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Haus der Kulturen im Tiergarten {vierter 12tl Blick 2021]

Das Haus der Kulturen steht direkt an der Spree, nicht weit von der nicht mehr vorhandenen Kroll-Oper. Die Kongress-Halle, wie sie ehemals genannt wurde, ist ein Geschenk der Amerikaner an die Stadt Berlin. Nur 18 Monate hatte es gedauert, um die Halle den Berlinern übergeben konnte. Das Gelände an der Spree war im 19. Jahrhundert ein Manövergebiet und staubig wie die Sahara. Und genauso nannten die Berliner diese Ecke des Tiergartens.  Nach dem zweiten Weltkrieg war wiederum nicht viel mehr übrig als staubiger Wüstensand.

1956 trieb man 1200 Pfeiler in die Erde, um dort die Halle zu errichten. Die Kongresshalle sollte außergewöhnlich werden. Ihr geschwungenes Dach soll wie ein Leuchtfeuer der Freiheit erstrahlen. So wollten es zumindest die Architekten Hugh Stubbins und die „Berlin-Beauftragte“ Eleanor Dulles den Sowjets beweisen, deren Sektor nicht weit von hier beginnt. Zur Grundsteinlegung waren sie alle da, auch der Regierende Bürgermeister Otto Suhr. Eine Botschaft von Präsident Eisenhower wird verlesen: die Kongresshalle sei Symbol wie Werkzeug elementarer menschlicher Werte, die es zu verteidigen gelte.

Ein besonderes Haus

Das Haus soll ganz besonders werden, hat Hugh Stubbins beschlossen, der schon mit 28 Jahren Assistent von Walter Gropius war. Eleanor Dulles ist die Schwester des amerikanischen Außenministers John Foster und Allen Foster, der seit 1953 CIA-Chef ist. Eleanor Dulles hat eine Einladung zur Bauaustellung von der Interbau angenommen und sollte sich an der Gestaltung des Hansaviertels beteiligen. (Darüber werde ich auch noch schreiben!) Ihr Anliegen war aber mehr der Bau des Hauses der Kommunikation. Hugh Stubbins hatte die Idee dem Haus Flügel zu geben. Es wie ein großes Zelt aussehen zu lassen.

Am 19. September 1957 gab es eine Fünftägige Einweihungsfeier. Eine Champagnerflasche wurde an den tragenden Pfeilern zerschlagen. Zwischen den Pfeilern hängt ein Stahlbetondach wie zwei riesige Flügel. Das Ganze wirkt irgendwie beschützend. Der Architekt Hugh Stubbins ist zufrieden, die Statiker waren ängstlicher und verordneten dem Dach einen extra versteckt abstützenden Hilfsbetonring. Der Architektenwelt bringt dieser Ring Debatten und 23 Jahre später eine Katastrophe.
Aber bis dahin ist man begeistert und die Berliner geben dem Ding einen eigenen Namen Die schwangere Auster. Aber erst einmal wird eingeweiht, mit Tanz, Konzert, Theater und Ausstellungen. Modern ist das, was aus Amerika in der Kongresshalle vorgetragen wird. Vielleicht zu modern für die Deutschen. Modern ist es auch, denn neuste Technik verbirgt sich in seinem Inneren der Kongress-Halle.

In den Sälen wird getagt und Konzerte gegeben. Es treffen Menschen zu verschiedensten Veranstaltungen aus der ganzen Welt dort zusammen. Der gemeine Berliner kann sich währenddessen gemütlich ein Bier zu Gemüte führen, denn es gibt eine wunderbare Bierterrasse und eine Dampferanlegestelle. Im hauseigenen Postamt kann man seine Post mit einem Sonderstempel verschönern.

Die Konkurrenz und Katastrophe

1971 bekommt die schwangere Auster Konkurrenz. Das ICC, Internationale Kongress Centrum in Charlottenburg soll gebaut werden. Größer, moderner, fast in der Mitte Westberlins und zeitgemäß. Die kleine Kongresshalle in der John-Foster-Dulles Allee reichte wohl nicht mehr aus. Und trotzdem ist es fast schon ein Ritual, dass sich die amerikanischen Präsidenten und Abgeordneten in der Kongress Halle sehen lassen, wenn sie in Berlin sind. John F. Kennedy, Carter, Kissinger… und wie sie alle hießen.

