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Ein Tag im Winter {12von12}

Es ist der 12. Februar (Winter). Ich habe schon eine Weile nicht mehr beim 12 von 12 bei Caro mitgemacht. Fast hätte ich es auch dieses Mal vergessen. Nur gut, das ich einen Kalender führe. Na dann wollen wir mal. Als erstes an diesem Winter-Tag …. Kaffee, was sonst!

Dazu habe ich die letzten Seiten in meinem aktuellen Buch gelesen. Das Ende war wirklich prima, wenn auch voraus zu sehen. Die Rezension dann am Sonntag im Lesezimmer

Jetzt aber hurtig, der Vater wartet darauf, dass ich den Hund abhole. Eine Runde durch den Wald schadet ja auch nichts. Nur schön warm anziehen.

Eiskratzen mag ich trotzdem nicht. Der Hund ist heute wieder richtig gut drauf. Winter scheint seine Jahreszeit zu sein. Ich mag es ja auch.

Sie mag es nicht fotografiert zu werden. Ich sollte lieber wieder einen Stock werfen, dann lacht sie immer! Glaubst du nicht? Doch, macht sie. Sie zieht beim rennen immer die Lefzen hoch. Das sieht aus als würde sie lachen.

Schaut das nicht Traumhaft aus? Der Weg ist schon ordentlich herunter getreten. Man rutscht fast gar nicht. Aber zum See hin, haben sie abgesperrt, dort brüten die Wilden. Dieser Teil des Waldes ist Hundeauslaufgebiet. Da sollte man die Wilden schützen!

Nachdem wir nur eine “kleine” Runde um den See gemacht haben, habe ich noch etwas für das Wochenende eingekauft. Der Supermarkt war so herrlich leer. Aber man sollte nicht mit leeren Magen einkaufen gehen.

Jetzt mit dem Kerl frühstücken. Lecker.

Fast zu spät

Den Samstagsplausch vorbereitet. Der Kerl liest immer gegen.  Ich mag keine Fehler.

Oh weh, ich habe getrödelt…  ich muss mich beeilen. Mein Abendessen ist schon fertig. Einpacken und los!

Noch einen sehnsüchtigen Blick über den Kanal geworfen und schwupps in der Umkleide verschwunden.

Verkleidet geht es nun arbeiten. Habt noch einen schönen Abend. Ich bin erst spät zu Hause.

Kurz am offenen Fenster durchatmen. Eine kleine Pause muss mal sein.

 

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Wie weit bist du? {Nadelgeplapper 21-2}

Die letzten 14 Tage habe ich mich ein wenig mit meinen Strickprojekten befasst. In unserer privaten Kolding-Kal-Gruppe ging öfter die Frage um: “Wie weit bist du?” Carina hat inzwischen abgekettet und der Kolding wartet darauf gebadet zu werden. Ich habe inzwischen abgekettet und der Schal hat schon gebadet. Wieder sind es die Fäden, die noch vernäht werden müssen. Steffi ist auch schon ziemlich weit und unsere Kal-Schnecke Magda grübelt noch, ob sie ihrem Kolding eine zweite Farbe hinzufügt.

Für die letzte Woche brauchte ich dann noch ein Mitnahme-Projekt für die kleine Handtasche. Also ein Paar Socken. Tatsächlich werden es Stulpen. Die brauche ich, damit ich die Hosenbeine beim Laufen durch den Wald nicht immer so einsaue. In der letzten Zeit waren die Wege viel zu nass und aufgeweicht. Außerdem finde ich Stulpen beim Fahrradfahren ganz praktisch, um die Hosenbeine vor unliebsamen Ölspuren zu schützen. Ganz nebenbei hat man etwas wärmere Unterschenkel. Die Stulpen stricke ich aus einem sehr gut abgelagerten 6-fach Sockengarn aus meinem Vorrat.

