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Nach dem Gewitter {12 von 12 Juni}

Der Tag nach dem Gewitter

So bin ich heute Morgen gestartet. Nachdem gestern Abend in Berlin Land unter war, Gewitter, Unwetter mit Starkregen. Sonnig wurde es erst im Laufe des Tages. Aber das Gewitter hat eine schwüle Luft in der Stadt hinterlassen.

Meinen ersten Kaffee, hatte ich schon sehr früh. Ich musste mal gucken, welchen Schaden meine Pflanzen, nach dem Gewitter genommen haben. Es hielt sich in Grenzen.

Noch sind alle Straßen recht leer. So kann ich schnell auf den Fahrbahnen radeln. Wenn erst die Autofahrer unterwegs sind, ernte ich nur wieder Missmut. Das Gewitter hat alle Straßen sauber gewaschen. Es riecht so gut. Frisch. Und doch merkt man, das war noch nicht alles gestern Nacht.

Viele Straßen sind noch überflutet. Da mit dem Rad durch zu fahren, wäre völlig verrückt. Ich habe lieber einen großen Bogen gemacht.

Erst um 10.30 Uhr konnte ich mich zum Frühstück hinsetzen. Heute gibt es Apfel, Nektarine, Erdbeeren, Joghurt. Das macht mich für ein paar Stunden satt.

Feierabend. Meine Freundinnen hatten geunkt, dass es zu meinem Feierabend wieder Gewittern würde. So wie schon letzte Woche. Aber heute war ich vorbereitet, damit ich nicht wieder so nass werde, habe ich mir ein Regencape eingepackt. Aber siehst du auch nur eine Regenwolke?

Quer durch die Stadt. Einmal durch den Tiergarten. Es ist furchtbar warm und die Luft ist sehr schwer. Irgendwie wie in Bangkok.

Ich fahre sehr langsam, damit der Wind mich kühlen kann. Die Sonne brennt gnadenlos. Aber Gewitter ist keines zu sehen.

Ich habe es geschafft. Ich bin im Bikini angekommen. Mein Fahrradkorb ist verbogen und im Bikini gibt es einen Laden, der vielleicht ein Ersatzteil hat. Die Verkäuferin war sehr freundlich, konnte mir aber nicht helfen. Ich muss das Teil wohl doch im Netz bestellen…. Eine Idee habe ich noch…

Vielleicht können die mir helfen. … Verlockende Angebote lenken mich ab. Der Verkäufer kann mir das Teil tatsächlich auch nur bestellen. Dann eben nicht. Wieder auf’s Rad. Ab nach Hause.

Vorher noch das Abendessen besorgen.

Inzwischen ist der Himmel zugezogen und der Wind hat zugenommen. Der Kerl und ich sitzen auf der Terrasse und warten auf das Schauspiel. Im Garten hat gerade ein Baum laut gekracht, der ist bestimmt gebrochen. Das Gewitter kommt …

Es ist dunkel und es schüttet. In den Nachrichten wird von Chaos berichtet.

Ich hoffe, bei dir hat das Gewitter nicht so viel Schaden angerichtet.
Meine 12 Bilder schicke ich wieder zu “Draußen nur Kännchen”. Einmal im Monat werden am 12. zwölf Bilder vom Tag gemacht. Wenn es klappt, dann mache ich auch gerne mit.

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Berlin und seine Spree {12tel Blick}

Berlin liegt an der Spree

Ach watt? Wirklich die Spree? Tatsächlich wurde Berlin irgendwann im 13 Jahrhundert an der Spree gebaut. Sie ist 400 km lang und ein Nebenfluss der Havel. Tatsächlich ist sie sogar länger als die Havel und fließt in Spandau mit eben dieser zusammen. 182 km der Havel sind schiffbar. Die Erpe, Wuhle, Löcknitz und Panke fließen in die Spree und machen Berlin zu einer “Wasserstadt” mit vielen Brücken. (Hier hatte ich schon einmal davon geschrieben) jetzt erwarte aber nicht einen reißenden Fluss mit einer richtigen Überbreite, so wie die Donau oder so. Unsere Spree benimmt sich eher etwas ruhiger und fließt gemächlich durch unsere Stadt.

