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Weihnachtsmarkt, oder wie sichere ich einen Markt…

Ich weiß, ich bin hoffnungslos zu spät, was meinen 12tel Blick betrifft. Leider bin ich Ende November nicht mal in die Nähe vom Breitscheidplatz gekommen. Dadurch, dass es mir richtig mies ging, kann ich dir nun erst Bilder von dem sichersten Weihnachtsmarkt der Stadt zeigen. Die Stadt hat es sich wirklich was kosten lassen, diesen Weihnachtsmarkt abzusichern. Sie haben den Tauentzien und die Budapester Straße mit Autobahnbegrenzungsdingern gesichert, Alles ist nur nur einspurig und an den Übergängen zum Weihnachtsmarkt, stehen Truck-Bloc’s. Metallpoller, die jeden Verdächtigen schon vorab liquidieren. Also, wenn du Angst hast auf einem Weihnachtsmarkt nicht sicher zu sein, dann komm auf den Breitscheidplatz, hier kann dir nichts passieren.

Ja ich weiß, ich mache mich darüber etwas lustig, aber am 19. Dezember 2016, war es das gewiss nicht. Während ein Lastkraftwagen mitten durch die Menge auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gerollt ist, starben 12 Menschen und 55 wurden verletzt. Solch eine Wiederholung möchte man sich ersparen. Zum Gedenken gibt es ein Mahnmal an der Stelle, wo der Sattelschlepper zum Stillstand kam. Dort zieht sich ein 17 Meter langer Riss durch den Boden, über die Treppen, bis auf das Kirchenplateau. In den Stufen zur Kirche sind die Namen der Opfer eingelassen. Wenn es dich interessiert, was auf dem Platz los ist, dann kannst du hier, auf das Video der Zeit-Online klicken.

Nein, ich fand das vor zwei Jahren wirklich nicht lustig. Ich wusste, meine Monster sind gerade auf einem Weihnachtsmarkt. Ich wusste nur nicht, auf welchem. Zum Glück, hatte sich das Mädchen gegen einen Besuch auf dem Breitscheidplatz entschieden. Weshalb mir mindestens einer dieser Sandsäcke, mit denen der Platz nun sicher gemacht wurde, von der Brust gefallen ist, als sie sich gemeldet hatte.

2,5 Millonen Euro hat der Senat für das Spektakel an Sicherheitsmaßnahmen bezahlt. Es ist ein Pilotprojekt. Man wird sehen, wie gut das zu händeln ist. Und fragt einer mal die Besucher, die den Markt besuchen, wie die sich damit so fühlen? Ich bin nur kurz darüber gestolpert. Am hellichsten Tag, da fallen einem die Sicherheitsmaßnahmen erst recht ins Auge. Vielleicht sieht man nach dem zwölften Glühwein die Poller nicht mehr und wundert sich nur über die Steigungen, die man an dieser Stelle nie hatte.

Wie gesagt, ich bin spät dran, Aber die Türen bei Eva, auf ihrem Blog Verfuchst und zugenäht, sind noch offen…

Den letzten November hatte ich den Blick über den Rüdesheimer Platz geworfen. Auch da war ich etwas später dran. Der November liegt mir nicht ganz so. 2016, war ich im Gleisdreieckpark. und 2015, war ich im Grunewald.

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