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Dunkle Jahreszeit … {Samstagsplausch 47-22}

19.11.2022 | Samstagsplausch

Uhh, da ist sie, die dunkle Jahreszeit. In dieser Woche hatten wir einige Tage, da mussten wir Licht machen, damit ich ein paar Maschen erkennen kann. Ich mag diese Zeit eigentlich gar nicht. Ich fahre morgens im Dunklen zur Arbeit und kaum bin ich auf dem Nachhauseweg, wird es schon wieder dunkel. Vielleicht ist es genau das, warum ich es so mag, wenn wir zur Weihnachtszeit alle Kerzen anzünden und es dadurch etwas heimeliger wird.

Tee in der dunklen Jahreszeit

Die dunkle Jahreszeit

Es ist erst 16.00 Uhr und schon wird es dunkel. Zum Glück habe ich zu dieser Zeit immer meine Leuchtweste in der Satteltasche. Ich habe schon darüber nachgedacht, ob ich mir eine Jacke kaufe, die unscheinbar grau ist, aber wenn die Scheinwerfer auf den Stoff treffen, dann strahlt sie intensiv zurück. Es gibt solche Rucksäcke und auch schon Jacken für Kinder. Ich bin noch am Grübeln, was ich machen werde.
Die dunkle Jahreszeit kann aber auch ganz schön sein. Nämlich nach dem Totensonntag, der dieses Wochenende begangen wird, dann werden das Monstermädchen und ich die Wohnung auf die Weihnachtszeit vorbereiten. Wir holen die Kisten vom Dachboden und verteilen wieder all meine Weihnachtsdekoration in der Wohnung. Dann leuchtet es ganz heimelig. Und wenn es ab dem 21. Dezember wieder heller wird, dann kann man sich schon wieder auf das Frühjahr freuen. Vorher aber werfen das Mädchen und ich den CD-Spieler an und tanzen mit Weihnachtsmützen durch die Wohnung. Da haben auch die Nachbarn noch etwas davon. Ob ich am Montag noch schnell die Fenster putzen sollte?

Meine Woche in der dunklen Jahreszeit

Ich schreibe nun jeden Abend oder Morgen auf, was ich an dem Tag vorhabe. Am Ende wird der Tag „Bewertet“. Gute Situationen oder was besonders schön war, bekommt kleine Glitzerherzen. Wenn etwas nicht geklappt hat, dann bekommt es ein trauriges Smiley. Dann notiere ich mir noch Glücksmomente und schreibe auch Sachen auf, die mir gedanklich zu schaffen gemacht haben. Also wie ich reagiert habe, wie ich es hätte besser machen können und ob mein Gegenüber dann schlechter von mir denken würde, wenn ich es anders gemacht hätte. Das sind die Momente, die mir dunkle Gedanken produzieren. Seitdem ich aber das BuJo mit diesen einfachen Tricks führe, merke und sehe ich auch, wie viele schöne Dinge um mich herum geschehen. Wenn man sich das nicht aufschreibt, dann sieht man immer nur das Schlechte. Eine sehr menschliche Natur übrigens. Netter Nebeneffekt, ich kann noch einmal schauen, was ich diese Woche alles angestellt habe. Jetzt glaube mal nicht, dass ich dir ein Foto von meinem Notizbuch zeigen werde. Was da drin steht, ist so ziemlich das privateste, was es von mir gibt 😉

Am Montag klingelte mein Telefon und meine Oberschwester schlug mir vor, dass ich doch lieber Spätdienst, statt Nachtdienst machen könnte. Was würde ich lieber machen! Und weil ich es ja so gerne mache, habe ich vorgeschlagen, wieder den Nikolaus für die Ärzte zusammenzustellen. So habe ich am Dienstag schon mal die Schachteln besorgt. Am Mittwoch hatte ich gehofft, noch ein paar leckere Tomaten im Garten ernten zu können. Aber der Vater hatte schon wieder selber Hand angelegt und alle Pflanzen herausgerissen. Na ganz umsonst war ich dann doch nicht da draußen. Ich habe noch den Flieder etwas gestutzt. Am Nachmittag waren dann meine Knitwochsfrauen bei mir. Stricken, quatschen, Tee und Kaffee schlürfen. Du kennst mich, das liebe ich. (drei Herzchen stehen daneben). Abends dann noch die besten Freunde treffen, um sizilianisch zu essen.
Was mir diese Woche auch sehr gut gelungen ist, dass ich ganz viele Rezensionen fertig gemacht habe. Tolle spannende Bücher. Und natürlich mein Sockenprojekt. Paar Nummer 16 wird heute noch fertig.

Lodderleben

Und damit war das Lodderleben zu Ende. Ich musste wieder arbeiten gehen, Und soll ich dir was sagen? Es ist empfindlich kalt geworden. Und Dunkel! Gestern Morgen waren sogar schon die Dächer der Häuser weiß. Ich hatte mich noch gewundert, warum der Nieselregen so in den Augen weh tat. Das war kein Regen, das war Schnee! Kleine Eiskörnchen haben mich angegriffen. Nach der Arbeit habe ich mir zu Hause einen Tee gemacht und mir eine Decke über die Beine geworfen. Man ist das lausig kalt … Wahrscheinlich wird es mir heute auch so gehen, wenn ich nach Hause komme. Aber jetzt überlasse ich dir das Feld. War es bei dir auch so dunkel? Gab es auch schon Schnee?

