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Wer mich näher kennt, der weiß, dass ich immer absolut pünktlich bin. Pünktlichkeit, ist mir sozusagen in die Wiege gelegt. Mir geht es körperlich immer richtig schlecht, wenn ich den Bus verpasse, im Stau stehe oder mir die Schnürsenkel aufgehen und ich nicht pünktlich ankomme. Ein Phänomen, das meine Mama früher schon zur Weißglut getrieben hat, denn sie ist das glatte Gegenteil. Sie kam immer zu spät! Wenn wir zwei verabredet waren, dann konnte ich getrost 1/2 Stunde später losgehen, was ich aber nie tat und lieber im Regen stand. Auch meine Schwester gehört zu denen, die tatsächlich nicht einmal etwas dafür können, dass sie nicht pünktlich sind. Immer kam eine höhere Macht dazwischen. Sei es, dass ein Zug ausfiel oder sie einen Platten hatte. Bekommt man Pünktlichkeit tatsächlich in die Wiege gelegt?

mit Pünktlichkeit zum Frühstück

Pünktlichkeit

Ich bin gerade in unserem Kiez unterwegs und gehe über die Ampel. Von hinten nähert sich eine Frau mit ihrer Tochter. Die Tochter ist völlig aufgelöst und die Mama redet ununterbrochen auf das Mädchen ein: ” Du bist nicht zu spät! Wir sind noch vollständig in der Zeit. Du musst nicht immer gleich so nervös werden. Wir fahren jetzt los und du bist in 10 Minuten da…. ” Ich konnte das Mädchen nicht verstehen, aber ich konnte mit ihr fühlen. Genau so geht es mir in solchen Fällen. Dabei ist noch ausreichend Zeit!

Alice im Wunderland und das Kaninchen

Ich denke das Kaninchen kennt du sicherlich. Mein absolutes Vorbild, wenn es darum geht herum zu hetzen und im Zeitlimit zu bleiben. Manchmal denke ich, ich bin das Kaninchen. Die letzten Wochen auf meiner Station kam es mir zumindest so vor. Und immer wenn du dachtest, du hast es geschafft, tat sich wieder ein Loch auf. Kollegen waren krank, die Patienten forderten unsere Anwesenheit für die kleinlichsten Sachen (Taschentuch vom Boden aufheben…), als wären wir Dienstpersonal. Da kann man schon mal schnaufen und Keine Zeit, keine Zeit vor sich her reden.
Aber jetzt habe ich Urlaub! Dachte ich zumindest am Anfang der Woche. BIs mir meine Oberschwester eine Nachricht schrieb, ob ich vielleicht lieber einen Frühdienst statt einem Spätdienst am Freitag machen möchte. “Ich habe aber doch frei!” Dem war aber nicht so, der Dienstplan sagte, ich müsse arbeiten. Da hat mein Innerstes wohl versucht mich zu schützen. Aber was solls. Einen Frühdienst sitze ich auf der halben Pobacke ab. Und lustig, war es auch mal wieder. Und mit Pünktlichkeit, habe ich auch geglänzt!

Was war sonst noch so los?

Ich habe am Donnerstag ein Strickbuch rezensiert. Katzenfreunde aufgepasst! Ich stricke gerade einen Teststrick und schaffe immer nur wenige Reihen, weil ich so schnell einschlafe. Dafür lese ich gerade sehr viel und habe auch schon wieder eine Menge neuer Bücher. Am Mittwoch war ich mit dem Hund der Eltern mal im Wald. 10 km sind wir zwei zügig gelaufen. Und ich habe mich mit der Strickfreundin via Skype verabredet und gestrickt. Wenigstens so kann man es aushalten. Auch wenn sie nichts von meinen selbstgebackenen Schokokeksen abbekommen hat.

Wie ist das bei dir? Bist du auch so ein penibler Lieber-zu-Früh-Typ  wie ich? Oder haben dir deine Gene zugeflüstert, Mach mal in aller Ruhe? Ich bin gespannt, ob sich das die Waage hält.

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