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Wie kann ich Plastik sparen? {Blogtour}

Was kann ich selber tun, um Plastik zu sparen

Wieder einmal mache ich bei der Blogtour von Silvia und Astrid mit. Du erinnerst dich? Letztes Jahr ging es um Eine Reise durch Deutschland. Dieses Jahr sammeln die Beiden Themen rund ums Plastik sparen, bzw. reduzieren. Ich habe mich dem Selbstversuch gestellt!

Sicherlich hast du schon sehr oft gehört, dass wir zu viel Plastik aus Bequemlichkeit nutzen. Plastik hat zu unserem gesunden und sicheren Leben geführt, sicherlich! Stromkabel ohne Plastikmantel führten zu unverhofften Stromschlägen und in der Medizin sind sterile Plastikspritzen sehr viel hygienischer, als die alten Glasdinger. Aber Plastikröhrchen, um ein cooles Getränk zu schlürfen, landen irgendwann ganz aus versehen im Meer. Oder Kaffeebecher, brauchen ewig um auf dem Müll zu verrotten. Ohrenstäbchen sind übrigens direkt aus dem Bad zu verbannen, da sie ohnehin recht ungesund sind.

Schon oft habe ich mir Gedanken gemacht, wie ich ohne Plastik einkaufen gehen kann: Ich habe immer einen Einkaufsbeutel in der Tasche. Ich habe sogar ein gehäkeltes Netz, das ich einmal geschenkt bekommen habe. Ich suche mir Lebensmittel aus, die nicht eingeschweißt sind. Gurken und Co haben doch schon eine tolle Verpackung.

Doch nicht immer finde ich Alternativen, die zu mir passen. Ich mag einfach keine Haarwaschmittel aus Roggenmehl. Obwohl es schon sehr verlockend ist, es wenigstens einmal auszuprobieren. Die Massen an Plastikflaschen, die nur wegen unserer Körperpflege auf dem Müll landen, sind schon gigantisch. Dabei gibt es Möglichkeiten, die ich auch schon ausprobiert habe. Haarseife zum Beispiel. Die gibt es tatsächlich auch bei einer Drogeriekette. Sie schäumt, wie ein “richtiges” Haarwaschmittel.

Eine Freundin hatte sich letztens mit Kosmetikpads eingedeckt. Natürlich hat sie die Pads selber gemacht und freut sich inzwischen über ein tolles Gefühl beim Abschminken. Da ich mich eher selten schminke, muss ich die mir nicht machen. Doch Magda ist 100% davon überzeugt. Meine Freundin hat gleich ein paar mehr genadelt und dazu eine schicke Verpackung drumherum. Wie man die Pads häkelt, findest du im Internet.

Unverpackt, der andere Supermarkt

Unverpackt, ist ein Geschäft in Berlin Kreuzberg, dass sich auf “ohne Verpackung” spezialisiert hat. Das musste ich mir doch mal ansehen, und so bin direkt dorthin geradelt. Tatsächlich habe ich dort alles gefunden, was ich  zum Leben brauche. Du bringst einfach ein Gefäß mit und füllst dir dort dein Müsli oder dein Waschpulver ab. Nüsse und Mehl, Körner und Reis, alles ist lose und Grammgenau abzufüllen. Schade, dass es keine Milch und Joghurt gibt. Aber sonst bleibt kein Wunsch offen. Ich habe mich auch kurz mit der Verkäuferin unterhalten und erfahren, dass es demnächst, in der Nähe zu meiner Arbeit, einen zweiten Laden geben wird. Ich denke, dass ich dort vermehrt einkaufen gehen werde.

