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Ach du liebes Lieschen {Samstagsplausch 4.19}

Ach du liebes Lieschen

Das hat mein Großvater immer gesagt. Manchmal fällt mir dieser Satz einfach ein. Gerade vorgestern dachte ich diesen Satz sehr laut. Ich strickte gerade an dem Norweger Pulli, als mir auffiel, wie riesig der werden wird. Kastenförmig, wie sie in den Achtziger Jahren so typisch waren. Der Ärmelumfang belief sich auf 90 cm! Das ist schon richtig weit… Man könnte auch Fledermausärmel dazu sagen. Ich habe einige Zeit mit mir gehadert (auch so ein schönes altes Wort), ob ich nun doch wieder ribbeln soll oder nicht. Ich habe mich für Letzeres entschieden, und ach du liebes Lieschen, alles wieder aufgeräufelt. Gestern Abend, habe ich den zweiten Ärmel auf die richtige Länge gebracht und stricke nun einen Isländer mit Norwegischen Akzenten. Demnächst mehr.

Ach du liebes Lieschen, die Zweite

Kann ich nur sagen, weil eine Freundin richtige Probleme hatte, ihren Junior in der Kita abzuliefern. Der hatte nämlich eine Rotznase. Und eine Rotznase gehört ins Bett, oder zumindest nach Hause in die fürsorglichen Hände der Mutter (oder des Vaters). Damit das Monsterchen dann wieder in die Kita kann, nachdem die Rotznase abgeklungen ist, verlangen die Erzieher eine Gesundschreibung. Dazu gehe man am besten zu seinem Kinderarzt, bezahlt einen Obolus und nimmt dafür einen schwerwiegenden Durchfallerreger mit nach Hause! Ich weiß nicht, ob das der Sinn sein kann. Ich denke, dass man als Mutter sehr wohl entscheiden kann, ob das Kindchen wieder fit genug zum Spielen ist. Auf solche Mitbringsel vom Kinderarzt, mag man doch gerne verzichten. Obendrein behaupteten die Erzieher, sich in Medizin aus zu kennen und unterstelltem dem jungen Herren einen Stickhusten. (Womit wir wieder bei alten Wörtern wären. Das ist eine veraltete Bezeichnung für Keuchhusten, den das Kerlchen ganz sicher nicht hatte!)

Noch mehr Lieschen?

Ich habe nicht viel erlebt, diese Woche. Der Kerl hatte sich zwar Urlaub genommen, passend zu meinem, aber irgendwie haben wir nicht viel gemeinsam gemacht. Ein gemeinsames Projekt, war ein Katzenkratzbaum. Ein paar Stücke einer Birke und drei Bretter sind die Hauptakteure in diesem Schauerspiel (Eigenkreation). Normalerweise, würden wir das Ding innerhalb von 2-3 Stunden zusammenzimmern. Aber dieses Bäumchen hatte so seinen eigenen Kopf. So steht es nun und weigert sich das zu tun, wofür wir es erkoren haben.
Dafür hatte ich wieder einige Stricktreffen und nette Gespräche. Das Strickbeutelchen ist leider noch nicht bei der Besitzerin angekommen. Ich hoffe, es demnächst los zu werden. Vielleicht mache ich das heute noch schnell. Begeistert bin ich von dem Bienenbuch und fertig gelesen habe ich Sungs Laden. Ich würde mich übrigens sehr freuen, wenn ihr mich ein bisschen bei den Januarbüchern unterstützen könntet.
Nun übergebe ich dir den Stab und hoffe, du musstest nicht ebenfalls dauernd “Ach du liebes Lieschen!” ausrufen.


3+

Stoffverwertung, ein Geschenk für die Freundin

Stoffverwertung, Nachhaltigkeit …

Tatsächlich, bin ich ein Messi. Ein aufgeräumter Messi. (Gibt es sowas?) Mein Kerl behauptet jedenfalls immer, dass ich nichts wegschmeißen kann. Ja, damit hat er Recht. Alte Kleidung, mag ich zum Beispiel gar nicht entsorgen. Ich sammle sie und versuche schöne Dinge daraus zu machen. Eine Stoffverwertung! So habe ich aus einem Stoff, den ich mal geschenkt bekommen habe, einem Rest von einem schicken Kleid und einer Hose, die mein Kerl aussortiert hat, diesen Strickbeutel genäht.

Meine beste Freundin hatte Geburtstag. Aber was soll man denn immer den Menschen schenken, die schon alles haben. Sie staunt immer über meine Stricksachen und fragt mich ein Loch in den Bauch, wie man das strickt und wie man jenes stickt. Sie hatte mich nach einer Strickanleitung gefragt, die ich ihr gerne gab. Einen RvO will sie sich stricken. Und da dachte ich mir, sie hat keinen Strickbeutel, den sie auf große Fahrt mitnehmen kann. Sie sitzt jetzt wohl immer, als Beifahrerin und strickt.

