Seite wählen

Frische Luft {Samstagsplausch 10/21}

Frische Luft steht bei mir ganz vorne… Also für mich heißt das nicht das Fenster aufmachen, sondern die Nase tatsächlich in die Luft zu strecken. Sobald sich die Sonne zeigt, hält mich im Grunde nichts mehr. Selbst wenn es viel zu kalt ist, lockt mich ein kleiner Spaziergang um den Block. Noch besser, man gibt mir einen Grund, ein paar Schritte an der frischen Luft zu machen.

Frische Luft

Der Kerl hat mich gestern dazu überredet noch mal einen Ausflug in die Berliner Mitte zu machen. Das Humboldt Forum ist nämlich fast fertig. Natürlich kann man als Normalbürger noch nicht hinein, aber staunen kann man auch von draußen. Das Wetter war so schön! Aber echt frisch. Also kalt! 4° C am Wasser und dazu ein knackiger Wind. Das hielt uns aber nicht davon ab, einmal drum herum zu laufen. Das ehemalige Berliner Stadtschloss ist wunderschön geworden. An drei Seiten ist es dem Original nachempfunden und an der Spreeseite ist es modern gehalten. Irgendwann werden wir auch die möglichen Ausstellungen dort besuchen können.

Nun noch einmal: frische Luft

Diese Woche habe ich mich auf ein paar Bilder mit meiner Hoffotografin Magda getroffen. Zum Glück wohne ich nicht so weit von ihr entfernt. Das Wetter war auch wieder so schön. Als wir aber endlich fertig geschnattert hatten, wurde es schon langsam etwas dunkler. Und natürlich auch wieder kälter. Der Kaffee, den ich mir beim Biomarkt geholt hatte, schmeckte aber auch dann noch. Die Bilder haben wir dann doch noch gemacht. Endlich werde ich dir demnächst 2 Tücher und eine Jacke zeigen können. Ich glaube auch, dass meine Stricklust zurückkehrt. Ich habe da so die eine oder andere Idee.

Noch mehr frische Luft hatte ich heute Morgen, als ich mit dem Fahrrad zur Arbeit geradelt bin. Eisekalt… brrr. Aber je schneller ich fahre, um so schneller wird mir warm. Zum Fahrradfahren bin ich diese Woche nämlich nicht gekommen. Ich hatte mehrere Spätdienste. Nach einem stressigen Nachmittag/Abend ist mir der Weg manchmal zu lang, um nach Hause zu fahren. Wenn dann auch noch eine Überstunde anfällt, dann bin ich viel zu müde und erst um Mitternacht zu Hause. Im Sommer geht es, im Winter muckt mein Schweinehund. Aber heute morgen war es wirklich ok.

Das Wochenende

Zum Glück habe ich nur ein halbes Wochenende zu arbeiten und dann gibt es ja am Montag noch den neuen Feiertag Weltfrauentag. Den darf ich nämlich auch genießen. Am Sonntag habe ich eine Überraschungstour vor. Mal sehen, ob die Damen zu Hause sind, damit ich ihnen endlich ihre Weihnachtsgeschenke überreichen kann. So zumindest der Plan. Und natürlich eine schöne Runde Spazierengehen mit dem Kerl, an der frischen Luft.
Gehörst du zu den Frischluftfanatikern? Oder heißt es für dich eher, gemütlich auf dem Sofa und die Decke über die Ohren ziehen?

Die Natur muss gefühlt werden

(Alexander von Humboldt)

You are invited to the Inlinkz link party!

Click here to enter


+4

Strick-Gadgets {Nadelgeplapper 21-5}

Was sind denn das jetzt schon wieder für Strick-Gadgets? Bei Gadgets muss ich immer an einer Comicserie aus dem Fernsehen denken. Inspektor Gadget, der hatte immer alles in den Taschen seines Trenchcoats, Schuhen oder seinem Hut untergebracht. Diese Sendung habe ich immer ganz gerne gesehen. Aber was sind Gadgets? Übersetzt aus dem Englischen heißt das : ein Apparat, eine technische Spielerei oder auch einfach nur Schnickschnack. Und Schnickschnack gibt es in der Welt des Strickens eine Menge!

Instagram ist ein Sündenpfuhl, was Gadget’s angeht. Da findet man mancherlei Zeug, was die moderne Strickerin unbedingt haben will muss. Tatsächlich gibt es auch einfache Dinge, die man gerne, recht kostengünstig, übernehmen kann. So habe ich immer noch einige Plastikschläuche, aus den Bastelzeiten mit den Monstern in meinem Schrank herumgammeln. Mit diesen Scoubidou Bändern haben die Monster Kunstwerke geschaffen. Eine Strickerin hatte die glorreiche Idee, auf diesen Bändern die Strickarbeit ruhen zu lassen, während man das nächste Teil strickt. Das spart einige Nerven und hält die Seile für andere Projekte frei.

