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Samstagsplausch {49.18} Reden schwingen

Kaum der Rede wert…

…könnte man meine Woche nennen. So viel habe ich tatsächlich nicht erlebt. Außer einem weiteren Arztbesuch, war ich kaum unter Leuten. Eingemummelt in meinem weihnachtlich geschmückten Zuhause, habe ich mit Tee und Keksen auf dem Sofa versucht, mich zu bessern. Es ist wirklich nicht schön, wenn es einem nicht gut geht. Danke jedenfalls, für deine Genesungswünsche. Sie scheinen geholfen zu haben. Reden kann ich ja nun wieder schwingen, ohne Hunstenanfälle zu bekommen.

Ich habe meine Zeit genutzt und einiges gelesen. Mein Lesestapel schmilzt langsam vor sich hin. Das angekündigte traurige Buch, hält, was es verspricht. Die Rezension sollte auch bald online gehen. Das Buch Hippie, habe ich zu Ende gelesen und kann es dir nur empfehlen. Und weil ich nicht nur lesen kann, habe ich auch einige Meter Wolle verstrickt. Hoffentlich schaffe ich es endlich mal nächste Woche, einige Bilder zu machen, damit ich dir dann zeigen kann, wie mein Chillipepperding und das Tuch aussehen. Außerdem würde ich gerne meine Weihnachtskarten malen. Ideen habe ich genug. Allerdings war es mir diese Woche nicht möglich den Kopf nach unten zu beugen. So werde ich es wohl auf die nächste Woche schieben müssen.

An diesem Wochenende steht eine Weihnachtsfeier an. Eine große Feier, die der Chef organisiert. Meistens übertrifft er die vom Vorjahr um Einiges. Außerdem ist an diesem Wochenende einer der schönsten Weihnachtsmärkte in unserer Stadt. Ich hoffe es regnet nicht und wir haben die Möglichkeit hin zu fahren. Der Kerl hat schon wieder mit den Augen gerollt. Er würde lieber zu Hause bleiben. (Er mag keine Weihnachtsmärkte) Ach ja, Weihnachtsmarkt. Hast du meinen 12tel Blick gesehen? Ja, ich war zu spät. Ich muss mich jetzt sputen und keine langen Reden mehr schwingen. Ich brauche noch eine Bluse, damit ich überhaupt ordentlich aussehe heute Abend. Hast du schon was vor? Vielleicht auch einen Weihnachtsmarktbesuch?


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Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz 2018

Weihnachtsmarkt, oder wie sichere ich einen Markt…

Ich weiß, ich bin hoffnungslos zu spät, was meinen 12tel Blick betrifft. Leider bin ich Ende November nicht mal in die Nähe vom Breitscheidplatz gekommen. Dadurch, dass es mir richtig mies ging, kann ich dir nun erst Bilder von dem sichersten Weihnachtsmarkt der Stadt zeigen. Die Stadt hat es sich wirklich was kosten lassen, diesen Weihnachtsmarkt abzusichern. Sie haben den Tauentzien und die Budapester Straße mit Autobahnbegrenzungsdingern gesichert, Alles ist nur nur einspurig und an den Übergängen zum Weihnachtsmarkt, stehen Truck-Bloc’s. Metallpoller, die jeden Verdächtigen schon vorab liquidieren. Also, wenn du Angst hast auf einem Weihnachtsmarkt nicht sicher zu sein, dann komm auf den Breitscheidplatz, hier kann dir nichts passieren.

Ja ich weiß, ich mache mich darüber etwas lustig, aber am 19. Dezember 2016, war es das gewiss nicht. Während ein Lastkraftwagen mitten durch die Menge auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gerollt ist, starben 12 Menschen und 55 wurden verletzt. Solch eine Wiederholung möchte man sich ersparen. Zum Gedenken gibt es ein Mahnmal an der Stelle, wo der Sattelschlepper zum Stillstand kam. Dort zieht sich ein 17 Meter langer Riss durch den Boden, über die Treppen, bis auf das Kirchenplateau. In den Stufen zur Kirche sind die Namen der Opfer eingelassen. Wenn es dich interessiert, was auf dem Platz los ist, dann kannst du hier, auf das Video der Zeit-Online klicken.

