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Krieg und Machtgehabe {SP 9-22}

26.02.2022 | Samstagsplausch

Jetzt sitze ich hier und versuche meinen Samstagsplausch zu schreiben, Doch fällt mir vor lauter Krieg und Machtgehabe einfach kein sinnvolles Erzählen ein. Die Ukraine ist doch so nah zu meiner/unserer Heimat. Und so manche Bekannte stammt aus diesem Land oder hat dort noch einige Verwandte. Kann ich dann über mein belangloses Leben erzählen?

Krieg und hoffentlich geht keiner hin

Gestern habe ich mich mit Magda in einem Café getroffen. Irgendwie kam mir das falsch vor. Doch alle um uns herum haben sich wie immer benommen. Einige saßen alleine und blätterten ihre Tageszeitungen um. Andere trafen sich, wie wir auch, aßen, tranken und redeten ganz normal miteinander. Nichts deutete darauf hin, dass gerade ein Krieg in Europa entfacht wird. Krieg, etwas das für uns nach 1945 Geborenen ein Zustand ist, den wir gar nicht kennen. Etwas, das wir auf gar keinen Fall erleben wollten. Oh, oh. Wolken ziehen am Horizont auf!

Schwer kommen mir meine Worte heute vor. Vielleicht sollte ich dir einfach von meiner Woche erzählen. Ich war nach langem Aussetzen wieder Arbeiten. Meinem Hintern und den Knochen geht es wieder gut. Danke an alle, die mit mir gelitten haben. Zum Glück ist ja nichts Schlimmeres passiert. Dafür haben mir die Muskeln reichlich weh getan, nach dem ersten Frühdienst. Dafür hatte ich mir auch gleich mal vorgenommen wieder mit dem Fahrrad zu fahren. Wenn da nur nicht der nächste Sturm „Antonia“ gewesen wäre. Am Dienstag und Mittwoch sollte es aber wieder Windstiller sein. War es auch. Nur nicht auf dem Rückweg. Aber da brauche ich ja auch nicht zu hetzen. Gemächlich ging es Bergauf. Und am Donnerstag hatte ich dann auch noch Spätdienst.

Dafür läuft es mit meinen #22Socken22 ganz prima. Am Dienstag konnte ich die Kollegin überraschen. Und sie hat sich gefreut! Ich habe gestern dann auch gleich ein paar neue Socken angenadelt. Dieses Mal ein Teststrick. Ich bin gespannt, wie die sich stricken, denn es wird von den Zehen her begonnen.
Das Wochenende werde ich ruhig begehen. Die ganzen Nachrichten machen mir trübe Gedanken. Aber das habe ich ja schon gesagt. Ich hoffe, dass sich die Mächte wieder einbekommen. Denn es sind nicht die, die den Krieg anzetteln, die auf den Kopf bekommen. Es ist immer der kleine Mensch, den es am Ende trifft.

Die Menschheit muss dem Krieg ein Ende setzen, oder der Krieg setzt der Menschheit ein Ende

(John F. Kennedy)

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17 Kommentare

  1. Rosa Henne

    Liebe Andrea,
    schön, dass es dir wieder besser geht, nach deinem bösen Sturz!
    Ja, ich bin auch fassungslos und mir fehlen die Worte über diesen unnötigen und unfassbaren Krieg. Putins Krieg. Ein Menschenleben ist für ihn nichts. Über ein Volk soviel Leid zu bringen, ist ihm egal. Ich hoffe, dass es in der Ukraine bald wieder Frieden gibt – aber nicht zu jedem Preis.
    Hab noch eine gute Woche und sei herzlich gegrüßt
    Ingrid

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  2. Bienenelfen

    Ja liebe Andrea💛💙Es ist einfach nur entsetzlich und unvorstellbar dass die Welt zuschauen muss💛💙

