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Magst du gestrickte Zöpfe? Eine Buchvorstellung

Ich liebe gestrickte Zöpfe

Ich stelle dir heute ein Buch über gestrickte Zöpfe vor. Ein dicker Wälzer mit reichlich Inspirationen. Auf jeder Seite findest du einen neuen Zopf, den du bestimmt stricken möchtest. So geht es jedenfalls mir. Die große Zopfmustersammlung beinhaltet 152 Muster für verzopfte Strickereien. Norah Gaughan erzählt auf den ersten Seiten über ihr persönliches Strickleben. Als Strickdesignerin liebt sie die Zöpfe und verwendet sie oft in ihren Modellen. Sie weißt allerdings darauf hin, dass nicht jeder sofort die super Zöpfe hinbekommen muss. Sie ist süchtig nach Zöpfen, weshalb ihr manchmal gar nicht mehr auffällt, wie schwer die Anleitung gerade ist. Also solltest du mutig sein und dich an den Anleitungen versuchen…

Grundsätzlich, eigentlich einfach

So beschreibt sie im ersten Kapitel, dem Basiswissen, wie man die Maschen verkreutzt und dreht, damit diese tollen Zöpfe herauskommen. Man nehme…und schon ist man Verzopfungsmodus. Ich will hier auch noch darauf hinweisen, dass ich selber süchtig nach Zöpfe bin. Sie müssen nicht immer komplex sein, manchmal kann ich mich aber nicht beherrschen. Ohne Fachbegriffe geht es natürlich auch nicht. Eine Doppelseite hilft da weiter. Außerdem werden schriftliche Anleitungen und das Lesen einer Strickschrift erklärt. Alles Dinge, die man als versierte Strickerin schon mal gesehen und gemacht hat. Wichtig sind vielleicht noch die Fehlerbehebungen. Manchmal sieht man den Fehler erst, wenn man schon 20 cm weiter gestrickt hat. Großes Malheur! Norah Gaughan weiß aber Rat.

Aber lass uns endlich anfangen

Mit einfachen Zöpfen lässt sie mich Blut lecken, um dann immer komplizierter zu werden. Am Ende der sechs Kapitel malt sie förmlich mit ihren Zöpfen Blumenranken. Die Designerin lockt mit 15 Modellen, die man gerne nachstricken kann und lädt dazu ein, auch eigene Kreationen auf den Strickmodellen auszuprobieren. Nicht jedes Projekt würde ich nachstricken, aber inspirierend finde ich die Pullover, Röcke und Mützen schon sehr.

Zopfmustersammlung

Mein Fazit

Ein schönes Buch, um super Zöpfe zu kreieren. Die Anleitungen sind perfekt erklärt und man kann sich seinen eigenen Zopfpulli entwerfen. Zumindest, was die Verzopfungen angeht. Jedes Projekt lädt zu Experimenten ein und die passende Hilfe findest du auf den ersten Seiten. Ich habe mich in dieses Buch verliebt und werde es bestimmt öfter aufschlagen, um mir Ideen für meine Zopfsucht zu holen. Es ist kein echtes Anleitungsbuch. Man findet hier viel Inspiration. Für Strickanfänger, die mutig sind und Strickerinnen, die sich mal trauen wollen. Ein umfassendes Zopfmusternachschlagewerk.

Kapitel 3...Breiter werdende Zöpfe

aus dem Stiebener Verlag
von Norah Gaughan
276 Seiten
Hardcover
ISBN: 978-3-8307-0981-7

2+

Eine Geschichte um den Norweger

Ich kann dir eine Geschichte um den Norweger erzählen

Es ist schon eine Weile her, es war November, da bat mich ein Freund ihm einen Gefallen zu tun. Er wünscht sich schon soooo lange einen Norweger. Einen Norweger in seinen Landesfarben. Denn der Freund stammt aus Frankreich. Und so begann eine Geschichte um den Norweger… Beginnt nicht immer so oder so ähnlich ein Märchen?

