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Die Linkparty, Nadelgeplapper No. 2

Ich habe wirklich gestaunt, wie viele die Idee gut gefunden haben, eine Linkparty aus dem Nadelgeplapper zu machen. Ich war selber ein wenig unschlüssig. Doch so langsam, freunde ich mich mit dem Gedanken an. (Innerlich grinse ich eigentlich, siehst du es?) Sollen wir 14 Tage Pause zwischen den Post machen? Oder doch lieber 4 Wochen? Ich werde es erst einmal alle 14 Tage versuchen. Es geht dabei nicht darum, seine fertigen Sachen zu zeigen, sondern das, was ihr gerade nadelt. Und damit sind alle Nadelarbeiten gemeint! Was fertig ist, da schreiben die meisten ja ohnehin einen Post. Auch interessant wäre es zu sehen lesen, was du dir für Gedanken machst, was du noch so nadeln willst…

Gekauft

Ich habe mir zum Beispiel den neuen Knitter gekauft. Ganz herrlich sind wieder ein Paar “Andrea-Strickereien” dabei. Ich liebe es ja in einem Stück zu stricken und am besten mit einem Einstrickmuster. Solche Modelle kann ich gar nicht genug haben. Immer wieder bleibe ich mit den Blicken an solchen Anleitungen hängen.

Der Cardigan Prärieklee gefällt mir dabei besonders. Nur natürlich nicht in dieser Farbe. Und die Ärmel sind mir auch viel zu fipsig. Also im Grunde würde ich die Idee aufgreifen und doch wieder alles anders machen! Oder stricke ich mir doch lieber diese tollen Handschuhe???

Gesehen

Betty und Marion haben letztens bei der Lillesol und Pelle Schnitzeljagd mitgemacht. Ich habe dabei wirklich neidisch geguckt, was die Beiden (und viele Andere natürlich auch) gezaubert haben. Immer noch mag ich mich wegen Kleidung nicht an die Nähmaschine setzen. Doch, ich habe auch schon ein bis drei Shirts genäht. Aber doch nicht so schöne Sachen, wie die von Lillesol. (Ich muss nur über meinen Schatten springen, ich weiß!)

Gefunden

Etwas Neues habe ich bei Frau Sonnenburg gefunden. Sie hat jetzt eine Strickcouch. Ihr erstes Thema befasst sich mit Maschen aufnehmen, ohne dass man eine hässliche Naht an dieser Stelle sieht. Ich habe diese Art noch nicht ausprobiert, aber es ist ein prima Idee.
Bei Instagram bin ich wieder über ein Teststrick von Feinmotorik gestolpert. Großes Kino! Dachte ich mir. Zumal ich mir ständig vornehme, nicht mehr an Teststricks teilzunehmen. Klar gefällt es mir Sachen vor anderen annadeln zu können. Aber es gehört auch eine ordentliche Portion Masochismus dazu, ungeprüfte Anleitungen zu stricken. Vor allem, wenn es darum geht, wieder alles aufzuribbeln. Aber das Muster gefällt mir wirklich gut. Ich könnte mir damit einen schicken Schal vorstellen. Dreieck bevorzuge ich zur Zeit eher weniger. Ich habe die Freundin mal in die Spur geschickt, ob sie das Musterrätsel lösen kann.

Gestricksel

Ich bin gerade nicht sehr nadelfreudig. (Sehr ungewöhnlich für mich!) Aber mir ging es die letzten Tage nicht so gut. Mit Mühe habe ich endlich ein Miniprojekt fertig gemacht. Mein Mohairino Medley hat gerade mal einen Streifen dazugewonnen. Neidisch schaue ich da auf Marions fertiges Werk. Seit gestern geht es mir wieder etwas besser und ich kann wieder über längere Zeit die Nadeln halten. Vielleicht stricke ich heute noch ein paar Streifen dran.

Der Pullover Hjördis liegt immer noch und wächst nicht weiter. Ich muss nur noch ein paar Runden stricken und dann kann ich alles stilllegen, um mit den Ärmeln zu beginnen. Wie gesagt, ich war die letzten Tage nicht sehr motiviert. Nachdem ich aber gerade die Bilder gemacht habe, kribbelt es mich es wieder in den Fingern.