Und dann kam es zur Katastrophe. Am 21. Mai 1980 sehen die Berliner fassungslos zu, wie ihre schwangere Auster einstürzt. 600 Tonnen Beton reißen einfach ab und fallen auf die Vorderfront und den Eingangsbereich. Die Brücke zu den Teichen vor der Halle führt ins leere und Kilometerweit ist der Knall zu hören. Es werden 800 Menschen unter den Trümmern vermutet. Am Ende waren es zum Glück nicht so viele Menschen im Inneren der Kongress Halle. Ein RIAS Reporter, der an einer Pressekonferenz teilgenommen hatte sagte:

Das ganze Gebäude vibriert, dann beginnt es zu zittern, Fensterscheiben zerbrechen. Schließlich hört es sich an wie eine schwere niederstürzende Lawine, eine Lawine aus Staub und Beton. Als dann ein berstendes Krachen das ganze Gebäude erbeben lässt, beginnen die Menschen zu flüchten. Das Geräusch des Einsturzes wird später mit der Lautstärke eines Düsenjägers verglichen

Am Ende sind es “nur” 5 Menschen, die zu Schaden kommen. Einer verstirbt an seinen Verletzungen. Die Spekulationen sind so bunt wie die Stadt. Pfusch am Bau, Materialermüdung und sogar von einem Anschlag wird gesprochen. Und dann die Frage, soll man dieses Haus wieder aufbauen? Die Berliner werden wohl mit dieser Ruine leben müssen, so der regierende Bürgermeister Stobbe. Doch das letzte Wort ist noch nicht gesprochen…

Aufbau und was dann? Haus der Kulturen

Aber bevor das Haus wieder aufgebaut wird, gehen die Debatten los, welchen Nutzen dann dieser symbolträchtige Bau haben wird. Kammermusiksaal? Einen Teil der Berliner Regierung hier unterbringen? Festhalle für moderne Musik? Events, Theater… Aufbau, aber bitte ohne die Betonangst „Brüchiger Baumodernismus“, denn noch einige andere Bauwerke der Stadt stehen unter Beobachtung wegen des modernen Materials. Die Hochschule in Darmstadt nimmt sich der Sorgen dann an: „Das geschwungene Dach wird wie eine Brücke über der Halle schweben, auf zwei superstarken Pfeilern ruhen. Das flache Dach des Auditoriums wird verstärkt und hat mit der Auster darüber keine Verbindung mehr.“ Das ist genau die Konstruktion, wie sie Architekt Hugh Stubbins ja ursprünglich auch vorgesehen hatte, ohne brüchige Hilfsstützen…

Am 9. Mai 1987 wird die Kongress Halle wiedereröffnet. Pünktlich zur 750 Jahr-Feier Berlins. 1988 findet dann die Kongresshalle zu einer neuen Aufgabe. Sie wird zu dem Haus der Kulturen der Welt GmbH Seitdem finden dort wieder Ausstellungen statt und zeitgenössische Künste haben hier einen Platz. Es wird debattiert und es werden Zusammenkünfte organisiert. Die Berliner nutzen wieder das Lokal auf der Dachterrasse oder an der Spree. Es finden Musikabende dort statt und man kann immer noch das Dach bewundern, das fast so schön ist wie vor dem Zusammenbruch. Es ist dort bunt, weltoffen und unterhaltsam, geht wissenschaftlich und genussvoll zu.

Der 12tel Blick

ich mache meine Bilder immer Mitte des Monats. Es war kalt an dem Tag als wir im Tiergarten an der Spree standen. Und gerne verlinke ich wieder bei Eva und ihrem Blog Verfuchst und zugenäht.

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Die wichtigste Mahlzeit {Samstagsplausch 19/21}

Die wichtigste Mahlzeit des Tages ist der Clown zum Frühstück Das habe ich erst vor kurzem irgendwo gelesen. Warum ich mir das behalten habe liegt wohl daran, dass dieser Spruch für mich sehr grundlegend ist. Mein Kerl wird sich jetzt bestimmt fragen, warum er davon so wenig mitbekommt. Es ist so: Eine Mahlzeit braucht sich im Laufe des Tages irgendwann auf. Er hat eben meistens das Pech, nicht mehr so viel davon abzubekommen.

Die wichtigste Mahlzeit ist der Clown. Kaffeetasse mit Schmetterlingen

Ich mache mir das Leben meistens etwas leichter, indem ich mir einiges weglache. Unangenehme Dinge sind einfacher zu ertragen, wenn man eine kleine Lachträne im Augenwinkel hat. Klar ist das nicht immer möglich, weshalb ich für mich wohl immer einen kleinen “Riegel” Clown Mahlzeit in meinen Taschen habe. Manche Leute würden vielleicht sogar behaupten, dass ich gar nicht emotional sein kann, … Öhhmm doch.

