Seite auswählen

Frühling am Schloss {12tel Blick März 19}

Frühling am Schloss

So richtig Frühling war noch nicht, als ich die Bilder gemacht habe. Es regnete den ganzen Tag und es wollte einfach nicht heller werden. Als ich  an dem Kraftwerk Charlottenburg vorbei geradelt bin, rissen die Wolken endlich auf. Das war ein Zeichen! Ich soll euch etwas über dieses Kraftwerk erzählen:

Das Kraftwerk Charlottenburg

Dieses Bild stammt von der Vattenfallseite

Das Kraftwerk steht nicht weit vom Schloss Charlottenburg weg. Direkt an der Spree, wird es heute von einem schwedischen Energieversorger betrieben. Auch als es damals geplant wurde, ist es an einen privaten Betreiber verpachtet worden. 1900 wurde es gebaut, damit genügend Strom für 25.000 Glühlampen und die Elektrische Tram vorhanden ist. Charlottenburg war damals, neben Berlin, eine aufstrebende Stadt. Georg Klingenbergl wurde mit dem Bau beauftragt. Die “Märkische Backsteingotik” präsentierte ein Selbstbewusstsein, das man auch an dem Neuen Rathaus bewundern konnte. Anfangs versorgten vier Wasserröhrenkesseln und vier Tandem-Dampfmaschinen, von denen zwei für die Erzeugung von 3.000 Volt Drehstrom, die kleine Stadt.

Doch die Menschen brauchten wesentlich mehr Strom! 1904 waren 131.000 Glühlampen angeschlossen. Dazu wurde das Werk mit einer neuen Hochspannungs-Drehstrommaschine, die 1.200 bis 1.400 Kilowatt produzierte, erweitert. Damals wurde der Strom noch mit Kohle produziert, die über die Spree angeliefert und mit einem Kran und einer Schwebebahn zum Lagerplatz geschafft wurde. 1912 versorgte das Kraftwerk das Charlottenburger Rathaus, als erstes seiner Art, mit Fernwärme und heißem Wasser.

Warmes Wasser

Das schien zu gefallen, dass die Wärme und heißes Wasser ins Haus geliefert wurde. 1926 wurde die Deutsche Oper, das Schillertheater und das Schwimmbad in der Krumme Straße ebenfalls mit Wärme und Warmwasser versorgt. Ca. 70 weitere Gebäude konnten sich über diese Modernität freuen. Das Kraftwerk hatte 1926 den größten Kamin (125m) in ganz Europa. Bis 2006 stand der lange Schlot und überragte den Turm des Rathauses. Eine Landmarke die weithin sichtbar war.

Das Kraftwerk steht heute still und unter Denkmalschutz. Teile sind im zweiten Weltkrieg zerstört, und nach dem Krieg neu aufgebaut und modernisiert worden. Schon lange lief das Werk nicht mehr mit Kohle. Gasturbinen haben die Stromversorgung übernommen. Einige Teile der Anlage werden heute von verschiedenen Unternehmen genutzt.

Spreeblick

Wenn du dich in ein Bötchen setzt und dich auf der Spree einmal umdrehst, etwa 8 Minuten paddelst, dann triffst du auf das Kraftwerk. Du könntest allerdings auch zu Fuß, auf dem schönen Uferweg entlang spazieren. Am Kraftwerk geht eine Brücke über den Fluss. Die Siemensbrücke. Eine Fußgängerbrücke die gleichzeitig die Starkstomkabel über das Wasser geleitet hat. Du kannst sie nicht übersehen.

Aber lass uns erst zum Schloss hinüber schauen Die Wege sind schon gefegt und die Bäume und Sträucher in den Startlöchern. Würde ich heute meine Bilder machen, dann wäre es schon grüner. Jetzt lassen wir das Schloss mal etwas hinter uns und gehen die Schlossstraße hinunter. Die Allee wird schon mehr genutzt. Die Hundebesitzer und Kinderwagenschieber sind aktiver und das bisschen Sonnenstrahlen, hat alle hervorgelockt.

Ich bin schon auf den April gespannt. Dann wird alles wesentlich mehr Grün aufweisen. Und wer weiß, welche Geschichte ich dir dann erzählen werde. Ich bin selber sehr gespannt. Mit Verspätung verlinke ich meinen Beitrag bei Eva, auf ihrem Blog Verfuchst und Zugenäht. Wenn dich der Februar interessiert, dann.hier entlang…

2+

Charlottenburger Schlossblick No.2

Schlossblick No.2 {12tel Blick Februar}

Es ist wieder soweit. Der Schlossblick und der 12tel Blick. Das Schloss zeigt sich am Abend in einem goldigen Glanz und die Menschen sind richtig froh, dass es immer wieder schöne Tage gibt. Es ist so warm, dass man versucht ist, ohne Jacke zu gehen. Die Allee ist gut besucht, obwohl es schon langsam dunkel wird.

