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Cat Knits ein Strickbuch für Katzenliebhaber

Da hat der Stiebner Verlag doch glatt ein Buch für mich im Sortiment gehabt. Cat Knits, 16 schmusewollige Strickprojekte mit Katzenmotiven steht als Überschrift auf der Coverseite. Klar, dass ich dieses Buch haben musste. Katzenmotive stricke ich gerne. Zum Beispiel hier ein paar schöne Stulpen für die Schwiegermutter.

Cat Knits

Tatsächlich stehe ich aber nicht alleine da, mit meiner Liebe zu Katzen. Sehr viele Strickerinnen haben oder lieben Katzen. So sollte diese Buch eigentlich ein Renner werden. Schon auf dem Cover findet sich die erste Katze. Der Hintergrund in einem Bonbonrosa. Die Farbe schreckte mich ein wenig, aber die Aussicht schöne Muster präsentiert zu bekommen, ließ mich darüber hinweg sehen.

Cat Knits Rückseite

Die Anleitungen sind von Marna Gilligan. Sie scheint wirklich eine absolute Katzennärrin zu sein, denn auf fast jedem Strickstück finden sich Katzen wieder. Mal sind sie als Motiv in Fair isle, dann wieder als Strukturmuster durch linke und rechte Maschen zu entdecken oder als Jacquardtechnik verewigt. Marna Gilligan schreibt in ihrer Einleitung, dass man sich an die verschiedenen Grundlagen heranarbeiten kann. Sie erklärt was sie vorhat und gibt dem Katzenfreund vier verschiedene Modelle zur Auswahl. So kann man sich mit einem einfachen Loop, über ein Tuch, zu einem Pullover vorarbeiten.

Ihre Anleitungen sind einfach und verständlich geschrieben. Es bleibt die Möglichkeit entweder nach Strickschrift zu arbeiten oder nach Textanleitung. Ich bevorzuge meistens die Strickschrift. Die Garne und Nadeln, die die Autorin benutzt, sind auch ziemlich dick. So sind Erfolge ziemlich schnell zu sehen. Wer sich dann an etwas mehr wagen möchte, kann sich an die zierlichen Lace-Muster in Pfötchenabdrücke wagen. Mein persönlicher Favorit.

Katzen, Kätzchen und Cat Knits

Die Pullover in diesem Buch, werden in einem Stück gestrickt. Da entfällt schon mal das lästige zusammennähen. Aber nicht jedes Model ist gleich für eine Anfängerin geeignet. Aber man kann sich durchaus daran wagen. Mara Gilligan erklärt recht einfach und verständlich. In ihrem Kapitel Techniken erklärt sie:

Immer wenn ich auf eine neue Technik stoße, schnappe ich mir Stricknadeln und einen Garnrest und probiere sie aus. Wenn es beim ersten Mal noch nicht perfekt wird, kann ich einfach alles auftrennen und es noch einmal (oder zehnmal) versuchen, ohne Angst zu haben, mein fertiges Strickstück zu ruinieren.

Ab Seite 116 sind die Stricktechniken zu finden. Sehr logisch und verständlich kommen die Erklärungen rüber, so dass eine Strickanfängerin sich ganz prima Fortbilden kann. Auch eine Erklärung wie man Steeken kann ist dort zu finden. (Immer noch mein Angstgegner!)

Katze in Cat Knits

Alles in Allem, finde ich dieses Buch recht nett aufgemacht. Wenn da nicht dieses Bonbonrosa wäre. Für Strickerinnen, die schon einiges mehr können, ist es eher ein langweiliges Buch. Ich habe mir etwas andere, spannendere Muster erhofft. Vielleicht werde ich das eine oder andere Muster aufgreifen und etwas stricken, das mehr zu mir passt.

Autorin Marna Gilligan
128 Seiten
Softcover
ISBN: 978-3-8307-2095-9
Stiebner Verlag

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Masterclass Stricken {Nadelgeplapper 4-21}

Ich habe den Mittwoch, das Nadelgeplapper verpasst… Dabei wollte ich dir doch mein neues Strickbuch vorstellen! Dann muss ich das eben heute nachholen. Das Strickbuch Masterclass Stricken könnte fast zu dem Jahresprojekt von der Zitronenfalterin passen. Vielleicht sollte ich mich tatsächlich damit in ihre Linkparty einreihen. Denn in dem Buch gibt es jeden Monat eine neue Stricktechnik zu lernen.

