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Wie kann ich Plastik sparen? {Blogtour}

Was kann ich selber tun, um Plastik zu sparen

Wieder einmal mache ich bei der Blogtour von Silvia und Astrid mit. Du erinnerst dich? Letztes Jahr ging es um Eine Reise durch Deutschland. Dieses Jahr sammeln die Beiden Themen rund ums Plastik sparen, bzw. reduzieren. Ich habe mich dem Selbstversuch gestellt!

Sicherlich hast du schon sehr oft gehört, dass wir zu viel Plastik aus Bequemlichkeit nutzen. Plastik hat zu unserem gesunden und sicheren Leben geführt, sicherlich! Stromkabel ohne Plastikmantel führten zu unverhofften Stromschlägen und in der Medizin sind sterile Plastikspritzen sehr viel hygienischer, als die alten Glasdinger. Aber Plastikröhrchen, um ein cooles Getränk zu schlürfen, landen irgendwann ganz aus versehen im Meer. Oder Kaffeebecher, brauchen ewig um auf dem Müll zu verrotten. Ohrenstäbchen sind übrigens direkt aus dem Bad zu verbannen, da sie ohnehin recht ungesund sind.

Schon oft habe ich mir Gedanken gemacht, wie ich ohne Plastik einkaufen gehen kann: Ich habe immer einen Einkaufsbeutel in der Tasche. Ich habe sogar ein gehäkeltes Netz, das ich einmal geschenkt bekommen habe. Ich suche mir Lebensmittel aus, die nicht eingeschweißt sind. Gurken und Co haben doch schon eine tolle Verpackung.

Doch nicht immer finde ich Alternativen, die zu mir passen. Ich mag einfach keine Haarwaschmittel aus Roggenmehl. Obwohl es schon sehr verlockend ist, es wenigstens einmal auszuprobieren. Die Massen an Plastikflaschen, die nur wegen unserer Körperpflege auf dem Müll landen, sind schon gigantisch. Dabei gibt es Möglichkeiten, die ich auch schon ausprobiert habe. Haarseife zum Beispiel. Die gibt es tatsächlich auch bei einer Drogeriekette. Sie schäumt, wie ein “richtiges” Haarwaschmittel.

Eine Freundin hatte sich letztens mit Kosmetikpads eingedeckt. Natürlich hat sie die Pads selber gemacht und freut sich inzwischen über ein tolles Gefühl beim Abschminken. Da ich mich eher selten schminke, muss ich die mir nicht machen. Doch Magda ist 100% davon überzeugt. Meine Freundin hat gleich ein paar mehr genadelt und dazu eine schicke Verpackung drumherum. Wie man die Pads häkelt, findest du im Internet.

Unverpackt, der andere Supermarkt

Unverpackt, ist ein Geschäft in Berlin Kreuzberg, dass sich auf “ohne Verpackung” spezialisiert hat. Das musste ich mir doch mal ansehen, und so bin direkt dorthin geradelt. Tatsächlich habe ich dort alles gefunden, was ich  zum Leben brauche. Du bringst einfach ein Gefäß mit und füllst dir dort dein Müsli oder dein Waschpulver ab. Nüsse und Mehl, Körner und Reis, alles ist lose und Grammgenau abzufüllen. Schade, dass es keine Milch und Joghurt gibt. Aber sonst bleibt kein Wunsch offen. Ich habe mich auch kurz mit der Verkäuferin unterhalten und erfahren, dass es demnächst, in der Nähe zu meiner Arbeit, einen zweiten Laden geben wird. Ich denke, dass ich dort vermehrt einkaufen gehen werde.

Praktisches ausprobieren

Gerade wenn ich zu meinen Schlemmerstrickerinnen fahre, dann brauche ich etwas, um meine Salatschüssel ab zu decken. Einen Teller, womit ich die Schüssel zu Hause abdecke, ist für den Transport im Auto nicht geeignet.  Im Internet habe ich eine Anleitung gefunden, wie man aus Wachstuch/Tischdeckentuch und einem Baumwollstoff eine schicke Abdeckung näht. Geht ganz flink, nur mit meinen Bildern hat es etwas gehapert, denn die Mutter hat sie sich genauso schnell unter den Nagel gerissen, wie ich sie genäht habe, Da muss ich wohl noch einmal ran. Nur was mache ich mit der restlichen Frischhaltefolie?

