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Pfingsten mal anders {Samstagsplausch 22/20}

Pfingsten mal anders…

…normalerweise feiern wir an Pfingsten den Karneval der Kulturen. In Berlin leben so viele Menschen (180 verschiedene Nationen) aus allen Herren Länder. Irgendwann (es war das Jahr 1996) hat sich eine schlaue Gemeinschaft Gedanken gemacht, wie man den Bewohnern der Stadt die fremden Kulturen näher bringen kann und so zog der erste Umzug im Mai durch Kreuzberg.

Inzwischen ist der Umzug und das dazugehörige Straßenfest auf vier Tage angewachsen. Das gesamte Pfingstwochenende wird gefeiert, die Speisen und Tänze ausprobiert. Aber nicht nur die Berliner feiern diesen Karneval gerne. Üblicherweise kommen sehr viele Touristen in die Stadt. Das Spektakel gehört inzwischen mit ca. 1 Million Besuchern, zu einem der größten Straßenumzüge in Deutschland. Etwa 4000 Akteure nehmen an dem Umzug teil. Wenn du Bilder sehen willst, dann schau mal hier.
Und das fällt nun dieses Wochenende aus… Weshalb wir nun nicht zum Umzug bzw. zum Straßenfest gehen können. Was wollen wir denn nun stattdessen machen? Wie wäre es einfach mal an den Berliner Wannseestrand zu fahren? Vielleicht auch einfach ins Umland und die Natur genießen?

Stattdessen bin ich arbeiten und werde auf dem Nachhauseweg noch bei den Eltern vorbei radeln. Vielleicht gibt es dort ein kleines Stück Kuchen. Aber was es dort auf jeden Fall gibt, sind glückliche Augen, weil sich die Isolation langsam auflöst. Man sieht es ja schon immer öfter in der Stadt, dass die Menschen immer mehr auf Normalität aus sind. Wieder zanken sich die Virologen, wer denn am Ende recht haben wird. Aber das soll uns jetzt an diesem Pfingsten nicht tangieren. Wir werden einfach das genießen, was wir bekommen.

Die vergangene Woche war fast entspannt. Ein Treffen mit der Freundin. Ein Essen mit besonders lieben Menschen, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Ein Schal der fertig gezeigt wurde. Bücher, die mich fasziniert haben. Nächte, die ich mir um die Ohren geschlagen habe. Gespräche mit einem Menschen, die ich dir ein anderes Mal näher bringen möchte. Eine Mail, die mich zu Tränen gerührt und mir eine Gänsehaut verursacht hatte. (Warum habe ich darauf eigentlich nur, mit einer Kurznachricht geantwortet?) Außerdem war ich gestern auf der Jagd nach den richtigen 12tel Blick Bildern. Was ich dieses mal über Kreuzberg zu erzählen habe, veröffentliche ich am Sonntag. Könnte spannend sein! Aber nun zu dir, was lag dir in dieser Woche am Herzen?


Wenn wir bedenken, dass wir alle verrückt sind, ist das Leben erklärt.

(Mark Twain)

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5+

Abstand bitte! {Samstagsplausch 21/20}

Abstand bitte!

Du weißt ja, ich trinke sehr gerne Kaffee. Und das am liebsten in einem Café. Ich mag es, wenn man mir den frischen Kaffee an den Tisch bringt und ich den Gesprächen am Nachbartisch lauschen kann. Ich habe immer wieder gerne Berliner Geschichten geschrieben. Aber seitdem die Cafés wieder offen haben und man sich in der Öffentlichkeit treffen kann, ist es immer noch mit Abstand. Was musste ich grinsen, als wir letzte Woche bei unserem Hofladen saßen. Die Tische und Stühle standen in lustigen Kreidemarkierungen auf der Straße, damit der Abstand gewährleistet werden konnte. Wehe, sie würden über die Linie gezogen.

In unsere Lieblingsstrandbar bringen wir inzwischen unsere eigenen Stühle mit. So sitzen wir bei der Bar aber weit genug von den anderen Gästen entfernt. Als mein Kerl mit unserem kühlen Bier zurückkam, hatte er eine ältere Frau im Schlepptau, die wissen wollte, woher wir diese Stühle hätten. Der Kerl war schon etwas maulig, weil sie ihm schon an der Bar im Nacken, auf Abstand verzichtend, stand. Sie hustete immer wieder, zwischen den Sätzen, vor sich hin. Der Kerl antwortete recht unwirsch und verwies sie auf Mindestabstand, was sie aber geflissen überhörte.