Woher der Name Spree stammt, da ist man sich nicht ganz so sicher. Die Tschechen, eine Quelle liegt in Böhmen, nennen sie Spo oder Sprowa. Abgeleitet ist der Name wahrscheinlich aus dem germanischen: spreu̯- = stieben, säen, sprengen, spreizen, sprühen.  Die Slawen, die mutmaßlich Berlin gegründet haben, übernahmen den böhmischen Begriff und machten daraus Sprēw,  Sprěva oder Sprěv’a.

44 km, durchfließt die Spree Berlin. Dabei durchzieht sie den Müggelsee und Dämeritzsee. In Köpenick gesellt sich die Dahme zur Spree. In der Mitte Berlins gibt es eine Insel, auf der das neue Stadtschloss entstanden ist und demnächst als Humboldforum eröffnet wird. Wer Berlin besucht, der sollte unbedingt eine Schiffstour auf der Spree und auf den Kanälen der Stadt unternehmen. Vom Wasser aus sieht die Stadt immer wieder anders aus.

Flussbad Berlin

Bei meinen Recherchen bin darauf gestoßen, dass es eine Gruppe gibt, die die Spree wieder sauber bekommen möchte, so dass man auch wieder in ihr Baden kann. Tatsächlich wird der Fluss in der Stadt an regenreichen Tagen als Überlauf genutzt, wodurch die Abwässer der Haushalte und das Wasser von den Straßen in der Spree und seinen Kanälen landet. Nicht immer ein schöner Zustand, weil alles ungefiltert im Fluss landet. Ich würde mich im Moment nicht in das Wasser hinein wagen. Außerdem stören mich die großen Ausflugsboote doch etwas. Aber ich sitze gerne an der Spree. Es gibt einige nette Strandbars die manchmal sogar Berliner Weisse im Angebot haben.

Es gibt eine Alternative zum Schwimmen in der Spree ohne mit dem Spreewasser in Berührung zu kommen. Das Badeschiff. Genutzt hatte ich es aber noch nicht. Nachdem die Spree sich bei Spandau mit der Havel verbündet hat, gibt es einige Sandstrände, an denen ich auch schon baden war. Der Westberliner hat sich dort, z.B. an der Havelchaussee, oft getroffen und das kalte Nass genossen.

Schlossblick im Mai

Auf den Hinterhof hast du schon einen Blick geworfen…  Sie haben mir eine Palme in den Blickwinkel gestellt. Ob die im Juni wieder verschoben sein wird? Außerdem treffe ich nie den richtigen Winkel. Vielleicht wieder beim nächsten Mal. Auf der Schlossstraße ist dagegen schon eine Menge los. Allerdings, habe ich noch keine Boulespieler gesehen. Vielleicht war ich auch zu früh da. Ich werde es im Juni etwas später versuchen.

Wieder einmal kommt mein Blick verspätet. Dabei hatte ich die Bilder längst im Kasten. Nur meine Geschichte zu Berlin fehlte noch. Durch mein Jetlag, rede ich mich jetzt heraus. Dann sprudeln die Worte weniger und mir fehlt der Elan.

Verlinkt zu Evas Verfuchst und zugenähtem Blog, wo man noch mehr schöne Blicke findet.

Bleibe ruhig, wie die Spree in ihrem Bette fließt

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Sommerliche Junifragen {Fünf Fragen am Fünften}

Sommerliche Junifragen #fünfragenamfünften

Nic hat sommerliche Junifragen gestellt und ich mich bemüht, die Fragen zu beantworten. Die sommerlichen Junifragen drehen sich vor allem um Urlaub. Einen Plan für den Sommer und Urlaub, habe ich noch nicht. Weshalb mir diese Junifragen tatsächlich etwas schwer gefallen sind. Die Letzten sind mir da eher aus den Fingern geflossen.

