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Wollwanderwege in Berlin [Blogtour Deutschlandreise]

Wollläden in Berlin

Astrid und Silvia haben zu Blogtour gebeten. Klar mache ich da wieder mit. Die letzten nach Italien und nach New York, haben doch auch Spaß gemacht. Dieses mal nun, eine Blogtour durch Deutschland. So einige schöne Beiträge sind schon online und es folgen noch mehr!

Siegessäule Berlin

Natürlich schreibe ich über meine Stadt. Und über Wolle. (Weil ich jetzt eine Menge Läden erwähne, von denen ich nichts! für meine Stadttour bekomme, nenne ich das jetzt mal unbezahlte Werbung. Es bleibt dir überlassen, das du nun weiter liest!) Da ich schon so lange stricke und schon einige Wollläden gesehen habe, hatte ich die Idee, dich mal in alle Läden mitzunehmen. Blöd nur, dass es wirklich eine große Anzahl guter Wollläden, über die ganze Stadt verteilt gibt. Ich wüsste gar nicht, wohin ich dich zuerst schleifen sollte. In der Mitte der Stadt, liegen viele Läden fast nebeneinander. Da macht das Wandern direkt große Laune, weil man nebenbei auch noch ein wenig von den Sehenswürdigkeiten meiner Stadt sehen kann. Ich habe bei Koomot eine Wanderroute erstellt und werde sie selber demnächst einmal ablaufen.
Erst dachte ich mir, dass ich eine einzige Wanderroute durch die Stadt erstellen könnte. Da unser Berlin aber eine Gesamtfläche von 891,8 km² hat, und auch in den Außenbezirken einige sehr schöne Läden liegen, musste ich die Tour in drei Teile schlagen. Obendrein, habe ich bestimmt noch den einen oder anderen Laden schlichtweg übersehen, da ich ihn vielleicht noch nie besucht habe.

Wollwanderweg durch Berlin ca 29 km (vielleicht doch besser mit dem Rad)

Die Wollwanderung durch den Norden startet bei  SIMPLY STITCH . Die bieten nicht nur Wolle, sondern auch Stoffe, Nähzubehör, Knöpfe und eine riesige Auswahl an Strick- und Häkelnadeln. Jedesmal wenn ich dort vorbei schaue, fühle ich mich wie im Paradies und muss die Hände tief in die Taschen stecken, um mein Portmonnaie fest zu halten. Die Damen des Hauses sind einfach zu nett und hilfsbereit. Ich schau dort gerne vorbei. Aber weiter geht’s, die Tour ist lang…

Nicht weit entfernt liegt ein anderer Laden, der auch sehr schön ist. Am Amalienpark hat Herr U seinen zweiten Laden eröffnet und auch hier findet man eine tolle Auswahl an Wollen, die einen verzaubern. Er bietet interessante Wollunternehmungen an und einmal im Monat ein Strickplausch. Allerdings bin ich öfter in dem Laden in Mitte zu finden. Der ist kleiner, dafür für mich zentraler. Nicht trödeln es geht weiter, einige Kilometer zu Fuß durch die Stadt und vieleicht hast du ja schon einige Wollknäule in der Tasche.

Herr U am Amalien Park

Wollberge

Ladeneinblick

Wir wandern jetzt einige Kilometer, bis nach Wittenau. ich würde ja fast das Fahrrad nehmen. Die nächste Station heißt 2 rechts 2 links . Ich war noch nie dort, aber wenn ich demnächst diese Tour mache, dann gucke ich auf jeden Fall rein. In der Schillingsstraße in Reinickendorf, versteckt sich der Laden von Frieda Fuchs. Solltest du die Tour planen, dann bitte am Freitag. Denn dann haben die Damen den Laden auch auf. Ansonsten verpasst du die traumhaftesten Garne.

Weiter geht es nach Tegel zum Wollwind und Verflickst und zugenäht. Den Wollwind kenne ich nur mit geschlossener Tür. Nein, die haben auch ganz normale Öffnungszeiten! Ich bin nur immer, zur falschen Zeit dort. Ich drücke mir die Nase an den Scheiben platt und schmachte die Wollen an. Verflickst und Zugenäht habe ich erst bei meinen Recherchen entdeckt.