Die Linkparty

Lass uns die Nadelgeplapper-Party starten. Was liegt dir gerade auf/an den Nadeln oder hast du irgendwelche neuen Inspirationen? Hat dich ein Model so angesprochen, dass du die Nadeln nicht mehr im Etui halten kannst? Ich bin gespannt, was sich hier alles zusammen findet. Das Bild hier unten, kannst du gerne kopieren und auf deinem Blog zeigen.

Start the day with Coffee ☕ End the day with Yarn

You are invited to the Inlinkz link party!

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Der Yoki Sweater {Ein Teststrick}

Der Yoki Sweater ist ein Pullover, der in einem Stück gestrickt wird. Und es war mal wieder ein Teststrick! (Herrjeh, ich wollte doch keine Teststricks mehr machen). Wieder konnte ich nicht widerstehen, als ich den Aufruf von Making-Stories bei Instagram fand. (Wer macht mich jemals schlau?) Ich meldete mich! (In der Schule wäre ich wahrscheinlich in der Schulbank auf und ab gehüpft und hätte ständig hier gebrüllt geflüstert). Nachdem ich mich auf der Seite von Making-Stories angemeldet hatte, fand ich mich in einer Auswahl wieder. Und bekam den Zuschlag für den Yoki-Sweater von Marianne Munier.

Ich sag dir was: Ich liebe Pullover von dieser Designerin. Die Pullis sind zwar etwas Kastenförmig, aber das kann man ja ein wenig abändern. Sie macht viele hübsche Zöpfe in ihre Anleitungen. Ich liebe Zöpfe! Eine echte Herausforderung, sollte dieser Yoki-Sweater aber werden. Abgesehen davon, dass die Anleitung auf englisch geschrieben war, hatte sie einige Kniffe. Ich habe das Strickzeug einfach in der Ecke liegen lassen und mal ganz gelassen abgewartet. Ich musste meiner Seele Frieden geben. Am Ende habe ich die komplizierte Schulter-Hals-Ausschnitt-Situation doch noch verstanden. Wirklich,… es ist kompliziert! Aber nur am Anfang.

Solltest Du dich fragen, welches Tuch ich hier in den Händen halte, das ist das Ascalon. Klick auf das Bild und du kommst direkt dorthin

Aufgabe war es auch, mit einem speziellen Garn zu stricken. Es hätte einen Rabatt gegeben. Der wäre dann aber für den Versand drauf gegangen. Hey, aber ich lebe in Berlin und Berlin bietet eine Vielzahl an Wollgeschäften. Die  Ulysse von De Rerum Natura kommt aus Frankreich. Aber die findet man auch in mindestens zwei Geschäften in dieser Stadt. Yarn over Berlin und WollenBerlin. Da hinterlasse ich doch lieber keinen CO2-Fußabdruck und radle mal kurzer Hand, einmal durch die Stadt. So kommt man auch mal wieder zum Wolle kuscheln und an die frische Luft.

Fertig…

…ist er nun auch schon eine Weile, der Yoki. Der Teststrick ist seit dem ersten November beendet. Die Strickerinnen aus dieser Gruppe hatten sogar noch etwas Aufschub, weil sich der Anfang so kompliziert gestaltet hatte. Aber am Ende ist doch noch alles gut geworden. Ich liebe das Teil jetzt schon und staune, wie leicht der so warme Pullover ist. nur 320 Gramm wiegt der. Manch eine meiner Freundinnen würde nun sagen, der kratzt! Aber nur die ersten Male. Denn er wird immer weicher, mit jedem tragen.

Das Muster befindet sich auch nur auf der Vorderseite. Die Ärmel sind direkt angestrickt und wenn man mal erst unter den Armen angekommen ist, dann strickt sich auch alles sehr einfach. (Abgesehen von den Zöpfchen!, die nicht jedermanns Sache sind. Verzopfen ohne Hilfsnadel, sag ich nur!) Wenn ich nicht schon vorher die Shirburn Socken gestrickt hätte, dann hätte ich es nicht so schnell begriffen, wie das mit dem verzopfen ohne Nadel geht.