Strickbuch Masterclass stricken daneben ein paar angenadelte Socken

Zwölf Ideen und einige neue (für mich neue) Stricktechniken warten darauf studiert zu werden. Ähmm nicht nur studiert, sondern auch gestrickt. Es finden sich ganz wunderbare Ideen, Tücher, Hasen (ich liebe Hasen zu stricken!), Mützen, Socken und auch ein kleiner Pullunder im Fair Isle Muster zum Steeken (Mein persönlicher Angstgegner beim Stricken!)

Inhaltsverzeichnis Masterclass stricken

Viele Ideen

Auf dem Bild siehst du all die schönen Strickmöglichkeiten. Für jeden Monat eine Strickherausforderung. Witziger Weise fangen die Anleitungen erst im März an, weshalb es mir nicht schwer fallen sollte noch bei Andrea’s Linkparty mit zu machen. Ich würde mit den Helixstreifen beginnen. Und damit das nicht zu einfach wird, werden gleich ein paar Armstulpen daraus. Die Anleitung stammt aus dem Ideenkopf von Jen Arnall-CullifordIch habe mich schon länger gefragt, wie das geht, dass es keine Treppchen beim Streifenstricken gibt. Hier werde ich darüber aufgeklärt.
Die Designerin Ella Austin und Bristol Ivy sind zum Beispiel für weitere Anleitungen im Frühling zuständig.

Was ich sehr sympatisch an diesem Buch finde ist, dass die Stricktechniken detailliert mit Fotos beschrieben sind.  Zusätzliche Hilfen sind mit grauen Feldern hervorgehoben. Es macht auf jeden Fall Laune, sich schon mal Gedanken darum zu machen, wie man die gelernten Techniken aus dem Buch Masterclass Stricken auch anwenden kann.

Ich kann für den nächsten Winter bestimmt noch eine passende Mütze brauchen oder auch der Schwiegermutter einen schicken Schal stricken. Meine Wollvorräte würden sich freuen, endlich mal an die Luft zu kommen. Jen und Jim Arnall-Culliford gehen dabei immer vorne weg und zeigen uns, wie es geht, schöne Dinge zu stricken. In dem Vorwort, das Jim Arnall-Culliford geschrieben hat, spricht er davon, wie schön es ist in Gemeinschaft zu stricken. Im Moment ist das ja etwas schwierig.

Es gibt aber Ravelry Gruppen, die sich auf die Fahne geschrieben haben, sich gegenseitig zu helfen. Wem das Englische keine Schwierigkeiten macht, der kann sich direkt bei Arnall-Culliford-Knitwear Gruppe anmelden. Jim schwärmt zumindest in der Einleitung von dieser Gemeinsamkeit.

Masterclass Stricken

Fassen wir mal zusammen… Es werden 12 Techniken erklärt. Statt einfach nur Proben zu stricken, kann man ganze Strickstücke fertigen, die auch noch Freude und Sinn machen. Die 12 Techniken sind:

  • Nachträgliche Ferse und Daumen
  • Krausrechter Maschenstich
  • Krausrechte verkürzte Reihen
  • Helixstreifen
  • Intarsien
  • Ränder anstricken
  • Farbdominanz bei Fair isle Muster
  • Im Fadenring anschlagen
  • Provisorische Anschläge
  • Zopfsymbole in Strickschriften
  • Steeks (Mein Angstgegner)
  • Fersen stricken

Die Anleitungen sind von 12 verschiedenen Designern, wie Martina Behm, Rosemary Hill, Woolly Wormhead, Tin Can Knits, Ella Austin, Rachel Coopey, Ella Gordon, Sarah Hatton, Bristol Ivy, Kay Gardiner, Ann Shayne und Mary Jane Mucklestone. Ich finde es lohnt sich schon alleine der Anleitungen wegen, einen Blick in dieses Buch zu werfen. Und wie gesagt, ich werde mich vielleicht mit diesem Buch bei der Zitronenfalterin einreihen, in ihre Jahresprojekte.

Ideen kann man nicht genug sammeln.

