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Noch mehr Handschuhe

Handschuhe, ein Ratgeber

Heute möchte ich dir ein Buch vorstellen, das mir sehr beim Handschuhstricken hilft. Erst vor kurzem habe ich ein paar Handschuhe gestrickt und eine uralte Anleitung herausgekramt. Die ist auch nicht schlecht, aber sie ist auf Durchschnitts-Hände abgestimmt. In dem Buch, das ich dir heute vorstelle, da kannst du die Handschuhe auf deine Hände abstimmen. Sei mal ehrlich, sehen deine Hände genauso wie die von deiner Nachbarin aus? Manche Handflächen sind breiter. Oder die Finger länger, die Handgelenke extra schmal oder breit. Jeder Mensch ist halt verschieden. Bei dem Buch Handschuhe von Kate Atherley, da findest du die perfekten Anleitungen, um mit warmen Händen durch den Winter zu kommen.

Was finde ich nun an diesem Buch so klasse? Kate Atherley lebt als ziemlich kleine Person in Toronto. Und da ist es im Winter bekanntlich sehr kalt. Und sie strickt gerne, vor allem Handschuhe. Das merkt man dem Buch auch an. Sie hat aufgrund ihrer eigenen kleinen Hände sich Anleitungen zum perfekt sitzenden Handschuh ausgedacht, nein errechnet, Sie hat 500 Leute um eine Handmessung gebeten und daraus errechnet, wie man an die richtige Anleitung kommt. Da sind Tabellen auf den ersten Seiten zu finden, die dir das errechnen deiner Handschuhgröße erleichtern. Sie erklärt, wie man wirklich warme Handschuhe strickt, welches Material prima ist, das es aber dir überlassen ist, woraus du die Fingerwärmer machen möchtest. Eine Tabelle erleichtert dir sogar das Nachrechnen, welchen Verbrauch an Wolle du haben könntest.

In der Mitte des Buches sind dann die Grundanleitungen. Und noch mehr Tabellen, die sehr hilfreich sind. Vielleicht verwirren sie auch ein bisschen. Aber du musst dich einfach darauf einlassen und markierst dir deine Maße und los geht es. Jetzt musst du dich nur noch entscheiden. Fäustling, Fingerhandschuhe mit und ohne Finger oder reichen dir auch einfach ein paar Stulpen mit Daumenkeil? Wenn du keine Lust auf einen eigenen Entwurf oder keine Idee hast, wie deine perfekten Handschuhe aussehen sollen, dann findest du im Kapitel 6 einige sehr schöne Anleitungen. Ich konnte mich kaum entscheiden. Die Forsyte, das sind Handstulpen, werde ich die Tage annadeln.

Wenn ich dich jetzt neugierig gemacht habe, dann freut es mich. Vielleicht willst du das Buch ja auch jemandem zu Weihnachten schenken, weil du auf Selbstgestricktes hoffst! Ich denke, das dieses Buch ein super Ratgeber zum Handschuhstricken ist. Es steckt voller Ideen, die man sehr gut umsetzen kann. Allerdings ist es meiner Meinung nach nicht für absolute Strickanfänger geeignet. Man muss schon ein wenig Strickerfahrung mitbringen.

Stiebner Verlag144 Seiten,
10 fertige Anleitungen und unendlich viele Ideen
Format: 21 × 27,6 cm
Softcover Klebebindung
ISBN: 978-3-8307-0990-9

Eine weitere begeisterte Rezension, findest du hier bei Jetztkochtsieauchnoch

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Ich habe mir Regenbogen-Handschuhe gestrickt

Regenbogen-Handschuhe…

…nicht ganz ein Regenbogen. Es fehlen ein paar Farben. Aber einen schönen Farbverlauf haben die Regenbogen-Handschuhe schon. Das Garn kommt aus dem Hause Lang. Meine Freundin hatte einige Knäuel abzugeben. So landete das eher unscheinbare Knäuel in meinem Fundus. Nachdem ich mit diesem Garn ein paar Socken für mich angenadelt hatte, dachte ich mir, dass das Garn viel zu schade für die Füße sei. Handschuhe. Ja die kann ich mir damit gut vorstellen.

