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Über Stock und Stein {Samstagsplausch 24/21}

Über Stock und Stein bin ich gestern mit meinem Rad gefahren. Ich hatte das Gefühl, ich muss einfach mal vor die Stadt. Ins Grüne. Da habe ich meinen Drahtesel gesattelt und bin einfach losgefahren. Es sind nicht besonders viele Kilometer geworden. Aber ich habe mein Ziel erreicht, dass ich mich besser gefühlt habe.

Ein kleiner Espresso nach einem Trip über Stock und Stein

Kennst du das auch, wenn du einfach mal etwas für dich machst, dass sich das danach wirklich gut anfühlt? Es klappt nicht immer. Aber gestern, nachdem ich ich über Stock und Stein geradelt bin, war es perfekt.

Draußen sein

Ach ist das nicht schön, dass wir jetzt wieder draußen sein dürfen. Ähmm. Ja ich weiß, draußen durften wir ja ohnehin sein. Aber was ich meine,  ist, dass wir uns in eine Strandbar setzten können, oder bei dem Italiener um die Ecke, ein kleines Gläschen Wein am Tisch sitzend genießen können. Das haben der Kerl und ich auch diese Woche gemacht. Es gab beim Discounter Camping-Sessel, damit kann man sich auch auf eine Wiese neben der Gastronomie niederlassen. Egal, ob da Stock oder ein Stein liegt. Es ist einfach bequemer als eine Decke.

Aber um eben einen solchen Luxus zu bekommen, sind der Kerl und ich, einen ganzen Vormittag durch die Gegend gefahren. Die Campingstühle haben wir dann auch gleich in unserer Lieblingsstrandbar ausprobiert. Oh, was war die an diesem Tag voll. Nicht die Tische, die dort angeboten werden, sondern die Plätze an der Spree. So mussten wir auf eine recht ungewohnte Stelle ausweichen. Kurz nachdem wir uns dann eingerichtet hatten wurde unser Platz frei. Ein nettes männliches Pärchen hatte auch nur darauf gewartet, dass deren Lieblingsplatz frei wurde. Wir haben bei unserem Reigen, um die begehrten Plätze gut gelacht. Auch Lachen kann sehr befreiend sein.

Und sonst?

War es diese Woche bei mir sehr ruhig. Eigentlich sollten die Schlemmerstrickerinnen sich gestern treffen. Aber eine von uns hat sich unfreiwillig ausgebootet. Hoffentlich geht es ihr schnell wieder gut, damit wir uns wieder treffen können. Im Moment klappern meine Nadeln eher mäßig. Ich habe zwar den vierten Teil des Masterclass-stricken Jahresprojekt begonnen, doch blieb anderes dafür wieder liegen. Das Wetter ist einfach zu schön. Genauso geht es mir mit dem Internet. Ich schreibe seit 8 Tagen an dem 12tel Blick. Vielleicht schaffe ich es am Montag (Ich mache mal lieber keine Versprechungen!) Mein Urlaub ist jedenfalls vorbei und ich muss wieder arbeiten. Warst du diese Woche über Stock und Stein unterwegs? Oder gab es andere Unwegbarkeiten?

Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen, Unglück oft durch Vernachlässigung kleiner Dinge

(Wilhelm Busch)

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Gartentage {Samstagsplausch 23/21}

Gartentage könnten so entspannend sein. Die Sonnenliegen in die Sonne gestellt, den Cocktail Eiskaffee im Schatten daneben. Das Buch und das Strickzeug liegen griffbereit. Natürlich eingecremt, damit die Sonne keinen Schaden anrichtet … So der Plan!

So sehen meine Gartentage aus:

Mit dem Fahrrad bei gutem Wetter in den Garten fahren, die Sonnenliegen in die Sonne ziehen und ein kaltes Getränk daneben gestellt… dann der Blick auf die drei Kompostkisten, die schon jahrelang an der falschen Stelle stehen. Schlecht gewässert und einseitig gefüttert. Zuviel Sonne, zu wenig Wasser. So kann das nicht bleiben. Wo ist denn nur die große Schaufel, das große Sieb und die Plane?