Schon mein Beruf bringt irrsinnig viele Emotionen mit sich. Aber vor über 30 Jahren habe ich in meiner Ausbildung gelernt, dass es nicht gut ist die Dinge zu sehr an sich heran zu lassen. So habe ich mir damals eine Maske zugelegt, die ich immer dann aufsetze, wenn es mir zu sehr ans Herz geht. Ich fange an Blödsinn zu machen und mein Umfeld zum Lachen anzuregen. Nur wie es in mir drinnen aussieht, dass sieht dann (zum Glück) keiner mehr. Nur wenige Menschen schaffen es, diese Maske anzulupfen.

Wichtigste Mahlzeit

Mit dem Essen hatte ich es diese Woche allerdings nicht so sehr. Ich habe es oft einfach vergessen, weil meine Gedanken in die verschiedensten Richtungen abgedriftet sind. Der Kerl machte mir auch diese Woche wieder Sorgen. Inzwischen ist er zum 5. Mal im Krankenhaus. Heute werde ich ihn wieder nach Hause holen. Drück ihm bitte die Daumen, dass es der letzte Ausflug war. So langsam geht mir die Puste aus. Da hilft auch die wichtigste Mahlzeit nicht mehr.
Aber heute werden wir uns ein kleine Festmahl zaubern. Oder noch besser, wir bestellen uns einfach was leckeres. So lange können wir uns dann auf unsere Terrasse setzten, darauf hoffen, dass das Aprilwetter sich in den Wonnemonat Mai verwandelt. Sonnenschein ist im Moment auch eher Mangelware und kalt ist es dazu. Versprochen haben sie, dass am Sonntag der Sommer knallhart durchgreifen wird!

Und sonst?

Das Nadelgeplapper ist online. Im letzten Monat sind eine Menge schöner Nadelwerke meiner Leserinnen zusammen gekommen. Sobald ich ein wenig zur Ruhe gekommen bin, und den Clown in die Schublade eingeschlossen habe, werde ich die Nadeldompteure besuchen.
Im letzten Monat habe ich einiges an Büchern verschlungen. Nur fehlte mir immer wieder mein Korrekturleser (musste sich ja immer wieder im Krankenhaus herum treiben). Die Rezensionen sind schon fertig. Aber ich mag keine Texte mit Fehlern heraus geben. Er wird ganz schön schnaufen, wenn er heute oder morgen Lesen muss darf.

Meine Frage an dich ist heute vielleicht ganz leicht zu erklären: Was ist deine wichtigste Mahlzeit des Tages? Mit oder ohne Clown?

Die Gesellschaft setzt sich aus nur zwei großen Klassen zusammen: die einen haben mehr Mahlzeiten als Appetit, die anderen weit mehr Appetit als Mahlzeiten.

(Nicolas Chamfor)

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Teststrickfieber {Nadelgeplapper 8-21}

Hach, was soll ich sagen, es hat mich wieder erwischt, Das Teststrickfieber. Vielleicht sollte ich klammheimllch die Teststrickgruppe von ChrisBerlin verlassen, damit sie mich nicht immer wieder verführt. Es ist wieder ein Schal, der ein würdiger Nachfolger für den Kolding wird. Es strickt sich ganz einfach und er wird nur in 13 Reihen gestrickt. Nur das eine Reihe unglaublich lang ist. Dafür stricke ich das Tuch aus einer Stashwolle und drei Knäulen Mohair, das ich mir bei der Wollnerin dazu gekauft habe. Lange werde ich aber nicht daran sitzen.

Teststrickfieber

Ich stricke mich ja mit Carina durch das Masterclass Buch. Jeden Monat eine neue Herausforderung. Wobei mir die Aufgaben nicht so schwer vorkommen. Das Brambling strickt sich recht einfach. Nur habe ich mich ja von meinem Teststrickfieber überrumpeln lassen. Fur den Mai habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht, was in dem Buch ansteht… Ahh… Anschlag im Fadenring. Und es wird eine Maus gestrickt. Ich bin motiviert. Demnächst habe ich hoffentlich auch wieder mehr Zeit.

Brambling kein Teststrickfieber

Verplant und zugenäht

Ich habe aber auch noch nicht mal die Sneaker fertig gemacht. Es sind doch nur noch ein paar Reihen! Die Spitze fehlt. Vielleicht schaffe ich das bei dem nächsten Spielfilm. 20 Reihen ruck-zuck. Dann kann ich sie auch schon fast tragen.

Helix

Nach den Socken ist vor den Socken. Der Kerl wünscht sich mehr fröhliche Farben für seine Socken. Der Aufforderung möchte ich gerne nachkommen. Ohne Muster und Schnörkel, werde ich aus dem gut abgelagerten Garn ein paar Männersocken machen.

