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Winterwonderland in Berlin! Ich habe ja das Glück, dass ich ziemlich dicht am Wald wohne. Die Straßen sind nicht so viel befahren, weshalb immer noch ordentlich Schnee liegt. Die Hauptstraßen sind schon wieder frei geschoben, aber immer noch sehr glatt. Immerhin hat es Nachts manchmal bis zu -13° C. Meinem Kerl ist das auf jeden Fall viel zu kalt. Kalt finde ich es auch manchmal. Aber dann lege ich mir meine liebste Decke über die Beine und trinke einen heißen Tee.

Kaffee im Siebträger - Winterwonderland

Noch einmal zurück auf die Nähe zum Wald. Nie nutze ich den Wald so sehr wie im Winter, wenn meine Eltern Hilfe mit dem Hund brauchen. Nicht das die Beiden nicht mehr so rüstig sind selber mit dem Vierbeiner zu gehen. Aber bei Eis und Schnee läuft es sich dann doch sehr wackelig. So genieße ich den Anblick des Winterwonderland im Grunewald. Und der Hund auch. Am Anfang der Woche waren wir so früh im Wald, dass noch kaum ein Anderer dort unterwegs war. Die Flocken fielen stetig und der Hund sprang mit  Wonne in jeden größeren Schneehaufen. Der Himmel war zwar grau, aber das tat unserer Freude, im Winterwonderland unterwegs zu sein, keinen Abbruch.

Den Rest der Woche musste ich dann aber wieder arbeiten und vermisste es, mit dem Hund die Runden zu drehen. Ich mache mir dann schon Sorgen, dass der Vater ausgleiten könnte. Abends rief die Mutter an und berichtete von ihrer Nachbarin, die beim Müll entsorgen auf den Nuschel gefallen ist. Der Arm ist wohl gebrochen. Meine Mutter rief die Feuerwehr und die Nachbarin wollte Partout nicht bei den Eltern warten. Sie wäre vor Schmerzen nicht die Treppe hinauf gekommen. Die Feuerwehr hat die schlotternde Frau dann erst einmal mitgenommen.

Nach meiner Arbeit hatte ich aber noch die Idee meinen 12tel Blick etwas vor zu ziehen. Normalerweise mache ich meine Bilder am 15. eines Monats. Den Schneeausblick wollte ich aber nicht verpassen. Kommt ja wirklich nicht jeden Tag vor, dass Berlin ein Winterwonderland mimt. Die Bilder haben sich gelohnt.
Gestaunt habe ich allerdings über die mutigen Berliner, die sich schon auf die Eisflächen trauen. Der Ausblick von meinem Krankenhaus richtet sich über den Landwehrkanal. Da können wir immer wieder beobachten, wie die Spaziergänger sich auf die Eisflächen trauen. Die Polizei hat schon rote Flatterbänder gezogen. Aber das hindert die Mutigen nicht daran, sich sogar mit den Fahrrädern auf das gefrorene Wasser zu wagen. Ich hoffe sehr, dass sie nicht aus versehen ins Loch fallen…

Diese Wochenende werde ich auch nicht viel von dem Wetter haben. Wieder muss ich arbeiten. Doch ich freue mich schon auf die Kolleginnen, mit denen ich die Nachmittage verbringen kann. Liegt bei dir auch noch Schnee? Oder gehörst du vielleicht zu den Mutigen?

Sonnenschein ist köstlich, Regen erfrischend, Wind fordert heraus, Schnee macht fröhlich; im Grunde gibt es kein schlechtes Wetter, nur verschiedene Arten von gutem Wetter.

(John Ruskin)

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