Ich habe mir einen Spülschwamm aus Paketschnur gehäkelt. War ein bisschen komisch, mit einem Material zu häkeln, dass so rau ist. Der Schwamm gefällt mir aber sehr. Ich habe ihn mit Stoffresten ausgestopft, dann hat man mehr Grip. Die Schwämme aus dem Supermarkt habe ich schon lange nicht mehr benutzt. So bekomme ich die Töpfe wieder ordentlich sauber. Ich werde mir gleich noch ein paar häkeln und an der Seite offen lassen. Da könnte ich ein Stück Kernseife hineinschieben und habe gleich einen zusätzlichen Reinigungseffekt.

was noch geht…

Selbstverständlich Lebensmittel selber machen. Joghurt oder Frischkäse. Mozzarella und Gummibärchen. Müsliriegel und Gemüsechips. Es gibt so viele Alternativen.
Und auch bei meinem Lieblingsthema, dem Kaffee! Klar, dass der auch ein Thema ist. Kapselkaffee brauche ich nicht. Obwohl der Monsterjunge und das -Mädchen diesen Kaffee sehr gerne mögen. Und man aus den Alukapseln schicken Schmuck machen kann. Ich brühe meinen Kaffee mit einem Siebträger. Wenn es etwas mehr sein soll, dann nehme ich eine French Press Kanne. Die habe ich sogar in verschiedenen Größen. Im Grunde ist mein Haushalt schon recht plastikfrei. Aber es geht noch mehr.

Oben hatte ich schon die Frischhaltefolie erwähnt. Auf die kann man prima verzichten, wenn man sich ein Tuch mit Bienenwachs bezieht. Toll, wer sich so etwas zutraut. Wer nicht, der kann sich solche Tücher auch bestellen, oder man schaut mal bei seinem Biomarkt vorbei, die bieten diese Tücher schon länger an.

Eine große Bitte…

Ich weiß, es ist besonders schön, draußen zu Essen. Ich liebe Picknick. Aber wenn alles aufgegessen ist, dann bleibt oft eine Menge Müll übrig. Es gibt tolle Ideen, wie man seine Leckereien zum Treffpunkt schleppt. Aber wie man die Reste wieder nach Hause bekommt, darüber machen sich wenige Gedanken. Vielleicht sind da Schraubgläser eine prima Möglichkeit. Deckel drauf, zugeschraubt, nichts läuft aus. Du merkst schon, die Schüsseln einer bekannten Plastikfirma, sprechen mich da nicht besonders an. Auch kann man Papiertüten benutzen, wenn es sich nicht um Flüssiges dreht. Mein Kerl, bekennender Raucher, sammelt stets seine Kippen wieder ein. (Manchmal, sind da wohl auch Kippen bei, die er nicht geraucht hat!)
Meine Bitte, verlasst einen Platz immer so, wie ihr ihn vorfinden wollt! Wahrscheinlich machst du es ja auch genau so! Ich war erst vor kurzem in den Bergen und war etwas traurig, wie viele Menschen einfach alles in die Landschaft schmeißen.

Ich kann nur sagen, wer es will, der kann tatsächlich unnützes Plastik sparen. Und wie es vielleicht noch leichter geht, das verrate ich dir morgen in meinem Lesezimmer…

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Wenn einer eine Reise tut {Samstagsplausch 33.16]

Wenn einer eine Reise tut,…

…dann kann er was erleben. Mein Monstermädchen und ich, hatten ein paar wirklich tolle Tage. Und wenn man eine Reise tut, dann sieht man auch eine Menge. Wir haben beide so endlos viele Fotos gemacht, auf unseren Wanderungen. Wir waren ja nur 5 Tage auf Reisen, trotzdem hatte ich das Gefühl, 3 Wochen unterwegs gewesen zu sein. Jeden Tag waren das Mädchen und ich in den Felsen unterwegs. Eine Reise, die sich für uns wirklich gelohnt hat, Völlig erholt habe ich mich in meinen Berufsalltag gestürzt. Aber wenn einer eine Reise tut, dann macht ihm der Stress, am Ende gar nichts aus.

Auf unserer Reise habe ich öfter über das Plastikthema bei Astrid und Silvia nachgedacht. Denn überall begegnet einem der Müll, der übrig bleibt. Auch dort, auf den Wegen, in den Bergen. Ich finde es erstaunlich, wie viele Menschen sich förmlich einen Dreck darum scheren, dass ihre Umwelt mit ihrem Abfall belastet wird. Ein Papiertaschentuch braucht bis zu 5 Jahre!. Gerade an der Bastei, wo die Busse hochfahren, da ist es besonders schlimm. Aber auch sonst habe ich mir meine Gedanken gemacht. Braucht es wirklich so viel Plastik? Naja, ich bin am 21. August mit meinem Beitrag dabei. Da kann ich ja noch etwas vor mich hindenken.

