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Frohe Ostern 2018

Osterhasen

Habe ich dir schon einmal erzählt, dass ich Hasen ganz besonders mag? Ja, doch, ich mag sie sehr. Vielleicht, weil der Monsterjunge einen Kuschelhasen hatte, der so geliebt wurde, dass an vielen Stellen sein Fell schon nicht mehr vorhanden war. 
Magda zeigte mir Anfang des Monats eine Hasenanleitung, der ich nicht widerstehen konnte. Ich musste den Hoppler stricken. Die passende Wolle haben wir in einem Wollladen in Alt Treptow gefunden. Allerdings wollte ich mal etwas von meiner gut abgelagerten Angora- Wolle loswerden. Dafür eignete sich der Bauch des Hasen. Die Anleitung schreibt einen doppelten Faden mit der Drops Flora und Drops Alpaka vor. Natürlich musste ich wieder etwas Anders machen. (eben den Angorafaden)

Kurz nachdem ich den großen Hasen fertig hatte, erschien die Anleitung für den Bunny. Dass ich da noch weniger widerstehen konnte, kannst du dir sicherlich vorstellen. Schaut der nicht niedlich aus seinen großen Augen? Die Anleitung ist wie bei dem großen Hasen etwas kniffelig, aber mit etwas Hilfe und Übersetzungsgeschick, (die Anleitung ist auf englisch!) klapperten die Nadeln lustig vor sich hin. Die Hasen werden fast in einem Stück gestrickt. Ungefüllt, sehen sie fast wie abgezogene Hasenbalge aus. Aber wenn sie erst einmal mit Bastelwatte ausgestopft sind, laden sie gleich zum Knuddeln ein.
Ich denke, durch die Angorawolle hat mein großer Hase einen ziemlich dicken Hals bekommen. (Vielleicht ist er allergisch auf Angorahasen! Hihihi) Vielleicht macht er deshalb auch so ein Gesicht… Die Anleitung war für Nadelstärke 3,25 geschrieben. Ich habe eine 3,5 für den Großen und 3,0 für den Kleinen benutzt. Die Flora in Beige reichte für beide Hasen und mein angefangenes Angoraknäuel ist auch alle. (wie viele Meter da noch drauf waren, könnte ich nur schätzen)

Den Bunny habe ich mit einem Sockengarn und der beigen Flora gestrickt. Auch das Sockengarn war ein Rest, so dass ich nicht sagen kann, wie viel da verstrickt wurde. 

Passend vor Ostern sind die Hoppler fertig geworden. Mit einfacher Bastelwatte gefüllt und mit Matratzenstich verschlossen, machen die Beiden eine gute Figur. Vielleicht stricke ich glatt noch mal welche. Dann werde ich die Augen besser aus Wolle machen, denn als Kuschelhasen sollten sie nichts an sich haben, was ein Kleinkind verschlucken könnte. 

Ich such jetzt noch mein Osternest und gucke mal, ob es noch irgendwelche neuen Strickereien bei Maschenfein und bei Funny gibt. 

Samstagsplausch {13.18}

 

Karsamstag

Während du bestimmt gemütlich deinen Kaffee schlürfst, bin ich mal wieder arbeiten. Die ganzen Feiertage werde ich mich mit den Kollegen vergnügen. Am Sonntag werden die Monster zum Essen kommen. Früher, haben wir uns im Garten der Eltern getroffen und Ostereier suchen lassen. Die Mutter hatte immer einen riesen Spaß an den Enkeln. An den unmöglichsten Stellen hatte sie die Leckereien versteckt. Die Monster aber,  haben  immer alles gefunden.
Die vergangene Woche war furchtbar kalt. Nicht unbedingt draußen, dort regnete es ordentlich und manchmal stürmte es auch. In unserem Haus war es eisekalt. Die Heizung hatte den Geist aufgegeben. Anfangs war es gar nicht so schlimm, aber so nach und nach kühlten die Wände und Fußböden aus. Und damit auch wir. Eingewickelt in Decken und alle Kerzen, die wir entzündet hatten, konnten uns nicht aufwärmen. Einzig, unser Bett bot eine Alternative. Wie glücklich wir waren, als dann die Heizung wieder lief, dass muss ich dir bestimmt nicht sagen. Wie selbstverständlich man solch einen Luxus nimmt, wird einem dann erst bewusst.
Das Stricken habe ich bei der Kälte tatsächlich vor mir hergeschoben. Die Finger waren so kalt, dass ich lieber mit einem Buch und einer Tasse Tee eingemukkelt auf dem Sofa saß. Die Rezension zu meinem letzten Roman habe ich im Lesezimmer veröffentlicht. Und längst schon einen neuen Roman begonnen. Am Donnerstag war ich im Büro vom Kerl und habe den 12tel Blick fotografiert. Den zeige ich dir Morgen. Aber mein Bild, das ich für Andrea´s Eye-Poetry gemalt habe, ist fertig geworden.
Ich muss schon sagen, der letzte Plausch hatte eine mächtige Resonanz gehabt. So viele und lange Kommentare, hatte ich schon lange nicht mehr. Und dann, hat auch noch eine Krankenschwester einen offenen Brief an unseren neuen Gesundheitsminister Jens Spahn bei Facebook geschrieben. Sie spricht  spricht mir so sehr aus dem Herzen und wahrscheinlich noch vielen Anderen, aus der Pflege.
Jetzt wünsche ich dir einfach noch schöne Ostertage

Eye-Poetry #13 Astrid Lindgren

Diese Zeilen aus Ronja Räubertochter, können in Kreatives umgesetzt werden, wieder eine spannende Aufgabe. Andrea Holunder, sucht einmal im Monat einige Zeilen heraus, die anregen, inspirieren, herausfordern. 


