Seite wählen

Haste Ahnung? { Samstagsplausch 3/2021}

Jetzt sitze ich hier und habe keine Ahnung, wie ich anfangen soll, dir von meiner Woche zu erzählen. Irgendwie war ich diese Woche einfach überfordert und ich habe das Gefühl, dass sich eben diese Woche dermaßen in die Länge gezogen hat und doch so schnell vorbei war.

Am Montag habe ich meinen ersten Frühdienst gehabt und wurde so lieb und herzlich von den Kollegen empfangen, dass mir (heimlich) die Tränen in die Augen geschossen sind. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich meinen Dienst ordentlich absolviert habe, Soweit ich weiß, frisst sich der Corona-Keim in das Hirn und lässt einige grauen Zellen verschwinden. Ich hoffe, dass ich die wieder nachproduzieren kann.
Am Nachmittag hatten der Kerl und ich dann endlich den Termin beim CT. Das Ergebnis hat mir nicht gefallen. Manchmal wünschte ich mir, ich hätte keine Ahnung.

Haste Ahnung

Ich habe auch die Ahnung, dass ich auf meine Seele acht geben muss. Da hilft es mir mit dem Hund der Eltern durch den Wald zu laufen. Sonst kümmert sich immer meine Schwester, aber die ist gerade nicht abkömmlich. So schnappe ich mir den Vierbeiner am Morgen und laufe zwischen 4 und 9 Kilometer durch den Grunewald. Meistens gehe ich sehr früh, denn es gibt inzwischen eine Menge Leute, die sich den Hund des Nachbarn ausleihen, um eine Ausrede für den Gang durch den Wald zu haben. Am späten Nachmittag kann man kaum die 1,5 Meter Abstand einzuhalten. Schade ist nur, dass es bisher noch nicht richtig geschneit hat. Neidisch schaue ich auf die Bilder bei Instagram, wo man bis zu den Knien im Schnee steht.

Gestern bin ich mit dem Vierbeiner an der Leine nach Hause geradelt, als ein Fahrradfahrer an mir vorbei fuhr und wie eine Ziege meckerte. Ich bin fast vom Fahrrad gefallen vor Schreck. Es hörte sich so echt an. Dann musste ich lachen. Lachen ist doch die beste Medizin. Ich sollte wirklich wieder öfter lachen.

Ahnungslos bin ich noch ein bisschen, wie ich mit der neuen Linkparty bei Andrea umgehen werde. Eine Idee schwirrt mir zwar schon durch den Kopf. Ich muss es wohl noch ein wenig gären lassen. Hast du schon eine Idee?

Dir kann passieren, was will. Es gibt immer einen, der es kommen sah.

(Fernandel – Fernand Joseph Désiré Contandin)

You are invited to the Inlinkz link party!

Click here to enter


+7

Unruhe und Unterwegs {2/2021}

Meine Woche begann mit Unruhe. Denn der Kerl durfte am Montag nach Hause. Ich hatte ja nun schon so lange darauf gehofft, dass dieser Anruf kommt. Aber das diese Aktion dann so viel Unruhe brachte, war mir nicht klar. Zum Glück hatte ich noch eine Woche Urlaub und konnte mich um den Kerl kümmern. Denn das Leben zu Hause ist dann doch nicht so einfach wie gedacht. Einiges musste überdacht werden und manches hat sich in unserem gemeinsamen Leben, durch das Erlebte auch geändert. Spannend wird bleiben, ob sich diese Änderungen halten werden.

So sind zum Beispiel unsere Nächte unruhig. Der Kerl wurde im Krankenhaus des Nachts öfter geweckt, was dazu führte, dass er nun einen seltsamen Schlaf- Wachrhythmus hat. Immer wieder wird er in der Nacht wach und kann dann erst einmal nicht einschlafen. Klar, dass ich dann genauso unruhig schlafe.
Verschiedene Arztbesuche standen ins Haus. So manches Equipment ist in unserem Haushalt eingezogen, dass ich eigentlich nie haben wollte. (Eine Waage zum Beispiel, nix tragisches!)
Im Moment dreht sich unsere kleine Welt sehr um den Kerl. Auch die Monster sind glücklich und wuseln um den Vater. Doch die Planeten rotieren von Tag zu Tag langsamer und wir kommen alle immer mehr zur Ruhe.

Und Ich?

