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Waldatmen {Samstagsplausch 31/21}

31.07.2021 | Samstagsplausch

Kennst du den Ausdruck Waldatmen? Ich habe ihn irgendwann einmal im Internet gelesen und mir nichts dabei gedacht. Aber jedes mal, wenn ich mit meinem Fahrrad vor die Stadt fahre, fällt mir dieser Ausdruck Waldatmen gleich wieder ein. Eins kann ich dir sagen, es stimmt, dass es einem schlagartig besser geht, wenn man im Wald steht und einfach mal tief Luft holt. Dabei lässt man alles fahren, was einem nicht gut tut.

Waldatmen mit der Fahrradfreundin

Vorgestern habe ich mich mit der Freundin, die ich während meiner Kur kennengelernt habe, zum Radfahren getroffen. In den letzten Jahren haben wir einige Touren gemacht. Doch diese wird wohl die Letzte gewesen sein. Sie zieht weg. Weit weg. Doch am Donnerstag haben wir noch einmal alles gegeben. Gestartet in der Stadt Brandenburg, über Land, Richtung Nauen und am Ende noch ein bisschen weiter nach Henningsdorf. 95 km stand auf meinem Kilometerzähler. Und es war eine wunderschöne Strecke! Die werde ich noch einmal fahren. Ganz sicher! Denn dort habe ich ganz viele Brombeeren und Pflaumen gesehen.

Ansonsten, was geht?

Nichts geht wirklich. Am Montag hat sich, während ich Frühdienst hatte, der komplette Spätdienst krank gemeldet. Die stellvertretende Oberschwester hat alles gegeben, um Dienste zu organisieren. Aber nichts ging. So blieb ich mit zwei Kolleginnen aus dem Frühdienst länger. Nach 4 1/2 Stunden Verlängerung wurden wir von den Schwestern aus dem Frühdienst abgelöst. Ich weiß nicht, wie man früher über 12 Stunden arbeiten konnte.  Auf dem Weg nach Hause habe ich wirklich ganz schön geschnauft.
Gestern haben sich die Schlemmerstrickerinnen getroffen. Leider nicht vollzählig. Es war trotzdem sehr schön. Gemeinsam stricken und schlemmen, ist fast wie Urlaub haben.

Gestricksel habe ich diese Woche auch gezeigt. Einen besonders schönen Pullover. Wenn es erst wieder Kühler wird… Für tolle Anleitungen habe ich auch schon gesorgt. Aber dazu mehr beim Nadelgeplapper. Da haben  diesen Monat leider sehr wenige teilgenommen. Bin aber auch selber schuld. Habe ich doch den Erscheinungstermin verpasst.
Im Lesezimmer habe ich zwei Hörbücher rezensiert. Die waren beide recht spannend. Vielleicht magst du ja mal gucken.

Jetzt nochmal zum Waldatmen. Kennst du dieses Gefühl auch? Hast du es schon  mal ausprobiert? Oder hast du einen anderen Tipp?

Was für ein herrliches Leben hatte ich! Ich wünschte nur, ich hätte es früher bemerkt.

(Colette)

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16 Kommentare

  1. Karin Be

    Wald hat was, zu jeder Jahreszeit. Die Geräusche, die Gerüche, die Bäume, Sträucher, Tiere, … Außer am Meer komme ich im Wald am besten zur Ruhe.
    Bei deiner verlängerten Schicht musste ich schlucken! Das hat sicher Kraft gekostet und hoffentlich hat sich die Situation wieder etwas entspannt.
    Viele liebe Grüße,
    Karin

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  2. Ursula

    Pflegenotstand – vielleicht fragt ihr mal bei Herrn Spahn an ob er in solchen Fällen aushilft. All das Klatschen war ja wohl für die Katz…

    Hut ab vor soviel Einsatz.

    Waltatmen – einfach spazieren gehen im Wald und lauschen und Atmen. Herrlich zum Abschalten.

    LG
    Ursula

    Antworten
  3. Nanni

    Den Begriff Waldatmen kenne ich zwar nicht, aber sobald ich mit dem Rad oder zu Fuß in den Wald komme, merke ich den Unterschied und freue mich, nicht im Auto zu sitzen und die gute Luft zu verpassen. Der Wald ist sicherlich heilsam gegen Stress und Anspannung.

    Hoffentlich sind die Kollegen bald wieder fit – 12 Stunden am Stück in einem anstrengenden Beruf ist viel zu viel!
    Liebe Grüße
    Nanni

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  4. Heike

    Waldatmen, Waldbaden, was für Begriffe…
    Die habe ich auch schon gehört und gelesen.

