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Den Hals nicht voll … {Samstagsplausch 39/21}

25.09.2021 | Samstagsplausch

Kennst du das auch? Du bekommst den Hals nicht voll. Immer wieder, wenn jemand fragt, kannst du das für mich machen, dann nickst du. Ich sehe ein tolles Buch! Denke, will ich lesen! Zack liegt es auf meinem Bücherstapel. Oh, tolle Wolle, spannendes Projekt… Wie auch immer, ich habe es angenadelt.

Knitwoch mit Tee, Samstagsplausch mit vollem Hals

Ich bekomme also den Hals nicht voll

Stimmt. Meine Oberschwester hat mich gefragt, ob ich den Instagram-account unseres Krankenhauses übernehmen könnte. Wir wollen Werbung für unsere Station machen. Wir sind aber auch ein prima Team und im Gegensatz zu vielen andere Stationen, gibt es bei uns keinen Zickenterror. Aber, und da kommen wir zu dem Hals voll, ich habe viel zu viele andere Dinge im Kopf, die mir wichtig sind. Die Nadeln haben gerade Hochkonjunktur und klappern was das Zeug hält. Auch habe ich meinen 12tel Blick vom Juli (Brandenburger Tor) und August (Quadriga auf Reisen) geschrieben und auch veröffentlicht. Der September kommt dann demnächst.

Die Freundinnen fragen nach Treffen, denen ich gerne nachgehe. Denn Freundschaften muss/sollte man pflegen. Wenn ich mich immer vor allen verstecken würde, hätte ich bald keine Freundinnen mehr. Austausch ist in diesem Fall sehr wichtig. Da bekomme ich den Hals auch nicht voll. Und wenn dann auch noch ein guter Kaffee dabei gereicht wird, dann bin ich immer dabei. Diese Woche war wieder ein Knitwochfrauen-Treffen. Gemeinsam stricken, Kaffee/Tee trinken und sich gegenseitig schöne Dinge aus unserem Leben erzählen. Schlechtes hört man ja schließlich auch genug.

Der-Hals-ist-voll-Nachrichten

Als ich diese Woche die Nachrichten im Radio gehört habe, hatte ich gleich wieder den Hals voll. Da wird ein junger Mann von einem anderen erschossen, weil der erste den zweiten dazu aufgefordert hat, eine Maske zu tragen! Mag sein, dass der Zweite ein psychisches Problem hat, aber das ist nur die Spitze des Eisberges. Immer wieder bitten wir die Besucher unserer Station darum, doch die Maske zu tragen. Die Reaktion geht von pöbeln bis Gewaltandrohung. Ich war diese Woche bei meinem neuen Friseur, dieser erzählte von ähnlichen Erlebnissen. Meine Familie ist durch diese Krankheit bis heute schwer geschädigt und ich habe viele Menschen sehr krank werden sehen. Ich habe den Hals voll, wenn ich immer wieder hören muss, wie ignorant die Menschen mit der verhältnismäßigen einfachen Schutzmaßnahme umgehen. (Hals-Voll-Modus wieder aus!)

Wochenende und nu?

Marathonwochenende. Heute werden die Rollifahrer und die Skater um den ersten Platz kämpfen. Aber eigentlich geht es darum dabei zu sein! Und morgen werden dann die Läufer fast an unserer Haustüre vorbei laufen. Die Kinder kommen mit ihren Partnern zum Frühstück und dann gehen wir die Läufer anfeuern. Sonst bleiben wir besser zu Hause, denn man kann nicht durch die Stadt fahren. Sehr viele Straßen sind für die 35.000 Läufer gesperrt. Marion wird am Ziel die Medaillen verteilen.
Und was wirst du dieses Wochenende machen? Füße hoch oder Aktion? Wald oder Balkon?

