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Etwas länger {27/20 Samstagsplausch}

Manches braucht etwas länger

Ich habe mich schon längst daran gewöhnt. Der Kerl macht sich gerne lange Gedanken über die eingeforderten Verbesserungen in unserem Haushalt. Dann braucht manches eben ein bisschen länger.
Als wir in unsere Wohnung zogen (lange ist es her), stellten wir fest, dass die Wände, um einen Schrank aufzustellen, viel zu kurz oder zu schräg sind. So grübelte der Kerl über eine Lösung, die er auch relativ zügig zum Teil umsetzte. Nur die Türen für den Schrank blieb er mir schuldig. Und das circa fünfzehn Jahre. Aber dann hatte er sich genug Gedanken gemacht. Schwupps waren die geplanten Türen gebaut und eingesetzt.

Jetzt hatte ich in einer RTL Sendung über Hausbauen oder Wohnungseinrichten ein Kleiderständer für Kinder gesehen. Völlig simpel zu bauen. Das Ding wollte ich haben, um die Hemden für den Kerl zum Trocknen aufzuhängen. Hier hatten wir das Material ruckzuck im Baumarkt vor vierzehn Tagen besorgt. Dann lag das Holz hier herum. Die Katzen stolperten immer wieder lustig darüber und fragten sich, was das wohl für ein Spielgerät sein mag. Nachdem ich es im Grunde schon aufgegeben hatte und über einen Ort zum Verstauen nachgedacht habe, schickte der Kerl mir eine Nachricht, ob ich einen passenden Schraubendreher hätte…. Manches braucht einfach etwas länger.

Und sonst

Meine Woche ist wie im Flug vergangen. Nix mit etwas länger. Manche Wochen ziehen sich wie Kaugummi, aber gestern habe ich mich gefragt, wo die Zeit geblieben ist. Obwohl ich dir fast nicht mehr sagen kann, was ich am Anfang der Woche angestellt habe. Aber auch nur fast, denn die Monster waren da. Und wir haben einen schönen Grillnachmittag gehabt. Auch wenn wir immer wieder vor dem Regen flüchten mussten.

Ich bekam eine Email von Annette (Augensterns Welt) worin sie mich darauf aufmerksam machte, dass ich mich bei ihr als Gastautorin einzufinden habe 😉. Freiwillig übrigens! Ich soll etwas über meine Ufo’s erzählen. Meine Herren, unvollendete Objekte… Wieviele habe ich eigentlich? Was ich zu erzählen habe, das wirst du dann am 17. Juli bei ihr lesen können. Der Text könnte etwas länger werden! Also nehme dir Zeit.

Annettes Mail war aber nicht die einzige. Ines, eine Blogleserin schrieb mir ebenfalls eine wirklich liebe Nachricht. Sie würde sich gerne an ein Fair isle Projekte wagen, hat aber noch nicht so viel Erfahrung. Ob ich ihr das zutrauen würde? Klar traue ich es ihr zu! Aber sie sollte erst an einem Kleinstrickprojekt üben. Ich habe vor Jahren so angefangen, dass ich den Faden jedesmal fallen ließ, um mit der anderen Farbe weiter zu stricken. Inzwischen halte ich beide Fäden auf dem Finger und es läuft so locker, wie ein einfarbiges Strickstück, welches ich stricken würde. Du schaffst das Ines!

Und dann ist da noch mein 12tel Blick. Den habe ich ein wenig an den von Astrid angelehnt. Ich habe nämlich festgestellt, wie viele tolle Menschen in Kreuzberg gewohnt haben. Allerdings ist es wirklich mühselig, all die Informationen zusammen zu tragen. Hut ab Astrid, was du Woche für Woche auf den Plan rufst. Sie hat diese Woche übrigens auch eine Berlinerin am Wickel.
Und gegrübelt habe ich auch schon über das Monatsmotto von Die Zitronenfalterin. Da muss doch was zu machen sein. Im letzten Monat bin ich ja nicht über meinen Schatten gesprungen und habe etwas neues ausprobiert. Ich habe wieder etwas länger zum nachdenken gebraucht und dann war der Monat schon herum. Aber “Überbleibsel”, die habe ich eigentlich immer…

Und nun gebe ich den Staffelstab wieder an dich weiter. Wie war denn deine Woche? Hast du auch etwas länger für etwas gebraucht? So wie mein Kerl?