Kein Teststrickfieber, sondern liegengeblieben

Letzens habe ich meinen Freundinnen gegenüber geprahlt, dass ich keine UFO’s mehr habe. Und was soll ich dir sagen, da taucht eine meiner Projekttaschen auf und ist prall gefüllt. Schon seit letztem Frühjahr stricke ich an diesem hübschen Schal aus Baumwollgarn. Auch hier fehlt es an nur noch wenigen Reihen, bis ich ihn mir um den Hals schlingen kann. Jetzt, wo ich ihn auf dem Tisch fotografiert habe, kribbelt es mich in den Fingern, ihn endlich fertig zu nadeln.

Jetzt frage ich mich, was dir auf den Nadeln brennt. Das Nadelgeplapper für den Mai ist hiermit eröffnet. Im Nadelgeplapper im April sind schöne Dinge zusammen gekommen. Ich muss dort unbedingt noch meine Runden drehen. Viel Spaß beim mitmachen!

Ja ich stricke. Und nein, ich bin keine alte Oma

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Ist das Spam oder was? {Samstagsplausch 18/21}

Was ist das, ein Spam? Leider hatte ich die in der letzten Zeit zu oft. Immer wieder bekomme ich sowohl in meinem Karminrot Lesezimmer sowohl als auch hier im Blog, seltsame Kommentare. “Ich habe meinen Mann verloren, … damit ich weiter existieren kann brauche ich eine Summe X “… Oder noch blöder: Klicke hier, dann gewinnst du mega viel Geld! Also so doofe Kommentare kann ich nicht gebrauchen. Aber was kann man gegen solche Spam Mitteilungen schon groß unternehmen? Man kann einen Filter, ein Netz einbauen, damit dieser Mist heraus gefiltert wird. Schade ist nur, dass die Eine oder Andere meiner Leserinnen auch in dem Netz hängen bleiben und dann nicht kommentieren können.

Nein, das bin ich und kein Spam!

Ich bin kein Spam!

Aber keine Panik, das kann ich ändern. Klappt aber nur, wenn du mir eine Nachricht schickst, dass du in meinem Filter hängen geblieben bist und ganz sicher kein Spam bist. Also traue dich und schreibe in das Feld das da aufgeht, dass du kein Spammer bist.
Das musste ich mal los werden. Am letzten Samstag hat das bei dreien von euch gut geklappt. Ich weiß nur nicht, wer da noch hängen geblieben ist. Großartig, wenn du mir eine Rückmeldung gibst.

Wochengedöns

(Mein Kerl muss immer wieder über dieses Wort Gedöns lachen!) Meine Woche war voller Emotionen. Am letzten Wochenende ging es meinem Kerl schon nicht so gut. Immer noch sind es die Nachwirkungen von diesem Corona-Keim (auch so ein Spam, den keiner will!). Ihm blieb immer wieder die Luft weg. Da macht man sich schon so seine Sorgen. Von Sonntag zu Montag hatte ich Nachdienst und kuschelte mich in mein Bett, während der Kerl sich auf den Weg zum Arzt machte. Schon um 11 war ich wieder wach und mein Telefon klingelte wie verrückt. Der Arzt hat den Kerl mit der Feuerwehr ins Krankenhaus schaffen lassen. Hundemüde habe ich mich auf die Socken gemacht den Mann mit dem Notwendigsten zu versorgen. Sehen durfte ich ihn nicht. Zum Glück gibt es Telefon.

Am Dienstag fuhr ich wieder zu ihm in die Klinik und brachte ihm noch ein paar Kleinigkeiten und Kekse für die Schwestern. Zucker geht immer. Und weil das Wetter so schön war und ich unbedingt Bewegung brauchte, fuhr ich gleich weiter in den Garten zu den Eltern. Mir hat der Kaffee in der Sonne unglaublich gut getan. (Siehe das Bild oben) In meinen Lieblingsschal und Islandpulli war mir das aber irgendwann zu warm.
Ein bisschen Unkraut jäten und dann kam der Anruf: Schatz du kannst mich wieder abholen! So habe ich mich wieder auf das Rad gesetzt um den Kerl zu holen. (Natürlich nicht mit dem Rad!) Es ging ihm schon wieder ganz gut, aber es ist noch nicht alles wieder hergerichtet. Eine Baustelle muss unbedingt noch behoben werden. Und genau dazu habe ich den Kerl gestern in meiner Klinik untergebracht. Er freut sich zumindest, dass er nun ein Fussballwochenende verleben kann, ohne dass ihn jemand stört. Passt 😉

