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Mein Ruhepol

Gedanken zu meinem Ruhepol

Wenn ich so darüber nachdenke, was mein Ruhepol ist, komme ich immer wieder darauf, es ist mein Kerl. Wenn ich ihn dazu überreden kann, mit mir in den Wald zu gehen oder eine Runde um den See zu machen, dann entspannen die Gedanken und ich kann es genießen, mit dem Kerl gute Gespräche zu führen. Es reicht aber auch, wenn wir Zwei uns in ein Straßencafé setzten und einfach nur Leute beobachten. Dazu müssen wir nicht einmal reden. Gucken, ist absolut genug. Auch die Abende, die man gemeinsam auf dem Sofa verbringt, mit dem Buch vor der Nase und dem Glas Wein in der Hand, vergessen ist der anstrengende Alltag. Was ist dein Ruhepol? Dieses Bild entstand am Wannsee vor zwei Jahren. Es war Spätsommer und wir haben den Hund meiner Eltern auf einen Spaziergang mitgenommen.

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Lieblingsplatz

Wenn ich mir einen Lieblingsplatz aussuchen könnte, dann einen in der Sonne. So wie diese Katze, würde ich mich auf einen warmen Stein legen, mir die Sonne auf den Pelz brennen lassen und “den Lieben Gott, einen guten Mann sein lassen” (So hat mein Großvater immer gesagt). Diese Bild habe ich in Marburg vor einigen Jahren gemacht, als ich im Hessischen zur Kur war. Auch die anderen Bilder habe ich zu dieser Zeit gemacht. Mein Kopf braucht Lieblingsplätze und dort wurde ich an verschiedenen Stellen tatsächlich fündig. Seitdem weiß ich, dass ich Licht, Luft und Sonne in großen Dosen brauche. Wenn ich merke, dass es in meinem Kopf wieder einmal zu eng wird, ziehe ich die Laufschuhe an oder pfeife nach meinem Fahrrad, um ins Umland zu radeln. Denn da finde ich Plätze, die ich spontan zu meinen Lieblingsplätzen umbenenne.

Wer sitzt nicht gerne am Wasser und genießt den Blick? Der Mensch liebt das Wasser. Schön ist es, wenn ich dann noch ein kleines Picknick in den Satteltaschen habe und einfach die Ruhe tanken kann. Während meiner Kur, nach den Anwendungen, wenn ich Freizeit hatte, habe ich mir mein Fahrrad geschnappt und bin auf den reichlichen Radwegen, an solche Plätze gefahren. Nicht mal mein Strickzeug oder ein Buch haben mich von diesem Blick ablenken können.

Die Klinik lag direkt im Wald. Und wenn die Zeit zu knapp war, um mit dem Rad noch eine Runde zu drehen, wanderte ich den Berg hinauf. Sprudelnde Bäche und urwüchsige Wälder können auch zu einem wunderbaren Lieblingsplatz werden. Einziger Nachteil, ich habe die Plätze nicht immer wieder gefunden. So bleiben sie vergängliche Lieblingsplätze.

Natürlich bin ich auch gerne zu Hause. Dort ist alles, was ich liebe. Meine Monster (auch wenn sie inzwischen ausgezogen sind), mein Kerl und unsere Katze. Hier habe ich meine Lieblingsplätze, die ich bisher noch nicht verewigt habe, weil sie so selbstverständlich geworden sind. Mein Platz am Esstisch, den ich mit meinen Stricksachen und Büchern fast komplett in Beschlag nehme. Die Ecke auf dem Sofa, die fast genauso aussieht und im Sommer mein Plätzchen auf der Terrasse.

Hast du auch einen Lieblingsplatz? Mach doch ebenfalls bei Emmas Linkparty mit, bevor all deine schönen Bilder auf der Festplatte vergessen werden. Schöne Themen hatte sie im Januar.

Meine Straße

Tell a Story 

Heute, geht es um meine Straße. Naja, meine ist sie zum Glück nicht. Ich wohne hier aber schon ziemlich lange. Als mein Monstermädchen ein halbes Jahr alt war, zogen wir hier her. In der alten Straße wären wir mit den Kindern nicht glücklich geworden.

