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Emilia, etwas leichtes, sollte es sein

Ein Überwurf, für alle Fälle

Poncho

Die Emilia ist ein kleiner Überwurf, den ich gerade für eine Freundin fertig gemacht habe. Sie hatte mich gefragt, ob ich ihr, für ein bestimmtes Kleid etwas stricken könnte, damit ihre Schultern etwas bedeckt sind.  Da bietet sich Emilia, als einen Überwurf oder auch Poncho an. Allerdings verträgt sie keine Wolle. Also alles, das was eventuell kratzen könnte. Erst einmal stand die Frage im Raum, wie soll das denn aussehen? Ravelry bietet eine Menge schöner Anleitungen und nicht alle sind kostenpflichtig. So habe ich die Emilia gefunden. Ein lässiger und schicker Überwurf.

aus Leinen

Aus Leinen

Wie gesagt, das Problem bestand daraus, dass die Freundin keine Wolle verträgt. In Gedanken hatte ich gegrinst und schon daran gedacht mit Jute zu stricken. Aber so gemein bin ich nun doch nicht. Die Wollnerin hatte aber eine Idee. Sie zeigte mir die Garne von Erika Knights. Reines Leinen. Und ich konnte es fast nicht fassen, genau die Farbe, in der das Kleid ist. Vier Stränge ergeben die passende Menge. Nach einem kurzen Austausch mit der Freundin, waren die Stränge in meiner Fahrradtasche verschwunden und ich konnte sie zu Hause wickeln.

Emilia in Studio Linen

Im Prinzip, wird der Überwurf wie ein breiter Schal gestrickt und dann am Ende an der Seitenkante im Maschenstich, zusammen genäht. Völlig Unspektakulär, würde eine Freundin sagen. Das Muster, in der Anleitung hat einen Fehler, der sich erst beim stricken heraus gestellt hat. In den letzen vier  Reihen, werden am Ende Umschläge, zuviel angezeigt. Wenn du es so stricken würdest, dann geht das Muster nicht auf. Es ist bei mir mal wieder ein wenig Widerstand aufgetaucht, kraus zu stricken. Das Original, wird oberhalb der Spitze in kraus gestrickt. Irgendwie habe ich das mal wieder überlesen. Das passiert mir nicht zum ersten Mal. Beim Childhood habe ich das auch schon einmal praktiziert.

Emilia (ich auch) von hinten

Material

Wie gesagt: 4 Stränge Leinen von Erika Knights. Das sind 200 Gramm und ca. 80 Meter. Gestrickt habe ich mit einer Rundstricknadel Stärke 6. Das ging wirklich schnell und hat Spaß gemacht. Die Wolle lässt sich super verstricken und macht ein schönes Maschenbild. Zeit…ist relativ. Ich kann dir nicht sagen, wieviel Zeit da drin steckt, aber das ich es mit Liebe gestrickt habe, weil ich der Freundin eine Freude machen wollte.

Emilia auf dem Spieli

Ich finde die Emilia so schön, dass ich mir selber eine stricken werde. Ich kann mich nur noch nicht entscheiden, welche Farbe ich mir aussuchen werde. Hoffentlich hat meine Wollnerin noch genug von diesem Garn. Inzwischen haben nämlich noch ein paar Freundinnen diesen Überwurf angenadelt. Wäre der auch was für dich? Ich kann ihn nur empfehlen, wenn du noch nicht so fit im Lace stricken bist, ist das ein toller Einstieg.

Bilder wieder einmal von Magda und verlinkt mit MMM und bei Maschenfein

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Regenwurmtuch 

Ein neues Tuch gestrickt, weil ich unbedingt einen Zauberball haben wollte…

Ich habe schon vor einiger Zeit mein Regenwurmtuch begonnen. Tatsächlich im letzten Oktober. Einige Modelle sind mir ständig dazwischen gekommen. Dafür konnte ich es überall hin mitnehmen. Das Muster ist so einfach und einprägsam, das man wirklich nicht mehr nachdenken musste.

Des Zauberball, mit dem schönen Namen “Herzstück”, landete in meiner Stricktasche, als  ich an einen Samstag bei Herrn U., an dem Samstagskaffee teilgenommen habe. Immer wieder bin ich um diese Zauberbälle herum geschlichen. Am Ende hatte ich den  Merino-Ball, wusste aber wieder einmal nicht, was ich daraus machen möchte. Mit 400 Meter​, reicht ein einzelner Ball nicht aus, um ein komplettes Tuch zu zaubern. In Meinen Wollkisten, habe ich einige schöne Reste Schätze. Darum habe ich ein wenig darin gekramt und ein Knäuel blauer Wolle gefunden. Blau-Grau und seidenweich.