Im Grunde ist das auch ganz einfach. Du steckst das Plastikteil auf deine Stricknadel und schiebst die Strickarbeit drüber. Fertig. Ich habe es ausprobiert und muss sagen, mir gefällt es. Das Gestricksel liegt auch recht sicher, ohne herunter zu rutschen. Probiere es mal aus. Ich habe die Schläuche sogar noch in einer großen Größe, weshalb ich  auch dicke Nadeln damit entlasten könnte.

Noch ein Gadget, das mich überzeugt hat

Neidisch schaue ich immer wieder auf das Sockenlineal meiner Freundin. Aber immer wieder schreckt mich der Preis für ein einfaches Lineal. Naja, so einfach ist es nun doch wieder nicht. Auf dem Lineal findet man nämlich praktische Einkerbungen und Maße, kleine Löcher, in denen man seine Nadeln auf die Größe checken kann. Und wieviel Maschen man üblicherweise anschlagen muss, wenn man verschieden Größen Socken stricken möchte.

Ganz geschickt finde ich allerdings, dass man das Lineal einfach in die Strickarbeit hineinschiebt und sieht, wie viele Zentimeter noch bis zur Abnahme fehlen. Meine Freundin hat ihr Lineal von Tanja Steinbach. Ich habe es aber auch schon bei anderen gesehen. Vielleicht, irgendwann, werde ich es mir zulegen. So lange hantiere ich eben weiter mit meinem selbst zusammengestutzten Maßband.

Und wie ist das mit dem Reihenzählen? Meine Freundin Marion schreibt immer sehr akribisch jede gestrickte Reihe auf. Ich selber habe immer einen Block die Anleitung neben mir liegen und führe eine Strichliste. Am Ende sieht die Anleitung echt mitgenommen aus. Im besten Fall habe ich sie mir kopiert 😉
Ich habe es aber auch schon mit den verschiedensten Reihenzählern versucht. Die gibt es in tollen Varianten. Eine hatte ich noch nicht, das Zählarmband. Es kribbelt mich schon eines zu basteln. So schwer kann das nicht sein. Perlen habe ich schon. Carina hatte aber auch eine prima Idee. Vielleicht sollte ich solch ein Zählband basteln. Ein dicker Wollfaden mit 10 Perlen. Da wird einfach immer nur für jede gestrickte Reihe eine Perle nach oben geschoben. Damit man weiß wo der Anfang und das Ende ist, ist der Wollfaden mit Buchstabenperlen gesichert.

Ein weiteres Gadget ist ein Schlüsselanhänger. Drei kleine Häkelhaken können dich vor verlorenen Maschen retten. Ähm nee, nicht davor! Aber sie können deine Strickarbeit retten, wenn sich eine Masche als Laufmasche entpuppt. Immer am Mann/Frau, nie um eine Gelegenheit verlegen.

Genug geplappert, jetzt mal Butter bei die Fische

Tatsächlich wollte ich nur von meiner Strickunlust ablenken. Immer noch klappern meine Nadeln sehr verhalten. Aaaber! ich habe den Islandpullover Hjördis wieder in den Händen gehabt. Und tatsächlich auch ein paar Reihen gestrickt. Es sind noch ein paar Runden die ich machen muss, bis das Muster anfängt. Ich bin frohen Mutes, dass sich meine Unlust demnächst umkehren wird.

Die Socken für den Kerl habe ich jedenfalls schon fast fertig. Davon dann demnächst mehr. Jetzt überlasse ich dir wieder das Feld. Hast du irgendwelche tollen Gadget, die dir das Leben einfacher machen? Erzähl mal!

Wenn du einen Menschen liebst, musst du ihn gehen lassen. Wenn er ohne Wolle wiederkommt, musst du ihn halt noch einmal losschicken.

You are invited to the Inlinkz link party!

Click here to enter

 

+6

Der große Tiergarten {Zweiter 12tel Blick 2021}


Der Große Tiergarten gehört nach wie vor zu den beliebtesten Ausflugszielen der Berliner. Nachdem der Park 1742 von dem Architekten Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff zu einem Lustgarten umgestaltet wurde, lustwandeln die Berliner immer noch gerne über die schönen Wege. 1838 wurde der große Tiergarten noch einmal von dem Landschaftsgestalter Peter Joseph Lenné in einen englischen Volkspark verwandelt.