Praktisches ausprobieren

Gerade wenn ich zu meinen Schlemmerstrickerinnen fahre, dann brauche ich etwas, um meine Salatschüssel ab zu decken. Einen Teller, womit ich die Schüssel zu Hause abdecke, ist für den Transport im Auto nicht geeignet.  Im Internet habe ich eine Anleitung gefunden, wie man aus Wachstuch/Tischdeckentuch und einem Baumwollstoff eine schicke Abdeckung näht. Geht ganz flink, nur mit meinen Bildern hat es etwas gehapert, denn die Mutter hat sie sich genauso schnell unter den Nagel gerissen, wie ich sie genäht habe, Da muss ich wohl noch einmal ran. Nur was mache ich mit der restlichen Frischhaltefolie?

Ich habe mir einen Spülschwamm aus Paketschnur gehäkelt. War ein bisschen komisch, mit einem Material zu häkeln, dass so rau ist. Der Schwamm gefällt mir aber sehr. Ich habe ihn mit Stoffresten ausgestopft, dann hat man mehr Grip. Die Schwämme aus dem Supermarkt habe ich schon lange nicht mehr benutzt. So bekomme ich die Töpfe wieder ordentlich sauber. Ich werde mir gleich noch ein paar häkeln und an der Seite offen lassen. Da könnte ich ein Stück Kernseife hineinschieben und habe gleich einen zusätzlichen Reinigungseffekt.

was noch geht…

Selbstverständlich Lebensmittel selber machen. Joghurt oder Frischkäse. Mozzarella und Gummibärchen. Müsliriegel und Gemüsechips. Es gibt so viele Alternativen.
Und auch bei meinem Lieblingsthema, dem Kaffee! Klar, dass der auch ein Thema ist. Kapselkaffee brauche ich nicht. Obwohl der Monsterjunge und das -Mädchen diesen Kaffee sehr gerne mögen. Und man aus den Alukapseln schicken Schmuck machen kann. Ich brühe meinen Kaffee mit einem Siebträger. Wenn es etwas mehr sein soll, dann nehme ich eine French Press Kanne. Die habe ich sogar in verschiedenen Größen. Im Grunde ist mein Haushalt schon recht plastikfrei. Aber es geht noch mehr.

Oben hatte ich schon die Frischhaltefolie erwähnt. Auf die kann man prima verzichten, wenn man sich ein Tuch mit Bienenwachs bezieht. Toll, wer sich so etwas zutraut. Wer nicht, der kann sich solche Tücher auch bestellen, oder man schaut mal bei seinem Biomarkt vorbei, die bieten diese Tücher schon länger an.

Eine große Bitte…

Ich weiß, es ist besonders schön, draußen zu Essen. Ich liebe Picknick. Aber wenn alles aufgegessen ist, dann bleibt oft eine Menge Müll übrig. Es gibt tolle Ideen, wie man seine Leckereien zum Treffpunkt schleppt. Aber wie man die Reste wieder nach Hause bekommt, darüber machen sich wenige Gedanken. Vielleicht sind da Schraubgläser eine prima Möglichkeit. Deckel drauf, zugeschraubt, nichts läuft aus. Du merkst schon, die Schüsseln einer bekannten Plastikfirma, sprechen mich da nicht besonders an. Auch kann man Papiertüten benutzen, wenn es sich nicht um Flüssiges dreht. Mein Kerl, bekennender Raucher, sammelt stets seine Kippen wieder ein. (Manchmal, sind da wohl auch Kippen bei, die er nicht geraucht hat!)
Meine Bitte, verlasst einen Platz immer so, wie ihr ihn vorfinden wollt! Wahrscheinlich machst du es ja auch genau so! Ich war erst vor kurzem in den Bergen und war etwas traurig, wie viele Menschen einfach alles in die Landschaft schmeißen.

