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Sockenschublade {Nadelgeplapper 11-21}

Hast du auch eine Sockenschublade mit selbstgestrickten Socken? Ich habe eine. Doch sieht sie nicht so wohlsortiert aus, wie die von Jasmin und Gigi, den Knitmore Girls. Die Beiden betreiben einen Podcast und haben schon über 630 Folgen gesprochen. 

Aber zurück zu der Sockenschublade. Ja ich stricke gerne Socken und darauf kommen die Beiden direkt zu sprechen. In ihrem Buch Deine super Sockenschublade aus dem Topp-Kreativ-Verlag, zeigen sie eine Menge Möglichkeiten auf, wie man schicke Socken stricken kann. Das Original Buch ist unter dem Namen Operation Sock Drawer zu finden. Dem Hashtag #operationsockdrawer kann man auch ganz prima bei Instagram und co folgen. Erstaunlich, was da so alles seit 2014 von den Nadeln springt.

Ich bin schon wieder abgedriftet… Zwanzig Anleitungen warten nun darauf gestrickt zu werden. Aber vorher gibt es noch ein Vorwort der beiden Herausgeberinnen. Ob die tatsächlich eine so ordentliche Sockenschublade haben. Ich denke darüber nach, ob ich meine Socken auch einmal so präsentieren sollte. Gigi ist die Mutter von Jasmin und sie versorgte ihre Tochter in den 1990 Jahren mit selbstgestrickten Socken, die die 14 Jährige leidenschaftlich trug und herzeigte. Jasmin war das aber nicht genug, sie wollte selber Socken stricken lernen. Mehr kann man zu der Sockenstrickgeschichte und wie es zu einer Sockenschublade kommt im Vorwort lesen.

Socken sind wie Pralinen zum Stricken: kleine dekadente Häppchen. Das Projekt, an dem du gerade arbeitest, kannst du in der Handtasche mitnehmen, im Auto auf dem Armaturenbrett deponieren oder für die ganz Mutigen- hinter dem Kissen auf dem Sofa (Seite 5)

Die Beiden Frauen reden die ganze Zeit davon, wie toll es ist, Socken zu stricken. Und sie haben Recht! Und noch toller ist es, sich Beifall für seine Werke bei Instagram zu holen! Als Jasmin die Sockenschublade von Susan B. Anderson bei Instagram sah, war es um sie geschehen. Mit dem Hashtag #operationsockdrawer wurden seit dem Jahr 2014 von vielen Strickerinnen ihre Sockenschubladen gefüllt.

Ein Blick in die Sockenschublade

Einfach kann ja bekanntlich jeder. Deshalb nun dieses Buch. Zwanzig Modell laden zum knifligen Sockenstricken ein. Nein knifflig sind die nicht wirklich. Sie fordern ein bisschen heraus und wenn man sich an einem einfacheren Projekt versucht hat, dann will man bestimmt das nächst anstrengendere stricken. Da gibt es Zopfmuster oder Strukturmuster, Farbspielerein und Schlichtes. Die Fersen werden in verschiedenen Arten gestrickt und auch die Spitze ist niemals gleich.

Spannend finde ich, dass nicht die Schuhgröße ausschlaggebend ist, sondern der Fußumfang. So passen die fertigen Socken bestimmt nicht nur in die Schublade, sondern auch dem Fuß, der sie tragen soll. Tipps und Tricks werden ebenso angezeigt, wie die Nadelstärke sowie die favorisierten Nadeln der Strickerin. Wobei das jedem wohl sein eigenes Ding ist, wie er die Socken nadeln möchte. Ach ja, eine Maschenprobe und das verwendete Garn, stehen auch dabei.

Die Modelle

Sind von verschiedenen Designerinnen. Alle haben detaillierte Anleitungen. Meistens mit Strickschriften. Wie sie sich am Ende stricken, weiß ich noch nicht. Leider bin ich bisher noch nicht dazu gekommen, auch nur eine dieser Socken zu stricken. Dabei schreien mich mindestens 5 Anleitungen aus dem Buch heraus an. Die Wollstränge zappeln in den Kisten …

Die Fotos machen auch Lust sofort los zu legen. Eine hübsche Idee ist auch, jede Designerin noch einmal am Ende der Anleitung in einem extra Kästchen vorzustellen. Viele von ihnen wird man auf der Stricker – und Häkel -plattform Ravelry wiederfinden. Und wenn dir mal so gar nicht einfallen möchte, wie man die eine oder andere Masche abstricken soll, sind auf den letzten Seiten kleine einfache Erklärungen zu finden. 