Die Berliner lieben ihre grüne Lunge mitten im Herzen ihrer Stadt. Im Sommer finden dort verschiedene Sportveranstaltungen statt. So laufen zum Beispiel die Marathonläufer einmal quer durch den Park. Allerdings nutzen die vielen Füße vor allem Die Straße des 17. Juni (ehemals Charlottenburger Chaussee). Die 45 Meter breite Ost-West-Achse verläuft quer durch die Stadt.

Als Friedrich der III. die Verbindung zwischen seinem Stadtschloss und seiner Gemahlin, die in der  Lietzenburg (Charlottenburger Schloss) residierte, bauen lies, konnte er noch nicht ahnen, was einmal aus dieser Straße werden würde.

Simon Kremser galt als der Vater des öffentlichen Nahverkehrs in Berlin. Er fragte 1820 die Stadt Berlin ob er: “Wagen zu öffentlichem Gebrauch zu stellen, die auf eisernen Achsen laufen und auf Federn ruhen” betreiben darf. Kremser wollte Pferdeomnibusse betreiben. Der Mann bekam die Genehmigung. Er entwickelte dafür ungefederte Wagen die Überdacht wurden. Zehn bis Zwanzig Personen konnten so zwischen dem Brandenburger Tor und Charlottenburg pendeln. Diese Pferdeomnibusse wurden 1902 von der Elektrischen (Straßenbahn) abgelöst.

Immer breiter

Im April 1939 zog eine gigantische (Geburtstags-) Militärparade über die, von Albert Speer auf 45 Meter verbreiterte Straße, an den Berlinern und dem Führer vorbei. Im Zuge dieses Ausbau, musste allerdings auch die Straßenbahn weichen. Die Nationalsozialisten sorgten dafür, dass das Charlottenburger Tor auseinandergerückt wurde, damit die Paraden einen besseren Durchgang hatten. In die Mitte der Ost-West-Achse, wie der 17. Juni damals genannt wurde, stellte Speer die Gold-Else. Die Siegessäule, die bis dahin vor dem Reichstag stand, wird so von den Berlinern genannt.. Eine “gigantische” Landmarke die weithin sichtbar ist.

Nach dem zweiten Weltkrieg verschwanden fast alle Bäume aus dem Tiergarten. Den Berlinern war es kalt und so holzten sie den großen Tiergarten ab. Damit der Tiergarten wieder aufgeforstet werden konnte , wenn auch nicht so wie er einmal war, brauchte es Bäume. Im März 1949 wurde vom Oberbürgermeister Ernst Reuter  die eine Linde gepflanzt. 250.000 Jung-Bäume folgten und kamen aus vielen Westdeutschen Städten nach Berlin. Teilweise auch über die Luftbrücke, denn inzwischen war die Stadt durch eine Mauer geteilt.

Vergnügen im großen Tiergarten

Vergnügen gab es schon immer. Zuerst war der Kurfürst und seine Gäste dran. Sie jagten das ausgesetzte Rotwild. Ein Zaun verhinderte, dass die Tiere sich an den Äckern der umliegenden Bauern gütlich taten und der Kurfürst auf jeden Fall Erfolg hatte.
Nachdem der große Tiergarten umgebaut wurde, hatten die Berliner das Vergnügen zwischen den Puppen spazieren zu gehen oder sich auf eine der vielzähligen, lauschigen Bänke nieder zu lassen.  Aber es wurden auch Cafés angelegt und der Neue See lädt bis heute zum Rudern ein. Wunderschöne Brücken führen über unzählige Kanäle. Im Rosengarten wachsen wundervoll duftende Rosen und am Ende des Tiergartens trifft man auf Ausläufer des Zoos. Die Wege am Kanal führen an Gehegen vorbei, so dass man einen kostenlosen Blick auf einige Tiere erhaschen kann.

Am Rand des Tiergartens

Am Rande des Großen Tiergartens wuchsen verschiedene Restaurationen aus dem Boden. Der Kemper Hof oder die Zelten-Konditorei. Dort traf man sich nach einem Spaziergang. Der Straßenname In den Zelten kam daher, dass Friedrich II. 1745 erlaubte, am Rand des Tiergartens Zelte aufzustellen, die als Gastwirtschaften fungierten. Diese mussten aber im Winter abgebaut werden. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts siedelten sich dann Ausflugslokale an. Aus Stein gebaut und auch im Winter zu besuchen. Heute steht an dieser Stelle das Kongresszentrum. Die Schwangere Auster. Ein Symbol der Amerikanisch-Deutschen Allianz.

