Seite auswählen

Radfahren in Brandenburg

Letzte Woche war noch so schönes Wetter, dass ich mich mit meiner Radfreundin zum, na was wohl, Fahrrad fahren getroffen habe. Früh sind wir schon mit der S-Bahn nach Königs Wusterhausen gefahren. Frisch war es, aber mein Kaffee im Thermobecher war noch schön heiß. In KaWe (wie die Berliner Königs Wusterhausen abkürzen) ging es kurz über  die Straßen Richtung Wald. Dort gibt es tolle Radwege, die ohne Autoverkehr, sehr einladend sind. 
Das Wetter war super. Die Sonne zwar noch nicht richtig warm, aber ihr Licht lud zum fotografieren ein. (Ihr wisst ja, dass ich von Frauke ein bisschen meine Kamera erklärt bekommen habe.) Meine Freundin G., hat erst vor kurzem einen Fotokurs gemacht, bzw steckt noch mitten drin. Oft sind wir stehen geblieben und haben tolle Motive gefunden. 
Die Frühstückspause haben wir an der Dahme gemacht. Ein wirklich idyllisches Plätzchen. Neben uns stand ein dicker Baum, der mit Efeu zugewachsen war. Die Hornissen waren dort schwer am Nektar sammeln, denn der Efeu blüht gerade. Das war ein gesumme. Zum Glück waren die dicken Brummer mit sich selber beschäftigt. 
Die nächste Pause haben wir an einem mit wildem Wein überwucherten Waldstück gemacht. So viel Rot überall. Weiter ging es durch einen Wald, erst mit geteerten Wegen und dann holprig, über Wurzeln, bis wir vor einem Steg standen, der definitiv nicht zu befahren war. Ich hab´s versucht (grins). Absteigen, schieben. Aber zum Glück nicht allzu weit. Dafür haben sich die Blicke nach rechts und links, sehr gelohnt. 
Mittag haben wir dann am Scharmützelsee gegessen. In einem schicken Hotel. “Alte Eiche” in Bad Saarow. Das Essen ist etwas hochpreisig, dafür aber auch wirklich sehr lecker. Und man sitzt auf einer Terrasse direkt am See. 
Mit vollem Bauch sind wir dann Richtung Erkner weitergefahren. Die Landstraße auf der wir unterwegs waren,  bot nicht allzu viele Fotostopps. War aber auch nicht so schlimm, denn es wurde langsam spät. Irgendwann wollten wir ja auch wieder nach Hause. 
An der Spree, noch einmal einen Moment der Ruhe genießen. Die Sonne stand schon recht tief und zauberte tolle Lichtmomente. G. und ich mussten hier einfach anhalten und fotografieren. In Erkner, ist die S-Bahn zum Glück auch bald losgefahren. Eine gute Stunde nach Hause. Die Satteltasche war leer gefuttert, alle Worte gesprochen, und der Po und die Oberschenkel taten uns, nach knapp 90 km, etwas weh. Aber das, war der Ausflug auf jeden Fall wert! 
Das war eine Route, die sich meine Radfreundin G. selbst erfahren hat. Sie hat schon einige Touren auf ihrer Karte, die sehenswert sind. Aber, die gibt sie nicht aus der Hand 😉
Eure
Wer mehr Fahrrad und Drumherum lesen möchte, schaut bei 
vorbei 

