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Frauen in Kreuzberg {12tel Blick Juni}

Frauen in Kreuzberg

Es ist wieder so weit, ich will dir etwas aus meiner Stadt erzählen. Dieses mal habe ich das Thema Frauen in Kreuzberg ausgesucht. Natürlich lebten und leben in jedem Bezirk spannende Frauen. Da es sich in meinem 12tel Blick um Kreuzberg dreht, bleiben wir bei den Frauen, die hier etwas besonderes veranstaltet haben. Nicht alles war gut. Es gab auch einige Frauen, die sich verkauft und andere denunziert, gemordet und geklaut haben. Ich habe allerdings nur eine von vielen herausgesucht:

Die Frau, die ich heute vorstellen möchte ist Lina Bauer (spätere Morgenstern). Sie wurde am 25. November 1830 in Breslau als drittes von sechs Kindern geboren. Sie stammt also aus Schlesien, (was für eine Überraschung… Ich hatte hier schon davon erzählt, wie viele Menschen in die große Stadt strömten). Als Kind einer jüdischen Fabrikantenfamilie ging sie zu einem liberalen Rabbiner in den Religionsunterricht.

Doch damit wollte sie sich nicht zufrieden geben und studierte selber Literatur und Kunstgeschichte. Außerdem erhielt sie privaten Unterricht in Sprachen, Musik und Gesang. Sie begann sich mit 18 für Politik zu interessieren und gründete mit Freundinnen den „Pfennigverein zur Unterstützung armer Schulkinder“, der Schulbücher, Kleidung  und Schulmaterial für bedürftige Kinder sammelte.

Ab nach Berlin

Die junge Lina Bauer traf den armen polnischen Juden Theodor Morgenstern und 1854 war sie zum Missfallen ihrer Eltern mit ihm verheiratet. Scheinbar hielten es die Beiden nicht in Breslau aus, weshalb sie nach Berlin gingen. Doch auch da verdiente Theodor nicht mehr Geld, doch Lina hatte eigene Ideen. 1859 bekam sie ihr erstes Kind und weil sie scheinbar damit nicht ausgelastet war, gründete sie den „Berliner Frauen-Verein zur Beförderung der Fröbel’schen Kindergärten“ und später den ersten Berliner Kindergarten nach Ideen des Reformpädagogen Friedrich Fröbel.

Ein bisschen gewagt, denn seit 1851 waren Kindergärten von der preußischen Regierung verboten. Die Theorien des Herrn Fröbel ( Selbstständigkeit fördern, spielen bildet,…) widersprachen dem Gedanken der Preußen, selbstständige und -denkende Einwohner zu verwalten.

Zwei Jahre später hob die preußische Regierung das Kindergartenverbot auf und sofort gründete Lina Morgenstern den ersten Fröbelschen Kindergarten. Genau am Fuße des Kreuzbergs. Ein Idyll mit Obst- und Laubbäumen, Kühen und Hühnern. Täglich kam ein Arzt vorbei und die betreuten 20 Kinder fanden hier viel Platz zum spielen. Die Kinder wurden nach ihrem Entwicklungsstand und ihren Fähigkeiten gefördert.

Volksspeisungen

Lina Morgenstern war damit aber immer noch nicht zufrieden. Sie gründete auch den Verein der Berliner Volksküchen. Für kleines Geld (25 Pfennige), bekam man dort eine ordentliche Portion. Schon bei der Eröffnung wurden zwischen 11 und 13 Uhr 400 Personen in den, für diese vielen Menschen zu kleinen Räumen, versorgt.

Die Speisen mussten so besonders sein, dass Lina später ein Kochbuch heraus gab. Die Volksküchen trugen sich selber, Verwaltung, Leitung und Essensausgabe oblag jungen Bürgerinnen, die sich in neuen Pflichten üben sollten. Bis zur Jahrhundertwende entstanden sieben Volksküchen in Kreuzberg und noch mehr in der ganzen Stadt. Das Konzept ging so gut auf, dass Lina bald schon den Spitznamen Suppenlina erhält.

