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Könnte es sein, dass ich die Farbe Rot mag?

Tatsächlich, könnte man den Verdacht bekommen, das ich Rot mag! Oder Idril ist fertig…

Idril

Im späten Winter war ich in dem Wollschlößchen in Berlin Charlottenburg. Ein freundlicher Laden, der vollgestopft ist mit Wollen, die man zum Teil schon nicht mehr zu kaufen bekommt. Es war nicht das erste Mal, dass ich dort war. Mich hatte eine Qualität sehr gelockt und an diesem Tag war es dann soweit, dass ich mir einige Stränge unbedingt mitnehmen wollte. Die Stränge hingen an einem Ständer, mehrere Farben nebeneinander und schimmerten mit dem Sonnenlicht um die Wette. Aus 50% Merino und 50% Seide, in einem schönen satten Karminrot.

500 Gramm, 1250 Meter stecken nun in meinem neuen Pullover Idril, nach einer Anleitung von Jennifer Wood. Das Buch, von Jennifer Wood, hatte ich schon einmal vorgestellt. Tolle Modelle sind darin zu finden. Aber für dieses Garn, habe ich mir den Idril ausgesucht. Gestrickt habe ich mit 3,5 Nadeln. Vielleicht, weil ich ihn schnell tragen wollte, oder weil ich nicht im Hochsommer mit diesem Garn stricken wollte, habe ich den Pulli schnell fertig gemacht. Knappe 4 Wochen, hatte ich ihn auf den Nadeln. Wobei mir auch noch andere Projekte “im Weg” waren. Das Garn floss sozusagen, durch meine Finger. ( Ich klinge, als würde ich schwärmen !?)

Schau mal, wie schön die Wolle schimmert. Die Seide “kühlt” die Wolle tatsächlich herunter. Ich habe den Pulli angehabt, als es 26° C im Schatten hatte. Klar ist mir etwas warm gewesen. Aber es ließ sich aushalten. Wieder einmal, hatte mich Magda fotografiert. Ich freue mich jedesmal, wenn sie so schöne Bilder von mir macht.

Idril

Drehe dich mal, geh dorthin, nein nicht so verkrampft. Das Leben eines Models, möchte ich nicht haben. Aber das Ergebnis, ist dann doch schön. Hier waren wir an einem kleinen See im Wilmersdorf. Die Sonne ging gerade unter. Lotta nannte das die “goldene Stunde”.  Eigentlich dürfte ich die Bilder gar nicht bei ihr verlinken, hat sie doch Magda gemacht.

Idril

Zurück zu meinem neuen Schätzchen. Im Hochsommer werde ich ihn nicht tragen. Das ist mal klar. Aber für kühle Abende, ist der wirklich schön. Die Wolle ist aus dem Hause Seehawer & Siebert. Die kannte ich bis dahin noch nicht. Die Maulbeerseide/ Merinowolle wird im Strang, als Dochtgarn geliefert und hat eine ordentliche Lauflänge von 250 Meter. Laut Anleitung hätte ich mehr Wolle gebraucht. Da ich aber wiedereinmal alles anders mache, blieb ich unter der geschätzten Menge. Einen Nachteil hat das Garn allerdings, es wird pillen. Nach wenigem tragen, sind schon einige Knötchen zu sehen. Das muss man bei so einem Garn eben in kauf nehmen.

Idril

Ich hoffe ich habe alles wichtige erzählt. Bleibt mir noch den Beitrag bei Maschenfein und eigentlich wollte ich auch bei Fanny verlinken. Da gibt es aber aufgrund  der DSGVO erstmal keine “Liebsten Maschen”

Regenwurmtuch 

Ein neues Tuch gestrickt, weil ich unbedingt einen Zauberball haben wollte…

Ich habe schon vor einiger Zeit mein Regenwurmtuch begonnen. Tatsächlich im letzten Oktober. Einige Modelle sind mir ständig dazwischen gekommen. Dafür konnte ich es überall hin mitnehmen. Das Muster ist so einfach und einprägsam, das man wirklich nicht mehr nachdenken musste.

Des Zauberball, mit dem schönen Namen “Herzstück”, landete in meiner Stricktasche, als  ich an einen Samstag bei Herrn U., an dem Samstagskaffee teilgenommen habe. Immer wieder bin ich um diese Zauberbälle herum geschlichen. Am Ende hatte ich den  Merino-Ball, wusste aber wieder einmal nicht, was ich daraus machen möchte. Mit 400 Meter​, reicht ein einzelner Ball nicht aus, um ein komplettes Tuch zu zaubern. In Meinen Wollkisten, habe ich einige schöne Reste Schätze. Darum habe ich ein wenig darin gekramt und ein Knäuel blauer Wolle gefunden. Blau-Grau und seidenweich.

