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Immer wieder kommt es vor, dass ich mich zu einem Teststrick anmelde. Dann schnappe ich mir auch gerne mal meine vorhandenen Wollen. Bei diesem Model hat mich eine Strickjacke von Kerstin Bovensiepen, sprich Knitding, angesprochen. Ich habe mich zu dem Teststrick angemeldet und in meinen Kisten nach einem passenden Material gesucht. Und tatsächlich habe ich noch die Schachenmayr Wolle von meinem auberginen Mantel, den ich geribbelt hatte. So entstand eine Ribbeljacke…

Die Anleitung war schnell verstanden und strickte sich wirklich richtig prima. Aber dann stolperte ich über die asymmetrischen Zöpfe, die Kerstin dort einbaute. Ich fand den Aufbau der Jacke echt klasse, aber dass die Seiten nicht egal sind, fand ich nicht so schön. Ich entschuldigte mich bei Kerstin und stieg aus der Testgruppe aus. Wieder ribbelte ich das Gestricksel. Die Jacke trägt also sehr zu recht ihren Namen: Ribbeljacke! Ich schlug neu an und strickte nach meinem eigenen Muster. Die Konstruktion wandelte ich nach dem Buch von Cocoknits ab.

Andrea Karminrot in ihrer Ribbeljacke

Auf einen Zopf wollte ich aber auch nicht verzichten und zauberte einen Kaffeeböhnchen-Zopf in die Ribbeljacke. Ein recht einfacher Zopf, für den man keine Zopfnadel braucht. Diesen Zopf habe ich schon öfter gearbeitet. Er verzeiht auch so manchen Fehler. Wo die allerdings sind, werde ich dir nicht verraten 😉 Das bleibt mein Geheimnis.
Fast die ganze geribbelte Wolle von dem Auberginefarbenen Mantel ist in der Ribbeljacke untergekommen. Die Jacke ist sehr gemütlich.

Ribbeljacke von hinten

Ich habe den Rücken etwas länger gemacht, damit sie ein wenig über den Rücken zieht. Meine Oma hat immer großen Wert darauf gelegt, dass man seine Nieren schön warm hält. Scheinbar hat sie mir das während des Strickens in die Ohren geflüstert.

Knöpfe für die Ribbeljacke

Knöpfe für die Ribbeljacke

Die Knöpfe habe ich schon vor der Pandemie gekauft. Warum die bei mir in den Knopfschubladen gelandet sind, weiß ich gar nicht mehr. Ich habe aber nur zwei davon gehabt, weshalb die Jacke nun auch nur zwei Knopflöcher bekommen hat. Reicht auch. Knöpfe sind immer besser als Spangen. Auch wenn in den Anleitungen der Designerinnen keine Knopflöcher eingeplant sind, mogel ich welche dazu.

Was mich ein wenig an der Wolle stört ist, dass sie sehr pillt. Es bilden sich kleine Knötchen, die man mit einem Wollkamm leicht entfernen kann. Ärgert aber schon. Ich würde aber immer wieder zu der Merinowolle greifen, denn sie hat eine schöne Haptik und lässt sich sehr gut verarbeiten. Auch das ich sie geribbelt habe, hat sie mir verziehen.

Ich fasse nun mal zusammen:

gestrickt mit der Merino-Wolle von Schachenmayr
Nadelstärke 4
Strickzeit: viel zu lange
Zwei Knöpfe von Idee

verlinkt mit DvD 127 , auf den Nadeln im Mai und natürlich mit dem Nadelgeplapper im Mai

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