Gigi und Jasmin haben mir jedenfalls große Lust gemacht eine Sockenschublade zu bestücken. Ob ich dieses Jahr noch so viele zusammenbekomme, das werden wir sehen. 

Topp-Kreativ-Verlag
ISBN-13: 9783772448591
Seiten: 144


Gegen Dreck und Kälte (Stulpen)

Gegen den Dreck, der beim Spaziergang mit dem Hund an meinen Hosenbeinen haften bleibt, wollte ich mir schon lange ein paar Stulpen stricken. Im Grunde kein Zauberwerk. Reicht es doch, im Kreis stricken zu können. Und weil ich derzeit fast jeden Tag eine große oder größere Runde durch den Wald drehe und der Winter in Berlin eher nass und dreckig ist, wurde es endlich Zeit!

Ein passendes Garn lag noch in einer meiner Wollkisten. Ganz hinten, ganz unten. Denn diese Wolle habe ich schon ziemlich lange. Es ist ein Garn von OnLine Supersocke Panama-Color. 6-Fädige Sockenwolle mit Aloe Vera und Jojobaöl, 150 Gramm ca 375 Meter. Ob das irgendeinen Sinn macht, da Öle hinein zu mischen kann ich nicht sagen. Zumal ich die Stulpen wahrscheinlich niemals nicht auf der blanken Haut tragen werde. Warum diese Wolle auch in meinem Vorrat lag, kann ich auch nicht mal mehr genau sagen. Üblicherweise verstricke ich nämlich 4-Fädige Sockenwolle.

Ich wollte kein Kunstwerk schaffen. Ich wollte einfach nur ein paar schlichte Überzieher produzieren, um den Dreck vom Hosenbein fern zu halten. Das ist mir auch gelungen. Zopflos, Umschlag/Löcher fern, einfach nur einfach. Geribbelt habe ist sie aber trotzdem. Denn ich habe am Anfang nur 13 Maschen pro Nadel gehabt. Das hätte für Socken in meiner Größe gereicht. Aber ich will die Dinger gegen den Dreck nun mal über die Hosenbeine ziehen, da braucht es etwas mehr Maschen. Also wieder alles auf Anfang, mit den Strickfreundinnen kurz abgestimmt und neu angeschlagen. Dieses Mal waren auf jeder Nadel 16 Maschen.

Meine Anleitung:

64 Maschen mit 6-Fädiger Sockenwolle anschlagen. Ich bevorzuge ein Nadelspiel der Stärke 3,5. Aber die Magic-Loop-Methode geht natürlich auch (Ich mag übrigens gerne YouTube Videos, wenn ich ein Strickproblem habe. Da sehe ich immer, wie es am besten geht). Dann habe ich ein passendes Bündchen, in meinem Fall zwei rechts, zwei links, gestrickt. Mein Bündchen ist 5 lang. Dann kommt der trostlose Teil, denn es geht glatt rechts gestrickt, einfach Runde um Runde weiter. Und zwar so lange, bis du denkst, deine Unterschenkel sind gut genug bedeckt, um vor dem Dreck aus dem Wald oder der Kälte geschützt. Am Ende kommt das passende Bündchen wie oben dran. Also bei mir in zwei rechts, zwei links, über 5 cm. Abketten fertig.

Praktisch sind dann Wollen, die selber mustern. So wie bei meiner. Da ist das Stricken dann doch nicht ganz so langweilig.
Wenn du dich jetzt fragst, wer diese tollen Fotos geschossen hat, dann kann ich nur sagen, dass war ich selber! Mit Selbstauslöser im Wald. Ich hatte dabei so viel Spaß und musste oft so laut Lachen, dass mich die anderen Hundeausführer sehr merkwürdig beguckt haben. Der gemeine Berliner ist es halt auch nicht gewöhnt, wenn ihm einer mit einem lachenden Gesicht im Wald begegnet.


Orangen Sneaker-Socken, die glücklich machen

Orangen Sneaker-Socken

Wer mal wirklich schnelle Socken stricken möchte, der sollte sich Sneaker-Socken machen. Meine haben den Farbton Orange, der mich beim Stricken schon glücklich gemacht hat.

Ich bekam ein halbes Knäuel von der Regia Tuttifrutti Orange in die Hand. Ein halbes Knäuel reicht genau für ein paar Sneaker-Socken. Jetzt, wo es wieder kälter wird, trage ich auch wieder Socken in den Schuhen und muss leider auf meine geliebten Nackedeifüße verzichten.