Erste Frage: Wo bist du am liebsten?

Wo bin ich am liebsten…Ich glaube die Frage ist nicht, wo ich am liebsten bin, sondern mit wem. Ich halte es überall aus, wenn ich nur mit jemandem zusammen bin, der gut für mich ist. Dann fahre ich leidenschaftlich in die Berge, genieße den Blick über einen See oder Ozean. Es ist mir dann auch egal, ob es furchtbar kalt ist oder drückend warm. Ob die Sonne scheint oder es in Strömen regnet. Ich kann mich vor einem Kamin wohlfühlen, genauso wie in einer Hängematte. Hauptsache ist, es ist ein Mensch dabei der mich so nimmt, wie ich bin. Und das ist nun mal meistens mein Kerl!

Sommerliche Junifragen Nummer Zwei: Was muss für dich unbedingt mit in jeden Urlaub?

Auf was ich nie verzichten werde, dass ist meine Kamera. Meine Nikon 5500D mit zu nehmen. Sie begleitet mich überall hin und ist eine verlässliche Kamera. Außerdem reist, in fast jeden Urlaub, meine Ebookreader mit. Wie praktisch, dass ich meine komplette Bibliothek dabei haben kann. Denn Lesen, mag ich auch überall. Was ich auch immer dabei habe, ist ein kleines Strickprojekt, dass man gut transportieren kann. Dabei achte ich immer schön darauf, dass ich für den Flieger möglichst Holznadeln einpacke. Metallnadeln könnten zu Verwirrungen führen. Darüber kann man unendliche Berichte im Netz finden.

Dritte Frage: Welches ist dein liebstes Essen im Sommer?

Endlich mal eine wirklich einfache Frage. Salat! Frischer Salat. Wenn es knackig heiß ist, dann Gemüse aus dem Garten mit einem süß säuerlichen Dressing. Mein Lieblingsdressing setzt  sich aus diesen Zutaten zusammen…

  • drei Teile Olivenöl
  • zwei Teile Balsamico (wahlweise hell oder dunkel)
  • einen Teelöffel Senf
  • einen Teelöffel Honig oder Marmelade
  • Salz und Pfeffer

Das ganze in einem fest verschließbaren Behälter geben und kräftig schütteln, bis sich eine sämige Soße gebildet hat. Einfach über den vorbereiteten Salat gießen und genießen.

Vierte Frage: Bist du eher Team brütende Hitze oder lieber Team nordeuropäisch kühl?

Wie ich ja schon oben gesagt habe, ich fühle mich im Grunde überall wohl. Berlin hat gerade wieder sagenhafte Temperaturen. Mir macht es nichts aus, wenn es so heiß ist. Ich habe dann meinen Handventilator, einen Fächer aus Madrid, dabei (wenn ich ihn nicht in der anderen Tasche vergessen habe 🤦‍♀️, so wie gestern…) Noch lieber mag ich es, wenn es dann ein Klima hat, wie in den Tropen. Trockene Hitze, finde ich anstrengend.
Doch auch, wenn es kalt ist, komme ich klar. Und mag es obendrein.
Somit zähle ich mich, weder zu dem einen, noch zu dem anderen Team

Sommerliche Junifragen, Nummer Fünf: Wie kannst du im Urlaub am besten relaxen?

Wie ich meinen Akku wieder auflade? Indem ich mich mit meinem Strickzeug und/oder meinem Buch irgendwo hinsetze. Oder indem ich mein Fahrrad aus dem Stall hole und einen schöne sommerliche Radtour mache. Wenn wir einen Städtetripp machen, reicht es mir, mich in ein Café zu setzen und die Menschen zu beobachten.
Strandurlaub haben wir schon über 15 Jahre nicht mehr gemacht. Dafür sind wir einige Jahre lang in die Berge gefahren. Auf den Wegen zum Gipfel, schalten ebenfalls sämtliche Gedanken ab und ich lade trotz Anstrengung wieder auf. Vielleicht gehöre ich doch zu den Menschen, die mit Aktion entspannen. Allerdings spricht dann meine Stricksucht dagegen,
Wie geht dir das? Brauchst du Aktion?