Noch schnell einen Schluck vom kalten Getränk, ein leicht sehnsuchtsvoller Blick auf die Sonnenliegen und schon nehme ich die erste Kompostkiste auseinander. Dicke schwarze Erde quillt mir entgegen. Satt und gesund sieht sie aus. Dachte ich nicht, die wäre nicht besonders gut? Ich habe mich wohl geirrt. Schaufeln, sieben verteilen… Die Sonne steht schon ziemlich hoch. Ich habe vergessen zu trinken. Eine kurze Pause ist wohl drin. Dann geht es weiter. Die Kiste muss leer werden. Sie kommt an einen neuen Platz. Mehr im Schatten, weiter weg vom Haus, der Vater ärgert sich jetzt schon, dass er nun weiter laufen muss! (5 Meter) Endlich habe ich es geschafft. Die Kiste ist leer, die Erde im Garten verteilt und der neue Platz vorbereitet. Alles was noch übrig war, landet wieder im Kasten.

Entspannung, von wegen

Gartentage können anstrengend sein. Und der eine Tag zog mir fast die Füße weg. Der Kerl fuhr mit mir noch zum Spreestrand. Die Füße endlich hochgelegt und den Wind genossen. Mit dem Gedanken, morgen fahre ich wieder raus.

Den nächsten Tag nahm ich mir vor, nichts zu machen, wirklich nichts, außer lesen oder stricken. Und dann blickte ich in den Sauerkirschbaum, der wie jedes Jahr mit der Monillia zu kämpfen hatte. Die paar Zweige werde ich mal husch husch entsorgen. Und dann stand ich auf der Leiter, sehr dicht an all den verdorrten Zweige und schnitt immer mehr ab. Zwei Säcke und drei Stunden später, sieht der Kirschbaum wieder ordentlich aus. Die Hoffnung auf ein paar Sauerkirschen besteht nach wie vor. Nur mein Lese-Stricktag hat sich wieder in einen von diesen Gartentagen verwandelt.

Und sonst so?

Ich habe versucht am Abend mal zu stricken. Da kam mir aber mein mitteilungsbedürftiger Kerl dazwischen. Für ihn waren es auch aufregende Tage. Wir saßen jeden Abend auf der Terrasse und hörten den Amseln und Meisen zu, wie sie den Tag ausklingen ließen. Dazu genossen wir unsere obligatorischen Gin Tonic. Ein Getränk, das ich nur im Sommer trinken mag. 
Ich habe die Tage zwischen den Gartentagen meine Freundinnen getroffen. Mit einigen habe ich Radtouren mit vielen Kilometern gemacht, die anderen habe ich mit dem Fahrrad besucht. Hattest du auch Gartentage? Oder kannst du dich manchmal von deinem Plan losreißen und machst dann etwas ganz anderes?


Zufriedenheit ist ein stiller Garten, in dem man sich ausruhen kann

(Ernst Ferstl)

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Einäugig durch die Nacht {Samstagsplausch 22/21}

Mein Highlight der Woche war gestern Abend, einäugig durch die Nacht zu fahren. Ich fahre ja gerade nicht so viel Auto, weshalb mir gar nicht aufgefallen ist, dass ich nur noch einen Scheinwerfer habe. Äh, natürlich war der Scheinwerfer noch da, aber die Lampe war kaputt. Schon auf der Hinfahrt, schien irgendetwas falsch zu sein. Erst kurz vor meiner Ankunft ist mir aufgefallen, dass das Licht kaputt ist. Bettys Mann war so freundlich in seinem Garagenfundus nach zu sehen, wie er dem einäugigen Flitzer helfen könnte. Aber leider gab es nicht die passende Lampe. So blieb mir nichts anderes übrig, als einäugig durch die Nacht, nach Hause zu fahren.

Kaffee auf einem Tisch (Einäugig ist hier niemand)

Jetzt willst du bestimmt wissen, wo ich hingefahren bin. Wir haben uns unter angemessenen Coronabedingungen zum Schlemmerstricken getroffen. Es tat so gut die Freundinnen mal wieder zu sehen und lecker zu essen. Ich hatte noch gedacht, dass es mir vielleicht nicht so gut gehen könnte, denn einen Tag vorher habe ich meinen Picks gegen den bösen Keim gekommen. Der Arm hat mir die ganze Nacht weh getan. Und ich war etwas schlappi und müde. Doch am Freitag ging es mir schon wieder sehr viel besser. Vielleicht war es auch die Freude, auf die Freundinnen.

Einäugig oder Platt

Das hätte ich fast vergessen. Am Anfang der Woche hatte ich ein Treffen mit zwei Freundinnen. Wir saßen bei Aprilwetter bei der einen Freundin im Garten. Wir haben eine Menge gequatscht. Sich mal über andere Dinge als den C-Keim zu unterhalten, bekommt der Seele auf jeden Fall. Sehr gut. Auf dem Rückweg habe ich die eine Freundin bis in die Mitte der Stadt begleitet und einen Umweg über den Tiergarten gemacht. Immer wieder mussten wir uns unterstellen, weil der Regen in Sturzbächen auf uns nieder kam. Am Ende stand ich kurz vor dem Zoo und suchte Schutz. Als ich wieder los wollte, hatte ich einen platten Vorderreifen. So schob ich nun die letzten 7 km zum Fahrradladen. Wie schön, dass sie meinen Drahtesel sofort in ihre Werkstatt geschoben haben. Am nächsten Tag hatte ich ihn schon wieder.