Und jetzt kommt die längste Strecke… es geht bis nach Spandau, zur Falkenseer Chaussee zur Maschenschmiede. Es macht sicherlich Sinn, nicht die ganze Strecke zu laufen. Zumal die Taschen evtl so mit Wolle aufgefüllt sind. Ic denke, diese Tour war heftig. Aber sehr interessant. Wenn du sie nachlaufen möchtest, hier ist der Link zu Koomot, wo ich die Tour geplant habe.

Wollwanderweg Schöneberg, Wilmersdorf, Charlotenburg

Dieses mal startest du in der City-West. Auf der Kantstraße bei Lalaine. Für mich der Laden, den ich schon seit meiner Pubertät besuche. Hier habe ich immer alles gefunden, was mein Strickerinnenherz verlangte. Bis ich vor einigen Jahren in die Strickerszene geraten bin. Dieser Laden existiert wirklich schon lange und hat auch die Strickflaute überstanden. Die Knäuel sind hier nach Farben sortiert und eine Auswahl der vorhandenen Garne liegt noch einmal in der kompletten Farbauswahl, im Fenster.

Dann geht es weiter zum Wollschlößchen in der Goethestraße. Hier brauchst du wirklich Zeit. Die Besitzerin hält gerne einen Schwatz mit dir. Dabei möchtest du nur all die Schätzchen bewundern, die sie hier verkauft. Unglaubliche Garne, die es teilweise schon nicht mehr am Markt gibt findest du hier. Außerdem hat sie Garne, die mich schon in versuchung geführt haben.

Solltest du dich loseisen können, dann geht es weiter tiefer rein nach Charlottenburg zu Wollreich. Auch hier wieder einfach tolle Garne. Die Verkäuferin ist ein wenig Wortkarg, aber das kann man nach dem Wollschlößchen auch ganz gut vertragen. Aber lass uns den nächsten Laden besuchen gehen. Kannst du noch? Die Wolltasche wird schon schwerer. Hoffentlich hast du dir einen Rucksack mitgenommen. Wir sind jetzt auf dem Weg zur die Wollnerin. Einer meiner heimlichen Favoriten. Hier findest du mich auch manchmal, strickenderweise. Sie färbt selber Garne und das auch in deinen Wunschfarben. Hier habe ich das Garn für die Monsterjungenmütze färben lassen. Aber schau mal selber, wie schön es hier ist.

Selbstgefärbt und Biowolle

Spindeln und Wolle gibt es hier auch

Wunderschöne Qualitäten und Farben

Jetzt wandern wir wieder weiter, zu Wolltraum und NadelYoga. Dort findet man so allerlei, was man auch sonst zum nähen bräuchte. Das Wollsortiment ist etwas eingeschränkt. Dafür gibt es nette Verkäuferinnen, die einem auch gerne helfen, wenn man etwas Außergewöhnliches haben möchte. Allerdings hat man dieses Geschäft auch schnell wieder verlassen. Das nächste auf der Liste ist Holz und Wolle in Schmargendorf. Wenn du Wolle für deine neusten Sockenprojekte suchst, dann bist du hier genau richtig. Ich mag diesen kleinen Laden. Besonders die Besitzerin, mit der ich manches mal schon einen netten Plausch gehalten habe.

Und weil wir immer noch nicht genug hatten, geht es nach Steglitz zu Frau Wolle. Auch diesen Laden gibt es schon ewig. Ein paar Treppchen führen in den Laden nach unten und dann ist man wieder verzaubert. Besonderes? Bestimmt einiges. Aber ich habe für heute genug…

 

Auch diese Tour habe ich über Komoot geplant. Diese ist nur 20 km und ein bisschen lang.

Ab durch die Mitte Berlins...

Ab durch die Mitte…bitte ohne Schnappatmung

Wir fangen diese Tour im Friedrichshan an. Bei Wollen Berlin. Ich selber war da noch nie!!! Würde aber gerne mal vorbei schauen. Jetzt wo ich mir den Routenplaner gemacht habe, kann es ja noch etwas werden.
Im Liljedal Verkhus, in Treptow, findet man eine schöne Auswahl an Dropsgarnen. Weshalb ich es eher vorziehe, dort vorbei zu gehen und mir das gesuchte direkt zu kaufen. Ich bin ohnehin kein Besteller. Jetzt ist es auch nicht mehr weit bis zur Fadeninsel. Ebenfalls einer der ältesten mir bekannten Wollläden im westen Berlins. Als ich das letzte Mal dort war, hingen massenhaft lose Stränge von den Wänden und der Decke. Die Verkäuferinnen, muteten recht Öko an. Aber irgendwie passte das zu dem Laden mitten in Kreuzberg.

