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Fast schon Frühling in Berlin {Samstagsplausch 3/20}

Fast schon Frühling

So scheint es dieser Tage jedenfalls, als wäre fast schon Frühling. Ich habe sogar schon die Gänse fliegen sehen. Kommen die tatsächlich schon zurück? Sind die nicht ein bisschen früh dran? Auf jeden Fall stehen in manchen Gartenlokalen schon die Stühle draußen und laden zum Verweilen in der Sonne ein. Manch ein hartgesottener Berliner “pflanzt” sich dann auch direkt in die Sonne und geniest den fast schon Frühling. Ich bin da nicht wirklich so hart im nehmen. Gestern bin ich ohne Handschuhe mit dem Fahrrad losgefahren und habe mir an der nächsten Kreuzung die Fingerwärmer übergestreift. Zur zeit gehe ich mit dem Hund der Eltern fast jeden Tag in den Wald. Am Anfang der Woche war dabei von Frühling noch nichts zu sehen. Nur die Vögel haben einen enormen Krach gemacht. Aber die letzten Tage schien die Sonne, und die Augenblicke im Wald, die ich gesehen habe, waren einfach wunderschön.

Zu früh, der Frühling

An manchen Zweigen konnte ich schon Knospen sehen. Das ist nicht fein für die Natur. Wenn du Lust hast, dann schau dir mal Leschs Kosmos an. Bedenklich und interessant. Die Vögel suchen tatsächlich schon nach Brutplätzen. Dabei soll es doch bestimmt noch einmal sehr kalt werden. Dann ist nichts mehr, mit fast Frühling. Ich war bei meinen Spaziergängen auch an einer Berliner Rodelbahn, genannt Onkel Toms Hütte. Als die Monsterkinder noch klein waren, hatte es tatsächlich Winter, in denen genug Schnee lag um dort rodeln zu gehen. Heute ist es dort saftig grün und der Frühling scheint sich breit zu machen. Damals lagen viele zerdebberte Schlitten rechts und links an den Bäumen, denn dort ging es richtig zur Sache. Ein wenig wehmütig bin ich mit dem Hund dort lang spaziert.

Meine Woche

Ich habe gelesen… Allerdings kämpfe ich mit der Rezension von Das vermessene Ich. Diese Rezension fällt mir sehr schwer. Mein aktuelles Buch, Der Nachttiger, ist dagegen ein schnell lesbares Abenteuer.
Einen Pullover habe ich fertig gestrickt und beim Fotoshooting gemerkt, dass es bestimmt noch nicht Frühling ist. Magda hat die Bilder zum Glück schnell gemacht. Auf den Nadeln habe ich zur Zeit: Einen Pullover aus Krönchenwolle von Schachenmayr und das Tuch True Color von Melanie Berg. Um ehrlich zu sein, habe ich dieses Tuch bisher nur in Gedanken angenadelt. Aber die Wolle und die Nadeln liegen hier schon und fordern Aufmerksamkeit.
Getroffen habe ich mich auch wieder mit einer Menge Menschen. Die Strickbegeisterten waren dabei natürlich in der Überzahl. Aber auch mit langjährigen Freunden haben wir uns getroffen, um auf der anderen Seite der Stadt in einem hochgelobten Indischen Lokal essen zu gehen. Ich fand, es war den Weg nicht wert. Da hätten wir um die Ecke besser und ruhiger gegessen. Schade.

Was war dein Wochenhighlight? Hat dich auch die Sonne gekitzelt ein wenig an die frische Luft zu gehen, oder musstest du dich mit unliebsamen Dingen herum schlagen?

Betrachtet das Erwachen des Frühlings und das Erscheinen der Morgenröte! Die Schönheit offenbart sich denjenigen, die betrachten.

Khalil Girbran

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Auch im neuen Jahr, gibt es meine 12 von 12

12 von 12 im neuen Jahr

Auch im neuen Jahr, möchte ich bei den 12 von 12 bei Draußen nur Kännchen teilnehmen. Dabei werden 12 Bilder vom 12. Tag im Monat gemacht. Mein Tag begann mit einer Tasse Kaffee und einem Buch, das ich schon länger auf meinem SuB liegen habe. Mehr dazu kannst du im Lesezimmer lesen.

Obwohl es gestern recht spät war, bin ich doch schon wieder früh wach. Aber mit Buch und Katze auf dem Schoß, kann man es schon gut aushalten.

