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Die völlig verstrickte Woche {Samstagsplausch19.19}

Meine völlig verstrickte Woche im Mai

Du glaubst nicht, wie viele Maschen in dieser verstrickten Woche, von einer Nadel zur anderen, gewechselt sind. Am letzten Wochenende klapperte noch keine Nadel. Da habe ich nur diesen herrlichen Kaffee mit dem Kerl in einem ausgesprochen tollen Café genossen. Aber dann ging es los. Die verstrickte Woche.

Am Montag schon, da trafen wir uns zum Stricken bei der Wollnerin. An jedem ersten Montag im Monat ist da nämlich Stricktreffen. Damit es bis zum Nachmittag nicht langweilig wird, habe ich mich schon mit Magda beim Möbelschweden getroffen, um dort zu frühstücken und ein paar Maschen die Nadeln wechseln zu lassen. Damit die verstrickte Woche ihrem Namen alle Ehre machen kann, trafen sich noch mehr strickende Frauen am Dienstag zu Kaffee und Kuchen, an einem Kamin zum Schnattern und Nadelgeklapper. Der Mittwoch war der einzige Tag, an dem ich nichts verstrickt habe. Da waren der Kerl und ich in einer Jazzkneipe zu einem Konzert. Hach, das war vielleicht cool.

Verstrick nochmal

Verstrickt ging es am Donnerstag weiter. Wir waren zu Dritt und stricken um die Wette. Wobei mir an diesem Tag die Ribbelkrone verliehen wurde, nur weil ich meine Strickerei ein paar Reihen aufribbelte. Dabei gebührt die Krone eher Magda. Sie hat einen Pullover schon zwei mal gestrickt und jetzt noch einmal geribbelt, um daraus eine Jacke zu machen. Also wem gehört jetzt wohl die Krone?

Gestern nun, war unser monatliches Schlemmerstricken. Abgesehen von einem gut gefüllten Magen, ist mein Tuch wieder um einige Maschenreihen gewachsen. Die anderen drei Strickfreundinnen hatten auch wieder wunderschöne Maschen auf den Nadeln. Zum Glück, werden auch einige Sachen mal fertig. Auch wenn manchen Stücke mehrmals geribbelt werden müssen.

Hattest du auch eine verstrickte Woche? Oder war sie eher mit Büchern vollgestopft gewesen? Im Lesezimmer steht ein neues Buch im Regal. Ein spannender historien Krimi.Kennst du schon die Bücher des Monats? Heute freue ich mich auf einen ohnestricken Nachmittag.

Mach dir einen schönen Tag

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Eine Geschichte um den Norweger

Ich kann dir eine Geschichte um den Norweger erzählen

Es ist schon eine Weile her, es war November, da bat mich ein Freund ihm einen Gefallen zu tun. Er wünscht sich schon soooo lange einen Norweger. Einen Norweger in seinen Landesfarben. Denn der Freund stammt aus Frankreich. Und so begann eine Geschichte um den Norweger… Beginnt nicht immer so oder so ähnlich ein Märchen?

Der Freund rief mich an und erklärte mir sein Anliegen. Eigentlich stricke ich nicht für Andere, aber dieser Freund machte mein Herz weich und ich versprach ihm diesen Pullover zu stricken. Erst einmal musste die Wolle her. Um die richtige Wolle zu bekommen, musste ich einmal durch die Stadt fahren. Ich kaufe eben meine Wolle lieber in einem Laden. Die Dropswolle wird in einem Laden in Kreuzberg, an der Grenze zu Rummelsburg, verkauft. Die Verkäuferin war sehr aufmerksam und half mir die richtigen Farben zu finden.

Der Freund fand die Farben ganz passend und freute sich schon auf den Pullover. Die Nadeln klapperten und wenn du auf den Link zu dem gewünschten Muster geklickt hast und die Bilder vergleichst, die ich hier zeige, dann stellst du schnell fest, da stimmt etwas nicht! Hey, du hast recht, etwas ist anders. Während ich so vor mich hin nadelte, stellte ich fest, das wird ein MONSTER, dieser Norweger. Ich habe ausgemessen und sah, dass ich alles richtig gemacht habe. Es lag wohl eher daran, dass dieser Pullover in den 1980er Jahren konzipiert wurde und damit völlig überzogen groß war.

