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Schlemmerstrickerinnen, eine Tradition im Advent

Es ist schon eine kleine Tradition, dass wir uns im Advent gegenseitig, selbstgemachtes schenken. Da wird im Vorfeld gestrickt, genäht, gebastelt. Und manchmal hat man schon im Februar die passende Idee. Also mir ging es jedenfalls so. Ich hatte das ganze Jahr Zeit, meine Idee umzusetzen. Und was glaubst du, wann ich es dann gemacht habe? Genau, 14 Tage vor dem Treffen schnappte ich mir meine Nadeln, das passende Buch und suchte Wolle zusammen. Das ist auch so eine Tradition von mir. Ich fange immer erst kurz vor dem Termin damit an 🤦‍♀️

Der Gedanke war, meinen Schlemmerstrickerinnen, ein Ebenbild zu stricken. Da stellte sich die Frage, wie bekomme ich die schöne Frisur von Marion hin. Durch Zufall, fand ich ein Knäuel Mohairgarn in meinem Stash, der fast die passende Haarfarbe von Marion hatte. Die Haare von Betty und Chrissi waren nicht ganz so kompliziert. 
Die Puppen zu stricken, ist nicht besonders schwierig. Es ist eher das Fummelige, das viel Zeit frisst. Manchmal hat man nur 12 Maschen auf den Nadeln. Auch du musst aufpassen, das du nicht zu locker strickst, sonst quilt irgendwo die Füllwatte heraus.

von links nach rechts: Marion, Chrissi, Betty

Endlich fertig genadelt, brauchten die Damen ja auch noch etwas zum anziehen. Das Buch von Arne und Carlos, beinhaltet eine große Auswahl an Klamotten. Hosen, Röcke, Jumpsuit und was sonst noch. Sogar Schuhe kann man für die Strikkedukker stricken. Mir reichte es allerdings die Damen passend einzukleiden. Marion liebt weiße Hosen und natürlich rote Pullover. Chrissi ist eher in dunklen Farben  anzutreffen und Betty hat eine Jeanshose und ein rosafarbenen Pulli an. (Bettys Lieblingsfarbe, ein schönes Orange, hatte ich leider nicht auf Lager) 

Marion
Chrissi, braucht noch eine Brille!
Betty

Unsere Traditionelle Übergabe

Am letzten Freitag dann, saßen wir zusammen und tauschten unsere Geschenke aus. Marion hat ihre Nähmaschine rattern lassen und uns einen kleinen Tannenbaum aus Stoff genäht. Außerdem hat sie sich einen super Strickplaner für 2019 ausgedacht. Damit bekomme ich bestimmt Ordnung in meine Ufos. Betty hat uns eine personalisierte Schlemmerstricktasse machen lassen. Die wirst du bestimmt demnächst zu sehen bekommen. Und Chrissi hat uns mit Leckereien aus ihrer Küche verwöhnt. (da freue ich mich schon drauf…)

Eine kleine Andrea, wird es wohl im nächsten Jahr geben. Die Mädels haben protestiert, dass ich mich nicht selber gestrickt habe. Sie werden das nun für mich übernehmen. Ich bin gespannt. So viel ich weiß, gibt es schon meine Füße und Strümpfe…

Es sind schon einmal ein paar Strikkedukker von meinen Nadeln gehüpft.

3+

Der Hase aus Baumwolle

Oder der Langohr ist los

Vor vier Wochen, hatte ich eine Mail in meinem Postfach. Ob ich wohl Lust hätte, etwas aus Baumwolle zu stricken und dann bei dem Wettbewerb “Klein gestrickt” teilzunehmen. Ist ja nicht unbedingt das, was ich gerne mache. So unter Druck stricken. Habe mich dann aber doch dafür entschieden. 
Babyjäckchen und -hosen, da hat man ja nichts davon, wenn man sie verschenkt. Die werden max 4 Wochen getragen, und sind dann wieder aussortiert. Babydecken sind da schon schöner. Aber was ich immer wieder gerne mache ist, Tiere, insbesondere Hasen, zu stricken. (Mehr Hase findest du hier. Puppen hier und hier und hier) Allerdings stricke ich die Dinge zum liebhaben lieber mit Sockenwolle. Die ist strapazierfähig und kann in die Waschmaschine. Nun habe ich diese Baumwolle zugeschickt bekommen. Sie ist dicker,  als die Sockenwolle und ich habe mit Nädelstärke 3 und einem Nadelspiel aus Metall gestrickt. (Auch keine große Vorliebe von mir. Ich stricke lieber mit Holz) Die Baumwolle rutscht auf den Metallnadeln viel besser.

