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Poison Ivy, ein Schal zum verlieben

Poison Ivy…

Manchmal, da stromere ich bei Ravelry, dem Stricker- und Häklerportal herum. Manchmal auch bei Facebook. Dabei stößt man unweigerlich auf Teststricks und Strickkal’s (Knitalong – also gemeinsam stricken). Es gibt dort Gruppen, die sich um Designer bilden und die Damen und Herren in den siebten Klee heben. Ich gehöre nicht zu denen, die sich nicht beherrschen können und dem Designer die Rosen auf dem Weg verteilen. Aber als Julia-Maria Hegebart (Feinmotorik) eine Gruppe zum Teststricken bildete, da konnte ich mich  nicht zurückhalten und habe mich ebenfalls in der geheimen Gruppe angemeldet. Sicherlich mache ich gerne Teststrick’s. Auch wenn ich immer wieder behaupte, dass ich NIE WIEDER 😉 bei einem Teststrick dabei sein will. Mir macht es Spaß, Fehler zu finden und wenn dann nette Rückmeldungen der Entwicklerin kommen, freut es mich doppelt.

Julia ist eine sehr nette Designerin. Sie hat mir einen Schal zum Stricken angeboten, den ich für ihr neues Buch, das gerade Ende Juni in den Handel kam, teststricken durfte. Welche Wolle ich nehmen möchte, blieb mir überlassen. Mein Fundus ist groß genug, so dass ich auch zwei wunderschöne Wollen fand. Setamo aus Seide und Mohair von Birgit Freyer und ein feines Merino Garn von Zauberwiese. 4 1/2 Holzstricknadeln von Knitpro, meinen Standardnadeln.

Poison Ivy…

Ich kannte den Namen des Schals nicht. Normalerweise sind die Werke in dem neuen Buch mit Bobbels gestrickt. Wollknäule mit einem langen Farbverlauf. Aber seitdem ich einmal einen Bobbel verstrickt habe, wollte ich kein weiteres Tuch mit nicht verzwirnten Faden stricken. Ich ziehe mir immer Fäden beim Tragen und kann mir nicht erklären, warum es anderen Strickerinnen nicht so geht. Inzwischen weiß ich allerdings, dass es auch schon verzwirnte Farbverlaufbobbels gibt.
Zurück zu Poison Ivy. Wie gesagt, ich kannte den Namen nicht, aber mir gefiel, was ich für eine Anleitung bekam. Ein sehr eingängiges Muster. Nicht zu schwer, ein Anfänger im Musterstricken kann es sehr wohl verstehen. Voraus gesetzt, dass man nicht über das Muster nachdenkt (ein Insider!), strickt es sich fix, fast von alleine.

Ich war wirklich sehr schnell mit dem Poison Ivy fertig. Etwas mehr als 14 Tage klapperten die Nadel und ließen einen seidenweichen Schal entstehen. Die letzten Maschen wurden abgekettet und der Schal kurz in Seifenwasser getaucht. Auf den Matten ausgespannt. hat er eine Länge von 230 cm und ist 30 cm breit. Durch den Seidenanteil ist er besonders anschmiegsam. Er wiegt gerade mal 185 Gramm! Bei leicht kalten Tagen ist er wirklich sehr schön zu tragen. Das Muster gefällt mir so sehr, dass ich mir bestimmt noch einen solchen Schal machen werde.

Die Anleitung zu diesem Schal, findest du in dem neuen Buch von Feinmotorik 
Verlinkt mit Maschenfeins Auf den Nadeln im Juli und bei Liebste Maschen im Juli

Mein Monatsmotto: Strick dich glücklich

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Florence, ein luftigleichter Allrounder

Luftigleicht und doch schön warm

Das Florence-Tuch. Ich habe es schon eine Weile fertig und trage es im Moment richtig gerne. Es ist mega leicht und wärmt einem den Hals, die Schultern und den Kopf. Als Magda (übrigens sehr schade, dass Magda so wenig auf ihrem Blog veröffentlicht. Ist sie doch eine hervorragende Fotografin!) die Bilder von mir gemacht hat, war es aber auch sehr ungemütlich draußen auf der Straße. In dem Chillipepperding, war mir recht kalt und ich war froh, mir das FlorenceTuch umlegen zu können. Obwohl da so viele Löcher drin sind, wärmt die Silkhair von Lana Grossa außerordentlich gut.