Ich kann nur sagen, wer es will, der kann tatsächlich unnützes Plastik sparen. Und wie es vielleicht noch leichter geht, das verrate ich dir morgen in meinem Lesezimmer…

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Der Schreck und was für ein Tag {Samstagsplausch 28.19}

Der Schreck…

Der erste Schreck tauchte am Mittwochmorgen auf. Die Vierbeiner haben mich schon sehr früh geweckt. Das ich Urlaub habe, geht den Beiden echt am Puschelschwanz vorbei. Toffie mag es besonders, um 5.40 Uhr neben mir, mit dem Geschnurre zu starten. Und wenn ich nicht gleich wach bin, wird an meinen Fingern geknabbert. Ich schreck dann jedesmal hoch. Die Gedanken kreisen und ich kann dann nicht mehr weiter schlafen. Geschafft, denken sich die Damen dann. (Damen wollen die aber erst werden! Dazu fehlen noch ein, zwei Jahre. ) Dann eben aufstehen. Hab sowieso einiges vor, an diesem sonnigen Mittwoch.

Der Monsterjunge hat bald Geburtstag. Ein Geschenk muss noch gefunden werden. Und meine Wanderstiefel sind beim Sportgeschäft angekommen. Da reicht eine Tasse Kaffee und drei Runden an meinem Sommerpulli stricken und dann ab in die Stadt. Die Geschäfte machen ja erst um 10 Uhr auf.

Der Schreck in Steglitz

Ich habe meinen Drahtesel an einem Kreuzberger-Bügel befestigt und bin in den Sportladen gegangen. Die Stiefel waren mir tatsächlich etwas zu klein und die nette Verkäuferin bestellte mir ein paar Neue. Als ich aus dem Geschäft kam, da habe ich mein Fahrrad nicht mehr gesehen. Der Schreck fuhr mir direkt in die Knochen. Das gibt es doch nicht! Mein neues Fiets, erst 3 Monate alt! Ich lief die Fahrradständer 8x rauf und runter. Es blieb verschwunden. Erst letztens habe ich über den Neid geschrieben… Verflixt. Und ich habe doch noch so viel vor heute! Ich lief noch einmal die Sammlung der Räder ab. Es blieb verschwunden. Auf den Schreck kam die Ruhe. Erst einmal die Polizei benachrichtigen. Das geht online. Auf den Stufen eines schönen Altbau ‘s, in der Sonne sitzend, füllte ich die Formulare aus. Dann der Anruf bei der Versicherung.
Ein Mann fragte mich, ob er mir helfen könnte. “Klar, wenn sie diesen elenden Fahrraddieb einfangen könnten!” “Oh. Das kann ich leider nicht. Hier kommt öfter was weg, da drüben zum Beispiel, steht ein Auto ohne Räder.” Tatsächlich steht dort drüben ein neues Auto, ohne Reifen, auf Steine abgestellt. Der Mann zuckt mit den Schultern und wünscht mir trotzdem einen besseren Tag.

Auf den Schrecken folgt die Freundschaft

Nachdem ich alles ausgefüllt hatte, schrieb ich an meine Strickfreundinnengruppe, was mir passiert ist. Und kaum war die Nachricht abgeschickt, klingelte mein Telefon. “Wo bist du, wo soll ich dich abholen?” Das tat so gut. Eine halbe Minute später klingelte es noch einmal. “Wo soll ich dich einsammeln? Geht es dir gut?”, die zweite Freundin, rief an. Hach, da weiß man, dass man nicht alleine ist. Ich wurde eingesammelt, ein Trostkaffee folgte. Der Schreck wurde immer kleiner. Es ist ja nur ein Fahrrad.

Am Ende wurde alles gut. Nicht, dass man den Dieb erwischt hätte. Aber es fand sich eine gute Lösung. Und auf einige Freunde kann man zählen! Danke Mädels.

Und sonst?

