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Orangen Sneaker-Socken, die glücklich machen

Orangen Sneaker-Socken

Wer mal wirklich schnelle Socken stricken möchte, der sollte sich Sneaker-Socken machen. Meine haben den Farbton Orange, der mich beim Stricken schon glücklich gemacht hat.

Ich bekam ein halbes Knäuel von der Regia Tuttifrutti Orange in die Hand. Ein halbes Knäuel reicht genau für ein paar Sneaker-Socken. Jetzt, wo es wieder kälter wird, trage ich auch wieder Socken in den Schuhen und muss leider auf meine geliebten Nackedeifüße verzichten.

Der Vorteil, Sneaker zu stricken ist, dass man keinen Schaft stricken muss. Es gibt bestimmt gnadenlos viele Anleitungen im Internet, wie man die kurzen Socken stricken kann. Aber dafür muss man das Rad wirklich nicht neu erfinden. Ich habe einen krausen Rand gestrickt und dann sofort die Ferse begonnen. Vor Jahren habe ich immer die Käppchenferse gestrickt, aber nachdem ich die Bumerangferse entdeckt hatte, die altbackene Ferse aus meinem Hirn getilgt.

Für Sneaker sind aber Käppchenfersen besser, sie verrutschen nicht so leicht. Zusätzlich habe ich die Ferse in eine Rechts, eine Links gestrickt. Noch mehr glaube ich, dass das Garn einen großen Anteil an dem guten Sitz hat. Beim Stricken schon, hatte ich den Verdacht, dass die Wolle etwas elastisch ist. Seitdem ich die Socken trage, bestätigt sich mein Verdacht immer mehr. Dabei sind in dem Garn 72% Baumwolle,18% Polyamid und 10% Polyester enthalten.

Ich glaube, ich werde mir noch ein Paar solcher kurzen Socken machen. Die Farbskala auf der Schachenmayr-Seite sieht einfach zu verführerisch aus. Die Früchtchen sind auf jeden Fall echt gelungen.

Schon einmal habe ich Sneaker gestrickt. Damals aber für meine Schwester. Ihr haben sie damals auch ganz prima gefallen. Ich glaube, damals hatte ich mir auch vorgenommen, dass ich mir selber noch welche stricken möchte.

Genug gequasselt. Die Eckdaten:

  • 2,25 Nadelspiel aus Holz
  • 50 Gramm Tutti Frutti Color von Regia Farbe Orange
  • 2 Tage (unterbrochene) Arbeitszeit
  • Krauses Bündchen
  • Käppchenferse
  • Fotos myself

 

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Schlossketten- oder Shirburn-Socken

Schlossketten-Socken

Wie soll man sich Schlossketten als Sockenmuster vorstellen. Als ich einen Post von RegiaYarns bei Instagram über die Shirburn Socken gelesen habe, sah ich das Schlosskettenmuster. Es sieht aus wie die Ketten von der Schlossbrücke. Die Zöpfe gehen weiter auseinander, um dann wieder zusammen zu rutschen und zu kreuzen. Meine Freundin meinte, ein wenig erinnern sie auch an die Kaffeeböhnchen. Nur eben sehr viel größer.

Ich hatte ein Knäul von Regia Schachenmayr noch in meinem Wollkästchen, das mir für diese Socken passend schien. Der zarte Farbverlauf macht das Muster nicht gleich zu nichte. Ich mag es nicht, wenn Mustersocken zu sehr wildern, denn dann verschwindet das Muster und meine Arbeit war umsonst. Dieses Garn hat zudem den Vorteil, dass man wieder mit dem selben Farbverlauf anfangen kann und der zweite Socken dem ersten sehr ähnlich wird.

Etwas habe ich auch noch beim Stricken dieser Socken gelernt. Nämlich wie man Maschen ohne Hilfsnadel kreuzen kann. In meiner Strickgruppe haben wir darüber diskutiert, wie das gehen soll. Ich habe dann ein prima Video bei YouTube gefunden. Man lernt nämlich nie aus. Tatsächlich habe ich bei den Schlossketten-Socken das Kreuzen trainiert, um es bei meinem neuen Strickprojekt anwenden zu können.

Diese Socken sind nicht für mich. Sie sollten ein Geburtstagsgeschenk werden. Sie sind in der Größe 42 genadelt. Mit 3er Nadeln aus Holz habe ich sie gestrickt 64 Maschen dazu angeschlagen. Wenn dir das Muster auch so gut gefällt wie mir, dann schau auf der Schachenmayr-Seite vorbei. Die Anleitung gibt es dort kostenlos.