Seidenweich, weil es die Crystal von der Wolllust ist. Die ist aus 70% Wolle, 20% Seide und 10% Kaschmir. Daraus habe ich meiner Schwester einmal ein unglaublich schönes Tuch gestrickt. Mit silbernen Perlen. Riesig groß und extra leicht. Ich habe es scheinbar nie fotografiert und nie einen Blogbeitrag gemacht. Schade, denn es ist immer noch ein Blickfang.

Die Anleitung, für das Regenwurmtuch findet man kostenlos im Netz, oder bei Ravelry. Aber auch viele schöne Regenwurmtuchkombinationen, das ich fast versucht bin, es erneut anzuschlagen.

So nun zu den Eckdaten: Das Tuch ist ein Dreieck und misst an der längsten Seite ca. 300 cm, an der breitesten Stelle ca 100 cm. Es wiegt nur 193 Gramm. Ein Fliegengewicht, sozusagen. Gestrickt habe ich mit meinen geliebten Knitpro’s aus Holz, in der Nadelstärke 3,5.

Ich habe dieses Tuch schon in mein Herz geschlossen. Sogar bei sommerlichen Temperaturen, macht es sich noch ganz angenehm um den Hals. (Gut, bei 30° im Schatten, lege ich es lieber ab). Die meisten Bilder, die du hier siehst, sind wieder von Magda gemacht. So langsam komme ich mir auch nicht mehr ganz so doof vor der Kamera vor.

Jetzt bleibt mir nur noch, mein hübsches Tuch bei Maschenfein Auf den Nadeln im April  und beim Creadienstag, zu verlinken. Und bei Fannys Liebste Maschen Nr.14, bei der man ein Überraschungsstrickpaket gewinnen kann, wenn sich 100 Strickprojekte bei ihr verlinkt haben. Vielleicht hast du auch Lust dich dort zu verlinken.


Frohe Ostern 2018

Osterhasen

Habe ich dir schon einmal erzählt, dass ich Hasen ganz besonders mag? Ja, doch, ich mag sie sehr. Vielleicht, weil der Monsterjunge einen Kuschelhasen hatte, der so geliebt wurde, dass an vielen Stellen sein Fell schon nicht mehr vorhanden war. 
Magda zeigte mir Anfang des Monats eine Hasenanleitung, der ich nicht widerstehen konnte. Ich musste den Hoppler stricken. Die passende Wolle haben wir in einem Wollladen in Alt Treptow gefunden. Allerdings wollte ich mal etwas von meiner gut abgelagerten Angora- Wolle loswerden. Dafür eignete sich der Bauch des Hasen. Die Anleitung schreibt einen doppelten Faden mit der Drops Flora und Drops Alpaka vor. Natürlich musste ich wieder etwas Anders machen. (eben den Angorafaden)

Kurz nachdem ich den großen Hasen fertig hatte, erschien die Anleitung für den Bunny. Dass ich da noch weniger widerstehen konnte, kannst du dir sicherlich vorstellen. Schaut der nicht niedlich aus seinen großen Augen? Die Anleitung ist wie bei dem großen Hasen etwas kniffelig, aber mit etwas Hilfe und Übersetzungsgeschick, (die Anleitung ist auf englisch!) klapperten die Nadeln lustig vor sich hin. Die Hasen werden fast in einem Stück gestrickt. Ungefüllt, sehen sie fast wie abgezogene Hasenbalge aus. Aber wenn sie erst einmal mit Bastelwatte ausgestopft sind, laden sie gleich zum Knuddeln ein.
Ich denke, durch die Angorawolle hat mein großer Hase einen ziemlich dicken Hals bekommen. (Vielleicht ist er allergisch auf Angorahasen! Hihihi) Vielleicht macht er deshalb auch so ein Gesicht… Die Anleitung war für Nadelstärke 3,25 geschrieben. Ich habe eine 3,5 für den Großen und 3,0 für den Kleinen benutzt. Die Flora in Beige reichte für beide Hasen und mein angefangenes Angoraknäuel ist auch alle. (wie viele Meter da noch drauf waren, könnte ich nur schätzen)

Den Bunny habe ich mit einem Sockengarn und der beigen Flora gestrickt. Auch das Sockengarn war ein Rest, so dass ich nicht sagen kann, wie viel da verstrickt wurde. 

Passend vor Ostern sind die Hoppler fertig geworden. Mit einfacher Bastelwatte gefüllt und mit Matratzenstich verschlossen, machen die Beiden eine gute Figur. Vielleicht stricke ich glatt noch mal welche. Dann werde ich die Augen besser aus Wolle machen, denn als Kuschelhasen sollten sie nichts an sich haben, was ein Kleinkind verschlucken könnte. 

