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Ich brauche ein Vis a vis. Nicht umsonst habe ich einen Beruf gewählt, bei dem ich Auge in Auge mit den Menschen arbeite. Na gut, manchmal sehe ich auch den Menschen nicht unbedingt in die Augen. Aber ich bin ganz nah bei ihnen. Mir fällt es auch sehr schwer, meine Strickfreundinnen nur noch über das Internet zu treffen. Und nun hatte ich eine neue Erfahrung machen müssen.

Samstagskaffee vis a vis von zwei Tulpen im Garten

Ich hatte eine Fortbildung über das Internet. Schon alleine, dass ich mein Gegenüber nicht wirklich leicht ausmachen kann, ich die Mimik schwer sehen kann, ist mein eigenes Internet nicht gerade das Schnellste. Jedes mal, wenn ich selber die Kamera angemacht habe, ist mein Bild eingefroren. So blieb auch bei den Mitlernenden meistens die Kamera aus. Sehr zum Leidwesen der Dozierenden. Aber was soll man denn machen? Es war eine Erfahrung, die ich nicht unbedingt noch einmal haben möchte. Viele von meinen Leserinnen arbeiten ja von zu Hause aus, ich könnte das nicht. Ich brauche ein Vis a Vis.

Vis a Vis, genau gegenüber

Im Moment gibt es ja nicht viel zu sehen, wenn wir aus unserem Fenster schauen. In unserer Straße ist so wenig los, dass man schon aus dem Fenster sieht, wenn der Postbote stopp macht. Genau gegenüber wohnt eine Familie, die müssen nicht auf ihren Geldbeutel acht geben und haben ein mächtig großes Grundstück. Immer wieder ist dort etwas los. Im letzten Herbst haben die einen Kahlschlag in ihrem Garten veranstalten lassen, so dass ich am liebsten hinüber gegangen wäre, um mir die ausgebuddelten Pflanzen zu sichern. Jetzt können wir aber zuschauen, wie es in ihrem Garten anfängt zu blühen und zu wachsen. So haben wir wenigstens einen schönen Ausblick, wenn wir schon in unserm Zuhause bleiben müssen.

Ein echtes Gegenüber

Das wünsche ich mir in diesen Tagen manchmal. So haben wir es in dieser Woche fertig gebracht die Eltern in ihrem Garten zu besuchen. Sie haben ihren Schwiegersohn seit November nicht mehr gesehen und haben mit mir mit gebangt, dass alles gut ausgehen wird. Das Wetter hat es fast gut gemeint mit uns und so saßen wir ein bisschen in der Sonne und konnten etwas reden. Das tat gut, den Kaffee mal wieder im Freien und mit einem echten Vis aVis zu genießen.
Ansonsten habe ich in dieser Woche etwas gemalt, gelesen und gestrickt. Gebloggt habe ich auch. Durch die Schulung war ich am Abend immer so müde, dass mir schon um acht Uhr die Augen fast zugefallen sind. Aber ich habe wacker durchgehalten und immer noch ein paar Reihen gestrickt. Im Moment habe ich mir doch tatsächlich noch einen Teststrick angelacht. Ich konnte einfach nicht widerstehen. Du wirst es bald sehen, warum es mir wieder passiert ist.

Hast du eine Geschichte zu einem Vis a Vis? Einem Gegenüber?

Wann immer ich zwei Übeln gegenüberstehe, wende ich mich dem zu, das ich noch nicht ausprobiert habe.

(Mae West)

 

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