In irgendeiner Schublade hatte ich noch eine Anleitung. Handschuhe von den Fingerspitzen herab gestrickt. Du beginnst bei den Spitzen und sammelst dir die Finger zusammen um sie dann alle in die Handflächen übergehen zu lassen. So kannst du dir die Finger sehr passgenau stricken. Ich hatte schon öfter nach dieser Anleitung gestrickt. Das Monstermädchen liebt ihre immer noch.

Gestrickt…

…sind sie mit Nadelstärke 2,25. Das Knäuel hat einen Farbverlauf der sich nach einem weißen Stück Faden wieder wiederholen soll. Ich habe aber festgestellt, das der Verlauf nicht hundertprozentig genau ist. Die Farben verschieben sich etwas. An den Füßen, wo die Runden größer sind, da merkt man den feinen Unterschied vielleicht nicht. Bei den kleinen Fingerrunden fällt es dann doch auf. Wahrscheinlich auch wieder nur mir selber, die genau weiß. wo die Fehler im Detail stecken. 😉

Ich hoffe, dass das Sockengarn nicht sonderlich nachgeben wird. Ich mag meine Handschuhe nämlich nicht verlieren oder das sie an meinen Händen verrutschen. Sie sind geeignet um eine Schneeballschlacht zu gewinnen. Zumindest keine all zu kalten Finger zu bekommen. Der Anteil der Schurwolle ist, wie bei den Sockenwollen üblich, recht hoch. Schurwolle wärmt, ist Wasserabweisend (eine Zeitlang wenigstens) und trocknet schnell wieder.

Jetzt muss es noch etwas kälter werden, damit ich sie ausführen kann. Morgens, auf dem Weg zur Arbeit habe ich sie schon mal angehabt. Ich finde sie bequem. Die nächsten Handschuhe sind schon in Gedanken in Arbeit. Doch dieses Mal nach einer anderen Anleitung. Davon erzähle ich dir demnächst.

Ein paar Eckdaten:

  • ein Knäuel Twin Soxx von Lang Yarns
  • 2,25 Nadelspiel
  • Anleitung aus dem Buch Handschuhe stricken von Veronika Hug (meine Anlleitung ist schon Jahre alt!)
  • Zeit und Geduld. Ich habe ca 20 Stunden gebraucht

verlinkt mit

Liebste Maschen

und bei Niwibo…da wird kuscheliges im November gesucht

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Sandy Chayat, ein Pullover für mich

Mit Sandy, kann der Herbst kommen

Manchmal gucke ich bei Ravelry, ob ich nicht bei einem Teststricken mitmachen kann. Dabei bin ich über den Sandy-Testrick gestolpert. Ich finde es spannend neue Modelle auszuprobieren. Obwohl mir meine Strick-Freundinnen immer wieder einen Vogel zeigen. Teststricken heißt nämlich auch, dass man kurzfristig wieder einiges aufribbeln kann oder zurückstricken muss. Bei dem Sandy war das aber nicht so. Ich bin erst etwas später eingestiegen. Die Designerin vom Sandy ein “alter” Hase, was Modelle entwickeln und Anleitungen schreiben angeht. Kennst du Vera Sanon?

Sie hat zum Beispiel das Buch Lieblingspullover stricken heraus gebracht. Dieses Buch steht schon ein Weilchen in meinem Schrank. Nur gestrickt habe ich daraus bisher noch nichts.
Sandy habe ich also als Teststrick mitgemacht und fand den Umgang in der Gruppe sehr angenehm. Die Anleitung war so einfach und verständlich, dass ich mich etwas gewundert habe, warum Vera überhaupt teststricken lässt.