Seidenweich, weil es die Crystal von der Wolllust ist. Die ist aus 70% Wolle, 20% Seide und 10% Kaschmir. Daraus habe ich meiner Schwester einmal ein unglaublich schönes Tuch gestrickt. Mit silbernen Perlen. Riesig groß und extra leicht. Ich habe es scheinbar nie fotografiert und nie einen Blogbeitrag gemacht. Schade, denn es ist immer noch ein Blickfang.

Die Anleitung, für das Regenwurmtuch findet man kostenlos im Netz, oder bei Ravelry. Aber auch viele schöne Regenwurmtuchkombinationen, das ich fast versucht bin, es erneut anzuschlagen.

So nun zu den Eckdaten: Das Tuch ist ein Dreieck und misst an der längsten Seite ca. 300 cm, an der breitesten Stelle ca 100 cm. Es wiegt nur 193 Gramm. Ein Fliegengewicht, sozusagen. Gestrickt habe ich mit meinen geliebten Knitpro’s aus Holz, in der Nadelstärke 3,5.

Ich habe dieses Tuch schon in mein Herz geschlossen. Sogar bei sommerlichen Temperaturen, macht es sich noch ganz angenehm um den Hals. (Gut, bei 30° im Schatten, lege ich es lieber ab). Die meisten Bilder, die du hier siehst, sind wieder von Magda gemacht. So langsam komme ich mir auch nicht mehr ganz so doof vor der Kamera vor.

Jetzt bleibt mir nur noch, mein hübsches Tuch bei Maschenfein Auf den Nadeln im April  und beim Creadienstag, zu verlinken. Und bei Fannys Liebste Maschen Nr.14, bei der man ein Überraschungsstrickpaket gewinnen kann, wenn sich 100 Strickprojekte bei ihr verlinkt haben. Vielleicht hast du auch Lust dich dort zu verlinken.


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Der Luftsprung aus der Frida Fuchs Wolle

Was für ein Garn,

Ein ellenlanges Tuch ist fertig. Und das schon eine kleine Weile. Gestrickt aus der Hosenmatz-Wolle von Frida Fuchs. Das sind Wollfärberinnen aus Berlin. Zweimal in der Woche haben die Füchsinnen ihren Laden in Reinickendorf geöffnet. (Wie witzig, das ist mir noch gar nicht aufgefallen. Reinecke und Frida Fuchs…) Ausversehen bin ich in diesem Laden gelandet und habe ganz ausversehen diese Wolle gekauft. Bei Instagram habe ich kurzfristig mitbekommen, das der Laden geöffnet hatte…
In dem Laden hing auch ein solches Tuch. Ganz schlicht, in kraus rechts gestrickt. Von der schmalen Spitze an, wird begonnen. Die drei Stränge, die ich mir gekauft hatte, waren eigentlich zu knapp bemessen, für dieses Tuch. Wie lang es wird, das kann man bei Tüchern ja meistens selber bestimmen und einfach abschließen, abketten.

Ich habe bis auf wenige Meter von den hellen Tönen alles verbraucht und hatte am Ende 280 cm in der Länge gestrickt. das ist eine Menge, wenn man es um den Hals legt. Breit ist es, an der breitesten Stelle gemessen, nur 65 cm. Es wiegt 300 Gramm und ist unglaublich weich. Ist ja auch reine Merinowolle.

Nachdem ich den Schal das erste Mal gespannt hatte, war es sogar über 3 Meter lang. Ein wenig viel. So wanderte er ein zweites Mal ins Wasser und durfte noch einmal, ohne viel Spannung trocknen. 
Ich habe es schon mehrmals getragen und freue mich immer wieder diesen Schmeichler um den Hals zu haben.

Gestrickt habe ich übrigens mit einer 4,5 Holznadel von Knitpro. Das Muster zum Luftsprung, findest du HIER oder HIER
Solltest du einen Tipp haben, wie man am besten solche riesigen Tücher so fotografiert, dass man das ganze schöne Tuch auf das Bild bekommt, dann her damit! Ich freue mich immer wieder über Anregungen.

verlinkt mit Maschenfein

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Wenn aus Silverleaf, doch wieder Blutrote Blätter werden

Das Tuch Silverleaf, habe ich irgendwann bei einer Frau bewundert, die schon mehrere Tücher von Lisa Hannes gestrickt hatte. Ständig bin ich um die Anleitung herum geschlichen und wollte mir dieses Tuch auch stricken. Als mir dann der Wollbonbon Abendrot in die Hände fiel, war es besiegelt. Silverleaf in Rot, ohne Silber. 