In Kreuzberg sind auch wieder zwei Läden fast nebeneinander. Die Wolllust und Needle and Pins. Die Wolllust verkauft fast nur Lacegarne und man findet dort die feinsten Tuchanleitungen. Und bei Needles and Pins, sind die Wollen viel robuster. Die Eigentümerin hat selber Spaß an ihren Wollen und bietet auch Kurse an. Der Laden liegt im Keller und hat etwas ganz gemütliches.

Nun Aber wieder zurück nach Mitte. Über die Spree zur Charité. Auf dem Vorplatz zum Krankenhaus, gibt es einen Laden, der ITO Garne vertreibt. Und die passenden Nadeln dazu. Wehe, wenn man in diesen Laden geht. Ich war hoffnungslos verloren. Garne aus den verschiedensten Materialien, wie Metall und Papier. Du kannst dir aber Zeit lassen, denn der Laden macht erst gegen 14 Uhr auf.

Wo wir nun schon mal in Mitte sind, geht es weiter in die Heckmann Höfe. Den kleinen Laden von Herrn U sollte man sich schon noch ansehen. Er selber steht oft in diesem hübschen Laden in den Heckmann Höfen und bedient ein Internationales Publikum. Kennst du ihn schon aus den Medien, den Herrn U? Jetzt war ich schon so oft bei Herrn U…

Im Nachbarhof, in den Kunsthof recht neben der Synagoge, findet man seit neustem Yarn over Berlin. Dort findest du, was du in den anderen Wollläden nicht gefunden hast. Die Besitzerinnen sind echte Wollprofis. Es ist ein Augenschmauß, in diesen Laden zu gehen. Ich war da, (zum Glück) erst einmal zur Eröffnung. Die besonderen Garne locken sehr.

Und wenn du noch nicht genug hast, dann noch schnell in die Gärtnerstraße, zu Knit Knit. Hier wird gerne den Nichtstrickerinnen das Stricken beigebracht. An verschiedenen Terminen, wird mit dicken Nadeln und dicker Wolle geübt.

Am Ende geht es noch ein bisschen weiter in den Prenzlauer Berg hinein. Das Loops in der Wörtherstraße muss auch noch besucht werden, Als ich das erste Mal dort war, war der Laden so dunkel und nicht besonders einladend. Sie haben aber erst vor kurzem Umgebaut und wie auch immer mehr Licht hineingebracht. Die Besitzerin ist auch eine sehr freundliche und interessierte Person.

Fenster von Loops

Schöne Stränge

Wollregal

Ich habe jetzt genug und lege jetzt die Füße hoch. Ich streichel noch ein wenig Wolle. Denn so eine Tour ohne Belohnung, das geht ja gar nicht.

 

Komoot hat mir bei dieser Tour geholfen. Die einzelnen Punkte sind auf der Karte verzeichnet.

Wollwanderweg No. 4

Auch diese Tour habe ich mit Komoot geplant. Schon schön, was man alles bei der Planung entdeckt. Die Stadt ist so vielfältig, dass es bestimmt nicht Langweilig wird. Bei dieser Tour wandert man im Grunde nur zwischen einem Laden hin und her. Das ist die Wolleria in Tempelhof und die Wolleria in Lichtenrade. Allerdings sieht man auch eine Menge und lernt die Stadt kennen. Dabei entdeckst du, dass wir hier viel, sehr viel grüne Flächen haben und das Berlin eine Menge Wasser und Brücken hat.

Ich war schon öfter in der Wolleria in Tempelhof. Ich mag den Laden, der im Keller liegt. In Berlin gab es viele Läden, die in den Keller führten. Vermutlich hatte man solche Geschäfte, besonders in Gegenden mit knappen Wohnraum, gebaut. Drei, vier Treppchen runter und ein kleiner Vorplatz. Sozusagen ein tiefer gelegter Balkon und schon steht man im nächsten Paradies. Auch hier werden Workshops abgehalten und man trifft sich zu geselligen Strickrunden. Die Wollen, die hier angeboten werden, sind auch wieder eine Augenweide.