Habe ich gelesen und rezensiert. Ich habe von meinem Teststrick erzählt und gestern 12 Bilder gesammelt. Am Dienstag hatte ich eine schöne Verabredung mit Marion und Magda. Da hatte ich noch geunkt, ob mein Fiets noch da stehen würde…

Freunde, sind einfach unbezahlbar

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Mit dem Bus durch die Stadt {Stadtgeschichten}

Busfahren in Berlin

Die Mutter ist letztens mit dem Bus gefahren. Das macht sie nicht oft. Und von den Fahrplänen nimmt sie Abstand. Es ist ja nicht so, dass in unserer Stadt reichlich Buslinien unterwegs sind. Sie fährt auch lieber mit dem Bus, als mit der Bahn. Unterirdisch ist nicht so ihr Ding.

Also, die Mutter steigt in den nächstbesten Bus. Denn die Nase des Bus, zeigt in die richtige Richtung. Es schert sie eher weniger, dass die Ziffer auf dem Display außen nicht stimmt. Denn alle Wege führen nach Rom… Sie setzt sich auf einen Platz und wundert sich nach einigen Stationen, dass sie gerade abbiegen, wo sie doch gar nicht abbiegen müssen. Denn eines weiß sie genau! Nämlich, wo sie langfahren muss, um nach Hause zu kommen. “Können sie mir sagen, ob dieser Bus am Zoo stoppt” Ihre Nebensitzerin schaute sie verwundert an. “Aber nein, der fährt doch eine ganz andere Strecke!” Ein Mann hinter den Beiden mischt sich ein, “Sie könnten in zwei Stationen aussteigen, um in die S-Bahn zu wechseln! Die fährt dann zum Zoo”.

Die Mutter ist verwirrt. “Aber der ist doch immer zum Zoo gefahren!” “Ach sie meinen bestimmt den anderen Bus, der an der gleichen Haltestelle stoppt” Es grübelt in dem Kopf der Mutter, was sie als nächstes tun würde. Sie entschließt sich an der S-Bahnstation aus zu steigen. Die beiden Mitfahrer verabschieden sich freundlich und die Mutter ist mal wieder erstaunt, mit wieviel Menschen man doch in ein Gespräch kommen kann.

Sie steht nun auf der Straße und möchte eigentlich gar nicht mit der Bahn fahren. Aber was bleibt ihr übrig. Die Treppen hinauf und schon rollt der nächste Zug ein. Sie setzt sich neben einen Mann der Zeitung liest und schaut aus dem Fenster. Als sie zwei Bahnhöfe hinter sich gelassen haben, fällt ihr etwas ein. “Hält dieser Zug auch am Innsbrucker Platz?” fragt sie den Zeitungsleser. Dieser schaut aus seiner Lektüre hoch und wundert sich angesprochen zu werden. Hatte er sich nicht gut genug hinter seiner Zeitung versteckt?

“Hält der am Innsbrucker? …das weiß ich gar nicht. Ich steige immer Gesundbrunnen aus. Ist mir nie aufgefallen, ob der am Innsbrucker hält.” Er steht aber auf, um auf den Plan an der Decke des Zuges, zu gucken. Er brummelt ein wenig vor sich hin und nickt dann freundlich. “Oh ja, er hält dort!” “Die Mutter bedankt sich und freut sich schon, dass sie von dort auf jeden Fall nach Hause findet. Da kommt ihr eine neue Idee.

Sie könnte ja auch noch zwei Station weiter fahren und dann wieder mit einem Bus. Damit fährt sie doch viel lieber. Sie stellt sich unter den Plan an der Decke, um nach der Station zu suchen. Aber für sie ist der Plan nicht lesbar. Sie entscheidet sich dafür, es darauf ankommen zu lassen und wartet ab. Der Mann mit der Zeitung meldet sich wieder zu Wort und weist sie darauf hin, dass sie eben am Innsbrucker angekommen sind. Aber die Mutter lächelt ihn nur an, denn ihre Hörgeräte haben nur noch wenig Strom. (Dann hört sie nicht mehr) Er zuckt nur mit den Schultern und vertieft sich wieder in seine Zeitung.