Ein guter Kaffee muss schwarz wie die Nacht, heiß wie die Liebe und so süß oder bitter wie das Leben sein

(Arabisches Sprichwort)

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16 Kommentare

  1. Heike

    Geschneit hat es noch nicht, aber kalt ist es geworden.
    Ich finde die dunklen Tage gar nicht so schlimm. In unseren Breiten sind sie glücklicherweise überschaubar.
    Liebe Grüße von
    Heike

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  2. Annegret

    Liebe Andrea,
    strick dir doch einen Leuchte-Schal oder -Cowl! Es gibt so reflektierendes Beilaufgarn, das habe ich letztes Jahr für meine Alltagsmütze mit eingestrickt. Schau mal, so sieht das aus:

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  3. Karin Be

    Es ist die Jahreszeit in der mein Murmeltier-Gen sehr aktiv wird. Ich möchte einfach nur liegen, langsam machen und schlafen. Zu allem anderen ist es mir, als geborene Frostbeule, schnell zu kalt. In der Schule hatte ich immer eine Wolldecke, in die ich mich bei Korrekturen im Lehrerzimmer einwickelte. Selbige Decke ist nun Teil meines Gartenlebens. Als ich an meinen Adventskränzen arbeitete stand ich auch wieder eingewickelt da. Untenherum kam ja keine Sonne hin!
    Ich führe ein mit einem Kalender kombiniertes Tagebuch, seit Jahren. Es hilft mir sehr, gerade auch im Zusammenhang mit der Betreuung vom Lieblingsmenschen, den Überblick zu behalten. Erfolgreiche Erledigungen, schöne Begebenheiten, Telefonate etc. bekommen gelb-orange Smilies, die mich auf der Kalenderdoppelseite jede Woche anlachen.
    Liebe Grüße,
    Karin

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  4. Edith

    Liebe Andrea, endlich bin ich wieder halbwegs fit und schon ist das Interesse wieder geweckt Blog Beiträge anderswo zu lesen und auch eigene zu verfassen.
    Eine schlimme Zeit liegt hinter mir, aber ich schaue nach vorne und vertraue auf das, was kommt.
    Ja, die dunkle Zeit, auf der einen Seite mag ich sie, das Problem ist bei mir das sie mir etwas zu lange dauert bis der Frühling dann kommt.
    Ich wünsche dir einen guten Start in die neue Woche.
    Mit lieben Grüßen Edith

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  5. Britta

    Hallo Andrea,
    wenn der November so usselig ist wie heute, dann liebe ich ihn. Nasskalt, so dass die Kälte in die Knochen dringt. Wenn ich dann mit Fahrrad heimkomme, denke ich nur an meinen Schoko-Cappuchino der im Winter von der heißen Schokolade abgelöst wird und ans Kuscheln auf dem Sofa.
    Schnee gab es hier, tief im Westen des Landes noch nicht. Bis vorgestern war es hier sonnig und mild. Da brauchte ich noch nicht mal heizen. Doch jetzt ist sie an, die Heizung.
    Im Bullet Journal zu notieren, was gut lief und was nicht, ist eine gute Lösung. Ich schaue am Ende der Woche auch immer rein um festzustellen, ich habe nicht Nichts getan.
    Vor ein paar Jahren habe ich in meinem Tagebuch eine Dankeliste geführt und mir vor Augen geführt, wofür ich an dem Tag dankbar war. Heute morgen war es, ohne Husten aufzuwachen.
    Ich wünsche dir eine schöne kommende Woche,
    liebe Grüße
    Britta

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  6. Nanni

    Liebe Andrea,
    hier ist die Welt auch über Nacht weiß geworden und ich merke, dass ich die dunkle Jahreszeit so viel besser vertrage als mit Regen…
    Liebe Grüße
    Nanni

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  7. nina. aka wippsteerts

    Oh ja, ganz viele Kerzen und die warme gestrickte Wolldecke. Dazu was Warmes. Dann kann ich sogar die Dunkelheit inszenieren und als besonders gemütlich wahrnehmen.
    Meine Jungs sind oft mit dem Rad in der Dunkelheit unterwegs, die haben auch die Warnwesten dabei. Als Autofahrer bin ich auch sehr dankbar um jeden Radfahrer, der so gut leuchtet. Selber bin ich seltener im Dunkeln per Rad unterwegs, aber wenn auch mit Leuchtzeugs und Blinkblink.
    Eine schöne Art, sich alles Gute bewusst zu machen, Dein Buch
    Liebe Grüsse
    Nina

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  8. Regula

    Guten Morgen Andrea

    nein, wir hatten noch keinen Schnee, aber ich kann den Säntis im Winterkleid sehen. Mit der Kaltfront ist es jetzt aber doch kälter geworden. Und die Tage sind immer schon rum, kaum ist es hell geworden. Im Dunklen aus dem Haus und im Dunklen zurück. Das Leben im Sommer und Winter unterscheidet sich stark.