Ich bin gespannt, wie sich der Pullover in dem neuen Making-Stories machen wird. Einige der Modelle habe ich ja schon bei meiner Anmeldung gesehen und konnte mich so schon nicht entscheiden. Wahrscheinlich werde ich mir dieses Heft kaufen müssen.

Eckdaten:

Angegeben war das Muster für eine 3,5 Nadel. Ich musste eine 4er Nadel nehmen, sonst hätte ich ein Brett gestrickt. (trägt sich dann wohl nicht so angenehm) Dann hätte ich eine M stricken sollen. Aber wie ich oben schon gesagt habe, dann hätte ich einen Kartoffelsack produziert. Mag ich nicht! Enganliegend ist der in Größe S ja nun auch nicht gerade. Auch hätte ich nach einem Zopf-Mustersatz abketten sollen, aber da war der Yoki mir einfach mal zu kurz. Hätte ich den nächsten Mustersatz genommen, hätte ich ein Kleidchen… Das ist aber das Schöne beim selber machen, man kann es sich einrichten! Da ich auch etwas längere Arme habe und es mag, wenn die Ärmel bis über die Handgelenke gehen, wurden meine halt etwas länger gestrickt.

Nadel: 4
Wolle: Ulysse von De Rerum Natura
Menge: 320 Gramm
Zeit: 4 Wochen (14. August- 9. Oktober)
Model: Yoki-Sweater von Marianne Munier (demnächst in dem Making Stories Issue 5)

Und jetzt frag mal, wer diese Bilder gemacht hat! Na klar, es war meine Haus- und Hoffotografin. Magda, der Stricknerd. Dazu sind wir extra an den Grunewaldsee gefahren. Wir hatten auf Nebel gehofft und dann hat uns auch noch meine Kamera geärgert. Das Objektiv will zur Zeit nicht so mitspielen. Ich muss es unbedingt reparieren lassen.

5+

Etwas Neues: Nadelgeplapper 1

Ich habe mir etwas Neues ausgedacht. Chrissi hat mich bei unserem letzten Treffen gefragt, warum ich denn nicht auch mal meine nicht fertigen Sachen beim Samstagsplausch zeige. Immer würde ich nur darüber reden, aber nie das Gestricksel zeigen. Darüber reden, finde ich am Samstag ausreichend. Zum Samstagsplausch zeige ich (meistens) nur ein Bild! Von meinem Kaffee!

Nadelgeplapper

Am nächsten Morgen wurde ich, wie fast jeden Morgen, von meinen Katzen zärtlich schnurrend geweckt. Um ihnen den Spaß zu verderben, dass sie mich so einfach aus dem Bett bekommen, bleibe ich dann gerne noch eine Weile liegen, bis sie die Lust verlieren und mich in Ruhe lassen. Klappt manchmal besser, manchmal gar nicht. Aber die Zeit nutze ich oft, um mal zu grübeln. Und da fiel mir Chrissis Kritik ein. Warum sollte ich nicht einfach eine neue Rubrik in meinem Blog aufmachen. Etwas Neues eben. In meinen Gedanken wuchs die Idee zum Nadelgeplapper. 

Nun also etwas Neues

Die Idee ist nun, dass ich versuchen möchte, jeden (vielleicht auch jeden zweiten) Mittwoch über meine Fortschritte zu erzählen. Oder etwas über das Stricken, was mich in irgendeiner Weise inspiriert hat. Sei es, dass ich ein tolles Muster entdeckt habe oder eine Stricknadel, die spannend aussah. Vielleicht kann man daraus auch eine Linkparty machen. Ideen tauchen immer mehr auf, wie ich hier sitze und dir von meinem Nadelgeplapper erzähle.

So, dann will ich dir meinen ersten Patienten mal vorstellen. Ich habe mit meinen Schlemmerstrickerinnen gemeinsam den Mohairino Medley als Kal begonnen. Wir sind alle fast gleich weit. Jede strickt mit ihren eigenen Garnen und Farben. Und doch sehen sie sich alle etwas ähnlich. Marion ist am weitesten und hat ihn, glaube ich, auch schon abgekettet. Ich bin so weit… da fehlen halt noch so einige Sektionen. Aber spannend ist es allemal.