Gerade grüble ich über meine restliche Woche nach. Es ist nicht viel passiert. Ich habe ganz kurz die Eltern gesehen. Habe ein Geburtstagsgeschenk nachgereicht. Bin einige Kilometer mit dem Fahrrad für meinen Arbeitgeber geradelt. Und natürlich auch für mich. Einen kurzen Besuch habe ich bei meiner Lieblingswollfrau abgestattet. Außerdem juckt es mich in den Fingern, ein neues Strickbuch anzuschaffen. Da sind so schöne Anleitungen drin. Gut gegessen haben wir, zusammen mit sehr guten Freunden, diese Woche auch wieder. Und von meinem Pfirsichbäumchen, auf meinem Balkon, wurde ich mit 30 kleinen Pfirsichen beschenkt. So lecker und süß.

Wie sieht es bei dir aus? Hast du eine Reise in einem Buch unternommen? Oder dich auf eine magische Strickreise begeben? Auch Reisen in Gedanken zählt. Denn auch dabei kann man sich ganz wunderbar erholen.

Wenn du denkst, Abenteuer sind gefährlich, dann versuch’s mal mit Routine. Die ist tödlich.

(Paulo Coelho)

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Es geht nach Hause, 12von12 im August

Es geht nach Hause

Mein Handy hat mich erinnert! Es ist heute der 12. Da sammelt Draußen nur Kännchen 12 Bilder vom Tag. Wie passend dachte ich mir. Da hab ich ein bisschen was zu erzählen. Immerhin machen sich das Monstermädchen und ich heute auf den Weg nach Hause. Aus der sächsischen Schweiz nach Berlin, unserer geliebten Stadt, unser zu Hause.

Ich bin schon wieder viel zu früh wach! Habe auch gar nicht gut geschlafen. Die ganze Nacht scheine ich von Zecken und unserer Reise nach Hause geträumt zu haben. Völlig unruhig und durchgeschwitzt, werde ich wach.

Schnell sind die Koffer und Rucksäcke wieder zusammen gepackt und das Monstermädchen trinkt ihren Tee, während ich einen nicht so leckeren Instantkaffee genieße.

Eine kurze Verabschiedung von unserer Wirtin und schon sitzen wir in unserem kleinen Autochen.
Bevor wir nach Hause fahren, wollen wir aber noch etwas sehen. Denn wir waren nicht auf der Burg Königsstein. Alleine der Gedanke, dass wieder so viele Touristen da sein könnten, hat uns den Rückreisetag für die Burg reservieren lassen.

Wir hatten tatsächlich Glück, wir waren mit die Ersten. In die Burg sind wir nicht gegangen. 12 Euro Eintritt und wir haben keine Zeit, das passt nicht zusammen. Aber der Blick vom Fuß der Festung ist schon spektakulär. Das nächste Mal werden wir uns die Burg bestimmt anschauen..

Wir sind nach Pirna weiter gefahren. Das Wetter mag uns heute nicht besonders. Aber wir wollen ja auch heute nicht mehr wandern. Uns reicht ein schönes Frühstück und vielleicht ein Kaffee, der wirklich mal schmeckt.

Wir haben ein Café gefunden, das unsere Wünsche erfüllen kann. Das Frühstück, wir haben nur eine Portion bestellt. Das hätte für eine ganze Familie gereicht. Am Ende hat das Mädchen die Wurst so aufgegessen. Und der Kaffee war eine wahre Wohltat, nach 5 Tagen Spülwasserkaffee…

Nun aber ab nach Hause

Nach einem kurzen Rundgang durch die Pirnaer Gassen saßen wir wieder im Auto und fuhren nach Hause. Die Autobahn ist recht gut zu befahren. Der Verkehr hält sich in Grenzen. Das Mädchen hatte die Aufgabe dieses Bild im Tunnel unter Dresden für mich zu machen. Sie hat ein wenig mit dem Licht gespielt und wenn ich nicht so gewackelt hätte….

Das mit dem Verkehr ist so eine Sache. Nachdem ich mich noch so gefreut habe, gab es einen Stau an der Ausfahrt zum Spreewald. Wir haben die Ausfahrt genommen und sind über Land weiter gefahren. Kurz vor Berlin sind wir wieder auf die Autobahn gerutscht. Den Stau haben wir hinter uns gelassen. Siehst du den Berliner Bär auf dem Bild?

Unser geliebtes Berlin… Auf dem Weg haben wir die Großeltern in ihrem Garten besucht. Eine kurze Schnatterrunde und dann habe ich das Monstermädchen in ihrem eigenen zu Hause abgesetzt.

