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Auf meinem Tisch finden sich immer noch die bräunlichen Astern, die ich schon letzte Woche hatte. Ich habe sie ein wenig neu kombiniert, denn ich fand sie wirklich noch zu gut für den Komposter. Ich war gestern mal wieder einkaufen und bin dabei über die Blätter und Mistelzweige gestolpert.
Auf unserem Grünstreifen, sind die Gärtner der Stadt gerade am schneiden und stutzen. Da liegen riesige Haufen abgeschnittener Zweige herum. Ich habe nicht schlecht gestaunt, dass darunter auch die Mistel lag. Werden die doch um Weihnachten teuer verkauft. Jetzt stehen sie erstmal bei mir in der Vase und erfreuen meinen Herbsttisch. Bei Holunderblütchen finden sich bestimmt noch mehr herbstliche Blumen…

Stadtgeschichtetn

Es war einmal… So könnte ich bestimmt auch mal anfangen ☺ Also, es war letzten Freitag. Wir waren zum Essen verabredet und meine Schwester hatte eine leckere Fischsuppe gekocht. Aber irgendwie schien ihr die Menge der Einlage, als zu gering, weshalb wir kurz vor unserem Treffen noch schnell zu unserem Supermarkt unseres Vertrauens hetzten. Schnellen Schrittes durchquerten wir den Laden, denn im hintersten Eck, ist der Fischstand. Vor uns ein leicht untersetzter Mann, mit Brille und Schnauzer. Er wippte leicht vor und zurück und hielt dabei krampfhaft seinen Einkaufswagen und einen Zettel fest. Die Fischverkäuferin derweil, versorgte die ausgelegten Fische mit frischem Eis und putze im Anschluss noch gemächlich die Gerätschaften, die Ablage, das Messer ihre Hände …(außerordenlich sauber, die Dame!), dann drehte sie sich endlich uns, ihren Kunden zu.

Der Mann war natürlich vor uns dran und sprach die Verkäuferin mit sehr leiser Stimme an, als hätte er was Unanständiges zu sagen. “Ich hätte gerne ein großes Seelachsfilet, so 500 Gramm…” Die Verkäuferin nickte wie bei einer Verschwörung und zeigte dem Herren ein wunderbar großes und sehr schönes Filet. Es war bestimmt 40 cm lang und wog ganze 700 Gramm. 

Es besah sich das Filet sehr genau und nickte dann anerkennend. Das wolle er haben. Es hat genau die richtige Größe. Sie wollte gerade den Fisch in eine Folie einschweißen, als er sie zurückhielt und sie noch um etwas bat: “Könnten sie das Stück bitte in 3 Teile schneiden?” Mir blieb der Mund offen stehen und meine Schwester schüttelte den Kopf. Wie kann man nur ein so schönes Stück Fisch, nachdem man es als Ganzes haben wollte, nun in drei Teile schneiden lassen?

Auch die Verkäuferin wirkte verwirrt. Sie nahm immer wieder ein Messer in die Hand wog es ab und tauschte es wieder gegen ein Anderes. Endlich zeigte sie die Stellen, wo sie schneiden würde, der Mann blickte auf den Fisch und dann auf seinen Zettel, um dann zu nicken. Mit echtem Widerwillen, schnitt die Fischfrau das Filet in die gewünschten 3 Teile und verpackte es dann. Der Mann zog von dannen und die Verkäuferin schüttelte immer noch den Kopf, als sie uns bediente. Und das tat sie dann mit voller Freude an ihrem Beruf und hat uns sehr gut beraten. Die Muscheln, die wir bei ihr gekauft haben, waren sehr lecker. Oder lag es an der Kochkunst meiner Schwester?

Du fragst dich bestimmt, wo ich solche Geschichten immer aufschnappe.
Ich gehen gerne Einkaufen und beobachte die Leute.
Sie erzählen ein ums andere Mal Geschichten. 
Versuch es selber einmal…