Der Freund rief mich an und erklärte mir sein Anliegen. Eigentlich stricke ich nicht für Andere, aber dieser Freund machte mein Herz weich und ich versprach ihm diesen Pullover zu stricken. Erst einmal musste die Wolle her. Um die richtige Wolle zu bekommen, musste ich einmal durch die Stadt fahren. Ich kaufe eben meine Wolle lieber in einem Laden. Die Dropswolle wird in einem Laden in Kreuzberg, an der Grenze zu Rummelsburg, verkauft. Die Verkäuferin war sehr aufmerksam und half mir die richtigen Farben zu finden.

Der Freund fand die Farben ganz passend und freute sich schon auf den Pullover. Die Nadeln klapperten und wenn du auf den Link zu dem gewünschten Muster geklickt hast und die Bilder vergleichst, die ich hier zeige, dann stellst du schnell fest, da stimmt etwas nicht! Hey, du hast recht, etwas ist anders. Während ich so vor mich hin nadelte, stellte ich fest, das wird ein MONSTER, dieser Norweger. Ich habe ausgemessen und sah, dass ich alles richtig gemacht habe. Es lag wohl eher daran, dass dieser Pullover in den 1980er Jahren konzipiert wurde und damit völlig überzogen groß war.

Norweger auf Anfang

Ich ribbelte den Pulli bis auf das Bündchen wieder runter. Weniger Maschen, eine kleinere Größe, wuchs nun wieder auf meinen Nadeln. Ich hatte die Hirsche fertig und freute mich schon darauf, dass ich das erste Mal in meinem Strickerleben steeken werde. Dabei wird das Strickstück aufgeschnitten. Eine Strickweise, die bei den Norwegern schon immer gemacht wird. Doch was soll ich sagen, der Pullover blieb, trotz reduzierter Maschenzahl und kleinerer Größe ein Monster. Gnadenlos schlug nun wieder das Ribbelmonster zu. Der Norweger schrumpfte wieder bis unter die Hirsche zusammen. Ich hatte die Nase voll!

Es musste en anderes Muster her und da hat mir der Stricknerd eine Anleitung unter die Nase gehalten. Das war zwar eine Anleitung für Mädels, aber die konnte ich gut einbauen. Silver Stag. Zuerst musste ich noch die Ärmel stricken. Die Muster habe ich dem Körper angepasst und dann landeten sämtliche Maschen auf der Rundnadel und das Muster mit den Hirschen wurde neu eingestrickt.

Der norwegische Isländer, in französischen Nationalfarben

Aus dem Norweger wurde nun ein Isländer, mit norwegischen Mustern. Das ganze eben in den französischen Nationalfarben. Das Stricken machte wesentlich mehr Spaß. Und der Pullover wuchs richtig schnell. Am Ende bekam der Pullover noch ein schönes Bad in Seifenlauge und trocknete liegend vor sich hin. Doch die Odyssee war noch nicht vorbei….

Der Pullover wurde feierlich in einem Café übergeben und der neue Besitzer freute sich wie Bolle. Ich hatte aus den Restbeständen der Wolle noch eine passende Mütze gestrickt. Er zog den französischen norwegischen Isländer über und ich sah schon, der ist zu lang! Aber der Freund klagte nicht, schlug den Bund nach innen um und erklärte, so trage er sowieso alle Pullover.

Nach einigen Wochen fragte ich ihn nach Fotos, von ihm und dem Norweger, damit ich dir diese Geschichte erzählen kann. Unser Freund würde den Norwegischen Isländer nicht tragen, er ist doch etwas zu groß. Das konnte so nicht bleiben und ich fuhr zu ihm, nahm ihm das gute Stück wieder ab und trennte den unteren Teil wieder ab. Ganze 10 cm, verlor der Pulli in der Länge.