Masterclass Stricken

Autor/en: Jen Arnall-Culliford
ISBN: 383072098X
12 Techniken in 12 Monaten.
Originaltitel: A Year of Techniques.
Stiebner Verlag GmbH
116 Seiten

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Verborgene Muster des Himalaya

Wer mich näher kennt, der weiß, dass ich die asiatischen Länder immer schon gerne bereist habe. Den Himalaya habe ich noch nicht abhaken können, würde es aber gerne mal, aus dem Flugzeug aussteigen und schon von der Landebahn aus die Achttausender bestaunen können. Nicht das sich die Ambitionen hätte einen dieser Wunder zu besteigen. Maximal bis an die Schneegrenze, darüber hinaus, bin ich wahrscheinlich schon nicht mehr in der Lage.

Was hat das nun mit dem Buch zu tun, das ich dir heute vorstellen möchte? Ganz einfach, ich teile meine Sehnsucht nach Bhutan und dem Himalaya mit der Designerin Annette Danielsen. Schon auf den ersten Seiten ihres Buches Verborgene Muster des Himalaya, schreibt sie davon, wie sie in Bhutan ankam und staunte. Sie berichtet davon, dass in dem asiatischen Land der Fortschritt des Landes in Bruttonationalglück gemessen wird. Also wieviel Bruttoglück hat man in seinem Leben? Wenn man dieses Buch in die Hand nimmt, dann nimmt das Bruttoglück auf jeden Fall zu.

Schon die Bilder in dem Buch machen Freude. Annette Danielsen verknüpft ihre entworfenen Strickstücke mit Dingen, die sie in Bhutan gesehen und fotografiert hat. Da gibt es die Butterlampe, den Donnerdrachen, die Gebetsfahnen (…) und noch weiter schicke Muster, die alle sehr stricktauglich aussehen. Insgesamt sind es 17 Muster für Jacken und Pullover, die alle an die Reise der Designerin erinnern.

Nehmen wir uns doch einfach mal ein Muster vor: Gute Gedanken (Gode Tanker) wäre wohl auch ein Muster, das ich mir bestimmt stricken würde. Dieser Pullover ist nach den Tonsteinen, den Chacha entworfen. Diese Steine gehen nach oben hin Kegelförmig zusammen und haben eine symmetrisches Muster. Dieser Pullover wird also von oben nach unten gestrickt. Die Passe besticht durch ein Zopfmuster, dass gleichzeitig die Zunahmen sind. Die Anleitung scheint gut erklärt zu sein. Aber man muss schon etwas Erfahrung haben um die Strickanleitung lesen und umsetzten zu können. Wie gut die Erklärungen allerdings wirklich sind, dass muss ich irgendwann selber einmal ausprobieren.

Was dem Buch völlig fehlt, was ich aber auch gar nicht schlimm finde, sind die Grundlagen des Strickens. Wer sich ein solches Buch kauft, sollte stricken können. Um stricken zu lernen gibt es genügend Bücher für Anfänger. Die 17 Anleitungen und Bilder aus dem Himalaya nehmen genügend Raum ein um 148 Seiten zu füllen.
Auf der letzten Seite sind dann noch einmal die Abkürzungen übersetzt. Alles andere findet man bei dem jeweiligen Muster.

Ich finde Verborgene Muster des Himalaya, ist ein prima Geschenk für Strickerinnen die sich mit den Grundlagen des Strickens auskennen und Freude an schönen Bildern haben. Aber auch einfach, weil die Muster von Annette Danielsen gut durchdacht scheinen. Immerhin ist die Designerin kein Neuling auf dem Gebiet. Auf Ravelry findet man die Dänin seit 2008. Ihr Portfolio ist reichlich bestückt.

ISBN 978-3-7843-5664-8
EAN 9783784356648
Seiten 148
Format Hardcover
Verlag Landwirtschaftsverlag

Aus dem Landwirtschaftsverlag, stammt übrigens auch das Buch Coffeehouse Knits, das ich im Oktober schon rezensiert habe. Auch da fand ich die Bilder und Geschichten drum herum sehr ansprechend.

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Coffeehouse Knits {Rezension}

Coffeehouse Knits, ein Buch wie für mich gemacht

“Ich habe ein Buch gesehen, dass wie für dich geschrieben ist! Coffeehause Knits!” So eine  Nachricht, bekam ich letztens von meiner Freundin Magda. Und ja, tatsächlich ist es mir förmlich auf den Leib geschneidert. Erstens dreht  sich fast alles um Kaffee und ums Stricken, zweitens, beinhaltet es hübsche Modelle zum nachstricken.