Norweger auf Anfang

Ich ribbelte den Pulli bis auf das Bündchen wieder runter. Weniger Maschen, eine kleinere Größe, wuchs nun wieder auf meinen Nadeln. Ich hatte die Hirsche fertig und freute mich schon darauf, dass ich das erste Mal in meinem Strickerleben steeken werde. Dabei wird das Strickstück aufgeschnitten. Eine Strickweise, die bei den Norwegern schon immer gemacht wird. Doch was soll ich sagen, der Pullover blieb, trotz reduzierter Maschenzahl und kleinerer Größe ein Monster. Gnadenlos schlug nun wieder das Ribbelmonster zu. Der Norweger schrumpfte wieder bis unter die Hirsche zusammen. Ich hatte die Nase voll!

Es musste en anderes Muster her und da hat mir der Stricknerd eine Anleitung unter die Nase gehalten. Das war zwar eine Anleitung für Mädels, aber die konnte ich gut einbauen. Silver Stag. Zuerst musste ich noch die Ärmel stricken. Die Muster habe ich dem Körper angepasst und dann landeten sämtliche Maschen auf der Rundnadel und das Muster mit den Hirschen wurde neu eingestrickt.

Der norwegische Isländer, in französischen Nationalfarben

Aus dem Norweger wurde nun ein Isländer, mit norwegischen Mustern. Das ganze eben in den französischen Nationalfarben. Das Stricken machte wesentlich mehr Spaß. Und der Pullover wuchs richtig schnell. Am Ende bekam der Pullover noch ein schönes Bad in Seifenlauge und trocknete liegend vor sich hin. Doch die Odyssee war noch nicht vorbei….

Der Pullover wurde feierlich in einem Café übergeben und der neue Besitzer freute sich wie Bolle. Ich hatte aus den Restbeständen der Wolle noch eine passende Mütze gestrickt. Er zog den französischen norwegischen Isländer über und ich sah schon, der ist zu lang! Aber der Freund klagte nicht, schlug den Bund nach innen um und erklärte, so trage er sowieso alle Pullover.

Nach einigen Wochen fragte ich ihn nach Fotos, von ihm und dem Norweger, damit ich dir diese Geschichte erzählen kann. Unser Freund würde den Norwegischen Isländer nicht tragen, er ist doch etwas zu groß. Das konnte so nicht bleiben und ich fuhr zu ihm, nahm ihm das gute Stück wieder ab und trennte den unteren Teil wieder ab. Ganze 10 cm, verlor der Pulli in der Länge.

Wenn man nun genau hinsieht, dann erkennt man, dass das untere Muster mit den Maschen in eine andere Richtung zeigt, als der Rest der Muster. Und warum der Pulli so beult, das kann ich dir auch erklären. Der Freund mag keine Schurwolle auf der Haut tragen und hat ein T-Shirt eingenäht! Ich musste das Shirt zum fotografieren hochkrempeln. 😉

Zum Schluss noch die Eckdaten:

Der Pullover wiegt mit dem T-Shirt zusammen 840 Gramm. Gestrickt habe ich mit 4 und 4 1/2 Nadeln. Die Wolle heißt Karisma aus dem Hause Drops. Strickzeit, nicht messbar! Größe L

Hab einen schönen verstrickten Tag

verlinkt bei Liebste Maschen im Mai und bei Maschenfein Auf den Nadeln im Mai

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Mein erstes Mal {Fünf Fragen am Fünften}

Mein erstes Mal

Das ist das erste Mal, dass ich an dieser Challenge teilnehme. Aber nicht mein erstes Mal, dass ich Fragen über mich beantworte. Nic hat auf ihrem Blog schon im letzten Jahr eine Kolumne begonnen, die mir gut gefällt, wahllos gestellte Fragen, die sie am Fünften eines Monats beantwortet. Man stellt sich ja mal öfter eine Frage, aber beantwortet man die sich selber dann auch immer? Und würdigst du dann auch noch deine Antwort? Ich mache nun also zum ersten Mal mit und werde sehen, wie es sich anfühlt…