Nachdem wir gestern Freunde zu Besuch hatten, stehen noch die ganzen Gläser und Töpfe zum Abwaschen in der Küche herum. Das ist nicht mal schnell gemacht…

Zwischendurch habe ich noch ein paar Brötchen gebacken. Der Kerl wird auch gleich geweckt. Dann gibt es auch noch einen Kaffee.

Die Kaffeemaschine blubbert schon wieder. Das ist jetzt, glaube ich, schon der dritte Kaffee. Dann ist es aber auch genug.

Die Katze fordert mal wieder eine Extraportion Streicheleinheiten. Soll sie haben. Sie guckt so lieb, wie kann man da nicht kraulen.

Ich habe die letzten Maschen genadelt. Mein neuer Pullover ist fertig, sobald ich die Fäden vernäht habe und das gute Stück gebadet wurde. Aber anprobieren kann ich ja schon mal.

An die frische Luft mussten wir heute auch mal kurz. Aber ganz kurz. Das Auto brauchte mal wieder etwas Kraftstoff. Eigentlich wäre eine Runde durch den Wald auch ganz schön gewesen…

Ein Freund hat sein Bücherregal ausgemistet. Kann ich da widerstehen, mal zu gucken, welche Bücher ich haben möchte? Ich habe auch wirklich nur ein paar mitgenommen. Nur einen Beutel voll…

Jetzt bleibt mir´, ein bisschen faul zu sein. Auf dem Sofa abhängen. Bis das Telefon klingelte und der Monsterjunge nach einer warmen Mahlzeit fragt. Zum Glück, haben wir immer genug, um den armen Kerl durch zu füttern.

Um 19 Uhr will das Kind zum Essen da sein. Na, dann mal ab in die Küche. Der Kerl hilft wieder fleißig, damit wir schnell fertig werden.

Die Monster sind wieder weg. Satt und zufrieden schien der Monsterjunge und seine Freundin zu sein. Das war es wert. Bleibt mir nur wieder alles auf zu räumen.

Und wie war dein erster 12 von 12 im neuen Jahr? Bei Draußen nur Kännchen sind bestimmt wieder einige dabei.

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Alltagsfreuden findet man überall

Niwibo sucht Alltagsfreuden

Alltagsfreuden findet man eigentlich überall. So sagt es ja schon das Wort. Schau dich einfach mal um. Meistens ist die Freude gar nicht so weit von dir entfernt. Es reicht manchmal schon, wenn du deine Schuhe anziehst und dich auf die Straße begibst. Lächle einfach mal so vor dich hin. Am Anfang denkst du noch: “Oh man, was grinse ich blöd!” Aber schon bald setzt sich ein nettes Lächeln in deinem Gesicht fest. Die Menschen, denen du begegnen wirst, werden auch im ersten Moment verwirrt blicken aber dann nett zurück lächeln. Klappt in den meisten Fällen. Natürlich wird der ein oder andere Passant etwas kopfschüttelnd weiterstapfen. Aber auch in dessen Herzen hat sich etwas geregt. Wenn du ihn verfolgen würdest, was du natürlich nicht tust, würdest du sehen, dass dein Lächeln auch bei ihm etwas ausgelöst hat.

Alltagsfreuden im Wald

Hatte ich erst letztens. Ich habe  zur Zeit die Aufgabe mit dem Hund der Eltern öfter in den Wald zu gehen. Es war Ar…kalt, aber die Sonne schien. Und weil es so kalt war, war fast der gesamte Wald mit Eiskristallen überzogen. Das sah so schön aus. Ich habe mich etwas geärgert, weil ich meine Kamera nicht dabei hatte. Aber die meisten Mobiltelefone haben inzwischen fantastische Kameras. Somit lief der Hund vorneweg und ich immer langsamer hinterher. Immer wieder sah ich ein Blatt, ein Baum, der so schön aussah, dass ich das im Bild festhalten musste.

Ich traf mehrere Hundebesitzer, die ebenfalls fasziniert waren, von der Pracht, die sich uns bot. Die Hunde tobten, während wir uns über das Wetter und den Wald unterhielten. Dazu muss ich sagen, dass ich diese Menschen nicht kannte. Normalerweise drehe ich meine Runden lieber in nicht so stark frequentierten Ecken des Waldes. Mit einem Grinsen und, ich vermute mal, leuchtenden Augen ging ich weiter durch den Wald.

