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Den Herbst feiern {Monatsmotto}

Der Herbst

Der Herbst hat sich dieses Jahr wirklich, wie der Sommer auch, von einer besonders schönen Seite gezeigt. Der Kerl und ich waren ein wenig unterwegs. Dieses Mal hat es uns ins Umland verschlagen. Eine große Tageszeitung empfiehlt immer wieder Ausflugsziele in und um Berlin. Diese Zeitung hatten wir uns gekauft. Empfehlungen, kann man ja nie genug haben. Da stand zum Beispiel ein kleines Café in Potsdam Marquardt drin, das seine Torten und Kuchen selber backen soll. Großes Lob findet man auf den Seiten. Genau dort wollte ich hin. Kaffee und Kuchen, das ist doch meins. Vielleicht bei dem milden Wetter auch noch draußen sitzen…

Pech war nur, das Café macht erst um 14 Uhr auf…Wir waren zu früh. Dafür schauten wir uns Marquardt an. Ein hübsches Dorf, das erahnen lässt, wie es einmal hier zugegangen sein muss. Es gibt sogar ein Schloss. Leider ist es nicht so schön hergerichtet, wie so manch anderes altes Haus in dem Dorf. Aber der Park, der dazu gehört, lud zum spazieren ein. Die Sonne schien uns ins Gesicht, da kann (mein) Mann ruhig eine Runde drehen. Der Park ist nun auch nicht so groß, dass man Stunden unterwegs wäre.

Auf dem Rückweg zum Auto konnte man schon die Kuchen riechen, die in dem Caféchen demnächst verkauft werden. Wir hatten aber längst beschlossen, zu einem Ökobauern zu fahren. Davon erzähle ich dir gerne am Freitag…

Eine Radtour im Herbst…

…mache ich eher selten. Die Jahre vorher, hat das Wetter eher wenig mitgespielt. Aber dieses Jahr scheint alles anders zu sein. Spontan habe ich mich mit einer Freundin getroffen. Ich hatte es schon am Samstag geschrieben. Es war eine lange Tour. Wir sind viel durch die Wälder gefahren. Das mag meine Freundin allerdings nicht, weil der Boden ihr zu unsicher ist. Stimmt schon, viele unbefestigte Wege in Berlin und drumherum sind aus märkischem Sand. Also wirklich schwierig zu befahren. Ich mag es aber. So standen wir an manch einer Kreuzung und mussten uns einig werden: längere Strecke, dafür Straße oder längere Fahrtzeit, dafür Waldweg. Im Endeffekt, sind wir genauso lange unterwegs. Um dem Herbst zu frönen, wäre es aber durch den Wald schöner gewesen. (Ich bin viel zu kompromissbereit)

Ein schöner Blick

Den warfen wir über einen See. Im Sommer muss der Teufel los sein. Das Wasser war so klar. Wir trafen dort sogar noch zwei Herren, die sich in dem See tummelten (Allerdings mit Neoprenanzügen. War scheinbar doch etwas kälter) Natürlich hatten wir ein kleines Picknick in der Tasche, so saßen wir in der Sonnen, auf den Bänken am Wasser und genossen die warmen Strahlen. Der Blick ging über den See, in Richtung Wald, der sich schon in den schönsten Farben zeigte. Ich hatte auch meine Glaskugel eingepackt und konnte ein paar schöne Bilder machen.

Wenn das Wetter so bliebe, es nicht so kalt werden würde, dann würde ich den Herbst lieben. Ich mag diese Jahreszeit eigentlich nur, wegen dem wunderschönen Anblick, der sich einem bietet. Die bunten Blätter. Die Eicheln, Kastanien und Bucheckern auf den Wegen. Was ich überhaupt nicht mag, ist der Abschied vom Sommer. Der Herbst 2018 hat es uns leicht gemacht, sich von den sonnenverwöhnten Tagen Abschied zu nehmen. Warst du auch unterwegs? Liebst du den Herbst?

Andrea’s Monatsmotto in diesem Oktober hieß : Den Herbst feiern. Da feier ich gerne mit. Ich hatte nur nicht so viele Pläne wie Andrea. Ihren Plan, hat sie fast abgearbeitet.