    Liebe Grüße
    Kerstin und Helga

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  3. Manu

    Hallo Andrea,
    ja, das waren schreckliche Nachrichten in dieser Woche und wir hoffen alle das Beste und auf eine friedliche Einigung – oder wie auch immer man das nennen soll. An die Menschen und deren Leid dort mag man gar nicht denken, wo wir es momentan so gut haben.
    Schön, dass es an Deiner Sockenfront weiter geht, ich bin mir sicher, dass Du die 22 schaffst.
    Liebe Grüße zu Dir
    Manu

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  4. Magdalena

    Wir sind wohl alle fassungslos. Nicht den Mut verlieren!
    LG
    Magdalena

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  5. Edith

    Liebe Andrea, danke für deinen Beitrag. Ich bin sprachlos, dass wir in Europa Krieg habe.
    Ich lasse dir liebe Grüße da und hoffe sehr, dass dieser Krieg ein rasches Ende hat.
    Edith

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  6. Agnes

    Liebe Andrea,
    du hast recht, Krieg in Europa macht uns sprachlos und bestürzt. Und doch geht der Alltag weiter. Aber die armen Menschen, die davon betroffen sind. Und wofür dieser Krieg? Nur aus Machthunger…… Es gibt so schon genug Elend auf der Welt.
    Liebe Grüße
    Agnes

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  7. Ivonne

    Auch hier herrscht die Fassungslosigkeit.
    Ich freue mich, dass du dich von deinem Sturz erholt hast und bewundere dein Vorankommen beim Socken stricken.
    Liebe Grüße
    Ivonne

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  8. Lene

    Liebe Andrea, mir geht es genau wie Euch allen, mir fehlen die Worte zu dem, was da – so gar nicht weit von uns entfernt – Schreckliches passiert ist, von dem wir hofften, dass es nicht passieren sollte. Gestern hab ich mit meiner Mutter telefoniert – ihr geht des Ganze noch mehr in Kopf und Herz herum. Sie war bei Kriegsbeginn 14 Jahre… Wir können nur hoffen und beten, dass es nicht noch weiter eskaliert…
    Sei herzlich gegrüßt von Lene

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  9. Andrea/ die Zitronenfalterin

    Europa hat lange geschlafen und die Augen verschlossen. Nachdem jetzt so praktischerweise eine Pandemie um den Erdball gekreist ist, die Länder geschwächt und innerlich uneins sind, nutzt man als Diktator doch gern so eine Gelegenheit aus. Und immer haben die Menschen auf beiden Seiten der Grenze zu leiden. Daran hat sich ja nie was geändert. Haben wir gehofft, die Zeit der Kriege in Europa wäre vorbei? Dann haben wir leider darauf gesetzt, dass die Menschheit aus ihrer Geschichte lernen würde. Tut sie nicht. Wir haben ja auch schon so manches über die Menschen aus den beiden vergangenen Pandemiejahren mitnehmen dürfen. So ist auch das ja eigentlich keine Überraschung mehr…
    Liebe Grüße
    Andrea

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  10. Nora

    es wird auf der welt immer kriege geben! es war und wird immer so sein! die nähe macht uns betroffen, stärker! es wird leider immer so sein, wenn’s machhaber gibt, denen generell eigenes volk, völker total wurscht sind, die ihre eigenen interessen, sucht nach macht nicht stillen können. traurig macht mich, das die restliche welt, auch die eu, sich in der wirtschaftlichen abhängigkeit so stark befindet, daß keinerlei wirkungsvolle maßnahmen möglich sind bzw. eigene wirtschaft sehr belasten würden. und der kleine große diktator lacht über die dummheit der „großmächte“ genüßlich in den ärmel.