Bis heute wird der 17. Juni als Partymeile genutzt. Die Loveparade, die Fußballweltmeisterschaften und Silvester lockt Unmengen von Menschen in den Tiergarten. Und wie ich Eingangs schon schrieb, Sportwettbewerbe. Am Frauenlauf gegen Brustkrebs habe ich selber schon teilgenommen. Den Marathon werde ich niemals schaffen.

Nun aber zu meinem Blick. Ich habe die Bilder 5 Tage vor meinem persönlichen Termin gemacht. Der Schnee war einfach zu verlockend. Hätte ich gewusst, dass er so lange liegen bleibt, … Hätte, hätte. So sind sie eben im Kasten. Meine Geschichte werde ich wie immer bei Eva auf ihrem Blog verlinken.

 

+5

Überraschung ist schön {Samstagsplausch 9/21]

Überraschung ist schön, oder? Also, ich finde es meistens sehr schön, überrascht zu werden. So klingelt der Postbote und bringt mir ein Päckchen, das ich nicht bestellt habe. (Wobei ich mich in letzter Zeit öfter dabei ertappe, Dinge zu bestellen!) Während ich es auspacke ahne ich schon, dass es ein Blumenstrauß oder eine Pflanze sein muss. So geschehen, als ich und der Kerl krank zu Hause abhängen mussten.

Überraschung ist schön: eine handgearbeitete Projekttasche mit Wollstrang

Eine Überraschung war aber auch, als letzten Samstag die Türglocke schellte. Als ich die Tür öffnete, geschah erst einmal nichts. Aber dann kam eine rüstige Dame die Treppe hoch, blieb auf dem Absatz stehen und grinste mich etwas schüchtern an. Sie zottelt an ihrer Tasche. Sie zieht eine schicke rot-bunte Tasche heraus und reicht sie mir nach oben. Ich schaue sie wohl etwas verwirrt an, kenne ich sie doch gar nicht. Aber dann sagt sie: einen schönen Gruß aus Klein Machnow!  Und da ging mir ein Licht auf. Schon eine Weile schreibe ich  mit einer Frau Emails hin und her. Jedesmal, wenn ich Post habe, freue ich mich sehr und versuche möglichst schnell zu antworten.

Ganz kurz nur, haben wir ein paar Worte im Treppenhaus gewechselt. Schade, dass ich sie nicht an meinen Kaffeetisch einladen konnte. Aber vielleicht können wir das irgendwann einmal nachholen, wenn sich dieser bekloppte Keim endlich in sein Loch zurück gezogen hat. Irgendwann einmal ein Treffen in einer meiner Lieblingskonditoreien! Das machen wir!

Überraschung

Bei uns im Krankenhaus gibt es endlich Impftermine! Nachdem wir Anfangs keinen Impfstoff mehr hatten, wird regelmäßig gemeldet, dass noch Termine frei wären und wer als nächstes will. Dabei kann man sich sogar aussuchen, welchen Stoff man haben möchte. Und schwupps, gehen wieder die Diskussionen los, welcher Impfstoff weniger schädlich ist. Mir ist es tatsächlich schietegal, denn ich weiß, was dieser Virus anstellen kann, da erscheinen mir die Nebenwirkungen eher nebensächlich. Aber Überraschung, die Meisten wünschen nicht mit dem Stoff von AstraZeneca geimpft zu werden. Da gehen die Meinungen wohl sehr auseinander. Ich habe irgendwo im Internet gelesen: Wer in die Tropen fliegen will, lässt sich mit Medikamenten impfen, die wesentlich schlimmere Nebenwirkungen haben! Also, ich werde mich mit egal welchem Stoff impfen…

Wochenrückblick

Montag traf ich nach der Arbeit meine beste Freundin unter Coronakonformen Bedingungen im Park. Wir saßen in der Sonne, tranken Kaffee und naschten leckeren Schokomuffin mit Obstsalat. Das tat soooo gut! Dienstag trieb ich den Kerl nach meinem Dienst zum gemeinsamen Einkaufserlebnis im Supermarkt. Den Mittwoch genossen wir einen Spaziergang zu unserer Eisdiele. Die hatte nämlich schon geöffnet. 18° Grad im Schatten! Wer mag da nicht das erste Eis des Jahres im Freien genießen? Am Donnerstag verbrachte ich den Nachmittag bei der Arbeit. Den Freitag verlümmelte ich zu Hause, bis ich am späten Abend zur Arbeit fahren musste. Ich hoffe also, jetzt noch zu schlafen 😉

Ich weiß, es gibt nicht nur schöne Überraschungen, aber liebst du sie auch so sehr? Oder gehörst du zu denen, die immer den Überblick behalten möchten?