Die Mutter steigt an der richtigen Haltestelle aus und fährt das letzte Stück mit dem geliebten Bus. Drei Tage später erzählt sie mir stolz ihre Geschichte und ich musste sie für dich aufschreiben. Ich liebe meine Stadt…

verlinkt bei Holunderblütchen
Tulpen hatte ich schon mal, nur nicht als Kugel.

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Stadtgespräche an der Currywurstbude

Neulich an dem Currywurstbude

Ich halte nicht oft an so einem Laden. Die Wurst steht schon lange nicht mehr auf meinem Speiseplan. Aber gestern, hatte ich Appetit auf Pommes und die schmecken aus der Friteuse einfach besser. Was macht es dann, sich bei der Currywurstbude eine Portion zu gönnen.

Ich stelle mich lieber vor den Laden, Fettgeruch mag ich nicht an mir haben. Zwei Typen, älterer Jahrgang, stehen ebenfalls vor der Tür und warten auf den Freund, der sich gerade Currywurst extrascharf bestellt hat. Nicht lange und er kommt mit seiner großen Schale heraus und stellt sich zu seinen Kumpels. “Ditt sieht aba janich so schaf aus!“ meinte der Eine. Der Wurstesser hält dagegen “Ditt kann man doch och nich sehn… Ditt iss schon ächt schaf…Schwiejermutter würde ditt nich mehr essen“ . “Ick hab zu Hause richtich watt Schafet. Ditt kann ick ja ma mitbringen. Denn könn wa ma kiecken, watt du wirklich ausshällst!” tönt der Dritte.

“Ick wees ja nich, watt ihr als schaf vasteht, aber ick war schon uff so nem Fest, da habn wir uns durch so ne Steijerung jefressen. Immer noch eens druff. Am Ende, wahn wa bei 100 000 Scoville. Iss ja nich so, ditt diss schlümm wäre, wennde ditt gleich zu Anfang jejessen hättest. Die Steijerung hatt diss jemacht…” “Hier ditt ist schon schaf jenucht!” Sagte der Wurstesser. In dem Moment geht eine Junge Frau an den Mittelaltermännern vorbei und dreht sich um, um die Drei anzugucken, wer sie da als scharf bezeichnet hätte.

Die Drei merken es noch nicht mal. Die Frau geht weiter und schüttelt den Kopf. So kann man auch etwas falsch verstehen. Wahrscheinlich fühlte sie sich angegraben, dabei wusste sie doch gar nicht, um was es ging. So kann´s gehen…

Die Drei debattierten noch ein Weilchen um ein gemeinsames Essen und zogen dann auch bald von dannen. Entweder war die Wurst wirklich nicht so scharf, oder der Wurstesser ist hart im Training, was scharfes Essen angeht. Denn so schnell wie der seine Mahlzeit verputzt hat, so schnell konnte ich meine Pommes nicht aufessen. Ich glaube, ich stelle mich demnächst öfter an die Bude. Das ist lustig.

Isst du scharfes Essen gerne? Ich ja. Der Kerl und ich haben einen Lieblingsthailänder, den wir schon seit ewigen Zeiten besuchen. Ich bestelle mir dann immer Massaman Curry (Ich habe hier ein tolles Rezept dazu gefunden) Und ich brauche schon gar nicht mehr dazu sagen, dass ich es originalscharf haben möchte. Der Kerl guckt immer ungläubig, wie viele Chilis darin schwimmen. Aber mir schmeckt es.

Freitagsblumen

Meine Blumen sind noch von letzter Woche. Aber ich wollte sie dir trotzdem zeigen. Ich habe sie von einer lieben Freundin geschenkt bekommen. Ich verlinke sie wieder bei Helgas Holunderblütchen. Hab ich schon mal gesagt, Amaryllis geht bei mir immer?