Ok, ich höre da einige Stimmen, Mohair fusselt so…es kratzt…ist mir zu voluminös… Klar hat Mohair einige Negativseiten. Man muss das Garn mögen. Ich mag es halt. Was ich allerdings festgestellt habe, und das ist positiv, es fusselt nicht mehr so, wie in den Achtzigern. Da hatte ich meiner Schwester einmal einen Mantel aus Mohair gestrickt, ein unglaubliches Teil, das hat aber gefusselt, da konntest du das, was du drunter getragen hast, mit einer Fusselbürste erst einmal entflusen.  (da fällt mir ein, meine Schwester, müsste den tatsächlich noch haben. Vielleicht zeige ich ihn dir mal hier auf meinem Blog)

Ich mag das Garn wirklich. Es strickt sich prima und man hat eine Menge Fläche, obwohl man nur 3 Knäuel für diese riesige Tuch braucht. Ich habe sogar noch ein paar Gramm übrig, weil mir das Florence langsam doch sehr riesig erschien. Inzwischen bin ich fast traurig, dass die 10 cm nicht auch noch angestrickt sind. 😉

Das Muster des FlorenceTuch ist einfach und sehr einprägsam. Sicherlich muss man wenigstens schon mal einen Umschlag gestrickt haben und wissen, wie man zwei Maschen zusammenstrickt. Aber spätestens, wenn man den ersten Mustersatz hinter sich hat, dann ist man im Flow… (herrje, jetzt benutze ich auch noch solche Wörter!) Der schöne Farbverlauf, kommt aus dem Knäuel selber. Damit hatte ich nichts zu tun.

Noch etwas positives hat dieses Garn, es verzeiht dir Fehler! Wenn du noch nicht so fit im Lacestricken bist, solltest du vielleicht einfach mit einem Mohairgarn anfangen. Jeden Fehler, den du  unterbringst, verschwindet einfach in dem Fusselgewimmel und nie wieder wird einer den Fehler finden. Natürlich nur dann, wenn die Maschenzahl immer hübsch die selbe bleibt und du wieder in den richtigen Maschenrhythmus zurückfindest.

Ich habe eine lange Zeit an dem Tuch gestrickt. Ich glaube, die Knäuel habe ich mir bei Herrn U, im Ausverkauf geleistet. Das muss 2017 im späten Sommer gewesen sein. Ganz genau weiß ich es nicht mehr, da hatte ich mein Ravelry Notizbuch noch nicht so konsequent geführt. Inzwischen weiß ich von fast allen Wollen, woher ich sie habe und wann ich sie gekauft habe. (Ähmm von den Wollen, die seit 2018 in meinem Vorrat landen)

In den Sommermonaten mochte ich tatsächlich nicht an dem Mohairgarn stricken und im letzen Sommer sowieso nicht. Da wäre ich wirklich davon geschmolzen. Aber als es wieder kälter wurde, haben meine 4,5 er Nadeln wieder geklappert und ich konnte es beenden. Was du nicht siehst, also nicht wenn du von so weit weg guckst, ich habe ein paar Perlchen mit eingearbeitet. Kleine silberne Dinger, die noch mal einen winzigen Eyecatcher machen. Ich habe sie nicht gezählt. die Perlen erstrecken sich auf ca. 30 cm an dem einen Ende des Tuches. Hier ist übrigens eine schöne Anleitung einer anderen Bloggerin, wie man die Perlen in die Wolle bekommt.

Hast du jetzt auch Lust bekommen, dir ein solches Tuch zu stricken? Die Anleitung ist kostenlos bei Ravelry zu haben. Ein Tuch von Karie Westermann. Sie hat es etwas schmaler gemacht, aber den Mustersatz zu verlängern, ist kein Hexenwerk.

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Emilia, etwas leichtes, sollte es sein

Ein Überwurf, für alle Fälle

Poncho

Die Emilia ist ein kleiner Überwurf, den ich gerade für eine Freundin fertig gemacht habe. Sie hatte mich gefragt, ob ich ihr, für ein bestimmtes Kleid etwas stricken könnte, damit ihre Schultern etwas bedeckt sind.  Da bietet sich Emilia, als einen Überwurf oder auch Poncho an. Allerdings verträgt sie keine Wolle. Also alles, das was eventuell kratzen könnte. Erst einmal stand die Frage im Raum, wie soll das denn aussehen? Ravelry bietet eine Menge schöner Anleitungen und nicht alle sind kostenpflichtig. So habe ich die Emilia gefunden. Ein lässiger und schicker Überwurf.

aus Leinen

Aus Leinen

Wie gesagt, das Problem bestand daraus, dass die Freundin keine Wolle verträgt. In Gedanken hatte ich gegrinst und schon daran gedacht mit Jute zu stricken. Aber so gemein bin ich nun doch nicht. Die Wollnerin hatte aber eine Idee. Sie zeigte mir die Garne von Erika Knights. Reines Leinen. Und ich konnte es fast nicht fassen, genau die Farbe, in der das Kleid ist. Vier Stränge ergeben die passende Menge. Nach einem kurzen Austausch mit der Freundin, waren die Stränge in meiner Fahrradtasche verschwunden und ich konnte sie zu Hause wickeln.

