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Schnelle Geschenke

Schnelle Geschenke oder wie ich meinen Wollberg abbaue

Wieder einmal brauchte ich spontan ein Geschenk. Das Jahr ist immer so schnell vorüber, dass ich fast vergaß, meiner Schwester ein Geschenk zu besorgen. Die Jahre vorher hatte sie schon eine Tasche oder ein paar Socken von mir bekommen. Schon lange ist es her, dass ich ihr ein Tuch zum Geschenk gemacht habe. Aber so viel Zeit blieb mir dieses mal nicht.

Geschenke braucht man manchmal wirklich spontan. So fiel mir der Topflappen von Ducathi Baker’s Twine ein. Baumwolle hatte ich noch. Aber wie sollte es anders sein, nicht die Farben, die zu meiner Schwester passen. Und schon gar nicht zu ihrer Küche. Doch der Zufall wollte es, dass meine Strickfreundin Magda eine kleine Reise nach Pankow zu Simply Stitch, unternehmen wollte. ich hielt also den Daumen raus und lies mich mitnehmen. Anke hat unglaublich viele schöne Wollen, die unbedingt mitgenommen werden wollen. Genug, um ein Jahrhundert lang Geschenke zu stricken.

Mir reichten zwei Knäuel Baumwolle in hellen Grautönen.Zu meiner Schande muss ich allerdings gestehen, ich habe diese Topflappen so schnell angenadelt, dass ich die Banderolen von der Baumwolle ziemlich schnell entsorgt hatte und mir dabei den Namen nicht gemerkt hatte. (Zum Glück gibt es Magda. Die weiß noch welche Wolle ich gekauft habe) Ich glaube aber, dass es ein Katja Garn ist. Die Anleitung von Ducathi ist recht verständlich. Wie immer muss man nur einfach anfangen und dann klappt das schon.

Aber Vorsicht, wenn man das Muster begriffen hat und merkt, wie gut die Topflappen in den Händen liegen, dann kann diese Anleitung schnell zu einer Sucht führen. Ich habe dann gleich noch aus meinem Vorrat zwei verschiedenen Grüntöne, mit den Resten der neuen grauen Baumwolle, zu zwei weiteren Lappen verarbeitet. Es macht wirklich Spaß schnell ein Geschenk zu stricken. Ich habe noch einige Baumwollreste und denke, die werde ich zu soliden Präsenten verarbeiten können.

Die Schwester bekommt aber erst einmal die Grauen. Und die Grünen gehen an die Frau, die mich gerade mit den besten Biokartoffeln versorgt hat, die ich jemals gegessen habe.
Eine Rezension zu dem Kochbuch, findest du übrigens hier!

Eckdaten

  • Muster: Ducathi
  • Nadelstärke: 3,5 Rundstricknadel
  • Material: 70gr Baumwolle/ -Reste
  • Zeit: eine Spielfilmlänge, ein Lappen
6+

Winterlinge, oder gestrickte Handschuhe

Ich nenne sie Winterlinge

Meine Winterlinge, ein paar Handschuhe, die habe ich mir schon im Herbst gestrickt. Es ist nicht das erste mal, dass ich mir Handschuhe gestrickt habe. Eigentlich stricke ich jedes Jahr wieder welche. Diese sind allerdings aus einem besonderen Garn.
Die Fliegenden Kiwi hat angefangen Wolle zu färben. Als ich das mitbekam, und ihre Bilder auf Instagram sah, wollte ich ihr Garn einfach mal ausprobieren. Da Die fliegende Kiwi in Berlin praktiziert und ich sie auch schon bei der Wollnerin des öfteren getroffen habe, habe ich sie direkt auf ihr Garn angesprochen. Man kann ihr aber auch eine Direktnachricht bei Instagram schicken.

Die Wolle

Die Winterlinge sind mit einem Merino Socken Woll Garn, mit dem typischen Polyester Anteil, gestrickt und fühlen sich mega weich an. Die Färbung erinnert mich ein wenig an eine Tigerente. Kennst du die noch? Gestrickt habe ich sie von den Fingerspitzen herunter. Also erst jeden Finger einzeln stricken und dann auf einem Nadelspiel, bis auf den Daumen zusammenstricken. Hört sich kompliziert an, ist es aber nicht. Wenn man an dem Daumen-Winkel angekommen ist, dann werden ein paar Maschen extra angestrickt, um sie dann so nach und nach zu einem Keil wieder zusammen zu stricken. Hört sich wieder kompliziert an, ist es immer noch nicht.