Ich hatte 550 Meter zur Verfügung. Mit Nadelstärke 4,5 ein recht schnelles Projekt. Wenn man dran bleibt und sich nicht von anderen schönen Modellen verwirren lässt. Abgelenkt, habe ich ziemlich lange an dem Tuch gestrickt. Letzten Oktober, habe ich angenadelt… 

Der Anfang ist einfach und es bleibt auch leicht zu verstehen und zu stricken. Die Anleitung ist leicht verständlich. Das ich mich allerdings für den Wollbonbon entschieden habe, bereue ich bereits. Beim stricken musste ich genau aufpassen, das ich alle Fäden des Garns erwischte, (der Faden ist nicht verzwirnt) und ich muss eine besondere Art haben das Tuch zu tragen, denn ich ziehe ständig Fäden. Was allerdings eine echte Freude war, ist der Farbwechsel. 
Das Tuch ist nun 2,50 m lang und an seiner breitesten Stelle 45 cm. Die Wolle ist ganz weich (wiedereinmal vom Merinoschaf). Den Wollbonbon habe ich bis auf den letzten Faden aufgebraucht. 

Nun flattert es nicht immer im Wind, sondern wird von mir gerne getragen. Die gezogenen Fäden, muss ich eben immer mal wieder einziehen. Der Farbverlauf, gefällt mir richtig gut.

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Childhood Memories, ein Tuch wie für mich gemacht

Ich wollte mir eigentlich keine Tücher mehr stricken, und dann war ich bei der Eröffnungsfeier von Herr U. in den Heckmann Höfen und habe mich in ein Tuch verguckt, das eine Strickerin gerade in der Mache hatte. Bei Ravelry findet man die passenden Anleitungen. Und schwupps…
…habe ich  mir ein Tuch gestrickt. Aus meinem Wollvorrat, habe ich 2 Knäule Funny Strumpf von Schachenmayr gezogen. In der Farbe Antik Color oder Altrosa. Die Vierer Nadeln gezückt und los. Habe ich dir schon mal erzählt, dass ich noch nie eine englische Anleitung gestrickt habe?
Die hier ist auf englisch. Aber zum Glück, kenne ich da eine oder zwei Strickerinnen, die mir geholfen haben. Außerdem hat die Anleitung einen schematischen Teil. Anfangs, stand ich noch auf dem Schlauch. Aber dann strickte sich das Tuch von selber.
Ich weiß, jetzt schreien gleich wieder einige auf und sagen, Sockenwolle am Hals, das geht gar nicht. Geht doch, nämlich bei mir und wenn das Tuch gebadet ist, fühlt es sich ganz wunderbar an. Das Tuch ist etwa 2,30 lang geworden und an seiner breitesten Stelle hat es etwa 75 cm. 
Außerdem habe ich dem Tuch eine persönliche Note verpasst! Ich mag dieses Krausrechts stricken nicht. Unterbewusst habe ich wohl die Anleitung falsch gedeutet und habe es glatt Rechts gestrickt. So kommen die Hebemaschen vielleicht nicht ganz so deutlich hervor. Wie gesagt unbewusst. Ich mag es dadurch nur noch mehr.
Für mich hat es sich gelohnt, die Zeit in dieses hübsche Tuch zu investieren. Wenige Zeit, denn es ist schnell gestrickt.
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Ein zweiter Quicksilver [Gestricktes 2016]

Ich habe es endlich geschafft, den zweiten Quicksilver zu fotografieren und dir zu zeigen. Ich habe ihn schon im März fertig gehabt. Nur hat er es immer nicht in den Blog geschafft. Warum auch immer.
Vor ewigen Zeiten gab es mal einen Satzt Sockenwolle bei Aldi Nord zu kaufen. Ich hatte mir daraus schon einmal Socken gestrickt und war von der Qualität für die Füße nicht überzeugt. Ich weiß nicht, wie man das nennt, aber die Wolle bildet so viele Knötchen und Flusen, das es nicht schön ist. Da Socken wesentlich mehr reibung ausgesetzt sind als Halstücher, habe ich die Reste kurzerhand zu einem Quicksilver verwendet.
Die Sockenwolle besteht wie üblich aus einem großen Teil Schurwolle und einem Anteil Polyester. Gestrickt habe ich mit einer 4er Nadel. Und verbraucht habe ich ca 400 Gramm. Könnten 450 gewesen sein.

Mein Monstermädchen hat ihn sich jedenfalls schon geschnappt und mag das Tuch. Sie kratzt es nicht am Hals, denn die Wolle ist wirklich weich. Deshalb vielleicht auch das Knötchenbilden.

Ich habe das Tuch mal in voller Länge auf meinem Fußboden ausgebreitet, Es ist stolze 2,80 lang und an seiner breitesten Stelle 60 cm. Aber nicht nur das Monstermädchen hat Spaß an dem Tuch.

Als es da so lag… kam Minou, unser spielaktive Katze und jagte Mäuse, die nur sie sehen konnte… 

Ich hoffe mal wieder öfter ein paar schöne Stücke zu zeigen.
Andrea

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