Die Wolle

habe ich in einem meiner Lieblingswollläden gekauft. Die Wollnerin hat mir die Stränge von BC Garn empfohlen. Ein Bio Shetland Garn, das sich im ersten Moment  etwas kratzig anfühlt. Das Garn ist richtig leicht und wenn es erst einmal gewaschen ist, dann wird es auch etwas weicher. Doch empfehle ich es niemandem, der zart besaitet ist. Denn superweich, wird es nicht. Es trägt sich trotzdem ganz wunderbar und wärmt ganz hervorragend.

Mein Sandy wiegt gerade mal 200 Gramm. Ein Fliegengewicht sozusagen. Mit der Bio Shetland habe ich sogar weniger als die empfohlene Lauflänge verstrickt. Sie ist wirklich ergiebig. Das Apricotfarbene Garn ist ein Rest. Den durfte ich einmal bei einem Probestricken bei Maschenfein mitnehmen. Ein leichtes Garn aus Alpaca von Lamana mit dem schönen Namen Cusi.

Was mir besonders an meinem neuen Pullover gefällt, ist der Kragen. Mit Verkürzten Reihen, wird ein schöner Ausschnitt produziert und die Passe setzt erst etwas später an. In der Strickgruppe gingen die Meinungen auseinander, ob es nicht schöner wäre, gleich mit der Passe zu beginnen. Anfangs fand ich das auch noch schön, aber jetzt wo ich ihn schon zweimal probegetragen habe, behaupte ich das Gegenteil.

Der Sandy Pullover wurde mit 3,5 und 4,0 Nadeln gestrickt. Am Halsausschnitt wurde ein Icord angestrickt, Der rundet, im wahrsten Sinne des Wortes, ab. Wie wir die Bündchen stricken, hat uns Vera selber überlassen. Einige haben die einfach mit rechts links abgeschlossen. Ich habe das Muster aus der Passe noch einmal aufgenommen. Der Bund unten ist ein wenig anders, da das Cusi-Garn nicht ausreichend war, blieb es bei dem Grauton der Shetland-Wolle. Mehr dazu findest bei Ravelry

Der gefällt mir so gut, dass ich mir bestimmt noch einen Pulli nach Vera Sanon stricken werde. Ihre Anleitungen sind klasse und variabel. Alpaca und Shetland habe ich schon mal verstrick. Den hatte ich mit selber ausgedacht. Und hier habe ich einen anderen Pulli aus Alpaca, der eigentlich eine Jacke sein sollte.

Die Bilder hat meine liebste Haus- und Hof-Fotografin Magda gemacht.

verlinkt mit Auf den Nadeln im Oktober und bei Liebste Maschen im Oktober

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Emilia, etwas leichtes, sollte es sein

Ein Überwurf, für alle Fälle

Poncho

Die Emilia ist ein kleiner Überwurf, den ich gerade für eine Freundin fertig gemacht habe. Sie hatte mich gefragt, ob ich ihr, für ein bestimmtes Kleid etwas stricken könnte, damit ihre Schultern etwas bedeckt sind.  Da bietet sich Emilia, als einen Überwurf oder auch Poncho an. Allerdings verträgt sie keine Wolle. Also alles, das was eventuell kratzen könnte. Erst einmal stand die Frage im Raum, wie soll das denn aussehen? Ravelry bietet eine Menge schöner Anleitungen und nicht alle sind kostenpflichtig. So habe ich die Emilia gefunden. Ein lässiger und schicker Überwurf.

aus Leinen

Aus Leinen

Wie gesagt, das Problem bestand daraus, dass die Freundin keine Wolle verträgt. In Gedanken hatte ich gegrinst und schon daran gedacht mit Jute zu stricken. Aber so gemein bin ich nun doch nicht. Die Wollnerin hatte aber eine Idee. Sie zeigte mir die Garne von Erika Knights. Reines Leinen. Und ich konnte es fast nicht fassen, genau die Farbe, in der das Kleid ist. Vier Stränge ergeben die passende Menge. Nach einem kurzen Austausch mit der Freundin, waren die Stränge in meiner Fahrradtasche verschwunden und ich konnte sie zu Hause wickeln.