1. Wie duftet dein Lieblingsparfüm? 

Normal ist es nicht, dass ich ein Parfüm auflege. Das sagt man doch so, gell? Auflegen, wie einen Schal. Ich stolpere gerade über diese Formulierung, finde es aber irgendwie auch sehr veraltet. Na egal, ich lege also nicht oft meinen Duft auf. Selten, weil ich in einem Beruf arbeite, in dem es eigentlich völlig egal ist, ob du besonders duftest. Das heißt nun wieder nicht, dass man stinkend zur Arbeit kommen kann. Frisch gewaschen und nach Seife riechend, ist da schon angemessen.
Aber ja, ich habe auch einen Duft. Einen Besonderen. Den bekommt man nur in einem Laden in Berlin und ist eine Eigenkreation dieses Geschäftes. Er riecht nach Frische, Draußen, und ein wenig nach Blumen und Wald, etwas süßlich und…  Ich kann meinen Duft nicht beschreiben. Ich mag ihn einfach und noch mehr mag ich, dass ihn mir meine Schwester ausgesucht hat.

2. Was war der beste Rat, den du jemals bekommen hast? 

Ich bin jemand, der nicht gerne Ratschläge annimmt. Häufig bin ich mit gut gemeinten Ratschlägen auf die Nase gefallen und habe mich im Laufe der Jahre davon distanziert, auf Empfehlungen zu reagieren. Erst letztens, hatte ich mal wieder einen Versuch unternommen, darauf zu hören, was Jemand zu mir gesagt hat. Das ging sofort nach hinten los, und Freundschaften kippelten ganz gefährlich.
Nein, ich höre nicht gerne auf Andere. Vielleicht hätte ich damals, vor hundert Jahren, auf meine Verwandten hören sollen, als es um meine Berufswahl ging. Aber auch da hatte ich schon den Bock in mir, der sich gegen Alles stellt. Auf gut gemeinte Ratschläge verzichte ich auch bei meiner Lieblingsbeschäftigung, dem Stricken. Ich höre gerne, was die Strickgesellschaft so von sich gibt, mache dann aber doch wieder, wie ich will. Lass die doch reden. Ich weiß es sowieso besser 😂 Niederlagen, sind da nicht ausgeschlossen. Meine Mutter hat schon immer gesagt: sie will in ihre eigenen Fettnäpfe treten und nicht gesagt bekommen, in welchen sie treten soll.

3. Telefonierst du gern?

Es kommt darauf an mit wem. Ich sitze nicht gerne stundenlang am Telefon. Zum Glück, muss man das ja auch nicht mehr. Als Jugendliche habe ich bestimmt viel telefoniert. Aber da gab es ja auch nicht diese tollen Medien von heute. Außerdem hat das in Berlin nur 23 Pfennige gekostet. Anders als im Bundesgebiet, wo die Uhr gelaufen ist und jede Minute gezählt wurde.
Heute telefoniere ich am liebsten mit meiner Schwester. Mit der könnte ich tatsächlich stundenlang quatschen. Die Kopfhörer ins Ohr, und ab geht´s. Das ist lustig. Ansonsten, mag ich es nicht, wenn das Telefon klingelt. Meistens hat es nichts Gutes zu bedeuten.

Islaender

4. Machst du leicht Versprechungen? 

Eines meiner größten Handicaps! Ich verspreche zu viel und übernehme mich dann daran. Wenn ich gefragt werde, kann ich selten NEIN sagen. Von Natur aus bin ich Ja-Sager. Als große Schwester, hatte man Verantwortung zu übernehmen.  Das ist auch ein Motto in meinem Beruf. Vor einigen Jahren, habe ich eine Auszeit aufgebrummt bekommen, bei der ich besonders darauf geschult wurde, nicht mehr gleich HIER zu brüllen, wenn es um Versprechungen ging. Eine schwere Schule. Aber ich habe es gelernt! Ich verspreche nichts mehr und übernehme nicht immer sofort die ungeliebten Anforderungen. Denn, wenn ich etwas verspreche, dann muss das auch erledigt werden!

