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Nach dem Urlaub {Samstagsplausch 17.19}

Nach dem Urlaub

Nach dem Urlaub, läuft wieder alles wie es war. Einmal alle Schichten durchgearbeitet. Und Trotzdem kam es mir nicht so vor, als hätte ich “nur” vierzehn Tage Urlaub gehabt. Die Reise nach Rom, hat sich für uns angefühlt, als wären wir Monate nicht arbeiten gewesen. Inzwischen geht es mir nach dem Urlaub oft so. Ich habe scheinbar einen Weg gefunden, einfach die schwere und anstrengende Arbeit zu verdrängen und genieße einfach jede freie Minute. So hatte ich am Mittwoch das Gefühl, nicht mal bei der Arbeit gewesen zu sein. Am Nachmittag hatte ich nämlich ein Treffen mit Magda (Leider postet Magda noch zu wenig!) und dem Häkelmonster. Schon alleine, weil ich die Strecke zu unserem Treffpunkt mit dem Rad gemacht habe, hat es mir den Kopf frei geblasen. Und der Heimweg war noch eine Herausforderung, denn auf diesen Wegen bin ich bisher nicht gefahren. Das Treffen war übrigens unglaublich schön. Irgendwie wie Urlaub nach dem Urlaub.

Und gelesen?

Ja, habe ich. Nur hapert es an meinen Rezensionen. Ich habe sie zwar schon geschrieben, aber bin noch nicht glücklich mit dem Ergebnis. Ich habe auch schon ein neues Buch begonnen. Natürlich wieder außerhalb meiner Planung. Ich hatte so etwas schon im Verdacht. Ständig kommen mir Bücher dazwischen und alle anderen müssen wieder murrend nach hinten rutschen. Außerdem habe ich noch ein Strick-Buch, das ich dir vorstellen möchte. Ich hoffe, dass ich die Rezension noch an diesem Wochenende fertig stellen kann.

Ach ja Stricken…

Gestrickt habe ich auch. Ein wenig. Vor allem bei unserem Treffen am Mittwoch. Ich stricke ein Tuch, das ich mir einigermaßen selber ausgedacht habe. Aus Wollen, die ich noch im Vorrat hatte. Hast du eine Idee, wie ich das nennen könnte? Mir fällt tatsächlich kein Name ein. Für den Norweger, hatten wir eine Fotosezession… Wenn man das so nennen kann. Du wirst die nächste Woche das Ergebnis sehen.

Der Plan

Mein Plan heute…genüsslich meinen Kaffee austrinken. Etwas Einkaufen gehen. Ich glaube, heute gibt es wieder Spargel. Und dann vielleicht die Eltern im Garten besuchen. Oder wieder mit dem Kerl Tischtennis spielen gehen. Man könnte auch mal sehen, ob ein bisschen Federball zu körperlichen Belustigung beitragen könnte.
Morgen werde ich versuchen auszuschlafen. Und weil ich meinen Kerl kenne, wird er mir tatkräftig zur Seite stehen. Ansonsten ist die Planung noch nicht festgelegt. Was ist mit dir? Machst du auch noch Urlaub?

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5+

Schönes Osterwochenende {Samstagsplausch 16.19}

Das Osterwochenende …

… scheint hier in Berlin ganz besonders schön zu werden. Fast könnte man glauben, dieses Jahr wird wieder so warm, wie das Letzte. In den Brandenburger Wäldern ist wieder teilweise Waldbrandgefährdungsstufe 4 ausgerufen worden. Die geplanten Osterfeuer werden demnach nicht stattfinden. Funkenflug könnte zu Katastrophen führen. Das Klima scheint sich ins Fäustchen zu lachen. Dem Amerikaner direkt ins Gesicht. Ich kann mich kaum erinnern, so ein warmes Osterwochenende gehabt zu haben.