Zu Hause

Da habe ich auch Alltagsfreuden. Meistens, wenn ich mich zum Beispiel in meinem Gestricksel verziehen kann. Oder, wenn ich meine Bücher lese. Auch ein schönes Stück von den Schokoladencookies kann mich zu einem innerlichen Fest motivieren. Nicole hat auf ihrem Blog Niwibo danach gefragt, welche Alltagsfreuden wir haben. Spontan fiel mir eben mein Spaziergang ein und auch wie ich einfach mal völlig abwesend in meinem Gewollzeug abtauchen kann. Auch wenn ich mit einem fröhlichen guten Morgen in die Patientenzimmer einfalle, ernte ich nicht immer ein Knurren. Drei Minuten, für ein “ausgiebiges” Gespräch, mit der alten Dame, die schon fast hundert Jahre auf der Welt ist, macht auch Freude. Und es sind NUR drei Minuten! Wie sieht es bei dir aus? Was sind deine Alltagsfreuden?

verlinkt mit Winterglück bei Ein Fachwerkhaus im Grünen

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Charlottenburg im Dezember 2019

Der 12tel Blick im Dezember

Ich kann es immer gar nicht fassen, wie schnell die Monate an mir vorbei streichen. Jetzt ist schon wieder Ende Dezember und ich bin ´noch den 12tel Blick vom November schuldig. Lässt sich aber ziemlich schnell nachholen. Der November war am Ende recht diesig und ungemütlich. Aber der Weihnachtsmarkt vor dem Schloß war schon aufgebaut.

Schlossstrasse in Charlottenburg

Am anderen Ende der Schlossstraße geht es nach links in den Otto-Grüneberg-Weg. Dort hinter einer Schule steht eine alte Villa. Die Villa der Oppenheims. Die steht dort seit 1881 und trug mal den schönen Namen Villa “Sorgenfrei”. Damals lies Otto Georg Oppenheim das schmucke Haus als Sommersitz errichten. Bevor die Villa dort errichtet wurde, stand dort schon einmal ein eindrucksvolles Haus, das den Mendelsons gehört hatte. Gleich neben der Villa kann man in dem Schustehruspark spazieren gehen. Der Park ist ein Teil der Gartenanlage der Oppenheimers. Allerdings möchte ich nicht mit dir durch den Park, sondern dir von dem Haus und seinen Bewohnern erzählen. Otto Oppenheim hatte ein ziemlich großes Herz und wies an, dass jedem Bettler der an seine Tür klopft, eine Mark zu schenken. Das führte dazu, dass die Schlange vor seinem Haus so lang wurde, dass der Verkehr auf der Straße zum erliegen kam. Die Polizei bat den Freizügigen darum, andere Wege zu finden, die Armen zu unterstützen.

Inzwischen ist aus der Villa ein Museum geworden und wer mag, bekommt dort auch in dem Hausinternen Café einen leckeren frischen Kuchen nebst Kaffee. In den Räumen der Villa kann man sich schöne Kunstwerke anschauen. Wenn man vor dem Haus steht, dann kann man fast ahnen, wie es dort in Charlottenburg zur Jahrhundertwende ausgesehen haben mag. Doch hat das Haus nicht nur Schönes gesehen. Zwischenzeitlich war es sogar ein Seuchenlazaret, davor war die Villa mit der neben an entstandenen Schule verbunden. 1945 verlor das Haus sein Dach bei einem Luftangriff, Jahrelang blieb ein Flachdach der Abschluss des Hauses. 2012, nachdem es umfassend saniert wurde, wurde es zum Museum. Eines kann ich bestimmt sagen, der Kaffee ist wirklich gut!

Der Dezember Blick hinter das Schloss

Das ist nun der letzte Blick in diesem Jahr auf den “Hinterhof” des Charlottenburger Schloss. Ich fand es eine tolle Serie und habe mir auch schon Gedanken um ein Nachfolge-Objekt gemacht. Ich werde dir jeden Monat etwas aus dem Kreuzberger Kiez erzählen. Ein passendes Objekt habe ich mir auch schon ausgesucht.

Die Spree werde ich allerdings vermissen. Schade finde ich, dass mir 3 Monate der Blick verbaut war, weil die Brücke saniert wurde. Auch fehlte der Blick auf einen der Dampfer, die mehrmals am Tag unter der Brücke durchfahren.

Ich freue mich schon auf ein neues Jahr mit Dir, Eva von Verfuchst und zugenäht  und den Blick auf meine Stadt. 12 mal den Blick schärfen, finde ich eine gelungene Aktion.

Morgen haben wir die erste leere Seite eines 365 Seiten leeren Buches – machen wir ein gutes Buch daraus.