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Der September-Blick über den Breitscheidplatz

Der 12tel Blick September

Dieses mal schaffe ich es pünktlich zum Monatsende, meinen 12tel Blick September, zu veröffentlichen. Die Stadt baut mal wieder einen Markt um die Gedächtniskirche auf. Nachdem das Kulinarische vom letzten Monat, verschwunden ist, bereiten wir uns auf die Feierlichkeiten zum 3. Oktober vor. Was die Händler allerdings zum Freiheitstag anbieten wollen ist mir schleierhaft. “Freiheitsknödel”, “Tag-der-Einheits-Bier” oder vielleicht Zuckerwatte “Liberty”? Ich kann es nicht sagen, denn mir graust es über solche Märkte zu gehen. Aber dafür hat sich schon wieder etwas verändert, im September.

Die Vegetation beschließt wohl den Herbst einzuläuten. Die Bäume haben dieses Jahr in unserer Stadt wirklich wenig Wasser gesehen. Die Bäume auf dem Breitscheidplatz hatten es da fast noch gut, weil sie gegossen wurden. Der Platz ist vollständig versiegelt, selbst wenn es regnen würde, kommt kaum Wasser an ihre Wurzeln. Ich stelle mir den Platz gerade als einen Acker vor…Wie das stauben würde, wenn die ganzen Menschen hier lang schlurfen.

Aus dem Fenster geschaut

Beim fotografieren, sehe ich unten rechts ein komisches Gebilde. Was haben sich die Veranstalter denn da wieder einfallen lassen? Ich kann es nicht so genau erkennen und schaue mir es gleich mal aus der Nähe an. Ein wenig wundere ich mich darüber, das die Sicherheitsmaßnahmen etwas laxer genommen werden. Sonst stehen dicke Poller, Betonklötze im Weg. Oder haben die Aufsteller sich Neues ausgedacht. Mir bleibt wohl nichts anderes übrig, als unten eine Runde zu drehen.

#FreiheitBerlin soll das heißen. Ich musste es googlen. Irgendwie ist diese Ideenkampngne, an mir vorbei gegangen. Liegt vielleicht daran, das ich die einschlägigen Zeitungen nicht lese. Da hätte ich mal den Vater fragen sollen. Allerdings wundert es mich, das der nicht über die Geldverschwendung gemeckert hat…

Ich bekomme kaum einen Blick auf die Installation. Ständig stehen Berlinbesucher vor dem Schriftzug, der von verschiedenen Künstlern bearbeitet wurde. Jedesmal, wenn ich denke, jetzt kann ich auch mal, stehen wieder irgendwelche Gruppen davor und machen Faxen.

Dann versuche ich es eben von der Seite. Da bekomme ich auch einen bessern Blick auf den Schriftzug. Aus der Nähe gesehen machen die Buchstaben eine bessere Figur. Das 25-Meter-Teil, stand eigentlich am Hauptbahnhof. und bedeutet:

“Mit dieser Aktion setzt Berlin ein kreatives Zeichen für Weltoffenheit und Toleranz”

Am Bahnhof, wurde es von vielen Ankommenden bewundert. Unter dem Hashtag FreiheitBerlin konnte/kann man seine persönliche Freiheit bei Twitter posten. (Ist mir auch durch die Lappen gegangen)

Beim nächsten Blick, grabe ich wieder etwas Historisches aus. Mal sehen was ich so finden kann. Aber vielleicht hat die Stadt auch wieder einen Grund zu feiern. Lassen wir uns doch einfach überraschen. Machst du auch beim 12tel Blick mit?

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Der Breitscheidplatz im Juli oder der 12tel Blick

Der Juli in Berlin…

Zeigt sich gerade von seiner schönsten Seite. Ich weiß, vielen ist es einfach viel zu warm. Ist ja nicht jedermanns Sache, bei 40° im Schatten (und den gibt es auf dem Breitscheidplatz fast gar nicht, die Stadt zu erkunden. Aber wer fährt schon im Juli nach Berlin? Letztes Jahr im Juli, war es noch lange nicht so schön. Lass mal sehen, wie es da aussah... Ok, da saßen wir auch draußen. Auf dem Rüdesheimer Platz, beim Weinfest. Oder der Juli 2016? Upps, da hatten wir auch tolles Wetter. Nur ist dieser Juli wirklich verdammt warm gewesen.