Wanderst du auch so gerne wie ich? Normalerweise laufe ich lieber durch die Natur. Aber meine Stadt bietet einfach so viel Abwechslung, dass diese Ausflüge bestimmt Spaß machen könnten. Der Routenplaner von Komoot, nimmt meistens die angenehmsten Strecken. Zu den verschiedenen Standorten, werde ich demnächst auch noch Bilder einstellen. Allerdings brauche ich dann erst ein etwas gefülltes Portmonnaie und ein paar Tage frei. Übrigens lassen sich die Touren auch neu gestalten… Ich bin gespannt, ob ich dich auf meinen Wegen entdecken werde.
Sicherlich, habe ich einige Läden übersehen. Berlin hat so viele Ecken, die ich noch gar nicht kenne. Viele Wollgeschäfte habe ich nur über das Internet gefunden.

Ich hoffe du hast nun vielleicht Lust bekommen meine Stadt zu besuchen und vielleicht diese Touren abzulaufen. Vielleicht gefallen dir auch die anderen Berichte aus der Deutschlandblogtour. 

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Könnte es sein, dass ich die Farbe Rot mag?

Tatsächlich, könnte man den Verdacht bekommen, das ich Rot mag! Oder Idril ist fertig…

Idril

Im späten Winter war ich in dem Wollschlößchen in Berlin Charlottenburg. Ein freundlicher Laden, der vollgestopft ist mit Wollen, die man zum Teil schon nicht mehr zu kaufen bekommt. Es war nicht das erste Mal, dass ich dort war. Mich hatte eine Qualität sehr gelockt und an diesem Tag war es dann soweit, dass ich mir einige Stränge unbedingt mitnehmen wollte. Die Stränge hingen an einem Ständer, mehrere Farben nebeneinander und schimmerten mit dem Sonnenlicht um die Wette. Aus 50% Merino und 50% Seide, in einem schönen satten Karminrot.

500 Gramm, 1250 Meter stecken nun in meinem neuen Pullover Idril, nach einer Anleitung von Jennifer Wood. Das Buch, von Jennifer Wood, hatte ich schon einmal vorgestellt. Tolle Modelle sind darin zu finden. Aber für dieses Garn, habe ich mir den Idril ausgesucht. Gestrickt habe ich mit 3,5 Nadeln. Vielleicht, weil ich ihn schnell tragen wollte, oder weil ich nicht im Hochsommer mit diesem Garn stricken wollte, habe ich den Pulli schnell fertig gemacht. Knappe 4 Wochen, hatte ich ihn auf den Nadeln. Wobei mir auch noch andere Projekte “im Weg” waren. Das Garn floss sozusagen, durch meine Finger. ( Ich klinge, als würde ich schwärmen !?)

Schau mal, wie schön die Wolle schimmert. Die Seide “kühlt” die Wolle tatsächlich herunter. Ich habe den Pulli angehabt, als es 26° C im Schatten hatte. Klar ist mir etwas warm gewesen. Aber es ließ sich aushalten. Wieder einmal, hatte mich Magda fotografiert. Ich freue mich jedesmal, wenn sie so schöne Bilder von mir macht.

Idril

Drehe dich mal, geh dorthin, nein nicht so verkrampft. Das Leben eines Models, möchte ich nicht haben. Aber das Ergebnis, ist dann doch schön. Hier waren wir an einem kleinen See im Wilmersdorf. Die Sonne ging gerade unter. Lotta nannte das die “goldene Stunde”.  Eigentlich dürfte ich die Bilder gar nicht bei ihr verlinken, hat sie doch Magda gemacht.

Idril

Zurück zu meinem neuen Schätzchen. Im Hochsommer werde ich ihn nicht tragen. Das ist mal klar. Aber für kühle Abende, ist der wirklich schön. Die Wolle ist aus dem Hause Seehawer & Siebert. Die kannte ich bis dahin noch nicht. Die Maulbeerseide/ Merinowolle wird im Strang, als Dochtgarn geliefert und hat eine ordentliche Lauflänge von 250 Meter. Laut Anleitung hätte ich mehr Wolle gebraucht. Da ich aber wiedereinmal alles anders mache, blieb ich unter der geschätzten Menge. Einen Nachteil hat das Garn allerdings, es wird pillen. Nach wenigem tragen, sind schon einige Knötchen zu sehen. Das muss man bei so einem Garn eben in kauf nehmen.