Sie bleibt aber nicht die Suppenlina, 1868 gründet sie die Akademie zur Fortbildung junger Damen, 1873 den Berliner Hausfrauenverein. Von 1874 an gibt sie die Deutsche Hausfrauen-Zeitung heraus. Als radikal wird diese Zeitung innerhalb der bürgerlichen Frauenbewegung genannt. Sie fordert die politische Gleichberechtigung von Frauen.
Als sich 1894 der Bund deutscher Frauenvereine gründet, setzt sich Lina vergeblich für die Aufnahme der Arbeiterinnenvereine ein. Sie lässt sich damit aber nicht aus dem Konzept bringen und spricht vor 1800 Delegierten aus aller Welt auf dem auf dem ersten Internationalen Frauenkongress in Berlin.

Ihr Leben

Lina Morgenstern hat ihr ganzes Leben dem sozialen Gefüge und  Frauenrecht gewidmet, ganz nach dem jüdischen Gebot der Gerechtigkeit ( Dem Bedürftigen die Möglichkeit zu geben, sich selbständig zu ernähren: Hilfe zur Selbsthilfe. Wohltätig sein in einer Weise, dass der Spender und der Bedürftige nicht voneinander wissen. Der Wohltäter weiß, wem er gibt, aber der Arme erfährt nicht von der Identität des Spenders. Der Gebende kennt nicht die Identität des Bedürftigen, aber dieser kennt den Spender. Geben, bevor man gebeten wird. Geben, nachdem man gebeten wird. Zwar nicht ausreichend, aber mit Freundlichkeit geben.)

Am 16. Dezember 1909 verstarb sie in Berlin. Ihr Grab findet man auf dem Jüdischen Friedhof in Weißensee.

Wieder habe ich dir etwas über meinen Bezirk Kreuzberg erzählt. Die Bilder gehen wieder zum 12tel Blick, den Eva auf ihrem Blog Verfuchst und zugenäht sammelt.

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Mitte Juni {12von12}

Mitte Juni

Ist es schon wieder so weit? Fast schon wieder Mitte Juni? Und mein Urlaub ist auch schon fast wieder vorbei. Egal, jetzt genieße ich erst einmal meinen Kaffee. Und blättere noch ein bisschen in meinem neuen Strickbuch.

Mein BuJo wurde diese Woche vernachlässigt. Dabei war sie doch so entspannt, die Woche. Während mein Kaffee kalt wird, kann ich einiges nachtragen.

Der Kerl wünscht sich einen Kaffee. Dann mache ich ihm doch gerne einen. Am liebsten trinkt er ihn schwarz. In einem Café würde er wohl einen Americano bestellen.

Kaffee für den Kerl

Im Grunde wäre heute Hemdenwaschtag. Aber scheinbar wird meine Arbeit vereitelt. Mit vorwurfsvollem Blick werde ich vom Wäscheberg vertrieben.

Ich sitze in der Sonne und grübel über Maschenproben nach. Zwischendurch habe ich die Rosen beschnitten und mir einen zweiten Kaffee gemacht.

Allerlei

Die Zeit vergeht manchmal viel zu schnell. Ich bin doch verabredet! Und so spurte ich mit dem Fahrrad los. Beim fotografieren, fahre ich fast in ein parkendes Auto. Weg mit dem Spielzeug…

Auf dem Markt steht immer ein guter Espressowagen. Die machen wirklich ganz leckeren Kaffee. Ausserdem, baruche ich dort keine Maske hervor zu kramen. Ein süßes Teilchen noch vom Bäcker …husch husch zum Treffpunkt

Wer soll es glauben. Die Freundinnen sind noch gar nicht auf dem Platz. Dann machen Karminchen und ich es uns eben erst einmal alleine bequem. Auf dem Mäuerchen muss ich mein Franzbrötchen gegen Maus und Spatz verteidigen.