Eine Radtour mit dem Monstermädchen

Von Frohnau nach Buch

Letzte Woche hatte mein Monstermädchen das Bedürfnis, mit mir in das Berliner Umland zu radeln.
Da konnte ich doch tatsächlich nicht nein sagen.
An einem nicht ganz so warmen Tag haben wir uns in die S-Bahn gesetzt und sind nach Frohnau gefahren. Eigentlich sollte es bis nach Birkenwerder gehen. Die S-Bahn hatte aber mal wieder eine Baustelle. Und unsere Räder nimmt der Schienenersatzverkehr nicht mit. 
Am Anfang ging es durch die Frohnauer Straßen. Einem Bezirk von Berlin mit wirklich hübschen Mittelstand- Villen. 1920 wurde Frohnau eingemeindet und liegt nordwestlich, als Randbezirk in  Berlin.
An der Himmelspagode in Hohen Neuendorf vorbei, sind wir in Birkenwerder angekommen. Unserem eigentlichen Start. Auf dem Radweg Berlin-Kopenhagen gelangten wir dann ins Briesetal. Dort ist eine Waldschule, an der sind wir vorbeigeradelt, direkt in den Buchenwald. Immer an einem Bach entlang, der nicht märchenhafter sein kann. Dickes Wurzelwerk und schmale Wege verhinderten eine schnelle Fahrt. Und brachten mir einen Sturz ein, der mein Knie mit einer dicken Beule schmückte.
Natürlich habe ich KEIN Verbandmaterial dabei…Aber mein Monstermädchen eine tolle Idee. Sie nahm ein Blatt uns tauchte es in das kalte Bachwasser und drückte mir das gekühlte Blatt auf das Knie. Nach einigen kühlenden Minuten ging die Beule tatsächlich und glücklicher Weise wieder zurück. Wäre ja auch echt blöd, schon so früh wieder nach Hause zu fahren.

Mein Vater hat immer gesagt: “Ein Indianer kennt keinen Schmerz!”
Dann eben nicht jammern, ab auf’s Rad und weiter. Der Wald ist so naturbelassen, dass die Bäume sich einfach über die Wege schmeißen dürfen, ohne dass sie gemäßigt werden. Bei dem ersten Hindernis, konnten wir die Räder noch über den Baumstamm heben. Aber bei dem Zweiten blieb uns nichts anderes übrig, als die Drahtesel unter dem Baum durch zu schieben. Der Dritte konnte durch einen waghalsigen Umweg, umschoben werden. Die Aussicht hat aber die kleinen Nebensächlichkeiten entschuldigt. Eigentlich haben wir immer nur darauf gewartet einen Biber zu sehen. Oder kleine Wasserelfen die auf dem Gewässer tanzen.

 Das Wasser war, unter der Entengrütze, sehr klar. Und an manchen Stellen führten verschiedene Brücken über das Wasser. Die Waldwege laden zu schönen Wanderungen ein. Und wer es genauer wissen will klickt einfach mal auf den Link oben.

Irgendwann haben wir den Wald hinter uns gelassen. Über eine Wiese an einem Gasthof vorbei, der nur am Wochenende geöffnet hat, kamen wir auf Schotterstraßen in Zühlsdorf an. Weiter ging es über eine Landstraße. Das war das schrecklichste Teilstück der Tour. Dicke LKW’s bretterten an uns vorbei. Und Autofahrer nehmen nur sehr ungern Rücksicht auf die Zweiräder.

Aber auch dieses Teilstück ging irgendwann vorbei und wir gelangten wieder in einen Wald, der an dem Liepnitzsee lag. Was für ein schöner See. Glasklar, man kann auf den Boden schauen und Fische zählen. Das Ufer lud zum halten ein, und so machten wir dort Rast. Es war so schön, das wir es nicht aushielten und eine Runde schwimmen gingen.

Am liebsten wären wir noch lange dort geblieben, aber irgendwann wollten wir auch mal wieder zu Hause ankommen. Durch den Wald weiter an vielen kleinen Badestellen. Dann ändert sich der Weg, war kerzengerade, langweilig. Mit Schotter, staubig, ohne Abwechslung. 

In Buch angekommen, fanden wir den Panke-Radweg. Ein Radweg, der durch halb Berlin geführt wird. Ich bin den schon einmal geradelt, allerdings in die andere Richtung. Mein Monstermädchen war noch nicht müde und meinem Knie ging es nach der Abkühlung im Liepnitzsee wesentlich besser. So fuhren wir weiter. Über Buch nach Pankow, Wedding, Moabit, Charlottenburg… Am Ende waren es etwas über 90 Kilometer. Und wir waren einfach nur glücklich, das Gefühl die Muskeln ordentlich gefordert zu haben.
Das ist eine Tour aus dem Buch von
“Go Vista” Berlin und Umgebung
Ich würde diese Tour nur wegen dem Buchenwald im Briesetal
und dem Liepnitzsee wiederholen. Der Rest der Strecke, war nicht besonders.
Eure etwas geschundene
Bei Christiane auf ihrem Blog bikelovin 
findet man noch mehr Radtouren 
oder spannende Themen und Bilder rund ums Fahrrad.