Ich habe schon einige Strickbeutel genäht und es geht mir immer besser von der Hand. Diesem hier habe ich eine schönere Trageschlaufe verpasst. Mir gefallen die Strickbeutel von Kaepseles (Werbung!) und so arbeite ich mich da langsam heran. Die Tasche hat zwei kleine Taschen innen. Das kann man seine Anleitung, und Zubehör unterbringen. In der schmalen Tasche findet ein Kugelschreiber oder Stricknadeln Platz.

Außen habe ich eine Pobackentasche aufgenäht. Da kann man auch noch eine Kleinigkeit unterbringen. Verschlossen wird der Beutel mit einem Zugband. so kann sich keine Wolle verhakeln. Ich mag immer keine Reißverschlüsse an den Projektbeuteln.

Der Beutel ist groß genug, um einen Pullover darin unter zu bringen. Ich hoffe, er macht der Freundin Lust auf mehr. Und vielleicht, wird sie genauso süchtig nach mehr…
Da ich nun einen Menge “Reste” verarbeitet habe, verlinke ich diesen Post bei Marions Restefest

4+

Mein Strickwahn {Samstagsplausch 3.19}

Mein Strickwahn, oder wie ich fast die Übersicht verloren habe

Ich stecke im Strickwahn. Ich stricke derzeit sehr viel und habe fast den Überblick verloren, Aber nur fast.  Denn ich habe ja den Strickplaner von Marion zu Weihnachten bekommen. Da kann ich mir alle Details zu meinen Werken notieren, welche Wolle ich benutzt habe und benutzen möchte, welche Internetseiten spannend sind, was ich mir noch so ausdenke, und und und. Wirklich praktisch. Der einzige Nachteil dieses hervorragenden Kalenders, er ist mir zu groß! Im Prinzip, liegt er mir im Weg herum. Und weil ich ihn wirklich benutzen möchte, kam mir eine Idee. Meine Monster haben mir zum Geburtstag eine tolle Buchhülle genäht. Allerdings passte da kein handelsüblicher Kalender hinein. Da könnte man sich doch einfach ein paar lose Ordnerringe besorgen, 2 Pappen auf die richtige Größe zurechtschneiden und den Strickplaner in die schöne Buchhülle integrieren. Gesagt getan, Voila. Ich bin glücklich!

Jetzt kann ich meine Projekte sinnvoll sortieren und habe immer ein schönes Buch vor mir. Wie gesagt, ich habe eine Menge zu stricken. Fast immer, klappern die Nadeln und weil alleine Stricken nicht immer Spaß macht, treffe ich mich mit Freundinnen. Meine Werke wachsen. Das Geheimprojekt ist schon richtig groß. Der Norweger hat seinen ersten Arm und der Kragen muss noch dran. Pulli Selma bekommt gerade das Vorderteil und die Naima habe ich angeschlagen.
Ich habe auch ein bisschen gelesen. In nur zwei Tagen habe ich Sungs Laden ausgelesen. Das Buch Truly Madly Guilty brauchte erst etwas Schwung, Aber auch das habe ich fertig gelesen. Vorgestern habe ich die Geschichte der Bienen begonnen. Aber ob ich dieses Wochenende zum Lesen komme, das weiß ich noch nicht. Genau genommen, habe ich gar keinen Wochenendplan. Wie sieht es bei dir aus? Was machst du an diesem Wochenende?


6+

Stadtgespräche an der Currywurstbude

Neulich an dem Currywurstbude

Ich halte nicht oft an so einem Laden. Die Wurst steht schon lange nicht mehr auf meinem Speiseplan. Aber gestern, hatte ich Appetit auf Pommes und die schmecken aus der Friteuse einfach besser. Was macht es dann, sich bei der Currywurstbude eine Portion zu gönnen.

Ich stelle mich lieber vor den Laden, Fettgeruch mag ich nicht an mir haben. Zwei Typen, älterer Jahrgang, stehen ebenfalls vor der Tür und warten auf den Freund, der sich gerade Currywurst extrascharf bestellt hat. Nicht lange und er kommt mit seiner großen Schale heraus und stellt sich zu seinen Kumpels. “Ditt sieht aba janich so schaf aus!“ meinte der Eine. Der Wurstesser hält dagegen “Ditt kann man doch och nich sehn… Ditt iss schon ächt schaf…Schwiejermutter würde ditt nich mehr essen“ . “Ick hab zu Hause richtich watt Schafet. Ditt kann ick ja ma mitbringen. Denn könn wa ma kiecken, watt du wirklich ausshällst!” tönt der Dritte.