Sommerfrische

Charlottenburg war im ausgehenden 1800 Jahrhundert ein beliebtes Ausflugsziel der Berliner. Sie fuhren mit “Torwagen” vom Brandenburger Tor in die Residenzstadt. Manche Ausflügler nahmen auch das Schiff, mit dem sie über die Spree nach Charlottenburg schipperten. Schon 1770 hat der erste Gasthof in der heutigen Otto-Suhr-Allee eröffnet. Reichlich Gasthöfe und Biergärten folgten. Die Berliner strömten in Massen in die nahe gelegene Stadt.
1825 gab es dann Planwagen, Kremser, die die Berliner in die Biergärten brachten. 1865 rumpelte die erste Pferdebahn nach Charlottenburg. Die Berliner brauchten die frische Luft und erfreuten sich an der ländlichen Umgebung. Vielleicht war es aber auch das gute Bier, das man hier draußen bekam oder die Vergnügungen.

1875 eröffnete die “Flora”, nicht weit weg von dem Charlottenburger Schloss. Die Flora war eine Vergnügungsstätte. Damals der größte Festsaal Deutschlands (45 m × 23 m, 23 m hoch). An den riesigen Festsaal schloss sich ein Palmenhaus an, das auch stattliche Ausmaße hatte. In dem Festsaal gab es eine Bühne auf der Opern aufgeführt wurden. Hochradrennen und Fesselballonaufstiege trugen zur Belustigung der Besucher bei. !903 wurde die Automobilausstellung in der Flora eröffnet.
Doch wie so oft in Berlin, war die Flora ein Pleiteunternehmen. 1904 wurde sie abgerissen und es wurde ein Wohnviertel darauf errichtet.

Von der Flora, der Pferdebahn oder den Biergärten ist heute nichts mehr zu sehen. Aber der Erholungsdrang der Berlin ist geblieben. Sobald die Sonne nur ansatzweise etwas wärmt, stehen Tische und Stühle auf den Straßen und die Frischluftfanatiker, schlürfen ihren Kaffee draußen. Sie strecken ihre Nasen in die Sonne und lassen es sich gut gehen.

Mehr 12tel Blicke gibt es wieder bei Eva Fuchs. Ich mache nun schon so lange mit, das ich schon eine ganze Sammlung habe. Hier vom letzten Jahr

3+

Charlottenburger Schlossblick {12tel Blick Januar 2019}

Das Charlottenburger Schloss im Januar

Es ist gar nicht so leicht, einen geeigneten Blick für den 12tel Blick zu finden. Es gingen mir verschiedene Baustellen durch den Kopf. (Und davon hat Berlin wirklich eine Menge) Aber bis die fertig sind, da könnte ich bestimmt ein Jahrhundertprojekt daraus machen. Ein Jahr lang, immer von der gleichen Stelle aus zu fotografieren,  muss reichen. Ich will dir aber auch etwas bieten, indem ich ein wenig über meinen Blick zu erzählen habe. Das hatte mir im letzten Jahr Spaß gemacht und fand ich auch für mich spannend. Diesmal habe ich mich für das Charlottenburger Schloss entschieden.

Ich habe ihn von weiter weg, auf das Schloss gerichtet, den Blick meine ich. Diese Straße, heißt tatsächlich Schloßstraße. Auf der Promenade wird hoffentlich noch einiges passieren. Jetzt, ende Januar, waren nur einige Spaziergänger unterwegs.

Einen weiteren Blick richte ich hinter das Schloss. In den Park hinein. Da könnte auch noch so einiges zu sehen sein. Hier sind immer viele Spaziergänger unterwegs und ein wenig Grün, (im Moment eher weniger) wird man auch zu sehen bekommen.

Und weil ich nicht genug bekommen konnte, noch einen Blick auf die Spree, die genau hinter dem Schloss vorbei fließt. Bei dem schönen kalten Wetter, spiegeln sich die Bäume so herrlich im Wasser.

Charlottenburg

1695 erhielt Sophie Charlotte von ihrem Mann, dem Kurfürsten Friedrich den III. von Brandenburg, den Ort Lietzow geschenkt, im Austausch für ihre Ländereien Caputh und Langerwisch. Sie ließ in Lietzow das Sommerschloss Lützenburg bauen. Friedrich wurde 1701 zum König Friedrich und seine Frau zur Königin und das Schloss Lützenburg wurde bis 1740 aus- und umgebaut. Ein respektables Schloss entstand. Sophie hatte davon allerdings nicht mehr sehr viel, denn sie starb 1705 und Friedrich gab der Stadt gegenüber dem Schloss, und dem Schloss selber, den Namen Charlottenburg. Friedrich erweiterte Charlottenburg noch durch Lietzow und machte aus Charlottenburg eine kleine Residenzstadt. Der nächste König Friedrich Wilhelm der Erste (der Soldatenkönig) fand keine Freude an Charlottenburg und versuchte sogar der kleinen Stadt das Stadtrecht abzusprechen, was ihm allerdings nicht gelang.