Brad Paisley, Country-Sänger

5+

12von12 im Dezember 19, es war kompliziert

12von12 Dezember 2019

Es ist mal wieder so weit, heute ist der 12von12 im Dezember. 12 Bilder von meinem Tag. Wieder bin ich viel zu früh wach geworden. Das Ergebnis einer Woche voller Frühdienste. Aus meiner Weihnachtstasse schlürfe ich den ersten Kaffee. Draußen ist es noch so dunkel. Es ist eben Dezember!

Die Katzen sind abgefüttert und mir brummt heute morgen ordentlich der Schädel. Magnesium und Aspirin sollten helfen. Dafür komme ich endlich dazu, mein Buch weiter zu lesen. Das ist übrigens meine dritte Tasse Kaffee!

Sagte ich, die Katzen sind abgefüttert. Scheinbar sehen die Damen das anders. Vielleicht könnte ich doch noch ein bisschen was in den Napf tun… Ein kleines Stück? …klitzeklein???

Ich habe es endlich ausgelesen, das Buch. Jetzt sollte ich möglichst zeitnah die Rezension schreiben. Wenn ich gleich ein neues Buch anfange, verdünnisieren sich die Gedanken zu dem Roman und es wird immer schwerer den passenden Text zu schreiben. Die Rezension kannst du demnächst im Lesezimmer lesen.

Dezember, da stehen viele Feiern an

Ich bin nachher auf einem Adventsnachmittag eingeladen. Etwas Salziges mitzubringen, ist meine Aufgabe. Eine Quiche mit Kürbis und Spinat, das ist genau das Richtige. Ich liebe Spinat. Und Kürbis. Das Rezept habe ich mir selber ausgedacht. Mürbeteig und eine Soße aus Schmand, Sahne, Eier und einigen Gewürzen. 40 Minuten backen…

Währenddessen spielen die Katzen ganz wild im Wohnzimmer. Ich gucke nur kurz um die Ecke und muss mir ein Grinsen verkneifen. Ein kleines Wollknäuel hat sich durch das ganze Zimmer spielen lassen. Gut nachzuvollziehen, wo die Miezen langgetobt sind. Wollknäule sind tabu! Das wissen die Damen eigentlich

Quiche ist fertig! Ich esse solche Gemüsekuchen gerne. Vor allem, wenn es dauernd nur Süßes gibt.

Die Zeit schleicht heute. So konnte ich noch ein bisschen lesen und der Kuchen auskühlen. Ich packe meine Sachen, und weil die Gastgeberin gerne Magenbrot backen möchte, nehme ich ihr das alte Keksebuch mit. Da stehen tolle klassische Rezepte drin!

Mittag

Heute wollte ich mal mit dem Auto fahren. Taschen, Kuchen und Buch sind verstaut, aber irgendwie weigert sich das Auto vom Bordstein zu fahren. Ich steige aus und sehe das! Da hat mir jemand EINEN! Reifen geklaut. Der rote Wagenheber steht noch unter dem Auto. Ich bin wirklich perplex. Wer macht denn so etwas? Schlagartig habe ich schlechte Laune.

Zum Glück hat mein Auto ein Reserverad. Ich frage mich wirklich, wer braucht denn so runtergefahrene Reifen und dann bitte auch nur einen? Es hilft nix, ich packe den Wagenheber ein und mache mich auf die Suche nach der nächsten Polizeiwache. Da sitze ich dann erst einmal und warte.

Bis ich wieder aus der Wache heraus komme, ist es schon dunkel. Es ist eben Dezember. Ich bin lieber mit dem Fahrrad gefahren. Nicht, dass ich nicht dem Reserverad trauen würde, aber so bekomme ich schneller einen Parkplatz. Um die Quiche ist es mir schade. Dann muss ich mich eben opfern und sie alleine essen. Der Kerl mag solche Gemüsekuchen nicht.

Nachmittag

Jetzt ist es zu spät für die Freundin. Ich habe versucht bei ihr anzurufen. Allerdings musste ich erst ihre Nummer herausfinden. Als ich bei ihr anrief, hatte ich den Verdacht, sie glaubt mir nicht. Dabei habe ich mir das wirklich nicht ausgedacht.
Nun mache ich es mir gemütlich. Die Kerzen vom  Adventsteller sind schon an und funkeln vor sich hin. Mein Gemüt beruhigt sich gerade wieder. Ich werde jetzt noch ein paar Runden stricken.

So ist der 12von12 Dezember schon wieder vorbei. Mehr Tagesbilder kannst du wieder bei Draußen nur Kännchen sehen und lesen. Und hättest du gerne mehr Blicke von meinen 12.Tagen im Jahr, dann hier entlang.