So im Rückblick gesehen, habe ich nicht viel für mich alleine gemacht. Nur die morgendlichen Hunderunden, mit dem Wuff meiner Eltern, blies mir die Gedanken aus dem Hirn. (Die beiden können zwar mit dem Hund rausgehen, aber nicht mehr lange, ausdauernde Spaziergänge machen) Meine Blogaktivität nimmt auch langsam wieder Fahrt auf, allerdings noch etwas verhalten. Meine Strickereien, wachsen geduldig und meine Bücher liegen auch brav auf ihrem Platz. Dabei wollte ich so viel im Januar lesen.
Das an sich selber denken, wird in solchen Situationen einfach immer gerne übersehen. Ich muss auch ein bisschen auf mich aufpassen. Die letzten Wochen haben schon an meinen Nerven gezerrt. Ab Montag werde ich wieder arbeiten gehen, vielleicht entspanne ich damit die Situation. Mal etwas anderes sehen, obwohl ich eine ordentliche Portion Schiss in de Büchs habe, wie es in unserem Krankenhaus aussieht.

Mensch: ein vernunftbegabtes Wesen, das immer dann die Ruhe verliert, wenn von ihm verlangt wird, dass es nach Vernunftgesetzen handeln soll.

(Oskar Wilde)

You are invited to the Inlinkz link party!

Click here to enter


+6

Liegengeblieben {Nadelgeplapper 21-1}

Ist bei dir über die Feiertage auch so viel liegengeblieben? Hast du auch so viele Nadelarbeiten verschoben? Ich hatte eine gute Ausrede. Aber auch wenn mir nicht das Leben einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte, wären über die Feiertage einige Stricksachen liegengeblieben. Dieses Phänomen kenne ich schon aus den vorangegangenen Jahren. Nun ist bei uns aber Ruhe eingekehrt und ich kann mich wieder besser konzentrieren.

Liegengelieben

Witzig ist, dass bei Frickelcast, ein #Fal ins Leben gerufen wurde. Fal heißt: “Der Frickelalong, kurz FAL, ist so etwas wie ein Knitalong oder Crochetalong, also ein gemeinsames Stricken oder Häkeln. Mit dem Unterschied, dass wir nicht nur stricken und häkeln, sondern alle Hand- und Bastelarbeiten erlaubt und sogar ausdrücklich erwünscht sind….” (hier nachzulesen) Mit dem Hashtag #machdasufofertigfal kann man mitmachen und es spornt vielleicht euch ein bisschen an, mit seinen Ufo’s abzuschließen.

Ich habe ja gar nicht so viele Ufo’s 😉! Das behaupte ich jedenfalls immer. Aber seitdem ich das Nadelgeplapper ins Leben gerufen habe, merke ich, dass dem nicht ganz so ist. Manches liegt hier wirklich schon länger. So habe ich den Mohairino Medley von Steven West längst fertig gemacht, nur sind es die vielen Fäden, die mich von der kompletten Fertigstellung abhalten. Es sind wirklich nicht mehr viele! Jetzt wo ich das hier aufschreibe, könnte ich mich glatt selber in den Popo treten, dass ich die noch nicht vernäht habe.

Der Hjördis, gehört auch zu den Liegengebliebenen. Der zweite Ärmel ist längst fertig. Jetzt muss ich die Teile doch nur noch auf eine Nadel nehmen und das Einstrickmuster anfangen. Das ist doch der eigentlich schönste Teil der Friemelei. Darauf hatte ich mich so gefreut. Aber dazu hätte ich meine Gedanken beieinander haben müssen. Das ging in den letzten vier Wochen nicht. Sollte ich vielleicht nachher mal alle Maschen wenigstens auf die eine Nadel nehmen?

Was ich die ganzen letzten Wochen immer bearbeitet habe ist der Kolding-Schal von Chriss Berlin. Wir haben einen kleinen Kal gestartet, den man aber auch gut auf Instagram unter dem #regia💛Kolding verfolgen. Ich glaube, es haben sich inzwischen ein paar andere Strickerinnen dazu gesellt.

