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Charlottenburg im Dezember 2019

Der 12tel Blick im Dezember

Ich kann es immer gar nicht fassen, wie schnell die Monate an mir vorbei streichen. Jetzt ist schon wieder Ende Dezember und ich bin ´noch den 12tel Blick vom November schuldig. Lässt sich aber ziemlich schnell nachholen. Der November war am Ende recht diesig und ungemütlich. Aber der Weihnachtsmarkt vor dem Schloß war schon aufgebaut.

Schlossstrasse in Charlottenburg

Am anderen Ende der Schlossstraße geht es nach links in den Otto-Grüneberg-Weg. Dort hinter einer Schule steht eine alte Villa. Die Villa der Oppenheims. Die steht dort seit 1881 und trug mal den schönen Namen Villa “Sorgenfrei”. Damals lies Otto Georg Oppenheim das schmucke Haus als Sommersitz errichten. Bevor die Villa dort errichtet wurde, stand dort schon einmal ein eindrucksvolles Haus, das den Mendelsons gehört hatte. Gleich neben der Villa kann man in dem Schustehruspark spazieren gehen. Der Park ist ein Teil der Gartenanlage der Oppenheimers. Allerdings möchte ich nicht mit dir durch den Park, sondern dir von dem Haus und seinen Bewohnern erzählen. Otto Oppenheim hatte ein ziemlich großes Herz und wies an, dass jedem Bettler der an seine Tür klopft, eine Mark zu schenken. Das führte dazu, dass die Schlange vor seinem Haus so lang wurde, dass der Verkehr auf der Straße zum erliegen kam. Die Polizei bat den Freizügigen darum, andere Wege zu finden, die Armen zu unterstützen.

Inzwischen ist aus der Villa ein Museum geworden und wer mag, bekommt dort auch in dem Hausinternen Café einen leckeren frischen Kuchen nebst Kaffee. In den Räumen der Villa kann man sich schöne Kunstwerke anschauen. Wenn man vor dem Haus steht, dann kann man fast ahnen, wie es dort in Charlottenburg zur Jahrhundertwende ausgesehen haben mag. Doch hat das Haus nicht nur Schönes gesehen. Zwischenzeitlich war es sogar ein Seuchenlazaret, davor war die Villa mit der neben an entstandenen Schule verbunden. 1945 verlor das Haus sein Dach bei einem Luftangriff, Jahrelang blieb ein Flachdach der Abschluss des Hauses. 2012, nachdem es umfassend saniert wurde, wurde es zum Museum. Eines kann ich bestimmt sagen, der Kaffee ist wirklich gut!

Der Dezember Blick hinter das Schloss

Das ist nun der letzte Blick in diesem Jahr auf den “Hinterhof” des Charlottenburger Schloss. Ich fand es eine tolle Serie und habe mir auch schon Gedanken um ein Nachfolge-Objekt gemacht. Ich werde dir jeden Monat etwas aus dem Kreuzberger Kiez erzählen. Ein passendes Objekt habe ich mir auch schon ausgesucht.

Die Spree werde ich allerdings vermissen. Schade finde ich, dass mir 3 Monate der Blick verbaut war, weil die Brücke saniert wurde. Auch fehlte der Blick auf einen der Dampfer, die mehrmals am Tag unter der Brücke durchfahren.

Ich freue mich schon auf ein neues Jahr mit Dir, Eva von Verfuchst und zugenäht  und den Blick auf meine Stadt. 12 mal den Blick schärfen, finde ich eine gelungene Aktion.

Morgen haben wir die erste leere Seite eines 365 Seiten leeren Buches – machen wir ein gutes Buch daraus.

Brad Paisley, Country-Sänger

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In Charlottenburg nix los {12tel Blick}

In Charlottenburg nix los

Der Blick auf (mein) Schloss in Charlottenburg, kommt mal wieder etwas verspätet. Ich will mich gar nicht herausreden. Am letzten Wochenende hat mich der Kerl zu meinen Blickpunkten gefahren und ich konnte bei denkbar ungünstigstem Wetter die drei Bilder machen. Bei dem Wetter hatten nicht mal die Spaziergänger Lust auf der Schlossstraße in Charlottenburg zu wandeln.

Bei einem solch tristen Wetter bleibt man am Besten ohnehin auf der Couch sitzen, wenn man es kann. Nix los auf den Parkwegen. Dabei kann es richtig schön sein, mit Gummistiefel und Regenschirm durch den Park des Schlosses zu laufen.