Ich such jetzt noch mein Osternest und gucke mal, ob es noch irgendwelche neuen Strickereien bei Maschenfein und bei Funny gibt. 

Cooles Buch für feine Strickmoden

Raffinierte Strickmode {Rezension}

von Jennifer Wood

Es sind fast alles Modelle, die ich unbedingt noch stricken möchte. Von den 18 Modellen, die vorgestellt werden, habe ich 12 auf meine Liste gesetzt. Ob ich die jemals schaffe, kann ich nicht sagen. Aber alle Muster, sind sehr anschaulich erklärt und leicht (für etwas geübtere Strickerinnen) umzusetzen. 

Aber fangen wir mal von vorne an!

Jennifer Wood hat sich und ihrer Tochter das Stricken selber beigebracht. Am Anfang, waren es nur rechte Maschen, später kamen die Linken dazu. So sah ihr erstes Strickstück auch gleich viel schöner aus. Sie wagte sich an Zöpfe und strickte die ersten Spitzen. Das war es, was sie machen wollte. Sie fing an ihre eigenen Anleitungen zu entwerfen, weil sie von den alten Sachen so viel mehr gebannt war. Sie gründete “Wood House knits” und veröffentlichte einige Anleitungen. Allerdings schien sie damit immer noch nicht ganz zufrieden und entwarf nach und nach schlichte Pullover und Schals mit Spitzen, Lochmustern und Zöpfen.
Genau wie ich, mag Jeniffer Woods es, sich im Stricken zu verlieren und die Welt, um sich abzuschalten. Ihre Entwürfe sind einfach zauberhaft und machen Lust auf mehr. Wie gesagt, meine Strickliste ist enorm angestiegen und ich suche nun nach den richtigen Wollen. Zu jedem Modell gibt es am Anfang eine Erklärung: wie groß es ist, welche Nadeln sie benutzt hat und was sie für Wolle oder Zubehör ausgesucht hat und natürlich eine Maschenprobe (ist für viele ein absolutes Muss!)

Dann findest du eine Größentabelle, die dich ganz sicher in die richtige Größe einsortiert und dir den Pullover auf den Leib schneidert strickt. Die meisten Pullover, werden von oben nach unten gestrickt. So kann man sie seiner Körperlänge hervorragend anpassen. 
Die Mustersätze sind einfach erklärt. Einzig, du solltest Strickschriften lesen können und dich schon mal mit Spitzen-, Aran und Zopfmuster auseinander gesetzt haben. Am Ende des Buches, findest du Erklärungen für die Abkürzungen und Stricktechniken. Es gibt ja so viele verschiedene Arten Maschen anzuschlagen, oder diese dann zu kreuzen oder abzustricken.  

Ich finde, es ein durchweg gelungenes Buch. Wenn du auf Elegantes und Zeitloses stehst, guck es dir einfach mal an. Dein Buchdealer bestellt es dir bestimmt gerne.
Stiebner Verlag
160 Seiten
Format: 21 × 27,6 cm, Broschur
ISBN: 978-3-8307-0970-1

Afmæli oder Island in Berlin

Lettlopi Nr.1401,

…so heißt das Model, das ich als letztes, fertig gestrickt habe. Eine Kollegin, vielleicht auch Freundin, war letztes Jahr in Island. Ob sie mir Wolle mitbringen würde, habe ich sie gefragt. Sie war zwar noch nie in einem Wollladen, aber warum mal nicht. Die Verkäuferin war sehr freundlich, sie hatte nicht alle Farben vorrätig. Machte aber nichts, sie stellte ähnliche zusammen, die an die Originale fast heran kamen. 
Als ich die Wolle dann in den Händen hielt, war ich erst einmal etwas erschrocken. Uhh, die kratzt aber doch ganz schön.  Ich wusste, das die echte Wolle nicht weich ist, so hatte ich es mir aber nicht vorgestellt. Vielleicht ließ ich sie deshalb so lange liegen. Während des strickens, stellte ich aber fest, das sie immer weicher wurde.
Mit 4,5 Nadeln, war das Teil schnell fertig. Nicht mal 14 Tage habe ich gebraucht. Der Pullover wird von unten nach oben gestrickt. Erst unter den Armen, werden alle Einzelteile auf eine Nadel genommen und zusammengestrickt. In dem Muster ergeben sich dann die Abnahmen. Erstaunlich war die Wärme, die sich unter dem Strickstück ausbreitete. Ich glaube, solche Pullover kann man wirklich nur im Winter stricken. Da wird einem richtig warm. Die komplette, mitgebrachte Wolle habe ich nicht aufgebraucht. Ich habe noch genug übrig, um noch einen Pulli zu stricken. Das Monstermädchen hat sich schon angemeldet.
Magda, hat mich zum See begleitet und ein paar Fotos von mir gemacht, während ich ein Telefonat führen musste. Ich war später ganz erstaunt, als sie zu mir sagte, die Bilder seien schon fertig. Ich fand das Wetter nicht gerade schön. Es war neblig und es nieselte auch ein bisschen. Die Wege waren so schlammig, das es keinen Spaß machte, spazieren zu gehen. Aber am See war es traumhaft.

