Seite auswählen

Oder der Langohr ist los

Vor vier Wochen, hatte ich eine Mail in meinem Postfach. Ob ich wohl Lust hätte, etwas aus Baumwolle zu stricken und dann bei dem Wettbewerb “Klein gestrickt” teilzunehmen. Ist ja nicht unbedingt das, was ich gerne mache. So unter Druck stricken. Habe mich dann aber doch dafür entschieden. 
Babyjäckchen und -hosen, da hat man ja nichts davon, wenn man sie verschenkt. Die werden max 4 Wochen getragen, und sind dann wieder aussortiert. Babydecken sind da schon schöner. Aber was ich immer wieder gerne mache ist, Tiere, insbesondere Hasen, zu stricken. (Mehr Hase findest du hier. Puppen hier und hier und hier) Allerdings stricke ich die Dinge zum liebhaben lieber mit Sockenwolle. Die ist strapazierfähig und kann in die Waschmaschine. Nun habe ich diese Baumwolle zugeschickt bekommen. Sie ist dicker,  als die Sockenwolle und ich habe mit Nädelstärke 3 und einem Nadelspiel aus Metall gestrickt. (Auch keine große Vorliebe von mir. Ich stricke lieber mit Holz) Die Baumwolle rutscht auf den Metallnadeln viel besser.

Zuerst wurden die Arme und Beine entwickelt und dann der dicke Bauch. Bevor die letzten Maschen gestrickt sind, werden noch schnell die Teile mit Füllwatte ausgestopft, sonst wird das eine ganz schöne Fummelarbeit. Ich war doch ganz erstaunt, wie schön sich die Baumwolle verstricken ließ.

Jede Reihe habe ich aufgeschrieben, damit ich mir das merken konnte. Ich stricke solche Tiere oft nach Gefühl und habe dann am Ende vergessen, wie es gemacht wurde. Aber die von Talu haben mich gebeten es zu notieren. Eine Herausforderung für mich.

Stück für Stück bekommt der Hase ein Teil nach dem anderen befestigt. Mir kribbelt dann immer richtig der Bauch vor Freude. Der Bauch sieht ein wenig wie eine Birne aus. Der Hase soll doch gemütlich wirken. Nicht wie ein Sportler. Zum kuscheln und trösten, von den Nadeln gerutscht…
Ein Hase hat ja auch einen Schwanz. Einen Puschelschwanz. Da Babys aber irgendwann alles in den Mund nehmen, sollte der dann auch nicht fusseln oder so. Deshalb bekommt Herr Langohr eine Raute als Blume auf den Allerwertesten. Apropos alles in den Mund nehmen, Herr Langohr bekommt absichtlich keine Knöpfe oder ähnliches. Zu oft habe ich von verschluckten Kleinteilen gelesen.  

Dann werden die Ohren gestrickt und am Hinterkopf befestigt. Herr Langohr bekommt noch ein Gesicht aufgestickt und schon möchte man ihn gar nicht mehr aus den Händen legen. Ich habe ihn nicht zu fest gestopft, ganz weich kommt er daher. (Zu wenig stopfen ist auch nicht gut, dann hat er keinen halt und nach der ersten notwendigen Wäsche könnte er zu schlapp werden)

Jetzt darf er noch ein wenig moddeln. “Setz dich mal so …dreh dich…Ahh, bitte lächeln… ” Mir macht das fotografieren auch sehr großen Spaß. Herr Langohr ist aber auch ein dankbares Fotomodell. Zuckt ja nicht mal.

So, wenn dir mein Häschen gefällt und du gerne möchtest, dass ich einen Preis gewinne, dann kannst du mal auf dieser Seite, bei Talu vorbeischauen und für mich stimmen. Schöne andere Sachen sind dort allerdings auch zu finden. Ich bin mal gespannt. Und wenn ich es mit meinen englischkenntnissen vereinbaren kann, dann findest du die Anleitung bei Ravelry.

verlinkt bei