Emilia in Studio Linen

Im Prinzip, wird der Überwurf wie ein breiter Schal gestrickt und dann am Ende an der Seitenkante im Maschenstich, zusammen genäht. Völlig Unspektakulär, würde eine Freundin sagen. Das Muster, in der Anleitung hat einen Fehler, der sich erst beim stricken heraus gestellt hat. In den letzen vier  Reihen, werden am Ende Umschläge, zuviel angezeigt. Wenn du es so stricken würdest, dann geht das Muster nicht auf. Es ist bei mir mal wieder ein wenig Widerstand aufgetaucht, kraus zu stricken. Das Original, wird oberhalb der Spitze in kraus gestrickt. Irgendwie habe ich das mal wieder überlesen. Das passiert mir nicht zum ersten Mal. Beim Childhood habe ich das auch schon einmal praktiziert.

Emilia (ich auch) von hinten

Material

Wie gesagt: 4 Stränge Leinen von Erika Knights. Das sind 200 Gramm und ca. 80 Meter. Gestrickt habe ich mit einer Rundstricknadel Stärke 6. Das ging wirklich schnell und hat Spaß gemacht. Die Wolle lässt sich super verstricken und macht ein schönes Maschenbild. Zeit…ist relativ. Ich kann dir nicht sagen, wieviel Zeit da drin steckt, aber das ich es mit Liebe gestrickt habe, weil ich der Freundin eine Freude machen wollte.

Emilia auf dem Spieli

Ich finde die Emilia so schön, dass ich mir selber eine stricken werde. Ich kann mich nur noch nicht entscheiden, welche Farbe ich mir aussuchen werde. Hoffentlich hat meine Wollnerin noch genug von diesem Garn. Inzwischen haben nämlich noch ein paar Freundinnen diesen Überwurf angenadelt. Wäre der auch was für dich? Ich kann ihn nur empfehlen, wenn du noch nicht so fit im Lace stricken bist, ist das ein toller Einstieg.

Bilder wieder einmal von Magda und verlinkt mit MMM und bei Maschenfein

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Talus Jacke, nach Romi Hill

Die Talus Jacke,…

…hatte es mir von Anfang an angetan. Kaum, dass ich das Buch von Romi Hill durchblätterte, hatte ich mich für diese Anleitung, für die Talus Jacke entschieden. ( Aus dem Englischen übersetzt heißt Talus Schräge. Der Mediziner sieht dann sofort das Spungbein.) Blieb nur die Frage, welche Wolle ich nutzen möchte. Bei der Wollnerin fand ich Passendes. Karminrote Wolle aus dem Hause Debbie Bliss. Fine Donegal und zwei weitere Knäuel in der Farbe Bronze.

Donegal fine

Die Anleitung war recht verständlich geschrieben. Nur die Dreier Nadeln, verzögerten das stricken etwas. Ich liebe diese Jacke. Sie wiegt nicht viel und sie trägt sich sehr angenehm. Einziges Manko, sie ist nicht bis unten durch zu köpfen. (da habe ich mich überschätzt, dachte tatsächlich ich wäre noch etwas jünger 😄. Aber warum soll ich nicht Bauch zeigen!)

Fine Donegal

Die Knöpfe habe ich auf den Kreativ Tagen gefunden. Als hätten die dort auf mich gewartet. Die Blumen haben original die selbe Farbe wie die Wolle. Leider sind sie etwas schwer und ziehen nach unten. Wenn sie doch bloß aus Holz oder Horn wären…

Asymetrisch

Den Kragen muss ich noch etwas festnähen. Blöder weise, klappt der sich immer wieder etwas hoch. Vielleicht hätte ich ihn etwas länger stricken sollen, als in der Anleitung angegeben. Aber nun ist sie so. Auch nach der ersten Wäsche wollte der sich nicht zähmen lassen. Da bleibt halt nur…festnähen.

