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Fast hätte ich vergessen, den Samstagsplausch 7.19 zu schreiben

Fast hätte ich es vergessen,

Aber nur fast. Meine Woche war so durcheinander. Der Plan wurde jeden Tag etwas umgeworfen und mein Kerl war jedesmal etwas verwirrter. Er war so stolz, meinen Plan schon auswendig zu können. Und dann komme ich nach Hause und erkläre ihm, er kann ihn vergessen, morgen sieht es wieder anders aus. Am Ende musste ich einen absolut ungeliebten Dienst abgeben und freue mich zwei weitere Tage, am Morgen mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Ich habe Muskelkater! Aber der Nachhauseweg tut so gut, denn in Berlin scheint die Sonne. Gestern standen sogar die ersten Tische und Stühle vor den Cafés. Ich bin mal gespannt, wie warm es heute wird.

Gestern hat bei uns die BVG (Berliner Verkehrsbetriebe) gestreikt. Die Berliner mussten zusehen, wie sie zur Arbeit kommen. Ihnen bleib nichts anderes übrig, als mit dem Auto, Fahrrad oder gar zu Fuß sich durch die Stadt zu bewegen. Tolle Staus bildeten sich dann am Nachmittag, als alle wieder nach Hause wollten. Auch die Ströme von Fußgängern waren interessant. Wie viele Menschen üblicherweise mit den Öffis unterwegs sind, das wird einem an solch einem Tag erst bewusst.

Die Freizeit in dieser Woche kam etwas zu kurz. Obwohl ich mich trotzdem mit lieben Menschen getroffen habe. Wir waren bei einem Vietnamesen lecker essen. Ich habe mit guten Freundinnen gestrickt und wir hatten von einem sehr langjährigen Freund besuch und nette Gespräche. Zum lesen kam ich kaum. Vielleicht war ich nicht entspannt genug. Ich habe gestern in einem Strickheft geblättert (könnte als lesen durchgehen) und mich in eine Jacke verguckt. Aber erst müsste ich meine anderen Projekte abschließen. Ich brauche einfach wieder eine Struktur, eine Linie. Mich nervt es, nichts fertig zu bekommen und alles anzufangen. Der Norwegische Isländer wird am Sonntag seinen wahren Besitzer finden. Hoffentlich gefällt der Pullover. Ich werde ihn dir demnächst zeigen, wenn der Besitzer sich fotografieren lässt. das hatte er mir aber versprochen.

War es bei dir chaotisch? Oder läuft es bei dir eher struktuiert ab? Einen kompletten Tag findest du hier


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12 Bilder im Februar {12von12}

12 Bilder am 12 Februar

Heute geht es wieder darum, 12 Bilder vom 12. des Monats zu zeigen. Ich mache heute mit, bei Caros 12 von 12 Linkparty. Jedesmal, stelle ich fest, dass es gar nicht so einfach ist, 12 Bilder zusammen zu bekommen. Heute Morgen, war es jedenfalls noch ganz früh, als mir einfiel, heute ist der 12.!

Ziemlich früh, oder? Mein erster Kaffee. (Soviel zum Thema, wieviel Kaffee verträgt man) Die Katzen sind schon gefüttert und den Blick ins Katzenklo wollte ich dir ersparen. Das habe ich schon sauber gemacht. Ich bin auf dem Sprung, die Arbeit wartet. Aber den einen Kaffee möchte ich mir nicht nehmen lassen. Es wird der letzte gemütliche Kaffee heute bleiben. Ich muss los…

Es ist noch dunkel. Ich mag aber den Blick zum Wasser. Kannst du etwas, außer Lichter sehen? Ich muss mich beeilen, die Kollegen warten auf mich.

Mein zweiter Kaffee heute. Zu Hause gibt es Milchkaffee, auf der Arbeit trinke ich ihn nur schwarz. Schon wieder ganz schön spät, jetzt geht es erst richtig los.

