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Stricken im Sommer, ein Sommerteilchen

Stricken im Sommer?

Dein ernst? Du strickst auch im Sommer? Klar. Ich suche mir dann Sachen heraus, die sich auch bei entsprechender Wärme stricken lassen. Garne, die auch über den verschwitzen Finger gleiten. Leinen oder Seide bieten sich da an. Baumwolle stricke ich schon seit Jahren nicht mehr gerne. Dabei hatte ich immer das Gefühl, die Stickteile verziehen sich und der Pullover sitzt dann einfach nach einigen Wäschen nicht mehr. Freundinnen sagen aber, dass die neue Baumwolle sich inzwischen viel besser benimmt und sie deshalb auch für das Stricken im Sommer geeignet sei.

Weil ich schon einige Sommer immer wieder an ein und der selben Wolle gestrickt habe, dachte ich mir, diesen Sommer mache ich das Teilchen endlich mal fertig. Mein Stricken-im-Sommer-Teilchen, habe ich aus  Fillisilk, einem Merino Seiden Gemisch, gestrickt. Eine Handfärbung von der Farblust by Wollhexe (Leider finde ich keinen Link. Sie ist nur in einer geschlossenen Gruppe bei Facebook zu finden!) Ich habe mir die Wolle schon 2014! bestellt und seitdem immer wieder mit einem Teilchen gestartet, um es dann wieder aufzuribbeln.

Sommer-Stricken

Aber dieses mal, habe ich es durchgezogen! Mein Sommer-strick ist fertig geworden. Das mehrmalige ribbeln sieht man dem Garn gar nicht mehr an. Ich habe 150 Gramm der Wolle verstrickt und werde aus dem Rest noch einen zweiten Sommerpulli machen. Allerdings dann wohl mit einer anderen Wolle kombiniert. Ich habe da schon eine Idee. Warte es ab. Es kann ja nur 5 Jahre dauern.
Der Pulli ist nach einer Anleitung von Filipa Carneiro und heißt Cascata (Wasserfall). Letzten Sommer fand ich den Wasserfall an der Seite noch ziemlich doof und wollte ihn überhaupt nicht stricken. Aber diesen Sommer fand ich es dann doch ganz schick. Nur habe ich ihn nicht ganz so ausladend gemacht, wie im Original.

Das Muster ist allerdings der Knaller. Ich liebe es. Und es hat sich auch gar nicht schwer gestrickt. Meine 3er Nadeln haben das fast von alleine geklappert. Und die Wolle erst! Die hat ein echtes Stricken-im-Sommer Feeling gemacht. Der Faden glitt ohne murren über die Finger. Die Runden waren am Ende gar nicht so tragisch, weil sich ja immer wieder das Muster dazwischen geschoben hat.

Mir gefällt vor allem auch die Passform. Wenn ich den Bauch einziehe, dann macht das Teilchen eine schöne Figur. Das war dann auch der Moment, als ich das sagte, als Magda die Bilder von mir gemacht hat. Wir haben ganz schön beim Fotoshooting gelacht. Sie macht die Bilder immer öfter mit meiner Kamera. Das ist immer wieder eine Herausforderung für sie. Die Beiden können sich nämlich nicht richtig leiden 😂.

So kann ich nun mein Sommer-Strick-Teilchen bei Der Zitronenfalterin als mein Sommer Monats-Motto einstellen. Denn zu meinem Juli, gehört natürlich das Stricken. Auch wenn es über 30° C hat, wird im Hause Karminrot gewerkelt. Wenn dann hinterher noch lustige Bilder gemacht werden, ist das um so besser.

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Ein anderes Zeitgefühl {Samstagsplausch 29.19}

Zeitgefühl

So schnell kann es gehen. Die Tage vergehen wie im Flug. Freie Tage haben kein Zeitgefühl. Da steht man morgens auf und schon ist es wieder Abend. Um den freien Tagen einen neuen Anstrich zu geben, sind der Kerl und ich kurzfristig in den Süden der Republik gefahren. Über ein Hotelportal ein Zimmer gebucht, das Auto gesattelt und los. Da können wir sehr spontan sein. Der Kerl hatte die Idee, sich die Fuggerei in Augsburg anzuschauen. Spannend, da man schon so einiges im Fernsehen sah. Kennst du die Fuggerei? Die älteste Sozialbausiedlung, die heute noch intakt ist. Immer noch gelten die selben Konditionen wie zu ihrer Erbauung. 88 Cent im Jahr kosten die knappen Wohnungen und man muss eben nur für Strom, Wasser und sonstige Nebenkosten aufkommen. Kleine niedliche übersichtliche Wohnungen. Das ganze gebündelt in einer Siedlung mit Mauer drum herum, mitten in Augsburg. Die Zeit schien dort irgendwie stehen geblieben zu sein. Obwohl innen alles modernisiert ist.

