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Überbleibsel, oder wie eine Maus entsteht

Überbleibsel, das Monatsmotto

Andrea, die Zitronenfalterin, hat diesen Monat Überbleibsel als Monatsmotto gewählt. Ein schöneres Wort als “Reste”. Im Grunde aber ist es das Selbe. Immer etwas ärgerlich, wenn etwas von meiner Wolle übrig bleibt.  Dann hat man immer etwas, damit man Löcher stopfen oder Knöpfe annähen kann. Und manchmal verwerte ich diese Überbleibsel. Heute zeige ich dir, wie ich eine winzige Menge Wolle, in eine winzige Maus verwandel.

Meine Überbleibsel aus verschiedenen Strickprojekten sammel ich in verschließbaren Beuteln. Ich habe schon einmal das Vergnügen gehabt, dass Teppichkäfer meine Wollen angeknabbert haben. Da hilft tatsächlich nur, alles in Plastikbeutel stopfen und tägliches Staubsaugen. Eine blöde Sache. Aber ich habe daraus gelernt.

Marisol

So nun zu meiner Maus. Bei Ravelry gibt es die Anleitung zu dem Mäuschen Marisol. Man braucht tatsächlich nicht viel Wolle. Es reichen geringe Reste. Was hier vor mir liegt, ist aber dann doch noch etwas zu wenig. Außerdem brauchst du Füllwatte, eine Wollnähnadel und ein Nadelspiel (in meinem Fall habe ich ein 2,25 dünnes Spiel genommen). Da reichen auch 4 Nadeln.

Es dauert nicht lange, da liegt dann schon der kleine Kopf vor dir. Mit schwarzem und und rosafarbenen Garn werden die Augen und das Näschen aufgestickt. Schon schaut sie dich vorwurfsvoll an, weil sie noch nichts hören kann. Das ändern wir aber erst am Ende, denn sonst hört sie, wie ich fluche, weil die Maschen doch ziemlich klein sind. Sicherlich kann man das Mäuschen auch mit dickerer Wolle stricken, dann ist es nicht ganz so fummelig.

Ach guck mal, der Bauch ist fertig! Ich glaube, den stricke ich fast am liebsten. Es geht dabei fast nur in 18 Runden nach oben, bevor man wieder alles zusammenstrickt und ausstopft. Es fehlen nun noch die Arme und Beine. Winzige Röhrchen die auch ausgestopft werden. Bei diesem Mäuschen habe ich mich dazu entschieden die Vorderbeine nicht auszustopfen. Damit sind die etwas beweglicher und die Maus kann besser drapiert werden.

Winzig, oder? Ich hätte mal ein Centstück daneben legen sollen, damit du eine Vorstellung hast, wie klein das Teil ist. Na, vielleicht geht es ja auch so. Ich nähe die Teile gerne sofort aneinander. Irgendwie liebe ich es, dem Mäuschen “leben” zu geben, zuzusehen, wie es wächst.

Na, dann mache ich mich mal an die Ohren. Und am Ende braucht das Mäuschen auch noch einen Pullover. Bei den derzeitigen Temperaturen, könnte sie sich leicht erkälten. Mal sehen, welche Wolle noch im Beutel ist…

Ich habe einen kleinen Rest Sockenwolle gefunden. Die Ohren sind inzwischen auch angenäht. Also Vorsicht, was du sagst. Karminchen guckt auch schon, welche Cousine  hier gerade auftaucht. Meine kleine Begleiterin, hat schon einige Familienmitglieder zu Besuch gehabt. Ob die Beiden sich verstehen werden?

Es scheint aber ganz gut zu klappen zwischen den Mäusen. Ich werde einen Kaffee kochen und einen Keks besorgen. Die Mühe der Resteverwertung hat sich jedenfalls wieder einmal gelohnt. Dem Mäuschen fehlt nur noch ein Name. Aber das wird wohl ihre neue Betreuerin herausfinden müssen, wie sie heißt.

Die Restemäuse oder Überbleibsel, erfreuen mir ein ums andere Mal das Herz. Sie sind etwas Besonderes. Deshalb verlinke ich sie jetzt auch bei Andrea an den Bodensee.