Ich war mal wieder Radfahren

Radtour von Berlin Grunewald nach Velten,

Nicht, dass ich nicht Rad fahren würde. Ich fahre wirklich sehr viel Fahrrad. Gestern eben mal nach Velten. Weil es dort jemanden gibt, den ich gerne besuchen wollte…
Start war im Grunewald. S-Bahnhof Grunewald. Unter dem Tunnel durch und Richtung Messegelände. Am Funkturm vorbei. Nicht zu verwechseln mit dem Fernsehturm.
Weiter ging es Richtung Spandau. Über den Rohrdamm, um mich dann in meinem Plan etwas zu verirren. Spandau, ist eben nicht mein Bezirk. Ich habe einige Zeit und Kilometer gebraucht, um wieder auf meine Spur zu kommen. Aber dann… Ich bin sozusagen auf dem Havelradweg unterwegs gewesen. Immer an der Havel lang. Alles mal wieder wirklich schön ausgebaute Radwege, direkt am Wasser gelegen. Einige Radfahrer waren trotz der hohen Temperaturen ebenfalls unterwegs. Man sollte nur darauf achten, genügend Wasser dabei zu haben. Das Wasser aus der Havel, möchte ich nicht trinken müssen.

Über tolle Brücken bin ich gefahren. Und hatte einen wunderbaren Blick über die Havel. Habe unseren Mobi Dick bei einem Wettrennen mit einem klassischen Schiffchen zugeschaut…

Ich habe an einigen Stellen angehalten und eine kleine Pause eingelegt. Die Plätze luden zum schwimmen ein. Ich habe mich aber nicht überreden lassen. Denn ich hatte ja ein Ziel. Weiter ging es an interessanten Stellen vorbei, die mir Dinge aus längst vergangener Zeit berichteten. Von der Enklave Fichtenwiesen. Diese Wochenendsiedlung gehörte zu Westberlin. Wenn jemand zu seinem Grundstückchen wollte, musste er eine Klingel betätigen und wurde dann von einem Grenzbeamten der DDR zu der Siedlung im Wald hineingelassen. Allerdings nur, wenn die Papiere stimmten. Spontanbesuche waren nicht möglich…

Zum Glück, ist diese Zeit vorbei. Uns geht es doch jetzt richtig gut. Weiter durch den Wald. Gut geteerte Wege, laden zum schnellen Fahren ein.

Noch einmal Pause, einen Apfel aus Mamas Garten und die Wasserflasche mal wieder etwas leeren. Ich wollte ja kein Wettrennen gewinnen. Ich hatte reichlich Zeit.

Vorbei an lustigen oder vielleicht auch tiefsinnigen Objekten, bin ich in der kleinen Stadt Henningsdorf angekommen. Nur gut, denn mein Wasser war alle. Und man soll es nicht glauben, es gab Geschäfte, die auch noch offen waren. 

Ein schicker neuer Bahnhof…und dahinter soll man sich die Altstadt anschauen können. Habe ich auch gemacht. Aber ich fand nichts Sehenswertes, weshalb es keine Bilder gibt…
Ich wollte ja auch noch ein Stück weiter. Damit ich nicht mein Strickzeug in der Tasche umsonst mitgeschleppt habe.

Auf manchen Feldern sieht es tatsächlich schon nach Herbst aus. So viele Strohballen. Na, wenn man damit nicht über den Winter kommt. Ich bin übrigens auch irgendwann einmal angekommen. Ich dachte schon, ich müsse auf meine Gastgeberin ewig warten, aber sie war doch schon da und hat mich und noch zwei Strickerinnen mit Leckereien verwöhnt. 