Und wie ist das nun in der Fussballkneipe, die nun ein Restaurant ist, damit sie überhaupt öffnen kann? Der Kerl bekommt eine Nummer zugewiesen, damit weiß dann die Wirtin, dass er in dem Laden war. In anderen Einrichtungen, musst du deine Telefonnummer oder Emailadresse hinterlegen. (Ist das überhaupt DSGVO konform oder ist das im Moment ausgesetzt, wie die Nutzung des öffentlichen Straßenlandes, für die Gastronomie?) Geraucht werden darf dann natürlich nicht mehr. Dafür sitzen die meisten Gäste dann lieber an der frischen Luft. Eben des Rauchens willen.

Die Bedienungen flitzen mit einem Mund-Nasen-Schutz zwischen den Gästen herum. (Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, nicht besonders schön, wenn man das Ding 8 Stunden im Gesicht hat.) Sie kommen ganz schön ins Schwitzen, weil die Kunden niemals gemeinsam eine Bestellung aufgeben. Aber auch die Fußgänger, die an den Gästen vorbei wollen, müssen sich an den Tischen mit einem Mindestabstand vorbei schieben. So der eine oder andere Passant, wechselt dann lieber die Straßenseite.

Es ist einfach nicht einfach, den Abstand einzuhalten. Da sitze ich nun doch wieder mit meinem Kaffee und dem Strickzeug oder Buch auf meiner Terrasse oder treffe mich mit den Nachbarn auf deren Balkon. So bleiben wir immer hübsch auf Abstand. Aber wie lange soll das noch so weiter gehen? Wenn ich so durch die Straßen radel, dann sehe ich die Menschen immer mehr zusammenrücken und immer mehr auf den Abstand verzichten. Sie sehnen sich nach Normalität!

Je größer eine Sache oder ein Geheimnis, desto größer auch der Abstand, den es zu gewinnen gilt.

(Wladimir Wladimirowitsch Majakowski)

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6+

Raus, raus, ab nach Draußen {Samstagsplausch 20/20}

Raus, nach Draußen

Ist das herrlich. Draußen an einem Tisch, in einem Cafè sitzend, den ersten Kaffee genossen. Wie ein Geschenk kam der mir vor. Nur waren die Bedienungen sich noch nicht einig, ob wir auch echte Tassen und Teller bekommen können. Mein ökologisches Bewusstsein hat dabei schon etwas laut gemurrt, weil ich dachte, unnötigen Müll zu produzieren, damit hätte es ein Ende. Denn auch meinen Mehrwegbecher wollten sie mir nicht füllen. Doch in der Sonne sitzend, beruhigte sich mein Gemüt wieder. Es wird ja langsam besser. Ich hab mich mit der Freundin getroffen und draußen schnattert es sich fast noch mal so schön. Das Strickzeug blieb sogar in der Tasche und die Zeit flog nur so dahin.

Ach ja Strickzeug

Ich stricke immer noch an meinem Krönchenpullover. Ich musste mir erst zwei Knäuel Wolle besorgen, denn meine passenden Vorräte gingen zur neige. Dabei fehlt nur noch ein Drittel vom Ärmel. Es schleppt sich etwas. Na, auch das werde ich dieses Wochenende (vielleicht) hin bekommen.
Ich musste letzte Woche wieder arbeiten und bin irgendwie meiner Zeit hinterher gerannt. Dafür habe ich ein neues Kochbuch bekommen und hoffe, dem Kerl demnächst ein japanisches Menü vorzusetzen. Er glaubt ja immer noch, Japaner essen nur Tofu und Sushi. Dabei gibt es so viele tolle Rezepte, die sich sehr lecker lesen. Zwischendurch blättere ich in einem Reiseführer durch Deutschland. Urlaubsideen hatte ich bis dahin keine. Nun fallen mir immer mehr interessante Ecken Deutschlands auf, die ich noch nie gesehen habe. Urlaub ist in diesen Tagen ja auch etwas schwieriger zu planen. Wollen wir mal hoffen, dass die uns unsere Freiheiten nicht wieder wegnehmen. Hast oder hattest du Urlaubspläne?