Etwas Neues angenadelt…

…habe ich auch. Vor einiger Zeit hatte ich dir das Buch Islandpullover von Wenke Müller, aus dem EMF-Verlag vorgestellt. Die Wolle hate ich mir dann auch sofort passend zu einem Projekt besorgt. Den Hjördis werde ich daraus stricken, hatte ich beschlossen. Ich stricke nicht mit dem angegebenen Garnen. Und mache wieder einmal alles anders, als in der Anleitung angegeben. Denn der Pullover wird von oben nach unten gestrickt. Ich stricke aber lieber umgekehrt. Ich habe dann immer das Gefühl, die Abnahmen sind fester als die Zunahmen. (Zum Beispiel an den Raglanschrägen). Weit bin ich noch nicht, denn ich stricke mit 3er Nadeln.

Noch mehr?

Klar. Ich bin zwar dabei alle meine UFO’s abzuarbeiten, aber das gelingt mir natürlich nicht so wie ich das so gerne haben möchte. Ein nettes Mitnahmeprojekt, ist immer eine Socke. Meine schleppe ich nun schon seit fast einem Jahr mit mir herum. Carina hat letztens erst ihre Hazelsocken fertig gestellt und prompt Neue angestrickt. Ein wenig neidisch bin ich schon. Es wird Zeit, sie fertig zu machen und ein neues Paar zum Mitnehmen anzuschlagen.

Inspiration:

Ich habe ein Tuch von Chris Berlin entdeckt, das ich unbedingt stricken möchte. Den Kolding. Ein mega großes Tuch, das man tragen kann als hätte man einen Schal, oder sich um die Schultern legen kann wie eine Jacke. Riesig und kuschelig. Ich denke dafür könnte ich gut die Krönchenwolle von  Regia (Schachenmayr) benutzen.

Dann hat eine Freundin sich ein neues Nadelspiel ausprobiert. Neu, weil sie es noch nicht hatte. Das sind Nadeln aus dem Hause Prym. Die haben an den Spitzen kleine Gnubbel, die angeblich dafür sorgen sollen das die Fadenaufnahme und Führung deutlich einfacher ist und das Garn nicht so schnell von der Spitze rutscht. Außerdem sind sie aus biegsamen, aber stabilen Kunststoff. Ich werde meine Freundin mal darum bitten, ob ich ein paar Runden damit stricken darf.

So. Das war es erst einmal. Ich habe noch mehr auf den Nadeln, in meinen Projektbeuteln und Ideen was ich noch so alles machen will. Aber das werde ich mir aufsparen, denn ich will dir ja schon demnächst mehr erzählen. Sag mir doch einfach, was dich interessiert und vielleicht inspiriert mich das dann …

 

So viel Wolle und so wenig Zeit!

8+

Coffeehouse Knits {Rezension}

Coffeehouse Knits, ein Buch wie für mich gemacht

“Ich habe ein Buch gesehen, dass wie für dich geschrieben ist! Coffeehause Knits!” So eine  Nachricht, bekam ich letztens von meiner Freundin Magda. Und ja, tatsächlich ist es mir förmlich auf den Leib geschneidert. Erstens dreht  sich fast alles um Kaffee und ums Stricken, zweitens, beinhaltet es hübsche Modelle zum nachstricken.

Was blieb mir da anderes übrig, als dieses Buch zu besorgen. 20 schöne Modelle sind auf den 145 Seiten zu finden. Verschiedene internationale Designer haben ihre Ideen zur Verfügung gestellt. Mütze, Schal, Handschuhe, Pullover und Strümpfe stehen zur Auswahl. Von einfach bis etwas kompliziert, ist alles dabei. Jede Anleitung ist sehr gut beschrieben, so dass man sich ruhig auch an die Herausforderungen machen kann.  Die Modelle haben so bezaubernde Namen wie Latte Swirl Pullover, Chai Latte Loop  oder Extra Sahne Socken.  Alleine dafür, ein wirklich gelungenes Buch.

Aber was mich noch mehr bezaubert hat, sind die Beschreibungen der Designerinnen über ihre Liebe zu Kaffee und Wolle. Sie alle erzähle davon, wie schön es ist, dass man sich zum gemeinsamen stricken trifft. Oder welche Rituale sie haben. Oftmals musste ich beim Lesen vor mich hin grinsen, weil ich mich da selber wieder gefunden habe. Hätte die Herausgeberin mich gebeten, einen Text über meine Liebe zum Stricken und Kaffeetrinken zu schreiben, dann hätte ich (fast) genau solche Texte zu Papier gebracht.