So werden wir nun dieses Wetter ausnutzen und uns im Freien aufhalten. Der Kerl und ich waren diese Woche schon einmal Tischtennis spielen und es hat so einen Spaß gemacht, dass wir es wiederholen werden. Mal abgesehen davon, dass wir mit den Fahrrädern zu der Tischtennisplatte geradelt sind. (Der Kerl mag Zweiräder eigentlich nur mit einem Motor. Mit einem leistungsstarken, mit reichlich Pferdestärken!) Das war ein schöner Karfreitag.

Stricken am Osterwochenende?

das weiß ich ehrlich gesagt noch nicht. Manchmal, wenn ich einige Augenblicke Zeit habe, vielleicht. Der Norweger ist auch wieder im karminroten Haushalt angekommen. Er war definitiv zu lang und der neue Eigentümer hat den Norweger beanstandet. Inzwischen hängt er schon wieder, frisch gekürzt zum Trocknen. Nächste Woche, mache ich dann endlich Bilder und zeige ihn dir. Außerdem nadel ich gerade an einem Tuch, welches ich mir zum Teil selber ausgedacht habe. Das Muster, dass das Tuch interessant macht, kostet mich Nerven. Aber wenn ich die Nervreihe fertig habe, dann ist es wieder einfach vor mich hin stricken. Ideen habe ich schon wieder so viele, dass ich wirklich über eine Liste nachdenken sollte.

Lesen am Osterwochenende?

Klar. Wenn der Kerl noch gemütlich in den Federn liegt, dann komme ich auch zum Lesen. Derzeit habe ich das Buch “Die Farben des Feuers” auf meinem E-Bookreader. Die Hauptperson ärgert mich sehr. Dachte ich doch, ich lese ein Buch über eine starke Frau. Na, vielleicht dreht sich ja noch was.

Und die Familie am Osterwochenende?

Ein großartiges Treffen, wird es nicht geben. Die Kinder werden sich den Bauch mit falschem Hasen und Spargel vollschlagen kommen. Der Spargel wächst dieses Jahr wie verrückt! Das muss man ausnutzen. Die SchwieMu wird zum Kaffee und Kuchen ausgeführt und die Eltern werden sich bestimmt überfallartig von uns besucht fühlen, wenn wir in ihren Garten einfallen. Was wird bei dir los sein? Großes Familienfest oder gemütlich mit Strickzeug und Buch am Strand ? (Eine sitzt schon mit dem Nadelgeklapper an der See)

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3+

12 Bilder von 12 im April

12 Bilder…im April

Wie immer starte ich mit einem frischen Kaffee.

Die Katzen bekommen im Anschluss gleich mal ihr Futter. Es ist ja nicht auszuhalten, wie die Beiden mauzen.

Blogbeiträge schreiben. Ich bin reichlich im Verzug.

Ein neues Buch. Ich freue mich schon darauf.

Die Katze fordert Streicheleinheiten. Soll sie haben!

Heute ist Schlemmerstricktreffen. Ich brauche noch ein leckeres Rezept. Gefunden in einer Veggiekochzeitschrift.

Zutaten brauche ich dafür auch noch. Oh man ist das kalt heute! Da muss ich wohl etwas schneller fahren, damit mir warm wird.

Ich habe alles im Supermarkt bekommen. Schnell nach Hause, alles zusammenrühren. Viel Zeit habe ich ja nicht mehr.

Aber erst noch Kaffee mahlen. Wenn ich das nicht jetzt mache, habe ich keinen Kaffee für morgen früh,

Der Rotkohl musste in ganz feine Streifen geschnitten werden. Etwas Salz drüber und durchgeknetet. Die restlichen Zutaten in die Schüssel, fertig. Sieht aber etwas anders aus als in der Zeitung.

Alles im Auto verstaut und ab auf die Autobahn. Schwupps, stand ich gleich mal im Stau. Ich habe es eilig, ich bin doch verabredet! Macht mal hinne…

Ach gut, ich bin doch noch pünktlich. Eine von uns hat heute Geburtstag. Ein extra leckerer Geburtstagskuchen steht auf dem Tisch und wir singen schöne schräge Geburtstagslieder.