Was blieb mir da anderes übrig, als dieses Buch zu besorgen. 20 schöne Modelle sind auf den 145 Seiten zu finden. Verschiedene internationale Designer haben ihre Ideen zur Verfügung gestellt. Mütze, Schal, Handschuhe, Pullover und Strümpfe stehen zur Auswahl. Von einfach bis etwas kompliziert, ist alles dabei. Jede Anleitung ist sehr gut beschrieben, so dass man sich ruhig auch an die Herausforderungen machen kann.  Die Modelle haben so bezaubernde Namen wie Latte Swirl Pullover, Chai Latte Loop  oder Extra Sahne Socken.  Alleine dafür, ein wirklich gelungenes Buch.

Aber was mich noch mehr bezaubert hat, sind die Beschreibungen der Designerinnen über ihre Liebe zu Kaffee und Wolle. Sie alle erzähle davon, wie schön es ist, dass man sich zum gemeinsamen stricken trifft. Oder welche Rituale sie haben. Oftmals musste ich beim Lesen vor mich hin grinsen, weil ich mich da selber wieder gefunden habe. Hätte die Herausgeberin mich gebeten, einen Text über meine Liebe zum Stricken und Kaffeetrinken zu schreiben, dann hätte ich (fast) genau solche Texte zu Papier gebracht.

Seite 6: ” …Lassen sie ihr Strickzeug nicht zu lange liegen, hören Sie nicht auf, sich weiter mit ihren Freundinnen zum Lachen und Reden zu treffen, und bitte vergessen Sie nicht, sich ab und zu eine heiße Schokolade mit Marshmallows (oder einen Kaffee) zu gönnen, weil sie es sich verdient haben. (Amy Rollis)

Coffeehouse Knits trifft mich damit voll ins Herz. Manch Eine schrieb davon, wie sie durch das Stricken selbstbewusster wurde, dass sie, seitdem sie strickt, mehr Freundschaften gefunden hat. Wie gesellig das gemeinsame Werkeln sei oder wie man seinen Tagesablauf nach einer gewissen Routine richtet, immer mit dem Kaffee und dem Strickzeug.

Die Coffeehouse Knits Modelle

Ich habe selber noch nach keiner der Anleitungen aus diesem Buch gestrickt. Bisher haben mir die Coffeehouse Geschichten der Designerinnen gereicht. Was nicht heißt, dass ich nicht demnächst eine der Anleitungen ausprobieren möchte. Erklärt, sind sie recht gut. Ob sie Fehler beinhalten, kann ich erst beim Arbeiten heraus finden. (ich kann Anleitungen lesen, sehe aber nie spontan die Fehler. Das überlasse ich meinen Freundinnen, die haben ein Auge dafür!) Was mir aber auf Anhieb gefallen hat ist, dass die Modelle nicht in Größen eingeteilt sind, sondern mit Brustweiten oder Fußumfang! So kann man sich die richtige Größe selber heraus suchen und muss nicht erst nach all den Maßen suchen, die für mich passend wären.

Zu jedem Modell findet man zusätzlich eine Anmerkung, und dass schon gleich bei der Beschreibung. Zubehör, Nadeln und Maschenprobe, ist selbstverständlich. Muster sind zusätzlich als Chart verfügbar. (Ich stricke lieber nach Bild, als nach Text) Wie in den meisten Strickbüchern, findet man auch auf den letzten Seiten wieder Erklärungen, die einem das Stricken näher bringen sollen, bzw. Fragen klären könnten.

Jedes Model ist von einer anderen Designerin. Jede von ihnen, wird auf den letzten Seiten kurz vorgestellt. Auch das “über die Designerinnen” ist sehr nett geschrieben. Ich bin sehr froh, dieses Buch zu besitzen. Denn es ist nicht nur ein Strickbuch, sondern eine Hommage an das Stricken mit Kaffee und Freundinnen.

Autorin Kerry Bogert
ISBN 978-3-7843-5673-0
Verlag: Landwirtschaftsverlag
Erscheinungsdatum 14.08.2020
144 Seiten Hardcover

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Islandpullover (Buch) und neue Projekte

Islandpullover und neue Projekte

Ich glaube, ich hatte es schon einmal erwähnt, ich liebe Islandpullover. Oder noch besser, Pullover aus dem Hohen Norden. Ich mag einfach die schönen Muster, die man oben herum als Passe trägt. Sterne, Blumen Hirsche und was sonst noch Schönes. Mein Norweger, der inzwischen schon den echten Schnee gesehen hat und mein Lieblingsteil aus echter Islandwolle, werden mit Leidenschaft getragen. Wie sollte ich da an einem neuen Buch aus dem Hause EMF vorbeigehen können, ohne zuzugreifen.