Machst du auch bei den sommerliche Junifragen mit?

 

Genieße den Tag

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Berliner Wasser, hat Erholungswert!

Heute geht es um Berliner Wasser

Nicht unbedingt um Berliner Wasser, welches man trinken kann, sondern um jenes, auf dem man sich vergnügt und an dem man sich in Berlin Erholung verspricht. Und da hat Berlin reichlich Wasser zu bieten. Unsere Stadt ist nämlich an zwei Flüssen erbaut worden. Der Havel und der Spree. Aber damit noch nicht genug. Kleinere Flüsse durchziehen ebenfalls die Stadt. Die Panke, die Wuhle, die Dahme und die Erpe. (Wo die fließt, musste ich erst einmal herausbekommen! Als Berliner kann man eben auch nicht alles wissen!) Außerdem ist die Stadt von großen und kleinen Kanälen durchzogen. Durch die Menge an Wasser haben wir natürlich auch eine Vielzahl an Brücken. Es sollen mehr Brücken in unserer Stadt stehen, als in Venedig. (Ist aber auch klar, Ist Venedig um ein einiges kleiner als Berlin)

Die Panke

Man stößt in  Berlin, immer irgendwann  auf Wasser. Der gemeine Berliner verbringt einiges seiner freien Zeit an den Ufern oder auf den Gewässer unserer Stadt. So wird an der Spree spazieren gegangen oder auf der Havel im Stehen gepaddelt. Es gibt Badeschiffe, ein Schwimmbad im Landwehrkanal, bei dem man nicht mit dem dreckigen Wasser des Kanals in Verbindung kommt. Aber auch Strände, an denen schon vor 100 Jahren Bademoden zu Diskussionen anregten. Das Strandbad Wannsee wurde 1907 eröffnet. Bis dahin war das Baden im Wannsee verboten! Das wilde Treiben, zog viele Schaulustige an. Die Bademode von damals, war aber auch sensationell!

Radtour am Wasser

Ich habe schon einige Touren am Wasser gemacht. Radtour von Stadt Brandenburg nach Potsdam, dass ist nur eine davon. Vor zwei Wochen, da war ich mit dem Kerl und langjährigen Freunden am Wasser unterwegs. Wir sind an der Grunewaldseenkette entlang gefahren. Naja, nicht alle Seen haben wir abgeklappert, denn an manchen kann man nicht mehr radeln. Da stehen Herrschaftliche Häuser und Stadtvillen. Die Seenkette wird auch Grunewaldrinnen genannt und setzt sich aus folgenden Seen zusammen:

…mit dem heute trockenen „Nikolasgraben“, der zum südlichsten See der Kette, dem Nikolassee führt. Den Nikolassee verbindet die – heute gleichfalls trockene – Niederung der Rehwiese mit dem Schlachtensee, es folgen die Krumme Lanke, der weitgehend zum Riemeisterfenn verlandete Riemeistersee und die Kanalverbindung im Langen Luch zum Grunewaldsee. Vom Grunewaldsee führt der Hundekehlegraben durch das Hundekehlefenn zum Hundekehlesee.