Idril

Ich hoffe ich habe alles wichtige erzählt. Bleibt mir noch den Beitrag bei Maschenfein und eigentlich wollte ich auch bei Fanny verlinken. Da gibt es aber aufgrund  der DSGVO erstmal keine “Liebsten Maschen”

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Regenwurmtuch 

Ein neues Tuch gestrickt, weil ich unbedingt einen Zauberball haben wollte…

Ich habe schon vor einiger Zeit mein Regenwurmtuch begonnen. Tatsächlich im letzten Oktober. Einige Modelle sind mir ständig dazwischen gekommen. Dafür konnte ich es überall hin mitnehmen. Das Muster ist so einfach und einprägsam, das man wirklich nicht mehr nachdenken musste.

Des Zauberball, mit dem schönen Namen “Herzstück”, landete in meiner Stricktasche, als  ich an einen Samstag bei Herrn U., an dem Samstagskaffee teilgenommen habe. Immer wieder bin ich um diese Zauberbälle herum geschlichen. Am Ende hatte ich den  Merino-Ball, wusste aber wieder einmal nicht, was ich daraus machen möchte. Mit 400 Meter​, reicht ein einzelner Ball nicht aus, um ein komplettes Tuch zu zaubern. In Meinen Wollkisten, habe ich einige schöne Reste Schätze. Darum habe ich ein wenig darin gekramt und ein Knäuel blauer Wolle gefunden. Blau-Grau und seidenweich.

Seidenweich, weil es die Crystal von der Wolllust ist. Die ist aus 70% Wolle, 20% Seide und 10% Kaschmir. Daraus habe ich meiner Schwester einmal ein unglaublich schönes Tuch gestrickt. Mit silbernen Perlen. Riesig groß und extra leicht. Ich habe es scheinbar nie fotografiert und nie einen Blogbeitrag gemacht. Schade, denn es ist immer noch ein Blickfang.

Die Anleitung, für das Regenwurmtuch findet man kostenlos im Netz, oder bei Ravelry. Aber auch viele schöne Regenwurmtuchkombinationen, das ich fast versucht bin, es erneut anzuschlagen.

So nun zu den Eckdaten: Das Tuch ist ein Dreieck und misst an der längsten Seite ca. 300 cm, an der breitesten Stelle ca 100 cm. Es wiegt nur 193 Gramm. Ein Fliegengewicht, sozusagen. Gestrickt habe ich mit meinen geliebten Knitpro’s aus Holz, in der Nadelstärke 3,5.

Ich habe dieses Tuch schon in mein Herz geschlossen. Sogar bei sommerlichen Temperaturen, macht es sich noch ganz angenehm um den Hals. (Gut, bei 30° im Schatten, lege ich es lieber ab). Die meisten Bilder, die du hier siehst, sind wieder von Magda gemacht. So langsam komme ich mir auch nicht mehr ganz so doof vor der Kamera vor.

Jetzt bleibt mir nur noch, mein hübsches Tuch bei Maschenfein Auf den Nadeln im April  und beim Creadienstag, zu verlinken. Und bei Fannys Liebste Maschen Nr.14, bei der man ein Überraschungsstrickpaket gewinnen kann, wenn sich 100 Strickprojekte bei ihr verlinkt haben. Vielleicht hast du auch Lust dich dort zu verlinken.


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Frohe Ostern 2018

Osterhasen

Habe ich dir schon einmal erzählt, dass ich Hasen ganz besonders mag? Ja, doch, ich mag sie sehr. Vielleicht, weil der Monsterjunge einen Kuschelhasen hatte, der so geliebt wurde, dass an vielen Stellen sein Fell schon nicht mehr vorhanden war. 
Magda zeigte mir Anfang des Monats eine Hasenanleitung, der ich nicht widerstehen konnte. Ich musste den Hoppler stricken. Die passende Wolle haben wir in einem Wollladen in Alt Treptow gefunden. Allerdings wollte ich mal etwas von meiner gut abgelagerten Angora- Wolle loswerden. Dafür eignete sich der Bauch des Hasen. Die Anleitung schreibt einen doppelten Faden mit der Drops Flora und Drops Alpaka vor. Natürlich musste ich wieder etwas Anders machen. (eben den Angorafaden)

