Seite auswählen

Endlich mal wieder eine Freitagsblume

Eine einzelne Freitagsblume

Eine einzelne Rose steht auf meinem Esstisch. Die letzte von meiner Terrasse. Mein Rosenstock hatte beschlossen noch einmal zu blühen, und als die Blüte dann kurz vor dem aufgehen war, kam die Kälte. Und so wurde sie zu meiner Freitagsblume.

Es ist, nebenbei gesagt, auch noch Herbst. Wie gesagt, war es auch ziemlich kalt. Allerdings ist es genau heute wieder recht angenehm, in unserer Stadt. Manchmal scheint sogar die Sonne. Aber weil es Herbst ist und es im Herbst immer Kürbisse gibt, liegen auch welche auf meinem Tisch herum. Speisekürbisse, die auf einen zündenden Gedanken warten, damit ich sie “schlachten” kann.

Aber so lange dürfen sie auf meinem Tisch liegen bleiben. Was gehört auch noch zum Herbst? Klar. Wir fangen an, es uns wieder kuschelig zu machen. Chrissi hatte mir letzten Winter so wunderschöne Schlappen oder auch Puschen geschenkt. Eine Anleitung, die recht simpel ist und man wunderbar Wollreste damit verarbeiten kann. Bei unserem letzten Schlemmerstricktreffen haben Marion und Betty angefangen diese Puschen nach zu stricken. Als ich dann in meinen Sockenwollen herum gesucht habe, vielen mir einige Wollreste in die Hand.

Da kribbelte es mich ebenfalls in den Fingern, diese Puschen zu stricken. Und was soll ich sagen, ich will noch ein paar stricken. Das macht tatsächlich Spaß. Die sind relativ zügig gestrickt und die Wollreste werden super reduziert.

Wenn man die anhat, dann läuft man wie auf Wolken und hat ganz sicher warme Füße. Und wenn wir mal ehrlich sind, Weihnachten rückt ja immerhin immer dichter. Ich werde mal in mich gehen, ob ich noch ein paar davon nadeln werde.

Aber eigentlich ging es um meine kleine Duftrose. Eine Freitagsblume mit dem Gedanken, vielleicht wieder regelmäßig bei Holunderblütchen mit zu machen. Welch super Ansatz, so im Herbst! Typisch Karminrot, treibt sie wieder alles gegen den Strom 😉. So kleine Sträuße und Blümchen bringen doch immer einen schönen Anblick ins Zimmer. Ich habe sie schon sehr vermisst.

2+

Mit dem Bus durch die Stadt {Stadtgeschichten}

Busfahren in Berlin

Die Mutter ist letztens mit dem Bus gefahren. Das macht sie nicht oft. Und von den Fahrplänen nimmt sie Abstand. Es ist ja nicht so, dass in unserer Stadt reichlich Buslinien unterwegs sind. Sie fährt auch lieber mit dem Bus, als mit der Bahn. Unterirdisch ist nicht so ihr Ding.

Also, die Mutter steigt in den nächstbesten Bus. Denn die Nase des Bus, zeigt in die richtige Richtung. Es schert sie eher weniger, dass die Ziffer auf dem Display außen nicht stimmt. Denn alle Wege führen nach Rom… Sie setzt sich auf einen Platz und wundert sich nach einigen Stationen, dass sie gerade abbiegen, wo sie doch gar nicht abbiegen müssen. Denn eines weiß sie genau! Nämlich, wo sie langfahren muss, um nach Hause zu kommen. “Können sie mir sagen, ob dieser Bus am Zoo stoppt” Ihre Nebensitzerin schaute sie verwundert an. “Aber nein, der fährt doch eine ganz andere Strecke!” Ein Mann hinter den Beiden mischt sich ein, “Sie könnten in zwei Stationen aussteigen, um in die S-Bahn zu wechseln! Die fährt dann zum Zoo”.

Die Mutter ist verwirrt. “Aber der ist doch immer zum Zoo gefahren!” “Ach sie meinen bestimmt den anderen Bus, der an der gleichen Haltestelle stoppt” Es grübelt in dem Kopf der Mutter, was sie als nächstes tun würde. Sie entschließt sich an der S-Bahnstation aus zu steigen. Die beiden Mitfahrer verabschieden sich freundlich und die Mutter ist mal wieder erstaunt, mit wieviel Menschen man doch in ein Gespräch kommen kann.