Mit dem Leben ist es wie mit einem Theaterstück. Es kommt nicht darauf an, wie lang es ist, sondern wie bunt.

(Lucius Annaeus Seneca)

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Schwitzen … {Samstagsplausch 26/20}

In der Sonne, neues Projekt, zu viele Bücher…

…Schwitzen! Ich habe mir wieder zu viel aufgeladen. Und nun komme ich ins schwitzen.
Abgesehen davon, dass sich in der Stadt gerade wieder die Wärme staut und kaum ein Lüftchen geht (das behaupten jedenfalls einige Leute). Unter anderem ein Grund, warum ich nicht gerne in die City fahre. Tatsächlich fühlt es sich nämlich, trotz neuer Radwege nicht gut an, zwischen den (zeitweise aggressiven) Autofahrern und den schlecht einzusehenden Baustellenumleitungen, herum zu radeln. Aber was bleibt einem manchmal anderes übrig. Denn mit Maske in den Öffis durch die Gegend zu juchteln, da bekomme ich gleich wieder Schweißperlen auf der Stirn. Und Autofahren, ist fast das selbe wie mit dem Fahrrad, nur bequemer.

Ich war diese Woche quer durch die Stadt unterwegs. Meine Fahrradapp hat mir einen ganz grauenvollen Weg gewiesen. Den streiche ich gleich mal aus dem Sortiment, denn da kann man als Radfahrer nur im Notfall durchfahren. Auf dem Rückweg habe ich einen besseren Weg gefunden, der mich an hübschen Häusern vorbei führte. Dafür war der Radweg selber die Katastrophe (Schütteltrauma!)

Eiskalte Bücher

Ja, ins schwitzen komme ich gerade auch, weil ich mir zu viel vorgenommen habe. Ich habe zu viele Bücher auf meiner Liste. Und es sind schon wieder ein paar mehr auf meinem Stapel gelandet die sich sehr interessant anhören. Die Empfohlenen, im Lesezimmer,  gefallen mir auch wieder sehr. Aber es ist nicht das Lesen, sondern die Rezensionen, die mich ins schwitzen bringen. Bei so manchem Buch, fällt es mir (sehr) schwer die richtigen Worte zu finden.
Der Kerl und ich haben Abends, wenn es kühler wird auf der Terrasse gesessen und bei Kerzenlicht gelesen. Das mag ich an den Sommerabenden. Wir haben gleichzeitig ein Buch gelesen. Jeder mit seinem Ebookreader vor der Nase. (Da braucht es dann auch kein extra Licht) Wir lasen ein Buch aus Island. Eiskalt war es in der Geschichte. Vielleicht schreiben der Kerl und ich nun eine Rezension gemeinsam.

Ich komme immer mehr ins schwitzen

Noch mehr ins Schwitzen komme ich, weil ich, obwohl ich immer wieder betone es nicht zu wollen, ein Teststrick begonnen habe. Das Teilchen hatte mich gleich bezaubert und ich hatte auch sofort das passende Garn vor Augen. Ein Garn, das ich schon seit 100 Jahren in meinem Vorrat habe. So schnell konnte ich mich gar nicht bremsen, wie meine Frage nach “mitmachen” tippten. Und noch schneller war die Antwort da. Also schwitze ich wieder mit den Nadeln in der Hand, weil der Teststrick bis zum 29 Juli fertig sein soll. Das schöne daran ist allerdings, das Garn ist etwas dicker als das Vorgegebene, weshalb ich recht flott vorwärts komme.