Ich brauche unbedingt mal was Frisches. Im Biomarkt habe ich noch etwas eingekauft. Milch, Quark, Salat… Und mich wieder über die Langsamkeit eines Biomarktmitarbeiters innerlich aufgeregt. Wird denen das eigentlich eingeimpft, alles mit purer Gelassenheit über den Scanner zu bewegen? Dabei sollte ich doch gerade jetzt die Ruhe selber sein, nach diesen schönen Tagen mit dem Monstermädchen.

Ahhh. Zu Hause! Die Katzen freuen sich und kommen sofort schmusern. Sie haben mich gar nicht vermisst. Der Kerl scheint sich besonders gut um sie gekümmert zu haben.

Meine Beute aus dem Biomarkt wurde zu einem leckeren Abendessen zusammen geworfen. Verfeinert mit den Kräutern und Tomaten von der Terrasse.

Bild Nummer 13! Ich wollte dem Kerl noch meine Bilder von der Reise zeigen und bin an der Technik gescheitert. Irgendwie stehe ich gerade auf dem Kriegsfuß mit der Technik.

Wie war dein 12er Tag im August. Hast du auch 12 Bilder gemacht? Ich finde es manchmal sehr schwer, und manchmal habe ich so viele Bilder, dass ich nicht weiß, welche ich zeigen soll.

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Wandertage {Samstagsplausch 32.19}

Wandertage mit Monstermädchen

Vor ein paar Wochen fragte mich mein Monstermädchen, wann wir mal wieder in den Bergen wandern gehen wollen. Österreich und die Schweiz sind von Berlin schon ein paar Kilometer entfernt, so kamen wir auf das nächstgelegene Gebirge, die sächsische Schweiz. Das Elbsandsteingebirge. Ein bisschen nach Pensionen gegoogelt und hurtig gebucht. Das Monstermädchen hatte sich für die freien Tage in meinem Dienstplan entschieden. Warum ich da allerdings frei hatte, hatte ich in diesem Moment ganz verdrängt.
Der eine Tag war für den Freund meines Kerls reserviert, der hatte da nämlich Geburtstag. Der nächste Tag war für das Mitarbeiterfest gesichert und der Samstag für die Freundin und ihren Sohn. Denn  sie hat Geburtstag und der Nachwuchskünstler wird genau an diesem Tag eingeschult. Also heute! Verdammt. Ich hatte alles dem Mädchen überlassen, weshalb meine eigentliche Planung vollkommen vergessen wurde. Reserviert ist reserviert…

Und nun machen wir jeden Tag Wandertage. Am Mittwoch sind wir angekommen und haben ein wenig die Gegend zu Fuß erkundet. Am Donnerstag sind wir auf und zwischen die Schrammsteine geklettert. Dabei ist eine sechsstündige Tour heraus gekommen. Und gestern sind wir nach Rathen gefahren, um auf die Bastei zu klettern. Ich hätte mich vorher mal schlau machen sollen. Die meisten Besucher der Bastei sind Menschen, die in ihrem Leben entweder noch keine Wanderschuhe anhatten oder denen Wandertage ein absolutes Fremdwort ist. Mit Schläppchen und Handtasche klettern die da rum.
Dabei gibt es dort einige schöne Stellen zu sehen. Bevor wir uns in das Getümmel gestürzt hatten, waren wir aber auf der anderen Seite der Elbe. Übergesetzt mit dem Fährboot, konnten wir unseren Wandertag starten. Zuerst hoch auf die Laasensteine und dann auf den Rauenstein. Mit dem Monstermädchen kann man so etwas machen. Auf dem Weg zu Bastei ging es wieder über die Elbe und dann wieder steil bergauf. Wandertage, die echt anstrengend sind.

Wandertage mit dem Monstermädchen

Wohin es heute geht? Wir sind noch am gucken. Ich habe mir extra für unsere Wandertage die Gebietskarte für meine Komoot-App heruntergeladen. Tolle Touren findet man da. Allerdings stürzt die App immer wieder ab und ich ärgere mich sehr, weil ich normalerweise danach die komplette Strecke noch einmal ansehen kann. Ärgerlich. Dafür haben das Monstermädchen und ich sooo viele Bilder gemacht, dass ich schon wieder ein Fotobuch zusammenstellen kann. Ein Buch über unsere Wandertage.

Magst du gerne Wandern? So richtig mit Rucksack und Co? Was ich übrigens noch sagen wollte, danke für deinen interessierten Kommentare, letzten Samstag. Mit meinen Wandertagen, habe ich mein Hamsterrad kurzfristig mal zum stehen gebracht.