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19 Kommentare

  1. Karin Be

    Wenn ich mir die Anzahl meiner angefangenen Wollprojekte anschaue kann ich auch nur den Kopf schütteln. Da gehöre ich eindeutig zur Gruppe, die den Hals nicht voll bekommt.
    Die Nase voll habe ich von der Pest, die im Internet unbescholtenen BloggerInnen das Leben schwer machen und sich dort hineinhacken. Mir passiert, weshalb ich meinen Blog aus dem Netz genommen habe, wenn nicht gerade Reparaturarbeiten laufen. Es ist echt zum k*tzen!
    Liebe Grüße,
    Karin

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  2. Ivonne

    Guten Morgen Andrea,

    genau SO ist es.
    Den Hals nicht voll – bei mir ist das oft bei Hunde“Sachen“ so. Wenn mich jemand fragt, ob ich helfen kann oder mal Zeit für eine Übungseinheit hätte, kann ich meistens nicht nein sagen. Ich denke dann immer an den Hund und hoffe, dass das Mensch-Hund-Team dann besser zurechtkommt.

    Diese Woche sind mir auch ganz viele tolle Aktionen im Netz begegnet u.a. für Adventskalender oder Wichtelaktionen. Am liebsten würde ich überall mittun, aber da muss ich realistisch bleiben und genau abwägen, was ich da schaffen kann. Ich will ja dann auch nichts hin pfuschen.

    Ich gehe jetzt gleich mit den Mädels zum Training. Die Freundin, ihre Hunde, ich und die Goldstücke. Das wird ein toller Vormittag.

    Liebe Grüße
    Ivonne

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  3. Mira

    Liebe Andrea,
    eben erst kam ich dazu, deinem Eintrag zu lesen {in Ruhe zu lesen} . Du sprichst mir mit dem Thema insgesamt aus der Seele und in einigen speziellen Teilen ebenso.
    Worauf wollte ich denn jetzt… ach ja, Freundschaften.
    Ich weiß nicht, ob du meinen Eintrag gelesen hattest, in dem ich mich am Ende darüber auslasse {wieder einmal}, wie sehr meine Mutter immerzu meine geringfe Freizeit dominiert und das auch als ihr gutes Recht betrachtet. Es bringt ja aber nix, wenn ich mich in meinem Blog immer nur ausheule, obwohl das auch ein wenig hilft, ich muss auch etwas dagegen tun. Und das habe ich gestern versucht, indem ich mit ihr geredet habe, auf dem Hinweg zu unserem Ausflugsziel. Dabei {und jetzt komme ich endlich zum Thema zurück} habe ich ihr auch gesagt, dass sie damit, dass sie mich immerzu einspannt, auch bewirkt, dass ich mich von meinen Freunden und überhaupt von jeglichen Kontakten entferne. Gerade gestern morgen, ein Anruf, über den ich mich sehr gefreut hätte. Aber ich wusste, dass sie wartet und ich schon spät dran war, also bin ich gar ncith erst rangegangen. Vor zwei Wochen eine Strick-schwatz-Treffen, das ich in letzter Minute absagen musste, weil die Frau Mutter ihr Mülltonnenschloss nicht zu beklam und ich sofort hinfahren musste, um das zu richten. Ich habe versucht, ihr zu erklären, dass ich diese Kontakte pflegen WILL, damit ich im Alter mal nicht genauso einsam bin, wie sie. Denn ich werde definitiv NICHT meinen Sohn dafür verantwortlich machen, mein Leben zu bespaßen.
    Ähm ja, und deshalb denke ich, dass du ds vollkommen richtig machst, dich um deine Freundschaften zu kümmern und die Kontakt zu pflegen, auch wenn man manchmal das Gefühl hat, dass es zu viel wird. Denn eigentlich kann das nicht zu viel sein. Von Freundschaften und Kontakten kann man den Hals eigentlich nie zu voll bekommen.
    Herzliche Grüße und viel Spaß beim Marathon-Gucken
    wünscht die Mira

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  4. Rosa Henne

    Dann wünsche ich euch mal viel Spaß beim Frühstück mit euren Kindern und dem anschließenden Anfeuern der Läufer. Das ist ein tolles (Familien-)Event! Und bestimmt eine ganz besondere Atmosphäre in Berlin…
    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag!
    Ingrid

