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Spinel Love {Nadelgeplapper 9-21}

Spinel Love, hieß nicht gleich von Anfang an so.  Als ChrisBerlin ihren neuesten Schal in der Teststrickgruppe gezeigt hat, kamen gleich von den Strickerinnen die passenden Namen. Ich finde es immer wieder spannend, wie dynamisch eine solche Gruppe sein kann. Ich glaube, es hat keine 20 Minuten gedauert, da hatten die Damen ihre Wollen schon ausgesucht und sozusagen schon die Nadeln in der Hand. Ist ja auch nicht zu verdenken, denn das Tuch Spinel Love, ist sozusagen der Nachfolger vom Kolding.

Andrea Karminrot mit dem neuen Tuch Spinel Love von ChrisBerlin

Meine Wahl ist auf ein Seidengarn von Zauberwiese: Ayana Silk und einem Fädchen Seide Mohair von Lang Yarns: Lang Yarns Lace, gefallen. Im Grunde hätte ich das Tuch auch nur aus dem Seidenfaden stricken können. So aber ist es ein wahrer Halsschmeichler geworden. Allerdings hat das Kerlchen auch ein ordentliches Gewicht. 335 Gramm… Ist schon ziemlich schwer! 😉

Was dazu gekauft?

Gekauft habe ich übrigens nur den Mohairfaden. Die Seide hatte ich noch im Vorrat. Ich hatte drei verschiedene Garne schon heraus gesucht, aber die Seide schien mir perfekt.

Da saßen wir nun, mit unseren Wollen und warteten, dass Chris ihre Anleitung für uns heraus gab. Dann ging das Geklapper los. Ich kann ja immer nur staunen, wie schnell ChrisBerlin ihre Anleitungen produziert. In ihrem Kopf müssen unglaublich viele Ideen herum schwirren. Denn während wir noch am Testen waren, fiel ihr schon wieder etwas ein und sie lockte mit einer Erweiterung des Spinel Love. Und nicht nur das, sondern ihr ist auch gleich noch eine Idee zum X-Faktor eingefallen… Ich habe sie mal gefragt: wo hast du denn dass schon wieder her?…

ChrisBerlin sagt über den Spinel Love

Guten Morgen ihr Lieben, @⁨Andrea Karminrot⁩ und @⁨A… würde jetzt sagen, “Wo sie das schon wieder her hat…” 😂 …. aber jetzt mal der Reihe nach…
der Spinel Coral ist mir beim stricken des X-Faktors eingefallen. So nach dem Motto, das muss doch auch breiter gehen. Und wie gewinnt man Höhe, na durch mehr Reihen.
Wie das ganze hinterher genau aussehen würde, ich hatte keine Ahnung und da ich ihn auf einer 80er Nadel gestrickt habt war das auch wirklich nicht zu erkennen.
Dann kam der Augenblick des kleinen Zaubers… (wenn die Tücher die Nadel verlassen – so wars ja auch beim Kolding) und ich hab mich so gefreut. Das Stricken fand ich übrigens auch sehr kurzweilig statt “nur noch eine Reihe” könnte man hier sagen “nur noch eine Raute”….
Als er fertig war hab ich übrigens direkt das Potential erkannt – und bald gibt es mehr zum Thema Spinel….

Der Spinel Love in blau

Nur noch eine Reihe

Was soll man dazu noch sagen? Sie hat ja recht: “Schatz, ich stricke nur noch eine Reihe”, hat bei diesem Tuch eine ganz neue Bedeutung. Denn jede Raute ist mit verkürzten Reihen gestrickt. So hat dieses Tuch, wenn man es genau nimmt, nur 14 Reihen! Es hat schon fast etwas meditatives, wenn man sich auf das Muster einlässt. Mir kommen dann noch die großen glatt gestrickten Felder entgegen. Ich stricke nicht gerne Kraus… (habe ich das schon mal erwähnt?)

Solltest du dich jetzt fragen, warum das Tuch an manchen Stellen noch ein wenig beult, liegt es daran, dass ich dem Spinel Love keine Chance gegeben habe, ein Bad zu nehmen. Ich hatte es heute nämlich gleich im Einsatz und war sehr glücklich, dass es eine angenehme Wärme bietet.