Jetzt trinke ich meinen Hippster-Eiskaffee und genieße! Denn ins Schwitzen kommen wir diesen Sommer bestimmt noch so manches mal. Schon wenn man die Nachrichten aus der Welt liest. (Wobei es dabei auch zu eiskalten-über-den-Rücken-laufen kommt!) Daran möchte ich aber gerade nicht denken. Wobei kommst du ins schwitzen?Ich mag zwar noch nicht am Ziel sein, aber ich bin auf jeden Fall schon näher dran als gestern.

Ich mag zwar noch nicht am Ziel sein, aber ich bin auf jeden Fall schon näher dran als gestern.

(Unbekannt)

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3+

Notabene {Samstagsplausch 25/20}

Notabene, Merke wohl

Notabene ist eine lateinische Floskel, die ich diese Tage in einem Buch gelesen habe und gar nicht wusste, was sie bedeutet. Kennst du diesen Ausdruck? Ich habe ja schon öfter gesagt, dass ich alte Wörter mag. Vielleicht lese ich deshalb so gerne historische Bücher. Derzeit bin ich in meinem Buch Eisenblut,  in dem alten Berlin unterwegs. 1880. Eine Zeit, in der eine Menge passiert ist. Spannend geschrieben von dem Autor Axel Simon. Demnächst erzähle ich dir mehr über dieses Buch.

Notabene, morgen ist Mittsommer

Schon ist ein halbes Jahr vergangen. Erstaunlich, wie die Zeit vergeht. Endlich blüht alles auf meiner Terrasse und ich freue mich, wenn ich Besuch bekomme. Diese Woche waren Carina und Magda zum Stricken bei mir. Wir haben Eiskaffee genossen und einen außerordentlich leckeren Käsekuchen, den Magda gebacken hat. Dabei isst sie den dann nicht mal selber! Sie hat eine neue Küchenmaschine und probiert allerlei aus. Dabei eben auch den Kuchen. Carina und mir hat der sehr gut geschmeckt. Und auch der Kerl bekam ein Stück ab. So saßen wir im warmen Schatten auf meiner Terrasse und haben schöne Sachen gestrickt. Mir macht es nichts aus, Wolliges an warmen Tagen zu stricken. doch würde ich mich auch über ein schönes Leinengarn freuen. Hab ich aber nicht. Muss leider auch noch warten. Aber etwas habe ich schon fertig gestrickt. Ein Pullover den ich besonders gerne mag.

Die Sommersonnenwende feier ich nicht besonders. Sonst bin ich gerne bei der Fete de la Musique dabei und klappere die Bühnen in der Stadt ab. Aber wegen Corona und dem ganzen Gedöns, werde ich meinen Hintern am Sonntag vielleicht maximal vor die Haustür bewegen, um mich zu bewegen. Geplant habe ich erst einmal nichts.
Heute bin ich schon Einiges am stemmen. Denn unsere Station zieht in ihr altes Domizil zurück. Endlich haben sie es geschafft, unsere Räume schick zu machen. Geplant waren 2 Monate gedauert hat es am Ende SIEBEN. Ich bin gerade selber erstaunt, wie lange wir dieses Theater mitgemacht haben. Aber nun wird wieder alles schön. Die Station strahlt in einem sanften Grünton. Nicht unbedingt meine Lieblingsfarbe, aber ich muss zugeben, sie beruhigt doch sehr.

Wer einmal eine Radtour macht…

…bekommt niemals wieder genug davon. Zumindest, wenn sie so schön ist, wie die, die ich am Montag gemacht habe. Die letzte Tour, die ich in meinem Urlaub gemacht habe. Ich bin mit dem Regio nach Brandenburg “gereist”, habe mich dort auf mein Fahrrädchen gesetzt und bin auf dem Havelradweg nach Hause gefahren. Fast immer auf dem Deich lang. Mein Karminchen hat mich notabene (in dem Fall heißt es dann übrigens) begleitet. Ich habe eine Tourenapp, die ich für solche Strecken gerne benutze. Man kann da auch noch Bilder hochladen und die dann als eine Story zusammenfassen (das geht am Ende ganz automatisch).