Die Gärtner des Schlosses haben bestimmt eine Menge zu tun, so dass sich keiner bemüssigt fühlt, hier mal die Hecke kurz zu schneiden. Wie soll ich da einen ordentlichen Blick hin bekommen. So geht das nicht. Wo kann ich mich beschweren? Aber irgendwie hat dieser Blick auch seinen Charm, oder?

Die Brücke ist fertig!

Drei Monate hat es gebraucht, die Brücke über die Spree fertig zu stellen. Wie immer, wenn etwas aufgerissen wird, findet man eine weitere Katastrophe. Die Bauwerke in unserer Stadt haben teilweise schon eine Menge Jahre auf dem Buckel. Einiges braucht halt dann etwas mehr Aufmerksamkeit. Ich bin wirklich schon darauf gespannt, was sie noch entdecken werden, wenn sie Rudolf-Wissell-Brücke neu bauen. Zum Glück habe ich mir einen weit entfernten neuen 12tel Blick ausgesucht.

Zum November-Blick, werde ich dir wieder etwas über Charlottenburg schreiben. In diesem Monat kamen keine Ideen, in meinem verklebten Rotznasen-Hirn an. So lange musst du eben nur mit den Bildern vorlieb nehmen. Und wenn du nicht genug bekommen kannst, von den Aussichten, dann schau einfach mal bei Eva vorbei. Die sammelt nämlich unsere Beiträge, auf ihrem Blog Verfuchst und Zugenäht. Oder du liest dir meine vergangenen Post zu den 12tel Blicken noch einmal durch… Es sind ja erst fünf Jahre 😄

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Marathon in Berlin {12tel Blick September 19}

Marathon und der SCC

Ende September ist Berlin immer auf den Marathon geeicht. So viele Straßen sind dann gesperrt und der gemeine Berliner kennt seine Schleichwege. Alle anderen, sollten mit dem Auto besser zu Hause bleiben!
Seit 1974 laufen die Jogger durch Berlins Straßen. Anfangs noch in dem geteilten West-Berlin und seit 1990 auch durch die wiedervereinigte Berliner Mitte. 1974 nannte man den Lauf noch Volkslauf, inzwischen hat der Lauf so viele Sponsoren. Der Größte darf seinen Namen vornean stellen, weshalb der Lauf offiziell BMW Berlin Marathon  heißt. Aber schon immer hat ein Verein seine Finger beim Marathon oder Volkslauf im Spiel, der SCC. Der Charlottenburger Sport Club. (Jetzt habe ich die Kurve…😄)

Der Charlottenburger Sportclub

Der SCC, damals noch ChSC 02, wurde 1902 in Charlottenburg, in einer Kneipe ( wie soll es anders sein!) Namens Eckmann’s Tanzinstitut, gegründet. Ein gewisser Paul Martin und seine 15 Freunde hatten sich in den Kopf gesetzt, einen Sportclub zu gründen. Sie hatten kurz vorher ein Barlaufspiel in der Radrennbahn Halensee (die ist längst nicht mehr gibt) gesehen. Angetan von dem Sport beschlossen sie, selber einen Verein zu gründen.
1909 leierten die Mitglieder dem Bürgermeister ein Grundstück in Witzleben (da steht das ICC heute drauf) aus den Rippen und bauten in Eigenleistung die erste Aschenbahn mit Überhöhung in Deutschland. Das Besondere, war eine Duschanlage, ein auf einem 3 m hohen Gerüst verankerter Tank, aus dem nach Betätigung einer Reißleine, eiskaltes Wasser lief. 1910 wurde der Sportplatz (schon) mit einem riesigen Sportfest eingeweiht. Bis 1908 war das Barlaufspiel und die Athletik noch die Hauptabteilungen, dann kam der Fußball dazu und das Barlaufspiel verschwand.

1911 verband sich der Sport-Club Westen 05 mit dem SCC. Sie erstellten ein gemeinsames Vereinswappen, das heute fast noch genauso aussieht. Nach der Verbindung waren die Sportler sehr erfolgreich. Aber dann kam der erste Weltkrieg. Die Mitglieder wurden eingezogen. Der Verein hielt aber mit den Soldaten durch eine Feldpoststelle Kontakt.