Sie steht nun auf der Straße und möchte eigentlich gar nicht mit der Bahn fahren. Aber was bleibt ihr übrig. Die Treppen hinauf und schon rollt der nächste Zug ein. Sie setzt sich neben einen Mann der Zeitung liest und schaut aus dem Fenster. Als sie zwei Bahnhöfe hinter sich gelassen haben, fällt ihr etwas ein. “Hält dieser Zug auch am Innsbrucker Platz?” fragt sie den Zeitungsleser. Dieser schaut aus seiner Lektüre hoch und wundert sich angesprochen zu werden. Hatte er sich nicht gut genug hinter seiner Zeitung versteckt?

“Hält der am Innsbrucker? …das weiß ich gar nicht. Ich steige immer Gesundbrunnen aus. Ist mir nie aufgefallen, ob der am Innsbrucker hält.” Er steht aber auf, um auf den Plan an der Decke des Zuges, zu gucken. Er brummelt ein wenig vor sich hin und nickt dann freundlich. “Oh ja, er hält dort!” “Die Mutter bedankt sich und freut sich schon, dass sie von dort auf jeden Fall nach Hause findet. Da kommt ihr eine neue Idee.

Sie könnte ja auch noch zwei Station weiter fahren und dann wieder mit einem Bus. Damit fährt sie doch viel lieber. Sie stellt sich unter den Plan an der Decke, um nach der Station zu suchen. Aber für sie ist der Plan nicht lesbar. Sie entscheidet sich dafür, es darauf ankommen zu lassen und wartet ab. Der Mann mit der Zeitung meldet sich wieder zu Wort und weist sie darauf hin, dass sie eben am Innsbrucker angekommen sind. Aber die Mutter lächelt ihn nur an, denn ihre Hörgeräte haben nur noch wenig Strom. (Dann hört sie nicht mehr) Er zuckt nur mit den Schultern und vertieft sich wieder in seine Zeitung.

Die Mutter steigt an der richtigen Haltestelle aus und fährt das letzte Stück mit dem geliebten Bus. Drei Tage später erzählt sie mir stolz ihre Geschichte und ich musste sie für dich aufschreiben. Ich liebe meine Stadt…

verlinkt bei Holunderblütchen
Tulpen hatte ich schon mal, nur nicht als Kugel.

3+

Stadtgespräche (oder besser Tischgespräche) ,Blumenfreitag

Tischgespräche

Diese Woche war ich mit einer Freundin im Palazzo. Kennst du das Palazzo? In einem Zirkuszelt wird köstliches Essen serviert und dabei und zwischendurch, kann man sich Akrobatik, Zauberei und Clownerie ansehen. Ein schönes Programm begleitet durch den kompletten Abend und kaum hast du dich versehen, ist es Mitternacht und du musst wieder in deine schnöde Welt hinaus.

Um zu den gebuchten Plätzen zu gelangen, muss man an einem Concierge vorbei. Das dauert ein wenig, denn jeder Gast wird an seinen Tisch begleitet. Vor und hinter uns standen die Menschen recht gedrängt, was eigentlich nicht nötig war, denn die Show beginnt erst in einer halben Stunde. Platz wäre genug. Hinter uns standen einige Frauen. Etwas hübsch gemacht, nicht mein Geschmack, aber immer noch besser, als “nur” in Jeans und Wollpulli aufzutauchen.

Die Damen schnatterten fleißig vor sich hin und eine zeigten sich als Kennerin des Palazzos. “Ach ich war schon sehr oft hier! Damals wurden wir von den Werbepartnern eingeladen. Das Essen war damals viel besser. Und soo viel, da kann man sich richtig daran satt essen” “Oh, da das wird bestimmt wunderbar!” Nur mal so zum Spaß, schau dir das Menü mal an…

Wir wurden an unserem Tisch platziert. Ein Tisch mit 8 Plätzen. Die nächsten Pärchen wurden zu unserm Tisch begleitet und so wie auch wir, sich gegenüber gesetzt. Hach, so geht das aber nicht. Die Paare wollten nebeneinander sitzen. Das Personal war längst wieder weg, da fragte man höflich, ob es in Ordnung sei, wenn die Damen neben ihren Herren Platz nehmen. Ein kurzes Gewusel und die Paare saßen nebeneinander.