Juli auf dem Breitscheidplatz

Was ist denn hier schon wieder los? Da bauen die doch glatt eine Tribüne auf! Mit einer oder mehreren Leinwänden! Was bitte haben die da vor? Ich habe ein Plakat gesehen. Das wird nicht nur eine Tribüne, das wird ein richtiges kleines Stadion. Dort sollen kleine Wettkämpfe stattfinden und Medaillenübergaben an die Athleten, die extra aus dem Olympiastadion geholt werden. Für die Extraportion Emotionen, in dem Mittelpunkt der Stadt. Na da bin ich ja mal gespannt. Zum selber nachlesen, geht es HIER lang. Spannend sieht es ja schon mal aus. Berlin lässt sich ja wirklich immer wieder etwas einfallen.

Januar bis Juli...

Mit dem Puzzlebild, ist mir gerade bewusst geworden, das wir schon wieder in der zweiten Jahreshälfte sind. Wie schnell doch so ein Jahr vorbei geht. Zum Glück, haben wir ja noch ein paar Monate, bevor die auf dem Breitscheidplatz den Weihnachtsmarkt aufbauen werden. Aber dazwischen, wird der Stadt und seinen Damen und Herren, bestimmt noch etwas einfallen, was sie uns in der City-West kredenzen werden.  So lange können wir uns noch die Hitze auf den Schädel brennen lassen. Der ersehnte Regen, ist leider immer noch nicht in Sicht. Den Pflanzen bekommt die Wärme nämlich gar nicht.
Machst du auch beim 12tel Blick mit. Ich muss mal gucken, bei Eva von Verfuchstundzugenäht, steht eine Sammlung mit Blicken zur Verfügung.

Genieße die Zeit…

 

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Wollwanderwege in Berlin [Blogtour Deutschlandreise]

Wollläden in Berlin

Astrid und Silvia haben zu Blogtour gebeten. Klar mache ich da wieder mit. Die letzten nach Italien und nach New York, haben doch auch Spaß gemacht. Dieses mal nun, eine Blogtour durch Deutschland. So einige schöne Beiträge sind schon online und es folgen noch mehr!

Siegessäule Berlin

Natürlich schreibe ich über meine Stadt. Und über Wolle. (Weil ich jetzt eine Menge Läden erwähne, von denen ich nichts! für meine Stadttour bekomme, nenne ich das jetzt mal unbezahlte Werbung. Es bleibt dir überlassen, das du nun weiter liest!) Da ich schon so lange stricke und schon einige Wollläden gesehen habe, hatte ich die Idee, dich mal in alle Läden mitzunehmen. Blöd nur, dass es wirklich eine große Anzahl guter Wollläden, über die ganze Stadt verteilt gibt. Ich wüsste gar nicht, wohin ich dich zuerst schleifen sollte. In der Mitte der Stadt, liegen viele Läden fast nebeneinander. Da macht das Wandern direkt große Laune, weil man nebenbei auch noch ein wenig von den Sehenswürdigkeiten meiner Stadt sehen kann. Ich habe bei Koomot eine Wanderroute erstellt und werde sie selber demnächst einmal ablaufen.
Erst dachte ich mir, dass ich eine einzige Wanderroute durch die Stadt erstellen könnte. Da unser Berlin aber eine Gesamtfläche von 891,8 km² hat, und auch in den Außenbezirken einige sehr schöne Läden liegen, musste ich die Tour in drei Teile schlagen. Obendrein, habe ich bestimmt noch den einen oder anderen Laden schlichtweg übersehen, da ich ihn vielleicht noch nie besucht habe.