Wieder zu Hause, ist das Monstermädchen da. Sie hat ihr Paket zu uns senden lassen. In der Post anzustehen, dazu hat doch heute keiner Lust. Die Katzen sind wieder sehr neugierig.

“Hast du es eilig? Oder isst du noch mit uns” Klar bleibt das Monstermädchen zum Essen. Tortelini mit Tomatensoße und frischem Salat aus dem Garten, kann man eben nicht widerstehen.

Danach noch einen Spaziergang zur Lieblingseisdiele. Gebrannte Mandel gibt es heute. Und Orange, die isst der Kerl so gerne, ist aber nicht immer im Angebot.

Ich warte die ganze Zeit, dass es regnet, weshalb ich heute keine Radtour gemacht habe. Aber außer winzigen Tröpfchen, passiert nichts. Jetzt muss ich wohl doch noch gießen.

Mehr 12von12 Bilder und Tagesabläufe findet man bei Draußen nur KännchenJeden Monat versuche ich dabei zu sein. Nicht immer klappt es.

 

 

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Ein Tag wie jeder andere {12 von 12 im Mai}

Ein Tag wie jeder andere

12 Bilder von meinem Tag. Eigentlich ein ganz normaler Tag. Ein Tag wie jeder andere eben. Zur Zeit habe ich ohnehin das Gefühl, dass alles gleichläuft. Nicht dass ich mich langweilen würde…
12 Bilder vom 12. des Monats Mai sammelt mal wieder Draußen nur Kännchen. Nicht immer schaffe ich es dabei zu sein. Mal sehen, wie weit ich heute komme:

Natürlich starte ich mit einem Kaffee. Gemütlich in meiner Schlafanzughose, denn es ist heute sehr kalt.

Dann arbeite ich mein Bullett Journal auf. Ich notiere mir zu jedem Tag, was ich gemacht habe und vor allem, was besonders schön war. Gestern zum Beispiel habe ich einen Aquarellkasten von Magda vermacht bekommen 😊

Dann hat sich Toffie zum kuscheln auf meinem Schoß breit gemacht. Eigentlich wollte ich in meinem neuen Strickbuch blättern, dass ich gewonnen habe. Aber Katze geht nun einmal vor.

Zum Muttertag habe ich von dem Monsterjungen ganz besonders schöne Blumen geschenkt bekommen. Eigentlich habe ich keine Schnittblumen mehr in meiner Wohnung, weil die Katzen jedesmal an den Blüten knabbern. Die scheinen sie aber zu ignorieren. Vielleicht duften sie zu doll. Beschnitten mussten sie aber werden, damit sie länger halten.

Blogarbeit. Karminchen hilft mir dabei ein bisschen. Gestern schon habe ich 5 Stunden an einem neuen Post geschrieben. Erstaunlich, wieviel Zeit so ein Blog frisst.

Duschen musste ich natürlich auch noch. So viel Zeit habe ich dann doch nicht mehr. Ich muss ja heute noch zur Arbeit.

Aber für eine Waschmaschinenladung reicht es noch. Es wird wohl passen, dass ich sie noch aufhängen kann. Ich bin noch ein bisschen hin und her gerissen, ob ich heute mit dem Fahrrad fahre. Es ist so kalt.

Da fällt mir ein, ich habe ja das Geschenk für die Kollegin noch nicht eingepackt, die Geburtstag hatte. Zum Glück habe ich so viele hübsche Tüten. Ob ihr mein Geschenk gefällt? Ich hoffe doch.

Es wird Zeit, dass ich mein Abendbrot vorbereite. Dieses Mal habe ich noch etwas von meinem vegetarischen Gulasch übrig. Mit etwas Tomaten, frischen Champignons, Salat, Feta und gekochter Hirse, wird es mich heute Abend bestimmt satt machen. Wirfst du viele Lebensmittel weg? Oder findest du immer noch eine Verwertung?