Kurz nachdem ich den großen Hasen fertig hatte, erschien die Anleitung für den Bunny. Dass ich da noch weniger widerstehen konnte, kannst du dir sicherlich vorstellen. Schaut der nicht niedlich aus seinen großen Augen? Die Anleitung ist wie bei dem großen Hasen etwas kniffelig, aber mit etwas Hilfe und Übersetzungsgeschick, (die Anleitung ist auf englisch!) klapperten die Nadeln lustig vor sich hin. Die Hasen werden fast in einem Stück gestrickt. Ungefüllt, sehen sie fast wie abgezogene Hasenbalge aus. Aber wenn sie erst einmal mit Bastelwatte ausgestopft sind, laden sie gleich zum Knuddeln ein.
Ich denke, durch die Angorawolle hat mein großer Hase einen ziemlich dicken Hals bekommen. (Vielleicht ist er allergisch auf Angorahasen! Hihihi) Vielleicht macht er deshalb auch so ein Gesicht… Die Anleitung war für Nadelstärke 3,25 geschrieben. Ich habe eine 3,5 für den Großen und 3,0 für den Kleinen benutzt. Die Flora in Beige reichte für beide Hasen und mein angefangenes Angoraknäuel ist auch alle. (wie viele Meter da noch drauf waren, könnte ich nur schätzen)

Den Bunny habe ich mit einem Sockengarn und der beigen Flora gestrickt. Auch das Sockengarn war ein Rest, so dass ich nicht sagen kann, wie viel da verstrickt wurde. 

Passend vor Ostern sind die Hoppler fertig geworden. Mit einfacher Bastelwatte gefüllt und mit Matratzenstich verschlossen, machen die Beiden eine gute Figur. Vielleicht stricke ich glatt noch mal welche. Dann werde ich die Augen besser aus Wolle machen, denn als Kuschelhasen sollten sie nichts an sich haben, was ein Kleinkind verschlucken könnte. 

Ich such jetzt noch mein Osternest und gucke mal, ob es noch irgendwelche neuen Strickereien bei Maschenfein und bei Funny gibt. 
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Cooles Buch für feine Strickmoden

Raffinierte Strickmode {Rezension}

von Jennifer Wood

Es sind fast alles Modelle, die ich unbedingt noch stricken möchte. Von den 18 Modellen, die vorgestellt werden, habe ich 12 auf meine Liste gesetzt. Ob ich die jemals schaffe, kann ich nicht sagen. Aber alle Muster, sind sehr anschaulich erklärt und leicht (für etwas geübtere Strickerinnen) umzusetzen. 

Aber fangen wir mal von vorne an!

Jennifer Wood hat sich und ihrer Tochter das Stricken selber beigebracht. Am Anfang, waren es nur rechte Maschen, später kamen die Linken dazu. So sah ihr erstes Strickstück auch gleich viel schöner aus. Sie wagte sich an Zöpfe und strickte die ersten Spitzen. Das war es, was sie machen wollte. Sie fing an ihre eigenen Anleitungen zu entwerfen, weil sie von den alten Sachen so viel mehr gebannt war. Sie gründete “Wood House knits” und veröffentlichte einige Anleitungen. Allerdings schien sie damit immer noch nicht ganz zufrieden und entwarf nach und nach schlichte Pullover und Schals mit Spitzen, Lochmustern und Zöpfen.
Genau wie ich, mag Jeniffer Woods es, sich im Stricken zu verlieren und die Welt, um sich abzuschalten. Ihre Entwürfe sind einfach zauberhaft und machen Lust auf mehr. Wie gesagt, meine Strickliste ist enorm angestiegen und ich suche nun nach den richtigen Wollen. Zu jedem Modell gibt es am Anfang eine Erklärung: wie groß es ist, welche Nadeln sie benutzt hat und was sie für Wolle oder Zubehör ausgesucht hat und natürlich eine Maschenprobe (ist für viele ein absolutes Muss!)