Zuerst wurden die Arme und Beine entwickelt und dann der dicke Bauch. Bevor die letzten Maschen gestrickt sind, werden noch schnell die Teile mit Füllwatte ausgestopft, sonst wird das eine ganz schöne Fummelarbeit. Ich war doch ganz erstaunt, wie schön sich die Baumwolle verstricken ließ.

Jede Reihe habe ich aufgeschrieben, damit ich mir das merken konnte. Ich stricke solche Tiere oft nach Gefühl und habe dann am Ende vergessen, wie es gemacht wurde. Aber die von Talu haben mich gebeten es zu notieren. Eine Herausforderung für mich.

Stück für Stück bekommt der Hase ein Teil nach dem anderen befestigt. Mir kribbelt dann immer richtig der Bauch vor Freude. Der Bauch sieht ein wenig wie eine Birne aus. Der Hase soll doch gemütlich wirken. Nicht wie ein Sportler. Zum kuscheln und trösten, von den Nadeln gerutscht…
Ein Hase hat ja auch einen Schwanz. Einen Puschelschwanz. Da Babys aber irgendwann alles in den Mund nehmen, sollte der dann auch nicht fusseln oder so. Deshalb bekommt Herr Langohr eine Raute als Blume auf den Allerwertesten. Apropos alles in den Mund nehmen, Herr Langohr bekommt absichtlich keine Knöpfe oder ähnliches. Zu oft habe ich von verschluckten Kleinteilen gelesen.  

Dann werden die Ohren gestrickt und am Hinterkopf befestigt. Herr Langohr bekommt noch ein Gesicht aufgestickt und schon möchte man ihn gar nicht mehr aus den Händen legen. Ich habe ihn nicht zu fest gestopft, ganz weich kommt er daher. (Zu wenig stopfen ist auch nicht gut, dann hat er keinen halt und nach der ersten notwendigen Wäsche könnte er zu schlapp werden)

Jetzt darf er noch ein wenig moddeln. “Setz dich mal so …dreh dich…Ahh, bitte lächeln… ” Mir macht das fotografieren auch sehr großen Spaß. Herr Langohr ist aber auch ein dankbares Fotomodell. Zuckt ja nicht mal.

So, wenn dir mein Häschen gefällt und du gerne möchtest, dass ich einen Preis gewinne, dann kannst du mal auf dieser Seite, bei Talu vorbeischauen und für mich stimmen. Schöne andere Sachen sind dort allerdings auch zu finden. Ich bin mal gespannt. Und wenn ich es mit meinen englischkenntnissen vereinbaren kann, dann findest du die Anleitung bei Ravelry.

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Die Stadtmaus im Schnee und ein Abschied

Die Stadtmaus hat ihre Familie schon einmal zu Weihnachten verabschiedet. Ihre 4 Tanten und Onkel sind in neue Wohnungen gezogen. Sie sind in gute Hände gekommen, denn wir haben inzwischen quietschvergnügte Nachrichten gelesen und sie auch schon einmal, teilweise wieder getroffen. Es geht ihnen gut! Und das ist wichtig. Zwei weitere Verwandte sind ebenfalls im neuen Jahr ausgezogen. Eine Maus hatte sich nur per Telefon gemeldet, aber auch ihr geht es gut. Ich hoffe Andrea versorgt sie gut. Hier ein paar Abschiedsszenen:

Als wir uns wieder trafen, Wimmel, Wooly und ich Karminchen,  das war am ersten Samstag im Januar bei Herrn U. in den Heckmann Höfen. Große Wiedersehensfreude und ein Geplauder war das.

Inzwischen war ich mit Karminrot im Gleisdreieckpark und habe mir die Sonne auf die Wolle brennen lassen. Und weil es doch recht empfindlich kalt geworden ist, in unserer Stadt, hat mir Karminrot ein Pulloverchen gestrickt. Ein Mützchen und ein kleiner Schal würden mir bestimmt auch noch gut stehen.