Seite 6: ” …Lassen sie ihr Strickzeug nicht zu lange liegen, hören Sie nicht auf, sich weiter mit ihren Freundinnen zum Lachen und Reden zu treffen, und bitte vergessen Sie nicht, sich ab und zu eine heiße Schokolade mit Marshmallows (oder einen Kaffee) zu gönnen, weil sie es sich verdient haben. (Amy Rollis)

Coffeehouse Knits trifft mich damit voll ins Herz. Manch Eine schrieb davon, wie sie durch das Stricken selbstbewusster wurde, dass sie, seitdem sie strickt, mehr Freundschaften gefunden hat. Wie gesellig das gemeinsame Werkeln sei oder wie man seinen Tagesablauf nach einer gewissen Routine richtet, immer mit dem Kaffee und dem Strickzeug.

Die Coffeehouse Knits Modelle

Ich habe selber noch nach keiner der Anleitungen aus diesem Buch gestrickt. Bisher haben mir die Coffeehouse Geschichten der Designerinnen gereicht. Was nicht heißt, dass ich nicht demnächst eine der Anleitungen ausprobieren möchte. Erklärt, sind sie recht gut. Ob sie Fehler beinhalten, kann ich erst beim Arbeiten heraus finden. (ich kann Anleitungen lesen, sehe aber nie spontan die Fehler. Das überlasse ich meinen Freundinnen, die haben ein Auge dafür!) Was mir aber auf Anhieb gefallen hat ist, dass die Modelle nicht in Größen eingeteilt sind, sondern mit Brustweiten oder Fußumfang! So kann man sich die richtige Größe selber heraus suchen und muss nicht erst nach all den Maßen suchen, die für mich passend wären.

Zu jedem Modell findet man zusätzlich eine Anmerkung, und dass schon gleich bei der Beschreibung. Zubehör, Nadeln und Maschenprobe, ist selbstverständlich. Muster sind zusätzlich als Chart verfügbar. (Ich stricke lieber nach Bild, als nach Text) Wie in den meisten Strickbüchern, findet man auch auf den letzten Seiten wieder Erklärungen, die einem das Stricken näher bringen sollen, bzw. Fragen klären könnten.

Jedes Model ist von einer anderen Designerin. Jede von ihnen, wird auf den letzten Seiten kurz vorgestellt. Auch das “über die Designerinnen” ist sehr nett geschrieben. Ich bin sehr froh, dieses Buch zu besitzen. Denn es ist nicht nur ein Strickbuch, sondern eine Hommage an das Stricken mit Kaffee und Freundinnen.

Autorin Kerry Bogert
ISBN 978-3-7843-5673-0
Verlag: Landwirtschaftsverlag
Erscheinungsdatum 14.08.2020
144 Seiten Hardcover

6+

Schnelle Geschenke

Schnelle Geschenke oder wie ich meinen Wollberg abbaue

Wieder einmal brauchte ich spontan ein Geschenk. Das Jahr ist immer so schnell vorüber, dass ich fast vergaß, meiner Schwester ein Geschenk zu besorgen. Die Jahre vorher hatte sie schon eine Tasche oder ein paar Socken von mir bekommen. Schon lange ist es her, dass ich ihr ein Tuch zum Geschenk gemacht habe. Aber so viel Zeit blieb mir dieses mal nicht.

Geschenke braucht man manchmal wirklich spontan. So fiel mir der Topflappen von Ducathi Baker’s Twine ein. Baumwolle hatte ich noch. Aber wie sollte es anders sein, nicht die Farben, die zu meiner Schwester passen. Und schon gar nicht zu ihrer Küche. Doch der Zufall wollte es, dass meine Strickfreundin Magda eine kleine Reise nach Pankow zu Simply Stitch, unternehmen wollte. ich hielt also den Daumen raus und lies mich mitnehmen. Anke hat unglaublich viele schöne Wollen, die unbedingt mitgenommen werden wollen. Genug, um ein Jahrhundert lang Geschenke zu stricken.