Zeit zum Frühstücken. Obstsalat ohne Süßmittel und drei Löffel Quark, mit etwas Joghurt verrührt. Das reicht. Der Kaffee, ist noch der Selbe, wie um 7.25 Uhr. Keine Zeit, einen weiteren Schluck zu nehmen. Vielleicht trinke ich deshalb schwarz, weil er dann noch ein wenig schmeckt. Den letzten Schluck habe ich gerade hinuntergestürzt. Ich steige trotzdem jetzt auf Pfefferminztee um. Viel Zeit zum Essen hatten wir nicht.

Es ist noch nicht Mittag. Aber der Schreibtisch ist voller wichtiger Mitteilungen. Alles muss sofort oder spätestens gleich erledigt werden. Das Telefon klingelt in einer Tour. Bin ich froh, dass wir einen lieben Menschen haben, der sich genau um dieses nervige Ding kümmert. Besucher haben Fragen, wichtige Menschen wollen auch noch etwas, der besonders Wichtige, räumt sogar den Raum der Untergebenen auf. Ich bin echt erstaunt! Ein drunter und drüber, aber am Ende hat sich wieder alles in Wohlgefallen aufgelöst.

Feierabend…oder besser -nachmittag. Was für ein schönes Wetter. Eigentlich müsste ich eine Runde durch den Wald laufen. Schön wäre auch, wenn ich heute Morgen mit dem Rad gefahren wäre. Bin ich aber nicht. So fahre ich nun mit dem Auto, durch die viel zu volle Stadt. Morgen werde ich wieder Rad fahren. Da muss ich auch nicht nach einem Parkplatz suchen.

Kaum zu Hause angekommen, muss ich unsere kranke Katze kraulen. Mache ich doch gerne. Der Kerl hat schon mal vorgekrault. Die Beiden saßen bei meinem Eintreffen, schnurrend auf dem Sofa. Ich habe den Kerl abgelöst.

Die nächste taucht auf. Sie will auch einige Streicheleinheiten haben. Sie ist unglaublich mutig, denn sie wohnt erst seit Samstag bei uns. Dafür traut sie sich schon eine Menge zu. Natürlich bekommt sie auch noch einige Krauler ab. Es sind genug da.

Kaum wird die eine bekrault, taucht die Nächste auf. Und natürlich wird auch sie gestreichelt. Maine Coons sind einfach richtig dolle Schmuser und müssen immer da sein, wo ihre Menschen auch gerade sind. Obendrein sind sie ununterbrochen am erzählen. Mädels, ich muss euch jetzt aber mal alleine lassen. Ich brauche was zu Essen.

Bevor ich mir etwas kochen kann, muss ich den Abwasch machen. Unsere Küche ist nicht so groß. Ich brauche Platz.

Ein paar Tomaten, Knoblauch in einer Pfanne mit etwas Sahne aufkochen. Mit Salz, Pfeffer, Majoran und Chilli würzen. Gekochte Nudeln und etwas vom Nudelwasser dazu. Zack, hat man ein sehr leckeres Abendbrot. Was gab es heute bei dir?

Ich habe heute wieder zu wenig getrunken. Definitiv! Eine Kanne Tee werde ich noch schaffen. Dazu das Buch von Martin Schörle. Die Vierbeiner rücken schon wieder zum schmusen an. Ich muss schon sagen, mir geht es gut.

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Wieviel Kaffee? {Samstagsplausch 6.19}

Wieviel Kaffee verträgt eigentlich ein Mensch?

Ich habe keine Ahnung! Ich habe es diese Woche ausprobiert und eine Menge Kaffee getrunken, denn ich hatte eine Menge schöner Verabredungen. Den Anfang machte meine beste Freundin. Ich habe mich schon ewig nicht mit ihr gesehen und auf längere Sicht einen Termin mit ihr zu machen, das klappt bei uns irgendwie nie. Da muss man doch sehr spontan sein. Montag war es dann soweit und wie sollte es anders sein, wir haben uns komplett verquatscht, so dass ich fast mein Stricktreffen bei der Wollnerin verpasst habe, das jeden ersten Montag im Monat stattfindet.  Ich habe ja das Glück, hin gehen zu können Aber bevor wir uns getrennt haben, habe ich meiner besten Freundin noch mein Geschenk überreicht. Sie hat sich sehr gefreut und versprochen, ihre Strickereien endlich mal abzuschließen. Übrigens verkauft die Wollnerin ihr handgefärbtes Garn über einen Shop.