Ich habe eine kleine Bandspitze gestrickt und Bumerangfersen. Die mache ich am liebsten. Das Geburtstagskind hat sie angezogen und für gut befunden. “Sie passen 1a!” hat er gesagt. Im Moment werden sie ihm aber noch ein wenig warm sein. Aber ein Winter kommt bestimmt mal wieder. Die Wolle ist in der üblichen Mischung aus 75% Schurwolle und 25% Polyamid. Aber bite frage mich nicht nach der Farbe …

Ach ja, Marion hat diese Socken auch schon gestrickt. Ihre Farbe gefällt mir aber auch sehr gut.

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Überbleibsel, oder wie eine Maus entsteht

Überbleibsel, das Monatsmotto

Andrea, die Zitronenfalterin, hat diesen Monat Überbleibsel als Monatsmotto gewählt. Ein schöneres Wort als “Reste”. Im Grunde aber ist es das Selbe. Immer etwas ärgerlich, wenn etwas von meiner Wolle übrig bleibt.  Dann hat man immer etwas, damit man Löcher stopfen oder Knöpfe annähen kann. Und manchmal verwerte ich diese Überbleibsel. Heute zeige ich dir, wie ich eine winzige Menge Wolle, in eine winzige Maus verwandel.

Meine Überbleibsel aus verschiedenen Strickprojekten sammel ich in verschließbaren Beuteln. Ich habe schon einmal das Vergnügen gehabt, dass Teppichkäfer meine Wollen angeknabbert haben. Da hilft tatsächlich nur, alles in Plastikbeutel stopfen und tägliches Staubsaugen. Eine blöde Sache. Aber ich habe daraus gelernt.

Marisol

So nun zu meiner Maus. Bei Ravelry gibt es die Anleitung zu dem Mäuschen Marisol. Man braucht tatsächlich nicht viel Wolle. Es reichen geringe Reste. Was hier vor mir liegt, ist aber dann doch noch etwas zu wenig. Außerdem brauchst du Füllwatte, eine Wollnähnadel und ein Nadelspiel (in meinem Fall habe ich ein 2,25 dünnes Spiel genommen). Da reichen auch 4 Nadeln.

Es dauert nicht lange, da liegt dann schon der kleine Kopf vor dir. Mit schwarzem und und rosafarbenen Garn werden die Augen und das Näschen aufgestickt. Schon schaut sie dich vorwurfsvoll an, weil sie noch nichts hören kann. Das ändern wir aber erst am Ende, denn sonst hört sie, wie ich fluche, weil die Maschen doch ziemlich klein sind. Sicherlich kann man das Mäuschen auch mit dickerer Wolle stricken, dann ist es nicht ganz so fummelig.

Ach guck mal, der Bauch ist fertig! Ich glaube, den stricke ich fast am liebsten. Es geht dabei fast nur in 18 Runden nach oben, bevor man wieder alles zusammenstrickt und ausstopft. Es fehlen nun noch die Arme und Beine. Winzige Röhrchen die auch ausgestopft werden. Bei diesem Mäuschen habe ich mich dazu entschieden die Vorderbeine nicht auszustopfen. Damit sind die etwas beweglicher und die Maus kann besser drapiert werden.

Winzig, oder? Ich hätte mal ein Centstück daneben legen sollen, damit du eine Vorstellung hast, wie klein das Teil ist. Na, vielleicht geht es ja auch so. Ich nähe die Teile gerne sofort aneinander. Irgendwie liebe ich es, dem Mäuschen “leben” zu geben, zuzusehen, wie es wächst.

Na, dann mache ich mich mal an die Ohren. Und am Ende braucht das Mäuschen auch noch einen Pullover. Bei den derzeitigen Temperaturen, könnte sie sich leicht erkälten. Mal sehen, welche Wolle noch im Beutel ist…

Ich habe einen kleinen Rest Sockenwolle gefunden. Die Ohren sind inzwischen auch angenäht. Also Vorsicht, was du sagst. Karminchen guckt auch schon, welche Cousine  hier gerade auftaucht. Meine kleine Begleiterin, hat schon einige Familienmitglieder zu Besuch gehabt. Ob die Beiden sich verstehen werden?

Es scheint aber ganz gut zu klappen zwischen den Mäusen. Ich werde einen Kaffee kochen und einen Keks besorgen. Die Mühe der Resteverwertung hat sich jedenfalls wieder einmal gelohnt. Dem Mäuschen fehlt nur noch ein Name. Aber das wird wohl ihre neue Betreuerin herausfinden müssen, wie sie heißt.