Talus Jacke

Maschenprobe

Die Kombination aus Spitze und glatt rechts gestrickt, hat es mir wahrscheinlich angetan. In dem Buch von Romi Hill findest du noch mehr solcher Modelle. Die Anleitung konnte ich, trotzdem ich nicht das original Garn genutzt habe, gut umsetzen. Wichtig ist nur, dass die Maschenprobe stimmt. Doch, ich mache keine Maschenproben! Mir reichen die Angaben auf der Banderole. Einige Strickerinnen schwören darauf, erst ein kleines 10×10 cm großes Stück zu stricken, um zu sehen, ob ihre Strickerei passt. Das Internet und seine Foren, haben mich damit wirklich verrückt gemacht. “Das musst du machen, sonst passt es nachher nicht…” Bei dieser Wolle war ich noch verunsichert. Ich stricke schon, seitdem ich 7 Jahre alt bin und habe immer die Angaben auf der Wolle beachtet. Und es hat stets gepasst. Das war das letzte mal, das ich ein Probeviereck gestrickt habe!!!

Strickspitze

Schau mal, sieht die Spitze nicht fein aus? Ich stricke gerne solche Spitzen. In den Tüchern gehen die Muster verloren, weil du sie dir um den Hals schlingst. Damit dein Hals schön warm bleibt, dafür hast du sie dir ja auch gestrickt. Bei der Jacke ist es ein wahrer Eyecatcher.

Talus Jacke von Romi Hill

So jetzt noch ein paar Details: Ich habe 2 rote Knäuel insgesamt 768 m und nur 1 1/2 von dem bronze Knäuel verstrickt. Nadelstärke 3 und die Anleitung aus dem Buch Moderne Strickspitze genutzt. Die Knöpfe stammen von den Kreativ Tagen (Leider weiß ich nicht mehr wie der Händler hieß) Somit wiegt die Jacke etwa 400 Gramm. Das Garn ist eine Mischung aus 95 % Wolle und 5 % Cashmere. (Da ist Handwäsche angesagt) Die Bilder hat wieder Magda gemacht! 📷

Mehr schicke Sachen findest du hier Auf den Nadeln August und hier Creadienstag #345 und bei HoT

 

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Wollwanderwege in Berlin [Blogtour Deutschlandreise]

Wollläden in Berlin

Astrid und Silvia haben zu Blogtour gebeten. Klar mache ich da wieder mit. Die letzten nach Italien und nach New York, haben doch auch Spaß gemacht. Dieses mal nun, eine Blogtour durch Deutschland. So einige schöne Beiträge sind schon online und es folgen noch mehr!

Siegessäule Berlin

Natürlich schreibe ich über meine Stadt. Und über Wolle. (Weil ich jetzt eine Menge Läden erwähne, von denen ich nichts! für meine Stadttour bekomme, nenne ich das jetzt mal unbezahlte Werbung. Es bleibt dir überlassen, das du nun weiter liest!) Da ich schon so lange stricke und schon einige Wollläden gesehen habe, hatte ich die Idee, dich mal in alle Läden mitzunehmen. Blöd nur, dass es wirklich eine große Anzahl guter Wollläden, über die ganze Stadt verteilt gibt. Ich wüsste gar nicht, wohin ich dich zuerst schleifen sollte. In der Mitte der Stadt, liegen viele Läden fast nebeneinander. Da macht das Wandern direkt große Laune, weil man nebenbei auch noch ein wenig von den Sehenswürdigkeiten meiner Stadt sehen kann. Ich habe bei Koomot eine Wanderroute erstellt und werde sie selber demnächst einmal ablaufen.
Erst dachte ich mir, dass ich eine einzige Wanderroute durch die Stadt erstellen könnte. Da unser Berlin aber eine Gesamtfläche von 891,8 km² hat, und auch in den Außenbezirken einige sehr schöne Läden liegen, musste ich die Tour in drei Teile schlagen. Obendrein, habe ich bestimmt noch den einen oder anderen Laden schlichtweg übersehen, da ich ihn vielleicht noch nie besucht habe.