Lieblingsjacke

5. Was ist dein Lieblingsdessert? 

Schokoladiges, Eisiges, Sahniges, Frisches, Obstiges…. Ich weiß nicht. Kaum ein Dessert, dass ich nicht gerne esse. Alles, was offensichtlich mit Gelatine gemacht ist, also da, wo man es wirklich sieht, das fällt raus. Obsttorten, die mit einer Extraportion Tortenguß überzogen wurden, da wo es wackelt…brbrbr. Nö.

Oh…schon alle Fragen beantwortet. Das ging schnell. Und hat Spaß gemacht, mal wieder über sich selber nachzudenken. (Verlinkt bei Luziapimpinella)

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Es ist kalt {Samstagsplausch 18.19}

Es ist kalt!

Es ist so kalt, dass ich meine Winterpullis schon wieder vorgekramt habe. Längst waren sie in ihren Kisten verstaut. Mottensicher. Aber so kalt wie es ist, sollte man sich warm anziehen. Dabei hatte ich gedacht, der Winter geht wieder einmal direkt in den Sommer über. Nö, da ist es wieder so kalt…

Schon wieder hatten wir einen Feiertag, mitten in der Woche. Das bringt meinen Wochenplan immer völlig durcheinander. Und Pläne hatte ich. Aber ich habe sie nicht umgesetzt. Den Montag habe ich vertrödelt und den Dienstag gleich mit. Außer, dass ich in verschiedenen Sportgeschäften war, habe ich tatsächlich nichts erlebt. Am Mittwoch war schon der besagte Feiertag. Den mein Kerl und ich gemeinsam vertrödelt haben. Eine winzige Radtour und eine Runde Tischtennis, brachten ein bisschen Schwung in den faulen Tag. Das Monstermädchen schloss sich spontan an und der Monsterjunge kam mit seiner Freundin zum Essen dazu.

Dafür habe ich es geschafft, pünktlich meinen Post zum 12tel Blick online zu schalten. Die Fotos waren längst im Kasten, aber am Text hatte es gehapert. Auch mit dem Bücher lesen komme ich nicht wirklich voran. Die versprochenen Rezensionen liegen noch in den Windeln und müssen dringend überarbeitet werden. Und der Post von dem Norweger ist auch noch nicht fertig… Vielleicht schleppe ich eine Art Frühjahrsmüdigkeit mit mir herum. Gibt es dagegen Pillen? Vielleicht werde ich ja auch krank… Auf meinem Fahrrad habe ich jedenfalls ein paar mal richtig gefroren.Ich sage ja, es ist kalt.

Ich muss dringend etwas dagegen tun, dass ich so durch hänge. Vielleicht besuche ich heute meine Lieblings-Wollfrau. Und wenn ich zurück komme, dann mache ich mir einen schönen dicken Eintopf, das wärmt auf. Am Sonntag könnte ich den Kerl überreden, beim Holländer pflanzen kaufen zu gehen, dann würde mir auch beim Einpflanzen wieder etwas wärmer werden. Und die Hoffnung auf einen schönen Frühling schüren. Hast du denn schon deinen “Garten” hergerichtet?

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4+

Charlottenburg {12tel AprilBlick}

Der AprilBlick

Schau mal, der Frühling ist eingezogen! Mit herrlichen Farben, hat mich der AprilBlick in den Schlosshinterhof überrascht.

Auch auf der Schlossstraße ist alles ganz grün und lädt zum Spazieren ein. Die Jogger nutzen den freien Raum zum Sporteln. Der AprilBlick über die Schlossstraße gefällt mir in diesem Monat besonders.

Schade, dass wieder kein Schiffchen auf dem Wasser zu sehen war. Vielleicht beim nächsten Blick.