Wollwanderweg durch Berlin ca 29 km (vielleicht doch besser mit dem Rad)

Die Wollwanderung durch den Norden startet bei  SIMPLY STITCH . Die bieten nicht nur Wolle, sondern auch Stoffe, Nähzubehör, Knöpfe und eine riesige Auswahl an Strick- und Häkelnadeln. Jedesmal wenn ich dort vorbei schaue, fühle ich mich wie im Paradies und muss die Hände tief in die Taschen stecken, um mein Portmonnaie fest zu halten. Die Damen des Hauses sind einfach zu nett und hilfsbereit. Ich schau dort gerne vorbei. Aber weiter geht’s, die Tour ist lang…

Nicht weit entfernt liegt ein anderer Laden, der auch sehr schön ist. Am Amalienpark hat Herr U seinen zweiten Laden eröffnet und auch hier findet man eine tolle Auswahl an Wollen, die einen verzaubern. Er bietet interessante Wollunternehmungen an und einmal im Monat ein Strickplausch. Allerdings bin ich öfter in dem Laden in Mitte zu finden. Der ist kleiner, dafür für mich zentraler. Nicht trödeln es geht weiter, einige Kilometer zu Fuß durch die Stadt und vieleicht hast du ja schon einige Wollknäule in der Tasche.

Herr U am Amalien Park

Wollberge

Ladeneinblick

Wir wandern jetzt einige Kilometer, bis nach Wittenau. ich würde ja fast das Fahrrad nehmen. Die nächste Station heißt 2 rechts 2 links . Ich war noch nie dort, aber wenn ich demnächst diese Tour mache, dann gucke ich auf jeden Fall rein. In der Schillingsstraße in Reinickendorf, versteckt sich der Laden von Frieda Fuchs. Solltest du die Tour planen, dann bitte am Freitag. Denn dann haben die Damen den Laden auch auf. Ansonsten verpasst du die traumhaftesten Garne.

Weiter geht es nach Tegel zum Wollwind und Verflickst und zugenäht. Den Wollwind kenne ich nur mit geschlossener Tür. Nein, die haben auch ganz normale Öffnungszeiten! Ich bin nur immer, zur falschen Zeit dort. Ich drücke mir die Nase an den Scheiben platt und schmachte die Wollen an. Verflickst und Zugenäht habe ich erst bei meinen Recherchen entdeckt.

Und jetzt kommt die längste Strecke… es geht bis nach Spandau, zur Falkenseer Chaussee zur Maschenschmiede. Es macht sicherlich Sinn, nicht die ganze Strecke zu laufen. Zumal die Taschen evtl so mit Wolle aufgefüllt sind. Ic denke, diese Tour war heftig. Aber sehr interessant. Wenn du sie nachlaufen möchtest, hier ist der Link zu Koomot, wo ich die Tour geplant habe.

Wollwanderweg Schöneberg, Wilmersdorf, Charlotenburg

Dieses mal startest du in der City-West. Auf der Kantstraße bei Lalaine. Für mich der Laden, den ich schon seit meiner Pubertät besuche. Hier habe ich immer alles gefunden, was mein Strickerinnenherz verlangte. Bis ich vor einigen Jahren in die Strickerszene geraten bin. Dieser Laden existiert wirklich schon lange und hat auch die Strickflaute überstanden. Die Knäuel sind hier nach Farben sortiert und eine Auswahl der vorhandenen Garne liegt noch einmal in der kompletten Farbauswahl, im Fenster.

Dann geht es weiter zum Wollschlößchen in der Goethestraße. Hier brauchst du wirklich Zeit. Die Besitzerin hält gerne einen Schwatz mit dir. Dabei möchtest du nur all die Schätzchen bewundern, die sie hier verkauft. Unglaubliche Garne, die es teilweise schon nicht mehr am Markt gibt findest du hier. Außerdem hat sie Garne, die mich schon in versuchung geführt haben.

Solltest du dich loseisen können, dann geht es weiter tiefer rein nach Charlottenburg zu Wollreich. Auch hier wieder einfach tolle Garne. Die Verkäuferin ist ein wenig Wortkarg, aber das kann man nach dem Wollschlößchen auch ganz gut vertragen. Aber lass uns den nächsten Laden besuchen gehen. Kannst du noch? Die Wolltasche wird schon schwerer. Hoffentlich hast du dir einen Rucksack mitgenommen. Wir sind jetzt auf dem Weg zur die Wollnerin. Einer meiner heimlichen Favoriten. Hier findest du mich auch manchmal, strickenderweise. Sie färbt selber Garne und das auch in deinen Wunschfarben. Hier habe ich das Garn für die Monsterjungenmütze färben lassen. Aber schau mal selber, wie schön es hier ist.

