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Wood Stocks alive {Samstagsplausch 32/20}

Wood Stocks?

Ein Stocks ist nicht immer gleich ein Stock! Manche Stöcke bekommen ein neues Leben, wenn sie vom Baum gefallen sind. Es gibt Leute, die sammeln die Hölzer als Brennholz zusammen. Manche Menschen schnitzen sich aus den geraden Exemplaren Spazierstöcke. Doch manchmal, haben die verkorksten Teile das Glück, in die Hände meiner Schwester zu fallen. Die sammelt sie nämlich auf und sieht in ihrer Unschönheit ein Gesicht, Hände, Beine, eine Geschichte. Schon öfter habe ich Tina auf Spaziergängen begleitet und staunte, was sie wieder in der knarzigen Wurzel gesehen hat.

Zu Hause angekommen, lagerten die Stocks oft Tage- oder Wochenlang in ihrer Wohnung ohne bearbeitet zu werden. Aber an irgendeinem Tag plötzlich, schnappt sich meine Schwester ein Schleifmaschinchen und zeigt das wahre Gesicht einer der Wurzeln. Sie werden mit dem Schönsten, was ihre Schmuck- oder Fundkiste hergibt verziert. Jedesmal bin ich wieder fasziniert, welche Wesen sie daraus hervorholt. Und nun? Ja, sie hat endlich ihre erste Ausstellung in einer kleinen Galerie Zwitschermaschine in der Potsdamer Straße in Berlin Schöneberg. Ich bin gestern, an ihrem ersten Tag, gleich mal vorbei gefahren.  Eigentlich kenne ich einige dieser Skulpturen schon, aber in dem ganz anderen Rahmen, sehen sie einfach noch mal so schick aus. Vielleicht bist du ja in Berlin und magst dort vorbei schauen…

Noch mehr Holz, aber kleine Stöcke

Ich brauche auch Holz, kleine Stöcke oder Stocks zum Stricken oder zum Malen, mit Borsten vorne dran. Oder das Holz, welches man umblättern kann, mit vielen Buchstaben drin. Im Lesezimmer habe ich über meine Bücher berichtet, die ich im August lesen möchte. Es sind circa 1500 Seiten. Ich werde sehen, ob ich die schaffe. Im Moment fällt mir Lesen einfach zu schwer. Außerdem geht es ab Montag mit dem Monstermädchen in den Urlaub. Witzigerweise wird unser Urlaub genau zu dem Monatsmotto von Die Zitronenfalterin passen. Ich habe da schon so eine Idee.

Mit den kleinen Stöcken (Stricknadeln) habe ich in der letzten Woche auch wieder gearbeitet. Ich habe ein paar Socken fertig gemacht, die nicht für mich sein werden. Ich brauchte ein Geburtstagsgeschenk. Jetzt hoffe ich nur, dass sie auch gefallen werden. Ich zeige sie dir nächste Woche. Die Liste für meine Strickideen ist auch schon wieder gewachsen. Zum Glück habe ich ein Bullet Journal, da schreibe ich mir die dann auf. Noch besser ist es, wenn ich mir die Anleitung gleich zu der Wolle lege, die ich für das Projekt bestimmt habe. Meine Strickfrauen waren diese Woche auch auf einen Eiskaffee bei mir. Ich genieße das Zusammensitzen immer sehr.

Der 12tel Blick ist online. Dieses mal habe ich von dem Nachtleben in Kreuzberg berichtet. Ansonsten ist nichts Spannendes geschehen. Aber vielleicht hast du etwas tolles erlebt. Ich bin gespannt, was du zu erzählen hast.

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3+

Zu viel … {Samstagsplausch 31/20}

Viel zu viel

Im Moment ist mir alles zu viel. Viel zu viel… Ich habe eine Menge Schichten diese Woche geschoben, hatte Patienten zu versorgen, die 100% forderten. Hatte nach den Diensten keine Lust mehr auf irgendwas. Der Kerl musste mit Engelszungen reden, damit ich mit ihm zum “Strand” fahre. Was sich dann als Entspannung pur herausstellte. Es fällt mir gerade wieder besonders schwer (überhaupt) ein paar Seiten zu lesen, ein paar Reihen zu stricken oder mich mit Freundinnen zu treffen. Es ist mir einfach alles zu viel. Ich brauche endlich Urlaub.