Dann findest du eine Größentabelle, die dich ganz sicher in die richtige Größe einsortiert und dir den Pullover auf den Leib schneidert strickt. Die meisten Pullover, werden von oben nach unten gestrickt. So kann man sie seiner Körperlänge hervorragend anpassen. 
Die Mustersätze sind einfach erklärt. Einzig, du solltest Strickschriften lesen können und dich schon mal mit Spitzen-, Aran und Zopfmuster auseinander gesetzt haben. Am Ende des Buches, findest du Erklärungen für die Abkürzungen und Stricktechniken. Es gibt ja so viele verschiedene Arten Maschen anzuschlagen, oder diese dann zu kreuzen oder abzustricken.  

Ich finde, es ein durchweg gelungenes Buch. Wenn du auf Elegantes und Zeitloses stehst, guck es dir einfach mal an. Dein Buchdealer bestellt es dir bestimmt gerne.
Stiebner Verlag
160 Seiten
Format: 21 × 27,6 cm, Broschur
ISBN: 978-3-8307-0970-1
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Afmæli oder Island in Berlin

Lettlopi Nr.1401,

…so heißt das Model, das ich als letztes, fertig gestrickt habe. Eine Kollegin, vielleicht auch Freundin, war letztes Jahr in Island. Ob sie mir Wolle mitbringen würde, habe ich sie gefragt. Sie war zwar noch nie in einem Wollladen, aber warum mal nicht. Die Verkäuferin war sehr freundlich, sie hatte nicht alle Farben vorrätig. Machte aber nichts, sie stellte ähnliche zusammen, die an die Originale fast heran kamen. 
Als ich die Wolle dann in den Händen hielt, war ich erst einmal etwas erschrocken. Uhh, die kratzt aber doch ganz schön.  Ich wusste, das die echte Wolle nicht weich ist, so hatte ich es mir aber nicht vorgestellt. Vielleicht ließ ich sie deshalb so lange liegen. Während des strickens, stellte ich aber fest, das sie immer weicher wurde.
Mit 4,5 Nadeln, war das Teil schnell fertig. Nicht mal 14 Tage habe ich gebraucht. Der Pullover wird von unten nach oben gestrickt. Erst unter den Armen, werden alle Einzelteile auf eine Nadel genommen und zusammengestrickt. In dem Muster ergeben sich dann die Abnahmen. Erstaunlich war die Wärme, die sich unter dem Strickstück ausbreitete. Ich glaube, solche Pullover kann man wirklich nur im Winter stricken. Da wird einem richtig warm. Die komplette, mitgebrachte Wolle habe ich nicht aufgebraucht. Ich habe noch genug übrig, um noch einen Pulli zu stricken. Das Monstermädchen hat sich schon angemeldet.
Magda, hat mich zum See begleitet und ein paar Fotos von mir gemacht, während ich ein Telefonat führen musste. Ich war später ganz erstaunt, als sie zu mir sagte, die Bilder seien schon fertig. Ich fand das Wetter nicht gerade schön. Es war neblig und es nieselte auch ein bisschen. Die Wege waren so schlammig, das es keinen Spaß machte, spazieren zu gehen. Aber am See war es traumhaft.

Wir sind allerdings nicht lange geblieben. Das Wetter war einfach zu ungemütlich. Ich trage den Afmæli aber wirklich gerne. Mit einem weitern Pullover darunter, ist es kuschelig warm und selbst leichter Wind, lässt mich nicht auskühlen. 

Da der Pullover im Rund gestrickt wird und es keine verkürzten Reihen oder ähnliches gibt, weiß man am Ende gar nicht, wo Vorne oder Hinten ist. Ist auch egal, da sich das Muster um den Hals legt und von allen Seiten einfach gut aussieht.
Das Kratzige verschwindet tatsächlich immer mehr. Nach dem Stricken, habe ich den Pulli gewaschen. Die Fasern verdichten sich dann noch mehr. Spannend ist auch, dass er sehr schnell trocknet und später sogar leichten Regen abweist. 
Inzwischen weiß ich, dass es in Berlin die Lettlopi-Wolle zu kaufen gibt und sie ist nicht teurer, als in Island. Aber ich kann behaupten, ich habe einen wahren Isländer an. Übrigens Isländer- und Norwegermuster, sind unterschiedlich. Das wusste ich auch noch nicht. Mir gefallen die Isländer tatsächlich besser.
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