“Ick wees ja nich, watt ihr als schaf vasteht, aber ick war schon uff so nem Fest, da habn wir uns durch so ne Steijerung jefressen. Immer noch eens druff. Am Ende, wahn wa bei 100 000 Scoville. Iss ja nich so, ditt diss schlümm wäre, wennde ditt gleich zu Anfang jejessen hättest. Die Steijerung hatt diss jemacht…” “Hier ditt ist schon schaf jenucht!” Sagte der Wurstesser. In dem Moment geht eine Junge Frau an den Mittelaltermännern vorbei und dreht sich um, um die Drei anzugucken, wer sie da als scharf bezeichnet hätte.

Die Drei merken es noch nicht mal. Die Frau geht weiter und schüttelt den Kopf. So kann man auch etwas falsch verstehen. Wahrscheinlich fühlte sie sich angegraben, dabei wusste sie doch gar nicht, um was es ging. So kann´s gehen…

Die Drei debattierten noch ein Weilchen um ein gemeinsames Essen und zogen dann auch bald von dannen. Entweder war die Wurst wirklich nicht so scharf, oder der Wurstesser ist hart im Training, was scharfes Essen angeht. Denn so schnell wie der seine Mahlzeit verputzt hat, so schnell konnte ich meine Pommes nicht aufessen. Ich glaube, ich stelle mich demnächst öfter an die Bude. Das ist lustig.

Isst du scharfes Essen gerne? Ich ja. Der Kerl und ich haben einen Lieblingsthailänder, den wir schon seit ewigen Zeiten besuchen. Ich bestelle mir dann immer Massaman Curry (Ich habe hier ein tolles Rezept dazu gefunden) Und ich brauche schon gar nicht mehr dazu sagen, dass ich es originalscharf haben möchte. Der Kerl guckt immer ungläubig, wie viele Chilis darin schwimmen. Aber mir schmeckt es.

Freitagsblumen

Meine Blumen sind noch von letzter Woche. Aber ich wollte sie dir trotzdem zeigen. Ich habe sie von einer lieben Freundin geschenkt bekommen. Ich verlinke sie wieder bei Helgas Holunderblütchen. Hab ich schon mal gesagt, Amaryllis geht bei mir immer?

2+

Gemächlich {Samstagsplausch 2.19}

Gemächlich

Ist das nicht ein schönes Wort? Ich mag alte Wörter. Du auch? Es verschwinden so viele Wörter in der “modernen” Zeit. ich weiß, das war schon immer so. Es tauchen ja auch immer wieder neue Wörter auf, mit denen viele “Alte” nichts mehr anfangen können. Gibt es das Wort Gemächlich noch? Gemächlich genieße ich fast, wenn ich es höre. Setze mich in Gedanken auf einen gemütlichen Platz und verweile… Hach, merkst du, wie es ruhiger wird…

Gemächlich,

konnte man meine Woche betiteln. Das vergangene Wochenende war nicht ganz so gemächlich, weil ich mir einen Keim eingefangen habe, der meinen Darm dazu brachte, sich …ach was soll ich sagen. So war ich am Montag krank und blieb lieber den Kollegen fern, damit es sie nicht auch erwischt.
Dafür ging es am Dienstag schon besser und ich konnte eine Arbeit erledigen, die ich etwas vor mir hergeschoben habe. Prompt, bekam ich die passende Einladung zu meiner weggeschobenen Arbeit. Als hätte sie es geahnt, schrieb die beste Freundin von einem besonderen Treffen. Ich war ja nun gerüstet und versprach, dass ich heute, am Samstag gerne zu ihr kommen werde.

Und was war sonst noch so gemächlich?

Meine Strickereien! Ich habe eine Menge gestrickt. Aber ich komme nicht vorwärts. So zumindest mein Gefühl. Der Norweger hat die Maße eines achtziger Jahre Pullovers. Der ist riesig. Es fehlen im Grunde nur die Schulterpolster. Ich glaube, da muss ich mit dem späteren Besitzer noch einmal reden. Mein rosafarbener Selma Pullover wächst auch nur bedingt. Und ich habe mir neue Arbeiten eingekauft. Einerseits hat mir eine Freundin die Anleitung für eine ganz bezaubernde Jacke geschenkt, für die ich mir tatsächlich mal über das Internet Wolle gekauft habe und andererseits habe ich ein Geheimprojekt. Meine Wollablage, auf und neben meinem Sofa, nimmt bedenkliche Ausmaße an. Nur gut, dass ich von Marion so einen tollen Strickplaner geschenkt bekommen habe. Da kann ich wenigstens auf dem Papier Ordnung machen. (Der Kerl rollte gerade mit den Augen, ich habe es genau gesehen!)

So, was machst du heute so gemächliches? Machst du auch beim 12von12 mit? Ich werde mal sehen, ob ich meine 12 Bilder zusammen bekomme. Außerdem brauche ich noch eine Inspiration für Andrea’s Monatsmotto. Hast du dazu schon eine Idee? Aber jetzt erst einmal einen Kaffee…


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