Wollwanderweg durch Berlin ca 29 km (vielleicht doch besser mit dem Rad)

Die Wollwanderung durch den Norden startet bei  SIMPLY STITCH . Die bieten nicht nur Wolle, sondern auch Stoffe, Nähzubehör, Knöpfe und eine riesige Auswahl an Strick- und Häkelnadeln. Jedesmal wenn ich dort vorbei schaue, fühle ich mich wie im Paradies und muss die Hände tief in die Taschen stecken, um mein Portmonnaie fest zu halten. Die Damen des Hauses sind einfach zu nett und hilfsbereit. Ich schau dort gerne vorbei. Aber weiter geht’s, die Tour ist lang…

Nicht weit entfernt liegt ein anderer Laden, der auch sehr schön ist. Am Amalienpark hat Herr U seinen zweiten Laden eröffnet und auch hier findet man eine tolle Auswahl an Wollen, die einen verzaubern. Er bietet interessante Wollunternehmungen an und einmal im Monat ein Strickplausch. Allerdings bin ich öfter in dem Laden in Mitte zu finden. Der ist kleiner, dafür für mich zentraler. Nicht trödeln es geht weiter, einige Kilometer zu Fuß durch die Stadt und vieleicht hast du ja schon einige Wollknäule in der Tasche.

Herr U am Amalien Park

Wollberge

Ladeneinblick

Wir wandern jetzt einige Kilometer, bis nach Wittenau. ich würde ja fast das Fahrrad nehmen. Die nächste Station heißt 2 rechts 2 links . Ich war noch nie dort, aber wenn ich demnächst diese Tour mache, dann gucke ich auf jeden Fall rein. In der Schillingsstraße in Reinickendorf, versteckt sich der Laden von Frieda Fuchs. Solltest du die Tour planen, dann bitte am Freitag. Denn dann haben die Damen den Laden auch auf. Ansonsten verpasst du die traumhaftesten Garne.

Weiter geht es nach Tegel zum Wollwind und Verflickst und zugenäht. Den Wollwind kenne ich nur mit geschlossener Tür. Nein, die haben auch ganz normale Öffnungszeiten! Ich bin nur immer, zur falschen Zeit dort. Ich drücke mir die Nase an den Scheiben platt und schmachte die Wollen an. Verflickst und Zugenäht habe ich erst bei meinen Recherchen entdeckt.

Und jetzt kommt die längste Strecke… es geht bis nach Spandau, zur Falkenseer Chaussee zur Maschenschmiede. Es macht sicherlich Sinn, nicht die ganze Strecke zu laufen. Zumal die Taschen evtl so mit Wolle aufgefüllt sind. Ic denke, diese Tour war heftig. Aber sehr interessant. Wenn du sie nachlaufen möchtest, hier ist der Link zu Koomot, wo ich die Tour geplant habe.

Wollwanderweg Schöneberg, Wilmersdorf, Charlotenburg

Dieses mal startest du in der City-West. Auf der Kantstraße bei Lalaine. Für mich der Laden, den ich schon seit meiner Pubertät besuche. Hier habe ich immer alles gefunden, was mein Strickerinnenherz verlangte. Bis ich vor einigen Jahren in die Strickerszene geraten bin. Dieser Laden existiert wirklich schon lange und hat auch die Strickflaute überstanden. Die Knäuel sind hier nach Farben sortiert und eine Auswahl der vorhandenen Garne liegt noch einmal in der kompletten Farbauswahl, im Fenster.

Dann geht es weiter zum Wollschlößchen in der Goethestraße. Hier brauchst du wirklich Zeit. Die Besitzerin hält gerne einen Schwatz mit dir. Dabei möchtest du nur all die Schätzchen bewundern, die sie hier verkauft. Unglaubliche Garne, die es teilweise schon nicht mehr am Markt gibt findest du hier. Außerdem hat sie Garne, die mich schon in versuchung geführt haben.

