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Ein netter Umgang

Im Grunde haben wir es alle mal gelernt, dass man einen netten Umgang miteinander pflegen sollte. Ich muss nur immer wieder staunen, dass es immer weniger Menschen gibt, denen ein netter Umgang wichtig zu sein scheint. Nicht immer kann man es damit erklären, dass diese Menschen unter Druck stehen. Erst gestern ist es mir so ergangen. Nachdem ich einen langen chaotischen Dienst hatte und noch huschhusch beim Supermarkt vorbei gefahren bin, eine Frau mich dermaßen auf die Palme gebracht hat.

Ich stand der Verkäuferin im Weg und musste ihr und ihrem Lastengefährt mit neuen Waren ausweichen. Also schob ich mich an den Rand und eine Frau, die mir entgegen kam und einen besseren Blick auf die Verkäuferin hatte, pöbelte mich an, weil ich ihr meinen Wagen ziemlich dicht aufschob. Sie hatte allerdings reichlich Platz nach hinten. “Das ist ja wohl eine blöde Idee!” fauchte sie mich an. Ja, hätte mich in Luft auflösen sollen?! Ein freundliches Achtung, sie fahren mir gleich über die Füße oder so, wäre ein netter Umgang gewesen. Aber dann sah ich auch schon, wo der Hase im Pfeffer begraben lag. Sie war in Panik, dass sie nicht genug Klopapier und Küchentücher bekommen könnte.

Die Regale in den Supermärkten sind schon wieder verdächtig leer. Die Freundin schickte einige Bilder in die Freundinnengruppe, auf denen man genau sehen konnte, wie leer schon wieder einige Regale sind. Wir steuern wohl mal wieder auf einen Weltuntergang zu. Ja, in Berlin sind die Zahlen der Coronapatienten am steigen, aber deshalb muss man doch nicht gleich wieder alle Kinderstuben über den Jordan schmeißen!

Es gibt aber auch Schönes

Diese Woche hatte ich ein tolles Strickbuch vorgestellt. Eines, das mir direkt auf den Leib geschrieben ist. Ich kann nur noch einmal schwärmen. Dann haben meine Freundinnen und ich ein Stricktreffen gehabt. Es ist immer wieder höchst entspannend mit den beiden Damen zusammen zu stricken. Einfach nur stricken, Kaffee trinken und vielleicht ein kleines Stückchen Kuchen dazu. Passt!
Dabei habe ich an meinem Stephen West Schal weiter gestrickt. Reihe um Reihe, habe ich mich vorwärts gearbeitet. Um dann einen Tag später fest zu stellen, dass mir die Kombination nicht gefällt. Bei der Wollnerin habe ich mir dann ein neues Knäuel besorgt, drei Reihen damit gestrickt und wieder geribbelt. Am Ende hatte ich noch ein Knäuel in klassischem Natur. Das bringt es jetzt. So gefällt’s…

Meine Weihnachtsgeschenke für meine Strickfreundinnen sind auch am werden. Langsam ernährt sich das Eichhörnchen, hat mein Opa immer schon gesagt. Aber so wird es auch, wie ich es mir vorstelle. Und Weihnachten ist zum Glück ja noch ein bisschen hin.
Außerdem habe ich mir eine schicke neue Tasche genäht. Jetzt fehlt nur noch ein Trageriemen. Dann kann ich dir die Tasche auch zeigen. Sie hat ein prima Feature. Ich bin jedenfalls im Moment noch recht stolz auf das neue Täschchen. Eigentlich war sie nur eine Probetasche. Nun wird sie aber ihren Zweck erfüllen.

Wochenende

Ich hatte die Woche über mein Wochenende. Ich muss jetzt wieder arbeiten, während der Kerl sich ausruhen kann. Aber dann, wenn ich am Nachmittag wieder zu Hause bin, dann verziehe ich mich auf mein Sofa und werde die Nase in meine Bücher stecken. Ich will diesen Monat ja noch einiges lesen. Zwei der Bücher sind etwas schmaler, aber voller Emotionen. Ich brauche wohl noch einen großen Eisbecher und Taschentücher.

Man kann ohne Liebe Holz hacken, Ziegel formen, Eisen schmieden. Aber man kann nicht ohne Liebe mit Menschen umgehen.

(Leo Tolstoi)

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