Ich stricke jetzt noch ein bisschen an meinem Ufo weiter. Nervös sitze ich jetzt wie auf Kohlen. Manchmal schleicht die Uhr und manchmal hat sie es so eilig, dass man nicht bemerkt, wie die Zeit vergeht…

Prima, die Waschmaschine ist doch noch fertig geworden, dann kann ich die Wäsche ja gleich aufhängen, bevor ich gehen muss. Strickzeug in die Ecke schmeißen, aufstehen, was tun. Dann geht die Zeit schneller vorbei.

Ich habe mich gerade für mein Auto entschieden. Vorausgesetzt es springt an. denn die Batterie ist zur Zeit ziemlich schlapp. Ich warte auf eine Neue. Mein Schrauber weiß bescheid. Es war schön mit dir, aber ich muss jetzt los zur Arbeit. Dahin kann ich dich nicht mitnehmen.

Meine 12 Bilder vom 12. Mai verlinke ich wieder bei Caro...

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Schon wieder Mitte März { 12von12}

Schon ist wieder Mitte März

Jetzt, Mitte März, bin ich wieder dabei. Letzten Monat hab ich glaube ich mit den 12 Bildern vom 12. ausgesetzt. Es klappt eben nicht jeden Zwöften. Draußen nur Kännchen, alias Caro, sammelt unsere Alltagsbilder auf ihrem Blog. Viel Spaß mit meinem Tag…

Kurz das BuJo bei einer Tasse Kaffee am frühsten Morgen auf Vordermann gebracht. Bujo schreiben ist bei mir einerseits ein Tagebuch und andererseits ein Kalender. Nebenbei male ich viel darin herum und es gibt verschiedene Notizseiten. Kennst du dich mit BuJo’s aus?

Dieses Buch, Rosie, hat mich gefesselt und liest sich so herrlich locker vor sich hin. Nebenbei bekomme ich viele Bücher im Buch vorgestellt, die alle auf meine Notizseiten im BuJo wandern. Wann ich das jemals lesen werde, das weiß ich nicht…

März-Wetter

Der März führt sich wie ein April auf. Dicke Wasservorhänge fallen vom Himmel. Ich würde so gerne draußen sitzen, aber bei dem Wetter! So lange kann das nicht mehr dauern…

Um mich von dem Corona-Wahnsinn mal ein wenig abzulenken und weil es die besten Frauenportaits weit und breit sind, lese ich die heutige Ausgabe Great Woman bei Astrid. Wieder sehr toll recherchiert. Hut ab vor so viel Arbeit.

Die Katzen brauchen Futter und wir brauchen Zutaten für einen leckeren Kuchen, den ich morgen backen möchte. In dem dritten Laden, nachdem Katzenfutter ohne Probleme zu haben war, bekam ich auch Zucker, für meine Bedürfnisse.

Ich hatte eine falsche Uhrzeit in meinem Dickschädel und wäre fast zu spät zum Massagetermin gekommen.

Mittag hatte ich ja nun verpasst, dann gibt es jetzt fettige und leckere Börek beim Türkischen Imbiss ums Eck.

Einen guten Kaffee und einen angeregten Strickplausch mit der Freundin, das geht immer zwischendurch. Alle Themen im Café drehten sich um den munteren chinesischen Keim. Jibbt ditt noch andere Themen?

Noch ein kurzer Spaziergang zur Biomilch. Dabei konnte ich Sonne tanken. Man könnte glatt schon draußen sitzen. Das haben ja auch schon einige Menschen gemacht. Wenn es doch bloß nicht so stürmisch wäre!

Kaum bin ich zu Hause, taucht die Freundin mit ihren neusten Errungenschaften auf. Fast kein einziges Model würde es auf meine Nadeln schaffen.