Mehr Ruhe und Privatsphäre bitte

Zum Glück haben wir eine wunderschöne Terrasse, auf der wir Abends gemütlich sitzen können, einen Wein trinken und ein bisschen vom Tag erzählen. Wenn da nicht der Nachbars-Sohn wäre. Unser Mehrfamilienhaus ist so konstruiert, dass man den Nachbarn gar nicht sieht. Die Balkone und Terrassen sind so ausgerichtet, dass man das Gefühl hat, in einem kleinen Häuschen zu wohnen. Es gibt einen Garten, den die Hausgemeinschaft gerne auch mal als Treffpunkt wählt, um einen netten Grillnachmittag zu veranstalten.

Aber dieser junge Mann, greift in meine Privatsphäre ein, indem er seine Hängematte sozusagen direkt vor unserer Terrasse aufgehangen hat. Dort verbringt er einen Großteil seiner Zeit, denn er scheint keine Aufgaben zu haben. Nicht dass  diese Familie schon eine der größten Terrassen im Haus hat! So lungert der erwachsen Mann fast den ganzen Tag in seiner Hängematte herum. Inzwischen hat er sich einen Stromanschluß für seinen Rechner verlegt, stellt zusätzlich noch einen Tisch auf… Mir ist das wirklich inzwischen zu viel. Ich will meinen Feierabend genießen und fühle mich beobachtet. Ich muss unbedingt mit der Mutter reden! Ich habe mit der Mutter geredet und sie will es an ihn weitergeben.

Immer wieder in Wolle

Zu viel war mir es aber nicht, als ich diese Woche in einem Wolleladen in Friedrichshain war. Wollen Berlin, führt eine Menge toller Wollen, von denen man sich verführen lassen kann. Ich hatte aber einen besonderen Plan und konnte mich zusammenreißen. Nur Karminchen war nicht zu halten und verschwand mit ihrer Cousine Rubi, zwischen den Wollknäulen. Zum Glück, habe ich sie nicht aus den Augen verloren. Mit einem Beutel voller schöner Wolle verließ ich den Verführerladen dann auch so schnell wie möglich. Mir macht das Einkaufen mit Maske immer noch keinen Spaß!

Einen Tag vorher habe ich mich auf den Kreuzberg geschleppt, weil die Bilder für den 12tel Blick noch nicht im Kasten waren. Der “Hügel” hat ja nur 85 Meter, aber die können einen schon ganz schön ins Schwitzen bringen. Danach musste ich die Eltern besuchen. Die haben immer ein Eis im Gefrierer. Genau das, was ich nach einem solchen Tag brauche. Den 12tel Blick habe ich immer noch nicht fertig geschrieben. Ich hoffe, dass mir heute die richtigen Worte einfallen.

Gestern hatte ich meinen freien Tag! Ich habe bis halb acht geschlafen, saß lange auf der Terrasse und grübelte über das Gespräch mit der Mutter (s.o.) nach. Nahm mir ein Herz und klingelte unten… Ich hoffe es läuft. Eine kurze Stippvisite bei meiner Wollnerin und eine nette Idee meines Kerls, zu unserem Lieblings- Thailänder zu fahren. Abends dann noch ein Treffen mit Freunden in einem Weinladen. Alle Aktivitäten der Woche, auf einen Tag geworfen. Aber richtig schön!

Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen

(Lucius Annaeus Seneca)

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2+

Sei einfach mal Dankbar {Samstagsplausch 30/20}

Können wir nicht einfach mal dankbar sein?

Können wir nicht einfach mal dankbar sein!? Das frage ich mich immer wieder. Wie unzufrieden sind wir eigentlich? Dabei geht es uns doch wirklich gut! Ich will jetzt nicht damit anfangen zu erzählen, was in anderen Ländern los ist, auf anderen Kontinenten. Mir reicht da schon der Blick in die eine oder andere Nachbarwohnung. Denen geht es vielleicht nicht so gut. Da sitzt ein alter Mensch und hat keine Menschenseele, die sich um ihn kümmert. Da spielt ein kleines Kind mit blauen Flecken und weiß nicht, wem es sich anvertrauen soll. Die Frau aus dem Haus gegenüber geht nie ohne Sonnenbrille und mit langen Ärmeln, aus dem Haus. Der Mann, der sein Lager in der Bushaltestelle aufgeschlagen hat, der sich versucht vor dem Regen zu schützen…