Freundinnen

In der letzten Woche habe ich wieder einmal festgestellt, wie wichtig Freundinnen im Leben sind. Manchmal verschwinden welche, immer wieder kommt die eine oder andere dazu. Im Moment freue ich mich, denn ich glaube ich habe eine dazu gewonnen. Wir telefonieren und manchmal können wir uns auch sehen. Diese Woche hat es nicht so geklappt, wie ich es wollte. Aber nächste Woche werde ich sie ganz bestimmt wieder in ihrem wundervollen Garten besuchen. In C-Zeiten ist das auch nicht selbstverständlich, Freundschaften zu festigen.

Jetzt werde ich mich erst einmal um mein einäugiges Autochen kümmern. Und dann werde ich mit dem Kerl eine Runde in der Stadt drehen. Das Wetter soll ja endlich besser werden. Regen hatten wir genug…

Auge um Auge – und die ganze Welt wird blind sein

(Mahatma Gandhi)

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Laufmaschen {Sammstagsplausch 21/21}

Laufmaschen gehören zum Stricken dazu. Es muss dir ja nur eine Masche von der Nadel rutschen und sich nach unten davon machen… schwupps ist da eine Laufmasche. Im Grunde nicht schlimm, weil man sie ziemlich schnell wieder einfangen kann. Da kommt am besten ein Häkelhaken zum Einsatz. Masche für Masche kannst du sie retten.

Grüne Tasse Kaffee, Muffins und keine Laufmasche in Sicht

Laufmaschen waren bei mir auch schon immer ein Problem, wenn ich Perlonstrumpfhosen (heute heißen sie wohl Nylons?) angezogen habe. Immer wieder habe ich mir eine Laufmasche gezogen. Der Trick war, keine spitzen Nägel zu haben und ein Fläschchen Nagellack in der Handtasche zu haben. Ich vermeide die Strumpfhosen, soweit es geht. Einerseits, weil ich sie nicht gerne trage und anderer Seits, eben wegen den Laufmaschen.

Laufmaschen im Kopf

Die Laufmaschen, die mich aber am meisten quälen, sind die, die ich im Moment im Kopf habe. Wie die da hin gekommen sind, ist ganz einfach. Der Corona-Keim hat sich in meinem Kopf mit spitzen Nägeln an meinem Erinnerungsvermögen heran gemacht. Immer wieder vergesse ich Wörter oder ganze Sätze, die ich dir gerade erzählen wollte. Dann sitze ich vielleicht vor meinem Monitor und starre die Zeilen an, ohne zu wissen, was ich dir gerade schreiben wollte. In diesem Fall nicht schlimm. Ich kann ja den Laptop zu machen und nachher weiter schreiben. Schlimmer ist es, wenn ich dir gegenüber sitze und den Faden verliere. Sich meine Gedanken wie eine Laufmasche durch mein Hirn ziehen und ich Mühe habe sie aufzuhalten.

Manchmal kann ich das dann weglachen. Aber meistens gucke ich mein Gegenüber mit einem entschuldigenden Blick an, zucke mit den Schultern und sage: Corona! (Meine Schwester schaute mich diese Woche etwas irritiert an, konnte es nicht glauben. Aber ja, doch, so ist es… Der Satz war einfach in meinem Kopf verschwunden!)
Ich stehe tatsächlich nicht allein mit den Laufmaschen im Hirn da. Es gibt einige, die an dem Keim erkrankt waren, denen es genauso geht. Es ist nicht immer so. Inzwischen gewöhnt sich mein Hirn daran immer besser zu funktionieren. Ich denke das auch das Gedächtnis und die graue Masse trainiert werden kann.

Und sonst so?