Emilia in Studio Linen

Im Prinzip, wird der Überwurf wie ein breiter Schal gestrickt und dann am Ende an der Seitenkante im Maschenstich, zusammen genäht. Völlig Unspektakulär, würde eine Freundin sagen. Das Muster, in der Anleitung hat einen Fehler, der sich erst beim stricken heraus gestellt hat. In den letzen vier  Reihen, werden am Ende Umschläge, zuviel angezeigt. Wenn du es so stricken würdest, dann geht das Muster nicht auf. Es ist bei mir mal wieder ein wenig Widerstand aufgetaucht, kraus zu stricken. Das Original, wird oberhalb der Spitze in kraus gestrickt. Irgendwie habe ich das mal wieder überlesen. Das passiert mir nicht zum ersten Mal. Beim Childhood habe ich das auch schon einmal praktiziert.

Emilia (ich auch) von hinten

Material

Wie gesagt: 4 Stränge Leinen von Erika Knights. Das sind 200 Gramm und ca. 80 Meter. Gestrickt habe ich mit einer Rundstricknadel Stärke 6. Das ging wirklich schnell und hat Spaß gemacht. Die Wolle lässt sich super verstricken und macht ein schönes Maschenbild. Zeit…ist relativ. Ich kann dir nicht sagen, wieviel Zeit da drin steckt, aber das ich es mit Liebe gestrickt habe, weil ich der Freundin eine Freude machen wollte.

Emilia auf dem Spieli

Ich finde die Emilia so schön, dass ich mir selber eine stricken werde. Ich kann mich nur noch nicht entscheiden, welche Farbe ich mir aussuchen werde. Hoffentlich hat meine Wollnerin noch genug von diesem Garn. Inzwischen haben nämlich noch ein paar Freundinnen diesen Überwurf angenadelt. Wäre der auch was für dich? Ich kann ihn nur empfehlen, wenn du noch nicht so fit im Lace stricken bist, ist das ein toller Einstieg.

Bilder wieder einmal von Magda und verlinkt mit MMM und bei Maschenfein

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Regenwurmtuch 

Ein neues Tuch gestrickt, weil ich unbedingt einen Zauberball haben wollte…

Ich habe schon vor einiger Zeit mein Regenwurmtuch begonnen. Tatsächlich im letzten Oktober. Einige Modelle sind mir ständig dazwischen gekommen. Dafür konnte ich es überall hin mitnehmen. Das Muster ist so einfach und einprägsam, das man wirklich nicht mehr nachdenken musste.

Des Zauberball, mit dem schönen Namen “Herzstück”, landete in meiner Stricktasche, als  ich an einen Samstag bei Herrn U., an dem Samstagskaffee teilgenommen habe. Immer wieder bin ich um diese Zauberbälle herum geschlichen. Am Ende hatte ich den  Merino-Ball, wusste aber wieder einmal nicht, was ich daraus machen möchte. Mit 400 Meter​, reicht ein einzelner Ball nicht aus, um ein komplettes Tuch zu zaubern. In Meinen Wollkisten, habe ich einige schöne Reste Schätze. Darum habe ich ein wenig darin gekramt und ein Knäuel blauer Wolle gefunden. Blau-Grau und seidenweich.

Seidenweich, weil es die Crystal von der Wolllust ist. Die ist aus 70% Wolle, 20% Seide und 10% Kaschmir. Daraus habe ich meiner Schwester einmal ein unglaublich schönes Tuch gestrickt. Mit silbernen Perlen. Riesig groß und extra leicht. Ich habe es scheinbar nie fotografiert und nie einen Blogbeitrag gemacht. Schade, denn es ist immer noch ein Blickfang.

Die Anleitung, für das Regenwurmtuch findet man kostenlos im Netz, oder bei Ravelry. Aber auch viele schöne Regenwurmtuchkombinationen, das ich fast versucht bin, es erneut anzuschlagen.

So nun zu den Eckdaten: Das Tuch ist ein Dreieck und misst an der längsten Seite ca. 300 cm, an der breitesten Stelle ca 100 cm. Es wiegt nur 193 Gramm. Ein Fliegengewicht, sozusagen. Gestrickt habe ich mit meinen geliebten Knitpro’s aus Holz, in der Nadelstärke 3,5.

Ich habe dieses Tuch schon in mein Herz geschlossen. Sogar bei sommerlichen Temperaturen, macht es sich noch ganz angenehm um den Hals. (Gut, bei 30° im Schatten, lege ich es lieber ab). Die meisten Bilder, die du hier siehst, sind wieder von Magda gemacht. So langsam komme ich mir auch nicht mehr ganz so doof vor der Kamera vor.