Karminrot hat dann auch gleich mal Bilder von mir gemacht, wie ich da so im Schnee die Sonne genieße. Sie meinte, die passen so herrlich in die Mausperspektive, die Siglinde leider nur noch jeden zweiten Mittwoch veranstaltet. Wie auch immer, wir sind dabei! Sollte jemand Lust haben, meiner Mausefamilie noch mehr Angehörige zu stricken, hier ist die Anleitung zu finden ✱

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Meine 10 Maschendecke

Endlich habe ich sie fertig gestrickt.
Habe ja auch nur ein Jahr und ein paar Monate daran gestrickt.
Und nicht, weil sie so kompliziert ist.
Bestimmt nicht, denn man strickt immer nur rechte Maschen.
Davon auch nur 10.
Verbindet die Ränder noch beim stricken 
und hat damit auch kein zusammennähen.
Entspricht also genau meinem Faulheitsgrad.
Wer es genau wissen will schaut hier.
Verstrickt habe ich bestimmt unendlich viele Wollreste,
von fertigen Modellen die noch vor meiner Blogzeit liegen.
An manche Projekte konnte ich mich schon gar nicht mehr erinnern.
Dadurch hat die Decke einen überaus bunten Charakter.
Sie wiegt etwas 1500 gr und Mama sollte sie möglichst nur mit der Hand waschen.
Keine Ahnung, wo all die Banderolen der Wollen abgeblieben sind.
Kuschelig ist sie allemal und wärmen wird sie auch.
Das habe ich schon beim stricken gemerkt.
Und fast hätte ich es vergessen, sie hat eine Größe von 140×140 cm
Vielleicht seid ihr auch auf den Geschmack gekommen einfach mal Reste zu verstricken.
Eure
Und ab damit zu Auf den Nadeln im November
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Gestrickt, zum lieb haben…

Ich hinke mit allem wirklich hinterher. Endlich habe ich eine Strickarbeit fertig, eine kleine Puppe. Zum knuddeln und lieb haben. Gestrickt, aus Sockenwolle. Ausgestopft mit Füllwatte. Eingekleidet mit Pulli, Rock und Söckchen, ebenfalls aus Sockenwolle. Einzig die Haare sind ein Garn, das flusig und für den Puppenkopf geeignet ist. Die Anleitung für das Püppchen ist in meinem Kopf gewachsen. Ich versuche immer wieder die Anleitung aufzuschreiben. Das klappt aber nicht immer. So stehen einige Anleitungen in meinem Heftchen und sind unvollständig. Und wenn ich ein solches Püppchen ein zweites Mal stricke, vervollständige ich die Anleitung wieder oder verbessere sie. Heute habe ich die Puppendame auch gleich an die Empfängerin abgegeben. Sie wurde gleich in den Arm genommen und in besonderer Weise geliebt und geküsst…

Die Stricknadeln warten, ich habe so viel noch auf den Nadeln. Und es wird mehr,
weil mir schon wieder einiges durch den Kopf schwirrt…
Ich bin dann mal stricken,
eure

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Hasenpost

Ein Hase geht auf Reisen…

Da hat sich ein Hase von meinen Nadeln gestohlen. Der hat das Bedürfnis, ein Begleiter für eine kleine Prinzessin zu sein. Ich habe schon mal solche Wollfreunde gestrickt. Die ersten sind nach Anleitung entstanden, aber weil ich meine Nähnadel nicht so strapazieren möchte, habe ich im Laufe der Zeit einen eigene Anleitung ausgetüftelt. Eine, in der ich wie beim Socken stricken 5 Nadeln brauche.

Die ersten Teile sehen immer irgendwie seltsam aus. Aber wenn sie zu einem Ganzen zusammengefügt werden, entwickeln sie sozusagen ein eigenes Leben. Wenn der kleine Kerl dann noch ein Gesicht bekommt, mag ich ihn fast nicht mehr weiter gerben. In diesem Fall wird er/sie in ein Nachbarland reisen, der Spielgefährte für ein kleines Mädchen werden. 

Die großen Brüder sind auf eine ähnliche Weise schon beschenkt worden. Die Wolle aus der, der Hase entstanden ist, habe ich vom Wollfest  in Leipzig mitgebracht. Feine Sockenwolle, natürlich gefärbt, in zarten Mädchenfarben von der www.diakonie-wl.de. Ich wusste ja schon, das da ein Mädchen in den Startlöchern sitzt. Da kam mir das Knäuel ganz recht. Es hat mich sozusagen auf dem Wolltisch angelächelt und gerufen “Ich bin ein Hase, nimm mich mit!”

Jetzt noch schnell eine Karte malen und das Häschen in eine Kiste stecken. In der Hoffnung, das nicht auch noch die Post streikt, den Postlern mein Päckchen anvertrauen. Und auf geht die Reise in eine hübsche Stadt in den Bergen…

Ich husche dann mal schnell los,
die Kleine ist ja auch schon ein kleine Weile auf der Welt!
Es wird Zeit,
Eure
Verlinkt mit Maschenfein 
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