Die sich anschließende Kleine Grunewaldseenkette verläuft durch bebautes Stadtgebiet und besteht aus den 1889 für die Villenkolonie Grunewald durch Aushebung von Mooren künstlich angelegten Seen Dianasee und Koenigssee, die bereits bestehenden Gewässer Halensee sowie Lietzensee, verläuft in nordöstlicher Richtung diagonal durch die südlich des Schlosses Charlottenburg gelegene barocke Stadtanlage, bildet im Bereich Hebbel-, Fritsche- und Zillestraße das Nasse Dreieck und endet etwas westlich von Alt-Lietzow an der Spree…   (ein Auszug von Wikipedia)

Die schönsten befahrbaren Touren liegen allerdings nur am Nikolassee, Schlachtensee und Krume Lanke, mit seiner Fischerhütte zum Einkehren und am Grunewaldsee. Es gibt auch viele Berliner die in diesen Seen baden gehen. Denn die Wasserqualität ist in unseren Gewässern sehr gut. (Den Landwehrkanal, nehmen wir da mal aus!)

Zurück zur Tour. Wir wollten es gemütlich. So sind wir von einer Einkehr zur nächsten geradelt. Haben uns von der Sonne die Bäuche kitzeln lassen und als es ungemütlich und regnerisch wurde, sind wir wieder nach Hause geradelt. Das war ein besonders schöner Tag.

Weil es heute um Wasser geht, verlinke ich meinen Beitrag mit dem Monatsmotto der Zitronenfalterin.

Mach dir einen schönen Tag

 

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Mein erstes Mal {Fünf Fragen am Fünften}

Mein erstes Mal

Das ist das erste Mal, dass ich an dieser Challenge teilnehme. Aber nicht mein erstes Mal, dass ich Fragen über mich beantworte. Nic hat auf ihrem Blog schon im letzten Jahr eine Kolumne begonnen, die mir gut gefällt, wahllos gestellte Fragen, die sie am Fünften eines Monats beantwortet. Man stellt sich ja mal öfter eine Frage, aber beantwortet man die sich selber dann auch immer? Und würdigst du dann auch noch deine Antwort? Ich mache nun also zum ersten Mal mit und werde sehen, wie es sich anfühlt…

1. Wie duftet dein Lieblingsparfüm? 

Normal ist es nicht, dass ich ein Parfüm auflege. Das sagt man doch so, gell? Auflegen, wie einen Schal. Ich stolpere gerade über diese Formulierung, finde es aber irgendwie auch sehr veraltet. Na egal, ich lege also nicht oft meinen Duft auf. Selten, weil ich in einem Beruf arbeite, in dem es eigentlich völlig egal ist, ob du besonders duftest. Das heißt nun wieder nicht, dass man stinkend zur Arbeit kommen kann. Frisch gewaschen und nach Seife riechend, ist da schon angemessen.
Aber ja, ich habe auch einen Duft. Einen Besonderen. Den bekommt man nur in einem Laden in Berlin und ist eine Eigenkreation dieses Geschäftes. Er riecht nach Frische, Draußen, und ein wenig nach Blumen und Wald, etwas süßlich und…  Ich kann meinen Duft nicht beschreiben. Ich mag ihn einfach und noch mehr mag ich, dass ihn mir meine Schwester ausgesucht hat.

2. Was war der beste Rat, den du jemals bekommen hast? 

Ich bin jemand, der nicht gerne Ratschläge annimmt. Häufig bin ich mit gut gemeinten Ratschlägen auf die Nase gefallen und habe mich im Laufe der Jahre davon distanziert, auf Empfehlungen zu reagieren. Erst letztens, hatte ich mal wieder einen Versuch unternommen, darauf zu hören, was Jemand zu mir gesagt hat. Das ging sofort nach hinten los, und Freundschaften kippelten ganz gefährlich.
Nein, ich höre nicht gerne auf Andere. Vielleicht hätte ich damals, vor hundert Jahren, auf meine Verwandten hören sollen, als es um meine Berufswahl ging. Aber auch da hatte ich schon den Bock in mir, der sich gegen Alles stellt. Auf gut gemeinte Ratschläge verzichte ich auch bei meiner Lieblingsbeschäftigung, dem Stricken. Ich höre gerne, was die Strickgesellschaft so von sich gibt, mache dann aber doch wieder, wie ich will. Lass die doch reden. Ich weiß es sowieso besser 😂 Niederlagen, sind da nicht ausgeschlossen. Meine Mutter hat schon immer gesagt: sie will in ihre eigenen Fettnäpfe treten und nicht gesagt bekommen, in welchen sie treten soll.

