Seite auswählen

Der September-Blick über den Breitscheidplatz

Der 12tel Blick September

Dieses mal schaffe ich es pünktlich zum Monatsende, meinen 12tel Blick September, zu veröffentlichen. Die Stadt baut mal wieder einen Markt um die Gedächtniskirche auf. Nachdem das Kulinarische vom letzten Monat, verschwunden ist, bereiten wir uns auf die Feierlichkeiten zum 3. Oktober vor. Was die Händler allerdings zum Freiheitstag anbieten wollen ist mir schleierhaft. “Freiheitsknödel”, “Tag-der-Einheits-Bier” oder vielleicht Zuckerwatte “Liberty”? Ich kann es nicht sagen, denn mir graust es über solche Märkte zu gehen. Aber dafür hat sich schon wieder etwas verändert, im September.

Die Vegetation beschließt wohl den Herbst einzuläuten. Die Bäume haben dieses Jahr in unserer Stadt wirklich wenig Wasser gesehen. Die Bäume auf dem Breitscheidplatz hatten es da fast noch gut, weil sie gegossen wurden. Der Platz ist vollständig versiegelt, selbst wenn es regnen würde, kommt kaum Wasser an ihre Wurzeln. Ich stelle mir den Platz gerade als einen Acker vor…Wie das stauben würde, wenn die ganzen Menschen hier lang schlurfen.

Aus dem Fenster geschaut

Beim fotografieren, sehe ich unten rechts ein komisches Gebilde. Was haben sich die Veranstalter denn da wieder einfallen lassen? Ich kann es nicht so genau erkennen und schaue mir es gleich mal aus der Nähe an. Ein wenig wundere ich mich darüber, das die Sicherheitsmaßnahmen etwas laxer genommen werden. Sonst stehen dicke Poller, Betonklötze im Weg. Oder haben die Aufsteller sich Neues ausgedacht. Mir bleibt wohl nichts anderes übrig, als unten eine Runde zu drehen.

#FreiheitBerlin soll das heißen. Ich musste es googlen. Irgendwie ist diese Ideenkampngne, an mir vorbei gegangen. Liegt vielleicht daran, das ich die einschlägigen Zeitungen nicht lese. Da hätte ich mal den Vater fragen sollen. Allerdings wundert es mich, das der nicht über die Geldverschwendung gemeckert hat…

Ich bekomme kaum einen Blick auf die Installation. Ständig stehen Berlinbesucher vor dem Schriftzug, der von verschiedenen Künstlern bearbeitet wurde. Jedesmal, wenn ich denke, jetzt kann ich auch mal, stehen wieder irgendwelche Gruppen davor und machen Faxen.

Dann versuche ich es eben von der Seite. Da bekomme ich auch einen bessern Blick auf den Schriftzug. Aus der Nähe gesehen machen die Buchstaben eine bessere Figur. Das 25-Meter-Teil, stand eigentlich am Hauptbahnhof. und bedeutet:

“Mit dieser Aktion setzt Berlin ein kreatives Zeichen für Weltoffenheit und Toleranz”

Am Bahnhof, wurde es von vielen Ankommenden bewundert. Unter dem Hashtag FreiheitBerlin konnte/kann man seine persönliche Freiheit bei Twitter posten. (Ist mir auch durch die Lappen gegangen)

Beim nächsten Blick, grabe ich wieder etwas Historisches aus. Mal sehen was ich so finden kann. Aber vielleicht hat die Stadt auch wieder einen Grund zu feiern. Lassen wir uns doch einfach überraschen. Machst du auch beim 12tel Blick mit?

0

Samstagsplausch {39.18}

Am Anfang stand ein Apfelstrudel

Kaffee mit Maus

Ich hatte ein paar Tage Urlaub und hatte mir eine Menge schöner Termine in diese Woche gelegt. Ausnahmsweise, haben die Schlemmerstrickerinnen sich am Montag getroffen. Der Tisch war reichlich gedeckt. Ich hatte einen Apfelstrudel gemacht. Die Äpfel extra aus dem Garten geholt. Vanilleeis, -soße und Sahne…hmm. Ich liebe Apfelstrudel. Selber gemacht, einfach unschlagbar. Montag treffen, ist schon in Ordnung, schöner ist es aber, wenn man sich zum Wochenende trifft, da sind wir etwas entspannter. Trotzdem war es wieder ein tolles Miteinander.