Solltest du dich loseisen können, dann geht es weiter tiefer rein nach Charlottenburg zu Wollreich. Auch hier wieder einfach tolle Garne. Die Verkäuferin ist ein wenig Wortkarg, aber das kann man nach dem Wollschlößchen auch ganz gut vertragen. Aber lass uns den nächsten Laden besuchen gehen. Kannst du noch? Die Wolltasche wird schon schwerer. Hoffentlich hast du dir einen Rucksack mitgenommen. Wir sind jetzt auf dem Weg zur die Wollnerin. Einer meiner heimlichen Favoriten. Hier findest du mich auch manchmal, strickenderweise. Sie färbt selber Garne und das auch in deinen Wunschfarben. Hier habe ich das Garn für die Monsterjungenmütze färben lassen. Aber schau mal selber, wie schön es hier ist.

Selbstgefärbt und Biowolle

Spindeln und Wolle gibt es hier auch

Wunderschöne Qualitäten und Farben

Jetzt wandern wir wieder weiter, zu Wolltraum und NadelYoga. Dort findet man so allerlei, was man auch sonst zum nähen bräuchte. Das Wollsortiment ist etwas eingeschränkt. Dafür gibt es nette Verkäuferinnen, die einem auch gerne helfen, wenn man etwas Außergewöhnliches haben möchte. Allerdings hat man dieses Geschäft auch schnell wieder verlassen. Das nächste auf der Liste ist Holz und Wolle in Schmargendorf. Wenn du Wolle für deine neusten Sockenprojekte suchst, dann bist du hier genau richtig. Ich mag diesen kleinen Laden. Besonders die Besitzerin, mit der ich manches mal schon einen netten Plausch gehalten habe.

Und weil wir immer noch nicht genug hatten, geht es nach Steglitz zu Frau Wolle. Auch diesen Laden gibt es schon ewig. Ein paar Treppchen führen in den Laden nach unten und dann ist man wieder verzaubert. Besonderes? Bestimmt einiges. Aber ich habe für heute genug…

 

Auch diese Tour habe ich über Komoot geplant. Diese ist nur 20 km und ein bisschen lang.

Ab durch die Mitte Berlins...

Ab durch die Mitte…bitte ohne Schnappatmung

Wir fangen diese Tour im Friedrichshan an. Bei Wollen Berlin. Ich selber war da noch nie!!! Würde aber gerne mal vorbei schauen. Jetzt wo ich mir den Routenplaner gemacht habe, kann es ja noch etwas werden.
Im Liljedal Verkhus, in Treptow, findet man eine schöne Auswahl an Dropsgarnen. Weshalb ich es eher vorziehe, dort vorbei zu gehen und mir das gesuchte direkt zu kaufen. Ich bin ohnehin kein Besteller. Jetzt ist es auch nicht mehr weit bis zur Fadeninsel. Ebenfalls einer der ältesten mir bekannten Wollläden im westen Berlins. Als ich das letzte Mal dort war, hingen massenhaft lose Stränge von den Wänden und der Decke. Die Verkäuferinnen, muteten recht Öko an. Aber irgendwie passte das zu dem Laden mitten in Kreuzberg.

In Kreuzberg sind auch wieder zwei Läden fast nebeneinander. Die Wolllust und Needle and Pins. Die Wolllust verkauft fast nur Lacegarne und man findet dort die feinsten Tuchanleitungen. Und bei Needles and Pins, sind die Wollen viel robuster. Die Eigentümerin hat selber Spaß an ihren Wollen und bietet auch Kurse an. Der Laden liegt im Keller und hat etwas ganz gemütliches.

Nun Aber wieder zurück nach Mitte. Über die Spree zur Charité. Auf dem Vorplatz zum Krankenhaus, gibt es einen Laden, der ITO Garne vertreibt. Und die passenden Nadeln dazu. Wehe, wenn man in diesen Laden geht. Ich war hoffnungslos verloren. Garne aus den verschiedensten Materialien, wie Metall und Papier. Du kannst dir aber Zeit lassen, denn der Laden macht erst gegen 14 Uhr auf.