Den Dienstag verbrachte ich in der Gesellschaft von zwei jungen Müttern und ihren bezaubernden Babys. Wir haben lecker gefrühstückt und ich habe wieder meinen Kaffeekonsum hochgejagt. Ich konnte mal wieder Baby knuddeln und mit den Muttis über die Winzlinge schnattern. Ein schöner Tag, den ich sehr genossen habe. Noch mehr Schönes, fand ich im Wald. Die Schwester wollte sich an dem einen Tag mit mir treffen, um das schöne Wetter zu genießen. Ihr kamen aber morgendliche Termine dazwischen, da ging ich eben alleine und den nächsten Tag eben gemeinsam. Der Familienhund hat sich gefreut. 2x hintereinander ausgiebige Spaziergänge durch den Wald. Wenn das nichts ist.

Auch die nächsten Tage, habe ich eine Menge Kaffee getrunken. Habe mich mit Freundinnen zum Stricken getroffen und mein Buch gelesen. Ich konnte kaum noch aufhören zu lesen. Nur gut, dass die Strickjacke, die ich gerade nadel, so einfach ist. Jetzt brüte ich über der Rezension. Wenn ich damit fertig bin, dann werde ich den Kerl überreden, mit mir ins Bauhaus-Archiv zu fahren. Astrid hat mich auf eine nette Idee gebracht mit ihrem Great Woman Post. Schau dich mal in deiner Wohnung um, was glaubst du, was alles Bauhaus ist. Und wieviel davon hat eine Frau gestaltet?

Jetzt aber ein schönes Wochenende für dich


4+

Masche für Masche {Samstagsplausch 5.19}

Masche für Masche

Arbeite ich mich durch meine Projekte. Eben Masche für Masche. Dabei kribbelt es mich noch in den Fingern, die ein oder andere Wolle ebenfalls in neue Pullover, Tücher oder Jacken zu verwandeln. Der Norweger ist inzwischen richtig schön gewachsen. Nur habe ich nicht immer Lust an dem Pullover weiter zu stricken. Das Geheimprojekt habe ich gerade abgenadelt. Es wartet nun auf ein gemütliches, lauwarmes Bad und ein gespanntes ausliegen, damit es die perfekte Größe erreicht. Der Pulli wächst nur mäßig. Dabei ist der geeignet, überall hin mitgenommen zu werden. Für Mitnehm-Maschen gab es diese Woche einige Gelegenheiten. Freundinnen treffen und dabei stricken und plaudern ist einfach unschlagbar.
Dafür blieb das Lesen auf der Strecke. Meine geplanten Bücher habe ich nicht geschafft. Jedesmal, wenn ich die Zeit fand, war ich längst so müde, dass ich kaum noch die Augen offen halten konnte. Schade, wo die Bücher doch so wunderbar scheinen.

Faul

war ich, weil ich mich nicht bewegen mochte. Ich habe mir ganz großartig vorgenommen, dass ich viel öfter mit dem Familienhund um den See laufen möchte. Ehrlich, …das war der Plan! Doch irgendetwas klebte mich an meinen Maschen und Nadeln fest. Dabei bot sich das Wetter tatsächlich ab und zu an. Mit dem Rad bin ich zu meinen Verabredungen geradelt. Wenigstens das. Als Belohnung gab es dann Süßes, Kuchen oder einen Kaffee. Und wenn du mich fragst, “was machst du denn heute?” dann kann ich nur sagen, meine Maschen vermehren, Das Wetter macht es nicht leichter, eine Runde um den See zu machen. Immerhin habe ich es geschafft meinen 12tel Blick zu machen, Im laufe des Jahres werde ich dir einiges über meine Stadt erzählen.