    Freude bei der Arbeit wünsche ich dir.

    Liebe Grüsse von Regula

    Antworten
  9. Andrea/ die Zitronenfalterin

    Eine schöne Idee, dir auf diesem Wege über die positiven und gelungenen Seiten der Tage klar zu werden. Ich hab mich diese Woche auch über jeden Sonnenstrahl gefreut, weil es vorher so nebelig und grau am See war. Dafür trifft man im Wald fast niemanden mehr und hat alles für sich (und den Hund). Ja, sogar Rehe trauten sich noch um 9.30 morgens an den Weg. Alles hat eben auch seine netten Seiten.
    Deine Socken bewundere ich übrigens jedes Mal aufs Neue!
    Liebe Grüße
    Andrea

    Antworten
  10. Anita

    Ein schöner Beitrag, liebe Andrea. Ich mag die dunkle Jahreszeit auch nicht und freue mich jetzt schon wie Bolle auf das kommende Frühjahr. Gut, dazwischen eben auch noch Advent und Weihnachten und hoffentlich Skifahren. ♥ Die Idee, in deinem Bujo die guten wie weniger schönen Momente festzuhalten, finde ich grandios. Das könnte ich glatt für mich übernehmen, zumindest hier und da, denn ich finde, Selbstmotivation ist sehr wichtig und gerade das Zurückblicken und die Vorfreude auf die guten Dinge erhellen die Seele und die Sinne, denn es ist – wie du schreibst- nur allzu menschlich, eher das Negative zu betonen (schade eigentlich).
    Von „Lodderleben“ ist hier nur in Sachen Ausmisten und Aufräumen etwas zu spüren, hier steppt auch heute schon wieder eine ganze Bärenbande, so scheint es mir, und hält mich auf Trab. Wird höchste Zeit für ein zweites Tässchen Kaffee und ein wenig Zurücklehnen und Füße hoch, bevor es in Kürze raus in den (neuen) Garten geht.
    Hab ein schönes Wochenende, Herzensgrüße
    Anita

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  11. Nicole von Hexen und Prinzessinnen

    Hallo Andrea,
    ich mag die dunkle Zeit auch nicht. Vor allem der November ist da schlimm. Gestern hat es den ganzen Tag geregnet und heute schneit es. Konnte es gar nicht glauben. Wird aber wohl nur Matsch werden.
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende und LG Nicole

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  12. Astridka

    Oh, das Aufschreiben wäre mir zu mühselig, ich werfe ja eh immer gerne alle Pläne um.
    Schnee könnte mir gefallen, habe heute morgen so ein Foto von Sunni aus Thüringen bekommen. Aber ich weiß, es macht das Leben nicht unbedingt leichter, wenn man unterwegs sein muss. Bei uns ist es grau und sehr viel kälter. Aber meine Füße kann ich ja jetzt gut warm halten 🤗🤣. Und Tee habe ich auch wieder genug,
    Dir ein schönes Wochenende!
    Astrid

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  13. Mandy

    Liebe Andrea,
    gerne bin ich wieder bei Deinem Samstagsplausch dabei. Ich freue mich, dass Du hier so schön lange dabei bist.
    Heute ist hier der Winter eingezogen, draußen ist alles weiß und kalt ist es und windig.
    Ich bräuchte diese dunkle Novemberzeit auch nicht, aber dafür ist es schön gemütlich und man hat mal Zeit für andere Dinge.
    Mir wurde anscheinend eine große Portion Frohsinn und Optimusmus in die Wiege gelegt, für mich ist jeder Tag ist ein guter Tag und evtl. schlechte Momente sind schnell vergessen oder werden auf der Stelle gerade gerückt.
    Solange meine Lieben gesund und munter sind, ist meine Welt in Ordnung.
    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende.
    Winterliche Grüße von der Insel Rügen, Mandy

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  14. Heidrun 🍁

    Der November konzentriert sich auf das Zurückziehen in der Natur, was wir Menschen ganz allgemein festgestellt ziemlich verlernt haben…

    …liebe Grüßle zum Wochenende von Heidrun

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  15. Catrin

    Oh das ist eine gute Idee, sich Dinge vom Tag im BuJo zu notieren. Das werde ich mal übernehmen. Meine to-do‘s habe ich ja schon drin und hake die jeden Tag ab. Das tut auch gut am Ende des Tages.
    Weihnachtsdeko kommt auch bei mir nach dem Totensonntag raus. 🙂
    Ein schönes Wochenende und liebe Grüße von Catrin.

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  16. Uschi

    Ich empfinde den November auch als „dunkelster“ Monat, einmal weil es wirklich wenig Tageslicht hat und zweitens weil er für mich beruflich immer recht anstrengend ist. Und drittens habe ich das Gefühl immer im November sterben Menschen in meinem Umfeld… jedes Jahr kommen schlechte Nachrichten genau in diesem Monat. Ich bin auch froh wenn dieser Monat rum ist.

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