Spinel Love (Tuch) um die Schultern gelegt

So jetzt noch einmal die Zusammenfassung:

  • 335 Gramm Seide und Mohair
  • 3,5 Holznadeln mit einem 80cm Seil
  • 25 Tage (nicht ununterbrochen) gestrickt
  • Größe 240 cm lang 80 cm tief (ungewaschen/ungespannt)
  • Anleitung demnächst bei ChrisBerlin 

Verlinkt mit dem Nadelgeplapper im Mai

+8

Mohairino Medley, ein Schal nach Stephen West

Für diesen Post habe ich länger gebraucht als diesen Schal zu stricken! Schon lange liegt dieser riesige Mohairino Medley in meinem Schrank und wartet darauf hier, in meinem Blog seinen Auftritt zu haben. Dabei ist er wirklich sehr schön!

Mohairino Medley, ein Schal nach Stephen West

Die Schlemmerstrickerinnen hatten die Idee, ein Gemeinschaftsprojekt zu starten. Das war im letzten Herbst, als wir uns noch einmal getroffen hatten. Ach was würde ich mich freuen, wenn diese Treffen endlich wieder stattfinden könnten! Sonst trafen wir uns einmal im Monat. Doch nun in dieser unsäglichen Zeit… Ich vermisse sie, meine Schlemmerstrickerinnen.

Ein Gemeinschaftsprojekt

Doch zurück zu unserem Gemeinschaftsprojekt. Marion hatte ihren Mohairino Medley längst angenadelt, als wir anderen auch solch ein schönes Tuch haben wollten. Die Wollauswahl gestaltete sich nicht besonders schwierig. Ich hatte in der vorherigen Zeit schon mit der Premiumwolle von Regia gearbeitet und war/bin von der Qualität ganz angetan. Es fehlte eben nur noch das Mohair. Ein solches fand sich auch noch in meinen Vorräten. Ein dünner Faden aus dem Hause ITO Sensai in hellem Rosé.

Mohairino Medley, ein Schal nach Stephen West

Chrissi Mohairino Medley ist in beerigen Tönen gehalten und Betty’s ist auch eine schöne Mischung aus verschiedenen Rot- und Rosétönen. Egal welches unserer Tücher, ich finde sie alle unglaublich schön. Nur ist meiner ist wieder richtig groß geworden und man kann sich mit ihm förmlich zudecken. Mein Tuch hat 200 cm Länge und ist 80 cm breit. Chrissi hat es richtig gemacht, sie hat ihren Mohairino Medley schon im Muster gekürzt. Marion ihrer ist mit den Originalgarnen gestrickt und hat eine überschaubare Größe.

Mohairino Medley, ein Schal nach Stephen West

Mohairino Medley gemütlich warm

Aber dafür kann ich mich in meinen richtig fein einwickeln. Obendrein ist er auch noch sehr gemütlich warm und kuschelig. Das ITO-Garn (Mohair) ist gar nicht kratzig oder kitzelt. Ich bin ja ohnehin da nicht so empfindlich und die Premium Krönchengarne sind ganz weich. Die Anleitung war sehr verständlich geschrieben, wenn auch auf englisch. Aber auch da habe ich die Erfahrung gemacht, dass englische Anleitungen ohnehin meist verständlicher sind.

Die Musterfolge ist schnell eingängig. Stephen West hat die Anleitung geschrieben und finde ich seine Modelle sind immer etwas abgedreht. Doch hier hat er bei mir voll ins Schwarze getroffen. Es ist die erste Anleitung die ich von ihm gestrickt habe. Die Garne werden in den Mustern immer wieder untereinander getauscht, so entstehen die verschiedenen Farbbilder.

Aber soll ich dir was sagen? Ich habe ihn tatsächlich bisher nur für diese Bilder um meinen Hals geschlungen. Er lag bisher brav im Schrank und wartet auf seinen Einsatz. Die Bilder hat wieder einmal meine Hoffotografin Magda gemacht.

Zusammenfassung

Anleitung Westknits (Stephen West)

  • Hell Lila – 1 Knäuel Schachenmayr Regia Premium Bamboo
  • Pink – 1 Knäuel Schachenmayr Regia Premium Bamboo
  • Vanilla – 1 Knäuel Schachenmayr Regia Premium Cashmere
  • Blue – 1 Knäuel Schachenmayr Regia Premium Silk Color
  • 2 Knäuel ITO Sensai (Pale Blush)

Nadelstärke 3,5
Gewicht 320 Gramm
Größe 200×80 cm
Strickzeit 1 1/2 Monate

+4

Mein Kolding, da ist er endlich!

Hach, was ist der kuschelig! Der Kolding. Er ist ja auch schon eine ganze Weile fertig. Doch ist es nicht immer so einfach, sich mit meiner Fotografin zu treffen. Ähhmm. Stimmt, du hast recht! Ich habe dir vor zwei Wochen erzählt, dass ich mich mit ihr getroffen hatte. Aber die Fotos haben mir dann doch nicht gefallen.