Noch einmal Draußen

Ist es bei dir auch so frisch? Wer in der Sonne sitzen kann, der hat es gut. Denn sobald der Wind ums Eck fegt, klappern die Zähne. Der Kerl und ich haben es gestern wieder versucht, an der Spree zu sitzen. Kaum waren wir an dem Fluss angekommen, verzog sich die Sonne hinter eine dicke Wolke. Die blieb auch dort, bis wir wieder nach Hause fuhren. Es sind die Eisheiligen die sich wieder genau Mitte Mai getroffen haben. Mamertus, Bischof von Vienne, Pankratius, frühchristlicher Märtyrer, Servatius, Bischof von Tongeren, Bonifatius, frühchristlicher Märtyrer und zum Schluss die Sophia, frühchristliche Märtyrerin und Mutter Dreier geweihter Jungfrauen …Wir können hoffen, dass sie sich jetzt ausgefrostet haben.

So genug geschwafelt. Du merkst, meine Woche war nicht sehr spannend. Vielleicht sah es bei dir anders aus. Man erlebt ja kaum noch etwas besonderes.

So wie das Eisen außer Gebrauch rostet und das still stehende Wasser verdirbt oder bei Kälte gefriert, so verkommt der Geist ohne Übung.

(Leonardo da Vinci)

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5+

Lachen für die Seele {Samstagsplausch 19/20}

Wartest du auf den Samstagsplausch? Manchmal klappt es nicht so, wie ich es mir vorstelle. Da hilft nur…Lachen und nachträglich machen…

Lachen ist für die Seele

Lachen ist so wichtig! Es vertreibt Böses und hilft der Seele wieder stabil zu werden. Stelle dich doch einfach mal mitten in dein Zimmer und fange aus dem Nichts heraus an zu lachen. Einfach nur Hahahaha… Hohohoho… Dein Herz fängt an, dieses Lachen aufzunehmen und lächelt. Was Anfangs etwas schwer wirkte, wird immer leichter. Das Gesicht verzieht sich zu einem breiten Grinsen und mit einem mal, lacht dein ganzer Körper. Wenn es gut geht, dann bekommst du einen angenehmen Lachkrampf und lachst was das Zeug hält.

Der Erwachsene Mensch lacht viel zu selten. Kinder sind viel schneller bereit, sich auszuschütten vor Lachen. Wir sollten viel öfter versuchen, etwas von der lächerlichen Seite aus zu sehen. Lachen kann uns helfen Drohendes zu überwinden. Die Muskeln lockern sich und der Geist macht sich frei eine Lösung zu finden. Sogar Affen können lachen, wusstest du das? Lachen festigt Beziehungen und stärkt dein Immunsystem.

Katzen machen Spaß

Unsere Katzen haben uns gestern sehr zum Lachen gebracht. Meine Orchideen hatten es mal wieder dringend nötig ein Bad zu nehmen. Dazu stelle ich sie gerne in die Badewanne und brause die Pflanzen ab. Die Wanne füllt sich mit Wasser und die Töpfe bleiben einige Stunden darin stehen. Aber auch unser Katzen mögen es in der Badewanne zu spielen. Sie springen dazu einfach auf den Rand der Wanne und mit dem nächsten Satz hinein. Das Badezimmer war dunkel, die Braune schob sich durch den Türspalt und machte ihre erprobten Hüpfer. Nur, das dieses mal Wasser in der Wanne war. Erschrocken drehte sie sich und lief tropfnass aus dem Bad.

Etwas später saß der Kerl im Bad und Katze Nummer zwei begleitete ihn. Er warnte noch: “Achtung da ist Wasser drin!” Doch Schwupps, war auch sie im Wasser gelandet. Das graue Tier nahm es eher gelassen. Sie sprang wieder aus dem Wasser und tat so, als wäre es selbstverständlich. Aber beide Male musste ich herzhaft lachen. Es war so lustig! Da habe ich bemerkt, dass ich schon lange nicht mehr so herzlich gelacht habe.

Meine Woche

Die Woche war nicht besonders. Ich kann nicht gut mit einem Mundschutz einkaufen gehen. Es nervt mich einfach zu sehr. So kaufen wir nun etwas mehr, dafür gezielter ein.
Ich freue mich schon, dass demnächst vielleicht wieder Cafés aufmachen könnten. Der Kerl und ich haben einen Biergarten entdeckt, der Frisches to Go verkauft. In der Sonne einen Kaffee zu genießen, davon habe ich ja schon letzten Samstag geschwärmt.