Wenn man nun genau hinsieht, dann erkennt man, dass das untere Muster mit den Maschen in eine andere Richtung zeigt, als der Rest der Muster. Und warum der Pulli so beult, das kann ich dir auch erklären. Der Freund mag keine Schurwolle auf der Haut tragen und hat ein T-Shirt eingenäht! Ich musste das Shirt zum fotografieren hochkrempeln. 😉

Zum Schluss noch die Eckdaten:

Der Pullover wiegt mit dem T-Shirt zusammen 840 Gramm. Gestrickt habe ich mit 4 und 4 1/2 Nadeln. Die Wolle heißt Karisma aus dem Hause Drops. Strickzeit, nicht messbar! Größe L

Hab einen schönen verstrickten Tag

verlinkt bei Liebste Maschen im Mai und bei Maschenfein Auf den Nadeln im Mai

3+

Graues Alpakajäckchen

Graues Alpakajäckchen

Ich mag Alpaka! Weshalb ich mir ein paar Knäuel bei Trendgarne bestellt habe, und war ganz erstaunt, wie schnell ich mein Paket erhalten habe. Etwas enttäuscht war ich nur, dass das Garn sich kratzig angefühlt hat. Ich wollte mir die Naima von Anke Strick nadeln. Ein neues Alpakajäckchen!

Ich hatte auch schon angenadelt und habe wieder geribbelt. Mir gefiel sie plötzlich nicht mehr. Jacken in einem Stück gestrickt, habe ich schon so manche, aber ich habe das Gefühl, die geben, speziell an den Schultern nach. Werden immer länger. Ich stricke nun schon so lange, dass ich mir einfach mein eigenes Model gestrickt habe. 5 Teile stricken und dann zusammen genäht. Das Muster, das auch in der Naima zu finden ist, habe ich als Einstrickmuster rund herum eingebracht.

Das Garn hat sich schnell stricken lassen. Aber das Strickbild sah sehr unregelmäßig aus. Ein wenig unglücklich habe ich mein Werk beendet. Eigentlich bade ich meine Pullis und Jacken selten, wenn ich sie fertig gestrickt habe. Bei diesem Jäckchen habe ich eine Ausnahme gemacht und sie in einem Bad mit Wollwaschmittel eingeweicht. Positiv ist, sie hat kaum nachgegeben. Die Maße sind fast identisch geblieben.

Auf den Bildern fällt mir auf, dass die Wolle Falten schlägt. Die entstehen, wenn ich die Jacke über die Rückenlehne eines Stuhl lege und mich dann genüsslich dagegen lehne. Das Pieksige, hat die Wolle nur wenig verloren. Was ich aber festgestellt habe ist, ich gewöhne mich daran. Positiv ist auch, dass die Jacke mitdenkt. Sie wärmt, lässt aber genug Luft durch, dass man nicht zu sehr schwitzt.

Ich trage sie sehr gerne. Die Farbe ist einfach toll. Ein leicht bläuliches Grau. Das machte die Knopf-suche nicht einfach. Zum Glück haben wir in unserer Stadt genügend Möglichkeiten, Knöpfe zu kaufen.

Nun noch ein paar Grunddaten: Gestrickt mit 4 und 3 1/2 Nadeln. Verbraucht habe ich 10 Knäuel. Somit wiegt das Jäckchen 500 Gramm. Zu lange habe ich an dieser Jacke gestrickt. Das Ergebnis gefällt mir, nachdem ich die Jacke gebadet habe. Ich glaube, ich werde sie öfter tragen. Alpaka habe ich schon öfter verstrickt.