Eben erst bin ich von meinen lieben Strickfreundinnen zurück. Es war wieder ein toller Tag. Wir haben viel gestrickt und gelacht. Das tut immer gut, solche Freundinnen zu haben.

Die 12 Bilder verlinke ich wieder bei Caro.

4+

Stell dir deine Welt, ohne die Farbe Rot vor!

Als der Sommer eine Farbe verlor

Von Maria Regina Heinitz

Hamburg 1976
Es war ein wunderschöner Sommertag und die Kinder hatten viel Spaß mit ihrer Großmutter im Garten. Als das Mädchen nach seiner Mutter schauen wollte.
Aimée die Künstlerin, hatte versucht sich das Leben zu nehmen. Die 13 jährige Bénédicte fand Aimée und stand mit den Füßen in dem Blut ihrer Mutter.

Seitdem ist die Mutter an einem, den Kindern unbekannten Ort. Der Rest der Familie ist in eine Kleinstadt nach Westfalen gezogen. Dort ist alles anders. Die Kinder vermissen ihre Mutter sehr. Der Vater hat nicht viel Zeit für die Beiden und überlässt sie sich selbst, in dem großen neuen Haus und dem verwunschenen Garten.

Emil ist Chefarzt und hat alle Hände voll zu tun, die veraltete Psychiatrie zu modernisieren. Manchmal kommt die Großmutter aus Frankreich zu Besuch. Kein Mutterersatz, aber für die Kinder sehr wichtig.

Bénédicte ist ein sehr empfindsames, fantasievolles Mädchen, nach Außen wirkt sie sehr frech und burschikos. Sie beschützt ihren sechs jährigen Bruder Marcel. Bénédicte braucht jedoch jemanden der ihr zuhört. Aber der Vater hat ihr das Reden über die Mutter verboten, was zu Gerede in der Kleinstadt führt…

Die gerade erwachsen gewordene Bénédicte, erzählt ihre Geschichte. Das Buch liest sich schnell und immer etwas spannend. Die Autorin schreibt wortreich, um uns in die Welt von Bénédicte zu versetzen, was ihr auch sehr gut gelingt. Wer in dieser Zeit groß geworden ist, wird an seine eigene Kindheit erinnert.

Schöne Sätze:
Seite 418 ” Mag sein, dass die Zeit alle Wunden heilt, sehr wahrscheinlich ist das sogar richtig, aber keiner spricht über die Narben, die bleiben und still und unerkannt das Altbekannte verändern.”

Maria Regina Heinitz lebt in Hamburg, geboren ist sie 1968 im Allgäu. Sie hat die Deutsche Sprache studiert, sowie Französisch und Literatur. 2009 erhielt sie den Literaturförderpreis der Kulturbehörde Hansestadt Hamburg.

Verlag: Bloomsbury
ISBN: 9783827011886
Fester Einband: 496 Seite

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Nachts, wenn der Tiger kommt

Fast ein Krimi

Von Fiona McFarlane
Stell dir vor, du denkst, dass du alleine gut zurecht kommst und plötzlich steht eine Pflegerin vor dir und übernimmt das Kommando.
So geht es Ruth in Australien, 75 Jahre und Großmutter. Frieda kommt vom Staat und soll der alten Dame im Haushalt helfen. Innerhalb kurzer Zeit, hat Frida alles im Griff, bestimmt dass das Auto verkauft wird, bekocht die alte Dame und wischt die Böden mit ätherischen Ölen blitzblank, das die Katzen die Flucht ergreifen.

Nur Nachts, wenn Ruth alleine ist und ihre Gedanken kreisen, dann hört sie den Tiger im Wohnzimmer. Hoffentlich, hat Sie die Tür geschlossen! Sie weiß, es gibt ihn nicht, aber sie kann ihn riechen und hören. Sie weiß, das sie nicht mehr alles weiß.