Nein, ich fand das vor zwei Jahren wirklich nicht lustig. Ich wusste, meine Monster sind gerade auf einem Weihnachtsmarkt. Ich wusste nur nicht, auf welchem. Zum Glück, hatte sich das Mädchen gegen einen Besuch auf dem Breitscheidplatz entschieden. Weshalb mir mindestens einer dieser Sandsäcke, mit denen der Platz nun sicher gemacht wurde, von der Brust gefallen ist, als sie sich gemeldet hatte.

2,5 Millonen Euro hat der Senat für das Spektakel an Sicherheitsmaßnahmen bezahlt. Es ist ein Pilotprojekt. Man wird sehen, wie gut das zu händeln ist. Und fragt einer mal die Besucher, die den Markt besuchen, wie die sich damit so fühlen? Ich bin nur kurz darüber gestolpert. Am hellichsten Tag, da fallen einem die Sicherheitsmaßnahmen erst recht ins Auge. Vielleicht sieht man nach dem zwölften Glühwein die Poller nicht mehr und wundert sich nur über die Steigungen, die man an dieser Stelle nie hatte.

Wie gesagt, ich bin spät dran, Aber die Türen bei Eva, auf ihrem Blog Verfuchst und zugenäht, sind noch offen…

Den letzten November hatte ich den Blick über den Rüdesheimer Platz geworfen. Auch da war ich etwas später dran. Der November liegt mir nicht ganz so. 2016, war ich im Gleisdreieckpark. und 2015, war ich im Grunewald.

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Samstagsplausch {48.18} Der erste Advent

Der erste Advent

Man soll es nicht glauben. Schon steht Weihnachten wieder vor der Tür. Und ich liege flach. Mich hat eine prächtige Erkältung lahm gelegt. Die Nase läuft, der Kopf tut weh, der ganze Körper ist Schmerz. ich hatte aber auch schon lange keine Erkältung mehr. Dafür hat es mich aber hart getroffen. Es hilft kein Jammern, da muss ich durch.
Dabei fing die Woche so schön an. Ich habe mich am Montag mit einer Frau getroffen, die ich nur über Instagram kenne. Tine hatte mich gefragt, ob ich ihr Stulpen stricken würde. Die Frage war vom letzten Jahr! Dieses Jahr, stellte sie fest, dass es wohl nichts werden wird. Wir haben uns kurzerhand bei der Wollnerin getroffen und sie hat sich Wolle gekauft, die ich ihr nun zu Stulpen verarbeiten werde. Ich bin immer wieder begeistert, wenn man Menschen aus der virtuellen Welt trifft. Wenn die sich dann noch als so sympatisch heraus stellen, wie Tine, dann hat man alles richtig gemacht.
Am Dienstag habe ich mich dann mit ganz bezaubernden Frauen getroffen und einen wunderschönen Abend verbracht. Und dann kam der Rotz. Seitdem bin ich am schniefen und husten. Meine Strickereien liegen eher brach. Dafür sind die Bücher wieder im Vordergrund. Ab heute gibt es die Dezemberbücher im Lesezimmer. Im November sind einige schöne Bücher zusammen gekommen. Damit ist meine Wunschliste wieder angestiegen. Schau einfach mal vorbei. Besonders hatte es mir die Empfehlung von Andrea, der Zitronenfalterin angetan

Ich denke, diesen ersten Advent werde ich nichts machen, außer auf dem Sofa abhängen und die Nase putzen. Meine Bücher werden mich dabei in die weite Welt führen und die Katze meine Wärmflasche sein. Was ist denn dein Plan? Oder hat es dich auch schon erwischt? Ich hoffe dir geht es gut.