Eigentlich wollte ich dann mit der Bahn nach Hause fahren. Nachdem wir einen sehr schönen, lustigen, kreativen und interessanten Nachmittag hatten. Aber Erstens habe ich den Zug verpasst und Zweitens hätte ich auf den nächsten eine halbe Stunde warten müssen. Und Drittens, hätte die Fahrt nach Hause auch 1 1/2 Stunden gedauert. Da habe ich kurzentschlossen den kurzen Radweg immer geradeaus genommen und war nach 2 Stunden wieder zu Hause. Gut ausgepowert, um süß zu schlafen. 
Eure
verlinkt mit
Da gibt es noch mehr Fahrrad…

von Strausberg nach Obersdorf

Radwandern mitFreu(n)den

Eine Radtour mit Freunden ist wirklich immer wieder ein Vergnügen. Meine Freundin G. hat mich gefragt, ob ich Lust hätte mit zu fahren. Treffpunkt war der S-Bahnhof Charlottenburg. Unser Zielbahnhof Strausberg, eine Stunde Anfahrt. G. hat von mir, erst vor kurzem, einen Radwanderführer geschenkt bekommen, den wir zusammen ausprobieren wollten. Sie hat uns eine 46km Tour ausgesucht, die durch die Märkische Schweiz verläuft! 46 km sind nicht so viel, dachte ich. Bin ja noch nicht ganz so im Training ☺
Auf dem Weg nach Strausberg, unsere Fahrräder eng zusammengeschoben
Der Bahnhof von Strausberg eher langweilig ☺
Die Tour verläuft auf dem R1, einer Europaradroute (wer mehr wissen will klickt auf die Europaradroute) Gut ausgeschildert, fanden wir auch gleich den richtigen Weg. Das Buch hat uns viel Kultur versprochen. Als erstes trafen wir in Garzau auf eine Pyramide die als ein Mausoleum 1784 errichtet wurde. Im Laufe der Zeit,ist sie allerdings zu einem Steinhaufen zusammen gefallen und wurde 2000 wieder aufgebaut. Schön anzusehen. Und eine interessante Geschichte. Wer mehr wissen will klickt >Hier<

Mausoleum im Pyramidenform in Garzau
Weiter ging es an wunderschönen Rapsfeldern, vorbei an Wiesen voller Butterblumen. Die Radwege ganz super ausgebaut. Manchmal hatten wir das Vergnügen leicht bergig anmutende Wege zu fahren. Ha, Berge um Berlin, wer es glaubt. Mein Navi hat mir angezeigt, dass wir mindestens 111 m hoch gefahren sind.

Das Zentrum der Märkischen Schweiz, heißt Bukow und liegt an einem kleinen Flüsschen Namens Stobber. Drum herum liegen einige sehr hübsche Seen, die im Sommer bestimmt gut mit Badegästen ausgelastet sind. Viele gutbetuchte Berliner, haben sich hier vor dem Krieg, Sommergrundstücke zugelegt. Einige Häuser sind auch noch erhalten. Zudem sind die Wälder hier, 1990 als erster und kleinster Naturpark Brandenburgs ausgewiesen worden. Eine wirklich lehrreiche Gegend.

Schwimmbad am großen Däbersee in Waldsieversdorf
Buckow selber, ist ein ganz bezauberndes Städtchen, mit einem Schlossgarten in dem das Schloss fehlt. Aber mit Bäumen, die sehr alt wirken. Nachdem wir schon einige Kilometer bergauf und bergab gefahren sind, haben wir uns ein Restaurant gesucht und eine Mittagspause eingelegt. Die Stobber, ein kleines Flüsschen verlief genau an dem Restaurant vorbei. Dort standen die Forellen in der Strömung und wer Lust hatte konnte Wassertreten nach Kneipp.
Buckow an der Stobber
Das Städtchen haben wir zu Fuß etwas erkundet und sind dann mit den Rädern weiter zum Brecht-Weigel-Haus geradelt. Es gab eine Ausstellung mit modernen Bildern (10) und Skulpturen (5) zu sehen. Interessanter war das Gartenhaus. Da sah man die Kostüme aus dem Stück von Bertold Brechts “Mutter Courage und ihre Kinder”, in dem Helene Weigel die Mutter spielte. Auch konnte man sich Handschriften von Brecht anschauen. 