Selbstgefärbt und Biowolle

Spindeln und Wolle gibt es hier auch

Wunderschöne Qualitäten und Farben

Jetzt wandern wir wieder weiter, zu Wolltraum und NadelYoga. Dort findet man so allerlei, was man auch sonst zum nähen bräuchte. Das Wollsortiment ist etwas eingeschränkt. Dafür gibt es nette Verkäuferinnen, die einem auch gerne helfen, wenn man etwas Außergewöhnliches haben möchte. Allerdings hat man dieses Geschäft auch schnell wieder verlassen. Das nächste auf der Liste ist Holz und Wolle in Schmargendorf. Wenn du Wolle für deine neusten Sockenprojekte suchst, dann bist du hier genau richtig. Ich mag diesen kleinen Laden. Besonders die Besitzerin, mit der ich manches mal schon einen netten Plausch gehalten habe.

Und weil wir immer noch nicht genug hatten, geht es nach Steglitz zu Frau Wolle. Auch diesen Laden gibt es schon ewig. Ein paar Treppchen führen in den Laden nach unten und dann ist man wieder verzaubert. Besonderes? Bestimmt einiges. Aber ich habe für heute genug…

 

Auch diese Tour habe ich über Komoot geplant. Diese ist nur 20 km und ein bisschen lang.

Ab durch die Mitte Berlins...

Ab durch die Mitte…bitte ohne Schnappatmung

Wir fangen diese Tour im Friedrichshan an. Bei Wollen Berlin. Ich selber war da noch nie!!! Würde aber gerne mal vorbei schauen. Jetzt wo ich mir den Routenplaner gemacht habe, kann es ja noch etwas werden.
Im Liljedal Verkhus, in Treptow, findet man eine schöne Auswahl an Dropsgarnen. Weshalb ich es eher vorziehe, dort vorbei zu gehen und mir das gesuchte direkt zu kaufen. Ich bin ohnehin kein Besteller. Jetzt ist es auch nicht mehr weit bis zur Fadeninsel. Ebenfalls einer der ältesten mir bekannten Wollläden im westen Berlins. Als ich das letzte Mal dort war, hingen massenhaft lose Stränge von den Wänden und der Decke. Die Verkäuferinnen, muteten recht Öko an. Aber irgendwie passte das zu dem Laden mitten in Kreuzberg.

In Kreuzberg sind auch wieder zwei Läden fast nebeneinander. Die Wolllust und Needle and Pins. Die Wolllust verkauft fast nur Lacegarne und man findet dort die feinsten Tuchanleitungen. Und bei Needles and Pins, sind die Wollen viel robuster. Die Eigentümerin hat selber Spaß an ihren Wollen und bietet auch Kurse an. Der Laden liegt im Keller und hat etwas ganz gemütliches.

Nun Aber wieder zurück nach Mitte. Über die Spree zur Charité. Auf dem Vorplatz zum Krankenhaus, gibt es einen Laden, der ITO Garne vertreibt. Und die passenden Nadeln dazu. Wehe, wenn man in diesen Laden geht. Ich war hoffnungslos verloren. Garne aus den verschiedensten Materialien, wie Metall und Papier. Du kannst dir aber Zeit lassen, denn der Laden macht erst gegen 14 Uhr auf.

Wo wir nun schon mal in Mitte sind, geht es weiter in die Heckmann Höfe. Den kleinen Laden von Herrn U sollte man sich schon noch ansehen. Er selber steht oft in diesem hübschen Laden in den Heckmann Höfen und bedient ein Internationales Publikum. Kennst du ihn schon aus den Medien, den Herrn U? Jetzt war ich schon so oft bei Herrn U…

Im Nachbarhof, in den Kunsthof recht neben der Synagoge, findet man seit neustem Yarn over Berlin. Dort findest du, was du in den anderen Wollläden nicht gefunden hast. Die Besitzerinnen sind echte Wollprofis. Es ist ein Augenschmauß, in diesen Laden zu gehen. Ich war da, (zum Glück) erst einmal zur Eröffnung. Die besonderen Garne locken sehr.