Eine Straße, die einerseits direkt in die Innenstadt führt, und in der anderen Richtung direkt in den Wald. Man hat das Gefühl einer Vorstadt und kennt fast jeden Nachbarn vom Sehen. Allerdings haben die Monster es immer vermisst, mit Kindern aus der Umgebung spielen zu können. Denn die werden hier, vorzugsweise zur Schule, zum Ballett, Fußball und was sonst noch so auf dem Plan steht, gefahren. In all den Jahren, habe ich hier keine Kinder auch nur Ball spielen sehen.
Dafür gibt es eine Menge Hunde in allen Größen. Manchmal werden die Hinterlassenschaften auch entsorgt und selten tritt man in diese. 
Im Winter bleibt sogar der Schnee liegen und wird als allerletzes aus dieser Stadt entsorgt. Das war in schneereichen Wintern aber immer sehr schön, weil wir die Schlitten mit den Monstern mitten auf der Straße direkt in den Grunewald ziehen konnten. 
Im Sommer ist es unter den Bäumen immer einige Grad kühler, als mitten in der Stadt. Wenn der Rest der Berliner  am schmelzen ist, sitzen wir kühl.  
Die meisten Bäume, die hier stehen sind Amerikanische Eichen oder auch Roteichen. Im Herbst kannst du nur zusehen, dein Auto  hier nicht zu parken. Denn die Eicheln, die zu Haufen von den Ästen fallen, verwandeln sich auf dem Weg zur Erde zu gemeinen Geschossen, die tiefe Dellen in den Karossen hinterlassen. Einfach nicht empfehlenswert. Da sind baumfreie Parkplätze höchst begehrt und man kann die Nachbarn dabei beobachten, wie sie sich vorsichtig unter die Bäume stellen. 
Manchmal, kann man auch eine Rotte Wildschweine beobachten, wenn sie mit dem Nachwuchs auf der Suche nach den Leckereien durch die Straßen ziehen. Einmal, war die Freundin meines Monstermädchens bei uns zu Besuch. Sie war gerade auf dem Weg nach Hause, hatte das Gartentor schon offen stehen, als die Wildschweine samt Frischlinge durch die Straße auf das Mädchen zukamen. Du glaubst nicht, wie schnell ich unten war und das Tor wieder zuzog. Wir haben die Schweine lieber hinter dem Zaun beobachtet.

Auch der Fuchs ist ein häufiger Gast. Der springt allerdings elegant über den Zaun oder schiebt sich darunter hindurch. Vor Jahren sahen die Reinekes noch recht gerupft und zerfleddert aus. Inzwischen haben sie sich so an den Menschen gewöhnt,  dass sie hier einfach zu fressen finden, und so ihr Fell hübsch glänzt und sie viel stattlicher wirken. Hast du schon einmal einen Fuchs bellen (youTube) gehört? In mancher Nacht, saß l einer dieser Exemplare mitten auf unserer Straße und machte einen Lärm, dass man kein Auge zu bekam.

In unserer Straße stehen alte und sehr alte Häuser und Villen. Dazwischen tummeln sich auch modernere Gebäude, auf Grundstücken, die von wunderschönen alten Zäunen umgrenzt sind. Hier wurde Geschichte geschrieben, Opern und Operetten. Hier lebten Menschen, die all ihr Hab und Gut gegen eine Fahrkarte in die “Freiheit” tauschen mussten. Jedes Grundstück hätte etwas zu erzählen. Schade, dass sie so stumm daliegen.
In unserer Straße gibt es tatsächlich noch die alten Gaslaternen. Berlin will sie eigentlich loswerden. Aber einige Bürger lehnen sich dagegen auf. Ich mag die alten Gußeisernen. Als Kinder haben wir manchmal ordentlich dagegen getreten, damit der Funken überspringt und die Laterne anging. Schade, dass sie aus dem Berliner Stadtbild verschwinden werden.
Emma  hat für den Januar so wunderbare Tell a Story Themen gestellt. Da mache ich gerne mit. Den Post über meine Stadt habe ich leider verpasst…