 

1+

Florence, ein luftigleichter Allrounder

Luftigleicht und doch schön warm

Das Florence-Tuch. Ich habe es schon eine Weile fertig und trage es im Moment richtig gerne. Es ist mega leicht und wärmt einem den Hals, die Schultern und den Kopf. Als Magda (übrigens sehr schade, dass Magda so wenig auf ihrem Blog veröffentlicht. Ist sie doch eine hervorragende Fotografin!) die Bilder von mir gemacht hat, war es aber auch sehr ungemütlich draußen auf der Straße. In dem Chillipepperding, war mir recht kalt und ich war froh, mir das FlorenceTuch umlegen zu können. Obwohl da so viele Löcher drin sind, wärmt die Silkhair von Lana Grossa außerordentlich gut.

Ok, ich höre da einige Stimmen, Mohair fusselt so…es kratzt…ist mir zu voluminös… Klar hat Mohair einige Negativseiten. Man muss das Garn mögen. Ich mag es halt. Was ich allerdings festgestellt habe, und das ist positiv, es fusselt nicht mehr so, wie in den Achtzigern. Da hatte ich meiner Schwester einmal einen Mantel aus Mohair gestrickt, ein unglaubliches Teil, das hat aber gefusselt, da konntest du das, was du drunter getragen hast, mit einer Fusselbürste erst einmal entflusen.  (da fällt mir ein, meine Schwester, müsste den tatsächlich noch haben. Vielleicht zeige ich ihn dir mal hier auf meinem Blog)

Ich mag das Garn wirklich. Es strickt sich prima und man hat eine Menge Fläche, obwohl man nur 3 Knäuel für diese riesige Tuch braucht. Ich habe sogar noch ein paar Gramm übrig, weil mir das Florence langsam doch sehr riesig erschien. Inzwischen bin ich fast traurig, dass die 10 cm nicht auch noch angestrickt sind. 😉

Das Muster des FlorenceTuch ist einfach und sehr einprägsam. Sicherlich muss man wenigstens schon mal einen Umschlag gestrickt haben und wissen, wie man zwei Maschen zusammenstrickt. Aber spätestens, wenn man den ersten Mustersatz hinter sich hat, dann ist man im Flow… (herrje, jetzt benutze ich auch noch solche Wörter!) Der schöne Farbverlauf, kommt aus dem Knäuel selber. Damit hatte ich nichts zu tun.

Noch etwas positives hat dieses Garn, es verzeiht dir Fehler! Wenn du noch nicht so fit im Lacestricken bist, solltest du vielleicht einfach mit einem Mohairgarn anfangen. Jeden Fehler, den du  unterbringst, verschwindet einfach in dem Fusselgewimmel und nie wieder wird einer den Fehler finden. Natürlich nur dann, wenn die Maschenzahl immer hübsch die selbe bleibt und du wieder in den richtigen Maschenrhythmus zurückfindest.

Ich habe eine lange Zeit an dem Tuch gestrickt. Ich glaube, die Knäuel habe ich mir bei Herrn U, im Ausverkauf geleistet. Das muss 2017 im späten Sommer gewesen sein. Ganz genau weiß ich es nicht mehr, da hatte ich mein Ravelry Notizbuch noch nicht so konsequent geführt. Inzwischen weiß ich von fast allen Wollen, woher ich sie habe und wann ich sie gekauft habe. (Ähmm von den Wollen, die seit 2018 in meinem Vorrat landen)

In den Sommermonaten mochte ich tatsächlich nicht an dem Mohairgarn stricken und im letzen Sommer sowieso nicht. Da wäre ich wirklich davon geschmolzen. Aber als es wieder kälter wurde, haben meine 4,5 er Nadeln wieder geklappert und ich konnte es beenden. Was du nicht siehst, also nicht wenn du von so weit weg guckst, ich habe ein paar Perlchen mit eingearbeitet. Kleine silberne Dinger, die noch mal einen winzigen Eyecatcher machen. Ich habe sie nicht gezählt. die Perlen erstrecken sich auf ca. 30 cm an dem einen Ende des Tuches. Hier ist übrigens eine schöne Anleitung einer anderen Bloggerin, wie man die Perlen in die Wolle bekommt.