Mir reichten zwei Knäuel Baumwolle in hellen Grautönen.Zu meiner Schande muss ich allerdings gestehen, ich habe diese Topflappen so schnell angenadelt, dass ich die Banderolen von der Baumwolle ziemlich schnell entsorgt hatte und mir dabei den Namen nicht gemerkt hatte. (Zum Glück gibt es Magda. Die weiß noch welche Wolle ich gekauft habe) Ich glaube aber, dass es ein Katja Garn ist. Die Anleitung von Ducathi ist recht verständlich. Wie immer muss man nur einfach anfangen und dann klappt das schon.

Aber Vorsicht, wenn man das Muster begriffen hat und merkt, wie gut die Topflappen in den Händen liegen, dann kann diese Anleitung schnell zu einer Sucht führen. Ich habe dann gleich noch aus meinem Vorrat zwei verschiedenen Grüntöne, mit den Resten der neuen grauen Baumwolle, zu zwei weiteren Lappen verarbeitet. Es macht wirklich Spaß schnell ein Geschenk zu stricken. Ich habe noch einige Baumwollreste und denke, die werde ich zu soliden Präsenten verarbeiten können.

Die Schwester bekommt aber erst einmal die Grauen. Und die Grünen gehen an die Frau, die mich gerade mit den besten Biokartoffeln versorgt hat, die ich jemals gegessen habe.
Eine Rezension zu dem Kochbuch, findest du übrigens hier!

Eckdaten

  • Muster: Ducathi
  • Nadelstärke: 3,5 Rundstricknadel
  • Material: 70gr Baumwolle/ -Reste
  • Zeit: eine Spielfilmlänge, ein Lappen
6+

Orangen Sneaker-Socken, die glücklich machen

Orangen Sneaker-Socken

Wer mal wirklich schnelle Socken stricken möchte, der sollte sich Sneaker-Socken machen. Meine haben den Farbton Orange, der mich beim Stricken schon glücklich gemacht hat.

Ich bekam ein halbes Knäuel von der Regia Tuttifrutti Orange in die Hand. Ein halbes Knäuel reicht genau für ein paar Sneaker-Socken. Jetzt, wo es wieder kälter wird, trage ich auch wieder Socken in den Schuhen und muss leider auf meine geliebten Nackedeifüße verzichten.

Der Vorteil, Sneaker zu stricken ist, dass man keinen Schaft stricken muss. Es gibt bestimmt gnadenlos viele Anleitungen im Internet, wie man die kurzen Socken stricken kann. Aber dafür muss man das Rad wirklich nicht neu erfinden. Ich habe einen krausen Rand gestrickt und dann sofort die Ferse begonnen. Vor Jahren habe ich immer die Käppchenferse gestrickt, aber nachdem ich die Bumerangferse entdeckt hatte, die altbackene Ferse aus meinem Hirn getilgt.

Für Sneaker sind aber Käppchenfersen besser, sie verrutschen nicht so leicht. Zusätzlich habe ich die Ferse in eine Rechts, eine Links gestrickt. Noch mehr glaube ich, dass das Garn einen großen Anteil an dem guten Sitz hat. Beim Stricken schon, hatte ich den Verdacht, dass die Wolle etwas elastisch ist. Seitdem ich die Socken trage, bestätigt sich mein Verdacht immer mehr. Dabei sind in dem Garn 72% Baumwolle,18% Polyamid und 10% Polyester enthalten.

Ich glaube, ich werde mir noch ein Paar solcher kurzen Socken machen. Die Farbskala auf der Schachenmayr-Seite sieht einfach zu verführerisch aus. Die Früchtchen sind auf jeden Fall echt gelungen.

Schon einmal habe ich Sneaker gestrickt. Damals aber für meine Schwester. Ihr haben sie damals auch ganz prima gefallen. Ich glaube, damals hatte ich mir auch vorgenommen, dass ich mir selber noch welche stricken möchte.

Genug gequasselt. Die Eckdaten:

  • 2,25 Nadelspiel aus Holz
  • 50 Gramm Tutti Frutti Color von Regia Farbe Orange
  • 2 Tage (unterbrochene) Arbeitszeit
  • Krauses Bündchen
  • Käppchenferse
  • Fotos myself

 

9+