Vergessenes

Ich hatte die Idee, einer netten jungen Dame aus unserer Familie ein paar schicke Handstulpen zu stricken. Doch die sind nie fertig geworden. Die möchte ich nun auch fertig machen. Es wäre wirklich sehr schade um die wunderschöne Wolle aus Schaf, Ziege und Lama. Wenn ich die Teilchen anprobiere, dann sind die so kuschelig, dass ich sie gar nicht ausziehen mag. Erst wenn es mir zu warm wird, kann ich mich trennen. Ich werde sie dann in meine Weihnachtskiste für das nächste Jahr legen…

Ein anderes Projekt für den Januar habe ich mir auch noch vorgenommen. Ein paar Motten haben sich in meine Sockenschublade geschlichen! Warum müssen die sich immer wieder über meine Wollen hermachen? Ich liebe es dicke Socken, aus 6-Fädiger Sockewolle, zu Hause zu tragen. Die liegen allerdings über den Sommer in der Schublade. Ein Leckerbissen für die kleinen Flugungetiere und ihren Nachwuchs.
Das erste Sockenpaar habe ich schon repariert. Ich habe den kompletten Fuß samt Ferse abgetrennt und neu angestrickt. Magda hatte in unsere Strickgruppe einen Link geschickt, wie man Socken mit so großen Löchern auch auf eine andere Art wieder in Form bringen kann. Das werde ich mit dem nächsten Paar ausprobieren.

Strickblogs

Bei dem Stöbern nach guten Ideen, wie man Socken wieder auf Vordermann bringen kann, bin ich über den Strickblog von Matthias und Patricia gestolpert. Linksgestrickt ist eigentlich ein Handarbeitsshop. Die gezeigten Strickereien machen gleich wieder mehr Lust, wieder etwas neues anzunadeln. Außerdem beschreibt Patricia ein Buch, das mich schon wieder extrem kribbelig macht. Norweger-, Island-Muster und co, bringen meinen Jagdinstinkt in Wallung.

Und was ist bei dir Liegengeblieben?

Wie sieht es nun bei dir so aus? Ist viel liegengeblieben? Ich würde mich sehr freuen, wenn du bei der Linkparty mitmachen würdest. Jede Nadelarbeit ist dabei gerne gesehen. Lasst uns die armen übersehenen Arbeiten endlich zur Vollendung bringen. Das Bild in meiner Seitenleiste zum Nadelgeplapper, kannst du dir gerne auf deinen Blog mitnehmen.

Start the Day with Coffee, End the day with Yarn

You are invited to the Inlinkz link party!

Click here to enter


+3

Alles auf Anfang oder doch lieber nicht? {1/2021}

Was eine Nacht am Ende des Jahres so ausmachen kann. Viele wünschen sich, dass alles auf Anfang gestellt wird. Macht das Sinn? Dann geht doch alles wie von vorne los? Sollten wir nicht besser daraus lernen, was wir über das Jahr erlebt haben?  Genauso diese ganzen guten Vorsätze. Warum nicht schon mitten im Jahr damit anfangen abzunehmen, mehr Sport zu treiben, das Rauchen aufzugeben oder den Alkohol in den Flaschen zu lassen? Das erschließt sich mir immer nicht ganz. Wie siehst du das?

Auf Anfang mag ich auch gar nicht haben! Denn wir haben so viele Fortschritte gemacht. Die würden ja alle flöten gehen. Dem Kerl geht es von Tag zu Tag besser. Wenn er dann noch ein paar Schritte macht, dann nehme ich ihn wieder mit nach Hause. Ja, wir haben das erste Mal seit über 30 Jahren alleine den Jahreswechsel gefeiert. Durch Corona, durfte ich nicht den Abend bei ihm verbringen. So haben wir schon am Nachmittag mit einer Piccolo angestoßen. Jeder ein Schlückchen aus einem Wasserglas.
Nicht, dass wir die Jahre vorher auf großen Partys unterwegs gewesen wären. Aber so ganz alleine, war schon sehr seltsam. Irgendwie eine komische Erfahrung. Dabei konnte er fast unser Haus sehen.

Um Mitternacht, hatten dann doch einige Menschen in unserer Umgebung noch ein paar Raketen und Böller in ihren Kellern gefunden (?) Ein Feuerwerk, das wirklich schön war. Es war sehr viel ruhiger als die Jahre vorher. Dabei wohnen wir in einer Gegend, da wird nicht so viel geballert.

Alles auf Anfang

So soll es auch mit dem Nadelgeplapper werden. Ich starte es noch einmal neu. Auf den Nadeln habe ich noch so einiges. Und doch habe ich auch  einiges fertig gestrickt, das ich dir 2021 zeigen werde.  Seit November stolperte mein Blog ein bisschen. Den 12tel Blick habe ich nicht zu Ende geführt. Dabei hatte ich noch zwei Themen, womit ich dir Kreuzberg näher bringen wollte. Gestern war ich immerhin an meinem 12tel Blick und habe die letzten Bilder gemacht. Nur für die Recherchen hatte und habe ich nicht den Nerv. Aber einen neuen Standort habe ich schon gefunden! Den hatte ich schon im Spätsommer entdeckt und werde dir dann hoffentlich einiges über Tiergarten berichten können.