    In unserer Kindheit ging es fast jedes Wochenende in den Wald. Das war total normal.
    Erst mit Beginn der Pubertät sträubten wir uns. Später besann ich mich aber wieder auf diese schöne, wohltuende Zeit und ging mit meinen Kindern regelmäßig in den Wald und bin auch heute noch sehr gerne und regelmäßig in der Natur.

    Das die ganze Schicht ausfiel, ist echt krass. Da handelt es sich ja schon um einige Leute, oder?

    Halt die Ohren steif!

    Liebe Grüße von
    Heike

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  5. Magdalena

    Das mit dem Waldatmen kann ich nur bestätigen. Ich wundere mich auch oft, was ich früher geschafft habe. Nun ja…Ich werde unbedingt dein Nadelgeklapper besuchen. Da habe ich schon so viele gute Ideen gefunden.
    LG
    Magdalena

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  6. Manu

    Hallo Andera,
    den Begriff Waldatmen kannte ich noch nicht, hier sprechen alle nur vom Waldbaden bzw. wird das für die “Stadtmenschen” angeboten. Denn so wie Du die Menschen und das Leben um Dich rum hast, so haben wir hier den Wald, für uns ist ein Stadtbesuch mit Schaufensterbummel immer was besonders. Aber ich kann Dich gut verstehen, da lässt es sich einfach gut atmen und es herrscht immer eine gute Temperatur vor.
    Da musstest Du aber lange arbeiten, ich beneide Dich nicht. Und unbedingt weitermachen mit dem Nadelgeplapper ich schau gern vorbei, hatte aber seit dem Urlaub dauernd viel um die Ohren so dass ich durch die Blogpause auch nicht dabei war, aber das wird in einer guten Woche wieder besser, dann gibt es Lücken in meinem Kalender. *G*
    Liebe Grüße zu DIr
    Manu

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  7. nina aka.Wippsteerts

    Ja, Waldatmen… Wiesenatmen… Naturatmen… Ist einfach besser! hab deswegen (und in Ermangelung eines Waldes hier) einen extralangen Weg mit dem Rad durch die Felder gemacht.
    Schön, dass es mit Deiner Freundin noch zur Radtour geklappt hat!
    Weniger schön die Mehrarbeit!
    Hoffe sehr, es wird kein Dauerthema
    Ganz liebe Grüsse und ein schönes und sehr erholsames Wochenende
    Nina

    Antworten
  8. Andrea/ die Zitronenfalterin

    Eigentlich bin ich mit den Hunden fast täglich im Wald. Ich könnte nicht mehr ohne sein. Deswegen leide ich immer mit, wenn ich nur von weitem Motorsägen dort höre.
    Es tut ungemein gut, sich dort zu bewegen, auch wenn zur Zeit dort die Schnaken auf uns warten.
    Deinen Norwegerpulli im Nadelgeplapper mag ich total gerne!

    Der Pflegenotstand ist eine Katastrophe. Die Arbeitsbedingungen, die Bezahlung… schlimm!
    Liebe Grüße
    Andrea

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  9. Astridka

    Waldatmen! Alter Wein in neuen Schläuchen! Meine Mutter hat das schon in meinen Kindertagen mit uns praktiziert und uns zu tiefem Durchatmen animiert.🤣
    Was du von der Pflegesituation schreibst, ist beängstigend. Aber auch in anderen sozialen berufen sieht es traurig aus. Ich habe gehört, dass in Berlin 700 Lehrer*innen gekündigt haben. Macht einfach keinen Spaß mehr, sein Kreuz für andere hinzuhalten. Besonders wenn da nur noch Anspruchshaltung und Verantwortungslosigkeit der einzige Maßstab ist wie bei denen, die am Wochenende bei euch in der Hauptstadt aufschlagen und meinen, sie würden uns alle vertreten.
    Pass gut auf dich auf!
    ❤️lich
    Astrid

    Antworten
  10. Margot, JUDIKA

    Liebe Andrea,
    Pflegenotstand, man könnte das Kotzen kriegen!
    Übrigens bin ich vor 2 Wochen in Berlin gewesen und habe dort “Stadtatmen” und auch ein wenig “Waldatmen” gemacht. Meine Söhne und ich sind u. a. im Humboldthain gewesen, mich hat die dortige Aussicht fasziniert.
    viele Grüße Margot

    Antworten
    • Margot / Judika

      Liebe Andrea,
      meine Söhne standen voll unter Prüfungsdruck und haben mich dieses Mal nur 2 Nächte lang beherbergt, bei meinem nächsten Besuch klappt es vielleicht wieder mit einem Kaffeeplausch.
      viele Grüße Margot