Die Restemäuse oder Überbleibsel, erfreuen mir ein ums andere Mal das Herz. Sie sind etwas Besonderes. Deshalb verlinke ich sie jetzt auch bei Andrea an den Bodensee.

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Ab wann ist ein Ufo ein Ufo?

Ufo? Un-Finished-Object…

Ab wann ist denn nun ein Projekt gleich ein Ufo? Darüber grübel ich nun schon eine ganze Weile. Annette von Augensterns Welt hat mich eingeladen, etwas über meine Ufo’s zu schreiben. Den passenden Post, findest du heute auf Ihrem Blog. Ein Gastbeitrag von mir bei ihr

Zurück zu meiner Grübelei. Ich habe einige angefangene Projekte hier herum liegen. Jedes einzelne Teil bekommt immer mal wieder meine Aufmerksamkeit. Im Moment werkel ich an einem Teststrick von Himawari (Claudia Eisenkolb). Ein hübsches Sommerteilchen. Es nennt sich Greyish. Noch gibt es die Anleitung nicht. Sie wird ja noch getestet! Das Original wird auch mit einem wesentlich dünneren Garn gestrickt. Mein Garn liegt, glaube ich, seit den 1980er Jahren in meiner Wollkiste. Demnächst mehr dazu.

Ufo 2

Es gab da mal einen Tahitikal (kal: Knit-A-Long, gemeinsam ein Muster stricken. Meistens online in sozialen Netzwerken) Ein Muster von Julia Hegenbart. Ganz kostenlos bei Ravelry herunter zu laden. Mir gefielen die Muster super gut. Allerdings jedes Einzelne für sich. Und dann kam Magda mit der passenden Wolle von Schachenmayr um die Ecke. “Lass den Schal mal als Mini-kal stricken. Welches Muster bevorzugen wir? ” Auch Magda mag den Mustermix nicht. Wir haben uns für die Blätter entschieden. Rate mal wer einen längeren Schal auf den Nadeln hat! Wer Magda kennt, der weiß, dass ihre Ufo-Liste ewig lang ist …

Kommen wir zu den großen Sachen

Vor Jahren habe ich einen Pullover gestrickt. Aus Zitronwolle, Färbung Dreiklang. Den muss eine Familie Motte als Leckerbissen angesehen haben. Den Pulli habe ich zum Teil aufgeribbelt und wieder angenadelt. Nun liegt das gute Stück und wartet auf Vollendung.

Nachdem ich den Auberginenfarben Mantel fertig gestrickt hatte, die Bilder im Kasten waren und der Post veröffentlicht, habe ich alles wieder aufgeribbelt. Ja. Zwei dicke Knäuel blau-aubergine lagen wieder im Körbchen. Als ich von Kerstin Bovensiepen das Kiezding sah, sah ich die Schachenmayr-Merino-Wolle. Ich habe Kerstin gefragt, ob ich ihren Teststrick mitmachen darf und erhielt den Zuschlag. Aber dann hat es mir doch nicht so gefallen und ich strickte meine eigene Idee weiter. Das Kiezding, finde ich bei Kerstin trotzdem cool.

Ist es auch schon ein Ufo, wenn ich nur einen Gedanken und die passende Wolle dafür schon habe? Ich habe erst vor kurzem ein tolles Strickbuch vorgestellt. Für den Pullover auf der Titelseite habe ich schon die Wolle gekauft. Ich habe auch schon die ersten Reihen gestrickt, aber dann ist mir scheinbar etwas dazwischen geraten. Sie (die Wolle) grinst mich ständig an, scheint mich zu verhöhnen “Ich werde nie fertig!”, flüstert sie  ganz leise.

Ganz Kleines und geduldige Ideen

In meinem kleinsten Beutel schlummert seit über einem Jahr ein fast fertiger Socken, nach einem Muster von Ducathi. Nicht ganz identisch mit der Anleitung. Ich mochte das Muster und fügte es entsprechend meiner Sockenstandartanleitung ein. Hilft aber auch nicht, den zweiten Socken zu beginnen. Den kleinen Beutel schleppe ich fast überall mit hin. Ein Projekt, dass man immer mal aufnehmen kann. Eine Strickerin sagte mal, Socken gehen immer.