Erst die nachfolgenden Könige fanden wieder Freude an dem schönen Schloss. Sie hielten dort Feste ab und erkoren es auch zu ihren Lieblingswohnsitz. Friedrich-Wilhelm der III ging regelmäßig in die Stadt Charlottenburg, um mit der Bevölkerung zu sprechen.
An manchen Ecken, kann man sogar noch sehen, wie es mal ausgesehen haben mag. Ich werde dir diese Plätze zum 12tel Blick zeigen und bestimmt noch einiges über Charlottenburg erzählen. Ich habe ja noch 11 Monate Zeit, um manches zusammen zu tragen.

Mach mit beim 12tel Blick bei Eva Fuchs auf ihrem Blog Verfuchst und zugenäht

2+

Der letzte 12tel Blick aus dem Europacenter

Damit ist die Serie aus dem Europacenter abgeschlossen

Unspektakulär! Im Europacenter kann man sich noch immer die Märchen-Ausstellung ansehen. Reichlich kleine Monster haben sich den bösen Wolf und Dornröschen aus der Nähe betrachtet. (Bilder habe ich davon nicht!)
Der Weihnachtsmarkt ist noch belebt. Aber die Besucher zieht es inzwischen eher zur Fanmeile am Brandenburger Tor. Dort wird es ab morgen nämlich hoch her gehen. Die Besucherzahlen sind reglementiert, damit es nicht zu voll wird. Es macht Sinn, frühzeitig dort zu sein. Was den Nachteil hat, dass man schon ewig vorglüht, außerdem ist es bestimmt nicht besonders gemütlich. Ich war noch nie auf der Fanmeile.

Zurück zu meinem 12tel Blick

Mein letzter Blick aus dem Europacenter über den Platz ist trübe. Die Regenwolken schaukeln sich hin und her und wer keinen Schirm dabei hat, hat Pech gehabt. Aber es gibt immer noch gebrannte Mandeln und gegrillte Wurst. Die Geschenkestände bieten immer noch ihre Waren an und die Kinder können die letzen Runden auf den Karussell fahren. Immer noch sind die Straßen um den Breitscheidplatz auf eine Spur reduziert und der Verkehr staut sich.

Die Übersicht

zeigt, wie schön das Wetter in diesem Jahr war. Fast immer hatten wir Sonnenschein. Ich überlege ernsthaft, aus den Bildern einen Jahreskalender zu machen. Das ist bestimmt ein schönes Geschenk für nächstes Weihnachten.
Eva hat ja gehofft, dass ich noch ein Abendbild machen werde. Das war leider nicht möglich. Somit bleibt der Blick vom Oktober das Highlight. Aber weil mir der Blick über den Breitscheidplatz aus dem Europacenter so gefallen hat, habe ich nun ein ein echtes Problem, wie soll ich den Blick toppen? Vielleicht fällt mir noch was ein. Oder hast du eine Idee? Ein Ort in Berlin, der vielleicht interessant wäre? Ich habe ja noch ein wenig Zeit mir Gedanken zu machen. Und du? Machst du auch beim 12tel Blick mit?

2+

Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz 2018

Weihnachtsmarkt, oder wie sichere ich einen Markt…

Ich weiß, ich bin hoffnungslos zu spät, was meinen 12tel Blick betrifft. Leider bin ich Ende November nicht mal in die Nähe vom Breitscheidplatz gekommen. Dadurch, dass es mir richtig mies ging, kann ich dir nun erst Bilder von dem sichersten Weihnachtsmarkt der Stadt zeigen. Die Stadt hat es sich wirklich was kosten lassen, diesen Weihnachtsmarkt abzusichern. Sie haben den Tauentzien und die Budapester Straße mit Autobahnbegrenzungsdingern gesichert, Alles ist nur nur einspurig und an den Übergängen zum Weihnachtsmarkt, stehen Truck-Bloc’s. Metallpoller, die jeden Verdächtigen schon vorab liquidieren. Also, wenn du Angst hast auf einem Weihnachtsmarkt nicht sicher zu sein, dann komm auf den Breitscheidplatz, hier kann dir nichts passieren.