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  5. nina aka.Wippsteerts

    Oh ja, ich hab ein grosses Sammlergen bekommen, da bekomme ich manchmal den Hals nicht voll (da liegt noch ein Apfel und da auch, oder beim secondhand dann doch noch ein französisches Wasserglas dazu kaufen, weil ich die so gern mag, oder eben ein Buch für den SUB….)
    Aber den anderen Hals, den der dann vor „Grrrr“ schon mal anschwillt, den mag ich nicht voll bekommen. Wenn eine Bitte um Maskentragen in solchen Ausmaßen endet… oder extremes Gedankengut in Gewalt endet oder oder oder viel zu viele oder
    Gut, dass Du zum Treffen der Freundinnen immer gerne *ja* sagst, dass ist so wichtig!
    Ein schönes Wochenende, liebe Grüsse und ich schau am Wochenende endlich auch in Deine interessanten Jahresprojekt Beiträge – die kann man nicht einfach so nebenbei weg lesen, dafür sind die viel zu informativ!
    Nina

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  6. Nicole/Frau Frieda

    Das macht mich so wütend! Ein junges vielversprechendes Leben durch ein blödes A****loch ausgelöscht. (Bitte entschuldige!) ….
    Liebe Grüße an Euch, Nicole

    Antworten
  7. Ulrike

    Liebe Andrea,
    beim Stoffe kaufen (vor allem wenn schöne Stöffchen in der Restekiste liegen) bzw. beim Annehmen von Stoffen mit der Bemerkung ‚da kannst du doch was draus machen‘ bekomme ich (meistens) den Hals auch nicht voll und meine Vorräte quillen schon fast über. Bei Wolle habe ich mich besser im Griff, da wächst der Bestand fast gar nicht.
    Bei den Hals-Voll-Nachrichten kriege ich auch immer die Krätze, die besagten Menschen reden immer vom Recht auf Meinungsfreiheit aber aus ihrer Sicht andersdenkenden sprechen sie das Recht auf Meinungsfreiheit ab. Ünd leider werden aus Worten oft Taten (bei uns haben renitente Maskenverweigerinnen mal eine Kundin gebissen und der Tankstellenpächterin Haare ausgerissen).
    Aber nun zu meinen Wochenendplänen, nach einem kurzen Einkauf heute morgen ist der Liebste mit dem Fahrrad unterwegs und ich sitze im Sommerkleid auf dem Balkon und genieße die Wärme.
    Liebe Grüße
    Ulrike

    Antworten
  8. Carina

    Genau eben und hier habe ich mein Jahresprojekt beendet – als hätte ich gewußt, was und worüber Du schreiben würdest. Verrückt! Jetzt ist mehr Raum für Neues (zumindest fühlt es sich so an).
    Deine Pläne für morgen lesen sich warm und schön. Möge es genauso werden!
    Carina.

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  9. Edith Götschhofer

    Hallo Andrea, ja ein weiterer Versuch hier einen Kommentar zu hinterlassen.
    Ich kenne diese Redensart auch nicht und darum habe ich jede Zeile sehr aufmerksam gelesen.
    Ja wie soll ich dir es sagen, ohne das du meinetwegen den Hals nun voll kriegst.
    Abstand und Distanz, auch wenn es hart klingt, aber ich übe mich darin und Nein sagen fällt mir nicht schwer, weil ich bevor ich mich entscheide, in mich hinein höre und fühle, wenn es stimmig ist für mich dann gerne ein Ja ansonsten ein klares Nein.
    Ich wünsche dir eine gute Zeit.Edith

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  10. Astridka

    Da gibst du aber eine höchst eigenwillige Interpretation der Redensart, denn ich habe sie immer so verstanden, dass jemand gierig ist. Bei dir scheint es ja eher um das Nein-Sagen zu gehen, wenn etwas an dich herangetragen wird.Das kenne ich auch nur zu gut aus meinem Berufsleben, auch meiner Familie gegenüber. Frau kann halt schlecht aus ihrer Haut, wenn sie Interesse am wohlwollenden Kontakt zu andern hat.
    Ich wünsche dir viel Spaß beim Anfeuern. Hier wäre heute das beste Wetter für ein solches Event.
    GLG
    Astrid