Ein Sockenprojekt, dass ich im August 2019 begonnen habe und seitdem vor mir hergeschoben habe, ist endlich fertig geworden. Ein paar Socken nach einem Muster von Ducathi. Immer wieder hat Ducathi tolle Sockenmuster. Und manchmal kann ich mich nicht zurückhalten, sie auszuprobieren. Ich mag es aber nicht, meine Socken von der Spitze aus zu stricken. So sehen meine Socken immer etwas anders aus als die Originale. Zur Zeit werden auch ein paar wirklich schöne Socken von Sockshype als Kal gestrickt. Die kribbeln mich so sehr in den Fingern/Nadeln, dass ich die sogar als Toe-up stricken würde. Mal sehen… Carina hat die Socken jedenfalls schon mal fast fertig gestrickt. Aber ein kleiner Ribbelteufel, hat ihr eingeflüstert noch einmal alles auf zu machen.

Apropos Sockenstricken. Ich habe beim Stiebener Verlag ein herrliches Sockenbuch gefunden. Finnische Socken stricken verspricht eine schöne Auswahl an kuscheligen und anspruchsvollen Sockenmustern. Vielleicht sollte ich mir das Buch mal bei unserem Buchdealer bestellen. Ideen, kann man ja nie genug haben.

Alles andere ist in den letzten 14 Tagen eher liegen gelieben. Der schöne Pulli ist inzwischen in eine Motten- Teppichkäfersicher Tüte gewandert. Immer noch habe ich mit den kleinen Wollfresser zu tun. Ob ich die jemals wieder los bekomme? Diese Woche wird es hoffentlich wieder etwas entspannter, dass ich den Pulli wieder aus der Tüte nehmen kann.

Wie weit bist du?

Warst du fleißiger in dieser Woche? Hast du dich an neues gewagt? Oder arbeitest du dich durch deine Ufo’s? Vor 14 Tagen habe ich das Nadelgeplapper wieder in Form gebracht und seitdem sind eine schöne Auswahl Nadelarbeiten zusammen gekommen. Schau einfach mal selber.

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Das Bild ist zum mitnehmen.

 

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Liegengeblieben {Nadelgeplapper 21-1}

Ist bei dir über die Feiertage auch so viel liegengeblieben? Hast du auch so viele Nadelarbeiten verschoben? Ich hatte eine gute Ausrede. Aber auch wenn mir nicht das Leben einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte, wären über die Feiertage einige Stricksachen liegengeblieben. Dieses Phänomen kenne ich schon aus den vorangegangenen Jahren. Nun ist bei uns aber Ruhe eingekehrt und ich kann mich wieder besser konzentrieren.

Liegengelieben

Witzig ist, dass bei Frickelcast, ein #Fal ins Leben gerufen wurde. Fal heißt: “Der Frickelalong, kurz FAL, ist so etwas wie ein Knitalong oder Crochetalong, also ein gemeinsames Stricken oder Häkeln. Mit dem Unterschied, dass wir nicht nur stricken und häkeln, sondern alle Hand- und Bastelarbeiten erlaubt und sogar ausdrücklich erwünscht sind….” (hier nachzulesen) Mit dem Hashtag #machdasufofertigfal kann man mitmachen und es spornt vielleicht euch ein bisschen an, mit seinen Ufo’s abzuschließen.

Ich habe ja gar nicht so viele Ufo’s 😉! Das behaupte ich jedenfalls immer. Aber seitdem ich das Nadelgeplapper ins Leben gerufen habe, merke ich, dass dem nicht ganz so ist. Manches liegt hier wirklich schon länger. So habe ich den Mohairino Medley von Steven West längst fertig gemacht, nur sind es die vielen Fäden, die mich von der kompletten Fertigstellung abhalten. Es sind wirklich nicht mehr viele! Jetzt wo ich das hier aufschreibe, könnte ich mich glatt selber in den Popo treten, dass ich die noch nicht vernäht habe.

Der Hjördis, gehört auch zu den Liegengebliebenen. Der zweite Ärmel ist längst fertig. Jetzt muss ich die Teile doch nur noch auf eine Nadel nehmen und das Einstrickmuster anfangen. Das ist doch der eigentlich schönste Teil der Friemelei. Darauf hatte ich mich so gefreut. Aber dazu hätte ich meine Gedanken beieinander haben müssen. Das ging in den letzten vier Wochen nicht. Sollte ich vielleicht nachher mal alle Maschen wenigstens auf die eine Nadel nehmen?