Der Vorteil, Sneaker zu stricken ist, dass man keinen Schaft stricken muss. Es gibt bestimmt gnadenlos viele Anleitungen im Internet, wie man die kurzen Socken stricken kann. Aber dafür muss man das Rad wirklich nicht neu erfinden. Ich habe einen krausen Rand gestrickt und dann sofort die Ferse begonnen. Vor Jahren habe ich immer die Käppchenferse gestrickt, aber nachdem ich die Bumerangferse entdeckt hatte, die altbackene Ferse aus meinem Hirn getilgt.

Für Sneaker sind aber Käppchenfersen besser, sie verrutschen nicht so leicht. Zusätzlich habe ich die Ferse in eine Rechts, eine Links gestrickt. Noch mehr glaube ich, dass das Garn einen großen Anteil an dem guten Sitz hat. Beim Stricken schon, hatte ich den Verdacht, dass die Wolle etwas elastisch ist. Seitdem ich die Socken trage, bestätigt sich mein Verdacht immer mehr. Dabei sind in dem Garn 72% Baumwolle,18% Polyamid und 10% Polyester enthalten.

Ich glaube, ich werde mir noch ein Paar solcher kurzen Socken machen. Die Farbskala auf der Schachenmayr-Seite sieht einfach zu verführerisch aus. Die Früchtchen sind auf jeden Fall echt gelungen.

Schon einmal habe ich Sneaker gestrickt. Damals aber für meine Schwester. Ihr haben sie damals auch ganz prima gefallen. Ich glaube, damals hatte ich mir auch vorgenommen, dass ich mir selber noch welche stricken möchte.

Genug gequasselt. Die Eckdaten:

  • 2,25 Nadelspiel aus Holz
  • 50 Gramm Tutti Frutti Color von Regia Farbe Orange
  • 2 Tage (unterbrochene) Arbeitszeit
  • Krauses Bündchen
  • Käppchenferse
  • Fotos myself

 


Schlossketten- oder Shirburn-Socken

Schlossketten-Socken

Wie soll man sich Schlossketten als Sockenmuster vorstellen. Als ich einen Post von RegiaYarns bei Instagram über die Shirburn Socken gelesen habe, sah ich das Schlosskettenmuster. Es sieht aus wie die Ketten von der Schlossbrücke. Die Zöpfe gehen weiter auseinander, um dann wieder zusammen zu rutschen und zu kreuzen. Meine Freundin meinte, ein wenig erinnern sie auch an die Kaffeeböhnchen. Nur eben sehr viel größer.

Ich hatte ein Knäul von Regia Schachenmayr noch in meinem Wollkästchen, das mir für diese Socken passend schien. Der zarte Farbverlauf macht das Muster nicht gleich zu nichte. Ich mag es nicht, wenn Mustersocken zu sehr wildern, denn dann verschwindet das Muster und meine Arbeit war umsonst. Dieses Garn hat zudem den Vorteil, dass man wieder mit dem selben Farbverlauf anfangen kann und der zweite Socken dem ersten sehr ähnlich wird.

Etwas habe ich auch noch beim Stricken dieser Socken gelernt. Nämlich wie man Maschen ohne Hilfsnadel kreuzen kann. In meiner Strickgruppe haben wir darüber diskutiert, wie das gehen soll. Ich habe dann ein prima Video bei YouTube gefunden. Man lernt nämlich nie aus. Tatsächlich habe ich bei den Schlossketten-Socken das Kreuzen trainiert, um es bei meinem neuen Strickprojekt anwenden zu können.

Diese Socken sind nicht für mich. Sie sollten ein Geburtstagsgeschenk werden. Sie sind in der Größe 42 genadelt. Mit 3er Nadeln aus Holz habe ich sie gestrickt 64 Maschen dazu angeschlagen. Wenn dir das Muster auch so gut gefällt wie mir, dann schau auf der Schachenmayr-Seite vorbei. Die Anleitung gibt es dort kostenlos.

Ich habe eine kleine Bandspitze gestrickt und Bumerangfersen. Die mache ich am liebsten. Das Geburtstagskind hat sie angezogen und für gut befunden. “Sie passen 1a!” hat er gesagt. Im Moment werden sie ihm aber noch ein wenig warm sein. Aber ein Winter kommt bestimmt mal wieder. Die Wolle ist in der üblichen Mischung aus 75% Schurwolle und 25% Polyamid. Aber bite frage mich nicht nach der Farbe …

Ach ja, Marion hat diese Socken auch schon gestrickt. Ihre Farbe gefällt mir aber auch sehr gut.