„Eine Weile standen sie schweigend da und lauschten dem Zwitschern und Rauschen, dem Brausen und Singen und Plätschern in ihrem Wald. Alle Bäume und alle Wasser und alle grünen Büsche waren voller Leben, von überall erscholl das starke, wilde Lied des Frühlings. „Hier stehe ich und spüre, wie der Winter aus mir herausrinnt“, sagte Ronja. „Bald bin ich so leicht, dass ich fliegen kann.“
aus Astrid Lindgren: ‚Ronja Räubertochter‘

Meine Idee… Die hatte ich schon vor einem Jahr im Kopf. Der Gedanke stand und steht in meinem Bullett Journal und wurde von Woche zu Woche, Monat zu Monat weitergeschoben, bis Andrea ihre Aufgabe zu ihrem Eye-Poetry gestellt hatte. Ein paar Pinsel brauchte ich noch und machte einen Besuch in einem Künstlerbedarfmarkt. Ein gefährliches Pflaster. Meistens habe ich mehr im Arm, als ich eigentlich haben wollte. Dann musste ich mir nur noch die Staffelei aufstellen und den Pinsel schwingen. Und das ist dabei heraus gekommen. 

Ich dachte, das dieses Bild hinter unserem Bett einen Platz findet. Doch ich werde es mit zu meiner Arbeit nehmen und auf unserem Flur aufhängen. Da haben noch mehr Menschen etwas von meinem Blick über das Wasser und laden vielleicht dazu ein, selber einmal den Pinsel zu schwingen. 

Samstagsplausch {12.18}

Entspannt…

ich fühle mich jedenfalls entspannt. Obwohl die Arbeit nicht weniger wird, und die Kollegen der Reihe nach kündigen. Ich bin allerdings auch schon so lange dort, dass es sich für mich fast wie zerreißen anfühlt, wenn sich Eine nach der Anderen nach einem neuen Platz umsieht. Auch mir streunen solche Gedanken durch den Kopf. Aber, ob ich sie umsetze, ich weiß es noch nicht.
Die Kröte, die mich schon seit einiger Zeit bedrückt, schrumpft immer mehr. Und ich kann tatsächlich etwas entspannter gucken. Weshalb ich mich auch wieder mehr mit meinen Freundinnen treffe. Gestern war wieder ein ganz wunderbarer Tag. Meine Schlemmerstrickerinnen haben sich getroffen, und  wir haben fast einen ganzen Tag zusammen verbracht. Ach, „Isch liebe Dasss“. Dieses Gemeinsame, ist einfach unbezahlbar, mit Frauen, die so wunderbar sind.
Auch den Rest der Woche, habe ich nach der Arbeit und an meinen freien Tagen, genießen können. Für das Eye Poetry von Andrea, habe ich endlich meine Pinsel geschwungen. Nur fertig, bin ich noch nicht. Ich hoffe, dass ich heute, nach der Arbeit, weitermachen kann, um noch im Zeitrahmen zu bleiben. Vielleicht schaffe ich es dann auch nächste Woche endlich, Bilder von meinem neuen Tuch zu zeigen. Mir brennt es ja ein bisschen unter den Nägel, denn ich habe auch noch einen süßen Hasen genadelt.
Ansonsten warte ich darauf, endlich wieder draußen sein zu können. Draußen lesen, stricken und was weiß ich noch so alles. Apropro lesen! Hast du gesehen, ich habe eine neue Rezension eingestellt. Ein ganz wunderbares Buch.

Österliche Tulpen

Ostern, kommt

Ganz bestimmt. Meine Hasensammlung habe ich jedenfalls schon einmal aus den Kisten gekramt. Und weil „nur“ Hasen einfach langweilig sind, habe ich mir ein paar Zweige und französische Tulpen gekauft.
Die Zweige stammen von einem Kirschbaum und ich hoffe, das sie wirklich blühen. Ich hatte schon oft Zweige, die dann aber nicht geblüht haben. 

Findest du auch die französischen Tulpen so schön? Ich mag sie sehr. Gestern bin ich an einem Blumenladen vorbei gekommen, der hatte so herrliche Papageientulpen, fast hätte ich mir einen Strauß mitgenommen. Hätte! Ich hoffe, die bekomme ich auch noch nächste Woche. (Ja, ja, was man hat, das reicht einem nicht. Manchmal komme ich mir vor, wie des Fischers Fru, die mit nichts zufrieden war und am Ende wieder in ihrer ollen Holzkate leben musste!)

Ich bin sonst kein Orange-Fan. Trotzdem finde ich diese Tulpen einfach nur schön. Ihre Farbe ruft hoffentlich endlich den Frühling. Die Vase, in der meine Blumen stehen, habe ich auf der Straße gefunden. Sie stand dort, zum mitnehmen. Für solche Zweige, eignet sie sich hervorragend.
Die Zweige, habe ich mit meinen gefalteten Kranichen behangen. Auf Ostereier habe ich (noch) keine Lust. Im Moment jedenfalls noch nicht. Da müssen die Hasen ausreichen, um Ostern herbei zu rufen.

Hast du schon österlich geschmückt? Bestimmt. Ich bin ja immer eine der Letzten, der es auffällt, dass es schon so weit ist. Mal sehen, wer noch Ostern in der Vase stehen hat. Bei Holunderblütchen versammeln sich alle, die heute Blumen zeigen wollen.