Ja ich weiß, ich mache mich darüber etwas lustig, aber am 19. Dezember 2016, war es das gewiss nicht. Während ein Lastkraftwagen mitten durch die Menge auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gerollt ist, starben 12 Menschen und 55 wurden verletzt. Solch eine Wiederholung möchte man sich ersparen. Zum Gedenken gibt es ein Mahnmal an der Stelle, wo der Sattelschlepper zum Stillstand kam. Dort zieht sich ein 17 Meter langer Riss durch den Boden, über die Treppen, bis auf das Kirchenplateau. In den Stufen zur Kirche sind die Namen der Opfer eingelassen. Wenn es dich interessiert, was auf dem Platz los ist, dann kannst du hier, auf das Video der Zeit-Online klicken.

Nein, ich fand das vor zwei Jahren wirklich nicht lustig. Ich wusste, meine Monster sind gerade auf einem Weihnachtsmarkt. Ich wusste nur nicht, auf welchem. Zum Glück, hatte sich das Mädchen gegen einen Besuch auf dem Breitscheidplatz entschieden. Weshalb mir mindestens einer dieser Sandsäcke, mit denen der Platz nun sicher gemacht wurde, von der Brust gefallen ist, als sie sich gemeldet hatte.

2,5 Millonen Euro hat der Senat für das Spektakel an Sicherheitsmaßnahmen bezahlt. Es ist ein Pilotprojekt. Man wird sehen, wie gut das zu händeln ist. Und fragt einer mal die Besucher, die den Markt besuchen, wie die sich damit so fühlen? Ich bin nur kurz darüber gestolpert. Am hellichsten Tag, da fallen einem die Sicherheitsmaßnahmen erst recht ins Auge. Vielleicht sieht man nach dem zwölften Glühwein die Poller nicht mehr und wundert sich nur über die Steigungen, die man an dieser Stelle nie hatte.

Wie gesagt, ich bin spät dran, Aber die Türen bei Eva, auf ihrem Blog Verfuchst und zugenäht, sind noch offen…

Den letzten November hatte ich den Blick über den Rüdesheimer Platz geworfen. Auch da war ich etwas später dran. Der November liegt mir nicht ganz so. 2016, war ich im Gleisdreieckpark. und 2015, war ich im Grunewald.

1+

Der 12tel Blick vom Oktober

Der Oktober-Blick über den Breitscheidplatz

Ich habe mir mit dem Oktober-Blick Zeit gelassen. Am Samstag werde ich dir auch erklären warum. gestern war ich, mit dem Kerl in seinem Büro. Von dort aus mache ich die Bilder über den Breitscheidplatz. Ich hatte mir den Abend ausgesucht. Jetzt wo es wieder früher dunkel ist, würde das Bild bestimmt toll aussehen. Ich glaube, ich habe mir nicht zu viel versprochen. Schau…

Es waren einige Fußgänger unterwegs. Die sind so natürlich nicht besonders gut zu sehen. Dafür aber die fahrenden Autos. Die Stadt leuchtet einfach immer so schön. Ein wenig kompliziert war das fotografieren schon. Ich kann nämlich das Fenster nicht öffnen. Durch die Scheibe fotografieren macht fast immer Spiegelbilder… Jetzt wo ich es aufschreibe, könnte ich mir fast vor die Stirn schlagen. Ich habe doch einen Filter, den ich vor das Objektiv hätte schrauben können. Hast du schon mal mit einem Polarisationsfilters, bzw Polfilter, gearbeitet? Ich habe dazu eine nette Seite gefunden. Da wird einiges sehr schön erklärt. Tja, was man nicht im Kopf hat. Der Filter lag zu Hause… Ich werde noch einmal ein Bild im Dunkeln durch die Scheibe machen. Mal sehen, wie das wird.

Ich hatte aber noch ein wenig experimentiert. Kannst du dich daran erinnern, dass ich mir eine Glaskugel besorgt habe? Ich habe sie mitgenommen (an so was habe ich gedacht 🤷‍♀️). Es hat ein wenig gedauert, bis ich die richtigen Einstellungen gefunden hatte. Aber dann habe ich das fast perfekte Bild gemacht.

Und jetzt noch der Überblick. Die Sammlung ist fast komplett. Noch zwei Monate und dann… muss ich mir wieder einen neuen Platz suchen von dem aus ich 12 mal ein Bild machen möchte. Hast du schon eine Idee? Oder einen Tipp?

Eine hübsche Sammlung habe ich schon vom Breitscheidplatz. Was es mit dem Brunnen auf sich hat, hatte ich schon erzählt. Im Juni hatte ich von dem Europacenter erzählt, das als mein Standort für die Fotos ist.  Für den nächsten Blick, werde ich noch mal in der Geschichte dieses Ortes stöbern. Vielleicht kann ich dir dann wieder etwas Neues/Altes erzählen. Da ich wieder einmal ziemlich spät dran bin, verlinke ich meine Bilder schnell noch bei Eva. Da muss man einfach stöbern gehen. So viele schöne Blicke haben sich dort versammelt.

2+