Zeit

Zeit miteinander. Das ist etwas, was ich mit dem Kerl gerne genieße. Geduldig lässt er mich in den Wollgeschäften in Augsburg meine Zeit verplempern. Nur gebracht hat es mir nichts. Denn meine Taschen blieben leer. Gemächlich schlenderten wir weiter durch die Stadt und haben uns alles genau angesehen. Eis essen hier, Mittagessen dort. Am Ende schienen wir die Stadt schon gut zu kennen. Gerne wäre ich auf dem Nachhauseweg noch bei der Wollmeise eingeflogen. Doch die haben komische Öffnungszeiten. Nicht meine Zeit. Schade. Gerne wäre ich auch in die Augburger Puppenkiste gegangen. Doch auch da war gerade keine Möglichkeit. Vielleicht ein anderes mal. Zeit ist eben ein seltsames Ding.

Strick-zeit

Ja, die hatte ich in dieser Woche auch. Am Sonntag hatte ich eine Verabredung zum Stricken. In einem wunderschönen Garten mit ein paar sehr strickbegeisterten Frauen. Schon einmal traf ich diese tollen Frauen und genoss das Beisammensein. So verbringe ich gerne meine Zeit. Der Nachmittag war so kurzweilig, dass ich mich schon auf eine Wiederholung freue.
Auch im Auto, neben meinem Kerl habe ich einige Reihen stricken können. Autobahnfahren ist nicht unbedingt unterhaltsam. So klapperten die Nadeln. Auf der Landstraße, muss ich dann allerdings gucken, um nichts zu verpassen.
Gestern hatte ich dann unsere monatliche Schlemmerstrickrunde. Wir haben es genossen. Das Beisammensein ist sehr inspirierend. Wir haben wieder viel gelacht und richtig gut gegessen. War das wieder lecker. Und die Zeit? Na, die ist uns wieder durch die Finger gelaufen. Viel zu wenig Zeit hatten wir wieder.

Wieviel Zeit hattest du diese Woche? Hast du sie genutzt?

Zeit, ist ein seltsames Ding!

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4+

Der Schreck und was für ein Tag {Samstagsplausch 28.19}

Der Schreck…

Der erste Schreck tauchte am Mittwochmorgen auf. Die Vierbeiner haben mich schon sehr früh geweckt. Das ich Urlaub habe, geht den Beiden echt am Puschelschwanz vorbei. Toffie mag es besonders, um 5.40 Uhr neben mir, mit dem Geschnurre zu starten. Und wenn ich nicht gleich wach bin, wird an meinen Fingern geknabbert. Ich schreck dann jedesmal hoch. Die Gedanken kreisen und ich kann dann nicht mehr weiter schlafen. Geschafft, denken sich die Damen dann. (Damen wollen die aber erst werden! Dazu fehlen noch ein, zwei Jahre. ) Dann eben aufstehen. Hab sowieso einiges vor, an diesem sonnigen Mittwoch.

Der Monsterjunge hat bald Geburtstag. Ein Geschenk muss noch gefunden werden. Und meine Wanderstiefel sind beim Sportgeschäft angekommen. Da reicht eine Tasse Kaffee und drei Runden an meinem Sommerpulli stricken und dann ab in die Stadt. Die Geschäfte machen ja erst um 10 Uhr auf.

Der Schreck in Steglitz

Ich habe meinen Drahtesel an einem Kreuzberger-Bügel befestigt und bin in den Sportladen gegangen. Die Stiefel waren mir tatsächlich etwas zu klein und die nette Verkäuferin bestellte mir ein paar Neue. Als ich aus dem Geschäft kam, da habe ich mein Fahrrad nicht mehr gesehen. Der Schreck fuhr mir direkt in die Knochen. Das gibt es doch nicht! Mein neues Fiets, erst 3 Monate alt! Ich lief die Fahrradständer 8x rauf und runter. Es blieb verschwunden. Erst letztens habe ich über den Neid geschrieben… Verflixt. Und ich habe doch noch so viel vor heute! Ich lief noch einmal die Sammlung der Räder ab. Es blieb verschwunden. Auf den Schreck kam die Ruhe. Erst einmal die Polizei benachrichtigen. Das geht online. Auf den Stufen eines schönen Altbau ‘s, in der Sonne sitzend, füllte ich die Formulare aus. Dann der Anruf bei der Versicherung.
Ein Mann fragte mich, ob er mir helfen könnte. “Klar, wenn sie diesen elenden Fahrraddieb einfangen könnten!” “Oh. Das kann ich leider nicht. Hier kommt öfter was weg, da drüben zum Beispiel, steht ein Auto ohne Räder.” Tatsächlich steht dort drüben ein neues Auto, ohne Reifen, auf Steine abgestellt. Der Mann zuckt mit den Schultern und wünscht mir trotzdem einen besseren Tag.