Am Ende habe ich so viele Ideen und beim Aufschreiben hier, fallen mir gleich noch mehr ein. Zum Glück, benutze ich ein Bullet Journal, in dem ich mir meine Gedanken notieren kann. Ich hätte da gerne noch einen schwarzen Schal, nach dem Ducathimuster (s.die Socken oben) Eine Idee zu einem besonderen Pulli habe ich auch noch. Ich will wieder mehr Einfaches stricken, damit ich endlich auch meinen Bücherstapel reduzieren kann. (Ich lese doch so gerne beim Stricken!) Ach, ach, ach….

Jetzt habe ich genug über meine Sucht gesprochen. Vielleicht willst du bei Annette noch den Rest lesen. Und vielleicht hast du auch noch Ufo’s, die fertig gemacht werden wollen. Annette hat da eine Linkparty. Wenn du ein Ufo fertig gestellt hast, verlinke dich bei ihr…

Gastautoren Ufo Bild

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Mohnfeld im Nebel

Ein Schal wie ein Mohnfeld

Wie sollte ich dieses Projekt nur nennen. Mohnfeld kam mir in den Sinn, weil ich zuerst den dunkelsten Strang des Adventskalenders in den Händen hielt. Als ich aber die anderen Knäuel ansah, war ich mir nicht mehr so sicher. Vielleicht auch ein Mohnfeld im Nebel? Egal, wie man das Projekt nennt, es ist endlich fertig. Endlich, weil ich diese Wolle schon seit Jahren besitze.

Schon wieder ein Märchen

Es war einmal ein Wollgeschäft in den Hackeschen Höfen in Berlin Mitte. Da saß der tapfere Verkäufer Herr U. Immer wieder an einem Samstag gab es dort ein gemeinsames Stricktreffen. Es war immer sehr interessant und lustig. Laut und Lecker, denn es gab viel zu schnattern und viele leckere Kuchen. Und es sollte sich ergeben, dass der Herr U einen Adventskalender im Sommer anbot, der natürlich erst zur Weihnachtszeit da wäre. In dem Kalender sollten wunderschöne Stränge sein. Aber wie die aussehen würden, dass sollte eine Überraschung bleiben. Drei Grundfarben standen zur Auswahl. Die mutige Karminrot entschied sich für die Rote Variante. Und die flinke  Frau Kunzfrau traf die selbe Entscheidung. Die schlaue Betty, hielt sich zurück und dachte sich ihren Teil.

So begab es sich, dass der ersehnte Adventskalender kurz vor Weihnachten in den Besitz der Geblendeten überging. Eine passende Anleitung wurde sogar dazu geliefert und die Damen machten sich flugs ans stricken. Wie enttäuscht waren sie von der Form des zu erwartenden Tuches und auch die Farben versprachen nicht das zu sein, was sie erhofften. So wurden die Stränge erst zu einem halbfertigen Tuch, um schnell wieder in Knäuel verwandelt zu werden, die in eine große (Verschmäh-) Kiste wanderten.

Lange mussten sie in der Kiste schmoren, bis Karmirot eine neue Verwendung für sie fand. Bei ihrer Freundin, der vielseitigen Magda, fand die Strickerin ein schönes blaues Garn von der Wollnerin, das sehr schön zu dem Adventskalendergarn passen könnte. Magda gab es gerne, denn auch in ihren Kisten warten Schätze, das glaubst du nicht! Und so suchte Karminrot nach einem passenden Muster. Einen Schal wollte sie stricken. Viele Bücher und Projekte durchstöberte die Strickerin.

Doch nichts wollte ihr so recht gefallen. Bis sie über einen Musterschal stolperte, der viele verschieden Muster vereinte. Doch solch ein Werk gefiel ihr nicht. Aber das eine Muster, das war besonders schön und so wurde es mit der gut abgelagerten Wolle angestrickt. In Wellen breiten sich die Farben aus. Erst sind es nur kleine rote Punkte wie ein Mohnfeld, um immer mehr durch das Grau des Nebels zu schimmern und am Ende in seiner vollen Pracht zu erstrahlen.

Schwer liegt der Schal nun um den Hals von Karmirot. Und breit ist das Mohnfeld auch geworden. Aber genau so wollte es die Strickerin ja haben. Denn sie mag breite Schals, die man sich mehrmals um den Hals wickeln kann. Und so nahm das Märchen um die verschmähte und gewickelte Wolle ein gutes Ende.

Und willst du nun wissen aus welchem Material der Schal gestrickt wurde? Dann schau, was ich in den Eckdaten geschrieben habe.