Die Modelle darin haben mich sofort angesprochen. Klar, schon alleine die Farben. Und die Bilder sehen der Hammer aus. Die Autorin Wenke Müller, zeigt ihre Strickereien auch gerne bei Instagram. Auch bei Ravelry kann man ebenso einige schöne Sachen bewundern. Wenke Müller nahm sich mit 11 Jahren vor Strickmodelle zu entwerfen. Und das scheint ihr gelungen zu sein.

Das Titelmodell stand bei mir gleich ganz vorne auf der Liste. Der Islandpullover passt genau in mein Farbschema. Bis auf ein dunkles Braun, habe ich passende Wolle bei der Wollnerin ergattern können. Diese Farbe könnte ich auch mit einem Blau ersetzen, das ich vielleicht noch übrig habe. Denn aus dem BC-Garn habe ich mir schon einmal einen Pullover gestrickt

Lass mich mal zu dem Buch zurück kommen. 14 Pulloveranleitungen, 10 Accessoires (Mützen, Schal, Tuch, Stulpen) verführen dazu, sich mal mit in Runden stricken zu üben. Die Muster sind jetzt nicht so kompliziert, als dass man sich davor fürchten müsste. Zumal Wenke Müller schon gleich am Anfang erklärt wie es geht. Sie schreibt es, als würde sie neben dir sitzen. Die Pullover werden alle von Oben nach unten gestrickt. Der Vorteil, du kannst dein Gestricksel gleich anprobieren, testen, ob dir der Islandpullover passt. Ich finde das immer perfekt. Die wenigen verkürzten Reihen, die lernst du Ruckzuck, Die Autorin erklärt auch die Fadenhaltung bei dem Musterstricken. Allerdings empfehle ich, dazu ein Video bei YouTube zu suchen.

Auch schön an den Modellen ist, dass es Unisex-Modelle sind. Wenn man die Farben und die Maße anpasst, dann kann man sogar im “Partnerlook” gehen. Noch ein Vorteil der von Oben gestrickten Pullover ist, es gibt (fast) keine Nähte. Ich mag das Zusammennähen nicht unbedingt. Hier werden unter den Armen Maschen zusammengenäht…

Ich habe mir die Anleitungen bisher nur durchgelesen und noch keinen Fehler gesehen. Doch du siehst ja, die Wolle für das Titelmodell zappelt schon. (Oder bin ich es, die so aufgeregt ist und wieder alle anderen Projekte beiseite schiebt?) Ich werde es auf jeden Fall ausprobieren und denke, es wird wieder ein Vergnügen sein, so einen Pullover zu stricken.

Schade, dass ich nicht mehrere Hände habe und/oder schneller stricken könnte. Mindestens noch drei Pullover würde ich mir nadeln wollen und dazu die passenden Mützen. Sollte noch etwas von der Wolle übrig bleiben, dann stricke ich mir zu dem Hjördis-Pullover (das Titelmodell) noch die Baskenmütze Sif. Aber jetzt lass mich mal loslegen. Ich werde berichten, wie sich das Buch, die Anleitung und die Wolle machen.

EMF-Verlag
Autorin Müller Wenke
ISBN 978-3-96093-511-7
Seiten 144
Hardcover,  Format 25,6 x 20,5 cm

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Bunte Jacke stricken mit Cocoknits

Cocoknits, tolle Anleitungen in einem Buch gebündelt

Kennst du Cocoknits? Das ist das Label von Julie Weisenberger. Eine Designerin, die ihre Pullover in einem Stück strickt. Und nun gibt es ein Buch auf deutsch, mit ihren Anleitungen. Ich mag ihre Strickpullis und habe schon immer ein Auge darauf geworfen. Mit dem Buch habe ich mir einen Traum erfüllt. Es sind ja nicht nur die schönen Anleitungen, die mich verzaubert haben. Schon die ganzen Kleinigkeiten, die aus dem Hause Cocoknits kommen, kribbeln mich in den Fingern. Aber das habe ich ja schon hier geschrieben...

