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Berlin und seine Spree {12tel Blick}

Berlin liegt an der Spree

Ach watt? Wirklich die Spree? Tatsächlich wurde Berlin irgendwann im 13 Jahrhundert an der Spree gebaut. Sie ist 400 km lang und ein Nebenfluss der Havel. Tatsächlich ist sie sogar länger als die Havel und fließt in Spandau mit eben dieser zusammen. 182 km der Havel sind schiffbar. Die Erpe, Wuhle, Löcknitz und Panke fließen in die Spree und machen Berlin zu einer “Wasserstadt” mit vielen Brücken. (Hier hatte ich schon einmal davon geschrieben) jetzt erwarte aber nicht einen reißenden Fluss mit einer richtigen Überbreite, so wie die Donau oder so. Unsere Spree benimmt sich eher etwas ruhiger und fließt gemächlich durch unsere Stadt.

Woher der Name Spree stammt, da ist man sich nicht ganz so sicher. Die Tschechen, eine Quelle liegt in Böhmen, nennen sie Spo oder Sprowa. Abgeleitet ist der Name wahrscheinlich aus dem germanischen: spreu̯- = stieben, säen, sprengen, spreizen, sprühen.  Die Slawen, die mutmaßlich Berlin gegründet haben, übernahmen den böhmischen Begriff und machten daraus Sprēw,  Sprěva oder Sprěv’a.

44 km, durchfließt die Spree Berlin. Dabei durchzieht sie den Müggelsee und Dämeritzsee. In Köpenick gesellt sich die Dahme zur Spree. In der Mitte Berlins gibt es eine Insel, auf der das neue Stadtschloss entstanden ist und demnächst als Humboldforum eröffnet wird. Wer Berlin besucht, der sollte unbedingt eine Schiffstour auf der Spree und auf den Kanälen der Stadt unternehmen. Vom Wasser aus sieht die Stadt immer wieder anders aus.

Flussbad Berlin

Bei meinen Recherchen bin darauf gestoßen, dass es eine Gruppe gibt, die die Spree wieder sauber bekommen möchte, so dass man auch wieder in ihr Baden kann. Tatsächlich wird der Fluss in der Stadt an regenreichen Tagen als Überlauf genutzt, wodurch die Abwässer der Haushalte und das Wasser von den Straßen in der Spree und seinen Kanälen landet. Nicht immer ein schöner Zustand, weil alles ungefiltert im Fluss landet. Ich würde mich im Moment nicht in das Wasser hinein wagen. Außerdem stören mich die großen Ausflugsboote doch etwas. Aber ich sitze gerne an der Spree. Es gibt einige nette Strandbars die manchmal sogar Berliner Weisse im Angebot haben.

Es gibt eine Alternative zum Schwimmen in der Spree ohne mit dem Spreewasser in Berührung zu kommen. Das Badeschiff. Genutzt hatte ich es aber noch nicht. Nachdem die Spree sich bei Spandau mit der Havel verbündet hat, gibt es einige Sandstrände, an denen ich auch schon baden war. Der Westberliner hat sich dort, z.B. an der Havelchaussee, oft getroffen und das kalte Nass genossen.

Schlossblick im Mai

Auf den Hinterhof hast du schon einen Blick geworfen…  Sie haben mir eine Palme in den Blickwinkel gestellt. Ob die im Juni wieder verschoben sein wird? Außerdem treffe ich nie den richtigen Winkel. Vielleicht wieder beim nächsten Mal. Auf der Schlossstraße ist dagegen schon eine Menge los. Allerdings, habe ich noch keine Boulespieler gesehen. Vielleicht war ich auch zu früh da. Ich werde es im Juni etwas später versuchen.

Wieder einmal kommt mein Blick verspätet. Dabei hatte ich die Bilder längst im Kasten. Nur meine Geschichte zu Berlin fehlte noch. Durch mein Jetlag, rede ich mich jetzt heraus. Dann sprudeln die Worte weniger und mir fehlt der Elan.

Verlinkt zu Evas Verfuchst und zugenähtem Blog, wo man noch mehr schöne Blicke findet.

Bleibe ruhig, wie die Spree in ihrem Bette fließt

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Berliner Wasser, hat Erholungswert!

