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Alles auf Anfang oder doch lieber nicht? {1/2021}

Was eine Nacht am Ende des Jahres so ausmachen kann. Viele wünschen sich, dass alles auf Anfang gestellt wird. Macht das Sinn? Dann geht doch alles wie von vorne los? Sollten wir nicht besser daraus lernen, was wir über das Jahr erlebt haben?  Genauso diese ganzen guten Vorsätze. Warum nicht schon mitten im Jahr damit anfangen abzunehmen, mehr Sport zu treiben, das Rauchen aufzugeben oder den Alkohol in den Flaschen zu lassen? Das erschließt sich mir immer nicht ganz. Wie siehst du das?

Auf Anfang mag ich auch gar nicht haben! Denn wir haben so viele Fortschritte gemacht. Die würden ja alle flöten gehen. Dem Kerl geht es von Tag zu Tag besser. Wenn er dann noch ein paar Schritte macht, dann nehme ich ihn wieder mit nach Hause. Ja, wir haben das erste Mal seit über 30 Jahren alleine den Jahreswechsel gefeiert. Durch Corona, durfte ich nicht den Abend bei ihm verbringen. So haben wir schon am Nachmittag mit einer Piccolo angestoßen. Jeder ein Schlückchen aus einem Wasserglas.
Nicht, dass wir die Jahre vorher auf großen Partys unterwegs gewesen wären. Aber so ganz alleine, war schon sehr seltsam. Irgendwie eine komische Erfahrung. Dabei konnte er fast unser Haus sehen.

Um Mitternacht, hatten dann doch einige Menschen in unserer Umgebung noch ein paar Raketen und Böller in ihren Kellern gefunden (?) Ein Feuerwerk, das wirklich schön war. Es war sehr viel ruhiger als die Jahre vorher. Dabei wohnen wir in einer Gegend, da wird nicht so viel geballert.

Alles auf Anfang

So soll es auch mit dem Nadelgeplapper werden. Ich starte es noch einmal neu. Auf den Nadeln habe ich noch so einiges. Und doch habe ich auch  einiges fertig gestrickt, das ich dir 2021 zeigen werde.  Seit November stolperte mein Blog ein bisschen. Den 12tel Blick habe ich nicht zu Ende geführt. Dabei hatte ich noch zwei Themen, womit ich dir Kreuzberg näher bringen wollte. Gestern war ich immerhin an meinem 12tel Blick und habe die letzten Bilder gemacht. Nur für die Recherchen hatte und habe ich nicht den Nerv. Aber einen neuen Standort habe ich schon gefunden! Den hatte ich schon im Spätsommer entdeckt und werde dir dann hoffentlich einiges über Tiergarten berichten können.

Der Samstagsplausch war mir im Grunde das Wichtigste. Durch den vielen Zuspruch von meinen Leserinnen habe ich manchmal unter Tränen Oberwasser behalten. Ich danke dir dafür sehr. Es tat gut zu wissen, dass da ganz viele Daumen geholfen haben!
Jetzt hoffe ich, dass wir gestärkt da weiter machen, wo wir aufgehört haben. Jeden Tag einen kleinen Schritt und manchmal vielleicht auch einen Großen. Lasst uns den Fortschritt feiern!

Das Jahresende ist kein Ende und kein Anfang, sondern ein Weiterleben mit der Weisheit, die uns die Erfahrung gelehrt hat.

(Hal Borland)

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Ich habe die Linkparty zu früh geschlossen. Ich kann sie nicht mehr bearbeiten, deshalb die zweite Linkparty

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Voller Dankbarkeit {Samstagsplausch 52/20}

Ja das bin ich, voller Dankbarkeit, weil mein Kerl so gut versorgt wird. Die Letzte Woche war noch mal extrem anstrengend und ich hatte Tage, an denen ich wieder mit tränennassen Augen zu meinem Kerl unterwegs war. Aber immer wieder traf ich auf Menschen die mich entweder virtuell oder in echt in den Arm nahmen. Und dann kamen auch noch liebe Nachrichten, entweder mit der Post oder via Email. Und meistens fühlte ich mich nach den Umarmungen einfach nur noch gut.

Dankbarkeit

Der Kerl machte natürlich immer wieder zwei Schritte vor, um dann noch einmal ein kleines bisschen nach hinten zu treten. Doch seit dem Heiligen Abend geht es mit größeren Schritten vorwärts. Er durfte die Intensivstation verlassen. Noch ein bisschen mehr Dankbarkeit würde ich empfinden, wenn ich ihn endlich wieder bei uns zu Hause hätte. Vielleicht muss ich auch nicht mehr so lange darauf warten, weil sich der Kerl Mühe gibt.