Am Dienstag habe ich mich mit Freundinnen getroffen. Beide sind frische Mamis. Babys knuddeln, ist immer wieder schön. Praktisch war es, dass wir uns im Friedrichshain getroffen haben. Auf der anderen Seite vom Park ist Stoff und Stil. Da musste ich unbedingt noch einmal hin. Meine Schwester hat Geburtstag und ich wollte ihr eine Tasche nähen. Im Kopf hatte ich sie schon fertig. Nur in Wirklichkeit, war es noch ein ganzes Stück davon entfernt. Die nächsten Tage, habe ich mich dann an meiner Nähmaschine vergnügt. Alleine das Zuschneiden… Aber davon demnächst mehr.  Am Abend, habe ich mich mit anderen Strickerinnen getroffen. Auch an diesem Abend wurde ich auf’s köstlichste verköstigt.

Die Tasche ist jedenfalls am Freitag komplett gewesen und ich konnte mich wieder mit anderen schönen Dingen beschäftigen. Ich habe mir ein neues Strickbüchlein gekauft. Laine, kennst du das? Diesen Herbst, gibt es ganz viele tolle Strickzeitungen, mit unglaublich vielen tollen Ideen. Ich bin im Moment völlig überfordert, was ich als nächstes stricken soll. Der Pulli ist auch bald fertig und das Chillipepperding, wartet noch auf die Ärmel. Außerdem habe ich ein paar Socken angenadelt.

Zum Lesen bin ich auch erst am Abend gekommen und meistens sind es aber nur ein paar Seiten gewesen. Ich habe ein paar neue Bücher. Zwei ganz wunderbare Bücher. Mehr dazu aber demnächst im Lesezimmer.

0

Vor einem großen Haus in Kreuzberg [Stadtgeschichten}

Kreuzberg, war nicht immer so hübsch

Ich bin dort aufgewachsen. In Kreuzberg. In Westberlin. Damals als ich als Kind durch  die Straßen lief, sah man überall nur graue, braune und schmutzige Fassaden. Die Wände hatten noch Einschußlöcher und wir Kinder spielten auf der Straße, denn Spielplätze, wie man sie heute so vielfältig findet, waren nicht oder kaum vorhanden. Für uns war es normal, auf der Straße mit dem Ball zu spielen und in den Gruben, die die Straßenbauer aushoben. Oder eben auf dem ausgehobenen Sand. Manchmal kam ein Erwachsener vorbei und blubberte uns an. “Ey, ditt iss aba nich zum spielen jedacht!. Jeht ma irjendwo wo anners hin.!” Alles war irgendwie gelassener. Aber ich drifte ab. Ich wollte dir eine Geschichte aus meiner Stadt, aus Kreuzberg erzählen.,,

Auf der Terrasse im Sonnenschein

Stadtgeschichten

Ich komme gerade aus einem großen “Neubau” direkt am Wasser gelegen. Der Landwehrkanal führt direkt daran vorbei. Immer ist vor diesem Gebäude eine Menge los. Es strömen viele Besucher in und aus dem Gebäude und nicht jeder von den Besuchern, scheint der deutschen Sprache mächtig zu sein. Ein älteres Pärchen sieht sehr suchend aus. Sie begucken das Gebäude sehr genau und sind sich nicht schlüssig. Ich höre sie miteinander reden…

“Kiek ma, ditt hat zwe Einjänge. Da wees man widda nich wo man hin soll.” “Und keen Schild irjendwo!” Ich war schon auf dem Weg zu den Beiden, um zu helfen, da sah ich schon eine Frau auf die Alten zugehen. Sicherlich war es eine Frau, mit denen die Beiden im Leben nicht geredet hätten. Sie war vollkommen in Schwarz gekleidet, mit einem langen Kopftuch, ebenfalls aus schwarzem Stoff. Und nein, es war keine Nonne. Sie stand vor dem Pärchen und fragte sie höflich ob sie ihnen helfen könne. Sie ist öfter hier und kennt sich aus. Die Berliner starren sie völlig verwirrt an. Wahrscheinlich haben sie nicht damit gerechnet das ausgerechnet eine “solche” Frau mit ihnen in einem so klaren Deutsch reden würde.