Nichts bringt uns auf unserem Weg besser voran als eine Pause

(Elisabeth Barrett-Browning)

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Im Hamsterrad {Samstagsplausch 31.19}

Im Hamsterrad

Nun ist es wieder vorbei, das schöne Leben. Ich stecke wieder im Hamsterrad. Laufe meine Runden und hinterfrage noch nicht. Immerhin habe ich fast den ganzen Juli für mich gehabt. Ich muss wieder arbeiten, will ich damit sagen und habe mir auch schon gleich ein paar Nächte um die Ohren geschlagen. Die Situation in meinem Haus und auf meiner Abteilung wird nicht besser. Eher das Gegenteil ist der Fall. Jetzt habe ich es flüstern gehört, dass eine komplette Station kündigen möchte. Hört denn niemand unsere Hilfeschreie? Und wenn, dann nur um sich mit irgendwelchen lustigen, absurden Vorschlägen ins Rampenlicht zu stellen? Eigentlich wollte ich hier nie über meine Arbeit schreiben….

Auf Twitter verfolge ich einige Vögelchen, die aus meiner Berufssparte stammen. Sie zwitschern von ihren Erfahrungen in der Rettungsstelle, sind Ärzte und Pflegepersonal, arbeiten im Krankenhaus oder in Pflegeheimen. Alle schreiben von absurden Zuständen. Die Angehörigen verlangen unmögliches, obwohl das Personal alles gegeben hat. Menschen gehen in Rettungsstellen wegen Unzulänglichkeiten, die auch ein Hausarzt behandeln kann. Ich fasse es nicht, wenn ich auf einem Aufnahmeschein lesen muss, Patient hat seit 14 Tagen Magengrummeln.
Warum gehen diese Leute nicht zu ihrem Hausarzt? Die Antwort der Patienten ist genauso absurd: Sie müssen dort so lange auf einen Termin warten! Meistens in einem hübschen Wartezimmer mit den neusten Klatschblättern. Es ist dort ruhig und man ist spätestens nach 3 Stunden dran. In den Rettungsstellen ist es vielleicht spannender. Immerhin kommen dort stark alkoholisierte Menschen an und zeigen sich von nie gekannten Seiten. Oder die Feuerwehr mit einem spannenden Fall…

Ich wünsche mir die “motivierten Allesversprecher” manchmal auf meine Stelle. Wenn wir bei 35° C hin und her flitzen. Telefone bedienen und Angehörige, sowie Patienten glücklich machen. Dabei vollkommen unser eigenes Wohl vergessen. Die Toilette nur aufsuchen, wenn wir mit einer Überstunde Feierabend haben. Ich möchte sehen, wie diese Versprecher in schwitzen kommen. …Ich wollte hier nie über meine Arbeit schreiben! Mein Hamsterrad… Übrigens einen schönen Blog zu dem Thema findest du hier. Nicht, dass du nun glaubst, ich würde meinen Beruf nicht gerne ausführen. Das Gegenteil ist der Fall. Ich liebe meine Berufung, so wie diese Frau. Und wenn du dann noch nicht genug hast, dann solltest du noch hier her einen Blick werfen

Und sonst?

Ich arbeite mich durch meine liegengelassenen Strickprojekte, auch Ufo’s genannt. Eines nach dem anderen wird fertiggestellt. Ich will das Chaos auf meinem Sofa tilgen. Und ich freue mich über jedes Teilchen. Am Mittwoch habe ich meine neue Jacke fertig gemacht und das “Flieder im April-Tuch”, liegt inzwischen auch in den letzten Reihen. Ich habe wieder angefangen zu malen. Muss aber noch ein bisschen daran herum verbessern. Ich habe mich im Juli durch so einige Bücher gelesen. Die werde ich in meinem Lesezimmer so nach und nach vorstellen. Die Bücher im August sind online, kannst ja mal mitmachen und ich arbeite unter Hochdruck an meinem Beitrag zu #wenigerPlastikistmehr. Ach und mein verschobener 12tel Blick ist auch online

So, jetzt habe ich mich völlig ausgelassen und will dir die Bühne frei machen. Vielleicht willst du auch bei meinem Samstagsplausch etwas loswerden. Ich freue mich auf deine Beiträge und ich gehe in mein Hamsterrad zurück

„Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich.“

(Konrad Adenauer)

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Und obwohl ich heute nicht unbedingt von Sonntagsglück sprechen kann, füge ich mich dort mal ein

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