Mein Monstermädchen hat die Feiertage bei mir übernachtet, so war ich auch nicht alleine und auch der Monsterjunge war am Heiligen Abend bei uns. Wir haben uns ein kleines Weihnachtsfest gemacht. Den Kerl haben wir uns als Videogast dazu geholt. Auch mal eine andere Erfahrung. Was habe ich für tolle Monster!
Von unserem Festmahl habe ich ihm dann gestern eine Portion vorbei gebracht. Ach war das schön, als ich mit ihm schon wieder richtig reden konnte, so von Angesicht zu Angesicht. Danach habe ich die Schwiegermutter zu einem ausgedehnten Spaziergang getroffen. Auch eine neue Weihnachtserfahrung. Denn sonst lümmeln wir am ersten Feiertag zu Hause herum und machen einfach gar nichts. So waren wir Beide, die SchwieMu wie auch ich, dankbar über unsere Erfahrungen zu sprechen.

Weihnachten dieses Jahr war sowieso sehr seltsam. So viele Geschenke habe ich nur online bestellt. Das habe ich noch nie gemacht. Das Einkaufen der Lebensmittel, verlief auch so entspannt wie nie. Die Menschen in meinem Bezirk sind recht zurückhaltend. Aber Abstand halten bleibt ein Problem. Vor allem junge Menschen sehen es nicht ein, wenn man zu dritt neben einander läuft, einem einzelnen Spaziergänger Platz zu machen. Dabei sollten auch sie Dankbarkeit verspüren, das sie noch Gesund sind… (ich habe besseres zu tun, als mich aufzuregen!)

Ich weiß, auch bei dir waren diese Weihnachten seltsam und anders. Aber wir können wirklich Dankbar sein, denn im Grunde geht es uns gut. Ein Dach über dem Kopf, fleißendes Wasser und meistens funktioniert auch unsere Heizung.

Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.

(Francis Bacon)

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Vor und Zurück {Samstagsplausch 51/20}

Jeden Tag geht mein Leben zwei Schritte vor und dann wieder zurück. Wie sehr man sich doch an einen Menschen binden kann! Wenn er dann fehlt, merkt man erst, wie wichtig er einem ist. Was sich in dem Krankenhaus, das gerade zu meinem Mittelpunkt geworden ist, abspielt, dass wissen nur ausgesuchte Leute und dabei wird es auch bleiben. Ich kann nur sagen, es geht zwei Schritte vor und einen zurück.

Ich hatte die Kommentarfunktion für den letzten Samstag abgeschaltet, weil ich mich nicht in der Lage sah zu Antworten. Auf manchen Blogs habe ich gelesen und bedanke mich für die lieben Grüße, die mich dann doch mit Umwegen, manche über Magdas Blog, erreicht haben. Manch eine Leserin hat mir auch eine Email geschrieben. Aber auch da war ich nicht dazu in der Lage zu antworten. In meiner Brust sitzt ein dicker Knoten, der sich nur manchmal löst, wenn ich mit den besonderen Freundinnen telefoniere. Ich habe auch Post bekommen. Auch dafür, herzlichen Dank.

Um mich abzulenken, habe ich mich auf die Rezension zu dem schönen Himalaya-Strickbuch gestürzt. Und weil ich nicht viel schlafe, vier Stunden müssen wohl ausreichend sein, sagt mein Kopf, lese ich einfachste Literatur. Im Moment habe ich das neue Buch von Rachel Joyce vor der Nase. Das lenkt so herrlich ab. Liegt vielleicht auch daran, dass ich schwarzen und sarkastischen Humor schon immer mochte. So wie die Bücher von Tom Sharp. Wenn ich dann bis zum Mittag gelesen habe, laufe ich ins Krankenhaus. Den Kerl besuchen und hoffen, es ging heute wieder vorwärts und nicht zurück.

Am Abend, wenn die Familie telefonisch mit den neusten Informationen vom Tag gefüttert wurde, setze ich mich, mit dem zu strickenden Kolding (Bilder findest du bei Instagram), vor den Fernseher und schaue mir alle Folgen von Star Wars an! Solange der Kerl nicht da ist, kann ich mir dieses Spektakel reinziehen. Nachrichten schalte ich derzeit ganz ab. Es ärgert mich nur immer wieder, wenn da von Demos und Ich-will-meine-Maske-nicht-tragen, geredet wird. Auch auf meiner Station stecken sich die Kollegen immer öfter an. Ich frage mich wie lange das noch gut geht, wenn am Ende keine Schwestern mehr da sind, die Kranken zu pflegen!

Du siehst also, mein Tag, meine Woche ist eher trostlos und manchmal mit kleineren Vors gespickt. Die Zurücks würde ich gerne löschen…

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Verborgene Muster des Himalaya

Wer mich näher kennt, der weiß, dass ich die asiatischen Länder immer schon gerne bereist habe. Den Himalaya habe ich noch nicht abhaken können, würde es aber gerne mal, aus dem Flugzeug aussteigen und schon von der Landebahn aus die Achttausender bestaunen können. Nicht das sich die Ambitionen hätte einen dieser Wunder zu besteigen. Maximal bis an die Schneegrenze, darüber hinaus, bin ich wahrscheinlich schon nicht mehr in der Lage.