Hast du jetzt auch Lust bekommen, dir ein solches Tuch zu stricken? Die Anleitung ist kostenlos bei Ravelry zu haben. Ein Tuch von Karie Westermann. Sie hat es etwas schmaler gemacht, aber den Mustersatz zu verlängern, ist kein Hexenwerk.

1+

Chillipepperding, eine gemütliche Teststrick-Jacke

Wieder ein Teststrick

Es ist schon ziemlich lange her, da fragte ich Kerstin, ob ich bei ihrem Teststrick mitmachen könnte. Bei Instagram zeigte sie ihre gestrickte Version von dem Chillipepperding. Das Muster hatte mich gleich fasziniert. Die gekreuzte Bündchenblende. Hach ich war ganz verliebt in die Jacke. Und zu meiner Freude, hatte mich Kerstin in ihre Teststrick-gruppe aufgenommen. Da fehlte mir nur die Wolle. Und wo gehe ich am liebsten Wolle kaufen? Klar, bei der Wollnerin. 

Die Wolle,

die die Wollnerin mir nahe gelegt hatte, mochte ich im ersten Moment eigentlich nicht so gerne. Ein Mischgarn 55% Wolle und 45% Baumwolle. Und genau das ist mein Problem, ich stricke nicht mehr gerne mit Baumwolle. Aber nachdem ich die ersten Reihen gestrickt habe, war ich von dem BC-Garn überzeugt. So schön hat es sich genadelt. Es ist sehr leicht und gleitet wunderbar über die Nadeln. Eine tolle Empfehlung. 

Die Anleitung ist auch gut verständlich geschrieben. Ich habe die Jacke recht schnell gestrickt, weil ich mich auch sehr darauf gefreut habe. Was ich ja schon oft geschrieben habe ist, ich mag keine Jacken mehr ohne Knöpfe. Weshalb ich mir immer wieder etwas überlegen muss, damit ich meine Jacken verschließen kann. So wie bei dieser Jacke.

Ich hatte die Jacke schon fast fertig gestrickt, da ist mir aufgefallen, dass sie mir einfach viel zu groß wird. Meine Maschenprobe hat mit der von Kerstin übereingestimmt (das ist immer das Erste, was mich meine Strickerinnen fragen!) Die Anleitung lässt einen sogar noch mehr Maschen aufnehmen, denn die Vorderteile sind überschnitten. Fand ich Anfangs noch ganz schön, dann hatte es mir nicht mehr gefallen. Ich schließe doch gerne meine Jacken. Also habe ich aufgeribbelt…. 

Aufgeribbelt und neu gemacht

Alles habe ich natürlich nicht geribbelt. Nur bis zu einem gewissen Punkt in der Anleitung. Die Überzogen Vorderteile habe ich sozusagen weggelassen. Trotzdem ist die Jacke noch ausreichend, fast üppig. Ich habe zwei Knopflöcher eingearbeitet. Die Knöpfe habe ich schon ziemlich lange. Gusta hatte einmal gefragt, wer die haben möchte. Eine Schachtel voll mit bayrischen Knöpfen…ähmm Alpenländischen…

Es reicht nicht

Das war mein Gedanke, als ich dann wieder am Ende der Jacke ankam. Da sie von Oben nach unten gestrickt wird, konnte ich erst einmal den Körper fertig machen. Die Ärmel kamen zu Schluß dran. Da zeichnete es sich schon ab, dass meine Wolle nicht reichen würde. Die Wollnerin hatte leider kein weiteres Knäuel in der Farbe. Das heißt schon in der Farbe, aber nicht aus dem selben Kessel. Man hätte den Unterschied der Kesselnummern gesehen. Das Grün in den Ärmelbündchen, ist also eine Krücke. Eine schöne Krücke, wie ich finde. Das wertet das ChillipeperDing noch einmal auf. 