Meine Woche verlief sehr gelassen. Weil mir mal wieder das Herz schwer und die Gedanken so wirr sind (schönen Dank auch an die Depressionen!), habe ich die Woche zu Hause verbracht. Möglichst nur Schönes machen, möglichst viel spazieren gehen und die Sonne (hahaha) genießen. Magda hat ein paar schöne Bilder von mir und meinem Spinel Love gemacht. Am Freitag habe ich mich mit den Freundinnen im Garten zum Stricken getroffen und bin in einem Aprilregen nach Hause geradelt. Ich habe jeden Tag ein leckeres Eis genossen und mit dem Kerl gemeinsam gekocht. Ich fühle mich tatsächlich besser und meine Laufmaschen konnte ich etwas retten. Ein Hörbuch habe ich rezensiert und einen Roman, den ich am liebsten nie beendet hätte. Was heute sein wird, das weiß ich noch nicht. Der Kerl wird es ausnutzen, das letzte Spiel der Hertha gemeinsam im Freien in seiner Lieblingskneipe gucken zu können. Die Hoffnung ist, dass es nicht regnen wird. Dann könnte ich wieder in den Wald gehen. Bäume-atmen!
Wie geht es dir, mit den Laufmaschen des Lebens? Ribbeln, Retten, Reparieren?

Zuerst verwirren sich die Worte, dann verwirren sich die Begriffe, und schließlich verwirren sich die Sachen

(chinesische Weisheit)

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Es grünt so grün … {Samstagsplausch 20/21}

Mein Gott jetzt hat sie’s…

Kennste ne?! 🎵 Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen (Eliza) …🎵 Das ist aus dem Musical My Fair Lady. Immer wenn der Frühling so richtig loslegt, dann muss ich an das Musical denken, in das mich meine Großeltern mitgenommen haben. Ich muss so gerade 10 gewesen sein. Es ist also schon eine wirklich lange Zeit her. Durch die beiden alten Herrschaften habe ich eine Menge Kultur präsentiert bekommen.

Es grünt so grün. Aber nicht hier auf dem Bild. Tablet und Kaffee, Strickzeug und Ebook

Es grünt also da draußen, wollte ich sagen. Und zwar ganz dolle. Die Bäume haben beschlossen innerhalb von nur wenigen Tagen so schnell Blätter zu bekommen, dass man glauben könnte, eine grüne Hexe ist durch die Straßen gezogen. Selbst zwischen den Mauern sprießen kleine Pflänzchen mit winzigen lila Blüten und eine Menge Grün drum herum. Es riecht sogar nach Grün.

Grünt so Grün

Da macht das Spazierengehen auch gleich viel mehr Spaß, wenn all das Graue hinter dem Grün verschwindet. Am letzten Sonntag waren das Monstermädchen und ihr Gefährte kurz zu Besuch. War ja auch Muttertag. Sie brachten mir eine Clematis, die sich demnächst als grüner Sichtschutz, hoffentlich an der Hausseite, entlanghangeln wird. Ich hatte schon mal eine. Die mochte mich nicht und ist wieder gegangen. Die Monsters und ich sind dann noch auf die Jagd nach einem Cache gegangen, den ich schon dreimal gesucht aber nicht gefunden habe. In Begleitung ging es dann hoppla hopp.

Zwei Tage durften wir schon auf unserer grün so grünen Terrasse verbringen. Es war sehr warm. Allerdings blieb es nicht so, denn schwupps, hatten wir wieder Regenwetter. Und was für ein Regen. Tiefe Pfützen säumten meinen Weg von der Arbeit nach Hause. Freundlicherweise hat der Regen nach meinem Feierabend tatsächlich Pause gemacht. Aber das Grün, habe ich trotzdem genossen.
Gestern bekam ich ein Bild von der Freundin geschickt. Im Herbst letzten Jahres, hatte ich ihr Ableger meiner Balkonerdbeeren übergeben. Sie hatte sie in ihrem Garten (oder Terrasse?) eingepflanzt. Heuer tragen sie nun schon wunderschöne kleine Blüten und es grünt so grün! Sie hat sich so sehr gefreut darüber…

Genug vom Grün!

Viel ist in meiner Woche nicht gerade passiert. Oder vielleicht doch? Der 12tel Blick ist endlich online und ich mache mir schon wieder Gedanken um das nächste Thema. Ich finde es selber spannend, immer wieder etwas über meine Stadt zu erfahren. Die Ribbeljacke (ihren Namen hat sie wohl weg), ist auch endlich online gegangen. (Der Kerl kann wieder Korrekturlesen! Jippieh) Und mein Lesezimmer ist auch wieder gut gefüllt worden. Das hellblaue Ding auf meinem Bild, ist das Tuch in 13 Reihen. Das Spinel Coral – Teststricktuch. Und weil ich immer wieder die Anleitungen neu ausdrucken musste, habe ich mir ein neues Tablet zugelegt. Da muss ich nämlich nicht mehr ausdrucken. (Ganz klar eine Ausrede!!!) Außerdem kann ich nun wieder meine Bilder von meiner Kamera leichter bearbeiten.