Diese hier gefallen mir schon viel besser. Auch wenn ich immer noch ziemlich mitgenommen aussehe. Na, die letzte Zeit ist eben nicht ohne Spuren an mir vorüber gegangen. Die Haare sind ganz schön grau geworden und einige Falten sind geblieben. Aber ich wollte nicht über mich, sondern über den Kolding reden. Ist der nicht schön?!

Schau doch nur mal, mit so einfachen Ideen hat ChrisBerlin richtig schöne Effekte geschaffen. Kleine Umschläge, linke Maschen, einfach rechts/links und eine Menge Reihen in Patent gestrickt. Dazu kommen noch ein paar effektvolle Löcher und schon hat man ein spezielles Tuch. Allerdings bin ich nicht die Einzige, die mit dem Kolding durch die Welt geht. Schon viele, viele stricktechnisch Begabte haben sich diesen Schal gestrickt.

Ich hoffe ja mal, dass mir einer über den Weg läuft und ich sagen kann: “Ahh, ist das nicht ein Kolding von ChrisBerlin?” Wenigstens 2 werde ich wohl irgendwann treffen. Den von Carina und von Magda. Da fällt mir gerade ein, einen habe ich tatsächlich schon gesehen. Den hat Betty gestrickt. Aus Mohair und einem Lacefaden. In Rosa! Rosa ist ja auch eine wunderschöne Farbe… Aus Mohair werde ich mir diesen Schal auf jeden Fall auch noch machen. Vielleicht nicht gleich, aber bestimmt demnächst…

Das Garn für meinen Kolding

Ich habe mir ein besonders kuscheliges Garn ausgesucht. Aber eines, das dann auch mal in der Waschmaschine seine Runden drehen kann.  Ich musste auch nicht lange suchen, denn ich bin von der Schachenmayr Krönchenwolle überzeugt. Ich liebe meinen KrönchenPullover. Der Kolding ist allerdings nicht aus dem Seiden Garn sondern aus der Premium Cashmere von Schachenmayr Regia. Die 10 % Kaschmir, machen das Garn wirklich sehr fluffig. In meinen Augen viel zu schade für die Füße. Aber auch dort bestimmt ein feines Tragegefühl.

4 1/2 Knäuel habe ich in dem Schal verstrickt. Mit ein paar Tricks hätte ich auch noch den Rest in dem Schal versenken können. Dann wäre er aber noch länger geworden oder breiter. Jetzt hat er eine Länge von 210 cm und an der breitesten Stelle ist er 65 cm. Er hat eine eigene Form, was dazu führt, dass man öfter mal kreativ sein muss, wie man sich den Schal um die Schultern legt. Im Frühsommer kann man ihn sich bestimmt wie eine Stola umlegen und vielleicht mache ich mir ein paar Knöpfe an die schmalen Seiten, dann könnte ich ihn als Ärmelschal tragen.

Noch einmal die Eckdaten

Gestrickt aus: Premium Cashmere von Schachenmayr Regia
Verbrauch: 4 1/2 Knäule
Nadelstärke: 3,5 mit Holznadeln von KnitPro
Anleitung: ChrisBerlin
Größe: 210×65 cm

 

+6

Mohnfeld im Nebel

Ein Schal wie ein Mohnfeld

Wie sollte ich dieses Projekt nur nennen. Mohnfeld kam mir in den Sinn, weil ich zuerst den dunkelsten Strang des Adventskalenders in den Händen hielt. Als ich aber die anderen Knäuel ansah, war ich mir nicht mehr so sicher. Vielleicht auch ein Mohnfeld im Nebel? Egal, wie man das Projekt nennt, es ist endlich fertig. Endlich, weil ich diese Wolle schon seit Jahren besitze.

Schon wieder ein Märchen

Es war einmal ein Wollgeschäft in den Hackeschen Höfen in Berlin Mitte. Da saß der tapfere Verkäufer Herr U. Immer wieder an einem Samstag gab es dort ein gemeinsames Stricktreffen. Es war immer sehr interessant und lustig. Laut und Lecker, denn es gab viel zu schnattern und viele leckere Kuchen. Und es sollte sich ergeben, dass der Herr U einen Adventskalender im Sommer anbot, der natürlich erst zur Weihnachtszeit da wäre. In dem Kalender sollten wunderschöne Stränge sein. Aber wie die aussehen würden, dass sollte eine Überraschung bleiben. Drei Grundfarben standen zur Auswahl. Die mutige Karminrot entschied sich für die Rote Variante. Und die flinke  Frau Kunzfrau traf die selbe Entscheidung. Die schlaue Betty, hielt sich zurück und dachte sich ihren Teil.