Was ich die ganzen letzten Wochen immer bearbeitet habe ist der Kolding-Schal von Chriss Berlin. Wir haben einen kleinen Kal gestartet, den man aber auch gut auf Instagram unter dem #regia💛Kolding verfolgen. Ich glaube, es haben sich inzwischen ein paar andere Strickerinnen dazu gesellt.

Vergessenes

Ich hatte die Idee, einer netten jungen Dame aus unserer Familie ein paar schicke Handstulpen zu stricken. Doch die sind nie fertig geworden. Die möchte ich nun auch fertig machen. Es wäre wirklich sehr schade um die wunderschöne Wolle aus Schaf, Ziege und Lama. Wenn ich die Teilchen anprobiere, dann sind die so kuschelig, dass ich sie gar nicht ausziehen mag. Erst wenn es mir zu warm wird, kann ich mich trennen. Ich werde sie dann in meine Weihnachtskiste für das nächste Jahr legen…

Ein anderes Projekt für den Januar habe ich mir auch noch vorgenommen. Ein paar Motten haben sich in meine Sockenschublade geschlichen! Warum müssen die sich immer wieder über meine Wollen hermachen? Ich liebe es dicke Socken, aus 6-Fädiger Sockewolle, zu Hause zu tragen. Die liegen allerdings über den Sommer in der Schublade. Ein Leckerbissen für die kleinen Flugungetiere und ihren Nachwuchs.
Das erste Sockenpaar habe ich schon repariert. Ich habe den kompletten Fuß samt Ferse abgetrennt und neu angestrickt. Magda hatte in unsere Strickgruppe einen Link geschickt, wie man Socken mit so großen Löchern auch auf eine andere Art wieder in Form bringen kann. Das werde ich mit dem nächsten Paar ausprobieren.

Strickblogs

Bei dem Stöbern nach guten Ideen, wie man Socken wieder auf Vordermann bringen kann, bin ich über den Strickblog von Matthias und Patricia gestolpert. Linksgestrickt ist eigentlich ein Handarbeitsshop. Die gezeigten Strickereien machen gleich wieder mehr Lust, wieder etwas neues anzunadeln. Außerdem beschreibt Patricia ein Buch, das mich schon wieder extrem kribbelig macht. Norweger-, Island-Muster und co, bringen meinen Jagdinstinkt in Wallung.

Und was ist bei dir Liegengeblieben?

Wie sieht es nun bei dir so aus? Ist viel liegengeblieben? Ich würde mich sehr freuen, wenn du bei der Linkparty mitmachen würdest. Jede Nadelarbeit ist dabei gerne gesehen. Lasst uns die armen übersehenen Arbeiten endlich zur Vollendung bringen. Das Bild in meiner Seitenleiste zum Nadelgeplapper, kannst du dir gerne auf deinen Blog mitnehmen.

Start the Day with Coffee, End the day with Yarn

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Vor und Zurück {Samstagsplausch 51/20}

Jeden Tag geht mein Leben zwei Schritte vor und dann wieder zurück. Wie sehr man sich doch an einen Menschen binden kann! Wenn er dann fehlt, merkt man erst, wie wichtig er einem ist. Was sich in dem Krankenhaus, das gerade zu meinem Mittelpunkt geworden ist, abspielt, dass wissen nur ausgesuchte Leute und dabei wird es auch bleiben. Ich kann nur sagen, es geht zwei Schritte vor und einen zurück.

Ich hatte die Kommentarfunktion für den letzten Samstag abgeschaltet, weil ich mich nicht in der Lage sah zu Antworten. Auf manchen Blogs habe ich gelesen und bedanke mich für die lieben Grüße, die mich dann doch mit Umwegen, manche über Magdas Blog, erreicht haben. Manch eine Leserin hat mir auch eine Email geschrieben. Aber auch da war ich nicht dazu in der Lage zu antworten. In meiner Brust sitzt ein dicker Knoten, der sich nur manchmal löst, wenn ich mit den besonderen Freundinnen telefoniere. Ich habe auch Post bekommen. Auch dafür, herzlichen Dank.