Ich habe mir gedacht,

dass es vielleicht gar nicht so blöd wäre, ein Theaterabo abzuschließen. Dann könnten der Kerl und ich ab und zu den Kulturgeschockten heraushängen lassen. Berlin bietet schließlich eine Menge Möglichkeiten. Ob die im Theater was dagegen hätten, wenn ich mein Nadeln klappern lassen würde? 😜 Niemals nicht, würde ich so etwas machen! Stört es mich schon, wenn die Theaterbesucher sich nicht mehr schick machen. Ich grübel noch etwas darüber nach, also über das Abo. Hast du damit Erfahrungen?

 


3+

Charlottenburger Schlossblick {12tel Blick Januar 2019}

Das Charlottenburger Schloss im Januar

Es ist gar nicht so leicht, einen geeigneten Blick für den 12tel Blick zu finden. Es gingen mir verschiedene Baustellen durch den Kopf. (Und davon hat Berlin wirklich eine Menge) Aber bis die fertig sind, da könnte ich bestimmt ein Jahrhundertprojekt daraus machen. Ein Jahr lang, immer von der gleichen Stelle aus zu fotografieren,  muss reichen. Ich will dir aber auch etwas bieten, indem ich ein wenig über meinen Blick zu erzählen habe. Das hatte mir im letzten Jahr Spaß gemacht und fand ich auch für mich spannend. Diesmal habe ich mich für das Charlottenburger Schloss entschieden.

Ich habe ihn von weiter weg, auf das Schloss gerichtet, den Blick meine ich. Diese Straße, heißt tatsächlich Schloßstraße. Auf der Promenade wird hoffentlich noch einiges passieren. Jetzt, ende Januar, waren nur einige Spaziergänger unterwegs.

Einen weiteren Blick richte ich hinter das Schloss. In den Park hinein. Da könnte auch noch so einiges zu sehen sein. Hier sind immer viele Spaziergänger unterwegs und ein wenig Grün, (im Moment eher weniger) wird man auch zu sehen bekommen.

Und weil ich nicht genug bekommen konnte, noch einen Blick auf die Spree, die genau hinter dem Schloss vorbei fließt. Bei dem schönen kalten Wetter, spiegeln sich die Bäume so herrlich im Wasser.

Charlottenburg

1695 erhielt Sophie Charlotte von ihrem Mann, dem Kurfürsten Friedrich den III. von Brandenburg, den Ort Lietzow geschenkt, im Austausch für ihre Ländereien Caputh und Langerwisch. Sie ließ in Lietzow das Sommerschloss Lützenburg bauen. Friedrich wurde 1701 zum König Friedrich und seine Frau zur Königin und das Schloss Lützenburg wurde bis 1740 aus- und umgebaut. Ein respektables Schloss entstand. Sophie hatte davon allerdings nicht mehr sehr viel, denn sie starb 1705 und Friedrich gab der Stadt gegenüber dem Schloss, und dem Schloss selber, den Namen Charlottenburg. Friedrich erweiterte Charlottenburg noch durch Lietzow und machte aus Charlottenburg eine kleine Residenzstadt. Der nächste König Friedrich Wilhelm der Erste (der Soldatenkönig) fand keine Freude an Charlottenburg und versuchte sogar der kleinen Stadt das Stadtrecht abzusprechen, was ihm allerdings nicht gelang.

Erst die nachfolgenden Könige fanden wieder Freude an dem schönen Schloss. Sie hielten dort Feste ab und erkoren es auch zu ihren Lieblingswohnsitz. Friedrich-Wilhelm der III ging regelmäßig in die Stadt Charlottenburg, um mit der Bevölkerung zu sprechen.
An manchen Ecken, kann man sogar noch sehen, wie es mal ausgesehen haben mag. Ich werde dir diese Plätze zum 12tel Blick zeigen und bestimmt noch einiges über Charlottenburg erzählen. Ich habe ja noch 11 Monate Zeit, um manches zusammen zu tragen.

Mach mit beim 12tel Blick bei Eva Fuchs auf ihrem Blog Verfuchst und zugenäht

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