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Freitagsblumen mit Astern

Diese kleinen Astern habe ich auf dem Markt ergattert. Nach der Arbeit war der Markt noch nicht ganz abgebaut, da kann man dann noch Schönes abstauben. Viel Auswahl war nicht mehr. Aber die kleinen Astern haben so schön geleuchtet, dass ich sie mitnehmen musste. Mehrmals wären sie mir fast aus dem Fahrradkorb geweht. Ich habe sie aber eisern festgehalten. Zu Hause wusste ich im ersten Moment nicht, welche Vase ich nutzen soll. Der Glashafen war mir dann am liebsten.

Die Stiele befreie ich möglichst immer von den Blättern, damit nichts faulen kann. Auf meinem Esstisch leuchten sie nun mit der Sonne um die Wette. Sie sind echte Saufnasen. Schon einige Male musste ich Wasser nachgießen. Eigentlich sollten noch ein paar bunte Blätter dazu.  so gefällt es mir auch. Hast du auch Freitagsblumen bei dir stehen?

Stadtgespräche, vom Land und so

Der Kerl und ich waren auf dem Land unterwegs. Gestern hatte ich davon schon berichtet. Nachdem wir Potsdam Marquardt den Rücken gekehrt haben, fuhren wir in die Schorfheide. Schon immer war die Schorfheide das Jagdrevier der hohen Herren. Für manch einen “Fürsten oder Herrscher” wurde dort Wild ausgesetzt, damit sie was zum spielen und jagen hatten. Inzwischen gilt die Schorfheide als ein Naturschutzgebiet, teilweise als UNESCO-Weltnaturerbe und Biosphärenreservat. Es ist dort wirklich unglaublich schön und es sollte geschützt bleiben. (Wer weiß, was unter diesen alten Bäumen zu finden wäre)

Der Kerl und ich hatten uns in den Kopf gesetzt einen Hühnerhof zu besuchen. Der stand in der Zeitung, die wir uns extra für solche Ausflüge gekauft haben. Ein kurzer Anruf bei dem Eigentümer des Hofes, ob sie überhaupt am Samstag Publikumsverkehr zulassen würden, war sinnvoll. Der Eigentümer freute sich schon auf unseren Besuch. Nach einigem Suchen fanden wir den Hof dann auch. Nur den Eingang nicht wirklich. Aber eine nette junge Frau, die gerade den riesigen Garten bearbeitete, half uns weiter.

Sie rief den Eigentümer der Hühnerzucht zu uns hinaus. Er rollte uns auch direkt vor die Füße und zog in Ruhe seine Schuhe an. Herr Engler fing gleich an, uns zu erklären wie er und seine Frau zu diesem Hof gekommen sind und wollte wissen, wie wir auf seinen Hof aufmerksam geworden sind. Wir erzählten ihm von unserer Zeitung. Ob wir sie ihm zeigen würden. Mein Kerl holte sie aus dem Auto und Herr Engler stöberte darin herum. “Ich kaufe sie ihnen ab!” “warum nicht, wir kommen jederzeit wieder an das Blättchen heran”. Er rollte mit seinem Rollstuhl (hatte ich es erwähnt?) uns voraus und zeigte uns den Bibelgarten, von dem es in Deutschland nur wenige geben soll. In diesem Garten findet man Gemüse und Saaten, die in der Bibel Erwähnung finden. Kannte ich gar nicht. Kennst du solche Gärten?

Gänse

Die gibt es auch auf diesem Hof. Allerdings eine besondere Rasse. Die gilt sozusagen als ausgestorben. Nur weil ein “Gänsekenner” diese Art auf einem alten Hof entdeckt hat und ca 400 km von diesem Hof entfernt noch einmal ein paar dieser Rasse, konnte sie erhalten werden. Der Mann konnte uns zu diesem Thema eine Menge erzählen und es war so spannend, dass wir die Zeit vergaßen.
Dann ging es in den Hühnerhof. Familie Engler hat einige Hühner. Freilaufende Hühner, die völlig unaufgeregt in ihrem abgesperrten Hof herumlaufen dürfen. Sie habe Versteckmöglichkeiten und eine Menge Platz zum scharren und was ein Huhn noch so machen möchte. Interessant fand ich, dass die Hühner auf dem Hof 2 Jahre alt werden dürfen. Sie dürfen eine Mauser durchmachen, in denen sie keine Eier legen. Der Eigentümer erzählte noch so viel mehr, dass ich mir das alles gar nicht merken konnte. Es war ein so kurzweiliger Aufenthalt, dass wir völlig die Zeit vergaßen. Solltest du mal mit deinem Camper, Zelt oder Wohnwagen in der Nähe Urlaub machen, dort findest du bestimmt einen Stellplatz. Sie bieten das nämlich auch an.

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