Sind dann genügend Maschen auf den Nadeln,  um das du bequem in den Handschuh schlüpfen kannst, kommt das Büchen dran. Aber immer daran denken, dass du die Handschuhe keinesfalls verlieren möchtest. Also ruhig entweder die Nadelstärke wechseln oder noch zwei Maschen weniger auf den Nadeln parken… Das Bündchen solltest du möglichst lang stricken. Es ist schöner, wenn die Handschuhe bis über die Pulsadern reichen. Es wärmt einfach noch mal etwas mehr. Lustige Zöpfchen oder einfach rechts-links, das bleibt dir überlassen. Auch die Handrücken, könnte man mit einem schönen Muster verzieren.

In dem Handschuhbuch finden sich dazu ganz tolle Ideen. Das Garn von fliegende Kiwi hat sich super verstrickt. Es ist auch noch ein kleiner Rest übrig geblieben. Daraus habe ich ein paar niedliche Babysöckchen gemacht. Die Nachbarin hat sich gefreut.  immer noch hatte ich etwas übrig. Tatsächlich hat so ein Strang ja auch einige Meter, und Handschuhe brauchen keine ganzen knappen 400 Meter.

Ach übrigens, jetzt wo es so kalt ist, trage ich zwei handgestricke Handschuhe übereinander. Das ist richtig warm. So jetzt gibt es wieder ein paar Eckdaten.

Nadelstärke: 3,0
Verbrauch: 52 Gramm
Wolle: Sockenwolle Merino/Polyester
Strickzeit: nicht lange 😄
Muster: Erfahrung

3+

Ich habe mir Regenbogen-Handschuhe gestrickt

Regenbogen-Handschuhe…

…nicht ganz ein Regenbogen. Es fehlen ein paar Farben. Aber einen schönen Farbverlauf haben die Regenbogen-Handschuhe schon. Das Garn kommt aus dem Hause Lang. Meine Freundin hatte einige Knäuel abzugeben. So landete das eher unscheinbare Knäuel in meinem Fundus. Nachdem ich mit diesem Garn ein paar Socken für mich angenadelt hatte, dachte ich mir, dass das Garn viel zu schade für die Füße sei. Handschuhe. Ja die kann ich mir damit gut vorstellen.

In irgendeiner Schublade hatte ich noch eine Anleitung. Handschuhe von den Fingerspitzen herab gestrickt. Du beginnst bei den Spitzen und sammelst dir die Finger zusammen um sie dann alle in die Handflächen übergehen zu lassen. So kannst du dir die Finger sehr passgenau stricken. Ich hatte schon öfter nach dieser Anleitung gestrickt. Das Monstermädchen liebt ihre immer noch.

Gestrickt…

…sind sie mit Nadelstärke 2,25. Das Knäuel hat einen Farbverlauf der sich nach einem weißen Stück Faden wieder wiederholen soll. Ich habe aber festgestellt, das der Verlauf nicht hundertprozentig genau ist. Die Farben verschieben sich etwas. An den Füßen, wo die Runden größer sind, da merkt man den feinen Unterschied vielleicht nicht. Bei den kleinen Fingerrunden fällt es dann doch auf. Wahrscheinlich auch wieder nur mir selber, die genau weiß. wo die Fehler im Detail stecken. 😉

Ich hoffe, dass das Sockengarn nicht sonderlich nachgeben wird. Ich mag meine Handschuhe nämlich nicht verlieren oder das sie an meinen Händen verrutschen. Sie sind geeignet um eine Schneeballschlacht zu gewinnen. Zumindest keine all zu kalten Finger zu bekommen. Der Anteil der Schurwolle ist, wie bei den Sockenwollen üblich, recht hoch. Schurwolle wärmt, ist Wasserabweisend (eine Zeitlang wenigstens) und trocknet schnell wieder.

Jetzt muss es noch etwas kälter werden, damit ich sie ausführen kann. Morgens, auf dem Weg zur Arbeit habe ich sie schon mal angehabt. Ich finde sie bequem. Die nächsten Handschuhe sind schon in Gedanken in Arbeit. Doch dieses Mal nach einer anderen Anleitung. Davon erzähle ich dir demnächst.