 

Etwas verzweifelt, ich bin!

Ich würde so gerne an der Linkparty von Der Zitronenfalterin teilnehmen. Das haben wir noch nie probiert…

Wann hast du das letzte Mal, etwas zum ersten Mal gemacht? Pippi Langstrumpf geht an Neues und Unbekanntes ja immer recht forsch und unerschrocken heran. Als Erwachsener fällt einem eher ein, was alles schief gehen könnte und was dagegen spricht. Doch: Vielleicht wird alles „viel-leichter“…

Mein Problem ist, dass ich fast nie darauf warte, etwas auszuprobieren. Nur eine Sache schiebe ich schon ewig vor mir her… Das ist Kleidung selber nähen! Ich weiß, gleich stöhnen wieder einige auf und erzählen mir, dass das mit der richtigen Anleitung überhaupt kein Problem ist. Ich müsste nur das Schnittmuster drucken, zusammenkleben und dann den Stoff ausschneiden… Das weiß ich doch. Aber tatsächlich habe ich davor Respekt! Vielleicht schaffe ich es am Sonntag. Notabene die Sonne scheint nicht und ich könnte draußen sein. Was wirst du zur Sommersonnenwende machen?

Alles Alte, soweit es den Anspruch darauf verdient hat, sollen wir lieben; aber für das Neue sollen wir eigentlich leben.

(Theodor Fontane, dessen Wege ich in den letzten zwei Wochen häufig gekreuzt habe, hat dieses gesagt)

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Neue Strickprojekte {Samstagsplausch 24/20}

Neue Strickprojekte

Wenn man es genau nimmt, habe ich schon wieder viel zu viele Strickprojekte angefangen und noch kaum etwas fertig gemacht. Stattdessen taucht ein neues Strickbuch auf und die Verführung ist groß. Der Gutschein von meinen besten Reise-Freunden wurde gegen eine schöne Wolle eingetauscht und die Langzeitprojekte wieder in den den Hintergrund geschoben.

Dabei stricke ich gerade an einer Menge wirklich schöner Sachen. Ein Schal habe ich zum Glück schon fertig, davon demnächst mehr. Ein anderer Pullover erfreut sich auch schon daran beendet worden zu sein. Aber all die anderen Projekte! Da wäre der schöne Blätterschal, den ich mit Magda zusammen begonnen habe. Das eigentliche Muster stammt dabei aus dem Tivoli-Schal. Das Knitalong wollte ich nicht mitstricken, solche Musterschals gefallen mir nicht immer.

Dann liegt schon einige Zeit ein Pullover, den ich aufgeribbelt habe und wartet auf neue Ärmel und eine neue Passe. Vielleicht liegt es aber auch an dem schon “Schon-Mal-Fertig-Gewesen”, dass das Teilchen nicht fertig wird.
Ein halbes Sockenpaar schlummert in einem Projektbeutel. Das Muster hat mir mal sehr gefallen. Nun macht es mir aber kaum noch Spaß, es zu stricken. Doch irgendwann werde ich sie fertig machen müssen.

Und wenn ich schon mal am outen bin, … Ich wollte möglichst keine Teststricke mehr mitmachen. Und doch hat es mich wieder erwischt. Ich fand die Jacke von Knitding so schön, dass ich nicht darüber nachgedacht habe und schwupps, war ich in der Teststrickgruppe. Der Anfang war auch prima, aber dann hat mich das eine oder andere an dem Aussehen der Jacke gestört, dass ich im ersten Moment nicht gesehen hab. Ich will nicht sagen, dass die Jacke nicht schön ist und auch nicht, dass sie schlecht zu stricken ist, aber meinem inneren Monk (der sich auch manchmal zu Wort meldet) nicht gefiel. So bat ich Kerstin, mich wieder aus dem Teststrick zu entlassen. Nun hatte ich aber schon angefangen und stricke nun nach meiner eigenen Nase eine Jacke. (Wenn sie denn dann irgendwann fertig wird)

Heute ist übrigens World Wide Knit in Public Day. An jedem Zweiten Samstag im Juni wird öffentlich gestrickt. Machst du dabei auch mit?