Um mich abzulenken, habe ich mich auf die Rezension zu dem schönen Himalaya-Strickbuch gestürzt. Und weil ich nicht viel schlafe, vier Stunden müssen wohl ausreichend sein, sagt mein Kopf, lese ich einfachste Literatur. Im Moment habe ich das neue Buch von Rachel Joyce vor der Nase. Das lenkt so herrlich ab. Liegt vielleicht auch daran, dass ich schwarzen und sarkastischen Humor schon immer mochte. So wie die Bücher von Tom Sharp. Wenn ich dann bis zum Mittag gelesen habe, laufe ich ins Krankenhaus. Den Kerl besuchen und hoffen, es ging heute wieder vorwärts und nicht zurück.

Am Abend, wenn die Familie telefonisch mit den neusten Informationen vom Tag gefüttert wurde, setze ich mich, mit dem zu strickenden Kolding (Bilder findest du bei Instagram), vor den Fernseher und schaue mir alle Folgen von Star Wars an! Solange der Kerl nicht da ist, kann ich mir dieses Spektakel reinziehen. Nachrichten schalte ich derzeit ganz ab. Es ärgert mich nur immer wieder, wenn da von Demos und Ich-will-meine-Maske-nicht-tragen, geredet wird. Auch auf meiner Station stecken sich die Kollegen immer öfter an. Ich frage mich wie lange das noch gut geht, wenn am Ende keine Schwestern mehr da sind, die Kranken zu pflegen!

Du siehst also, mein Tag, meine Woche ist eher trostlos und manchmal mit kleineren Vors gespickt. Die Zurücks würde ich gerne löschen…

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Im Kokon { Das Monatsmotto November }

Einen solchen Post hatte ich mir zu dem Monatsmotto Kokon von Andrea der Zitronenfalterin eigentlich nicht vorgestellt. Aber nun passt das Thema wie die Faust auf das Auge. Ich bin gefangen in einem Kokon. Ich hatte dir ja schon am letzten Samstag von meiner Angst um ein positives Ergebnis berichtet. Nervös habe ich den ganzen Tag immer wieder auf mein Handy geguckt und auf eine erlösende Mail gewartet. Bis ich Abends ins Bett gekrabbelt bin, hatte ich keine Nachricht.

Am Sonntagmorgen dann klingelte mein Festnetz und eine nette Stimme erklärte mir, sie sei vom Labor. Ich sei positiv und habe nun nicht mehr die Wohnung zu verlassen. Was das heißt, war mir bis dahin überhaupt nicht klar. Ich war nur zufrieden endlich eine Diagnose zu haben. Nachdem wir das Gespräch beendet hatten, fielen mir immer mehr Dinge ein, die ich nun nicht mehr machen konnte. Ausgerechnet mir, die ich immer an die Luft muss, um zu entspannen. Nur mal eine Runde mit dem Rad um den See… Nichts ist, ich bin ausgeknockt!

Ich begann mich in meinen Kokon einzuspinnen

Im Grunde war es aber auch gar nicht so schlimm. Mir ging es ja nun auch nicht so gut, dass ich draußen herumstreifen könnte. Ich musste immer wieder krampfartig husten (in meinem Kopf vereinen sich drei fette Bernhardiner zu einem gewaltigen Kläffen, wenn ich ich husten muss) Außerdem war ich völlig geschafft, schlapp, meine Haut fühlte sich wie ein überdurchschnittlicher Sonnenbrand an. Fieber hatte ich keines, aber wohl war mir auf keinen Fall. Selbst meine Stricknadeln lockten mich nicht. Ich rollte mich auf meinem Sofa ein und starrte nur Löcher in die Luft. Zum Glück lieben der Kerl und ich die Kochsendungen auf den freien Kanälen, da konnte ich mich ein wenig ablenken.