Endlich habe ich ein Ufo fertig gemacht. Meine neue Jacke habe ich dir auch gezeigt. Eine Rezension ist endlich fertig geschrieben. Ein tolles Buch, dass ich dir ans Herz legen möchte. Das Tor habe ich ausgelesen, was mich eher enttäuscht hat. Aber davon erzähle ich dir demnächst in meinem Lesezimmer.
In meinem Briefkasten war ein dicker Umschlag, in dem ich eine liebe Überraschung von Wippsteers, bzw. Christina bekam. Und bei Instagram habe ich ein Srickbuch gewonnen. Jetzt warte ich jeden Tag sehnlichst darauf. Also alles in allem, doch eine tolle Woche.

Lachst du denn genug? Wenn nicht, dann versuche es doch einfach mal mit dem Lachen ohne Grund, so wie ich es oben beschrieben habe.

Wesentliche Dinge im Leben sind nicht zuletzt der Humor und die Fähigkeit, über sich selbst zu lachen

(Yehudi Menuhin)

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4+

Vogelgezwitscher überall {Samstagsplausch18/20}

Vogelgezwitscher überall in der Stadt

Und das schönste ist, dass man das Vogelgezwitscher beinah überall sehr gut hören kann. Die Stadt ist still. Immer noch. Obwohl viele Menschen das Bedürfnis haben, sich zu bewegen, einkaufen zu gehen und andere Menschen zu sehen. Inzwischen dürfte fast jedem die Decke auf den Kopf fallen, der nicht arbeiten gehen kann.

Wir, also mein Kerl und ich, waren letzte Woche in einem großen Park. Da gab es tatsächlich einen Imbiss, der Kaffee im Pappbecher verkaufte. Nur hinsetzen war keine Option! Die Bänke und Tische waren mit Flatterband abgesperrt. Überall hingen Zettel, dass man den Platz möglichst nicht zum Aufenthalt nutzen soll. Die meisten Besucher hielten sich auch nicht in der Nähe der Bude auf, sie suchten sich lieber einen schönen Sonnenplatz am Wasser. Wir ebenso. Mit einem heißen Kaffee in der Hand möchte man ja auch nicht herum spazieren. Also ich nicht! Da ich ja nicht mal meinen ökologischen Gedanken ausleben darf, indem ich meinen mitgebrachten Becher auffüllen lassen kann,(es könnten ja Viren daran kleben!), musste ich mit dem Pappding zurecht kommen. Aber auf den Deckel konnte ich wenigstens verzichten.

Es war ein schöner Nachmittag. Ich habe es genossen, im freien meinen Kaffee zu trinken. Dazu findet man ja zur Zeit nicht oft eine Gelegenheit. Dafür kann man die Vögel zwitschern hören. Aber auch in der Innenstadt ist das zur Zeit möglich. Die Straßen in Berlins Mitte sind so leer, dass man sogar die Spree fließen hört. So ohne die ganzen Touristen entdeckt man als Urberliner plötzlich Ecken, die man noch nie zuvor gesehen hat.

Schönes diese Woche

Was habe ich Schönes diese Woche erlebt? Lass mal nachdenken… Ich habe meinen Auberginen Mantel tatsächlich wieder aufgeribbelt und die Wolle ließ sich prima trennen. Der war nämlich doppelfädig gestrickt. Jetzt mache ich mir Gedanken, welchen Ersatz ich für den Auberginen Faden nehmen werde. Denn es steht fest, ich will diesen Mantel haben. Schön war auch, dass ich die meiste Zeit auf unserer Terrasse sitzen konnte, weil das Wetter so angenehm war. Außerdem habe ich es endlich geschafft eine Freundin anzurufen. Ich habe meine Tomaten umgepflanzt, damit sie ordentlich Platz zum Wachsen haben.