Die Eckdaten:

Nadelstärke 4
Material:  Chestnut cabin “Winterzauber” und Merino-Silk von der Wollnerin
Größe: 240 cm lang und 50 cm breit
Gewicht: 275 Gramm
Zeit: Lustlose 5 Monate
wenn dir das Muster gefällt, dann findest du es hier (Inzwischen überarbeitet) Mohnfeld im Nebel

 

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Krönchen – Pullover

Ein Krönchen – Pullover

Es ist schon lange her, da konnte ich ein Krönchen ergattern. (Beginnen so nicht immer Märchen?)  Krönchen-Wolle von Schachenmayr/Regia. Leider bekommt man die Krönchen nicht in vielen Geschäften zu kaufen. Oft muss man sich die bestellen. Da lagen sie nun die Knäuel und natürlich wollte ich sie auch bald in ein schönes Projekt verwandeln. In dem Lamana Heft No.9 hatte ich einen Pullover entdeckt, der mir sehr gut gefallen hat.

die Krönchen-Wolle ist mit einem kleinen Anteil Seide versetzt und ich finde die Qualität viel zu Schade für die Füße. Nicht das ich meinen Füßen weiche Wolle nicht gönne, aber ich kann mir vorstellen, dass sich die Socken ziemlich schnell durchlaufen könnten. Einen Nachteil hat allerdings feine Wolle… sie pillt etwas, oder etwas mehr. Das habe ich schon auf verschiedenen Blogs gelesen. Für mich ist das kein Grund diese schöne Wolle nicht zu kaufen. Klick mal auf den Link, da ist man hinterher schlauer!

Ich trage meinen neuen Pullover tatsächlich sehr gerne, er ist super leicht und fluffig. Ich könnte ihn in der Waschmaschine waschen, was ich aber im allgemeinen mit meinen selbstgenadelten Kunstwerken eher weniger ausprobiere. Ich wäre todunglücklich, wenn der nachher nicht mehr so aussieht wie als er mir von den Nadeln fiel.

Woher kommt’s?

Das Model aus der Lamana habe ich nicht 1:1 nachgestrickt. Wäre ja auch ein Wunder, würden jetzt meine Strickfreundinnen Carina und Magda sagen. Nie strickt sie so, wie es in den Anleitungen steht. Immer macht sie etwas anders. Es liegt in diesem Fall ja schon mal daran, dass ich eine andere Nadelstärke und ein anderes Garn genutzt habe. Meines war etwas dünner und damit die Nadeln ebenfalls. Somit veränderte sich auch die Maschenzahl. Wieder einmal alles neu überdenken und umrechnen. Das mit mir, dem “Mathegenie”

Da klettere ich doch lieber durch Kinderspielplatzgeräte und lass andere sich den Kopf zerbrechen wie es gehen soll. Meine Taktik in solchen Fällen: Ich stricke einfach eine oder zwei Größen größer oder kleiner. Je nach Maschenprobe, die ich an den Wollbanderolen ablese. Ja, ich mache keine Maschenprobe, ich stricke meistens drauflos. Und bin damit schon seit Jahren (bevor es das schlaue Internet und die Foren gab), gut gefahren. Selten musste ich etwas aufribbeln. Erst seitdem ich mich verrückt machen lasse, ribbel ich öfter. Ich sollte wieder zurück zu mir selbst finden!

Nochmal zum Krönchen zurück

Das Garn ist mir aber auch so fein über die Finger gerutscht. Im Grunde strickte sich der Pullover fast von selber. Wenn mir dann nicht die Wolle ausgegangen wäre. Ich musste einige Zeit warten, bis ich Nachschub bekam. Wie gesagt, man findet nicht viele Geschäfte, die die Regia Krönchen Wolle verkaufen.

Und weil die Qualität so fein ist, lässt sich das gute Stück sogar ganz gut an kühlen Sommerabenden tragen. Jetzt höre ich schon wieder aus verschiedenen Kehlen, “Aber das ist doch Sockenwolle!” Mir macht es immer nichts aus, wenn die Wolle etwas kratzt. Ich mag die natürlichen Garne sehr. Aber die Krönchen-Wolle Silk kratzt mich gar nicht.

Die Eckdaten:

Model: Pullover No4 aus dem Lamana Heft No.9
Nadelstärke: 3,5
Top-Down (also von oben nach unten in einem Stück)
Garn: REGIA PREMIUM Silk (Feige, Rose Red und Ros)
Verbrauch: 315 Gramm
Zeit: von November bis Mai (Upps, doch so lange)

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