Nach dem Krieg, kam die Inflation und trotzdem stiegen die Mitgliederzahlen. Die Sportler  brauchten mehr Platz. Aber Sportplätze waren kaum vorhanden. Durch etliche Behördengänge und Verhandlungen, leierte der Verein der Stadt ein Grundstück an der Avus aus den Rippen.
Auf diesem Gelände bauten die Mitglieder, wiederum in Eigenleistung, ein Stadion. Am 26. Juni 1926 wurde das neue SCC-Stadion an der Avus feierlich eingeweiht. Der Club verfügte nun über eine 400 m Bahn mit Spielfeld, drei Fußball bzw. Handballplätze, 8 Tennisplätze und einen Hockeyplatz. Das Tribünengebäude hatte über 1.600 Sitzplätze und enthielt Umkleide-, Büro- und Clubräume. Ein paar Wochen nach der Stadioneröffnung wurde der Lange Lulatsch (Berliner Funkturm) unmittelbar neben dem Stadion eingeweiht.

Schon wieder neu

Nicht lange, währte die Freude über das neue Stadion, denn die Messe nebenan wollte das Grundstück wieder haben, um dort Messehallen zu bauen. Erneut bauten die Mitglieder ein Stadion. Das heutige Mommsenstadion. 1929 hing das schwarze C über dem Eingang und der Sportbetrieb konnte weitergehen. Bis heute werden die Sportanlagen intensiv genutzt.

Nach 1945 waren sämtliche Sportvereine in der Stadt verboten. Der SCC hatte allerdings etwas Glück, da in dem Vereinsnamen der Bezirk enthalten war. Dadurch konnte der eingeschränkte Sportbetrieb als Sportgruppe Charlottenburg wieder aufnehmen. Erst nach der politischen Teilung Berlins, gab es offiziell wieder den Sportclub Charlottenburg. Die Sportveranstaltungen nahmen wieder Fahrt auf. Wenn auch in abgespeckter Form, da ja nun der Osten nicht mehr zur Verfügung stand.

Im Laufe der Jahre veränderten sich die Wettkämpfe, wurde mehr zur Belustigung der Zuschauer und die Mitglieder arbeiten nicht mehr auf der freiwilligen Basis. Der Verein brauchte dadurch mehr Geld, das heute die Sponsoren liefern. So steht eben, neben dem Berlin-Marathon, der Name eines Autobauers.

Jetzt bleibt mir nur noch meinen 12tel Blick bei Eva zu verlinken, Leider ist die Baustelle auf der Brücke immer noch nicht abgeschlossen. Vielleicht schaffen sie es zum Oktober. Aber meine Serie ist leider futsch. Zumal sie mir auch noch einen Bauzaun vor die Nase das Objektiv gestellt haben.

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Aus dem Gefängnis ausbrechen!

Kein leichtes Ausbrechen

Heute will ich dir von unserm Ausbruch erzählen. Am Sonntag sind wir nämlich aus dem Knast ausgebrochen. Aus dem Knast? Ja, und es war ein richtig aufregendes Erlebnis. Schon oft haben Freundinnen davon erzählt, wieviel Spaß es machen würde, ein Live- Spiel zu spielen. Upps, jetzt habe ich es verraten, denn ich saß tatsächlich nicht im Gefängnis und musste ausbrechen. Es war alles nur Spiel.

Die Monster, (Nur noch einmal für die, die es nicht wissen, ich nenne meinen Nachwuchs schon immer so!) hatten uns eingeladen, mal bei einem solchen Event mitzumachen. In Berlin gibt es wohl einige solcher Live- Spiele. Wir haben uns für das Escape Berlin entschieden. Fünf verschiedene Spiele stehen da zur Verfügung und nachdem die Monster schon ein paar solcher Abenteuer erprobt haben, entschieden wir uns für den Knast. Und ich muss sagen, eine gute Entscheidung. (Soweit ich das beurteilen kann)

Wir mussten für unseren Ausbruch allerdings erst einmal durch die ganze Stadt Richtung Lichtenberg fahren. Direkt an der S-Bahn gelegen, in der Storkower Straße 140. Also echt gut zu erreichen. Als wir dort ankamen und wir uns mit fünf Personen angemeldet haben, schaute uns der Mitarbeiter etwas verwundert an. “Fünf? Ich sehe nur vier!” Upps, wir sahen uns um, das Monstermädchen fehlte! Gehörte das schon zum Spiel? Puh… Nee, sie war nur auf die Toilette verschwunden. Aber das war schon mal ein nicht geplanter Lacher. Nachdem wir dann eine kurze Einweisung bekamen und unsere Vergehen zugeben mussten, beziehungsweise besser verschwiegen, weshalb wir Lebenslänglich bekamen, wurden wir hinter Schloss und Riegel gebracht,