Und wir, denen es wirklich gut geht, wir sind am schimpfen, dass es gerade nicht so flutscht auf der Arbeit. Dass die Kollegen wieder alles liegen gelassen haben…,  die Frau dort drüben sei zu dick, die Andere zu dünn.  Der Bus hat 3 Minuten Verspätung, der Nachbar wirft den Müll in den falschen Container. Tausend unzufriedene Momente die uns eigentlich am Ar… vorbei gehen sollten, wenn man bedenkt, dass es Menschen gibt, die wirklich unzufrieden sein müssten. Und doch sind es gerade die, die dann besonders dankbar sind. Nur weil man ihnen mal zuhört, ihnen einen Einkauf mitbringt, oder auch den Anruf tätigt, um eine Mühle in Bewegung zu setzen, den blauen Flecken Einhalt zu gebieten…

Ich will jetzt nicht, dass du losziehst, um die Welt zu retten. Das mag ich gar nicht verlangen. Ich möchte nur, dass du mal in dich gehst und dich fragst, ist es jetzt wirklich notwendig herum zu motzen, statt selber den Dreck wegzuräumen, dein wunderbares Leben zu genießen! Ist es notwendig, sich das Maul über andere zu zerreißen und sich dabei selber aus dem Fokus zu verlieren. Dankbar zu sein, dafür, dass es uns so gut geht!

Und sonst so?

Versuche ich gerade allem aus dem Weg zu gehen, dass meiner Seele schadet. In meinem Bullet Journal schreibe ich mir jeden Tag mindestens eine Situation auf, die mir gut getan hat. Genieße die Momente, wenn ich mit meinen liebsten Strickfreundinnen beisammen sitzen kann. Auch, dass ich die Fähigkeit habe, niedlichen kleinen Gesellen Leben einzuhauchen, um sie dann weiter zu reichen (ein Moment, auf den ich mich schon freue!) Ich erfreue mich an dem Glück meiner Monster, an dem Sonnenschein und dass ich Menschen um mich habe, die mich verstehen. Nicht zu vergessen der Kerl, der mich (manchmal) auf Händen trägt und meine Launen ausgezeichnet erträgt.
Dieses Wochenende werde ich mit der Fürsorge um meine Patienten verbringen. Es stehen in der nächsten Woche wieder Geburtstage an und ich müsste auch noch an meinem 12telBlick Fotopunkt vorbei fahren. Der Text dazu fehlt auch noch gänzlich. Mal sehen, was das Thema sein wird. Stricken will ich auch noch, denn die ganzen UFO’s müssen möchten endlich mal fertig werden, schwirren doch schon neue Ideen um mich herum…

Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind

(Francis Bacon)

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2+

Abgekühlt {Samstagsplausch 29/20}

Es ist ganz schön Abgekühlt

Ich meine, dass Wetter ist ganz schön abgekühlt. Haben wir uns noch vor einigen Wochen gefragt, ob dieser Sommer auch wieder so warm wird wie die letzten beiden Sommer, dann kann ich dir heute sagen, nicht in Berlin. Also im Moment nicht. Ich hätte es aber gerne etwas wärmer. An diesem Wochenende stehen nämlich ein paar Geburtstagsfeiern an. Und die sollen draußen stattfinden. Ich mag nicht im Regen unter einem Schirm mein gegrilltes Gemüse essen.

Am Anfang der Woche fand ich es nicht so schlimm, dass es mal ein bisschen mehr geregnet hat. Aber jetzt ist es so kalt geworden, dass ich nur noch mit einer Jacke vor die Tür gehe. Es hat aber auch etwas Gutes. Ich habe endlich mal alle Hemden weggebügelt. Habe mir 2 weitere Shirts genäht und meinen Näharbeitstisch aufgeräumt. Ich habe einige Blogpost’s geschrieben. Zum Beispiel den bei Annette (Augenstern), wo ich mich über meine Wollsucht, beziehungsweise über meine Ufo’s auslasse. Außerdem habe ich am 12ten meinen Tag gezeigt. Und einen Post für Andrea (die Zitronenfalterin) zum Thema Überbleibsel geschrieben.

Und sonst?

Hatten wir, wie gesagt, einige Geburtstage in dieser Woche. Und weitere stehen an. Ich habe wenig gestrickt, dafür ebenso wenig gelesen. Ich habe ziemlich viele Dienste gehabt. Und wenn du das hier liest, schlafe ich hoffentlich noch selig, weil ich mir die Nacht um die Ohren geschlagen habe. (Blöder Schichtdienst!).
Vorgestern haben wir uns mit den weltbesten Freunden zum Essen getroffen und hatten einen besonders schönen Abend. ein neues Treffen haben wir auch gleich wieder ausgemacht. Außerdem habe ich mir den Wanderführer abgeholt, den das Mädchen und ich in unserem Urlaub brauchen werden. So abgekühlt wie es gerade ist, bin ich froh, dass wir uns für diese Variante unseres Urlaubes entschieden haben. Ich verfolge bei Instagram Gesine, eine Strickerin, die gerade die Fahrradtour macht, die wir uns auch angedacht hatten. Brrr, mich schüttelt es, wenn ich daran denke, dass sie durch den Regen fahren mussten. Da gefällt mir unsere Idee besser. Im August ist es dann soweit.