3+

Ein Versuch in Grau {12von12 November 19}

Ein Versuch in Grau

So dache ich mir das heute morgen auf dem Weg zur Arbeit. Es war noch ganz schön dunkel heute früh. In den Herbst- und Wintermonaten merkt man es erst recht, wie zeitig ich unterwegs bin. Die Stadt scheint noch ziemlich verschlafen. Ein Versuch in Grau, dachte ich mir also. Das wären 2 Fliegen mit einer Klappe. Das Monatsmotto bei der Zitronenfalterin und der 12. bei Draußen nur Kännchen.

Wenn es so leer am frühen Morgen ist, komme ich immer ganz gut voran. Das Grau im ersten Bild ist eigentlich noch ein leichtes tiefschwarz.Aber das wird!

Dafür sind die Kellerflure herrlich grau. Ich habe es aber eilig, in Fünf Minuten ist Übergabe. Der Fahrstuhl wäre auch noch ein Motiv gewesen. Auch der strahlt ein nettes Grau aus. Ich sag ja, eine freundliche Atmosphäre bewirkt Wunder.

Grau findet man auch auf meinem Schreibtisch. Zum Glück, gibt es immer mal einen freundlichen Farbtupfer.

Heute war ich das erste Mal auf dem Dachgarten unseres Hauses. Ich habe immer gedacht, dass es hier besonders schön sein muss. Aber heute war es eher grau gehalten. Aber der Blick von hier oben ist einfach unschlagbar.

Zum Feierabend ist der Himmel immer noch so ziemlich Grau. Hier und da, schimmerte mal etwas Blaues durch. Tatsächlich will der November sich wohl von seiner besonders grauen Seite zeigen.

Interessant finde ich auch immer wieder die Kleidung der Leute. Wenn die kalten Monate anfangen, schmeißen sich die meisten Menschen einen grauen Tarnumhang über. Absolut fatal, finde ich es immer bei Radfahrern. Ich fahre mit einer Warnweste. Die sieht man auf jeden Fall. Abgesehen davon, dass dieses Fahrrad im Grunde keine Straßenzulassung mehr hätte.

Grau geht es auch im Drogerie-Markt zu. Weihnachtsmännle und Engelskinder, sehen auf grauem Grund einfach perfekt aus. Die Deko brauchte ich aber nicht. Die Katzen brauchen Katzenstreu-Nachschub in ihrem Klo. Ich lege die Scheuklappen an und ziehe kurz durch den Markt.

Ich mag das frische Grau immer. Die kleinen Steinchen findet man aber auch immer überall. Die Schnurlis nehmen keine Rücksicht auf meine Befindlichkeiten.

Außer meinem Obstpott, (hier beim letzten 12von12) hatte ich nur noch ein halbes Käsebrötchen gegessen. Aus Weißmehl. Jetzt habe ich knast. Hurtig sind die Kartoffeln geschält. Ein bisschen Sellerie und Karotte, Pertersilienwurzel und Zucchini dazu. Eine Viertel Stunde kochen und dann mit Butter, Sahne, Milch ein paar Gewürzen zerstampfen. Ich esse gerne die gerösteten Zwiebeln als Topper, und stampfe noch ein bisschen Hirtenkäse hinein. Ein absoluter Sattmacher!

Gilt Silber auch als Grau? Und wenn man die Kartoffeln lange genug stehen lässt, werden sie dann nicht auch grau?

Bis das Gemüse stampfbar gekocht ist, kann ich mir noch ein paar Seiten in meinem neuesten Roman gönnen. Rate mal welcher dieser Bücher das ist! Immerhin ist die Leseratte Grau.

Das Essen ist fertig. Schmeckt wirklich lecker. Angerichtet in einer zart grauen Schale. Tatsächlich habe ich darüber nachgedacht, was es Graues zu Essen gibt. Hast du eine Idee?

Nach dem Breichen, griff ich zu dem geliehen Kochwerk von einem Freund. Da stehen vielleicht Rezepte drin! Sehr filigran und seltsam hergestellt. Bei manchen Rezepten frage ich mich wirklich, ob mir der Aufwand nicht etwas zu hoch ist. Der Titel ist auf jeden Fall passend. Ich schmöckere noch ein wenig, in dem grauen Buch. Du kannst ja schon mal zu Draußen nur Kännchen vorgehen.

Ich hoffe, dir hat mein grauer Ausflug in meinen Tag gefallen.

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