Unser persönlicher Kellner, lies etwas auf sich warten. Kann man ja verstehen, wenn der so viele Gäste zu versorgen hatte. Das Wasser stand ja immerhin schon auf dem Tisch. Damit der gute Kerl nicht durcheinander kommt, steht zwischen jedem Paar ein Schildchen mit einer Nummer. Unser Kellner fragt noch, ob jeder auf seinem Platz sitzen würde. Alles rief ja. “Ähm, die Damen haben die Plätze getauscht, die Paare sitzen jetzt nebeneinander” War mein Einwand. Das war der Moment, wo die Verwirrung komplett war. “Nee wir sitzen doch richtich!” sagte der beleibte Mann neben mir. Der Kellner schaute etwas verwirrt und begriff dann aber sehr schnell. Er war es bestimmt gewohnt.

Ein Eiskübel, für den Wein oder Sektflaschen stand zwischen Magda und mir. Die bestellten Flaschen für den kompletten Tisch wanderten genau da hinein. Die Show begann und das Paar neben mir redete die ganze Zeit miteinander. Er schnaufte meistens, als Anerkennung der gezeigten Kunststücke.

Schnell war sein Glas alle und weil er es schon angedroht hatte, dass er mich belästigen würde, wenn sein Wein alle sein sollte, griff ich zu seiner Flasche und gab sie ihm ohne Worte rüber. Erstaunt drehte er sich um: ” Ditt iss aba ma uffmerksam!” Jetzt schaute ich den Kerl mal genauer an. Etwas überzogen mit einem dicken Panzerarmband, aber nicht unangenehm, saß er neben mir.

Das Essen wurde aufgetragen, die Akrobaten zeigten was sie können, das Essen wurde wieder abgetragen und die Zeit verging, ohne dass man es merkte. Das Pärchen neben mir ging immer wieder mal an die Luft und jedes Mal, saß der Kerl etwas dichter bei mir, so dass ich wirklich immer mehr an den Rand geschoben wurde. Manche Menschen brauchen einfach eine Menge Platz. Was würdest du machen, wenn dir ein Unbekannter immer dichter auf den Pelz rückt?

Meine Blümchen widme ich mal wieder Helga. Viel zu selten, mache ich noch beim Freitagsblümchen mit. Die Zweige habe ich von einem Baumschnitt. Keine Ahnung welcher Baum da seine Zweige lassen musste. Die Tulpen sollten eigentlich Gerbera sein. Doch haben mir die Zwiebelgewächse besser gefallen.

2+

Stadtgespräche an der Currywurstbude

Neulich an dem Currywurstbude

Ich halte nicht oft an so einem Laden. Die Wurst steht schon lange nicht mehr auf meinem Speiseplan. Aber gestern, hatte ich Appetit auf Pommes und die schmecken aus der Friteuse einfach besser. Was macht es dann, sich bei der Currywurstbude eine Portion zu gönnen.

Ich stelle mich lieber vor den Laden, Fettgeruch mag ich nicht an mir haben. Zwei Typen, älterer Jahrgang, stehen ebenfalls vor der Tür und warten auf den Freund, der sich gerade Currywurst extrascharf bestellt hat. Nicht lange und er kommt mit seiner großen Schale heraus und stellt sich zu seinen Kumpels. “Ditt sieht aba janich so schaf aus!“ meinte der Eine. Der Wurstesser hält dagegen “Ditt kann man doch och nich sehn… Ditt iss schon ächt schaf…Schwiejermutter würde ditt nich mehr essen“ . “Ick hab zu Hause richtich watt Schafet. Ditt kann ick ja ma mitbringen. Denn könn wa ma kiecken, watt du wirklich ausshällst!” tönt der Dritte.

“Ick wees ja nich, watt ihr als schaf vasteht, aber ick war schon uff so nem Fest, da habn wir uns durch so ne Steijerung jefressen. Immer noch eens druff. Am Ende, wahn wa bei 100 000 Scoville. Iss ja nich so, ditt diss schlümm wäre, wennde ditt gleich zu Anfang jejessen hättest. Die Steijerung hatt diss jemacht…” “Hier ditt ist schon schaf jenucht!” Sagte der Wurstesser. In dem Moment geht eine Junge Frau an den Mittelaltermännern vorbei und dreht sich um, um die Drei anzugucken, wer sie da als scharf bezeichnet hätte.

Die Drei merken es noch nicht mal. Die Frau geht weiter und schüttelt den Kopf. So kann man auch etwas falsch verstehen. Wahrscheinlich fühlte sie sich angegraben, dabei wusste sie doch gar nicht, um was es ging. So kann´s gehen…

Die Drei debattierten noch ein Weilchen um ein gemeinsames Essen und zogen dann auch bald von dannen. Entweder war die Wurst wirklich nicht so scharf, oder der Wurstesser ist hart im Training, was scharfes Essen angeht. Denn so schnell wie der seine Mahlzeit verputzt hat, so schnell konnte ich meine Pommes nicht aufessen. Ich glaube, ich stelle mich demnächst öfter an die Bude. Das ist lustig.

