weshalb dort unzählige seltene, aber auch nicht nur heimische Schmetterlinge herum flattern. Wusstest du, das Falter von dem Wort Flattern abstammt und nicht vom Falten? Und das Schmetterling aus dem Slawischen stammt und so etwas wie Rahm- oder Sahne-Dieb heißt? Früher dachte man die Schmetterlinge seien Hexen die den Rahm stehlen. (Der englische Begriff Butterfly ist dem gleichzusetzen)

Das könnte ein Lowis Schwalbenschwanz sein

Der Schmetterling

Sie war ein Blümlein hübsch und fein,
hell aufgeblüht im Sonnenschein.
Er war ein junger Schmetterling,
der selig an der Blume hing.

Oft kam ein Bienlein mit Gebrumm
und nascht und säuselt da herum.
Oft kroch ein Käfer kribbelkrab
am hübschen Blümlein auf und ab.

Ach Gott, wie das dem Schmetterling
so schmerzlich durch die Seele ging.
Doch was am meisten ihn entsetzt,
das Allerschlimmste kam zuletzt
ein alter Esel fraß die ganze
von ihm so heiß geliebte Pflanze.

Wilhelm Busch
(1832-1908)

Ohne Pflanzen…

…werden wir immer weniger Insekten haben. Wir säen Samen aus, die resistent gegen Insekten sind. Die Ernteverluste sind doch enorm…Sind die Verluste nicht eher die, das wir niemanden mehr haben, der die Pflanzen bestäubt? Am Ende zahlen wir den Preis. Unsere Gärten zeigen sich in einer unglaublichen Pracht, doch sind es kaum noch Pflanzen, die bei uns heimisch sind. Schmetterling und co finden hier nicht die richtigen Kinderstuben, um ihre Eier und die daraus folgenden Raupen abzulegen. Wir sollten ganz schnell umdenken und wenigstens einige Inseln mit heimischen Pflanzen pflegen. 

Smaragd Schwalbenschwanz

Schmetterlingshäuser

Beim suchen, wie all meine Exoten heißen, bin ich über ein Schmetterlingshaus bei uns in Berlin gestolpert. Da werden keine riesigen, aus den Tropen stammenden Schmetterlinge gezogen, sondern einheimische Arten, die später in die Freiheit entlassen werden. Die Naturwacht Berlin hat ausschließlich Schmetterlinge, die in der Umgebung dann auch überleben können. Das ist doch eine gute Sache. Exotische Schmetterlinge sind zwar schön anzuschauen, haben aber für uns keinen Nutzen. 

Atlasspanner

Es sei denn, wir pflanzen nur noch was diese Arten mögen. Wenn das Klima sich dann noch den Pflanzen und Tieren anpasst, die wir hier ausgesetzt haben, flattern am Ende riesige Schmetterlinge und Nachtfalter um uns herum. Einige Freundinnen reagieren schon auf die Winzlinge komisch, schlagen um sich und versuchen sich zu verstecken. Wie sieht das dann aus, wenn ein Handteller großer Nachtfalter auf sie zusteuert? 😂

Schmetterling mit weißen Spitzen

Ich habe umgedacht. Zumindest, was meinen Balkon und Terrasse angeht. Hier findet man Kräuter und Pflanzen die den Einheimischen schmecken, neben Pflanzen, die meinem Blick gut tun (und leider nicht in unseren Regionen heimisch sind) Das schöne bei den Einheimischen Pflanzen ist, ich habe zusätzlich etwas von ihnen, denn sie würzen mein Essen…

Wie sieht es bei dir auf Balkon, Terrasse und Garten aus? In Papas Garten, werden wir auch noch ein wenig umdenken müssen. Die Mutter sorgt oft dafür, dass Pflanzen verschwinden, an denen sich der Nachwuchs gütlich tun könnte. 

Mehr geflatter, findest du bei Die Zitronenfalterin.

 

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