Endlich habe ich die Muse, meine Tomatenpflanzen zu säen. Ich habe die Tütchen bei einem Online-Händler erstanden und hoffe sie halten, was sie versprechen. Wenn alles klappt habe ich hängende Tomatenstauden. Schon der Gedanke macht mich glücklich.

Jetzt gebe ich meine Wolle noch bei Ravelry ein. Danach surfe ich noch ein bisschen im Netz und schaue bei einigen Samstagsplauschern vorbei. (Ich schaffe doch nicht alle, wie jede Woche. Aber versuchen tue ich es oft) Vielleicht schaffe ich auch noch ein paar 12von12er bei Caro.

Ich hoffe dir hat mein Tag gefallen und vielleicht hast du ja auch mitgemacht.

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Alltagsfreuden findet man überall

Niwibo sucht Alltagsfreuden

Alltagsfreuden findet man eigentlich überall. So sagt es ja schon das Wort. Schau dich einfach mal um. Meistens ist die Freude gar nicht so weit von dir entfernt. Es reicht manchmal schon, wenn du deine Schuhe anziehst und dich auf die Straße begibst. Lächle einfach mal so vor dich hin. Am Anfang denkst du noch: “Oh man, was grinse ich blöd!” Aber schon bald setzt sich ein nettes Lächeln in deinem Gesicht fest. Die Menschen, denen du begegnen wirst, werden auch im ersten Moment verwirrt blicken aber dann nett zurück lächeln. Klappt in den meisten Fällen. Natürlich wird der ein oder andere Passant etwas kopfschüttelnd weiterstapfen. Aber auch in dessen Herzen hat sich etwas geregt. Wenn du ihn verfolgen würdest, was du natürlich nicht tust, würdest du sehen, dass dein Lächeln auch bei ihm etwas ausgelöst hat.

Alltagsfreuden im Wald

Hatte ich erst letztens. Ich habe  zur Zeit die Aufgabe mit dem Hund der Eltern öfter in den Wald zu gehen. Es war Ar…kalt, aber die Sonne schien. Und weil es so kalt war, war fast der gesamte Wald mit Eiskristallen überzogen. Das sah so schön aus. Ich habe mich etwas geärgert, weil ich meine Kamera nicht dabei hatte. Aber die meisten Mobiltelefone haben inzwischen fantastische Kameras. Somit lief der Hund vorneweg und ich immer langsamer hinterher. Immer wieder sah ich ein Blatt, ein Baum, der so schön aussah, dass ich das im Bild festhalten musste.

Ich traf mehrere Hundebesitzer, die ebenfalls fasziniert waren, von der Pracht, die sich uns bot. Die Hunde tobten, während wir uns über das Wetter und den Wald unterhielten. Dazu muss ich sagen, dass ich diese Menschen nicht kannte. Normalerweise drehe ich meine Runden lieber in nicht so stark frequentierten Ecken des Waldes. Mit einem Grinsen und, ich vermute mal, leuchtenden Augen ging ich weiter durch den Wald.

Zu Hause

Da habe ich auch Alltagsfreuden. Meistens, wenn ich mich zum Beispiel in meinem Gestricksel verziehen kann. Oder, wenn ich meine Bücher lese. Auch ein schönes Stück von den Schokoladencookies kann mich zu einem innerlichen Fest motivieren. Nicole hat auf ihrem Blog Niwibo danach gefragt, welche Alltagsfreuden wir haben. Spontan fiel mir eben mein Spaziergang ein und auch wie ich einfach mal völlig abwesend in meinem Gewollzeug abtauchen kann. Auch wenn ich mit einem fröhlichen guten Morgen in die Patientenzimmer einfalle, ernte ich nicht immer ein Knurren. Drei Minuten, für ein “ausgiebiges” Gespräch, mit der alten Dame, die schon fast hundert Jahre auf der Welt ist, macht auch Freude. Und es sind NUR drei Minuten! Wie sieht es bei dir aus? Was sind deine Alltagsfreuden?

verlinkt mit Winterglück bei Ein Fachwerkhaus im Grünen

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Aus dem Gefängnis ausbrechen!