Cocoknits, Pullover stricken in einem Stück

Das ist der Titel, den das Buch aus dem Stiebner Verlag trägt. Das Buch ist ziemlich groß, fasst sich ein wenig gummiert an. Die Seiten lassen sich gut offen halten, was ich immer sehr wichtig finde, wenn man ein Muster nachstricken möchte. Blöd, wenn dann immer die Seiten wieder zuklappen. Auf den ersten Seiten stellt die Autorin einige ihrer nützlichen Tools vor. Beschreibt aber auch, dass man gut mit den Dingen arbeiten kann, die man schon zu Hause hat.
Julie Weisenberger erklärt ihre ganz eigene Methode, einen Pullover von oben nach unten zu stricken. Und das sogar richtig gut verständlich, so dass ich es fast einem Anfänger in die Hände drücken würde. Warum ich es dann doch nicht tun würde, kommt etwas später.

Die Anleitung ist toll bebildert und verständlich beschrieben. Auf der letzten Seite findet man die passende Vorlage, um Zu- und Abnahmen der vorgegebenen Anleitungen einzutragen. In dem Shop von Cocoknits kann man sich einen Block mit der Vorlage auch noch extra bestellen. Aber eine Kopie drucken, ist wohl in dem Fall etwas einfacher und schneller bewerkstelligt. Julie beschreibt, wie man die Anleitung in die Vorlage einschreibt. Dabei bin ich etwas gestrauchelt. Ich dachte, dass ich schon ab der ersten Masche die Vorlage ausfüllen muss. Aber das kommt erst, wenn man die Schulterpasse fertig gestrickt hat.

Was ich auch sehr schön finde ist, dass Julie sich Gedanken zu den verschiedenen “Bauarten” von uns Strickerinnen gemacht hat. Denn nicht jede von uns hat ein Modell-Maß. Darauf geht sie mit sehr logischen Beschreibungen ein. Kleine Bildchen, sehr schematisch, untermalen die Texte dabei noch etwas. Das heißt also, dass eine schlanke, kurze Gestalt einen anderen Pullover anziehen sollte, als eine dicke, lange. Mit einigen Tricks kann man daraus seinen passenden Pullover stricken.

Auf den letzten Seiten des Buches, findet man zum Abschluss die besonderern Zu- und Abnahmen. Einige spezielle Tricks, wie man zusammen näht oder sonstige Ideen. Prima erklärt und wieder bebildert. Und wer es ganz genau wissen möchte, kann auf Youtube nach dem entsprechenden Tricks suchen. Einfach Cocoknits eingeben und man wird fündig.

Nun zu den eigentlichen Modellen

Sieben wandelbare Modelle stehen zur Auswahl. Schicke Teilchen, die ich am liebsten alle stricken möchte. Einziges Manko… sie sind, bis auf ein Modell, alle mit dicken Nadeln gestrickt. Schade, dass es da keine Umrechnungstabelle oder so etwas ähnliches gibt. Julie Weisenberger betont zwar, dass man auf ihrer Seite nach einem Ersatzgarn schauen kann, aber dass manch eine von uns lieber mit dünneren Nadeln und einem feineren Strickbild stricken möchte, wird nicht berücksichtigt.

Ich habe mir das Modell Molly vorgeknöpft. Ich hatte von meinem Klimaschal noch so einiges an Wolle übrig. Damit würde ich mir eine fröhliche Strickjacke nadeln. Erstes Handicap, war wie gesagt, die dünnere Wolle. Jemand der stricken kann, kann sich anhand der Maschenprobe seine Strickerei passend rechnen. Dann bin ich, wie gesagt, über die Vorlage gestolpert. Die Maschenzu- und abnahmen werden erst nach der Passe eingetragen. Die Anleitung fand ich dann auch an manchen Stellen zu undurchsichtig. Da ich keine englische Anleitung hatte, kann ich nicht sagen, ob das ein Übersetzungsfehler ist, oder ob die Designerin das immer so macht. Damit wäre auch geklärt, warum ich die Anleitung nur einem Profi geben würde. Aber Profis arbeiten eher weniger mit so dickem Garn.

Was zählt, ist allerdings das, was hinten heraus kommt. Und das ist eine schicke Jacke mit einer super Passe und Schultern, die auf jeden Fall prima passen. Ich bin zufrieden, dieses Buch in den Händen gehabt zu haben. Und vielleicht besorge ich mir doch noch eine dickere Wolle und stricke ein Original mit Nadelstärke 8!

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