So begab es sich, dass der ersehnte Adventskalender kurz vor Weihnachten in den Besitz der Geblendeten überging. Eine passende Anleitung wurde sogar dazu geliefert und die Damen machten sich flugs ans stricken. Wie enttäuscht waren sie von der Form des zu erwartenden Tuches und auch die Farben versprachen nicht das zu sein, was sie erhofften. So wurden die Stränge erst zu einem halbfertigen Tuch, um schnell wieder in Knäuel verwandelt zu werden, die in eine große (Verschmäh-) Kiste wanderten.

Lange mussten sie in der Kiste schmoren, bis Karmirot eine neue Verwendung für sie fand. Bei ihrer Freundin, der vielseitigen Magda, fand die Strickerin ein schönes blaues Garn von der Wollnerin, das sehr schön zu dem Adventskalendergarn passen könnte. Magda gab es gerne, denn auch in ihren Kisten warten Schätze, das glaubst du nicht! Und so suchte Karminrot nach einem passenden Muster. Einen Schal wollte sie stricken. Viele Bücher und Projekte durchstöberte die Strickerin.

Doch nichts wollte ihr so recht gefallen. Bis sie über einen Musterschal stolperte, der viele verschieden Muster vereinte. Doch solch ein Werk gefiel ihr nicht. Aber das eine Muster, das war besonders schön und so wurde es mit der gut abgelagerten Wolle angestrickt. In Wellen breiten sich die Farben aus. Erst sind es nur kleine rote Punkte wie ein Mohnfeld, um immer mehr durch das Grau des Nebels zu schimmern und am Ende in seiner vollen Pracht zu erstrahlen.

Schwer liegt der Schal nun um den Hals von Karmirot. Und breit ist das Mohnfeld auch geworden. Aber genau so wollte es die Strickerin ja haben. Denn sie mag breite Schals, die man sich mehrmals um den Hals wickeln kann. Und so nahm das Märchen um die verschmähte und gewickelte Wolle ein gutes Ende.

Und willst du nun wissen aus welchem Material der Schal gestrickt wurde? Dann schau, was ich in den Eckdaten geschrieben habe.

Die Eckdaten:

Nadelstärke 4
Material:  Chestnut cabin “Winterzauber” und Merino-Silk von der Wollnerin
Größe: 240 cm lang und 50 cm breit
Gewicht: 275 Gramm
Zeit: Lustlose 5 Monate
wenn dir das Muster gefällt, dann findest du es hier (Inzwischen überarbeitet) Mohnfeld im Nebel

 

+4

Damona, ein Tuch nach Birgit Freyer

Damona, eine keltische Prinzessin

Damona hört sich doch toll an! Ich musste direkt mal googlen, wer Damona gewesen sein soll. Damona war eine keltische Göttin. Sie war die Partnerin des Heilgottes Bormo. Damit ist dann auch meine Sucht nach der Namensforschung ausgereizt. Ich fand einfach nur die Anleitung toll, weshalb ich den MysteryKal von Birgit Freyer mit gestrickt habe. Ich mag keine Mysterys mehr, denn ich bin zu oft hineingefallen.

Bei dem Tuch hatte ich aber schon bei Marion gelinst. Und was ich da sah, gefiel mir so gut, dass ich in meinen Vorräten nachschaute, ob ich passende Wolle habe. Hatte ich tatsächlich. Lustigerweise sogar aus dem Hause Freyer. Filace Noble aus Kashmir, Merino… ein wirklich feines Garn in der Farbe Almonde. Als zweiter Faden kam dann das dunklere Setamo in Frage. Ein Garn aus 50% Seide, 50% Mohair.

Ziemlich fluffig das ganze. Und zusammen verstrickt, ein Träumchen. Das Tuch ist so luftig leicht, dass man es kaum merkt, wenn man es um den Hals legt. Das Tuch wird eigentlich mit einer Freyertypischen Spitze gestrickt. Ich mag ihre Spitzen-Tücher, aber in diesem Fall, fand ich es zu altbacken. Ich bin ja nun mal der sportlicher Typ.

Gestrickt habe ich das Tuch mit einer 4,5 Nadel. Es hat eine Bananenform und das Muster ist sehr einfach zu verstehen, wenn man die Spitze weglässt. Damit es nicht ganz zu einfach und schlicht ist, habe ich einen Mustersatz der Spitze mit eingefügt. Wenn du wissen willst, wie das Original aussieht, dann musst du mal hier schauen. Aber auch Marion ihr Tuch ist inzwischen fertig.