Ein paar Eckdaten:

  • ein Knäuel Twin Soxx von Lang Yarns
  • 2,25 Nadelspiel
  • Anleitung aus dem Buch Handschuhe stricken von Veronika Hug (meine Anlleitung ist schon Jahre alt!)
  • Zeit und Geduld. Ich habe ca 20 Stunden gebraucht

verlinkt mit

Liebste Maschen

und bei Niwibo…da wird kuscheliges im November gesucht

1+

Handschuhe…

Und kein Winter in Sicht!

Handschuhe in Pink
Mein Monstermädchen wollte mal wieder ein paar neue Handschuhe haben. In unserem Lieblingssockenwollladen hat sie sich eine Wolle ausgesucht. Trekking von Zitron, in einem wunderbaren Pink-Rot Gemisch. Ich habe schon einmal Handschuhe für mein Mädchen gestrickt. Die sind jetzt allerdings schon so abgenutzt, passen auch schon nicht mehr zu dem derzeitigen Farbwunsch meines Monsterchens.
Fünf Finger ist der Anfang
Handschuhe kann man recht schnell stricken. Ich fange dazu bei den Fingern an, Am kleinen Finger. Wenn ich alle fünf Finger beisammen habe, werden sie bis auf den Daumen zu der Handfläche und Handrücken zusammen gefügt. Wenn die Handlänge erreicht ist kommt der Daumen dazu und es wird so lange abgenommen, bis wieder so viele Maschen vorhanden sind, wie nach den Fingern. Bei den neuen Handschuhen habe ich dann ein einfaches Zopfmuster gestrickt, damit die Handschuhe am Handgelenk gut sitzen und nicht verloren gehen. Jetzt fehlt nur noch das Handschuhwetter dazu. Aber ob das noch kommt, bezweifle ich.
Außerdem habe ich noch die wunderbare Seiden Sockenwolle zu einem Handstulpenpaar verarbeitet. Das tolle Blau leuchtet im Sonnenlicht richtig und durch die Seide schimmert es etwas.
Das Muster habe ich von Betty bekommen. Und eigentlich sollte ich aus einer Wolle die bei dem Geschenk dabei waren diese Stulpen stricken. Die werden auch noch gearbeitet. Nur jetzt sitze ich erst einmal wieder an meinem Wasserwirbel. Ich mag diese UFO Produziererei nicht sonderlich. Ich habe es gerne erst fertig zu werden, bevor ich wieder neu beginne.
Jetzt habe ich euch über den Strickstand bei mir berichtet und kann ganz getrost wieder auf mein Sofa, mit meiner Tasse Tee und Wasserwirbel verschwinden. Habt noch einen schönen Sonntag.
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Weihnachten 2013

Geschenke, Geschenke…

So, die letzten Weihnachtsvorbereitungen. Schwiegermutter arbeitet in ziemlich zugigen Räumen und hat fast immer kalte Hände und Füße. Ihre Füße habe ich schon vor einiger Zeit mit warmer Wolle versorgt, jetzt sind die Hände dran.
Blau, finde ich, passt sehr gut zu ihr. Und sie liebt Katzen.
Ich weiß nicht mehr, wo ich dieses Katzenmuster schon mal gesehen habe, aber der Gedanke die Schmuser auf die Stulpen zu stricken wollte mir nicht mehr aus dem Kopf. Mit Hilfe von Karopapier und etwas Fantasie habe ich dann ein Muster gemalt.
Mit der Meilenweit von Lana Grossa stricke ich ohnehin viel, so das auch noch ein blaues Knäuel da war und Hellblau, gab es noch im Rest.Echt super, wie schnell man die Stulpen strickt, fand ich jedenfalls. Fast war ich soweit, die Teile selber zu behalten. Aber was bringe ich dann Schwiemu mit?

Ach ja, die Miezen haben natürlich noch Funkelaugen bekommen, Perlen habe ich auch noch reichlich von meinen Tüchern übrig.

Schwiegermama hat sich jedenfalls sehr gefreut und hat sie am nächsten Tag gleich Probe getragen und ihren Freundinnen stolz vorgeführt. Stulpen werde ich wohl noch einige machen, meine Tochter hat sich auch schon angemeldet.

Aber vielleicht werde ich ihr auch das stricken beibringen, dann kann sie sich selber bestricken 😉

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