Das Leben ist wundervoll. Es gibt Augenblicke, da möchte man sterben. Aber dann geschieht etwas Neues, und man glaubt, man sei im Himmel.

(Edith Piaf)

You are invited to the Inlinkz link party!

Click here to enter


+8

Wieviele Schritte machst du? {Samstagsplausch 8/21}

Ich habe diese Woche eine Menge Schritte gemacht. Immer noch gehe ich am Morgen, wenn ich frei habe oder erst zum Mittag arbeiten muss, mit dem Hund der Eltern. Zumal es am Anfang der Woche ´doch noch recht kalt war. Am Montag war ich mit der Hundedame eine große Runde im Grunewald unterwegs. Die Waldwege waren ziemlich fest getreten und es war schon ziemlich rutschig. Und trotzdem war es schön. Eine Runde mit 9000 Schritten.

Karminrotschriftzug, geplottet in vielen Schritten auf meinem Notebook

Nicht, dass du glaubst, dass ich an diesem Tag keine weiteren Schritte gemacht habe. Ich musste nämlich des Nachts arbeiten und so kam ich auf über 11.000 Schritte. Ich habe Morgens gegen 6.30 Uhr Schluss und bis ich beim Vater bin, ist es richtig hell draußen. Die Nacht über hatte es noch einmal ordentlich, mit mega großen Flocken, geschneit. Es sind gut und gerne 10 cm Neuschnee dazu gekommen. Der Hund war völlig aus dem Häuschen. Sie ist wie ein Welpe durch den Schnee gehüpft. Mir hat es gefallen, weil fast noch keiner auf meinen Wegen unterwegs war. Ich liebe es, wenn ich die Erste bin, die dem Schnee ihren Stempel aufdrückt.

Aber damit war es auch der letzte Wintertag. Als ich am Nachmittag die Nase unter meiner Decke heraus streckte, waren es draußen schon plus 6 °C. Es tropfte von allen Dachkanten und den Bäumen. Und die Vögel feierten schon den Frühling. Es zwitscherte und flatterte, das es eine wahre Wonne war.

Immer mehr Schritte

Den Rest der Woche bin ich mit dem Vierbeiner lieber durch die Straßen getigert. Der Wald war mir einfach zu rutschig. Komischerweise mache ich viel mehr Schritte, auf den Berliner Straßen. Vielleicht liegt es daran, dass ich das Grün im Wald so viel lieber absorbiere und etwas langsamer gehe. Aber auch nur ein bisschen. Auf einem meiner Straßenstreunereien kam ich am Haus meiner Freundin Magda vorbei. Sie hat mir einen Ersatz für meinen Herrn Sauerteig versprochen. Leider landete dieser nämlich im Gulli. Man sollte die Freundschaft mit Herrn Sauerteig nicht vernachlässigen, dann bleibt er gerne bei dir. Das Gläschen mit Herrn Sauer (so heißt unser neuer Sauerteig) hat sich schon verdoppelt. Eigenes Brot zu backen, hat schon was. Ich kann es schon fast riechen… Vielleicht schreibt Magda heute über ihre Brotbackerfahrungen der letzten Zeit.

Jetzt bin ich von meinen Schritten abgedriftet. Ich habe mir keine bestimmte Schrittzahl vorgegeben. Es gab auch mal eine Zeit, da hatte ich mein Leben nach einer Smartwatch gerichtet. Dieses Ding habe ich aus meinem Leben gestrichen. Solche Geräte können einen ordentlich unter Druck setzen. Mich zumindest. Meine Schritte werden von dem Handy mitgezählt. Und wenn ich Lust habe, dann schaue ich nach, wie lang der Spaziergang war. Noch öfter schaue ich aber nicht und bin sehr erstaunt, wie viel ich unterwegs war.

Diese Woche flatterte ein Päckchen mit einem neuen Strickbuch in meinen Haushalt. Das hat mir so gut gefallen, dass ich wohl jedes Model in diesem Jahr stricken werde. Im März fange ich damit an. Schritt für Schritt eben. Neues Lernen kann man doch immer …

Noch etwas hat mich diese Woche sehr beschäftigt. Eine meiner Strickvorbilder, Elisabeth Wetsch, besser under dem Namen Elizza bekannt, ist am 10 Februar an den Folgen einer einfachen OP verstorben. Ich werde sie sehr in der Strickwelt vermissen.

Wie geht es dir? Misst du dein Leben? Schlafphasen, Gewicht und Schritte? Vergleichst du dich mit Anderen?

Nur wer seinen eigenen Weg geht, kann von niemandem überholt werden.

(Marlon Brando)

You are invited to the Inlinkz link party!

Click here to enter


+4