Heute geht es um Berliner Wasser

Nicht unbedingt um Berliner Wasser, welches man trinken kann, sondern um jenes, auf dem man sich vergnügt und an dem man sich in Berlin Erholung verspricht. Und da hat Berlin reichlich Wasser zu bieten. Unsere Stadt ist nämlich an zwei Flüssen erbaut worden. Der Havel und der Spree. Aber damit noch nicht genug. Kleinere Flüsse durchziehen ebenfalls die Stadt. Die Panke, die Wuhle, die Dahme und die Erpe. (Wo die fließt, musste ich erst einmal herausbekommen! Als Berliner kann man eben auch nicht alles wissen!) Außerdem ist die Stadt von großen und kleinen Kanälen durchzogen. Durch die Menge an Wasser haben wir natürlich auch eine Vielzahl an Brücken. Es sollen mehr Brücken in unserer Stadt stehen, als in Venedig. (Ist aber auch klar, Ist Venedig um ein einiges kleiner als Berlin)

Die Panke

Man stößt in  Berlin, immer irgendwann  auf Wasser. Der gemeine Berliner verbringt einiges seiner freien Zeit an den Ufern oder auf den Gewässer unserer Stadt. So wird an der Spree spazieren gegangen oder auf der Havel im Stehen gepaddelt. Es gibt Badeschiffe, ein Schwimmbad im Landwehrkanal, bei dem man nicht mit dem dreckigen Wasser des Kanals in Verbindung kommt. Aber auch Strände, an denen schon vor 100 Jahren Bademoden zu Diskussionen anregten. Das Strandbad Wannsee wurde 1907 eröffnet. Bis dahin war das Baden im Wannsee verboten! Das wilde Treiben, zog viele Schaulustige an. Die Bademode von damals, war aber auch sensationell!

Radtour am Wasser

Ich habe schon einige Touren am Wasser gemacht. Radtour von Stadt Brandenburg nach Potsdam, dass ist nur eine davon. Vor zwei Wochen, da war ich mit dem Kerl und langjährigen Freunden am Wasser unterwegs. Wir sind an der Grunewaldseenkette entlang gefahren. Naja, nicht alle Seen haben wir abgeklappert, denn an manchen kann man nicht mehr radeln. Da stehen Herrschaftliche Häuser und Stadtvillen. Die Seenkette wird auch Grunewaldrinnen genannt und setzt sich aus folgenden Seen zusammen:

…mit dem heute trockenen „Nikolasgraben“, der zum südlichsten See der Kette, dem Nikolassee führt. Den Nikolassee verbindet die – heute gleichfalls trockene – Niederung der Rehwiese mit dem Schlachtensee, es folgen die Krumme Lanke, der weitgehend zum Riemeisterfenn verlandete Riemeistersee und die Kanalverbindung im Langen Luch zum Grunewaldsee. Vom Grunewaldsee führt der Hundekehlegraben durch das Hundekehlefenn zum Hundekehlesee.

Die sich anschließende Kleine Grunewaldseenkette verläuft durch bebautes Stadtgebiet und besteht aus den 1889 für die Villenkolonie Grunewald durch Aushebung von Mooren künstlich angelegten Seen Dianasee und Koenigssee, die bereits bestehenden Gewässer Halensee sowie Lietzensee, verläuft in nordöstlicher Richtung diagonal durch die südlich des Schlosses Charlottenburg gelegene barocke Stadtanlage, bildet im Bereich Hebbel-, Fritsche- und Zillestraße das Nasse Dreieck und endet etwas westlich von Alt-Lietzow an der Spree…   (ein Auszug von Wikipedia)

Die schönsten befahrbaren Touren liegen allerdings nur am Nikolassee, Schlachtensee und Krume Lanke, mit seiner Fischerhütte zum Einkehren und am Grunewaldsee. Es gibt auch viele Berliner die in diesen Seen baden gehen. Denn die Wasserqualität ist in unseren Gewässern sehr gut. (Den Landwehrkanal, nehmen wir da mal aus!)

Zurück zur Tour. Wir wollten es gemütlich. So sind wir von einer Einkehr zur nächsten geradelt. Haben uns von der Sonne die Bäuche kitzeln lassen und als es ungemütlich und regnerisch wurde, sind wir wieder nach Hause geradelt. Das war ein besonders schöner Tag.

Weil es heute um Wasser geht, verlinke ich meinen Beitrag mit dem Monatsmotto der Zitronenfalterin.

Mach dir einen schönen Tag

 

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Charlottenburg {12tel AprilBlick}

Der AprilBlick

Schau mal, der Frühling ist eingezogen! Mit herrlichen Farben, hat mich der AprilBlick in den Schlosshinterhof überrascht.