Ehrlich?… Ich fand es schon etwas bedrohlich, in einer so kleinen Zelle, mit einem dreistöckigen Metallbett, einem großen Spind und meiner Familie zu stehen. Aber kaum flog die Tür ins Schloss, fingen die Monster an, alles abzusuchen. Klar, wir wollten ja ausbrechen! Und wir hatten nur eine Stunde Zeit. Nicht alle Rätsel waren sofort zu entdecken und manchmal brauchten wir einen Denkanstoß, den wir über einen Monitor bekamen. Die Zeit lief gegen uns. Aber je länger ich mittendrin war, umso mehr fand auch ich Hinweise, wie man aus dieser Zelle ausbrechen kann. Einfach mal etwas um die Ecke denken.

Zum Glück mussten wir nicht noch einen Tunnel graben, das haben vorherige Ausbrecher schon für uns erledigt. Aber durchkrabbeln mussten wir dann doch. Wie es weiter ging, das werde ich nicht erzählen, denn dann wäre es für die nachkommenden Ausbrecher zu einfach und vielleicht werden die Tunnel sonst noch zugeschüttet…

Wir hatten jedenfalls einen wahnsinnigen Spaß. Eine Stunde verging wie im Flug. Der Adrenalinspiegel ist ganz sicher gestiegen und der Teamgeist unserer Familie hat wieder ein wenig mehr zugenommen. Denn wenn man in solch einer Situation nicht zusammen hält, dann kommt man da auch nicht weiter. Ich fand es richtig klasse und bin bestimmt nicht das letzte Mal in solch einem Live-Spiel dabei gewesen. Ich habe gesehen, das es Escape in verschiedenen Städten gibt. Mit noch mehr spannenden Spielen.

Hier geht's zu Escape Berlin

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Universität Charlottenburg, im 12tel Blick

Die Universität in Charlottenburg

Die Universität in Charlottenburg, am Ernst-Reuther-Platz, ist die drittgrößte Uni in meiner Stadt. Mit 35000 Studenten schon ganz ordentlich. Sie ist eine der größten in Deutschland. Am 1. April 1879 wurden die Berliner Bauakademie und die Königliche Gewerbeakademie zusammengelegt. Damit war der Grundstein für die Königliche Technische Hochschule zu Berlin gelegt. Damit das ganze einen Repräsentablen Eindruck macht und die vielen Studenten untergebracht werden konnten, wurde ein neues Gebäude an der Berliner Straße, dem heutigen 17. Juni, errichtet und im November 1884 eingeweiht.

Die Universität erhielt von Wilhelm II., 1899 das Promotionsrecht. Damit durfte die Hochschule als erste Deutschlands, den Doktor in Ingenieurswissenschaften verleihen. Als Charlottenburg 1920 eingemeindet wurde, bekam die Uni einen neuen Namen. Technische Hochschule zu Berlin. Während der Schlacht um Berlin 1945, wurde die Universität geschlossen. Der Monumentalbau wurde schwer beschädigt und von der Frontfassade war einiges zerstört worden. Drei der Fünf Innenhöfe, die Rückseite und die Seitenflügel blieben erhalten. 1965 wurde ein zehnstöckiges, modernes Glas-Aluminium Gebäude an dem Altbau angebaut. Das Campusgeläde ist riesig und wenn man sich mal gemütlich in der Innenstadt zurück ziehen möchte, findet man zwischen den modernen Gebäuden bestimmt einen schattigen Platz.

Mitte der Siebziger Jahre war das Auditorium Maximum, Schauplatz der Studentenbewegung. Nicht weit von der Uni liegt die  Deutsche Oper, in deren Nähe damals Benno Ohnesorg erschossen wurde. Auch Rudi Dutschke sprach dort als Wortführer im Audimax.
Heute sind ca 6000 ausländische Studenten auf dem Campus unterwegs. Wegen schwindender öffentlichen Mitteln forciert die Uni in letzter Zeit ihre Zusammenarbeit mit großen technischen Unternehmen.

Jetzt aber zu meinem 12tel Blick

Was soll ich sagen, so schnell, wie die damals einen Monumentalbau hochgezogen haben, so lange brauchen wir nun wegen einer popligen Brücke. Als sie die Teerdecke der Brücke entfernt haben, haben sie feststellen müssen, das die Träger verrostet sind… Welch ein Wunder! Damit bin ich nun diesen Monat auch nicht an meinen Blick gekommen. Mist!!!