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{Stadtgeschichten} So was passiert

So was passiert, wenn du mit dem Rad unterwegs bist

Manchmal passiert es, wenn man von Schöneberg nach Steglitz radelt, dass man seltsame Menschen trifft. Es ist eine ziemlich blöde Fahrradstrecke. Dort gibt es keinen Radweg und die Autos fahren teilweise dermaßen dicht an einem vorbei, dass man Ohrensausen bekommt. Die Ampelschaltung ist außerdem ziemlich blöd eingestellt, wenn du kein Ferrari bist und innerhalb weniger Sekunden von Null auf Hundert, hängst du fast an jeder Ampel fest.

Ich strampelte also gerade am Breslauer Platz vorbei, als mich ein Typ älteren Semesters versuchte einzuholen. Ich fahre nicht besonders schnell, doch zügig. Der Herr erreichte mich an einer roten Ampel und fragte: ” Wo haben sie diesen Pullover gekauft?” Na, was für eine Begrüßung! “Den gibt es nicht zu kaufen! Jedenfalls nicht hier.” Die Ampel wurde wieder Grün. “Tschüß dann auch!” sagte ich und trat in die Pedale. Der Kerl ließ aber nicht locker und quälte sich hinter mir her. Ihn schien mein Lopi nicht in Ruhe zu lassen.

An der nächsten roten Ampel, ich stand schon einige Sekunden, ging unser Gespräch weiter. “Was denken sie, wo ich so einen Pullover her bekommen könnte? Ich suche schon sehr lange nach so etwas.” “Vielleicht versuchen sie es dort vorne mal in dem Bekleidungsgeschäft. Im Moment sind solche Pullis ja schwer modern. Da könnten sie Glück haben” “Haben sie den selber gemacht?” “Ja. Mit Wolle die mir extra aus Island mitgebracht worden ist…”, rief ich im Antreten und war wieder weg.

Der Kerl radelte wie der Teufel hinter mir her. Er war dieses mal schneller neben mir, an der roten Ampel. “Würden sie mir auch einen stricken? Was würde das kosten?” “ich stricke nicht für Andere. Das ist nicht zu bezahlen!” “Aber wenn sie es machen würden?” “Dann würden sie sich auf den Hosenboden setzen, was ich von ihnen Verlangen würde. Abgesehen von der Wolle, brauche ich einige Zeit und das kostet eben”. Die Ampel ward Grün und ich weg.

Wieder eine Verfolgungsfahrt. Ich war am Forum Steglitz, meinem Ziel, angekommen. Während ich mein Fahrrad anschloss, kam der Herr auch an. “Das sind schon besondere Pullover. Ich kann sie nicht überreden mir einen zu stricken?” Ich musste jetzt wirklich lachen. Ihm schien es sehr wichtig, einen Lopi zu besitzen. “Nein, können sie nicht” “Wissen sie,” setzte er an, “Ich bin schwer krank… und solch ein Pullover würde mich besonders glücklich machen. Und wenn er dann auch noch von einer solchen Frau wie ihnen gestrickt wäre…” Oh man, wollte der jetzt auch noch flirten? “Nein, sie können mich nicht überreden”, lachte ich ihn an und ließ ihn stehen. “Dann werde ich es doch mal in dem Geschäft versuchen…” Winkte er mir hinterher und sah ziemlich traurig aus.

Meine Freitagsblumen

Ich bekomme nicht genug von Amaryllis (was ist eigentlich die Mehrzahl?) Mit den Röschen zusammen und dem Grünzeug drumherum gefallen sie mir besonders. Sie stehen in einem Übertopf, den ich einmal von der Freundin meines Monsterjungen bekam. Der Topf ist mit Hydrosteinchen gefüllt. dadurch lassen sich die Blumen mühelos arrangieren. Da die alte Amaryllis noch mit einigen Blüten hinterher gehinkt ist, habe ich sie in einer Vase dazu gestellt.