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{Stadtgeschichten} So was passiert

So was passiert, wenn du mit dem Rad unterwegs bist

Manchmal passiert es, wenn man von Schöneberg nach Steglitz radelt, dass man seltsame Menschen trifft. Es ist eine ziemlich blöde Fahrradstrecke. Dort gibt es keinen Radweg und die Autos fahren teilweise dermaßen dicht an einem vorbei, dass man Ohrensausen bekommt. Die Ampelschaltung ist außerdem ziemlich blöd eingestellt, wenn du kein Ferrari bist und innerhalb weniger Sekunden von Null auf Hundert, hängst du fast an jeder Ampel fest.

Ich strampelte also gerade am Breslauer Platz vorbei, als mich ein Typ älteren Semesters versuchte einzuholen. Ich fahre nicht besonders schnell, doch zügig. Der Herr erreichte mich an einer roten Ampel und fragte: ” Wo haben sie diesen Pullover gekauft?” Na, was für eine Begrüßung! “Den gibt es nicht zu kaufen! Jedenfalls nicht hier.” Die Ampel wurde wieder Grün. “Tschüß dann auch!” sagte ich und trat in die Pedale. Der Kerl ließ aber nicht locker und quälte sich hinter mir her. Ihn schien mein Lopi nicht in Ruhe zu lassen.

An der nächsten roten Ampel, ich stand schon einige Sekunden, ging unser Gespräch weiter. “Was denken sie, wo ich so einen Pullover her bekommen könnte? Ich suche schon sehr lange nach so etwas.” “Vielleicht versuchen sie es dort vorne mal in dem Bekleidungsgeschäft. Im Moment sind solche Pullis ja schwer modern. Da könnten sie Glück haben” “Haben sie den selber gemacht?” “Ja. Mit Wolle die mir extra aus Island mitgebracht worden ist…”, rief ich im Antreten und war wieder weg.

Der Kerl radelte wie der Teufel hinter mir her. Er war dieses mal schneller neben mir, an der roten Ampel. “Würden sie mir auch einen stricken? Was würde das kosten?” “ich stricke nicht für Andere. Das ist nicht zu bezahlen!” “Aber wenn sie es machen würden?” “Dann würden sie sich auf den Hosenboden setzen, was ich von ihnen Verlangen würde. Abgesehen von der Wolle, brauche ich einige Zeit und das kostet eben”. Die Ampel ward Grün und ich weg.

Wieder eine Verfolgungsfahrt. Ich war am Forum Steglitz, meinem Ziel, angekommen. Während ich mein Fahrrad anschloss, kam der Herr auch an. “Das sind schon besondere Pullover. Ich kann sie nicht überreden mir einen zu stricken?” Ich musste jetzt wirklich lachen. Ihm schien es sehr wichtig, einen Lopi zu besitzen. “Nein, können sie nicht” “Wissen sie,” setzte er an, “Ich bin schwer krank… und solch ein Pullover würde mich besonders glücklich machen. Und wenn er dann auch noch von einer solchen Frau wie ihnen gestrickt wäre…” Oh man, wollte der jetzt auch noch flirten? “Nein, sie können mich nicht überreden”, lachte ich ihn an und ließ ihn stehen. “Dann werde ich es doch mal in dem Geschäft versuchen…” Winkte er mir hinterher und sah ziemlich traurig aus.

Meine Freitagsblumen

Ich bekomme nicht genug von Amaryllis (was ist eigentlich die Mehrzahl?) Mit den Röschen zusammen und dem Grünzeug drumherum gefallen sie mir besonders. Sie stehen in einem Übertopf, den ich einmal von der Freundin meines Monsterjungen bekam. Der Topf ist mit Hydrosteinchen gefüllt. dadurch lassen sich die Blumen mühelos arrangieren. Da die alte Amaryllis noch mit einigen Blüten hinterher gehinkt ist, habe ich sie in einer Vase dazu gestellt.