Und wenn du noch nicht genug hast, dann noch schnell in die Gärtnerstraße, zu Knit Knit. Hier wird gerne den Nichtstrickerinnen das Stricken beigebracht. An verschiedenen Terminen, wird mit dicken Nadeln und dicker Wolle geübt.

Am Ende geht es noch ein bisschen weiter in den Prenzlauer Berg hinein. Das Loops in der Wörtherstraße muss auch noch besucht werden, Als ich das erste Mal dort war, war der Laden so dunkel und nicht besonders einladend. Sie haben aber erst vor kurzem Umgebaut und wie auch immer mehr Licht hineingebracht. Die Besitzerin ist auch eine sehr freundliche und interessierte Person.

Fenster von Loops

Schöne Stränge

Wollregal

Ich habe jetzt genug und lege jetzt die Füße hoch. Ich streichel noch ein wenig Wolle. Denn so eine Tour ohne Belohnung, das geht ja gar nicht.

 

Komoot hat mir bei dieser Tour geholfen. Die einzelnen Punkte sind auf der Karte verzeichnet.

Wollwanderweg No. 4

Auch diese Tour habe ich mit Komoot geplant. Schon schön, was man alles bei der Planung entdeckt. Die Stadt ist so vielfältig, dass es bestimmt nicht Langweilig wird. Bei dieser Tour wandert man im Grunde nur zwischen einem Laden hin und her. Das ist die Wolleria in Tempelhof und die Wolleria in Lichtenrade. Allerdings sieht man auch eine Menge und lernt die Stadt kennen. Dabei entdeckst du, dass wir hier viel, sehr viel grüne Flächen haben und das Berlin eine Menge Wasser und Brücken hat.

Ich war schon öfter in der Wolleria in Tempelhof. Ich mag den Laden, der im Keller liegt. In Berlin gab es viele Läden, die in den Keller führten. Vermutlich hatte man solche Geschäfte, besonders in Gegenden mit knappen Wohnraum, gebaut. Drei, vier Treppchen runter und ein kleiner Vorplatz. Sozusagen ein tiefer gelegter Balkon und schon steht man im nächsten Paradies. Auch hier werden Workshops abgehalten und man trifft sich zu geselligen Strickrunden. Die Wollen, die hier angeboten werden, sind auch wieder eine Augenweide.

Wanderst du auch so gerne wie ich? Normalerweise laufe ich lieber durch die Natur. Aber meine Stadt bietet einfach so viel Abwechslung, dass diese Ausflüge bestimmt Spaß machen könnten. Der Routenplaner von Komoot, nimmt meistens die angenehmsten Strecken. Zu den verschiedenen Standorten, werde ich demnächst auch noch Bilder einstellen. Allerdings brauche ich dann erst ein etwas gefülltes Portmonnaie und ein paar Tage frei. Übrigens lassen sich die Touren auch neu gestalten… Ich bin gespannt, ob ich dich auf meinen Wegen entdecken werde.
Sicherlich, habe ich einige Läden übersehen. Berlin hat so viele Ecken, die ich noch gar nicht kenne. Viele Wollgeschäfte habe ich nur über das Internet gefunden.

Ich hoffe du hast nun vielleicht Lust bekommen meine Stadt zu besuchen und vielleicht diese Touren abzulaufen. Vielleicht gefallen dir auch die anderen Berichte aus der Deutschlandblogtour. 

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Der 12tel Blick wieder über den Breitscheidplatz

Der Breitscheidplatz im Juni

Der Breitscheidplatz Juni 18 Abendstunden

Der Blick über den Platz, an einem Juni-Abend. Hinter dem Lippenstift, wie die Gedächtniskirche von den Berlinern liebevoll genannt wird, geht gerade die Sonne unter. Die modernere Kirche im Vordergrund wird gerade renoviert. Wenn die Sonne im richtigen Winkel steht, dann leuchten üblicherweise die Glasbausteine ganz besonders schön. Nur kann man im Moment nicht mal die Steine sehen, denn der Kirchturm hat ein Röckchen an. Ein riesiges Werbeplakat für eine Sportveranstaltung. Es ist Sommer in der Stadt, was soviel heißt wie, reichlich Veranstaltungen. Während wir auf unserem Beobachtungsposten stehen, werden unten auf dem Platz irgendwelche spektakulären Aktionen gezeigt, die Menschenmassen heranlocken.