Gespannt bin ich auf die neue Wohnung meines Monsterjungen und seine Gefährtin. Sie sind fleißig dabei die Tapeten von den Wänden zu rupfen, damit die Maler schneller voran kommen. Ich muss mich nicht um irgendetwas kümmern, das ist sensationell neu für mich. In seiner ersten Wohnung hier in Berlin, habe ich die 3,80 m hohen Wände und Decken gemalert und hatte am Ende ganz schön Muskelkater.
Apropos Muskelkater. Ich habe wieder angefangen zu walken. Habe ich das schon erzählt? Muskelkater und Blasen an den Fersen inklusive. Trotzdem fühle ich mich damit gut. Das abgekühlte Wetter, kommt in diesem Fall ziemlich entgegen.

Frauen sind immer erstaunt, was Männer alles vergessen. Männer sind erstaunt, woran Frauen sich erinnern.

(Peter Bamm)

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2+

Überlegungen {Samstagsplausch 28/20}

Überlegungen: wohin im Urlaub

Überlegungen zum Urlaub: Das Monstermädchen und ich, wollten eigentlich in diesem Jahr wieder wandern gehen. Doch damit sind wir wohl auch nicht ganz allein. Unsere Überlegung war in den Harz zu fahren und dort einige Strecken abzulaufen. Aber um ehrlich zu sein, für mich gehört zum Wandern wenigstens einmal über die Baumwipfel zu schauen und die Höhe zu genießen. Das heißt nicht, dass ich nicht gerne im Flachland wandere. Das kann ich tatsächlich auch rund um Berlin haben.

So standen das Mädchen und ich letztens bei Globetrotter, einem Ausrüster für Abenteuer-Urlaube. Die verkaufen auch viele Bücher und Karten, von begehrten und weniger geliebten Gebieten, wo man herrliche Wanderungen machen kann. Die Karten und Bücher über den nahen Harz haben uns nicht überzeugt. Und noch schlimmer fand ich, dass scheinbar noch mehr die Überlegungen haben, in Deutschland und Österreich Wanderurlaub zu machen. Dem Monstermädchen ging es genauso. Am Ende haben wir unsere Pläne über den Haufen geworfen. Was wir nun machen werden, dass wirst du schon bald erfahren.

Noch mehr gegrübelt

Ich habe lange überlegt, bevor ich mich bei einem besonderen Teststricken angemeldet habe. Aber die Konditionen gefallen mir sehr gut. Zwei schöne Modelle habe ich mir ausgesucht. Jetzt muss ich nur abwarten, ob ich den Zuschlag bekomme. Stricken geht halt immer. Auch gestern habe ich wieder in besonderer Umgebung gestrickt. Die Schlemmerstrickerinnen trafen sich nach einem halben Jahr wieder. Ach, das tat gut und war wieder sooo lecker und unterhaltsam. Marion strickt gerade an einem Mantel, den ich wirklich sehr sehr schön finde. Ob ich den wohl auch mal annadeln werde?

Da wäre noch die Sache mit der Diät!? Keine Chance. Verzicht ist einfach nicht meins. Ich habe überlegt, ob ich vielleicht nur viel öfter mal die Nordic Walking Stöcke benutzen werde. Schon am Montag, habe ich die erste Runde gedreht. Der Muskelkater war erstaunlich, aber verdient. Habe ich doch schon so lange keinen Spurt mehr durch den Wald gewagt.

Apropos schon lange Überlegt! Ich habe es endlich geschafft meine Nähmaschine dazu zu überreden, Kleider für mich zu nähen. Jetzt bin ich süchtig, T-Shirts für mich zu nähen. Es ist ein völlig einfacher Schnitt. Aber effektiv. Ich brauche im Moment noch etwas mehr als 2 Stunden. Ausschneiden, zusammen stecken, nähen, bügeln, zusammenstecken, nähen… Fertig! Und dafür habe ich das Projekt nun schon seit mindestens 2 Jahren vor mir hergeschoben. Schiebst du auch immer?