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Wirbeldecke, Flowerpower oder der Frühling kommt

Wirbeldecke und Flowerpower

Mit der Wirbeldecke läute ich jetzt mal den Frühling ein. Eine Breitseite Flowerpower… Nachdem das Wetter sich aufführt wie im April, habe ich beschlossen, dass es dann auch Frühling sein kann. Als ich versucht habe die Bilder zu machen, zogen immer wieder dicke graue Wolken auf und ließen wahlweise Regen, Schnee, Graupel oder was weiß ich noch auf mich nieder tropfen.

Aber wenn die Sonne sich kurz zeigte, dann leuchten meine gestrickten Wirbel förmlich auf. Und siehst du, die feinen wirbeligen (Blumen) Löcher? Seit ich diese Decke begonnen habe, habe ich immer wieder darüber gestaunt, wie hübsch die aussehen. Seit FÜNF Jahren, stricke ich nun schon an der Wirbeldecke. Es stecken 177 Stunden Arbeit in den hübschen Wirbeln und 3654 Meter Sockenwolle.

Dabei fühlt sie sich auch gar nicht so schwer an. Um es genau zu sagen, wiegt sie 840 Gramm. Das ist doch fast gar nichts. Ich decke mich sehr gerne mit ihr zu. Obendrein hat sie die Form eines Hexagons. Weshalb mein Kerl, am anderen Ende vom Sofa, auch noch einen Platz unter der Decke findet. Einmal quer gemessen, ist sie 180 cm breit. An den Seiten hat sie jeweils 100 cm.

Flowerpower

Warum ich sie jetzt nun unbedingt fertig machen wollte, lag an dem Monatsmotto von Andrea, der Zitronenfalterin. Da geht es um Flowerpower. Um das Aufhellen nach einem trüben Winter. Und das kann meine Decke. Sie ist einfach ein Stimmungsaufheller. Jeder Wirbel ein Sonnenschein.

Eigentlich heißt die Decke ja ganz anders. Aber seit Jahren nenne ich sie nun schon so. Farbwirbel Decke oder Modular Afghan. Sie wurde im Ursprung mit Norogarn gestrickt. Das Muster findest du in einem Buch von Noro. Farbe bekennen (Stricken mit Noro-Garnen), heißt es. Es ist im OZ Verlag erschienen. Aber auch das ist schon eine Weile her, weshalb man dieses Buch vermutlich nur noch gebraucht bekommen kann.

Ist das ansteckend?

Ich denke schon! Manchmal ist es einfach ansteckend, wenn andere sehen, was man so strickt. Ich habe die Schlemmerstrickerinnen mit der Wirbeldecke infiziert. Bei einem unserer Treffen, das ist auch schon eine laaange Weile her, brachten alle ihre Sockenwollreste mit und strickten einen Wirbel nach dem anderen. Dabei braucht ein Wirbel (bei mir) 32 Minuten. Ich habe es gemessen. Man strickt ihn mit 4 Nadeln. Chrissi hat es, glaube ich, mit einer Rundstricknadel versucht.

Allerdings weiß ich nicht, was bei meinen Schlemmerstrickerinnen daraus geworden ist. Mir ist so, als hätte Marion gesagt, dass sie auch wieder daran stricken möchte. Und Betty? Dann habe ich ganz vergessen, dass auch Magda diese Decke angenadelt hatte. Aber in ihrem Umzugsgedöns sind noch nicht alle Kisten befreit. Vielleicht taucht sie irgendwann wieder auf.

Die Decke lag nun schon so lange zwischen meinen Unfinished Objects (UnFertigen Objekten), dass ich sie auch getrost bei Annettes UFO-Linkparty einstellen kann. Fünf Jahre wuchs sie heimlich vor sich hin. Im Sommer, kann man sie kaum auf dem Schoß aushalten, weil sie wirklich warm ist. Aber soll ich dir was sagen? Ich werde weiterhin an ihr stricken. Immer mal ein bisschen. Ich habe ja noch so viele Sockenwollreste.

Noch einmal die Eckdaten

  • 3,5 Nadelspiel (Ich vorzugsweise aus Holz) aber nur 4 Nadeln
  • 3654 Meter Sockenwolle
  • 870 Gramm (zur Zeit!)
  • 177 Stunden Arbeitszeit (oder fünf Jahre)
  • pro Wirbel 32 Minuten
  • 332 Wirbel
  • Anleitung von Anna-Beth Meyer-Graham (Farbe bekennen)
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Stricken im Sommer, ein Sommerteilchen

Stricken im Sommer?