Das Buch ist aus der Sicht der alten Dame geschrieben, mit all den Kanten die so im Alter anstoßen. So vergisst sie viel und schwelgt in Erinnerungen. Sie hat ihren Alltag mit Ritualen geplant. Aber immer wieder stolpert sie über die “Wirklichkeit”. Sie sieht nur noch, was ihr wichtig ist. Man kommt ins grübeln, ob demenzkranke Menschen tatsächlich in dieser kleinen Welt leben. Die Geschichte scheint oft verwirrend, den Gedanken der alten Dame angepasst. Zum Ende hin wird das Buch förmlich zum Krimi, die letzten Kapitel habe ich fast verschlungen. Ein tolles Buch! Sich mit der Demenz auseinander zu setzten ist nicht leicht, aber vielleicht zeigt uns diese Autorin, wie sich diese Menschen fühlen.

Schöne Sätze:
Seite 135 : “Er war müde geworden, dachte sie, und das hat ihn locker gemacht. Die Tatsache, etwas sein zu müssen, hatte ihn müde gemacht.”

Seite 254: ” Sie hatte das Gefühl, in einer Folge von Ereignissen, über die sie keine Kontrolle hatte, gefangen zu sein.”

*Fiona McFarlane wurde in Sydney geboren, studierte an der dortigen Universität und promovierte an der University of Cambridge. Sie hat bisher Kurzgeschichten in namhaften Zeitschriften veröffentlicht, war Stipendiatin im Fine Arts Work Center in Provincetown, Massachusetts, im St. John’s College in Cambridge, England, und ist gegenwärtig am Michener Center for Writers der University of Texas in Austin. “Nachts, wenn der Tiger kommt” ist ihr erster Roman; er erscheint in mehr als einem Dutzend Sprachen.              (*Dieser Text stammt von der AutorenSeite des Verlags)

Deutsche Verlagsanstalt
ISBN: 978-3-421-04607
336 Seiten, Originaltitel: The Night Guest
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag

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Nachtrag zum Winter

Das Schneemädchen 

von Eowyn Ivey
Alaska zur Zeit, als noch Öllampen die Lichtquelle waren und Öfen mit Holz und Kohle geheizt wurden. Dort ist es im Winter sehr kalt, aber das hat Mabel und Jack  nicht davon abgehalten in die Berge auszuwandern. Einsam ist es dort in den Bergen, das wollten die Beiden so. Sie hatten sich ein Kind gewünscht und hatten es verloren und Mabel konnte es nicht ertragen Andere mit Kindern zu sehen.

Als der erste Schnee fällt, bauen sie ein Schneemädchen. Mabel und Jack balgen sich im Schnee wie Kinder.
Am nächsten Tag taucht ein kleines zauberhaftes Mädchen auf und das Schneekind ist nur noch ein Haufen Schnee. Das Kind trägt den Schal des Schneemädchens und die roten Handschuhe, die Mabel ihm angezogen hatte. Außer den beiden Alten, hat keiner das Kind je gesehen…

Das Buch liest sich angenehm schnell. Es wirkt wie ein Märchen.
Man hört die Einsamkeit Alaskas heraus, die Liebe zwischen Mabel und Jack. Das Verlorene in den Wäldern und die Freude das Mädchen wieder zu sehen.

Ein sehr schönes Buch. Mir hat es sehr gut gefallen, ich mag eben Märchen und verwunschene Geschichten. Die Beschreibung des anstrengenden Lebens, 1920 in der Wildnis, sind wunderbar. Auch die Leichtigkeit mit denen E.Ivey den Winter und den Schnee beschreibt.

Einige schöne Sätze: (eBook Seite 225) “Wir wissen doch nie, was geschehen wird, oder? Das Leben wirft uns mal hierhin, mal dahin. Darin liegt das Abenteuer. Nicht zu wissen, wo man landet oder wie es einem ergehen wird. Es ist alles ein Rätsel, und wer anders behauptet, belügt sich selbst…”

Eowyn Ivey lebt in Alaska, ist dort groß geworden. Sie schrieb für Frontiersman Newspaper und verkauft heute Bücher. “Das Schneemädchen” ist ihr erster Roman.

“Snegurotschka” ist die russische Geschichte vom Schneemädchen.

Verlag Rowohlt
464 Seiten
ISBN 9783463406213

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