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Andere Zeiten {Eine Reise nach Rom}

23.04.2019 | LinkParty, Monatsmotto, Unterwegs

Andere Zeiten

So könnte man unsere Reise nach Rom bezeichnen. Wenn man sich mal den Verkehr wegdenkt und sich in den Anblick der Gebäude fallen lässt, könnte man in der Innen-/ Altstadt auf den Gedanken kommen, in einer anderen Zeit gelandet zu sein. Die Wege sind immer noch mit den kleinen Steinen, den Sampietrini, ausgelegt und wenn man zum Kolosseum kommt, stolpert man über die römischen Straßen und fragt sich, wieso sind die in anderen Zeiten, nicht mit ihren Wagen stecken geblieben. Die Streitwagenfahrer oder die Händler, waren bestimmt gegen Schädelhirntraumen geschützt.

Sampietrini .png

Sechs Meter ist die Stadt im Laufe ihrer Entstehung, in die Höhe gewachsen. Auf die schon vorhandenen Bauwerke wurden einfach neue gestülpt oder aufgestockt. So staunt man, ob der verschiedenen Baustile. Und wenn man mal das Vergnügen hat, einen Blick in einen Innenhof werfen zu können, staunt man schon wieder. Denn fast überall sind Brunnen zu sehen. Kunstvolle Wasserspender, die wundervoll anzuschauen sind. Wieder kann man sich in andere Zeiten zurückdenken. Welcher Luxus, das fließende Wasser für die Haushalte war.

Wasser

Apropos Wasser. Wusstest du, dass zweieinhalb Tausend dieser „Nasoni“ in der ganzen Stadt verteilt sind? Die Römer schwören auf ihre Trinkbrunnen. Wer es kann, der hält die Wassernase mit dem Daumen zu und lässt sich das Wasser, durch ein kleines Loch oberhalb der Nase, direkt in den Mund spritzen. Ich habe es versucht, habe mich nicht nass gemacht und fand das Wasser köstlich. Das Wasser kommt seit der Antike über Aquädukte und Leitungen aus den Bergen. Was in den Brunnen sprudelt, ist dagegen nicht unbedingt genießbar.

Auch sonst ticken die Uhren in Rom irgendwie anders. Der Kerl und ich haben die Siebenhügelstadt mehrmals durchlaufen und uns an fast jedem Platz, der sonnenbeschienen war, einen Kaffee gegönnt. Die Touristen überfluten die Plätze und nur mit Mühe erkennt man ab und an einen Römer, der wesentlich entspannter über den Platz geht.

Auf den Straßen

Auf den Straßen herrscht zwar ein unglaublicher Verkehr, aber auch da hat man das Gefühl, mit Hetze und Quengelei, kommt man nicht schneller voran. Ich habe mich an den Straßenrand gestellt und dem „Tanz“ zugeschaut. Man könnte fast den Verdacht bekommen, dass die Fahrzeuge einen Reigen aufführen. Jeder lässt dem Anderen die Möglichkeit einzuscheren und der Fußgänger findet immer einen Weg über die vollen Straßen.

Rom 8.png

Zeit ist ein kostbares Gut, das wir uns einteilen sollten. Wir sollten lernen, die Momente, die besonders langsam scheinen, zu genießen. Denn schon im nächsten Moment, rinnt uns die Zeit wieder durch die Finger. Aber genau diese gelassenen Momente habe ich in der alten Stadt Rom genossen und für die Zeit, die ich mit meinem Kerl dort verbracht habe, bin ich ihm sehr dankbar.

Und weil es hier um Zeiten geht, verlinke ich meinen Beitrag bei Die Zitronenfalterin .Sie hat in diesem Monat die Zeit als Monatsmotto. Und Hier ging es auch schon mal um die Zeit. Über Katzenzeit, habe ich auch schon mal geschrieben.

5 Kommentare

  1. Andrea Stock

    Liebe Andrea, wir waren vor ca. 25 Jahren dort. Das Hotel sollte in einer ruhigen Seitenstrasse sein. Wirkliche Ruhe gab es damals nur zwischen 4:00 und 5:00 Uhr morgens, aber die Stadt war einfach wunderschön.

    Liebe Grüße

    Andrea aus dem Sauerland

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  2. Rosa Henne

    Toller Post, liebe Andrea. So schön geschrieben und – Fotos hätte ich gerne noch ein paar mehr angesehen ;-). Martin Suter lese ich gerne. Vielleicht sollte ich mir mal die Zeit nehmen für „Die Zeit, die Zeit“.
    Liebe Grüße
    Ingrid

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  3. Beatrice Lampe

    Liebe Andrea, das passt ja gut. Wir sind gerade in Neapel und Freitag und Samstag in Rom. Ich war schon mehrfach dort und mag die Stadt sehr. Viel mehr als Neapel, das laut und schmuddelig und so gar nict schön ist. LG Beatrice

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  4. Kunzfrau

    Hach ja, dein Bericht weckt Erinnerungen an Rom. Ich fand es auch toll dort. Die Brunnen haben wir auch fleißig genutzt, denn bei unserem Aufenthalt war es total heiß. Ich habe Rom sehr genossen, möchte aber kein zweites Mal hin. Warum genau, kann ich gar nicht so genau sagen. Ist eben so.

    Gruß Marion

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  5. Andrea/ die Zitronenfalterin

    Deine Reise in so eine geschichtsträchtige Stadt war bestimmt toll! Ja, da kann man bestimmt an jeder Ecke in vergangene Zeiten eintauchen oder sich hinein träumen. Ich glaube, dass die Fahrt mit einem Pferdewagen über so ein Pflaster bestimmt viel bequemer war als manches Gerumpel in der Postkutsche Jahrhunderte später im deutschen Hinterland (ich las da eine Beschreibung in einem biographischen Roman über Annette von Droste-Hülshoff letztens…) 😉
    Liebe Grüße
    Andrea

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