Meinen Blick verlinke ich wieder bei Eva und ihrem Blog Verfuchst und Zugenäht

Die Deutsche Oper {ein bisschen Geschichte 📖}

Um 1900 sollten die Charlottenburger, in ihrer reichsten Großstadt Preußens, natürlich auch mit Kultur bespaßt werden. Was liegt da näher, als ein Opernhaus für Jedermann zu bauen. Die Bürger der Stadt Charlottenburg wollten eine “eigene Oper” haben und drangen auf den Bau einer “Bürgeroper”. Schnell (innerhalb von 2 Jahren) wurde die Oper eröffnet. Am 7. November 1912 konnten 2300 Bürger Fidelio von Beethoven von allen Plätzen in der Oper sehr gut sehen. Denn es wurde auf Standesunterschiede, durch besondere Logen in dem Deutschen Opernhaus, wie es Anfangs hieß, verzichtet.

Die Charlottenburger hatten allerdings nicht lange ihr eigenes Opernhaus, denn schon 1920 wurde Charlottenburg eingemeindet und gehörte dann zu Berlin. In dem großen Berlin gab es die Hofoper unter den Linden, und so bekam das Deutsche Opernhaus einen neuen Namen “Städtische Oper”. Durch die Wirtschaftskrise und Revolution verlor das Charlottenburger Opernhaus an Publikum, obwohl die Bürger das Haus sehr schätzten. 1925 übernahm dann die Stadt Berlin den Betrieb des Opernhauses, was aus den finanziellen Schwierigkeiten half. Das Haus sollte eine representative Spielstätte für Musiktheater werden.

Die Idee ging auf und es wurden skandalträchtige Stücke aufgeführt. Ernst Kreneks Jonny spielt auf oder Kurt Weills Einakter Der Protagonist und Der Zar lässt sich photografieren, zeigten, dass sich das Haus sehr wohl etabliert hatte. Aber nicht lange, und die goldenen Zwanziger gingen zu Ende, die Nazi’s tauchten auf und damit  wurde auch das Spielen von so “Neutönern” unterbunden. Deutsches wurde aufgeführt und natürlich bekam der Führer eine Loge und das Haus wurde wieder Deutsches Opernhaus genannt. Während des Krieges wurde, trotz erheblicher Schäden, fleißig weiter gespielt. Aber am 23. November 1943 trafen Brandbomben das Haus und zerstörten es fast vollständig.

Alles neu

Nach dem Krieg hatten Alliierten ein Interesse am kulturellen Wiederaufbau der Stadt. Die Deutsche Oper sollte wieder aufgebaut werden. 1961, sechs Wochen, nachdem die DDR eine Mauer errichten ließ, eröffnete die Deutsche Oper Berlin (noch ein neuer Name) wieder ihre Pforten. Im Stil der 50er gebaut völlig schmucklos, mit riesigen Waschbetonplatten als Fassade und ohne Fenster zur Straße, waren die Berliner nicht besonders angetan von dem Äußeren ihrer Oper. Aber innen machte sie schon einiges her. Außerdem lockte die eingeschlossene Stadt interessante Künstler und Prominente an. Vor der Deutschen Oper steht eine  20 m hohe Stahlskulptur von Hans Uhlmann (1961) – “Schaschlikspieß” von den Berlinern genannt.

Der besondere Auftritt

1967 bekam die Deutsche Oper noch einen besonderen Auftritt. Am 2. Juni wurde der Schah von Persien in der Oper erwartet. 2000 Demonstranten standen schon auf der Bismarckstraße bereit, um gegen die damaligen Zustände im Iran zu protestieren. Die Berliner Polizei ging damals außerordentlich brutal vor und prügelte auf die Demonstranten ein. Sie verfolgten die Demonstranten und versuchten die Rädelsführer zu erwischen (intern nannte man das Fuchsjagd!) Benno Ohnesorg wurde bei dieser Jagd in einem Hinterhof wehrlos erschossen. Lange Jahre blieb der schießende Polizist K.H. Kurras straffrei. Die Erschießung wurde von verschiedenen Leuten vertuscht. Eine Gedenktafel wurde erst 1990! vor der Deutschen Oper aufgestellt. 2008! wurde eine Informationstafel vor dem Haus in der Krummestraße 66, auf dessem Hinterhof der tödliche Schuss abgegeben wurde, aufgestellt. Leider ist diese Tafel  heute ohne Pflege und in schlechtem Zustand.

Offenbar ein Ort, an dem Geschichte und Wirklichkeit nicht passen (dürfen).

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