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Schneemassen in Berlin! Ha, wann hatten wir so viel Schnee und Eiseskälte das Letzte mal? Ich kann mich an einen Winter als Kind erinnern, da hatten wir Schneemassen auf den Straßen. Wir sind mit den Skier auf dem Mittelstreifen einer Hauptstraße unterwegs gewesen. Ein Traum für uns Kinder. Heute Morgen war ich allerdings froh, dass die Stadtreinigung die Straßen schon frei gemacht hatte. Aber kalt ist es trotzdem. Vielleicht kann ich den Kerl heute Nachmittag zu einer Runde um den Block überreden. Wenn wir schon solche schönen Schneeberge haben, sollten wir die auch mal nutzen. Aber ich befürchte, bei der Eiseskälte, werde ich ihn nicht vor die Tür bekommen.

Kaffee auf dem Schreibtisch. Schneemassen wären mir lieber

Wie du vielleicht an meinem Kaffeebild erkennen kannst, bin ich heute morgen arbeiten. Ich musste mein warmes, kuscheliges Bett verlassen. Die Normalität hat mich fast schon wieder eingeholt. Im Februar habe ich eine Menge Dienste. Es ist immer noch alles sehr merkwürdig, im Krankenhaus zu arbeiten. Den ganzen Tag haben wir FFP2 Masken im Gesicht. Wir machen getrennt Pause und ein Miteinander ist schwer aufrecht zu halten. Sobald eine von uns die Maske aus dem Gesicht zieht, sollen die anderen das Zimmer verlassen. Das werden wir noch eine Weile länger haben. In unserem Krankenhaus sind bisher erst ein Bruchteil der Belegschaft geimpft worden. Das Versprechen, dass es Impfstoff für alle gibt, wird immer wieder betont.

Aber was soll ich mich  darüber aufregen. Ich sollte lieber dafür sorgen, dass meine Seele zur Ruhe kommt. All die letzten Wochen haben ein riesiges Loch hinein gerissen und wie immer wirke ich nach außen hin unverletzbar. Ich muss mir unbedingt einen Ausgleich suchen. Etwas, dass mein Seelenheil wieder glättet und das Loch zu schließen vermag.
Im Januar hatte ich noch das Bedürfnis bei Andrea ihrer Linkparty mit zu machen. Meine Idee war, ein Fotoprojekt. 52 Aufgaben, die Magda und ich uns gemeinsam gestellt haben. Aufgaben, die das Auge, sowie den Umgang mit der Kamera schulen. Allerdings werde ich das nun nicht als mein Jahresprojekt durchziehen. Ich denke, dass ich schon genug Dinge zu bewältigen habe. Ich sollte ein wenig kürzer treten. Dafür mache ich mit meinem Lesezimmer mit. Ich will versuchen, all die vorgestellten Bücher zu lesen und zu rezensieren.

Wenn meine Psyche es zulässt, mache ich vielleicht bei der Zitronenfalterin den Quereinsteiger. Und vielleicht fällt mir auch ein Strickthema ein (das hat sich Carina gewünscht). So lange werde ich in meinen kleinen Ufo’s herumwuseln. Die Socken sind bis heute tatsächlich nur einen Kringel gewachsen. Auch für meine Strickprojekte fehlt mir der Ansporn der Freundinnen. Ob ich heute Abend ein paar Reihen schaffen werde? Oder schaue ich mir ein wenig die Schneemassen an…
Machst du bei dem Jahresprojekt mit? Oder hast du eine passende Idee für mich?

Ein guter Rat ist wie Schnee. Je sanfter er fällt, desto länger bleibt er liegen und um so tiefer dringt er ein.

(Simone Signoret)

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