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  11. Astridka

    Hattest du einen Fahrradunfall? Wieso hab ich das nicht mitbekommen? Ich hoffe, deine Knochen erholen sich schnell davon!
    Und deine sonstigen Gedanken kann ich nur teilen, lasse sie aber nicht zu sehr an mich heran. Gelähmt kann ich nicht meine Care-Arbeit tun. Ich weiß auch momentan nichts Sinnvolles zu unternehmen. Dem Kriegsherrn habe ich allerdings nie vertraut wie so viele andere ( kleine Männer mit Hühnerbrust, zu Macht gekommen, haben schon öfter in der Geschichte das Maß verloren. Außerdem haben mich seine KGB-Methoden merkwürdig berührt, den Menschen mit seiner Propaganda das Gehirn zu vernebeln – siehe Q*erdenker z.B. – und das seit Jahren ).
    Strick dir all die Gedanken von der Seele und aus dem Kopf!
    ❤️lich
    Astrid

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  12. Pia

    Mir geht es gleich wie Nina, geschrieben ist geschrieben. Aber dir wünsche ich ein ruhiges Wochenende und pass gut auf dich auf.
    L G Pia

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  13. Anita

    Liebe Andrea,

    ich glaube, es geht den meisten von uns so, dass wir wie paralysiert sind und das Gefühl habe, nicht die richtigen Worte zu finden, aber doch etwas sagen/schreiben zu wollen. Der Krieg ist so nahe gekommen durch diesen uns nicht nachzuvollziehenden Einmarsch in das Nachbarland unserer Nachbarländer. Aus Sicht des Kriegstreibers hat er aus meiner Sicht das sich für ihn ergebende „Zeitfenster“ sehr geschickt genutzt, da ihm die westliche Welt über die vergangenen Jahrzehnte schwach und schwächer erschien. Möge die Nato zusammenhalten und stark sein und bleiben und möge Europa vor allem lernen, erwachsen zu werden und auf eigenen Beinen zu stehen. Sigmar Gabriel hat es gestern sehr treffend gesagt, Europa muss auch in Sachen Verteidigung selbstständig werden und kann nicht darauf vertrauen, dass es immer einen US-Präsidenten geben wird, der Europa wohlgesonnen ist und zur Verteidigung anrückt. Die „Kuschelzeiten“ sind wohl vorbei. Aber die Zeiten sind nicht hoffnungslos, wenn auch leider wohl nicht mehr für die Ukraine. Ich möchte dennoch zuversichtlich bleiben.

    Herzensgrüße und schön auch zu lesen, dass es dem Poppes wieder besser geht. Alles Liebe für dich und die deinen

    Anita

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  14. Kunzfrau

    Ich mag schon keine Nachrichten mehr schauen. Mir machte das Angst. Und ich leide mit den Menschen, die dort in U-Bahnhöfen oder wo auch immer ausharren und hoffen, dass sie heil aus der Sache herauskommen. Ich leide auch mit den Menschen, die ihr zu Hause verlassen, um sich in Sicherheit zu bringen. Ihr zu Hause. Daran hängt doch jede(r) von uns.
    Und das alles nur, weil einer Person es nicht passt, wie sich Die Welt entwickelt. Der sitzt ja auch warm, trocken, sicher und gut versorgt in seinem Palast. Ich kann nicht begreifen, was in den Köpfen solcher Menschen vorgeht.
    Warum ist es nicht möglich, dass die Völker friedlich nebeneinander her leben?

    Marion

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  15. nina. aka wippsteerts

    Ganz ehrlich? Ich habe jetzt hier 3 mal angefangen, etwas zu dem Kriegsthema zu schreiben und alles immer wieder gelöscht. Was hilft es und wie finde ich die richtigen Worte und … Hilflosikeit bleibt
    Aber abgesehen davon, schön, dass es Dir nach dem Sturz wieder besser geht
    Ein erholsames Wochenende, trotzdem
    liebe Grüsse
    Nina

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  16. Heidrun

    Ja, wir sind paralysiert und trotzdem sollte es im positiven Sinne weiter gehen. Aufgeben ist keine Option.

    Hab ein schönes Wochenende, liebe Grüße von Heidrun

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