Auf den Schrecken folgt die Freundschaft

Nachdem ich alles ausgefüllt hatte, schrieb ich an meine Strickfreundinnengruppe, was mir passiert ist. Und kaum war die Nachricht abgeschickt, klingelte mein Telefon. “Wo bist du, wo soll ich dich abholen?” Das tat so gut. Eine halbe Minute später klingelte es noch einmal. “Wo soll ich dich einsammeln? Geht es dir gut?”, die zweite Freundin, rief an. Hach, da weiß man, dass man nicht alleine ist. Ich wurde eingesammelt, ein Trostkaffee folgte. Der Schreck wurde immer kleiner. Es ist ja nur ein Fahrrad.

Am Ende wurde alles gut. Nicht, dass man den Dieb erwischt hätte. Aber es fand sich eine gute Lösung. Und auf einige Freunde kann man zählen! Danke Mädels.

Und sonst?

Habe ich gelesen und rezensiert. Ich habe von meinem Teststrick erzählt und gestern 12 Bilder gesammelt. Am Dienstag hatte ich eine schöne Verabredung mit Marion und Magda. Da hatte ich noch geunkt, ob mein Fiets noch da stehen würde…

Freunde, sind einfach unbezahlbar

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3+

…Hoppla schon wieder der 12. {12 von 12 Juli}

Hoppla, schon wieder der 12.?

Hoppla, ich hab es fast nicht gemerkt, aber es ist schon wieder der 12. Heute zeige ich dir wieder 12 Bilder von meinen Tag.

Die Schnurrlis haben es wieder geschafft, ich habe nicht ausgeschlafen. Schnurrend wurde ich wieder geweckt. Da ich aber ohnehin nicht gut geschlafen habe, war es eher eine Erholung, aus der Traumwelt geschuppst zu werden. Erster Kaffee auf der Terrasse. Da kann ich schon mal Blogpost’s schreiben.

Hoppla, schon 8.50 Uhr? Wie die Zeit vergeht, wenn man Post’s vorbereitet. Ich warte aber noch auf einen Anruf. Die beste Freundin mag auch mit mir Kaffee trinken gehen. Wir haben uns bestimmt viel zu erzählen.

Ein Schnurrli hat es sich auf dem Miniteich bequem gemacht und beobachtet die geflügelten Freunde. Das werden die Fellnasen auch nimmer müde. Zur Zeit fliegen aber auch eine Menge Jungvögel herum. Endlich kam der Anruf. Ich pack dann mal meine Sachen und fahre los. Es ist Regen angesagt.

Hoppla, es regnet ja wirklich! Gut, dass ich meine Regenjacke dabei habe. Ein Stück muss ich noch fahren. Wenn es nicht kalt ist, dann macht mir der Regen auch nichts aus.

Ich hab das Cafè gefunden. Sieht ganz einladend aus. Die Freundin ist schon da. Mal sehen, was auf der Karte steht. Im Grunde, weiß ich schon was ich will. Und wieder einmal müssen die Freundin und ich lachen, wir Essen das gleiche. Fast immer ist das so, obwohl wir uns nicht absprechen.

Lecker war es nicht so richtig. Aber gut sehen die Rühreier mit Tomaten und Käse aus. Hübsch angerichtet. Gerade als das Essen kommt, läutet die Kirchenglocke am Platz. Wenn ich hier wohnen würde, würde ich jedes mal vom Sofa fallen. Die Gespräche waren kurz unterbrochen.

Wir haben uns dann zu einer kurzfristigen Radtour entschieden. Quer durch den Grunewald. Spontan ist doch immer gut. Wenn man durch den Tunnel geht, läuft man am Gleis 17 vorbei. Ich war immer noch nicht oben an der Gedenkstätte. Ich sollte es endlich mal machen.

Wie gesagt, weiter durch den Grunewald, zum Wannsee. Genauer, auf die Wannseeterrassen. Da ließ man uns völlig unversorgt auf der Terrasse sitzen. Die Kellner sahen uns, kamen aber nicht um unsere Bestellung aufzunehmen. Sahen wir nicht ordentlich genug aus? Wie haben gewartet und die Aussicht genossen. Nach einer halben Stunde sind wir wieder auf die Räder und weiter gefahren. Sehr elitär der Laden! Muss ich nicht wieder haben!

In der Fischerhütte gab es zu trinken und auch Kleinigkeiten zu essen. Die haben sich gefreut, uns zu bedienen.