Dein ernst? Du strickst auch im Sommer? Klar. Ich suche mir dann Sachen heraus, die sich auch bei entsprechender Wärme stricken lassen. Garne, die auch über den verschwitzen Finger gleiten. Leinen oder Seide bieten sich da an. Baumwolle stricke ich schon seit Jahren nicht mehr gerne. Dabei hatte ich immer das Gefühl, die Stickteile verziehen sich und der Pullover sitzt dann einfach nach einigen Wäschen nicht mehr. Freundinnen sagen aber, dass die neue Baumwolle sich inzwischen viel besser benimmt und sie deshalb auch für das Stricken im Sommer geeignet sei.

Weil ich schon einige Sommer immer wieder an ein und der selben Wolle gestrickt habe, dachte ich mir, diesen Sommer mache ich das Teilchen endlich mal fertig. Mein Stricken-im-Sommer-Teilchen, habe ich aus  Fillisilk, einem Merino Seiden Gemisch, gestrickt. Eine Handfärbung von der Farblust by Wollhexe (Leider finde ich keinen Link. Sie ist nur in einer geschlossenen Gruppe bei Facebook zu finden!) Ich habe mir die Wolle schon 2014! bestellt und seitdem immer wieder mit einem Teilchen gestartet, um es dann wieder aufzuribbeln.

Sommer-Stricken

Aber dieses mal, habe ich es durchgezogen! Mein Sommer-strick ist fertig geworden. Das mehrmalige ribbeln sieht man dem Garn gar nicht mehr an. Ich habe 150 Gramm der Wolle verstrickt und werde aus dem Rest noch einen zweiten Sommerpulli machen. Allerdings dann wohl mit einer anderen Wolle kombiniert. Ich habe da schon eine Idee. Warte es ab. Es kann ja nur 5 Jahre dauern.
Der Pulli ist nach einer Anleitung von Filipa Carneiro und heißt Cascata (Wasserfall). Letzten Sommer fand ich den Wasserfall an der Seite noch ziemlich doof und wollte ihn überhaupt nicht stricken. Aber diesen Sommer fand ich es dann doch ganz schick. Nur habe ich ihn nicht ganz so ausladend gemacht, wie im Original.

Das Muster ist allerdings der Knaller. Ich liebe es. Und es hat sich auch gar nicht schwer gestrickt. Meine 3er Nadeln haben das fast von alleine geklappert. Und die Wolle erst! Die hat ein echtes Stricken-im-Sommer Feeling gemacht. Der Faden glitt ohne murren über die Finger. Die Runden waren am Ende gar nicht so tragisch, weil sich ja immer wieder das Muster dazwischen geschoben hat.

Mir gefällt vor allem auch die Passform. Wenn ich den Bauch einziehe, dann macht das Teilchen eine schöne Figur. Das war dann auch der Moment, als ich das sagte, als Magda die Bilder von mir gemacht hat. Wir haben ganz schön beim Fotoshooting gelacht. Sie macht die Bilder immer öfter mit meiner Kamera. Das ist immer wieder eine Herausforderung für sie. Die Beiden können sich nämlich nicht richtig leiden 😂.

So kann ich nun mein Sommer-Strick-Teilchen bei Der Zitronenfalterin als mein Sommer Monats-Motto einstellen. Denn zu meinem Juli, gehört natürlich das Stricken. Auch wenn es über 30° C hat, wird im Hause Karminrot gewerkelt. Wenn dann hinterher noch lustige Bilder gemacht werden, ist das um so besser.

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Gärten und Parks in Berlin {Monatsmotto}