Endlich mal wieder eine Freitagsblume

Eine einzelne Freitagsblume

Eine einzelne Rose steht auf meinem Esstisch. Die letzte von meiner Terrasse. Mein Rosenstock hatte beschlossen noch einmal zu blühen, und als die Blüte dann kurz vor dem aufgehen war, kam die Kälte. Und so wurde sie zu meiner Freitagsblume.

Es ist, nebenbei gesagt, auch noch Herbst. Wie gesagt, war es auch ziemlich kalt. Allerdings ist es genau heute wieder recht angenehm, in unserer Stadt. Manchmal scheint sogar die Sonne. Aber weil es Herbst ist und es im Herbst immer Kürbisse gibt, liegen auch welche auf meinem Tisch herum. Speisekürbisse, die auf einen zündenden Gedanken warten, damit ich sie “schlachten” kann.

Aber so lange dürfen sie auf meinem Tisch liegen bleiben. Was gehört auch noch zum Herbst? Klar. Wir fangen an, es uns wieder kuschelig zu machen. Chrissi hatte mir letzten Winter so wunderschöne Schlappen oder auch Puschen geschenkt. Eine Anleitung, die recht simpel ist und man wunderbar Wollreste damit verarbeiten kann. Bei unserem letzten Schlemmerstricktreffen haben Marion und Betty angefangen diese Puschen nach zu stricken. Als ich dann in meinen Sockenwollen herum gesucht habe, vielen mir einige Wollreste in die Hand.

Da kribbelte es mich ebenfalls in den Fingern, diese Puschen zu stricken. Und was soll ich sagen, ich will noch ein paar stricken. Das macht tatsächlich Spaß. Die sind relativ zügig gestrickt und die Wollreste werden super reduziert.

Wenn man die anhat, dann läuft man wie auf Wolken und hat ganz sicher warme Füße. Und wenn wir mal ehrlich sind, Weihnachten rückt ja immerhin immer dichter. Ich werde mal in mich gehen, ob ich noch ein paar davon nadeln werde.

Aber eigentlich ging es um meine kleine Duftrose. Eine Freitagsblume mit dem Gedanken, vielleicht wieder regelmäßig bei Holunderblütchen mit zu machen. Welch super Ansatz, so im Herbst! Typisch Karminrot, treibt sie wieder alles gegen den Strom 😉. So kleine Sträuße und Blümchen bringen doch immer einen schönen Anblick ins Zimmer. Ich habe sie schon sehr vermisst.


Die Letzten zum Schluß

Mein Sockenprojekt erfüllt

In den letzten Tagen habe ich drei Paar Socken fertig gestrickt. Das erste Paar, dass ich jetzt tragen kann, ist aus Lana Grossa Wolle Meilenweit, mit 2,25 Nadeln gestrickt. Es war ein Rest und nun habe ich keinen Faden mehr, wenn ich sie doch einmal stopfen müsste.
Das Muster habe ich bei Schachenmayr gefunden. Völlig einfach zu stricken. Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht. Man braucht  dazu eine sechste Nadel und der Faden wird “nur” um die Maschen herumgewickelt.
Ich mag solche effektvollen Muster, bei denen man sich nicht die Finger verrenkt.
Auch die nächsten Socken habe ich nach einem Muster von Schachenmayr gestrickt. Allerdings habe ich dazu dicke 6fach Wolle genutzt. Ich weiß allerdings nicht mehr, von welchem Hersteller. Ich musste es etwas abwandeln, aber das war kein Problem.
Auch dieses Muster ist unglaublich simpel zu stricken. Für die 6fach Wolle habe ich die Nadelstärke 3 genutzt. Am liebsten in Holz. Sämtliche Reste dieser Farbe sind aufgebraucht. Meine Sockenwollkiste hat wieder etwas abgenommen.
Zu Guter Letzt, habe ich noch ein Hebemaschenmuster mit 6fach Sockenwolle gestrickt. Ein Knäuel, das sich irgendwo unter den Anderen versteckt hielt.
Mit 3er Nadeln auch wieder “schnell” gestrickt. Dieses Sockenpaar ist gerade eben erst fertig geworden. Kurz vor Toreschluß… Damit habe ich mein selbstauferlegtes Projekt fertig gestellt.
Von diesem Knäuel ist tatsächlich noch etwas übrig. Aber für eine komplette Socke reicht das nie und nimmer.

2018

werde ich keine 18 Socken stricken!
Ich danke auf jeden Fall für eure tolle Unterstützung.
Nachher schaue ich mir noch die schönen Werke an, die neben meinen entstanden sind.