 

Ich hoffe, du siehst, wie sehr ich bei den Fotos in der freien Wildbahn gefroren habe. Magda war wieder so freundlich mich zu fotografieren. Ich bin viel zu spät dran mit meinem Ergebnis zu dem Teststrick. Vielleicht bin ich auch nicht zum Testricken geeignet. 


Verbraucht habe ich 6 Stränge á 225 Meter. Gestrickt habe ich mit einer 4er und 4,5er Nadel. Die Jacke wiegt ganze 300 Gramm ohne Knöpfe. Gestrickt, habe ich zu lange…

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Schlemmerstrickerinnen, eine Tradition im Advent

Es ist schon eine kleine Tradition, dass wir uns im Advent gegenseitig, selbstgemachtes schenken. Da wird im Vorfeld gestrickt, genäht, gebastelt. Und manchmal hat man schon im Februar die passende Idee. Also mir ging es jedenfalls so. Ich hatte das ganze Jahr Zeit, meine Idee umzusetzen. Und was glaubst du, wann ich es dann gemacht habe? Genau, 14 Tage vor dem Treffen schnappte ich mir meine Nadeln, das passende Buch und suchte Wolle zusammen. Das ist auch so eine Tradition von mir. Ich fange immer erst kurz vor dem Termin damit an 🤦‍♀️

Der Gedanke war, meinen Schlemmerstrickerinnen, ein Ebenbild zu stricken. Da stellte sich die Frage, wie bekomme ich die schöne Frisur von Marion hin. Durch Zufall, fand ich ein Knäuel Mohairgarn in meinem Stash, der fast die passende Haarfarbe von Marion hatte. Die Haare von Betty und Chrissi waren nicht ganz so kompliziert. 
Die Puppen zu stricken, ist nicht besonders schwierig. Es ist eher das Fummelige, das viel Zeit frisst. Manchmal hat man nur 12 Maschen auf den Nadeln. Auch du musst aufpassen, das du nicht zu locker strickst, sonst quilt irgendwo die Füllwatte heraus.

von links nach rechts: Marion, Chrissi, Betty

Endlich fertig genadelt, brauchten die Damen ja auch noch etwas zum anziehen. Das Buch von Arne und Carlos, beinhaltet eine große Auswahl an Klamotten. Hosen, Röcke, Jumpsuit und was sonst noch. Sogar Schuhe kann man für die Strikkedukker stricken. Mir reichte es allerdings die Damen passend einzukleiden. Marion liebt weiße Hosen und natürlich rote Pullover. Chrissi ist eher in dunklen Farben  anzutreffen und Betty hat eine Jeanshose und ein rosafarbenen Pulli an. (Bettys Lieblingsfarbe, ein schönes Orange, hatte ich leider nicht auf Lager) 

Marion
Chrissi, braucht noch eine Brille!
Betty

Unsere Traditionelle Übergabe

Am letzten Freitag dann, saßen wir zusammen und tauschten unsere Geschenke aus. Marion hat ihre Nähmaschine rattern lassen und uns einen kleinen Tannenbaum aus Stoff genäht. Außerdem hat sie sich einen super Strickplaner für 2019 ausgedacht. Damit bekomme ich bestimmt Ordnung in meine Ufos. Betty hat uns eine personalisierte Schlemmerstricktasse machen lassen. Die wirst du bestimmt demnächst zu sehen bekommen. Und Chrissi hat uns mit Leckereien aus ihrer Küche verwöhnt. (da freue ich mich schon drauf…)

Eine kleine Andrea, wird es wohl im nächsten Jahr geben. Die Mädels haben protestiert, dass ich mich nicht selber gestrickt habe. Sie werden das nun für mich übernehmen. Ich bin gespannt. So viel ich weiß, gibt es schon meine Füße und Strümpfe…

Es sind schon einmal ein paar Strikkedukker von meinen Nadeln gehüpft.

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