Kaffeestrauß...

Das Paar löst sich aus der Erstarrung und fragt die Frau, wie sie zu ihrem Ziel kommen. Die Frau beschreibt ihnen den Weg und wünscht den Beiden einen schönen Tag. Das Pärchen dankt höflich und macht sich auf den Weg in das Gebäude. Als sie an mir vorbei gehen tuscheln sie noch: “Also, dett ausjerechnet so eene. so juht Deutsch spricht, hätte ick wirklich nich jeglobt! Vielleicht sinn doch nich alle Terroristen!” Tja, manchmal trügt halt das Äußere und man muss nach dem schauen, was innen liegt… Lässt du dich auch manchmal blenden?

Wie die Blauen heißen, habe ich keine Ahnung! Aber schön sind sie

Mein Freitagsstrauß…

…stammt von meinem Mann. Manchmal erinnert er sich daran, mir ein Blümchen mitzubringen. Einen ganzen Strauß, habe ich schon  eine Weile nicht mehr bekommen. Die Blumen hatte ich gestern auf meiner Terrasse stehen. Es war ein schöner warmer Tag und die Sonne schien. Sie brachte die Gerbera und die Rosen zum leuchten.

Mein Blumenstrauß in der Sonne

Meine Freitagsblumen stelle ich gerne wieder bei Holunderblütchen ins Regal.

1+

Grün, grün, grün, sind alle meine Taschen

Eine grüne Tasche

Wieder einmal war es eine Freundin, die gerne etwas von mir genäht haben wollte. Etwas Grünes. Weil ich nicht weiß, was sie für einen grünen Stoff haben möchte, habe ich sie in ein Stoffgeschäft ihrer Wahl geschickt. Dort hat die zwei tolle grüne Stoffe erstanden. Witziger Weise, hatte ich einen sehr ähnlichen grünen, beschichteten Stoff zu Hause. Daraus mache ich den Boden, habe ich gedacht, als ich die Stoffe mit nach Hause genommen habe.

Jetzt war nur noch die Frage, welche Tasche willst du? Eine wo alles hinein geht, der Schlüssel zu finden ist und eine Trinkflasche platz findet. Es schwirrten mir einige Ideen im Kopf herum. Am Ende entschied ich mich für die Tasche, die mein Monstermädchen vor einiger Zeit genäht hatte. Die Anleitung, zusammen mit dem Stoff, hatten wir auf der Kreativmesse gekauft. Die Tasche ist etwas größer als DIN A4.

Bei der originalen Tasche, gibt es keine Reißverschlusstasche auf der Rückseite. Die habe ich dazu gedichtet. Der Boden ist aus beschichten grünen Stoff gemacht, den ich noch in meinem Fundus hatte.  Als kleinen Eycatcher, habe ich aus grüner Wolle eine Bommel gemacht und mit zwei Holzkugeln an dem Taschengurt befestigt. Auch das Innenleben kann sich sehen lassen. Der Sternchenstoff, findet sich als Futter wieder.

Eine Handytasche musste natürlich auch sein. Außerdem findet die Freundin, ein Band mit Karabiner,  an der Innenseite, damit sie den Schlüssel einfach aus der Tasche ziehen kann. Leider habe ich keinen grünen Karabiner gefunden. Das wäre schöner gewesen. So geht es aber auch.

Der Gurt besteht aus den Stoffen die mir die Freundin gegeben hat. Ich finde die Gurtbänder die man kaufen kann schon sehr praktisch, aber gefallen, tun sie mir nicht immer. Zu dieser Tasche hätte ich mich wahrscheinlich dusselig gesucht. Im Internet kaufe ich nicht gerne. Vielleicht hätte ich bei PatchIt Glück gehabt. Als ich diese Tasche genäht habe, war ich allerdings noch nie in dem schönen Laden von Christiane.