Das Brecht-Weigel-Haus am Schermützelsee
Das Haus selber, der Garten und der Blick waren einfach nur toll. Da hätte ich mich auch wohl gefühlt. Es gab die Möglichkeit Kaffee und Kuchen im Garten zu genießen. Und, nachdem wir von unserem Mittagessen nicht begeistert waren, kam uns die Leckerei gerade Recht. Aber woran wir nicht dachten war, dass wir jetzt richtige Berge erfahren mussten. Im kleinsten Gang sind wir nach oben gefahren…
Das große Zimmer mit Blick auf den See              der Wagen aus “Mutter Courage und ihre Kinder”

Blick über den Schermützelsee
Aber wer hochstrampelt, der darf auch wieder hinunter fahren. Und das ist dann eine super Belohnung. In Obersdorf (nicht in Bayern!) angekommen, haben wir den Zug nach Berlin genommen. Gut, dass wir dort schon in den Zug eingestiegen sind. Denn die nächste Bahn, wäre erst in 2 Stunden wieder nach Berlin gefahren.

Weizen und Rapsfelder,                                       gut ausgebaute Radwege…
Die Tour war sehr schön, hat richtig Spaß gemacht. In einer größeren Gruppe zu fahren ist sehr abwechslungsreich. Wir haben schöne Dinge gesehen und wurden von dem Radführer gut durch Brandenburg geführt. Unten habe ich die Daten von dem Radführer notiert. Vielleicht hat einer von euch ja Interesse ☺ Das nächste Bild ist für Lotta, die heute “Bunt ist die Welt“-Bilder sammelt. Mit dem Motto: Fahrräder. Und die Radtour verlinke ich mit Christianes Blog “Bikelovin” 
ein Fahrradhotel an der Euroroute 1

Brandenburg mit dem Rad

Die schönsten Touren für Kulturliebhaber
von Therese Schneider
Seitenzahl 208
ISBN 978-3-86124-678-7

Danke, das ihr mir immer so liebe Kommentare da lasst. Und schön, das sich noch ein paar Leser eingefunden haben.
Ich wünsche euch noch ein schönes Wochenende, 
Eure

Radtour von Stadt Brandenburg nach Potsdam

Startbahnhof Wannsee…
Ach, war das Wetter letzte Woche schön. Was gibt es da schöneres als ins Umland zu fahren und das Fahrrad mal wieder auf touren zu bringen. Meine Schwester war spontan genug, sich an meinem Ausflug zu beteiligen. Nach einem kurzen Anruf, war sie innerhalb kürzester Zeit bei mir und hat das Fahrrad meines Monstermannes ausprobiert. Ihr eigenes ist erst vor kurzem unter die Räder gekommen und das Ihres Monsterjungen hat einen unbekannten neuen Eigentümer gefunden… Das von meinem Kerl war aber passend und so konnten wir uns gemeinsam auf reisen begeben.
Zielbahnhof Brandenburg an der Havel

Unser Ziel Brandenburg an der Havel. Unser Weg: Der Havelradweg! Nur sind wir in Richtung Potsdam zurück gefahren. Immer an der Havel lang. Der Weg ist wunderbar ausgeschildert und glänzt mit asphaltierten Wegen. Rechts und Links hat man immer wieder einen wunderbaren Blick auf Wasser oder über Felder und Natur. Seht selbst, ich habe mal wieder eine menge Fotos gemacht.
Zuerst geht es über die Gleise auf die andere Seite des Bahnhofs
und dann an den wartenden Autos nochmals über die Gleise 
Fließlandschaften, Bieberbauten, Deiche…
Wir fuhren auf dem Haveldeich, trafen hier und da mal einen Radfahrer oder zwei. Aber eigentlich war noch nicht viel los auf den Wegen. Im Sommer kann ich mir vorstellen, ist hier der Teufel los. Denn an verschiedenen Stellen, bot sich das Ufer zum schwimmen an und einige Radler pausierten auch an den schönsten Stellen. Immer wieder fuhren wir an Picknickplätzen vorbei.