Und sonst so?

Ich war wieder viel Fahrrad fahren, habe mich mit vielen Freundinnen getroffen, habe ein neues Telefon, das super Bilder machen kann. Aber bis alles wieder so funktioniert, wie ich es gewohnt bin, gehen bestimmt noch ein paar entnervte Momente meines Kerls ins Land. (Ich bin dann so unkonzentriert, wenn er mir etwas erzählt. Das kennt er so nicht) Das Monstermädchen war bei uns zu Besuch und ich miste immer mal wieder Dinge aus. Das befreit. Mein Urlaub ist nun schon fast zu Ende, aber mit dem Monstermädchen habe ich schon die nächsten Pläne gemacht. Ob das so wird, wie wir uns das vorstellen? Das wird man sehen. Hast du schon Pläne für deinen nächsten Urlaub?

Je üppiger die Pläne blühen, um so verzwickter wird die Tat

(Erich Kästner)

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Lächelnd unterwegs {Samstagsplausch 23/20}

Diese Woche war ich lächelnd unterwegs

Ich sag dir mal was, die Menschen scheinen so viel mehr zu lächeln. Lächelnd, kamen mir so viele Menschen entgegen, dass ich mich schon gewundert habe. Corona scheint tatsächlich auch etwas Gutes zu haben. Wenn du dich jetzt fragst, wo ich unterwegs war, dann will ich es dir auch gerne erzählen. Der Montag war mein erster Urlaubstag, den ich im Grunde damit verbracht habe, mit unseren Nachbarn ein nettes Treffen im Garten zu genießen. Schon da war klar, die Nachbarn lächelten die ganze Zeit. Übrigens haben wir artig den Abstand gehalten.

Die nächsten lächelnden Menschen begegneten mir auf meiner ersten Radtour nach Oranienburg. Obwohl der erste Teil der Strecke quer durch die Stadt ging, zeigte sich immer wieder ein freundliches Gesicht in meinem Sichtfeld. Schöner war dann allerdings der zweite Teil der Tour. Am Wasser entlang, auf einem schönen ausgebauten Radweg, kamen mir einige Radfahrer entgegen, die fast ausschließlich ein Lächeln im Gesicht trugen. Obendrein sogar sehr freundliche Worte übrig hatten. So zum Beispiel wurde mir ein guten Appetit gewünscht, als ich in der Sonne an der kleinen Schleuse gerade mein Brot genossen habe. Diese Tour hat mir Spaß gemacht und am Ende bin ich 84 km gefahren.

Am Mittwoch, habe ich mich spontan mit einer Freundin verabredet. Sie ist, wie ich, eine begeisterte Fahrradfahrerin. Wir haben uns schon so lange nicht mehr zum Radeln verabredet. Wie gesagt, kurzentschlossen trafen wir uns am Bahnhof Jungfernheide, um mit der Bahn nach Rathenow zu fahren. Die Fahrräder hatten ausreichend Platz und wir eine Stunde Zeit, uns über das vergangene Jahr zu unterhalten. Wie gesagt, wir haben uns schon sehr lange nicht gesehen. Im Zug wurden wir von der Kontrolleurin über die richtigen Fahrkarten aufgeklärt. Wir hatten die Fahrt bezahlt, keine Angst…

In Rathenow sind wir dann auf unsere Drahtesel aufgesessen und sind auf gut ausgeschilderten Wegen Richtung Nauen los gefahren. Schon kamen uns andere Radler entgegen, die freundlich Hallo herüber riefen, oder Gute Fahrt wünschten. Ehrlich gesagt, fand ich es wirklich etwas merkwürdig, denn dass ist nicht normal. Dieses lächeln und freundlich sein, kenne ich aus den Bergen, aber nicht von den Radwegen rund um die Stadt. In Nauen trennten sich unsere Wege wieder. Immerhin waren das schon 66 km. Ich blieb auf meinem Drahtesel und fuhr noch nach Hause. Meine Freundin fuhr mit dem Zug zurück. Auf dem Weg dachte ich noch, dass ich selber Schuld sei, wenn mir das Lächeln im Gesicht verschwinden würde. Denn am Ende hatte ich 100 km zusammen. Mein Hintern hatte jedenfalls nicht mehr gelächelt.