Auch auf der Schlossstraße ist alles ganz grün und lädt zum Spazieren ein. Die Jogger nutzen den freien Raum zum Sporteln. Der AprilBlick über die Schlossstraße gefällt mir in diesem Monat besonders.

Schade, dass wieder kein Schiffchen auf dem Wasser zu sehen war. Vielleicht beim nächsten Blick.

Meinen Blick verlinke ich wieder bei Eva und ihrem Blog Verfuchst und Zugenäht

Die Deutsche Oper {ein bisschen Geschichte 📖}

Um 1900 sollten die Charlottenburger, in ihrer reichsten Großstadt Preußens, natürlich auch mit Kultur bespaßt werden. Was liegt da näher, als ein Opernhaus für Jedermann zu bauen. Die Bürger der Stadt Charlottenburg wollten eine “eigene Oper” haben und drangen auf den Bau einer “Bürgeroper”. Schnell (innerhalb von 2 Jahren) wurde die Oper eröffnet. Am 7. November 1912 konnten 2300 Bürger Fidelio von Beethoven von allen Plätzen in der Oper sehr gut sehen. Denn es wurde auf Standesunterschiede, durch besondere Logen in dem Deutschen Opernhaus, wie es Anfangs hieß, verzichtet.

Die Charlottenburger hatten allerdings nicht lange ihr eigenes Opernhaus, denn schon 1920 wurde Charlottenburg eingemeindet und gehörte dann zu Berlin. In dem großen Berlin gab es die Hofoper unter den Linden, und so bekam das Deutsche Opernhaus einen neuen Namen “Städtische Oper”. Durch die Wirtschaftskrise und Revolution verlor das Charlottenburger Opernhaus an Publikum, obwohl die Bürger das Haus sehr schätzten. 1925 übernahm dann die Stadt Berlin den Betrieb des Opernhauses, was aus den finanziellen Schwierigkeiten half. Das Haus sollte eine representative Spielstätte für Musiktheater werden.

Die Idee ging auf und es wurden skandalträchtige Stücke aufgeführt. Ernst Kreneks Jonny spielt auf oder Kurt Weills Einakter Der Protagonist und Der Zar lässt sich photografieren, zeigten, dass sich das Haus sehr wohl etabliert hatte. Aber nicht lange, und die goldenen Zwanziger gingen zu Ende, die Nazi’s tauchten auf und damit  wurde auch das Spielen von so “Neutönern” unterbunden. Deutsches wurde aufgeführt und natürlich bekam der Führer eine Loge und das Haus wurde wieder Deutsches Opernhaus genannt. Während des Krieges wurde, trotz erheblicher Schäden, fleißig weiter gespielt. Aber am 23. November 1943 trafen Brandbomben das Haus und zerstörten es fast vollständig.

Alles neu

Nach dem Krieg hatten Alliierten ein Interesse am kulturellen Wiederaufbau der Stadt. Die Deutsche Oper sollte wieder aufgebaut werden. 1961, sechs Wochen, nachdem die DDR eine Mauer errichten ließ, eröffnete die Deutsche Oper Berlin (noch ein neuer Name) wieder ihre Pforten. Im Stil der 50er gebaut völlig schmucklos, mit riesigen Waschbetonplatten als Fassade und ohne Fenster zur Straße, waren die Berliner nicht besonders angetan von dem Äußeren ihrer Oper. Aber innen machte sie schon einiges her. Außerdem lockte die eingeschlossene Stadt interessante Künstler und Prominente an. Vor der Deutschen Oper steht eine  20 m hohe Stahlskulptur von Hans Uhlmann (1961) – “Schaschlikspieß” von den Berlinern genannt.

Der besondere Auftritt

1967 bekam die Deutsche Oper noch einen besonderen Auftritt. Am 2. Juni wurde der Schah von Persien in der Oper erwartet. 2000 Demonstranten standen schon auf der Bismarckstraße bereit, um gegen die damaligen Zustände im Iran zu protestieren. Die Berliner Polizei ging damals außerordentlich brutal vor und prügelte auf die Demonstranten ein. Sie verfolgten die Demonstranten und versuchten die Rädelsführer zu erwischen (intern nannte man das Fuchsjagd!) Benno Ohnesorg wurde bei dieser Jagd in einem Hinterhof wehrlos erschossen. Lange Jahre blieb der schießende Polizist K.H. Kurras straffrei. Die Erschießung wurde von verschiedenen Leuten vertuscht. Eine Gedenktafel wurde erst 1990! vor der Deutschen Oper aufgestellt. 2008! wurde eine Informationstafel vor dem Haus in der Krummestraße 66, auf dessem Hinterhof der tödliche Schuss abgegeben wurde, aufgestellt. Leider ist diese Tafel  heute ohne Pflege und in schlechtem Zustand.