Ich kann dir nur sagen, ich bin sehr glücklich mit dem Tuch, so wie es ist. In der Kal-Gruppe bin ich allerdings etwas angestoßen damit, nicht das ganze Tuch zu stricken. “Es ist dann kein echtes Freyer-Tuch!”
Es hat auch so schon eine ordentliche Größe. 2,26 Meter lang und an der breitesten Stelle ist es auch ohne die Spitze 67 cm. Das reicht mir völlig aus.

Das Damona-Tuch hat noch einen lustigen Effekt, der mir am Anfang gar nicht aufgefallen ist. Das Mohairgarn war am Anfang etwas dünner. Warum auch immer es wie ein Spinnenfädchen aussah, keine Ahnung. Aber das hat zur Folge, dass es über die Hälfte des Tuches heller scheint und erst zum Ende hin einen kräftigeren Ton bekommt. Hoffentlich geht es mir im Laufe der Zeit dort, an den dünnen Stellen nicht kaputt.

Zusammenfassung

Größe 226 cm lang 67 cm tief
Wolle Filace Biagoli Noble 44 Gramm verbraucht
Filace by Birgit Freyer Setamo  ca 50 Gramm verbraucht
Nadel 4,5
Anleitung Birgit Freyer Damona 

+5

Das gestrickte Klimachaos, der Klimaschal

Gestricktes Klimachaos, der Klimaschal

Das Klima ist ja gerade wieder in aller Munde. In den Nachrichten hört man, wie sich die Großen zusammen setzen und versuchen dem Volk gerecht zu werden. Aber laut Politiker, sollten wir uns keine Gedanken um das Klimachaos machen. Doch umsonst gehen die jungen Leute nicht auf die Straße und “schwänzen” die Schule, wie einige Politiker sich zu den ersten Protesten geäußert haben. Aber plötzlich nehmen die Politiker die Menschen wahr, die auf der Straße stehen und verlangen, dass sich etwas ändert. Und es muss sich etwas ändern. So können wir nicht mit unserer einzigartigen Erde umgehen!

Doch sind die Abkommen, die die Politik trifft, doch eher lächerlich. Was glauben die Mächtigen eigentlich, wieviel Zeit unserer Erde noch bleibt? Gestern habe ich mit meinen Monstern darüber diskutiert. Sie sind der Meinung, dass man schon im Kleinen anfangen muss. Und genau, das mache ich. Jeder kann direkt mit seinem eigenen Verhalten dazu beitragen, die Welt ein Stück weit zu retten.

Wie sehr sich das Klima seit 1880 verändert hat, das kann man sehr gut an meinem #Klimaschal ablesen. Die globale Durchschnittstemperatur veränderte sich bis zum heutigen Tag um Einiges. Es wurde zusehends wärmer. Und während ich an meinem Schal strickte, in die Jahre kam, in denen ich groß geworden bin, fielen mir Jahre ein, in denen wir in Berlin kniehohen Schnee hatten. Als die Monster alt genug waren, um mit einem Schlitten die Abhänge hinunter zu schliddern, da gab es kaum noch Schnee. Der Gedanke, dass meine zukünftigen Enkel, Schnee nur noch aus Büchern oder von Bildern kennen, das macht mir Kummer.

Wenn du nun auch ein Statement stricken möchtest, denn nichts anderes ist dieser Schal, dann findest du die Anleitung hier bei Schachenmayr. Ich fand die Wolle von Schachenmayr einfach klasse, weshalb ich sie genutzt habe. Einige Farben sind auch noch übrig, obwohl das Blau schon recht knapp wurde. Dafür sind von den roten Farben noch genügend übrig, um die Katastrophe weiter zu stricken.

Vor kurzem, habe ich an der Langen Nacht des Klimas teilgenommen und dort auch Frau Doktor Eva Stegen kennengelernt, die sich diesen Klimaschal ausgedacht hatte. Im Grunde hat sie die Idee von einer Klimaforscherin (Prof. Ellie Highwood) gemopst, die eine KlimaBabyDecke gestrickt hatte. Einen Schal kann man aber noch besser auf eine Klimademo mitnehmen. Am letzten Freitag fand eine wirklich große Demo auf der ganzen Welt statt. Berlin nahm mit ca. 270.000 Menschen teil, die die Straßen  verstopften. Ich kam kaum mit dem Fahrrad dorthin. Aber ich war da!

Wir erben die Erde nicht von unseren Vorfahren, wir leihen sie von unseren Kindern

(Indianisches Sprichwort)

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