Und noch etwas fällt mir da ein… Unsere Tiger haben es tatsächlich geschafft eine junge Meise aus der Luft zu fangen. Übermütig muss sie den “Hungrigen” direkt vor die Krallen geflogen sein. Ihre Beute haben sie sofort in das Wohnzimmer verschleppt. In prima Katzenmanier, wurde der Vogel bespielt. Ich hörte nur ein flehendes Kreischen und schaute nach, was die beiden Damen in der Mache hatten. Todesmutig schmiss ich mich zwischen die messerscharfen Krallen und rettete den kleinen Pieper. Die Tiger waren nicht erfreut. Die Meise büste einen Großteil ihrer Schwanzfedern ein, was sie aber am Ende nicht davon abhielt davon zu fliegen. Seitdem habe ich das Gefühl, dass sie ihre gesamte Familie zum Vogelgezwitscher vor unserer Terrasse einlädt. Entweder zum Dank oder sie singen ein lautstarkes “Ätschlied”

Ein weiteres Highlight war der 12tel Blick am Kreuzberg. Die Menschen rund um meinen Blick lümmelten auf den Wiesen und sogar auf dem noch nicht in Betrieb genommenen Wasserfall. Die Bilder kannst du dir hier ansehen. Und wenn du Lust hast noch eine kleine Geschichtsstunde genießen.
Die Monatsbücher im April sind auch schon wieder abgeschlossen. Die gesammelten Bücher sind wieder richtig interessant. Die neue Linkparty werde ich heute noch fertig machen. Und nun zu dir… Was war bei dir das Schönste, das du erlebt hast?

Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.

(Franz Kafka)

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5+

Kochst du schon? {Samstagsplausch 17/20}

Kochst du schon?

Bei uns steht das Kochen gerade hoch im Kurs. Vielleicht, weil wir so viel Zeit miteinander verbringen, oder weil zusammen kochen einfach so viel Spaß macht. Der Kerl fragt schon am Mittag, was wir am Abend essen wollen. Oder wenn ich kurz mal in die Küche verschwinde: “Kochst du schon?” Tatsächlich koche ich ja sehr gerne. Ich mag es sogar andere zu bekochen und wenn es mir gut geht, dann lade ich Freunde ein und bekoche sie mit einem Drei- bis Viergang Menü. In meinem Kerl habe ich dann einen perfekten Gastgeber, der ordentlich dabei hilft, dass die Gläser nie alle sind, der Tisch auf- und abgedeckt wird.

Aber zur Zeit steht mir nicht der Kopf nach Viele-Gänge-Menüs. Dafür aber nach gemeinsamen Kochst du schon. Angespornt von verschiedenen Kochsendungen im Fernsehen. Dabei holt man sich wirklich gute Anregungen. Letztens haben der Kerl und ich Tim Mälzer dabei zugesehen, wie er oder sein Gegner in einer Pizzabäckerei im Herzen Florenz einen Pizzateig zubereitet hat. Der Inhaber der Pizzeria erklärte, wie man den besten Teig herstellen kann. Abgeguckt, ausprobiert… Ich glaube, ich habe noch nie so eine perfekte Pizza gebacken. Und das ohne holzbefeuerten Steinofen.

Kein Dinkel-Mehl im Handel!

Ich backe auch meine Brötchen und Brot selber. Der Sauerteig steht immer im Kühlschrank bereit. Und normalerweise habe ich immer einen kleinen Vorrat an Dinkel und Roggenmehl im Schrank. Aber seit 5 Wochen habe ich wirklich Schwierigkeiten, meine Mehle zu bekommen. Erst gestern war ich im Ökomarkt. Das Mehlregal war gut gefüllt… Mit Weizenmehl! Wenn auch das Gute, so doch kein Dinkel. Als ich an der Kasse dann den Verkäufer nach Nachschub fragte, musste er lachen und meinte, nachdem die Leute sich mit Toilettenpapier eingedeckt hatten, plünderten sie das Mehlregal. Coronabacken oder so. Heute würde der Markt 7 Paletten Nachschub bekommen, aber ob da Mehl bei sei, dass könne er mir nicht versprechen.

Tatsächlich habe ich beim Discounter dann noch einen einzigen Beutel Dinkelmehl bekommen. So können der Kerl und ich heute frische Brötchen zum Frühstück essen. Bist du auch so viel am kochen? Hast du in den letzen Wochen gar zugenommen? Ich fürchte, ich bin etwas fülliger um die Hüften geworden. Aber macht ja auch nichts, an den Strand kommen wir ja in der nächsten Zeit auch nicht so schnell…

Wenn ein Mann für dich kocht und der Salat enthält mehr als drei Zutaten, meint er es ernst

(Penelope Cruz)

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4+