Isst du scharfes Essen gerne? Ich ja. Der Kerl und ich haben einen Lieblingsthailänder, den wir schon seit ewigen Zeiten besuchen. Ich bestelle mir dann immer Massaman Curry (Ich habe hier ein tolles Rezept dazu gefunden) Und ich brauche schon gar nicht mehr dazu sagen, dass ich es originalscharf haben möchte. Der Kerl guckt immer ungläubig, wie viele Chilis darin schwimmen. Aber mir schmeckt es.

Freitagsblumen

Meine Blumen sind noch von letzter Woche. Aber ich wollte sie dir trotzdem zeigen. Ich habe sie von einer lieben Freundin geschenkt bekommen. Ich verlinke sie wieder bei Helgas Holunderblütchen. Hab ich schon mal gesagt, Amaryllis geht bei mir immer?

2+

{Stadtgeschichten} So was passiert

So was passiert, wenn du mit dem Rad unterwegs bist

Manchmal passiert es, wenn man von Schöneberg nach Steglitz radelt, dass man seltsame Menschen trifft. Es ist eine ziemlich blöde Fahrradstrecke. Dort gibt es keinen Radweg und die Autos fahren teilweise dermaßen dicht an einem vorbei, dass man Ohrensausen bekommt. Die Ampelschaltung ist außerdem ziemlich blöd eingestellt, wenn du kein Ferrari bist und innerhalb weniger Sekunden von Null auf Hundert, hängst du fast an jeder Ampel fest.

Ich strampelte also gerade am Breslauer Platz vorbei, als mich ein Typ älteren Semesters versuchte einzuholen. Ich fahre nicht besonders schnell, doch zügig. Der Herr erreichte mich an einer roten Ampel und fragte: ” Wo haben sie diesen Pullover gekauft?” Na, was für eine Begrüßung! “Den gibt es nicht zu kaufen! Jedenfalls nicht hier.” Die Ampel wurde wieder Grün. “Tschüß dann auch!” sagte ich und trat in die Pedale. Der Kerl ließ aber nicht locker und quälte sich hinter mir her. Ihn schien mein Lopi nicht in Ruhe zu lassen.

An der nächsten roten Ampel, ich stand schon einige Sekunden, ging unser Gespräch weiter. “Was denken sie, wo ich so einen Pullover her bekommen könnte? Ich suche schon sehr lange nach so etwas.” “Vielleicht versuchen sie es dort vorne mal in dem Bekleidungsgeschäft. Im Moment sind solche Pullis ja schwer modern. Da könnten sie Glück haben” “Haben sie den selber gemacht?” “Ja. Mit Wolle die mir extra aus Island mitgebracht worden ist…”, rief ich im Antreten und war wieder weg.

Der Kerl radelte wie der Teufel hinter mir her. Er war dieses mal schneller neben mir, an der roten Ampel. “Würden sie mir auch einen stricken? Was würde das kosten?” “ich stricke nicht für Andere. Das ist nicht zu bezahlen!” “Aber wenn sie es machen würden?” “Dann würden sie sich auf den Hosenboden setzen, was ich von ihnen Verlangen würde. Abgesehen von der Wolle, brauche ich einige Zeit und das kostet eben”. Die Ampel ward Grün und ich weg.

Wieder eine Verfolgungsfahrt. Ich war am Forum Steglitz, meinem Ziel, angekommen. Während ich mein Fahrrad anschloss, kam der Herr auch an. “Das sind schon besondere Pullover. Ich kann sie nicht überreden mir einen zu stricken?” Ich musste jetzt wirklich lachen. Ihm schien es sehr wichtig, einen Lopi zu besitzen. “Nein, können sie nicht” “Wissen sie,” setzte er an, “Ich bin schwer krank… und solch ein Pullover würde mich besonders glücklich machen. Und wenn er dann auch noch von einer solchen Frau wie ihnen gestrickt wäre…” Oh man, wollte der jetzt auch noch flirten? “Nein, sie können mich nicht überreden”, lachte ich ihn an und ließ ihn stehen. “Dann werde ich es doch mal in dem Geschäft versuchen…” Winkte er mir hinterher und sah ziemlich traurig aus.