3. Telefonierst du gern?

Es kommt darauf an mit wem. Ich sitze nicht gerne stundenlang am Telefon. Zum Glück, muss man das ja auch nicht mehr. Als Jugendliche habe ich bestimmt viel telefoniert. Aber da gab es ja auch nicht diese tollen Medien von heute. Außerdem hat das in Berlin nur 23 Pfennige gekostet. Anders als im Bundesgebiet, wo die Uhr gelaufen ist und jede Minute gezählt wurde.
Heute telefoniere ich am liebsten mit meiner Schwester. Mit der könnte ich tatsächlich stundenlang quatschen. Die Kopfhörer ins Ohr, und ab geht´s. Das ist lustig. Ansonsten, mag ich es nicht, wenn das Telefon klingelt. Meistens hat es nichts Gutes zu bedeuten.

Islaender

4. Machst du leicht Versprechungen? 

Eines meiner größten Handicaps! Ich verspreche zu viel und übernehme mich dann daran. Wenn ich gefragt werde, kann ich selten NEIN sagen. Von Natur aus bin ich Ja-Sager. Als große Schwester, hatte man Verantwortung zu übernehmen.  Das ist auch ein Motto in meinem Beruf. Vor einigen Jahren, habe ich eine Auszeit aufgebrummt bekommen, bei der ich besonders darauf geschult wurde, nicht mehr gleich HIER zu brüllen, wenn es um Versprechungen ging. Eine schwere Schule. Aber ich habe es gelernt! Ich verspreche nichts mehr und übernehme nicht immer sofort die ungeliebten Anforderungen. Denn, wenn ich etwas verspreche, dann muss das auch erledigt werden!

Lieblingsjacke

5. Was ist dein Lieblingsdessert? 

Schokoladiges, Eisiges, Sahniges, Frisches, Obstiges…. Ich weiß nicht. Kaum ein Dessert, dass ich nicht gerne esse. Alles, was offensichtlich mit Gelatine gemacht ist, also da, wo man es wirklich sieht, das fällt raus. Obsttorten, die mit einer Extraportion Tortenguß überzogen wurden, da wo es wackelt…brbrbr. Nö.

Oh…schon alle Fragen beantwortet. Das ging schnell. Und hat Spaß gemacht, mal wieder über sich selber nachzudenken. (Verlinkt bei Luziapimpinella)

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Charlottenburg {12tel AprilBlick}

Der AprilBlick

Schau mal, der Frühling ist eingezogen! Mit herrlichen Farben, hat mich der AprilBlick in den Schlosshinterhof überrascht.

Auch auf der Schlossstraße ist alles ganz grün und lädt zum Spazieren ein. Die Jogger nutzen den freien Raum zum Sporteln. Der AprilBlick über die Schlossstraße gefällt mir in diesem Monat besonders.

Schade, dass wieder kein Schiffchen auf dem Wasser zu sehen war. Vielleicht beim nächsten Blick.

Meinen Blick verlinke ich wieder bei Eva und ihrem Blog Verfuchst und Zugenäht

Die Deutsche Oper {ein bisschen Geschichte 📖}

Um 1900 sollten die Charlottenburger, in ihrer reichsten Großstadt Preußens, natürlich auch mit Kultur bespaßt werden. Was liegt da näher, als ein Opernhaus für Jedermann zu bauen. Die Bürger der Stadt Charlottenburg wollten eine “eigene Oper” haben und drangen auf den Bau einer “Bürgeroper”. Schnell (innerhalb von 2 Jahren) wurde die Oper eröffnet. Am 7. November 1912 konnten 2300 Bürger Fidelio von Beethoven von allen Plätzen in der Oper sehr gut sehen. Denn es wurde auf Standesunterschiede, durch besondere Logen in dem Deutschen Opernhaus, wie es Anfangs hieß, verzichtet.