Auch der Schlosshinterhof, stellt sich an. Die Gärtner haben mein Flehen um beschneiden der Büsche überhört. Immer noch kann ich kaum noch in den Hinterhof blicken. Was machen die denn mit mir?

Immerhin kann ich in die Schlossstraße blicken. Das Schloss strahlt wieder in der Hitze. Und die Menschen verziehen sich lieber in den Schatten. Die Berliner Wasserwerke haben der Stadt Trinkbrunnen verteilt. Das Wasser schmeckt köstlich. Was du nicht siehst, ist der Brunnen gegenüber dem Schloss. Aber ich weiß, wo der steht und wie gut der von den Menschen bei dieser Hitze angenommen wird. Hinter den beiden winzigen Personen, da findest du ihn.

Ich mache nun schon einige Jahre bei der 12telBlick Aktion mit. Aber so eine Schlappe mit der Baustelle, ist mir noch nie passiert. Aber vielleicht hat dir meine kleine Geschichtstunde zu der TU-Berlin gefallen. Und noch mehr Blicke findest du wie immer bei Eva, auf ihrem Blog Verfuchst und zugenäht

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Der verzögerte Charlottenburger 12tel Blick

Der verzögerte Blick

Ich habe letzten Monat meinen 12tel Blick nicht gezeigt. Dabei hatte ich die Bilder längst im Kasten. Es verzögerte sich immer mehr, denn ich fand keine Geschichte drumherum. Das hat mich auch diesen Monat ebenfalls geärgert. Eigentlich wollte ich dir von der Königlichen Hof-Apotheke erzählen. Ich bin extra einige Straßen weiter gefahren, um die Apotheke zu fotografieren und die Angestellten um eine Geschichtsstunde zu bitten. Aber die schienen nicht bereit zu sein, mir Auskunft zu geben. Ich ging, ohne etwas heraus gefunden zu haben. Und tatsächlich findet sich auch im Netz nichts, oder fast gar nichts über die Hofapotheke, die es wohl schon seit 1779 gibt.

Und was soll ich dir sagen, die haben meinen 12tel Blick, kaum dass ich meine Fotos im Juni gemacht habe, boykottiert! Stell dir vor, die haben meinen Brückenblick versperrt. Die, das sind die Stadtväter. Als ich im Radio hörte, die wollen die Brücke am Schloss richten, da dachte ich mir schon, dass ich Schwierigkeiten mit meinen Bildern bekommen könnte. Und prompt, so war es auch. Ich habe trotzdem meinen Blick über die Brücke geworfen. Wenn auch von der anderern Brückenseite. Nicht, dass sich mein Blick wieder verzögert. Oder ich gar keinen Blick habe.

Somit habe ich auch wieder kein Schiffchen eingefangen. Vielleicht wird es im August was. Denn die Brücke scheint ohne Verzögerungen fertig zu werden. Immerhin, ist der Übergang über die Spree ein wichtiger Knotenpunkt. Während der Sommerferien scheint es sich mit den erwarteten Staus und Verzögerungen eher mäßig zu gestalten. Tatsächlich kommt man gut durch den erwarteten Verkehr. Ich ja ohnehin, bin ich fast immer mit dem Rad dort unterwegs.

Man könnte fast glauben, dass die Bilder Zwillinge wären!

Der Blick auf’s Schloss, ist dagegen unverstellt. Sieht man mal von den Bäumen ab. Und im Juni vom Handwerker-Markt. Ich bin extra an diesem Wochenende in Charlottenburg gewesen, um den Blick einzufangen. Und dann zeige ich ihn dir im Juni nicht einmal! Im Juli war dafür wieder weniger los. Und nur einige Menschen hatten Lust, unter den Bäumen in der Gluthitze zu wandeln. Auch die Boulespieler auf dem Mittelstreifen zum Schloss, schienen keine Lust zu haben. Schon seit den sechziger Jahren, werfen die Spieler hier ihre Kugeln. Erst wenn es am Abend kühler wird, sieht man sie dort.

Für den nächsten Monat werde ich dir wieder etwas über Charlottenburg berichten. Ich habe eine neue Idee. Vielleicht kann ich meinen Geschichtsunterricht über meine Stadt fortsetzen. Aber ich will nicht zu viel versprechen. Nicht, dass sich wieder alles verzögert. Mehr 12tel Blicke wie immer bei Eva Fuchs, wohin ich auch meinen Beitrag verlinke. Wenn dich meine Blicke interessieren, dann klicke einfach hier

 

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