Meine Freitagsblumen

Ich bekomme nicht genug von Amaryllis (was ist eigentlich die Mehrzahl?) Mit den Röschen zusammen und dem Grünzeug drumherum gefallen sie mir besonders. Sie stehen in einem Übertopf, den ich einmal von der Freundin meines Monsterjungen bekam. Der Topf ist mit Hydrosteinchen gefüllt. dadurch lassen sich die Blumen mühelos arrangieren. Da die alte Amaryllis noch mit einigen Blüten hinterher gehinkt ist, habe ich sie in einer Vase dazu gestellt.

Diesen Adventsblumentisch schicke ich nun bei Holunderblütchen vorbei. Und weil diese Geschichte ein kleiner Glücksmoment war, verlinke ich den Post (in letzter Minute sozusagen), bei Andrea der Zitronenfalterin. Unglaublich, wieviel Glück sich dort angesammelt hat…

 

1+

Stadtgeschichten aus dem Supermarkt

Amaryllis

Neulich im Supermarkt

Ich schiebe gerade, wirklich mal richtig entspannt, meinen Einkaufswagen durch meinen Supermarkt an der Ecke. Eine ältere Frau, sie kann definitiv schlecht laufen, denn sie fährt mit einem Rollator durch die Reihen, sammelt ihren Einkauf in ihrem Gefährt zusammen. Ich bin gerade an den Tiefkühltruhen. Gleich neben mir steht ein älterer Herr und schaut sich konzentriert die Konserven an, die im Regal auf der anderen Seite des Gangs stehen. Die Rollatordame biegt in unseren Gang ein und rollt völlig entnervt auf uns zu. Ich ahne schon, sie hat keine Zeit. Ich habe ja schon meine TK-ware in meinem Einkaufswagen und würde gerne den Gang verlassen. Allerdings schiebt sich noch ein Herr mit Wagen hinter die alte Frau und von hinten kommt eine Mutter mit Kinderwagen… Ich stehe im Supermarkt im Stau.

Aber wie soll es anders sein, der alte Mann neben mir und die Rollatordame,bekommen sich in die Haare, wer denn jetzt wieder zu blöd gewesen sei und den Gang hier so verstopfen würde. “Wenn se nich hier ehnfach rinnjeschoben wärn, dann würde ditt loofen. Aber nee, Madammchen muss ja allet dicht machen, mit ihre Fahrmaschine”. Scheinbar lässt die Alte sich nicht das Butter vom Brot nehmen: “Als ob ick hierfür allehne zuständisch wäre…” “Kommense mir nich so. Ditt Ding könnense och draußen lassen…”

Der Stau löst sch irgendwie völlig einfach auf. Ich schiebe meinen Einkauf Richtung Kasse. Die Rollatordame, geht mit einem recht “flotten” Schritt ebenfalls an die Kasse. Sie stellt sich quer in die Schlange. Nicht ans Ende…

Natürlich steht der Zeterkopf ebenfalls in der Schlange und fängt sofort wieder an herum zu pöbeln. Die alte Dame hält aber im wahrsten Sinne dagegen. Sie schiebt ihren Rollator immer wieder in Richtung Kasse und versuch den schimpfenden Mann einfach hinter sich stehen zu lassen. der lässt es aber nicht zu und schiebt immer wieder seinen Einkaufswagen gegen den Rollator der Frau. Sie tut so als höre sie ihn nicht und er schreit Zeter und Mordio. Die anderen Kunden sehen alle zu den Beiden hinüber. Es ist sonst ganz still in dem Verkaufsraum. “Ick werde ihnen gleich mal zeijen, wo se mit ihrem Dingsda hinfahren können…” Die Dame scheint ein Einsehen zu haben und stellt sich nun doch hinter den Mann an. Sie sieht aber irgendwie hinterlistig aus.

Und als hätte ich es nicht geahnt, schiebt sie dem Mann den Rollator in die Fersen… Nur gut, dass er schon seine Ware auf dem Band hatte und bezahlen musste. Wer weiß, vielleicht hätte es noch eine Keilerei jejeben…

Blumenfreitag mit Amaryllis

Ich wollte mal wieder bei Holunderblütchen dabei sein. Somit habe ich mir einen Blumenstrauß gegönnt. Mit zwei schönen Amaryllis. Es ist nicht das erste Mal, das ich diese schönen Blumen auf meinem Tisch stehen habe.

Die Kerzen sind schon für den Adventskranz/Teller, den ich nächste Woche fertig machen werde. Noch ist alles Weihnachtliche im Dachboden verstaut. Hast du schon Weihnachten ausgepackt?

 

4+