Ein paar Deichpfleger sammt Nachwuchs, trafen wir auch. Nette Wollfabriken, die uns mit dem A… äh, Po nicht ansahen. Meine Schwester und ich, sind recht zügig gefahren. Und ein Mittagessen haben wir dann in flüssiger, alkoholfreier Form zu uns genommen. Es gab so die ein oder andere Möglichkeit auch feste Nahrung zu sich zu nehmen, aber wir wollten ja auch ein wenig die Muskeln trainieren. Im “Lustigen Landmann” gab es einen Stopp und danach gleich weiter Richtung Werder.
Die Fröhlichkeit des Landmannes, mussten wir allerdings erst ein bisschen heraus kitzeln.
Denn so fröhlich, wirkte die Bedienung nicht unbedingt!
Nachdem wir seit einigen Stunden nun durch die pure Natur, nur begleitet von Vogelgezwitscher und Gänsegeschnatter, gefahren sind, kamen wir durch das Städtchen Werder. Die haben sich gerade auf das Baumblütenfest vorbereitet. Eine Veranstaltung, die bestimmt sehr schön ist, wenn man frühzeitig da ist. Je später der Tag, desto angeschlagener die Gäste. Dort kann  man schon seit 1879 Selbstgebrannten und ähnliche Leckereien testen und kaufen. Zudem gibt es Kunsthandwerk und Karussell… Die waren allerdings noch im Aufbau und wir waren mit der Geräuschkulisse doch sehr überfordert. Und so freuten wir uns sehr, als der Weg wieder durch den Wald und an der Havel weiter Richtung Potsdam führte.
Vorbei an schönen Wassergrundstücken und Bäume voller Blüten. Ob das Apfel werden? Kirschen? In Werder wächst sehr viel Obst. Es gibt sogar einen alten Weinberg, habe ich auf Radkarte gelesen. Das wunderschöne kleine Häuschen haben wir unterwegs auch entdeckt, und beschlossen, das wäre genau das Richtige… Ich beneide die Besitzer! Man beachte bitte auch den rosa Krug auf dem windschiefen Tisch an der rechten Seite des Hauses! Schade das die Eingangstür nicht die richtige Farbe hatte.
Nach 5 1/2 Stunden, mit Pause und Gegenwind, kamen wir dann am Bahnhof Potsdam an. Und freuten uns tatsächlich, wieder in die Stadt Berlin zurück gefahren zu werden. Denn nach einem Winter ohne große Radtouren, entdeckt man doch seinen Allerwertesten wieder. Die Radtour habe ich aus einem Radwanderführer von “Go Vista” die aus dem Hause Kompass und dem Tandem Verlag stammen. Ich kann diese Karten nur immer wieder empfehlen.
Ich wünsche euch noch einen
nicht so verregneten Tag,
eure

Kleine Radtour durch die Stadt

Ich war heute mal im Auftrag eines Buches unterwegs. Recherschieren…So nennt man das wohl. Ich habe gerade ein Buch zu Ende gelesen, “Zwischen Kreisel und Kleistpark” ein Buch über meine Stadt. Und damit es Spaß macht die Rezension zu lesen, gebe ich mir immer die Mühe und fahre einige Stellen ab, die mit dem Inhalt des Buches zu tun haben. So also diesmal die Bezirke Steglitz-Schöneberg. Angefangen am Steglitzer Kreisel. Schön ist der nicht. Eigentlich ein ganz grauenvolles Bauwerk, das den Dorfkern von Steglitz 1968 vertrieb.

Auf der Schloßstraße weiter Richtung Schöneberg. Vorbei an dem Einkaufzentrum “Das Schloß” und an vielen kleinen Geschäften, die sich irgendwie in dem Schatten der Malls halten können. Auf der Schloßstraße gibt es seit noch nicht langer Zeit einen Radweg, direkt auf der Straße. Fast so breit wie eine Autofahrbahn. Das hindert die Motorisierten allerdings nicht daran entweder den Weg zu zu parken oder auf dem Radweg vor sich hin zu schleichen.