Der Samstagsplausch war mir im Grunde das Wichtigste. Durch den vielen Zuspruch von meinen Leserinnen habe ich manchmal unter Tränen Oberwasser behalten. Ich danke dir dafür sehr. Es tat gut zu wissen, dass da ganz viele Daumen geholfen haben!
Jetzt hoffe ich, dass wir gestärkt da weiter machen, wo wir aufgehört haben. Jeden Tag einen kleinen Schritt und manchmal vielleicht auch einen Großen. Lasst uns den Fortschritt feiern!

Das Jahresende ist kein Ende und kein Anfang, sondern ein Weiterleben mit der Weisheit, die uns die Erfahrung gelehrt hat.

(Hal Borland)

You are invited to the Inlinkz link party!

Click here to enter

Ich habe die Linkparty zu früh geschlossen. Ich kann sie nicht mehr bearbeiten, deshalb die zweite Linkparty

You are invited to the Inlinkz link party!

Click here to enter



+5

Voller Dankbarkeit {Samstagsplausch 52/20}

Ja das bin ich, voller Dankbarkeit, weil mein Kerl so gut versorgt wird. Die Letzte Woche war noch mal extrem anstrengend und ich hatte Tage, an denen ich wieder mit tränennassen Augen zu meinem Kerl unterwegs war. Aber immer wieder traf ich auf Menschen die mich entweder virtuell oder in echt in den Arm nahmen. Und dann kamen auch noch liebe Nachrichten, entweder mit der Post oder via Email. Und meistens fühlte ich mich nach den Umarmungen einfach nur noch gut.

Dankbarkeit

Der Kerl machte natürlich immer wieder zwei Schritte vor, um dann noch einmal ein kleines bisschen nach hinten zu treten. Doch seit dem Heiligen Abend geht es mit größeren Schritten vorwärts. Er durfte die Intensivstation verlassen. Noch ein bisschen mehr Dankbarkeit würde ich empfinden, wenn ich ihn endlich wieder bei uns zu Hause hätte. Vielleicht muss ich auch nicht mehr so lange darauf warten, weil sich der Kerl Mühe gibt.

Mein Monstermädchen hat die Feiertage bei mir übernachtet, so war ich auch nicht alleine und auch der Monsterjunge war am Heiligen Abend bei uns. Wir haben uns ein kleines Weihnachtsfest gemacht. Den Kerl haben wir uns als Videogast dazu geholt. Auch mal eine andere Erfahrung. Was habe ich für tolle Monster!
Von unserem Festmahl habe ich ihm dann gestern eine Portion vorbei gebracht. Ach war das schön, als ich mit ihm schon wieder richtig reden konnte, so von Angesicht zu Angesicht. Danach habe ich die Schwiegermutter zu einem ausgedehnten Spaziergang getroffen. Auch eine neue Weihnachtserfahrung. Denn sonst lümmeln wir am ersten Feiertag zu Hause herum und machen einfach gar nichts. So waren wir Beide, die SchwieMu wie auch ich, dankbar über unsere Erfahrungen zu sprechen.

Weihnachten dieses Jahr war sowieso sehr seltsam. So viele Geschenke habe ich nur online bestellt. Das habe ich noch nie gemacht. Das Einkaufen der Lebensmittel, verlief auch so entspannt wie nie. Die Menschen in meinem Bezirk sind recht zurückhaltend. Aber Abstand halten bleibt ein Problem. Vor allem junge Menschen sehen es nicht ein, wenn man zu dritt neben einander läuft, einem einzelnen Spaziergänger Platz zu machen. Dabei sollten auch sie Dankbarkeit verspüren, das sie noch Gesund sind… (ich habe besseres zu tun, als mich aufzuregen!)

Ich weiß, auch bei dir waren diese Weihnachten seltsam und anders. Aber wir können wirklich Dankbar sein, denn im Grunde geht es uns gut. Ein Dach über dem Kopf, fleißendes Wasser und meistens funktioniert auch unsere Heizung.

Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.

(Francis Bacon)

You are invited to the Inlinkz link party!

Click here to enter


 

+14