Diesen Adventsblumentisch schicke ich nun bei Holunderblütchen vorbei. Und weil diese Geschichte ein kleiner Glücksmoment war, verlinke ich den Post (in letzter Minute sozusagen), bei Andrea der Zitronenfalterin. Unglaublich, wieviel Glück sich dort angesammelt hat…

 

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Stadtgeschichten aus dem Supermarkt

Amaryllis

Neulich im Supermarkt

Ich schiebe gerade, wirklich mal richtig entspannt, meinen Einkaufswagen durch meinen Supermarkt an der Ecke. Eine ältere Frau, sie kann definitiv schlecht laufen, denn sie fährt mit einem Rollator durch die Reihen, sammelt ihren Einkauf in ihrem Gefährt zusammen. Ich bin gerade an den Tiefkühltruhen. Gleich neben mir steht ein älterer Herr und schaut sich konzentriert die Konserven an, die im Regal auf der anderen Seite des Gangs stehen. Die Rollatordame biegt in unseren Gang ein und rollt völlig entnervt auf uns zu. Ich ahne schon, sie hat keine Zeit. Ich habe ja schon meine TK-ware in meinem Einkaufswagen und würde gerne den Gang verlassen. Allerdings schiebt sich noch ein Herr mit Wagen hinter die alte Frau und von hinten kommt eine Mutter mit Kinderwagen… Ich stehe im Supermarkt im Stau.

Aber wie soll es anders sein, der alte Mann neben mir und die Rollatordame,bekommen sich in die Haare, wer denn jetzt wieder zu blöd gewesen sei und den Gang hier so verstopfen würde. “Wenn se nich hier ehnfach rinnjeschoben wärn, dann würde ditt loofen. Aber nee, Madammchen muss ja allet dicht machen, mit ihre Fahrmaschine”. Scheinbar lässt die Alte sich nicht das Butter vom Brot nehmen: “Als ob ick hierfür allehne zuständisch wäre…” “Kommense mir nich so. Ditt Ding könnense och draußen lassen…”

Der Stau löst sch irgendwie völlig einfach auf. Ich schiebe meinen Einkauf Richtung Kasse. Die Rollatordame, geht mit einem recht “flotten” Schritt ebenfalls an die Kasse. Sie stellt sich quer in die Schlange. Nicht ans Ende…

Natürlich steht der Zeterkopf ebenfalls in der Schlange und fängt sofort wieder an herum zu pöbeln. Die alte Dame hält aber im wahrsten Sinne dagegen. Sie schiebt ihren Rollator immer wieder in Richtung Kasse und versuch den schimpfenden Mann einfach hinter sich stehen zu lassen. der lässt es aber nicht zu und schiebt immer wieder seinen Einkaufswagen gegen den Rollator der Frau. Sie tut so als höre sie ihn nicht und er schreit Zeter und Mordio. Die anderen Kunden sehen alle zu den Beiden hinüber. Es ist sonst ganz still in dem Verkaufsraum. “Ick werde ihnen gleich mal zeijen, wo se mit ihrem Dingsda hinfahren können…” Die Dame scheint ein Einsehen zu haben und stellt sich nun doch hinter den Mann an. Sie sieht aber irgendwie hinterlistig aus.

Und als hätte ich es nicht geahnt, schiebt sie dem Mann den Rollator in die Fersen… Nur gut, dass er schon seine Ware auf dem Band hatte und bezahlen musste. Wer weiß, vielleicht hätte es noch eine Keilerei jejeben…

Blumenfreitag mit Amaryllis

Ich wollte mal wieder bei Holunderblütchen dabei sein. Somit habe ich mir einen Blumenstrauß gegönnt. Mit zwei schönen Amaryllis. Es ist nicht das erste Mal, das ich diese schönen Blumen auf meinem Tisch stehen habe.

Die Kerzen sind schon für den Adventskranz/Teller, den ich nächste Woche fertig machen werde. Noch ist alles Weihnachtliche im Dachboden verstaut. Hast du schon Weihnachten ausgepackt?

 

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