Strick-Spam

Eigentlich wollte ich dir diese Woche eine fertige Jacke zeigen. Und was ich gerade auf den Nadeln habe. Aber durch dieses ganze hickhack mit den Kliniken und den Ärzten, hatte ich einfach keine Muse mehr mich an den Rechner zu setzen. Ist ja nicht so, dass einem einfach die Worte aus den Fingern in die Tatstatur fließen. Ich möchte mir nicht ausmalen wie es einem Autor geht, der eine Schreibblockade hat. Dafür haben meine Nadeln aber fleißig geklappert. Und das Teilchen was ich mal schnell als Teststrick dazwischen geschoben habe wird mega fluffig.
Hattest du auch so eine seltsame Woche? Sind dir auch alle Felle davon geschwommen und dann doch wieder zurück gekehrt? Und hast du den Rosa Mond gesehen? Ich übrigens nicht, ich habe die Nacht verschlafen…

Anderes Wort für SPAM 
Junkmail, Massenmail, Spammail, Werbemail

Eine Spannende Erklärung, woher der Begriff Spam stammt, findest du hier

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Vis a vis {Samstagsplausch 17/21}

Ich brauche ein Vis a vis. Nicht umsonst habe ich einen Beruf gewählt, bei dem ich Auge in Auge mit den Menschen arbeite. Na gut, manchmal sehe ich auch den Menschen nicht unbedingt in die Augen. Aber ich bin ganz nah bei ihnen. Mir fällt es auch sehr schwer, meine Strickfreundinnen nur noch über das Internet zu treffen. Und nun hatte ich eine neue Erfahrung machen müssen.

Samstagskaffee vis a vis von zwei Tulpen im Garten

Ich hatte eine Fortbildung über das Internet. Schon alleine, dass ich mein Gegenüber nicht wirklich leicht ausmachen kann, ich die Mimik schwer sehen kann, ist mein eigenes Internet nicht gerade das Schnellste. Jedes mal, wenn ich selber die Kamera angemacht habe, ist mein Bild eingefroren. So blieb auch bei den Mitlernenden meistens die Kamera aus. Sehr zum Leidwesen der Dozierenden. Aber was soll man denn machen? Es war eine Erfahrung, die ich nicht unbedingt noch einmal haben möchte. Viele von meinen Leserinnen arbeiten ja von zu Hause aus, ich könnte das nicht. Ich brauche ein Vis a Vis.

Vis a Vis, genau gegenüber

Im Moment gibt es ja nicht viel zu sehen, wenn wir aus unserem Fenster schauen. In unserer Straße ist so wenig los, dass man schon aus dem Fenster sieht, wenn der Postbote stopp macht. Genau gegenüber wohnt eine Familie, die müssen nicht auf ihren Geldbeutel acht geben und haben ein mächtig großes Grundstück. Immer wieder ist dort etwas los. Im letzten Herbst haben die einen Kahlschlag in ihrem Garten veranstalten lassen, so dass ich am liebsten hinüber gegangen wäre, um mir die ausgebuddelten Pflanzen zu sichern. Jetzt können wir aber zuschauen, wie es in ihrem Garten anfängt zu blühen und zu wachsen. So haben wir wenigstens einen schönen Ausblick, wenn wir schon in unserm Zuhause bleiben müssen.

Ein echtes Gegenüber

Das wünsche ich mir in diesen Tagen manchmal. So haben wir es in dieser Woche fertig gebracht die Eltern in ihrem Garten zu besuchen. Sie haben ihren Schwiegersohn seit November nicht mehr gesehen und haben mit mir mit gebangt, dass alles gut ausgehen wird. Das Wetter hat es fast gut gemeint mit uns und so saßen wir ein bisschen in der Sonne und konnten etwas reden. Das tat gut, den Kaffee mal wieder im Freien und mit einem echten Vis aVis zu genießen.
Ansonsten habe ich in dieser Woche etwas gemalt, gelesen und gestrickt. Gebloggt habe ich auch. Durch die Schulung war ich am Abend immer so müde, dass mir schon um acht Uhr die Augen fast zugefallen sind. Aber ich habe wacker durchgehalten und immer noch ein paar Reihen gestrickt. Im Moment habe ich mir doch tatsächlich noch einen Teststrick angelacht. Ich konnte einfach nicht widerstehen. Du wirst es bald sehen, warum es mir wieder passiert ist.

Hast du eine Geschichte zu einem Vis a Vis? Einem Gegenüber?

Wann immer ich zwei Übeln gegenüberstehe, wende ich mich dem zu, das ich noch nicht ausprobiert habe.

(Mae West)

 

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