Offenbar ein Ort, an dem Geschichte und Wirklichkeit nicht passen (dürfen).

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Andere Zeiten {Eine Reise nach Rom}

Andere Zeiten

So könnte man unsere Reise nach Rom bezeichnen. Wenn man sich mal den Verkehr wegdenkt und sich in den Anblick der Gebäude fallen lässt, könnte man in der Innen-/ Altstadt auf den Gedanken kommen, in einer anderen Zeit gelandet zu sein. Die Wege sind immer noch mit den kleinen Steinen, den Sampietrini, ausgelegt und wenn man zum Kolosseum kommt, stolpert man über die römischen Straßen und fragt sich, wieso sind die in anderen Zeiten, nicht mit ihren Wagen stecken geblieben. Die Streitwagenfahrer oder die Händler, waren bestimmt gegen Schädelhirntraumen geschützt.

Sampietrini .png

Sechs Meter ist die Stadt im Laufe ihrer Entstehung, in die Höhe gewachsen. Auf die schon vorhandenen Bauwerke wurden einfach neue gestülpt oder aufgestockt. So staunt man, ob der verschiedenen Baustile. Und wenn man mal das Vergnügen hat, einen Blick in einen Innenhof werfen zu können, staunt man schon wieder. Denn fast überall sind Brunnen zu sehen. Kunstvolle Wasserspender, die wundervoll anzuschauen sind. Wieder kann man sich in andere Zeiten zurückdenken. Welcher Luxus, das fließende Wasser für die Haushalte war.

Wasser

Apropos Wasser. Wusstest du, dass zweieinhalb Tausend dieser “Nasoni” in der ganzen Stadt verteilt sind? Die Römer schwören auf ihre Trinkbrunnen. Wer es kann, der hält die Wassernase mit dem Daumen zu und lässt sich das Wasser, durch ein kleines Loch oberhalb der Nase, direkt in den Mund spritzen. Ich habe es versucht, habe mich nicht nass gemacht und fand das Wasser köstlich. Das Wasser kommt seit der Antike über Aquädukte und Leitungen aus den Bergen. Was in den Brunnen sprudelt, ist dagegen nicht unbedingt genießbar.

Auch sonst ticken die Uhren in Rom irgendwie anders. Der Kerl und ich haben die Siebenhügelstadt mehrmals durchlaufen und uns an fast jedem Platz, der sonnenbeschienen war, einen Kaffee gegönnt. Die Touristen überfluten die Plätze und nur mit Mühe erkennt man ab und an einen Römer, der wesentlich entspannter über den Platz geht.

Auf den Straßen

Auf den Straßen herrscht zwar ein unglaublicher Verkehr, aber auch da hat man das Gefühl, mit Hetze und Quengelei, kommt man nicht schneller voran. Ich habe mich an den Straßenrand gestellt und dem “Tanz” zugeschaut. Man könnte fast den Verdacht bekommen, dass die Fahrzeuge einen Reigen aufführen. Jeder lässt dem Anderen die Möglichkeit einzuscheren und der Fußgänger findet immer einen Weg über die vollen Straßen.

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Zeit ist ein kostbares Gut, das wir uns einteilen sollten. Wir sollten lernen, die Momente, die besonders langsam scheinen, zu genießen. Denn schon im nächsten Moment, rinnt uns die Zeit wieder durch die Finger. Aber genau diese gelassenen Momente habe ich in der alten Stadt Rom genossen und für die Zeit, die ich mit meinem Kerl dort verbracht habe, bin ich ihm sehr dankbar.

Und weil es hier um Zeiten geht, verlinke ich meinen Beitrag bei Die Zitronenfalterin .Sie hat in diesem Monat die Zeit als Monatsmotto. Und Hier ging es auch schon mal um die Zeit. Über Katzenzeit, habe ich auch schon mal geschrieben.