Wo wir nun schon mal in Mitte sind, geht es weiter in die Heckmann Höfe. Den kleinen Laden von Herrn U sollte man sich schon noch ansehen. Er selber steht oft in diesem hübschen Laden in den Heckmann Höfen und bedient ein Internationales Publikum. Kennst du ihn schon aus den Medien, den Herrn U? Jetzt war ich schon so oft bei Herrn U…

Im Nachbarhof, in den Kunsthof recht neben der Synagoge, findet man seit neustem Yarn over Berlin. Dort findest du, was du in den anderen Wollläden nicht gefunden hast. Die Besitzerinnen sind echte Wollprofis. Es ist ein Augenschmauß, in diesen Laden zu gehen. Ich war da, (zum Glück) erst einmal zur Eröffnung. Die besonderen Garne locken sehr.

Und wenn du noch nicht genug hast, dann noch schnell in die Gärtnerstraße, zu Knit Knit. Hier wird gerne den Nichtstrickerinnen das Stricken beigebracht. An verschiedenen Terminen, wird mit dicken Nadeln und dicker Wolle geübt.

Am Ende geht es noch ein bisschen weiter in den Prenzlauer Berg hinein. Das Loops in der Wörtherstraße muss auch noch besucht werden, Als ich das erste Mal dort war, war der Laden so dunkel und nicht besonders einladend. Sie haben aber erst vor kurzem Umgebaut und wie auch immer mehr Licht hineingebracht. Die Besitzerin ist auch eine sehr freundliche und interessierte Person.

Fenster von Loops

Schöne Stränge

Wollregal

Ich habe jetzt genug und lege jetzt die Füße hoch. Ich streichel noch ein wenig Wolle. Denn so eine Tour ohne Belohnung, das geht ja gar nicht.

 

Komoot hat mir bei dieser Tour geholfen. Die einzelnen Punkte sind auf der Karte verzeichnet.

Wollwanderweg No. 4

Auch diese Tour habe ich mit Komoot geplant. Schon schön, was man alles bei der Planung entdeckt. Die Stadt ist so vielfältig, dass es bestimmt nicht Langweilig wird. Bei dieser Tour wandert man im Grunde nur zwischen einem Laden hin und her. Das ist die Wolleria in Tempelhof und die Wolleria in Lichtenrade. Allerdings sieht man auch eine Menge und lernt die Stadt kennen. Dabei entdeckst du, dass wir hier viel, sehr viel grüne Flächen haben und das Berlin eine Menge Wasser und Brücken hat.

Ich war schon öfter in der Wolleria in Tempelhof. Ich mag den Laden, der im Keller liegt. In Berlin gab es viele Läden, die in den Keller führten. Vermutlich hatte man solche Geschäfte, besonders in Gegenden mit knappen Wohnraum, gebaut. Drei, vier Treppchen runter und ein kleiner Vorplatz. Sozusagen ein tiefer gelegter Balkon und schon steht man im nächsten Paradies. Auch hier werden Workshops abgehalten und man trifft sich zu geselligen Strickrunden. Die Wollen, die hier angeboten werden, sind auch wieder eine Augenweide.

Wanderst du auch so gerne wie ich? Normalerweise laufe ich lieber durch die Natur. Aber meine Stadt bietet einfach so viel Abwechslung, dass diese Ausflüge bestimmt Spaß machen könnten. Der Routenplaner von Komoot, nimmt meistens die angenehmsten Strecken. Zu den verschiedenen Standorten, werde ich demnächst auch noch Bilder einstellen. Allerdings brauche ich dann erst ein etwas gefülltes Portmonnaie und ein paar Tage frei. Übrigens lassen sich die Touren auch neu gestalten… Ich bin gespannt, ob ich dich auf meinen Wegen entdecken werde.
Sicherlich, habe ich einige Läden übersehen. Berlin hat so viele Ecken, die ich noch gar nicht kenne. Viele Wollgeschäfte habe ich nur über das Internet gefunden.

Ich hoffe du hast nun vielleicht Lust bekommen meine Stadt zu besuchen und vielleicht diese Touren abzulaufen. Vielleicht gefallen dir auch die anderen Berichte aus der Deutschlandblogtour. 

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