Die Charlottenburger hatten allerdings nicht lange ihr eigenes Opernhaus, denn schon 1920 wurde Charlottenburg eingemeindet und gehörte dann zu Berlin. In dem großen Berlin gab es die Hofoper unter den Linden, und so bekam das Deutsche Opernhaus einen neuen Namen “Städtische Oper”. Durch die Wirtschaftskrise und Revolution verlor das Charlottenburger Opernhaus an Publikum, obwohl die Bürger das Haus sehr schätzten. 1925 übernahm dann die Stadt Berlin den Betrieb des Opernhauses, was aus den finanziellen Schwierigkeiten half. Das Haus sollte eine representative Spielstätte für Musiktheater werden.

Die Idee ging auf und es wurden skandalträchtige Stücke aufgeführt. Ernst Kreneks Jonny spielt auf oder Kurt Weills Einakter Der Protagonist und Der Zar lässt sich photografieren, zeigten, dass sich das Haus sehr wohl etabliert hatte. Aber nicht lange, und die goldenen Zwanziger gingen zu Ende, die Nazi’s tauchten auf und damit  wurde auch das Spielen von so “Neutönern” unterbunden. Deutsches wurde aufgeführt und natürlich bekam der Führer eine Loge und das Haus wurde wieder Deutsches Opernhaus genannt. Während des Krieges wurde, trotz erheblicher Schäden, fleißig weiter gespielt. Aber am 23. November 1943 trafen Brandbomben das Haus und zerstörten es fast vollständig.

Alles neu

Nach dem Krieg hatten Alliierten ein Interesse am kulturellen Wiederaufbau der Stadt. Die Deutsche Oper sollte wieder aufgebaut werden. 1961, sechs Wochen, nachdem die DDR eine Mauer errichten ließ, eröffnete die Deutsche Oper Berlin (noch ein neuer Name) wieder ihre Pforten. Im Stil der 50er gebaut völlig schmucklos, mit riesigen Waschbetonplatten als Fassade und ohne Fenster zur Straße, waren die Berliner nicht besonders angetan von dem Äußeren ihrer Oper. Aber innen machte sie schon einiges her. Außerdem lockte die eingeschlossene Stadt interessante Künstler und Prominente an. Vor der Deutschen Oper steht eine  20 m hohe Stahlskulptur von Hans Uhlmann (1961) – “Schaschlikspieß” von den Berlinern genannt.

Der besondere Auftritt

1967 bekam die Deutsche Oper noch einen besonderen Auftritt. Am 2. Juni wurde der Schah von Persien in der Oper erwartet. 2000 Demonstranten standen schon auf der Bismarckstraße bereit, um gegen die damaligen Zustände im Iran zu protestieren. Die Berliner Polizei ging damals außerordentlich brutal vor und prügelte auf die Demonstranten ein. Sie verfolgten die Demonstranten und versuchten die Rädelsführer zu erwischen (intern nannte man das Fuchsjagd!) Benno Ohnesorg wurde bei dieser Jagd in einem Hinterhof wehrlos erschossen. Lange Jahre blieb der schießende Polizist K.H. Kurras straffrei. Die Erschießung wurde von verschiedenen Leuten vertuscht. Eine Gedenktafel wurde erst 1990! vor der Deutschen Oper aufgestellt. 2008! wurde eine Informationstafel vor dem Haus in der Krummestraße 66, auf dessem Hinterhof der tödliche Schuss abgegeben wurde, aufgestellt. Leider ist diese Tafel  heute ohne Pflege und in schlechtem Zustand.

Offenbar ein Ort, an dem Geschichte und Wirklichkeit nicht passen (dürfen).

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