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Stadtgespräche und gelbe Astern

Freitagsblumen mit Astern

Diese kleinen Astern habe ich auf dem Markt ergattert. Nach der Arbeit war der Markt noch nicht ganz abgebaut, da kann man dann noch Schönes abstauben. Viel Auswahl war nicht mehr. Aber die kleinen Astern haben so schön geleuchtet, dass ich sie mitnehmen musste. Mehrmals wären sie mir fast aus dem Fahrradkorb geweht. Ich habe sie aber eisern festgehalten. Zu Hause wusste ich im ersten Moment nicht, welche Vase ich nutzen soll. Der Glashafen war mir dann am liebsten.

Die Stiele befreie ich möglichst immer von den Blättern, damit nichts faulen kann. Auf meinem Esstisch leuchten sie nun mit der Sonne um die Wette. Sie sind echte Saufnasen. Schon einige Male musste ich Wasser nachgießen. Eigentlich sollten noch ein paar bunte Blätter dazu.  so gefällt es mir auch. Hast du auch Freitagsblumen bei dir stehen?

Stadtgespräche, vom Land und so

Der Kerl und ich waren auf dem Land unterwegs. Gestern hatte ich davon schon berichtet. Nachdem wir Potsdam Marquardt den Rücken gekehrt haben, fuhren wir in die Schorfheide. Schon immer war die Schorfheide das Jagdrevier der hohen Herren. Für manch einen “Fürsten oder Herrscher” wurde dort Wild ausgesetzt, damit sie was zum spielen und jagen hatten. Inzwischen gilt die Schorfheide als ein Naturschutzgebiet, teilweise als UNESCO-Weltnaturerbe und Biosphärenreservat. Es ist dort wirklich unglaublich schön und es sollte geschützt bleiben. (Wer weiß, was unter diesen alten Bäumen zu finden wäre)

Der Kerl und ich hatten uns in den Kopf gesetzt einen Hühnerhof zu besuchen. Der stand in der Zeitung, die wir uns extra für solche Ausflüge gekauft haben. Ein kurzer Anruf bei dem Eigentümer des Hofes, ob sie überhaupt am Samstag Publikumsverkehr zulassen würden, war sinnvoll. Der Eigentümer freute sich schon auf unseren Besuch. Nach einigem Suchen fanden wir den Hof dann auch. Nur den Eingang nicht wirklich. Aber eine nette junge Frau, die gerade den riesigen Garten bearbeitete, half uns weiter.

Sie rief den Eigentümer der Hühnerzucht zu uns hinaus. Er rollte uns auch direkt vor die Füße und zog in Ruhe seine Schuhe an. Herr Engler fing gleich an, uns zu erklären wie er und seine Frau zu diesem Hof gekommen sind und wollte wissen, wie wir auf seinen Hof aufmerksam geworden sind. Wir erzählten ihm von unserer Zeitung. Ob wir sie ihm zeigen würden. Mein Kerl holte sie aus dem Auto und Herr Engler stöberte darin herum. “Ich kaufe sie ihnen ab!” “warum nicht, wir kommen jederzeit wieder an das Blättchen heran”. Er rollte mit seinem Rollstuhl (hatte ich es erwähnt?) uns voraus und zeigte uns den Bibelgarten, von dem es in Deutschland nur wenige geben soll. In diesem Garten findet man Gemüse und Saaten, die in der Bibel Erwähnung finden. Kannte ich gar nicht. Kennst du solche Gärten?

Gänse

Die gibt es auch auf diesem Hof. Allerdings eine besondere Rasse. Die gilt sozusagen als ausgestorben. Nur weil ein “Gänsekenner” diese Art auf einem alten Hof entdeckt hat und ca 400 km von diesem Hof entfernt noch einmal ein paar dieser Rasse, konnte sie erhalten werden. Der Mann konnte uns zu diesem Thema eine Menge erzählen und es war so spannend, dass wir die Zeit vergaßen.
Dann ging es in den Hühnerhof. Familie Engler hat einige Hühner. Freilaufende Hühner, die völlig unaufgeregt in ihrem abgesperrten Hof herumlaufen dürfen. Sie habe Versteckmöglichkeiten und eine Menge Platz zum scharren und was ein Huhn noch so machen möchte. Interessant fand ich, dass die Hühner auf dem Hof 2 Jahre alt werden dürfen. Sie dürfen eine Mauser durchmachen, in denen sie keine Eier legen. Der Eigentümer erzählte noch so viel mehr, dass ich mir das alles gar nicht merken konnte. Es war ein so kurzweiliger Aufenthalt, dass wir völlig die Zeit vergaßen. Solltest du mal mit deinem Camper, Zelt oder Wohnwagen in der Nähe Urlaub machen, dort findest du bestimmt einen Stellplatz. Sie bieten das nämlich auch an.