Jetzt bleibt mir nur noch, mein hübsches Tuch bei Maschenfein Auf den Nadeln im April  und beim Creadienstag, zu verlinken. Und bei Fannys Liebste Maschen Nr.14, bei der man ein Überraschungsstrickpaket gewinnen kann, wenn sich 100 Strickprojekte bei ihr verlinkt haben. Vielleicht hast du auch Lust dich dort zu verlinken.


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Der Luftsprung aus der Frida Fuchs Wolle

Was für ein Garn,

Ein ellenlanges Tuch ist fertig. Und das schon eine kleine Weile. Gestrickt aus der Hosenmatz-Wolle von Frida Fuchs. Das sind Wollfärberinnen aus Berlin. Zweimal in der Woche haben die Füchsinnen ihren Laden in Reinickendorf geöffnet. (Wie witzig, das ist mir noch gar nicht aufgefallen. Reinecke und Frida Fuchs…) Ausversehen bin ich in diesem Laden gelandet und habe ganz ausversehen diese Wolle gekauft. Bei Instagram habe ich kurzfristig mitbekommen, das der Laden geöffnet hatte…
In dem Laden hing auch ein solches Tuch. Ganz schlicht, in kraus rechts gestrickt. Von der schmalen Spitze an, wird begonnen. Die drei Stränge, die ich mir gekauft hatte, waren eigentlich zu knapp bemessen, für dieses Tuch. Wie lang es wird, das kann man bei Tüchern ja meistens selber bestimmen und einfach abschließen, abketten.

Ich habe bis auf wenige Meter von den hellen Tönen alles verbraucht und hatte am Ende 280 cm in der Länge gestrickt. das ist eine Menge, wenn man es um den Hals legt. Breit ist es, an der breitesten Stelle gemessen, nur 65 cm. Es wiegt 300 Gramm und ist unglaublich weich. Ist ja auch reine Merinowolle.

Nachdem ich den Schal das erste Mal gespannt hatte, war es sogar über 3 Meter lang. Ein wenig viel. So wanderte er ein zweites Mal ins Wasser und durfte noch einmal, ohne viel Spannung trocknen. 
Ich habe es schon mehrmals getragen und freue mich immer wieder diesen Schmeichler um den Hals zu haben.

Gestrickt habe ich übrigens mit einer 4,5 Holznadel von Knitpro. Das Muster zum Luftsprung, findest du HIER oder HIER
Solltest du einen Tipp haben, wie man am besten solche riesigen Tücher so fotografiert, dass man das ganze schöne Tuch auf das Bild bekommt, dann her damit! Ich freue mich immer wieder über Anregungen.

verlinkt mit Maschenfein

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Wenn aus Silverleaf, doch wieder Blutrote Blätter werden

Das Tuch Silverleaf, habe ich irgendwann bei einer Frau bewundert, die schon mehrere Tücher von Lisa Hannes gestrickt hatte. Ständig bin ich um die Anleitung herum geschlichen und wollte mir dieses Tuch auch stricken. Als mir dann der Wollbonbon Abendrot in die Hände fiel, war es besiegelt. Silverleaf in Rot, ohne Silber. 

Ich hatte 550 Meter zur Verfügung. Mit Nadelstärke 4,5 ein recht schnelles Projekt. Wenn man dran bleibt und sich nicht von anderen schönen Modellen verwirren lässt. Abgelenkt, habe ich ziemlich lange an dem Tuch gestrickt. Letzten Oktober, habe ich angenadelt… 

Der Anfang ist einfach und es bleibt auch leicht zu verstehen und zu stricken. Die Anleitung ist leicht verständlich. Das ich mich allerdings für den Wollbonbon entschieden habe, bereue ich bereits. Beim stricken musste ich genau aufpassen, das ich alle Fäden des Garns erwischte, (der Faden ist nicht verzwirnt) und ich muss eine besondere Art haben das Tuch zu tragen, denn ich ziehe ständig Fäden. Was allerdings eine echte Freude war, ist der Farbwechsel. 
Das Tuch ist nun 2,50 m lang und an seiner breitesten Stelle 45 cm. Die Wolle ist ganz weich (wiedereinmal vom Merinoschaf). Den Wollbonbon habe ich bis auf den letzten Faden aufgebraucht. 

Nun flattert es nicht immer im Wind, sondern wird von mir gerne getragen. Die gezogenen Fäden, muss ich eben immer mal wieder einziehen. Der Farbverlauf, gefällt mir richtig gut.

verlinkt mit
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