Wenn man es mal genau nimmt, dann erlebt man doch eine ganze Menge in einer Woche. Den Tag der Pflege habe ich wieder einmal verpasst. Aber eine Kollegin stand für uns vor dem Roten Rathaus und hat das Plakat hochgehalten. Welches Plakat? Das, welches daran erinnert, dass Applaus nicht ausreicht!

Wir leben in einem gefährlichen Zeitalter. Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen

(Albert Schweitzer)

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Die wichtigste Mahlzeit {Samstagsplausch 19/21}

Die wichtigste Mahlzeit des Tages ist der Clown zum Frühstück Das habe ich erst vor kurzem irgendwo gelesen. Warum ich mir das behalten habe liegt wohl daran, dass dieser Spruch für mich sehr grundlegend ist. Mein Kerl wird sich jetzt bestimmt fragen, warum er davon so wenig mitbekommt. Es ist so: Eine Mahlzeit braucht sich im Laufe des Tages irgendwann auf. Er hat eben meistens das Pech, nicht mehr so viel davon abzubekommen.

Die wichtigste Mahlzeit ist der Clown. Kaffeetasse mit Schmetterlingen

Ich mache mir das Leben meistens etwas leichter, indem ich mir einiges weglache. Unangenehme Dinge sind einfacher zu ertragen, wenn man eine kleine Lachträne im Augenwinkel hat. Klar ist das nicht immer möglich, weshalb ich für mich wohl immer einen kleinen “Riegel” Clown Mahlzeit in meinen Taschen habe. Manche Leute würden vielleicht sogar behaupten, dass ich gar nicht emotional sein kann, … Öhhmm doch.

Schon mein Beruf bringt irrsinnig viele Emotionen mit sich. Aber vor über 30 Jahren habe ich in meiner Ausbildung gelernt, dass es nicht gut ist die Dinge zu sehr an sich heran zu lassen. So habe ich mir damals eine Maske zugelegt, die ich immer dann aufsetze, wenn es mir zu sehr ans Herz geht. Ich fange an Blödsinn zu machen und mein Umfeld zum Lachen anzuregen. Nur wie es in mir drinnen aussieht, dass sieht dann (zum Glück) keiner mehr. Nur wenige Menschen schaffen es, diese Maske anzulupfen.

Wichtigste Mahlzeit

Mit dem Essen hatte ich es diese Woche allerdings nicht so sehr. Ich habe es oft einfach vergessen, weil meine Gedanken in die verschiedensten Richtungen abgedriftet sind. Der Kerl machte mir auch diese Woche wieder Sorgen. Inzwischen ist er zum 5. Mal im Krankenhaus. Heute werde ich ihn wieder nach Hause holen. Drück ihm bitte die Daumen, dass es der letzte Ausflug war. So langsam geht mir die Puste aus. Da hilft auch die wichtigste Mahlzeit nicht mehr.
Aber heute werden wir uns ein kleine Festmahl zaubern. Oder noch besser, wir bestellen uns einfach was leckeres. So lange können wir uns dann auf unsere Terrasse setzten, darauf hoffen, dass das Aprilwetter sich in den Wonnemonat Mai verwandelt. Sonnenschein ist im Moment auch eher Mangelware und kalt ist es dazu. Versprochen haben sie, dass am Sonntag der Sommer knallhart durchgreifen wird!

Und sonst?

Das Nadelgeplapper ist online. Im letzten Monat sind eine Menge schöner Nadelwerke meiner Leserinnen zusammen gekommen. Sobald ich ein wenig zur Ruhe gekommen bin, und den Clown in die Schublade eingeschlossen habe, werde ich die Nadeldompteure besuchen.
Im letzten Monat habe ich einiges an Büchern verschlungen. Nur fehlte mir immer wieder mein Korrekturleser (musste sich ja immer wieder im Krankenhaus herum treiben). Die Rezensionen sind schon fertig. Aber ich mag keine Texte mit Fehlern heraus geben. Er wird ganz schön schnaufen, wenn er heute oder morgen Lesen muss darf.

Meine Frage an dich ist heute vielleicht ganz leicht zu erklären: Was ist deine wichtigste Mahlzeit des Tages? Mit oder ohne Clown?

Die Gesellschaft setzt sich aus nur zwei großen Klassen zusammen: die einen haben mehr Mahlzeiten als Appetit, die anderen weit mehr Appetit als Mahlzeiten.

(Nicolas Chamfor)

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