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Den Herbst feiern {Monatsmotto}

Der Herbst

Der Herbst hat sich dieses Jahr wirklich, wie der Sommer auch, von einer besonders schönen Seite gezeigt. Der Kerl und ich waren ein wenig unterwegs. Dieses Mal hat es uns ins Umland verschlagen. Eine große Tageszeitung empfiehlt immer wieder Ausflugsziele in und um Berlin. Diese Zeitung hatten wir uns gekauft. Empfehlungen, kann man ja nie genug haben. Da stand zum Beispiel ein kleines Café in Potsdam Marquardt drin, das seine Torten und Kuchen selber backen soll. Großes Lob findet man auf den Seiten. Genau dort wollte ich hin. Kaffee und Kuchen, das ist doch meins. Vielleicht bei dem milden Wetter auch noch draußen sitzen…

Pech war nur, das Café macht erst um 14 Uhr auf…Wir waren zu früh. Dafür schauten wir uns Marquardt an. Ein hübsches Dorf, das erahnen lässt, wie es einmal hier zugegangen sein muss. Es gibt sogar ein Schloss. Leider ist es nicht so schön hergerichtet, wie so manch anderes altes Haus in dem Dorf. Aber der Park, der dazu gehört, lud zum spazieren ein. Die Sonne schien uns ins Gesicht, da kann (mein) Mann ruhig eine Runde drehen. Der Park ist nun auch nicht so groß, dass man Stunden unterwegs wäre.

Auf dem Rückweg zum Auto konnte man schon die Kuchen riechen, die in dem Caféchen demnächst verkauft werden. Wir hatten aber längst beschlossen, zu einem Ökobauern zu fahren. Davon erzähle ich dir gerne am Freitag…

Eine Radtour im Herbst…

…mache ich eher selten. Die Jahre vorher, hat das Wetter eher wenig mitgespielt. Aber dieses Jahr scheint alles anders zu sein. Spontan habe ich mich mit einer Freundin getroffen. Ich hatte es schon am Samstag geschrieben. Es war eine lange Tour. Wir sind viel durch die Wälder gefahren. Das mag meine Freundin allerdings nicht, weil der Boden ihr zu unsicher ist. Stimmt schon, viele unbefestigte Wege in Berlin und drumherum sind aus märkischem Sand. Also wirklich schwierig zu befahren. Ich mag es aber. So standen wir an manch einer Kreuzung und mussten uns einig werden: längere Strecke, dafür Straße oder längere Fahrtzeit, dafür Waldweg. Im Endeffekt, sind wir genauso lange unterwegs. Um dem Herbst zu frönen, wäre es aber durch den Wald schöner gewesen. (Ich bin viel zu kompromissbereit)

Ein schöner Blick

Den warfen wir über einen See. Im Sommer muss der Teufel los sein. Das Wasser war so klar. Wir trafen dort sogar noch zwei Herren, die sich in dem See tummelten (Allerdings mit Neoprenanzügen. War scheinbar doch etwas kälter) Natürlich hatten wir ein kleines Picknick in der Tasche, so saßen wir in der Sonnen, auf den Bänken am Wasser und genossen die warmen Strahlen. Der Blick ging über den See, in Richtung Wald, der sich schon in den schönsten Farben zeigte. Ich hatte auch meine Glaskugel eingepackt und konnte ein paar schöne Bilder machen.

Wenn das Wetter so bliebe, es nicht so kalt werden würde, dann würde ich den Herbst lieben. Ich mag diese Jahreszeit eigentlich nur, wegen dem wunderschönen Anblick, der sich einem bietet. Die bunten Blätter. Die Eicheln, Kastanien und Bucheckern auf den Wegen. Was ich überhaupt nicht mag, ist der Abschied vom Sommer. Der Herbst 2018 hat es uns leicht gemacht, sich von den sonnenverwöhnten Tagen Abschied zu nehmen. Warst du auch unterwegs? Liebst du den Herbst?

Andrea’s Monatsmotto in diesem Oktober hieß : Den Herbst feiern. Da feier ich gerne mit. Ich hatte nur nicht so viele Pläne wie Andrea. Ihren Plan, hat sie fast abgearbeitet.

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