Seite wählen

Überbleibsel, oder wie eine Maus entsteht

20.07.2020 | Monatsmotto, Restefest, Stricken, Tiere und was zum Kuscheln

Überbleibsel, das Monatsmotto

Andrea, die Zitronenfalterin, hat diesen Monat Überbleibsel als Monatsmotto gewählt. Ein schöneres Wort als “Reste”. Im Grunde aber ist es das Selbe. Immer etwas ärgerlich, wenn etwas von meiner Wolle übrig bleibt.  Dann hat man immer etwas, damit man Löcher stopfen oder Knöpfe annähen kann. Und manchmal verwerte ich diese Überbleibsel. Heute zeige ich dir, wie ich eine winzige Menge Wolle, in eine winzige Maus verwandel.

Meine Überbleibsel aus verschiedenen Strickprojekten sammel ich in verschließbaren Beuteln. Ich habe schon einmal das Vergnügen gehabt, dass Teppichkäfer meine Wollen angeknabbert haben. Da hilft tatsächlich nur, alles in Plastikbeutel stopfen und tägliches Staubsaugen. Eine blöde Sache. Aber ich habe daraus gelernt.

Marisol

So nun zu meiner Maus. Bei Ravelry gibt es die Anleitung zu dem Mäuschen Marisol. Man braucht tatsächlich nicht viel Wolle. Es reichen geringe Reste. Was hier vor mir liegt, ist aber dann doch noch etwas zu wenig. Außerdem brauchst du Füllwatte, eine Wollnähnadel und ein Nadelspiel (in meinem Fall habe ich ein 2,25 dünnes Spiel genommen). Da reichen auch 4 Nadeln.

Es dauert nicht lange, da liegt dann schon der kleine Kopf vor dir. Mit schwarzem und und rosafarbenen Garn werden die Augen und das Näschen aufgestickt. Schon schaut sie dich vorwurfsvoll an, weil sie noch nichts hören kann. Das ändern wir aber erst am Ende, denn sonst hört sie, wie ich fluche, weil die Maschen doch ziemlich klein sind. Sicherlich kann man das Mäuschen auch mit dickerer Wolle stricken, dann ist es nicht ganz so fummelig.

Ach guck mal, der Bauch ist fertig! Ich glaube, den stricke ich fast am liebsten. Es geht dabei fast nur in 18 Runden nach oben, bevor man wieder alles zusammenstrickt und ausstopft. Es fehlen nun noch die Arme und Beine. Winzige Röhrchen die auch ausgestopft werden. Bei diesem Mäuschen habe ich mich dazu entschieden die Vorderbeine nicht auszustopfen. Damit sind die etwas beweglicher und die Maus kann besser drapiert werden.

Winzig, oder? Ich hätte mal ein Centstück daneben legen sollen, damit du eine Vorstellung hast, wie klein das Teil ist. Na, vielleicht geht es ja auch so. Ich nähe die Teile gerne sofort aneinander. Irgendwie liebe ich es, dem Mäuschen “leben” zu geben, zuzusehen, wie es wächst.

Na, dann mache ich mich mal an die Ohren. Und am Ende braucht das Mäuschen auch noch einen Pullover. Bei den derzeitigen Temperaturen, könnte sie sich leicht erkälten. Mal sehen, welche Wolle noch im Beutel ist…

Ich habe einen kleinen Rest Sockenwolle gefunden. Die Ohren sind inzwischen auch angenäht. Also Vorsicht, was du sagst. Karminchen guckt auch schon, welche Cousine  hier gerade auftaucht. Meine kleine Begleiterin, hat schon einige Familienmitglieder zu Besuch gehabt. Ob die Beiden sich verstehen werden?

Es scheint aber ganz gut zu klappen zwischen den Mäusen. Ich werde einen Kaffee kochen und einen Keks besorgen. Die Mühe der Resteverwertung hat sich jedenfalls wieder einmal gelohnt. Dem Mäuschen fehlt nur noch ein Name. Aber das wird wohl ihre neue Betreuerin herausfinden müssen, wie sie heißt.

Die Restemäuse oder Überbleibsel, erfreuen mir ein ums andere Mal das Herz. Sie sind etwas Besonderes. Deshalb verlinke ich sie jetzt auch bei Andrea an den Bodensee.

18 Kommentare

  1. mano

    die sind ja wirklich herzallerliebst!! mal sehen, ob meine schwägerin lust hat, mir mal diese reizenden wesen zu stricken – ich würde an der fitzelarbeit verzweifeln…
    liebe grüße
    mano

    Antworten
  2. Karin Be

    Herzig!
    Vor mir sitzt gerade eine winzige, halbfertige, gefilzte Katze. 😀
    Viele Grüße,
    Karin

    Antworten
  3. Chrissi

    Die sind echt toll, deine kleinen Mäuse. ☺

    Ich mag immer nicht diese Kleinarbeiten zum Fertigstellen. Die schiebe ich doch zu gern vor mir her.

    LG Chrissi

    Antworten
  4. Pia

    Klein aber fein kann ich da nur sagen.
    L G Pia

    Antworten
  5. kleiner-staudengarten

    Liebe Andrea,
    deine Mäuschen sind allerliebst…bin total begeistert.
    Einen schönen Abend, Marita

    Antworten
  6. Asridka

    Das ist wahr: Was fürs ❤️!
    GLG
    Astrid

    Antworten
  7. Kunzfrau

    Oh die Mäusefamilie ist wieder gewachsen. Da bin ich gespannt, wie die nee maus heißen wird. Wir werden es doch hoffentlich erfahren!

    Gruß Marion

    Antworten
  8. nina. aka wippsteerts

    Ach sind die knuffig, hab sie schon auf Deinen Fotos letztens immer bewundert. Ich bin gar nicht gut im so *klein* Stricken, aber ma schauen, entsprechende Wolle hätte ich auch genug da.
    Liebe grüsse
    Nina

    Antworten
  9. Andrea/ die Zitronenfalterin

    Das ist wirklich die perfekte Verwertung von Wollüberbleibseln! Sooo süß! Diese Art von Wollmäusen begeistert mich!
    Danke, dass du dich vom Monatsmotto inspirieren liessest!
    Liebe Grüße
    Andrea

    Antworten
    • Marita

      Och ist die süß! Gehäkelt hab ich solch kleinen Tiere schon und ich bin in Versuchung zu schauen ob sich da nicht noch Überbleibsel finden.
      Liebe Grüße, Marita

      Antworten
  10. Uta

    Die Kleinen sind wirklich bezaubernd

    Antworten
  11. Sheepy

    Die Maus bewundere ich immer bei Marion, ich glaube ich werde auch mal in die Restekiste greifen ;O)
    Allerliebst!!!!
    Liebe Inselgrüße
    Kerstin

    Antworten
  12. Lusyl

    Ich finde die mega süß! Aber mir gruselt es immer vor der Montage bei solchen Kleinigkeiten….

    LG

    Sylvia

    Antworten

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.