Und gestern war ich mit dem Kerl in Havelberg in Brandenburg. Auch dort trafen wir Menschen, die einfach nur freundlich waren und einige nette Worte übrig hatten. Kannst du das auch bestätigen, dass die Menschen um dich herum mit einem Lächeln im Gesicht unterwegs sind?

“Lachen und Lächeln sind Tor und Pforte durch die viel Gutes in den Menschen hineinhuschen kann.”

(Christian Morgenstern)

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Pfingsten mal anders {Samstagsplausch 22/20}

Pfingsten mal anders…

…normalerweise feiern wir an Pfingsten den Karneval der Kulturen. In Berlin leben so viele Menschen (180 verschiedene Nationen) aus allen Herren Länder. Irgendwann (es war das Jahr 1996) hat sich eine schlaue Gemeinschaft Gedanken gemacht, wie man den Bewohnern der Stadt die fremden Kulturen näher bringen kann und so zog der erste Umzug im Mai durch Kreuzberg.

Inzwischen ist der Umzug und das dazugehörige Straßenfest auf vier Tage angewachsen. Das gesamte Pfingstwochenende wird gefeiert, die Speisen und Tänze ausprobiert. Aber nicht nur die Berliner feiern diesen Karneval gerne. Üblicherweise kommen sehr viele Touristen in die Stadt. Das Spektakel gehört inzwischen mit ca. 1 Million Besuchern, zu einem der größten Straßenumzüge in Deutschland. Etwa 4000 Akteure nehmen an dem Umzug teil. Wenn du Bilder sehen willst, dann schau mal hier.
Und das fällt nun dieses Wochenende aus… Weshalb wir nun nicht zum Umzug bzw. zum Straßenfest gehen können. Was wollen wir denn nun stattdessen machen? Wie wäre es einfach mal an den Berliner Wannseestrand zu fahren? Vielleicht auch einfach ins Umland und die Natur genießen?

Stattdessen bin ich arbeiten und werde auf dem Nachhauseweg noch bei den Eltern vorbei radeln. Vielleicht gibt es dort ein kleines Stück Kuchen. Aber was es dort auf jeden Fall gibt, sind glückliche Augen, weil sich die Isolation langsam auflöst. Man sieht es ja schon immer öfter in der Stadt, dass die Menschen immer mehr auf Normalität aus sind. Wieder zanken sich die Virologen, wer denn am Ende recht haben wird. Aber das soll uns jetzt an diesem Pfingsten nicht tangieren. Wir werden einfach das genießen, was wir bekommen.

Die vergangene Woche war fast entspannt. Ein Treffen mit der Freundin. Ein Essen mit besonders lieben Menschen, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Ein Schal der fertig gezeigt wurde. Bücher, die mich fasziniert haben. Nächte, die ich mir um die Ohren geschlagen habe. Gespräche mit einem Menschen, die ich dir ein anderes Mal näher bringen möchte. Eine Mail, die mich zu Tränen gerührt und mir eine Gänsehaut verursacht hatte. (Warum habe ich darauf eigentlich nur, mit einer Kurznachricht geantwortet?) Außerdem war ich gestern auf der Jagd nach den richtigen 12tel Blick Bildern. Was ich dieses mal über Kreuzberg zu erzählen habe, veröffentliche ich am Sonntag. Könnte spannend sein! Aber nun zu dir, was lag dir in dieser Woche am Herzen?


Wenn wir bedenken, dass wir alle verrückt sind, ist das Leben erklärt.

(Mark Twain)

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