Nächste Etappe, der Bierpinsel. Ebenfalls ein Bauwerk, das immer irgendwie nicht zu betreten ist. Da gab es mal eine Disco, Kneipe, Restaurant…und was weiß ich noch so alles. Im Moment steht es mal wieder leer und keiner findet’s wirklich schön. Danach das Forum. Berlins erste Mall. Und das Schloss-Straßen-Center. Mit dem wahnsinnig beliebten “Primark”. Zwischen Bierpinsel und Forum gibt es noch den Boulevard, unser neustes Einkaufszentrum. 4 in einer Straße…ich finde zuviel!
Ein Stückchen weiter sind die Goerz Höfe, dort wurden  1897 optische Geräte hergestellt. Zum Beispiel die Periskope für die Uboote. Dort wurde ich allerdings darauf aufmerksam gemacht, das ich auf den Höfen nicht fotografieren darf, da müsste ich erst die Eigentümer (Becker und Kries) fragen. Hmm, da habe ich keine Lust zu, deshalb nur dieses Foto:

Das Vorderhaus ist allerdings wirklich schön gemacht. Ganz viele Stuckornamente und frische Farbe geben dem Haus einen außergewöhlich schönen Anblick. Und die  Toreinfahrt, ist auch sehr schön… Übrigens, in den Höfen findet man eine Tanzakademie, da sollen wohl auch immer mal wieder Stars proben ☺

Weiter bin ich an dem Friedenauer Rathaus vorbei gefahren. Einem Rathaus, das mal sehr schön war. Aber während des Krieges doch sehr gelitten hat. Nachdem man es soweit wieder hergestellt hatte, das man darin arbeiten kann, sind die schönen Stuckteile daran auf der Strecke geblieben.

Die Fahrradstrecke wird jetzt wirklich doof. Ich muss ohne Radweg auf der Straße fahren. Und die Autofahrer sind heute mal wieder extra angepiekt. Sie fahren so dicht an mir vorbei, das ich das Gefühl habe, die schmeißen mich gleich vom Rad. Ich komme jetzt an dem Innsbrucker Platz vorbei. Das soll eine ehemalige Wendeschlaufe für Straßenbahnen gewesen sein. Ich erkenne leider gar nichts mehr. Hier beherschen die Autos die Straßen, immerhin ist das eine ziemlich große Autobahn Auf- und Abfahrt. Weiter durch die Schöneberger Hauptstraße. Ich fahre übrigens immer noch geradeaus. In Berlin sind die Straßen Sternförmig von der Mitte  aus angeordnet. Wenn du einem Fremden den Weg erklären willst, dann :”Immer geradeaus und irgendwann biegst du ab, und schon biste da!” Ich fahre jetzt einen Abschnitt, der blanke Horror. Aber immerhin mit Radweg. und komme an einem Kino vorbei, das Kindheitserinnerungen weckt.

Hier habe ich bestimmt einige schöne Filme gesehen, wie zum Beispiel “Grease” mit John Travolta und Olivia Newton-John… Kann sich einer erinnern?
Und nachdem ich mich todesmutig wieder in den Verkehr gewagt habe, denn Radwege gibt es hier gar nicht und die Busspur ist am Mittag zugeparkt, komme ich an dem Schöneberger Stadtbad vorbei (leider kein Foto, ich war nicht Todesmutig genug!) und muss mich über den Schöneberg kämpfen. Immerhin bestimmt 15 Höhenmeter! Dann habe ich endlich den Kleistpark erreicht. Das war mal unser Botanischer Garten. Das war etwa 1801! Inzwischen befindet sich unser Botanischer Garten in Steglitz Lichterfelde. Im Kleistpark tagte 1954 die Vier-Mächte-Konferenz. Heute befindet sich dort das Berliner Kammergericht.

Ich bin dann noch ein wenig weiter geradelt, die Potsdamer Straße in Richtung Potsdamer Platz. Vorbei an vielen interessanten Geschäften und Geschichtsträchtigen Bauten. Um noch einen Blick auf die National Galerie zu werfen und das schöne Dach der Philharmonie…

Und nun noch schnell über den Victoria Luise Platz ein Eis zum Mittag essen. Die haben dort ganz witzige Eise…Ziegenkäse mit Kürbiskernen und -öl, …lecker, kann ich da nur sagen. Vielleicht hat euch meine Tour gefallen. Und wer Lust hat und noch eine kleine Rezension lesen möchte schaut in meinem Lesezimmer vorbei. Da geht es nämlich um genau diese Strecke die ich heute abgefahren bin!

Viel Spaß beim schmökern
eure
Ich habe mich dann mal bei der Fahrradfrau verlinkt, da findet man noch mehr Fahrradsüchtige ☺