Wer überlegt, sucht auch Beweggründe, nicht zu dürfen

(Gotthold Ephraim Lessing)

 

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4+

Etwas länger {27/20 Samstagsplausch}

Manches braucht etwas länger

Ich habe mich schon längst daran gewöhnt. Der Kerl macht sich gerne lange Gedanken über die eingeforderten Verbesserungen in unserem Haushalt. Dann braucht manches eben ein bisschen länger.
Als wir in unsere Wohnung zogen (lange ist es her), stellten wir fest, dass die Wände, um einen Schrank aufzustellen, viel zu kurz oder zu schräg sind. So grübelte der Kerl über eine Lösung, die er auch relativ zügig zum Teil umsetzte. Nur die Türen für den Schrank blieb er mir schuldig. Und das circa fünfzehn Jahre. Aber dann hatte er sich genug Gedanken gemacht. Schwupps waren die geplanten Türen gebaut und eingesetzt.

Jetzt hatte ich in einer RTL Sendung über Hausbauen oder Wohnungseinrichten ein Kleiderständer für Kinder gesehen. Völlig simpel zu bauen. Das Ding wollte ich haben, um die Hemden für den Kerl zum Trocknen aufzuhängen. Hier hatten wir das Material ruckzuck im Baumarkt vor vierzehn Tagen besorgt. Dann lag das Holz hier herum. Die Katzen stolperten immer wieder lustig darüber und fragten sich, was das wohl für ein Spielgerät sein mag. Nachdem ich es im Grunde schon aufgegeben hatte und über einen Ort zum Verstauen nachgedacht habe, schickte der Kerl mir eine Nachricht, ob ich einen passenden Schraubendreher hätte…. Manches braucht einfach etwas länger.

Und sonst

Meine Woche ist wie im Flug vergangen. Nix mit etwas länger. Manche Wochen ziehen sich wie Kaugummi, aber gestern habe ich mich gefragt, wo die Zeit geblieben ist. Obwohl ich dir fast nicht mehr sagen kann, was ich am Anfang der Woche angestellt habe. Aber auch nur fast, denn die Monster waren da. Und wir haben einen schönen Grillnachmittag gehabt. Auch wenn wir immer wieder vor dem Regen flüchten mussten.

Ich bekam eine Email von Annette (Augensterns Welt) worin sie mich darauf aufmerksam machte, dass ich mich bei ihr als Gastautorin einzufinden habe 😉. Freiwillig übrigens! Ich soll etwas über meine Ufo’s erzählen. Meine Herren, unvollendete Objekte… Wieviele habe ich eigentlich? Was ich zu erzählen habe, das wirst du dann am 17. Juli bei ihr lesen können. Der Text könnte etwas länger werden! Also nehme dir Zeit.

Annettes Mail war aber nicht die einzige. Ines, eine Blogleserin schrieb mir ebenfalls eine wirklich liebe Nachricht. Sie würde sich gerne an ein Fair isle Projekte wagen, hat aber noch nicht so viel Erfahrung. Ob ich ihr das zutrauen würde? Klar traue ich es ihr zu! Aber sie sollte erst an einem Kleinstrickprojekt üben. Ich habe vor Jahren so angefangen, dass ich den Faden jedesmal fallen ließ, um mit der anderen Farbe weiter zu stricken. Inzwischen halte ich beide Fäden auf dem Finger und es läuft so locker, wie ein einfarbiges Strickstück, welches ich stricken würde. Du schaffst das Ines!

Und dann ist da noch mein 12tel Blick. Den habe ich ein wenig an den von Astrid angelehnt. Ich habe nämlich festgestellt, wie viele tolle Menschen in Kreuzberg gewohnt haben. Allerdings ist es wirklich mühselig, all die Informationen zusammen zu tragen. Hut ab Astrid, was du Woche für Woche auf den Plan rufst. Sie hat diese Woche übrigens auch eine Berlinerin am Wickel.
Und gegrübelt habe ich auch schon über das Monatsmotto von Die Zitronenfalterin. Da muss doch was zu machen sein. Im letzten Monat bin ich ja nicht über meinen Schatten gesprungen und habe etwas neues ausprobiert. Ich habe wieder etwas länger zum nachdenken gebraucht und dann war der Monat schon herum. Aber “Überbleibsel”, die habe ich eigentlich immer…

Und nun gebe ich den Staffelstab wieder an dich weiter. Wie war denn deine Woche? Hast du auch etwas länger für etwas gebraucht? So wie mein Kerl?

Mit dem Leben ist es wie mit einem Theaterstück. Es kommt nicht darauf an, wie lang es ist, sondern wie bunt.

(Lucius Annaeus Seneca)

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