Was hat das nun mit dem Buch zu tun, das ich dir heute vorstellen möchte? Ganz einfach, ich teile meine Sehnsucht nach Bhutan und dem Himalaya mit der Designerin Annette Danielsen. Schon auf den ersten Seiten ihres Buches Verborgene Muster des Himalaya, schreibt sie davon, wie sie in Bhutan ankam und staunte. Sie berichtet davon, dass in dem asiatischen Land der Fortschritt des Landes in Bruttonationalglück gemessen wird. Also wieviel Bruttoglück hat man in seinem Leben? Wenn man dieses Buch in die Hand nimmt, dann nimmt das Bruttoglück auf jeden Fall zu.

Schon die Bilder in dem Buch machen Freude. Annette Danielsen verknüpft ihre entworfenen Strickstücke mit Dingen, die sie in Bhutan gesehen und fotografiert hat. Da gibt es die Butterlampe, den Donnerdrachen, die Gebetsfahnen (…) und noch weiter schicke Muster, die alle sehr stricktauglich aussehen. Insgesamt sind es 17 Muster für Jacken und Pullover, die alle an die Reise der Designerin erinnern.

Nehmen wir uns doch einfach mal ein Muster vor: Gute Gedanken (Gode Tanker) wäre wohl auch ein Muster, das ich mir bestimmt stricken würde. Dieser Pullover ist nach den Tonsteinen, den Chacha entworfen. Diese Steine gehen nach oben hin Kegelförmig zusammen und haben eine symmetrisches Muster. Dieser Pullover wird also von oben nach unten gestrickt. Die Passe besticht durch ein Zopfmuster, dass gleichzeitig die Zunahmen sind. Die Anleitung scheint gut erklärt zu sein. Aber man muss schon etwas Erfahrung haben um die Strickanleitung lesen und umsetzten zu können. Wie gut die Erklärungen allerdings wirklich sind, dass muss ich irgendwann selber einmal ausprobieren.

Was dem Buch völlig fehlt, was ich aber auch gar nicht schlimm finde, sind die Grundlagen des Strickens. Wer sich ein solches Buch kauft, sollte stricken können. Um stricken zu lernen gibt es genügend Bücher für Anfänger. Die 17 Anleitungen und Bilder aus dem Himalaya nehmen genügend Raum ein um 148 Seiten zu füllen.
Auf der letzten Seite sind dann noch einmal die Abkürzungen übersetzt. Alles andere findet man bei dem jeweiligen Muster.

Ich finde Verborgene Muster des Himalaya, ist ein prima Geschenk für Strickerinnen die sich mit den Grundlagen des Strickens auskennen und Freude an schönen Bildern haben. Aber auch einfach, weil die Muster von Annette Danielsen gut durchdacht scheinen. Immerhin ist die Designerin kein Neuling auf dem Gebiet. Auf Ravelry findet man die Dänin seit 2008. Ihr Portfolio ist reichlich bestückt.

ISBN 978-3-7843-5664-8
EAN 9783784356648
Seiten 148
Format Hardcover
Verlag Landwirtschaftsverlag

Aus dem Landwirtschaftsverlag, stammt übrigens auch das Buch Coffeehouse Knits, das ich im Oktober schon rezensiert habe. Auch da fand ich die Bilder und Geschichten drum herum sehr ansprechend.

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Wie selbstverständlich … {Samstagsplausch 50/20}

Wie selbstverständlich wir das Leben nehmen. So ohne sich darüber zu freuen, das es uns gibt. Ohne zu merken, wie wir ein- und ausatmen, wie unsere Herzen so selbstverständlich schlagen, gehen wir durchs Leben. Dabei müsste man doch dankbar sein, dass es einem so gut geht. Das wir uns bewegen können. Das wir frei denken dürfen und reden, wie einem der Schnabel gewachsen ist. Nicht jeder hat dieses Glück…

Du merkst schon, ich bin ziemlich nah am Wasser gebaut, denn mir geht es gar nicht gut. Ich habe meinen Kerl letztes Wochenende ins Krankenhaus gebracht und hoffe nun sehr, dass er bald wieder von der Intensivstation kommt und ich ihn mal wieder richtig in den Arm nehmen kann. Ich werde diesen Samstagsplausch nicht mehr dazu sagen und vergrabe mich wieder in meine Höhle.

Das Leben ist viel zu kostbar, als dass wir es entwerten dürften, indem wir es leer und hohl, ohne Sinn, ohne Liebe und letztlich ohne Hoffnung verstreichen lassen.

(Václav Havel)

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Nachtrag von Magda als IT Admin: Bitte habt Verständnis, dass die Kommentarfunktion deaktiviert ist. Es handelt sich hier nicht um einen technischen Fehler, sondern eine bewusste Entscheidung von Andrea.

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