Kein leichtes Ausbrechen

Heute will ich dir von unserm Ausbruch erzählen. Am Sonntag sind wir nämlich aus dem Knast ausgebrochen. Aus dem Knast? Ja, und es war ein richtig aufregendes Erlebnis. Schon oft haben Freundinnen davon erzählt, wieviel Spaß es machen würde, ein Live- Spiel zu spielen. Upps, jetzt habe ich es verraten, denn ich saß tatsächlich nicht im Gefängnis und musste ausbrechen. Es war alles nur Spiel.

Die Monster, (Nur noch einmal für die, die es nicht wissen, ich nenne meinen Nachwuchs schon immer so!) hatten uns eingeladen, mal bei einem solchen Event mitzumachen. In Berlin gibt es wohl einige solcher Live- Spiele. Wir haben uns für das Escape Berlin entschieden. Fünf verschiedene Spiele stehen da zur Verfügung und nachdem die Monster schon ein paar solcher Abenteuer erprobt haben, entschieden wir uns für den Knast. Und ich muss sagen, eine gute Entscheidung. (Soweit ich das beurteilen kann)

Wir mussten für unseren Ausbruch allerdings erst einmal durch die ganze Stadt Richtung Lichtenberg fahren. Direkt an der S-Bahn gelegen, in der Storkower Straße 140. Also echt gut zu erreichen. Als wir dort ankamen und wir uns mit fünf Personen angemeldet haben, schaute uns der Mitarbeiter etwas verwundert an. “Fünf? Ich sehe nur vier!” Upps, wir sahen uns um, das Monstermädchen fehlte! Gehörte das schon zum Spiel? Puh… Nee, sie war nur auf die Toilette verschwunden. Aber das war schon mal ein nicht geplanter Lacher. Nachdem wir dann eine kurze Einweisung bekamen und unsere Vergehen zugeben mussten, beziehungsweise besser verschwiegen, weshalb wir Lebenslänglich bekamen, wurden wir hinter Schloss und Riegel gebracht,

Ehrlich?… Ich fand es schon etwas bedrohlich, in einer so kleinen Zelle, mit einem dreistöckigen Metallbett, einem großen Spind und meiner Familie zu stehen. Aber kaum flog die Tür ins Schloss, fingen die Monster an, alles abzusuchen. Klar, wir wollten ja ausbrechen! Und wir hatten nur eine Stunde Zeit. Nicht alle Rätsel waren sofort zu entdecken und manchmal brauchten wir einen Denkanstoß, den wir über einen Monitor bekamen. Die Zeit lief gegen uns. Aber je länger ich mittendrin war, umso mehr fand auch ich Hinweise, wie man aus dieser Zelle ausbrechen kann. Einfach mal etwas um die Ecke denken.

Zum Glück mussten wir nicht noch einen Tunnel graben, das haben vorherige Ausbrecher schon für uns erledigt. Aber durchkrabbeln mussten wir dann doch. Wie es weiter ging, das werde ich nicht erzählen, denn dann wäre es für die nachkommenden Ausbrecher zu einfach und vielleicht werden die Tunnel sonst noch zugeschüttet…

Wir hatten jedenfalls einen wahnsinnigen Spaß. Eine Stunde verging wie im Flug. Der Adrenalinspiegel ist ganz sicher gestiegen und der Teamgeist unserer Familie hat wieder ein wenig mehr zugenommen. Denn wenn man in solch einer Situation nicht zusammen hält, dann kommt man da auch nicht weiter. Ich fand es richtig klasse und bin bestimmt nicht das letzte Mal in solch einem Live-Spiel dabei gewesen. Ich habe gesehen, das es Escape in verschiedenen Städten gibt. Mit noch mehr spannenden Spielen.

Hier geht's zu Escape Berlin

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