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  11. Anne

    Die Hoffnung, dass das mal besser wird, habe ich für mich nicht mehr wirklich. Allerdings habe ich es gelernt, im zweiten Schritt nein zu sagen. Nach einem schnellen Ja schaltet sich jetzt manchmal mein Kopf ein und sagt:“du willst, aber du schaffst es nicht, denk noch mal gut nach.“ Nur beim Stricken klappt es noch nicht, nie die Hoffnung aufgeben, oder doch nicht …

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  12. Andrea/ die Zitronenfalterin

    Mit der Zeit sollte man aber lernen, Prioritäten zu setzen. Leider kann man nicht auf allen Hochzeiten tanzen. Sonst leidet eine Sache, eine Freundschaft etc., weil man sich auf der anderen Seite, was aufgeladen hat, was einem am Ende doch gar nicht soo sehr am Herzen liegt.
    Deine „Hals-voll-Gefühle“ kenne ich nur zu gut. Aber die Typen, die da pöbeln, mobben, mosern sind sich leider in gewissen Punkten sehr ähnlich. Erst kommt die Gewalt in die Sprache und dann ins Handeln…
    Ich hatte gerade eine Begegnung mit einer Hundehalterin, die sehr unerfreulich war. Das einzige, was mich tröstete, sie ähnelt im Gesicht und in der Statur mittlerweile zusehends ihrem Rottweiler extremst… Irgendwann schlägt es halt zurück.
    Liebe Grüße
    Andrea

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  13. Eva

    O jetzt scheint die Funktion zu gehen.
    Jetzt hatte ich so viel vorher geschrieben und bin jetzt auf dem Sprung.

    Die Tat ist verabscheuungswürdig und da scheint vorher auch einiges passiert zu sein.
    Jedenfalls ist es kein Grund Jemanden zu töten, aber man steckt nicht im Menschen drin und man weiß nicht, wen man vor sich hat, auch wenn man meint, ihn zu kennen.

    Ich hatte da mal einen Kurs über den Umgang mit der Kundschaft.

    Es ist wichtig Kontakte zu pflegen, auf jeden Fall und wenn man dann noch in der Arbeit einen guten Kontakt hat, dann ist das noch besser
    Wir treffen und auch regelmäßig, nur kommen soviele Neue nach und die Alten sterben nun leider. So mein Kollege mit 69 Jahren, den ich sehr mochte und von dem ich soviel gelernt habe.
    Er hatte nicht viel von seinem Ruhestand und hat sich so darauf gefreut.

    Ja, ich bekomme im Moment auch den Halt nicht voll mit neuen Touren zu radeln, das ist einfach nur schön, so durch die Gegend zu düsen und das Wetter auszunützen und mit Freunden dann einen Kaffee zu trinken usw. .

    Aber, das Leben ist nun mal endlich.
    Nun wünsche ich frohes Wochenende und sende liebe Grüße Eva

    Antworten
  14. Kunzfrau

    Ich kriege auch gerade den Hals nicht voll von neuen Strickprojekten. Andauernd begegnet mir was, was ich unbedingt stricken muss. Aber das ist ja ein positive „den Hals nicht voll kriegen“:
    #Nerven tut mich allerdings auch die Ignoranz des Maskentragens. Ich finde das auch nicht so prickelnd, aber wenn wir dadurch wieder so normal wie möglich leben können, dann trage ich gerne Maske. So auch während meines morgigen Einsatzes beim Berlin Marathon!

    Gruß Marion

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    • Eva

      Ich meinte den „Hals“.

      Bin in Eile.
      LG Eva, die auch schon Wolle gekauft hat.

      Antworten
  15. illy

    Guten Morgen Andrea,
    hach… ich könnte fast jedes Wort unterschreiben hier.

    Wir werden heute zumeist zuhause bleiben. Nicht wegen eines Marathons, sondern einfach so. Und dann feiern wir vielleicht noch ein wenig den Geburtstag des Kindes.. er wollte Billard spielen gehen. Das sollte zu schaffen sein.

    Ich wünsche Dir ein wunderbares Wochenende
    (und allen anderen hier natürlich auch)

    Liebe Grüße
    illy

    Antworten

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