Wir sind allerdings nicht lange geblieben. Das Wetter war einfach zu ungemütlich. Ich trage den Afmæli aber wirklich gerne. Mit einem weitern Pullover darunter, ist es kuschelig warm und selbst leichter Wind, lässt mich nicht auskühlen. 

Da der Pullover im Rund gestrickt wird und es keine verkürzten Reihen oder ähnliches gibt, weiß man am Ende gar nicht, wo Vorne oder Hinten ist. Ist auch egal, da sich das Muster um den Hals legt und von allen Seiten einfach gut aussieht.
Das Kratzige verschwindet tatsächlich immer mehr. Nach dem Stricken, habe ich den Pulli gewaschen. Die Fasern verdichten sich dann noch mehr. Spannend ist auch, dass er sehr schnell trocknet und später sogar leichten Regen abweist. 
Inzwischen weiß ich, dass es in Berlin die Lettlopi-Wolle zu kaufen gibt und sie ist nicht teurer, als in Island. Aber ich kann behaupten, ich habe einen wahren Isländer an. Übrigens Isländer- und Norwegermuster, sind unterschiedlich. Das wusste ich auch noch nicht. Mir gefallen die Isländer tatsächlich besser.
verlinkt mit

Männerschal

Wie sieht der perfekte Männerschal aus?

Der Monsterjunge hatte mich vor Weihnachten vor dieses Aufgabe gestellt. “Mamaaahhh (weißt du, wie sich dieses Mama anhört?) Warum habe ich noch keinen Schal oder so von dir bekommen? Kannst du mir nicht auch mal einen stricken? Einen Blaugrauen, nicht zu breit und doch breit genug, mit Zöpfen aber kein Mädchenschal…” Es kamen noch mehr Kriterien, allerdings hörte ich schon nicht mehr wirklich hin. Das hätte den Rahmen gesprengt.

Ich habe versucht ein schönes Muster zu finden. Bei Pinterest, wurde ich tatsächlich fündig. Allerdings ohne Anleitung. Aber was ist daran schon so schwer, dass frau das nicht alleine auf die Reihe bekommt. Schwerer war das Ding mit der Wolle. Sie muss waschbar sein, nicht zu teuer, denn wenn der verloren geht, wäre ich traurig richtig sauer. Bei Herrn U habe ich ein hübsches Garn gefunden. Es war eine Mischung aus Baby- und Taubenblau. Aber als ich mein Muster an der Wolle ausprobiert habe, war ich nicht glücklich. Ein zweites Garn aus dem Hause U, war zu dünn und anfällig (so ein Männerschal, muss schon einiges aushalten! Daraus werde ich mir ein schönes Tuch stricken) Zum Glück hat Berlin ja nicht nur einen Wollladen. In meinem nächsten Lieblingsladen Die Wollnerin in Schöneberg, stieß ich auf ein handgefärbtes Merinosockengarn. Das ist weich, anschmiegsam, waschbar, hat die perfekte Farbe, ist robust…

Jetzt hatte ich doch tatsächlich noch ein paar Tage bis Weihnachten Zeit. Das Muster ist einfach übersetzt:
  • 1 Rm, *2re,2li,2re,2li,6re,2li (ab*stehts wiederholen)1Rm
  • die Rückmaschen stricken wie sie erscheinen 
  • in jeder 8. und 12. Reihe die 6 rechten Maschen kreuzen. (Wer will kann das versetzt machen, dann wird das Muster etwas lockerer)
Das stickt man dann so lange, wie der Schal werden soll. Am Ende noch einmal 8 Reihen in der RechtsLinkskombination, abketten fertig.
Einen Schal stricken, ist kein Hexenwerk und kann auch schon ein Anfänger. Der Monsterjunge war sehr glücklich mit seinem Geschenk. Die Hoffnung, dass er ihn nicht verliert, gebe ich erst einmal noch nicht auf.
Die Eckdaten: Gestrickt mit einem 4 fädigen Merinosockengarn, Nadelstärke 4. Verbraucht habe ich 170 Gramm. Der Schal ist 2 Meter lang und 30 cm breit (was mache ich jetzt bloß aus den restlichen 30 Gramm?)

Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden und verlinke mit