Berlin ist voller schöner Gärten und Parks

Und viele davon sind auch öffentlich. Gärten und Parks in Berlin, komm lass uns eine Runde durch die Stadt drehen. Am besten fangen ich in der Mitte an. Da stolpert man als erstes über einen großen Garten, den Großen Tiergarten. Angelegt, um dem Kurfürsten das Jagen zu ermöglichen. Die Wege sind großzügig und von den Berlinern gerne genutzt. Im Grunde ist der Große Tiergarten, mit seinen 210 Hektar gar kein Garten. Sicherlich gibt es einige abgegrenzte Rabatten, die mit Blumen bepflanzt sind, aber der Hauptbestandteil sind Wiesen, Wasserspiele, Bäche, Seen und Bäume. Und davon reichlich. Ein sogenannter Landschaftsgarten. Schon 1530 wurde dieser Park angelegt. Und Friedrich der Erste, ließ einen Park anlegen, wie man ihn heute noch meistenteils zu sehen bekommt. Im Tiergarten sind einige sehr schöne Skulpturen verteilt. “Bis in die Puppen” stammt aus dem Tiergarten ( wo sich die Berliner zu später Stunde hinter den Figuren versteckten, um wer weiß was zu machen ) Die Berliner machten dorthin ausgedehnte Spaziergänge. Nach dem Krieg hatte der Tiergarten einiges an Bäumen eingebüßt. Die Berliner brauchten Holz, um nicht zu erfrieren. Heute wächst dort wieder alles sehr üppig.

Die Gärten der Welt

Die Gärten der Welt liegen in Marzahn und ist einer der größten Gärten und Parks in Berlin (100 Hektar). Angelegt wurde dieser Garten 1987 zu der 750 Jahrfeier Berlin’s, zur Berliner Gartenschau und als Geschenk der Gärtner an die Hauptstadt der DDR. 1991 wurde daraus die Gärten der Welt. Verschiedene wunderschöne Gärten schließen sich zu einem großen Garten zusammen. Einmal Eintritt bezahlt und du kannst einen Blick nach Japan, Bali, England, in den Orient  und noch viele weitere schöne Orte werfen. Einmal um die ganze Welt. Es lohnt sich wirklich.

Der Britzer Garten

Noch einer der schönsten Gärten und Parks in Berlin, ist der Britzer Garten. Er ist das Gegenstück zu den Gärten der Welt auf der Westseite Berlins. Zur gleichen Zeit und zum selben Zweck, der Bundes- Gartenschau, angelegt, stellte er in Berlin ein besonderes Erlebnis dar. Auf 90 Hektar gibt es dort Wasserspiele, Wiesen, Bäume und wunderschöne Blumenbeete, die viele Besucher anlocken. Für einen kleinen Eintritt kann man sich dort gemütlich auf den Wiesen niederlassen und picknicken. Die Kinder haben dort auch richtig tolle (Wasser-) Spielplätze. Der Westberliner hat den Garten sehr gerne genutzt. Und immer noch werden dort tolle Events angeboten.

Berliner Klein-Gärten

Die Berliner haben mit ihren Gärten eine lange Tradition. 3% der Stadt sind von Kleingärtnern belegt (insgesamt 2900 Hektar) Ein wichtiger Erholungswert für die Berliner und eine besondere grüne Lunge, für eine Stadt, die sonst überhitzen würde. Außerdem nutzen die Berliner ihre Gärten mit einer großen Leidenschaft. Die meisten Kleingärtner pflanzen viele bienenfreundliche Blumen und in manchen Gärten kann man wirklich ökologischen Wildwuchs bewundern, der Schmetterlinge und andere seltene Insekten anzieht. (Meinen Eltern ist es ein Graus!) Zum Anfang des 19. Jahrhunderts wurden Kleingärten und Laubenkolonisten, in der Berliner Innenstadt angelegt. Sie sollten das vereinssportliche Denken und Handeln fördern, bzw. die Laubenkolonisten bauten zur Selbstversorgung Gemüse und Obst an. (Hier findest du noch sehr viel mehr Informationen)

Noch mehr Gärten

Es gibt noch so viel mehr Gärten in Berlin. Die Pfaueninsel zum Beispiel. Unbedingt mal besuchen! Der Botanische Garten. Da war ich letztes Jahr mit Marion und Magda zur Botanischen Nacht. Das war richtig schön und spannend zu fotografieren. (Ich habe darüber gar nicht berichtet!) Dann wäre noch der Garten in der Liebermannvilla. Auch der ist einfach richtig schön und sehenswert. Und die ganzen Schlossgärten erst… Ich hätte eigentlich 3 Berichte schreiben können, so viele schöne Gärten haben wir in unserer Stadt.

Nun hast du dich bestimmt gewundert, warum ich nicht Bilder aus den Gärten und Parks zeige. Ich war mit meiner Kamera in dem Garten der Eltern auf der Pirsch. Ich mag es mir einen kleinen Ort auszusuchen, um dann von diesem Ort so viele Bilder als möglich zu machen. Und wenn man sich nicht ablenken lässt, findet man immer mehr Objekte. Versuche es mal selber.