Ein halbes Jahr den Blick über den Breitscheidplatz

Ich stehe im Europacenter und habe einen tollen Blick über den Platz. Dort wo ich stehe, stand einst ein Haus im romanischen Stil. Kaiser Wilhelm II hatte den Wunsch, dass dort hochherrschaftliche Häuser errichtet werden sollten. Im Erdgeschoss gab es die Konditorei “Kaiserhof”, die bald dem romanischen Café weichen musste. Literaten machten dieses Café bald zu ihrem Stammsitz. Erich Käster, damals noch Journalist, schrieb darüber :

„Das Romanische Café ist der Wartesaal der Talente. Es gibt Leute, die hier seit zwanzig Jahren, Tag für Tag, aufs Talent warten.”

Schade, dass es dieses Café nicht mehr gibt, denn 1943 wurde der Platz ziemlich zerstört. Wäre bestimmt eine Bereicherung. Welche Literaten wohl heute dort miteinander philosophieren würden? Was wohl für Bücher ,Texte und Ideen  gefunden und umgesetzt würden.
Es waren nicht nur Literaten, die sich dort trafen. Auch Maler, Künstler und Kritiker, hatten dort ihren Treffpunkt. Das Café war in zwei Räume eingeteilt. Der Kleinere war das “Schwimmer-Becken” und der Große, mit 70 Plätzen, das “Nichtschwimmer-Becken”. Du kannst dir sicherlich denken, warum die Räume so genannt wurden. Es gab auch eine Terrasse, dort tummelten sich die “Fremdlinge”. Hach, manchmal würde ich gerne einen Blick in die Vergangenheit werfen.

Meinen 12tel Blick schicke ich, wenn auch etwas verspätet, zu Eva und ihrem Blog Verfuchs und Zugenäht

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Der 12tel Blick über den Breitscheidplatz Berlin im Mai

Berlin, der Breitscheidplatz

Der 12tel Blick ist immer wieder eine Überraschung. Wenn man sich regelmäßig an der selben Stelle einfindet und seinen Blick über den Breitscheidplatz schweifen lässt, kann man immer wieder etwas neues entdecken. Dieses mal findet ein Spargelfest auf dem Breitscheidplatz statt.  In der prallen Sonne, die am 31. Mai circa 33° im Schatten produziert hat, tummelten sich nur wenige Leute auf dem Platz. Vielleicht lag es aber auch daran, das ich ziemlich früh an meinem Plätzchen stand.

12tel Blick über den Breitscheidplatz

Schön bunt sehen die Fahrgeschäfte und Trinkhallen aus. Spargel habe ich übrigens kaum gesehen. Dafür leuchten die Bäume in einem satten grün und bieten einigen Schatten. Dort wo die Buden stehen, stand einmal des Kirchenschiff der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Der Turm war einmal 113 Meter hoch und die 5 großen Glocken, die aus den erbeuteten Kanonen aus dem Deutsch-Französischen Krieg gegossen waren, machten einen solchen Lärm, dass die Wölfe im benachbarten Zoologischen Garten dermaßen jaulten, dass Polizisten versuchten, den Viechern das Maul zu verbieten. Was die Tiere allerdings völlig kalt ließ und sie weiter Radau machten. Die Glocken waren damals fast so groß, wie die Glocken aus dem Kölner Dom.

Breitscheidplatz Berlin

Eva hat vor einiger Zeit den 12tel Blick übernommen und es ist wiedereinmal spannend, welche Blicke dort zusammen kommen. Versuche es doch selber einmal, dich einmal im Monat an eine bestimmte Stelle zu stellen und ein Foto zu machen. Du wirst staunen…

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