Erst am Montag wurde uns bewusst, dass uns einige Lebensmittel fehlten, um 10 Tage in unserem Kokon zu leben. Aber auch dieses Problem wurde schnell gelöst, weil sich viele unserer Freunde und der Monsterjunge angeboten haben, uns zu versorgen. Ich mache mir nie einen Plan, was ich essen möchte. (ich hatte es mal versucht, aber das lief einfach nicht gut, weil ich dann doch wieder Appetit auf etwas anderes hatte.) Nun blieb uns aber nichts anderes übrig. Um den Sohn nicht allzu sehr zu stressen haben wir ihm eine Liste geschickt und ihn per Telefon, durch unseren Supermarkt geschleust.

Ich mach es mir gemütlich

Und dann begriffen wir, wie es ist, nicht mehr aus seinem Kokon heraus zu können. Ja, wir haben ein bisschen Platz in unserem Zuhause. Aber wir können uns nur bedingt ausweichen. Inzwischen bekomme ich auch wieder etwas mehr Lust zu stricken und auch das Lesen macht mir wieder mehr Freude. Die Abgeschlagenheit lässt nach und auch der Husten hat sich zu einem Keuchen reduziert. Es fühlt sich jedenfalls nicht so schön an, dass man es irgendjemandem empfehlen möchte. Zeitweise bleibt einem die Luft weg. Der Vergleich mit einer Grippe hinkt, es ist ganz anderes und doch genauso anstrengend.

Ich zeige dir jetzt mal meinen Kokon. Ich mache es mir auf meinem Sofa gemütlich. Die Kuscheldecke habe ich schon vor einiger Zeit gestrickt. Und sie spendet Trost. Die eine Freundin brachte mir noch am Samstag, bevor ich überhaupt etwas genaues wusste, eine wunderschöne Tasse, Tee und ein Blumensträußchen vorbei. Die andere beste Freundin versorgte mich ebenfalls mit einem Genesungstee, Berliner Honig und einem Kräuterblumenstrauß. Viele Freundinnen rufen an und bieten ihre Hilfe an. Die Nachbarn legen Leckereien vor die Tür…

Ich muckel mich also in meine Decke ein und lese in meinen Büchern. Schade ist nur, ich schmecke kaum, wie gut die Tees schmecken. Mein Strickzeug liegt auch gleich nebendran. Meine Gedanken schweifen aber immer wieder ab und am Ende surfe ich durch das Internet, sehe mir Stories bei Instagram an. Der Kerl ist aufmerksam und versucht mir immer wieder etwas Gutes zu tun. Am Abend kuscheln wir beide auf der Couch und füsseln. Wir sollen ja Abstand halten. Erstaunlich nur, wie schnell so ein Kokon-Tag vorüber geht.

Die Katzen lieben es

Die Katzen haben sich an den Zustand des ewigen zu-Hause-seins ziemlich schnell gewöhnt und genießen es zudem sehr. Wenn ich da so eingerollt in meine Decke “sitzliege”, ist ruckzuck eine von Beiden da, um mir den Bauch zu wärmen. Selbst heftigste Hustenattacken werden höchstens mit einen genervten Blick quittiert. So werden wir nun wohl die nächsten Tage aushalten müssen.

Um ehrlich zu sein, auf diesen Kokon hätte ich wahrlich verzichten können. Was mich etwas irritiert an dem ganzen Dilemma ist, dass sich das Gesundheitsamt nicht bei mir meldet. Die Versuche dort selber anzurufen enden in einem Besetztzeichen. So warte ich eben weiter, bis meine Beschwerden sich in Luft aufgelöst haben.

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An einem freien Tag {12von12 Oktober 2020}

Ich habe heute einen freien Tag

Ist denn heute schon wieder der 12.? Ich habe einen freien Tag und schaue ganz erstaunt in meinen, noch jungfräulichen, Kalender. Tatsächlich, ich habe frei und wirklich gar nichts vor! Aber der Zwölfte heißt auch 12 Bilder vom 12. Na dann fange ich mal mit meinem Kalender an…

Dazu brauche ich wie immer, erst einmal einen Kaffee. Meine Freundin Magda hatte sich letztens einen tollen Kaffee bestellt. Ein wenig neidisch hatte ich ebenfalls damit geliebäugelt. Aber ich habe mir doch gerade erst einen guten Kaffee in einer Berliner Kaffeerösterei gekauft. Der schmeckt auch sehr gut. Auf das Angebot kann ich ja noch ein anderes Mal eingehen.