      Antworten
  11. Mira

    Guten Morgen liebe Andrea,
    Waldatmen, was für ein schönes Thema, ganz besonders, da es bei dir dienstlich gerade wieder so mistig aussieht. Da ist Natur um einen herum und insbesondere der Wald sehr wichtig, um das Wohlbefinden wieder herstellen zu können.
    soweit ich weiß, gibt es für dsa Waldatmen in manchen Gegenden sogar Kurse. Ich finde aber, das braucht man gar nicht. Es reicht, in ein Waldstück zu gehen, sich einen Baum auszusuchen und… ja, auch diesen Baum umarmen. Das klingt vielleicht abgefahren, aber es wirkt unglaublich beruhigend und entspannend.
    Ich werde nachher einen Ausflug machen, leider nicht mit dem Rad, denn ich nehme die Kleine Frau mit und muss deshalb das Auto nehmen. Aber ich will in Richtung Heide und kann sie vielleicht {hoffentlich} dazu bewegen, ein paar Schritte in der Natur zu gehen.
    Dir wünsche ich, dass sich die Dienstpläne ganz schnell wieder entspannen.
    Und ein schönes Wochenende
    Lieb grüßt die Mira

    PS. Ach ja, das Nadelgeplapper. ich liebe das, aber ich kann mich nicht betgeiligen, weil meine Nadeln schon seit ein paar Wochen nicht plappern. Ich habe irgendwie immer anderes zu tun oder bin einfach zu müde…

    Antworten
  12. Nicole von Hexen und Prinzessinnen

    Hallo Andrea, ich mag es auch gerne, wenn ich mit den Hunden spazieren gehe und die Luft einfach anders ist. Zwar ist es nicht immer Wald, aber trotzdem Natur.
    Ich kann mich erinnern, dass ich vor vielen, vielen Jahren mal in einem Billard-Café gearbeitet habe, da ist es mir auch ein paar Mal passiert, dass ich Doppelschicht gearbeitet habe, weil die für den Abend abgesagt hat. Kann mir auch nicht mehr vorstellen, wie ich das geschafft habe. Ich weiß nicht, ob ich das heute noch schaffen würde.
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende und LG

    Antworten
  13. Heidrun

    Nun, mir ist das Waldatmen unbekannt. Allerdings sagen wir hier Luftduschen gehen, was den Sinn erfüllt.

    Wow… Eine ziemlich ausgefüllte und intensive Woche liegt hinter Dir!
    Hab ein schönes Wochenende, liebe Grüßle von Heidrun

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  14. Eva

    Guten Morgen Andrea,
    ja der Wald. ES ist immer wieder schön, sich darom aufzuhalten und ich habe ja auch von berufs wegen damit zutun gehabt. Obwohl die Forstleute das ja alles immer ein wenig anders sehen, als die anderen Menschen. :-))
    Schön, dass du soviel geradelt bist, aber bei Euch ist es ja auch relativ flach und mit einem richtig guten Fahrrad ist das dann auch prima.
    Wir gehen heute auch wieder auf Tour, auch in den Wald rund um Löwenstein, da kommt auch einiges zusammen und auch Höhe.
    In Henningsdorf war ich auich schon und bin geradelt und dort steht, ich hoffe ich weiss es noch, ein alter Wachturm.

    Tja, wenn ich es so höre, dann geht der Pfelgedienst u.a. den Bach hinunter. Viele haben auch hier in den Krankenhäusern gekündigt oder sind krank. Wundert mich nicht, denn auf Dauer kann man das auch nicht mehr aushalten.

    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende und sende liebe Grüße.
    Liebe Grüße Eva

    Antworten
  15. Anni

    Liebe Andrea,

    ohhhhh ja, das Waldatmen ist etwas ganz wunderbares. Ich spüre sofort auch die Veränderung der Luft und des Allgemeinbefindens, sobald meine Füße die Schwelle vom Waldrand in selbigen übertreten haben. Im Wald zu sein ist so schön. Ohhh, wie schön, dass du rund um Brandenburg geradelt bist. 95 km – alle Achtung! Wir waren letzten September in Potsdam und sind auch Kilometer um Kilometer durch Brandenburg geradelt, in Brandenburg waren wir auch und sind mit dem Rad durch die tolle Landschaft gebraust bis Nauen/Schloss Ribbeck. Herrlich.

    Boah, die Dienst(pläne) hören sich alles andere als gut an. Ja, mit 20, 30, da konnte man die Mehrarbeit noch gut wuppen, mit den Jahren später wird das wirklich belastend. Ich hoffe, dass die erkrankten Kolleginnen und Kollegen wieder an Bord sind.

    Liebe Grüße

    Anni

    Antworten

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