Meine Gartenbilder und natürlich auch der Beitrag, verlinke ich mit der Zitronenfalterin. Ihr Monatsmotto lautet im Juni Garten. Da mache ich doch wieder gene mit.

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Berliner Wasser, hat Erholungswert!

Heute geht es um Berliner Wasser

Nicht unbedingt um Berliner Wasser, welches man trinken kann, sondern um jenes, auf dem man sich vergnügt und an dem man sich in Berlin Erholung verspricht. Und da hat Berlin reichlich Wasser zu bieten. Unsere Stadt ist nämlich an zwei Flüssen erbaut worden. Der Havel und der Spree. Aber damit noch nicht genug. Kleinere Flüsse durchziehen ebenfalls die Stadt. Die Panke, die Wuhle, die Dahme und die Erpe. (Wo die fließt, musste ich erst einmal herausbekommen! Als Berliner kann man eben auch nicht alles wissen!) Außerdem ist die Stadt von großen und kleinen Kanälen durchzogen. Durch die Menge an Wasser haben wir natürlich auch eine Vielzahl an Brücken. Es sollen mehr Brücken in unserer Stadt stehen, als in Venedig. (Ist aber auch klar, Ist Venedig um ein einiges kleiner als Berlin)

Die Panke

Man stößt in  Berlin, immer irgendwann  auf Wasser. Der gemeine Berliner verbringt einiges seiner freien Zeit an den Ufern oder auf den Gewässer unserer Stadt. So wird an der Spree spazieren gegangen oder auf der Havel im Stehen gepaddelt. Es gibt Badeschiffe, ein Schwimmbad im Landwehrkanal, bei dem man nicht mit dem dreckigen Wasser des Kanals in Verbindung kommt. Aber auch Strände, an denen schon vor 100 Jahren Bademoden zu Diskussionen anregten. Das Strandbad Wannsee wurde 1907 eröffnet. Bis dahin war das Baden im Wannsee verboten! Das wilde Treiben, zog viele Schaulustige an. Die Bademode von damals, war aber auch sensationell!

Radtour am Wasser

Ich habe schon einige Touren am Wasser gemacht. Radtour von Stadt Brandenburg nach Potsdam, dass ist nur eine davon. Vor zwei Wochen, da war ich mit dem Kerl und langjährigen Freunden am Wasser unterwegs. Wir sind an der Grunewaldseenkette entlang gefahren. Naja, nicht alle Seen haben wir abgeklappert, denn an manchen kann man nicht mehr radeln. Da stehen Herrschaftliche Häuser und Stadtvillen. Die Seenkette wird auch Grunewaldrinnen genannt und setzt sich aus folgenden Seen zusammen:

…mit dem heute trockenen „Nikolasgraben“, der zum südlichsten See der Kette, dem Nikolassee führt. Den Nikolassee verbindet die – heute gleichfalls trockene – Niederung der Rehwiese mit dem Schlachtensee, es folgen die Krumme Lanke, der weitgehend zum Riemeisterfenn verlandete Riemeistersee und die Kanalverbindung im Langen Luch zum Grunewaldsee. Vom Grunewaldsee führt der Hundekehlegraben durch das Hundekehlefenn zum Hundekehlesee.

Die sich anschließende Kleine Grunewaldseenkette verläuft durch bebautes Stadtgebiet und besteht aus den 1889 für die Villenkolonie Grunewald durch Aushebung von Mooren künstlich angelegten Seen Dianasee und Koenigssee, die bereits bestehenden Gewässer Halensee sowie Lietzensee, verläuft in nordöstlicher Richtung diagonal durch die südlich des Schlosses Charlottenburg gelegene barocke Stadtanlage, bildet im Bereich Hebbel-, Fritsche- und Zillestraße das Nasse Dreieck und endet etwas westlich von Alt-Lietzow an der Spree…   (ein Auszug von Wikipedia)

Die schönsten befahrbaren Touren liegen allerdings nur am Nikolassee, Schlachtensee und Krume Lanke, mit seiner Fischerhütte zum Einkehren und am Grunewaldsee. Es gibt auch viele Berliner die in diesen Seen baden gehen. Denn die Wasserqualität ist in unseren Gewässern sehr gut. (Den Landwehrkanal, nehmen wir da mal aus!)