Unterwegs haben wir einen Wasserspender der Wasserwerke gesehen. Ich hatte etwas Schwierigkeiten, ohne gewisse Hintergedanken daraus Wasser zu trinken. Aber schön, dass es überhaupt neuerdings viele Wasserspender in der Stadt gibt.

Am Ende musste ich noch ein Eis mit der anderen besten Freundin und dem Nachwuchs essen. Unser Eis ist einfach das Beste. Und wenn man es gaaanz langsam genießt, dann wird es zur Eissuppe.

Jetzt sitze ich auf der Terrasse und genieße noch den milden Abend. Ich habe bei meinem Buchdealer dieses Buch entdeckt. Eigentlich sollte es ein Anderes sein, das ich bei der Blogparade von Silvia und Astrid vorstellen möchte. Allerdings werde ich wohl auf dieses Buch umschwenken. Spannend…

Ich mag die 12 Bilder. Wie war dein Tag?
Mehr Bilder vom 12. findest du bei Draußen nur Kännchen

3+

Poison Ivy, ein Schal zum verlieben

Poison Ivy…

Manchmal, da stromere ich bei Ravelry, dem Stricker- und Häklerportal herum. Manchmal auch bei Facebook. Dabei stößt man unweigerlich auf Teststricks und Strickkal’s (Knitalong – also gemeinsam stricken). Es gibt dort Gruppen, die sich um Designer bilden und die Damen und Herren in den siebten Klee heben. Ich gehöre nicht zu denen, die sich nicht beherrschen können und dem Designer die Rosen auf dem Weg verteilen. Aber als Julia-Maria Hegebart (Feinmotorik) eine Gruppe zum Teststricken bildete, da konnte ich mich  nicht zurückhalten und habe mich ebenfalls in der geheimen Gruppe angemeldet. Sicherlich mache ich gerne Teststrick’s. Auch wenn ich immer wieder behaupte, dass ich NIE WIEDER 😉 bei einem Teststrick dabei sein will. Mir macht es Spaß, Fehler zu finden und wenn dann nette Rückmeldungen der Entwicklerin kommen, freut es mich doppelt.

Julia ist eine sehr nette Designerin. Sie hat mir einen Schal zum Stricken angeboten, den ich für ihr neues Buch, das gerade Ende Juni in den Handel kam, teststricken durfte. Welche Wolle ich nehmen möchte, blieb mir überlassen. Mein Fundus ist groß genug, so dass ich auch zwei wunderschöne Wollen fand. Setamo aus Seide und Mohair von Birgit Freyer und ein feines Merino Garn von Zauberwiese. 4 1/2 Holzstricknadeln von Knitpro, meinen Standardnadeln.

Poison Ivy…

Ich kannte den Namen des Schals nicht. Normalerweise sind die Werke in dem neuen Buch mit Bobbels gestrickt. Wollknäule mit einem langen Farbverlauf. Aber seitdem ich einmal einen Bobbel verstrickt habe, wollte ich kein weiteres Tuch mit nicht verzwirnten Faden stricken. Ich ziehe mir immer Fäden beim Tragen und kann mir nicht erklären, warum es anderen Strickerinnen nicht so geht. Inzwischen weiß ich allerdings, dass es auch schon verzwirnte Farbverlaufbobbels gibt.
Zurück zu Poison Ivy. Wie gesagt, ich kannte den Namen nicht, aber mir gefiel, was ich für eine Anleitung bekam. Ein sehr eingängiges Muster. Nicht zu schwer, ein Anfänger im Musterstricken kann es sehr wohl verstehen. Voraus gesetzt, dass man nicht über das Muster nachdenkt (ein Insider!), strickt es sich fix, fast von alleine.

Ich war wirklich sehr schnell mit dem Poison Ivy fertig. Etwas mehr als 14 Tage klapperten die Nadel und ließen einen seidenweichen Schal entstehen. Die letzten Maschen wurden abgekettet und der Schal kurz in Seifenwasser getaucht. Auf den Matten ausgespannt. hat er eine Länge von 230 cm und ist 30 cm breit. Durch den Seidenanteil ist er besonders anschmiegsam. Er wiegt gerade mal 185 Gramm! Bei leicht kalten Tagen ist er wirklich sehr schön zu tragen. Das Muster gefällt mir so sehr, dass ich mir bestimmt noch einen solchen Schal machen werde.

Die Anleitung zu diesem Schal, findest du in dem neuen Buch von Feinmotorik 
Verlinkt mit Maschenfeins Auf den Nadeln im Juli und bei Liebste Maschen im Juli

Mein Monatsmotto: Strick dich glücklich

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