Wie gesagt, ich habe einen freien Tag und genieße gerade, dass ich keine Pläne gemacht habe. So kann ich mich meinem neuen Projekt widmen, das wir in unserer kleinen Schlemmerstrickrunde zu einem privaten KAL gemacht haben. Meine anderen Ufo’s dürfen dann wohl noch ein bisschen warten.

Und dann klingelt es auch noch. Ich bin noch im Schlafanzug und hatte bisher auch nicht die Ambitionen mich anzuziehen. Wer das wohl sein könnte? Juhu, ich habe Buchpost bekommen. Na, wenn da nicht der Tag gerettet ist.

Über meine Strickerei hätte ich fast vergessen, dass ich doch noch einen Termin habe. Der Vater bekommt zur Zeit einmal am Tag eine Spritze. Selber mag er sich die nicht verpassen. Seine Tochter macht das doch beruflich, da kann die doch täglich vorbei schauen. Freier Tag hin oder her…

Ich verbinde die Pflicht dann noch mit einem kleinen Spaziergang. Ein bisschen frische Luft an einem freien Tag, kann doch nicht so schlecht sein. Und siehe da, es kommt sogar ein bisschen die Sonne heraus. Hat sich doch schon gelohnt.

Beim Hofladen bei uns um die Ecke habe ich mir noch mein Mittagessen eingekauft. Eine rote Beete, zwei Petersilienwurzeln, eine Pastinake und zwei Möhren. Alles klein geschnitten, mit Olivenöl, Salz, Pfeffer, Thymian und Knoblauch vermengt. Das ganze für 20-30 Minuten in den Ofen. Wer mag, wirft noch ein bisschen Schafskäse nach der Hälfte der Zeit drüber. Dann wird das Ofengemüse einfach mit etwas Brot heiß gegessen. Schmeckt aber auch kalt ganz lecker.

Ich stricke nach dem Essen wieder ein paar Reihen. Der Kerl kommt nach Hause und hat etwas hinter seinem Rücken verborgen. Er dachte sich wohl, er müsse mir eine kleine Aufmunterung mitbringen. Er war in einem besonderen Schokoladenladen. Da war ich schon lange nicht mehr. Seine Mitbringsel lassen mein Herz höher schlagen. Feine Schokolade mit Kaffeegeschmack. Hmmmm….

Das Ergebnis der heutigen Strickens kann sich sehen lassen. Auch wenn ich mich selber immer wieder unterbrochen habe. Das Muster fordert mich etwas. Aber mit logischem Denken, komme ich den Geheimnissen schnell auf die Spur.

Aber ein freier Tag heißt auch, dass die Katzen ihre Streicheleinheiten einfordern. Und das kann schon mal dazu führen, dass der Stuhl für uns beide etwas eng wird. Lässt sich aber sehr gut lösen, wenn das Felltier einfach aufgrund ihres super glatten Fells, vom Polster gleitet.

Wo ich gerade den Rechner aufgeklappt habe, kann ich auch an der Rezension zu dem neuen Wollbuch schreiben. Die kannst du dann morgen, hier auf dem Blog lesen.

Die Fellnasen melden, dass sie kurz vor dem Hungertod stehen würden. Die Armen. Jeden Morgen und Abend das selbe. Ach je, jetzt war auch noch der Container alle. Zum Glück lag schon Nachschub daneben. Da kann man sich schnell noch eine oder zwei Kugeln extra heraus mopsen.

So sieht ein freier Tag aus, an dem ich nichts vorhatte. Ich habe es mal genossen, keine Verpflichtungen zu haben. Meine 12 Bilder gehen wieder zu Draußen nur Kännchen

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