Zurück zur Tour. Wir wollten es gemütlich. So sind wir von einer Einkehr zur nächsten geradelt. Haben uns von der Sonne die Bäuche kitzeln lassen und als es ungemütlich und regnerisch wurde, sind wir wieder nach Hause geradelt. Das war ein besonders schöner Tag.

Weil es heute um Wasser geht, verlinke ich meinen Beitrag mit dem Monatsmotto der Zitronenfalterin.

Mach dir einen schönen Tag

 

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Andere Zeiten {Eine Reise nach Rom}

Andere Zeiten

So könnte man unsere Reise nach Rom bezeichnen. Wenn man sich mal den Verkehr wegdenkt und sich in den Anblick der Gebäude fallen lässt, könnte man in der Innen-/ Altstadt auf den Gedanken kommen, in einer anderen Zeit gelandet zu sein. Die Wege sind immer noch mit den kleinen Steinen, den Sampietrini, ausgelegt und wenn man zum Kolosseum kommt, stolpert man über die römischen Straßen und fragt sich, wieso sind die in anderen Zeiten, nicht mit ihren Wagen stecken geblieben. Die Streitwagenfahrer oder die Händler, waren bestimmt gegen Schädelhirntraumen geschützt.

Sampietrini .png

Sechs Meter ist die Stadt im Laufe ihrer Entstehung, in die Höhe gewachsen. Auf die schon vorhandenen Bauwerke wurden einfach neue gestülpt oder aufgestockt. So staunt man, ob der verschiedenen Baustile. Und wenn man mal das Vergnügen hat, einen Blick in einen Innenhof werfen zu können, staunt man schon wieder. Denn fast überall sind Brunnen zu sehen. Kunstvolle Wasserspender, die wundervoll anzuschauen sind. Wieder kann man sich in andere Zeiten zurückdenken. Welcher Luxus, das fließende Wasser für die Haushalte war.

Wasser

Apropos Wasser. Wusstest du, dass zweieinhalb Tausend dieser “Nasoni” in der ganzen Stadt verteilt sind? Die Römer schwören auf ihre Trinkbrunnen. Wer es kann, der hält die Wassernase mit dem Daumen zu und lässt sich das Wasser, durch ein kleines Loch oberhalb der Nase, direkt in den Mund spritzen. Ich habe es versucht, habe mich nicht nass gemacht und fand das Wasser köstlich. Das Wasser kommt seit der Antike über Aquädukte und Leitungen aus den Bergen. Was in den Brunnen sprudelt, ist dagegen nicht unbedingt genießbar.

Auch sonst ticken die Uhren in Rom irgendwie anders. Der Kerl und ich haben die Siebenhügelstadt mehrmals durchlaufen und uns an fast jedem Platz, der sonnenbeschienen war, einen Kaffee gegönnt. Die Touristen überfluten die Plätze und nur mit Mühe erkennt man ab und an einen Römer, der wesentlich entspannter über den Platz geht.

Auf den Straßen

Auf den Straßen herrscht zwar ein unglaublicher Verkehr, aber auch da hat man das Gefühl, mit Hetze und Quengelei, kommt man nicht schneller voran. Ich habe mich an den Straßenrand gestellt und dem “Tanz” zugeschaut. Man könnte fast den Verdacht bekommen, dass die Fahrzeuge einen Reigen aufführen. Jeder lässt dem Anderen die Möglichkeit einzuscheren und der Fußgänger findet immer einen Weg über die vollen Straßen.

Rom 8.png

Zeit ist ein kostbares Gut, das wir uns einteilen sollten. Wir sollten lernen, die Momente, die besonders langsam scheinen, zu genießen. Denn schon im nächsten Moment, rinnt uns die Zeit wieder durch die Finger. Aber genau diese gelassenen Momente habe ich in der alten Stadt Rom genossen und für die Zeit, die ich mit meinem Kerl dort verbracht habe, bin ich ihm sehr dankbar.

Und weil es hier um Zeiten geht, verlinke ich meinen Beitrag bei Die Zitronenfalterin .Sie hat in diesem Monat die Zeit als Monatsmotto. Und Hier ging es auch schon mal um die Zeit. Über Katzenzeit, habe ich auch schon mal geschrieben.

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