Diesen Adventsblumentisch schicke ich nun bei Holunderblütchen vorbei. Und weil diese Geschichte ein kleiner Glücksmoment war, verlinke ich den Post (in letzter Minute sozusagen), bei Andrea der Zitronenfalterin. Unglaublich, wieviel Glück sich dort angesammelt hat…

 

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Noch mehr Handschuhe

Handschuhe, ein Ratgeber

Heute möchte ich dir ein Buch vorstellen, das mir sehr beim Handschuhstricken hilft. Erst vor kurzem habe ich ein paar Handschuhe gestrickt und eine uralte Anleitung herausgekramt. Die ist auch nicht schlecht, aber sie ist auf Durchschnitts-Hände abgestimmt. In dem Buch, das ich dir heute vorstelle, da kannst du die Handschuhe auf deine Hände abstimmen. Sei mal ehrlich, sehen deine Hände genauso wie die von deiner Nachbarin aus? Manche Handflächen sind breiter. Oder die Finger länger, die Handgelenke extra schmal oder breit. Jeder Mensch ist halt verschieden. Bei dem Buch Handschuhe von Kate Atherley, da findest du die perfekten Anleitungen, um mit warmen Händen durch den Winter zu kommen.

Was finde ich nun an diesem Buch so klasse? Kate Atherley lebt als ziemlich kleine Person in Toronto. Und da ist es im Winter bekanntlich sehr kalt. Und sie strickt gerne, vor allem Handschuhe. Das merkt man dem Buch auch an. Sie hat aufgrund ihrer eigenen kleinen Hände sich Anleitungen zum perfekt sitzenden Handschuh ausgedacht, nein errechnet, Sie hat 500 Leute um eine Handmessung gebeten und daraus errechnet, wie man an die richtige Anleitung kommt. Da sind Tabellen auf den ersten Seiten zu finden, die dir das errechnen deiner Handschuhgröße erleichtern. Sie erklärt, wie man wirklich warme Handschuhe strickt, welches Material prima ist, das es aber dir überlassen ist, woraus du die Fingerwärmer machen möchtest. Eine Tabelle erleichtert dir sogar das Nachrechnen, welchen Verbrauch an Wolle du haben könntest.

In der Mitte des Buches sind dann die Grundanleitungen. Und noch mehr Tabellen, die sehr hilfreich sind. Vielleicht verwirren sie auch ein bisschen. Aber du musst dich einfach darauf einlassen und markierst dir deine Maße und los geht es. Jetzt musst du dich nur noch entscheiden. Fäustling, Fingerhandschuhe mit und ohne Finger oder reichen dir auch einfach ein paar Stulpen mit Daumenkeil? Wenn du keine Lust auf einen eigenen Entwurf oder keine Idee hast, wie deine perfekten Handschuhe aussehen sollen, dann findest du im Kapitel 6 einige sehr schöne Anleitungen. Ich konnte mich kaum entscheiden. Die Forsyte, das sind Handstulpen, werde ich die Tage annadeln.

Wenn ich dich jetzt neugierig gemacht habe, dann freut es mich. Vielleicht willst du das Buch ja auch jemandem zu Weihnachten schenken, weil du auf Selbstgestricktes hoffst! Ich denke, das dieses Buch ein super Ratgeber zum Handschuhstricken ist. Es steckt voller Ideen, die man sehr gut umsetzen kann. Allerdings ist es meiner Meinung nach nicht für absolute Strickanfänger geeignet. Man muss schon ein wenig Strickerfahrung mitbringen.

Stiebner Verlag144 Seiten,
10 fertige Anleitungen und unendlich viele Ideen
Format: 21 × 27,6 cm
Softcover Klebebindung
ISBN: 978-3-8307-0990-9

Eine weitere begeisterte Rezension, findest du hier bei Jetztkochtsieauchnoch

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