Innentasche

Innentasche

Wichtig war uns auch diese Innentasche. Die kann man nämlich herausnehmen und evtl auch mal in eine andere Tasche umpacken. Damit muss man nicht immer das ganze Kleinzeug (Feuerzeug, Glimmdinger, Portmonnaie…) umschichten. Es ist alles beisammen. Seitdem die Freundin die Tasche ihr Eigentum nennt, habe ich sie nicht mehr ohne die grüne Tasche gesehen. Sie trägt sie mit Stolz. Mir selber wäre das Grün zu aufregend gewesen, aber zu ihrem Outfit passt es hervorragend.

Innen und Außen

Ein Lacher war für die Freundin, der Boden der Tasche. Sie fragte mich, wie ich das gemacht habe, dass der Stoff beschichtet ist. Was ich da wohl darauf gebügelt hätte? Als die Freundin mir den Stoff übergab, hatte  ich sofort den Wachstuchstoff im Kopf, der in meinen Kästen liegt. Zu Hause habe ich den  heraus gekramt und musst wirklich grinsen, wie gut der passt.  Ich mag es, wenn man eine Tasche überall hinstellen kann, ohne das der Boden aufweicht oder der Stoff hässliche Flecken bekommt.

Wachstuchboden

Ich weiß, diese Tasche wird geliebt! Und das ist mir eine besondere Belohnung.

1+

Samstagsplausch {38.18}

Kakao

Herbststürme

Nach Herbst sah es jedenfalls gestern Nachmittag hier in Berlin aus. Ich weiß nicht, wie viele Bäume dabei nun auch noch ihre Äste eingebüsst haben. Es hat so doll gewindet, dass die Kastanien und Eicheln wie Geschosse auf mich hinunter prasselten. Trotzdem, war der Tag ganz schön gewesen, gar nicht wie Herbst. Ich bin ins das Schloss gefahren, dort war Kreativmarkt. Da konnte, oder kann man heute auch noch eine kleine Tasche nähen oder auch Ketten und Anderes basteln. Also solltest du Zeit haben, schau doch einfach mal dort vorbei. Danach habe ich die Eltern im Garten besucht. Der Vater hat den Buchsbaumzünsler in unseren großen Büschen entdeckt und hat kurzerhand zur Schere gegriffen. Jetzt sehen sie ganz schön zerrupft aus. Aber war ja klar, wenn der Vater die Schere klappern lässt, bleibt kein Blättchen dran.

Die restliche Woche…

…war nicht der Rede wert. Ich hatte mich zu Hause eingeigelt. Nur am Donnerstag habe ich von Magda Besuch gehabt und ein Ministricktreffen veranstaltet. Ich hab auf den Boten gewartet, der mir ein Paket bringen wollte/sollte. Es kam dann tatsächlich noch, genau als die angegebene Zeit gerade ablief. Es hat aber auch so Spaß gemacht, draußen zu sitzen und den warmen Herbst zu genießen.
Und heute werde ich auf die Eisenbahnmesse gehen. Vielleicht kann ich ein paar schöne Bilder machen. Mal sehen. Morgen, am Sonntag, da geht es im Hause Karminrot um Football. Der Monsterjunge spielt um den Meisterschaftspokal gegen die Samsung Frankfurt Universe. Ich hoffe so sehr, dass sie gewinnen. Drück doch bitte die Daumen.

Gestricktes, Genähtes, Gelesenes

Gab es diese Woche nicht. Ich habe kaum gelesen. Und auch wenn ich viel gestrickt habe, ist nichts fertig geworden. Normalerweise produziere ich keine Ufo’s, aber im Moment tummeln sich einige unfertige Teile in meiner Strickecke. Eine Idee schwirrt mir allerdings schon eine Weile im Kopf herum. Ich möchte wieder einmal ein paar Handschuhe stricken. Das heißt für mich, Ufo’s abbauen. Und der Bücherstapel ist auch wieder etwas angestiegen, obwohl ich versuche, ihn stets zu dezimieren. Geht dir das auch so, mit den Büchern? Oder kaufst du dir erst ein Neues, wenn du das Aktuelle fertig gelesen hast? In meinem Lesezimmer habe ich eine Linkparty, bei der du dein Lieblingsbuch des Monats verlinken kannst. Zeig uns, was du gerade gerne liest!

2+