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Ist dir mal die Kopfhaltung der Menschen in deiner Stadt aufgefallen. Als ich diese Woche mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren bin, sah ich öfter, wie die Menschen die Köpfe hielten. Da war der junge Bursche, der den Kopf tief gesenkt über sein Telefon hielt und den Verkehr um ihn herum gar nicht wahr nahm. Völlig abgetaucht in die Nachrichten, die er in dem kleinen Ding las, lief er mir vor das Fahrrad. Ich musste tatsächlich eine Vollbremsung hinlegen, damit wir beide nicht verletzt auf die Fahrbahn fielen.

schiefe Kopfhaltung beim Fotografieren

Eine andere Kopfhaltung sah ich wenige Minuten später, als ich an einem kleinen Park vorbei kam. Ein älterer Mensch saß auf einer Bank und hatte den Kopf weit nach hinten gelegt. Er schlief dort. Nicht, dass es ein lauschiges Plätzchen gewesen wäre. Die Autos brausten fast an ihm vorbei und auch die Passanten schienen ihn nicht zu stören. Hunde schnupperten an seinem Hosenbein. Aber er schlief, mit zurück gelegtem Kopf. Eine Kopfhaltung,, die ich wirklich absonderlich finde.

Apropos schlafen. Kleine Kinder haben es ja auch immer drauf, dass sie mit nach unten oder zur Seite hängendem Kopf auf ihren Fahrradkindersitzen schlafen können. Ich frage mich allen Ernstes, haben die danach nicht auch Nackenschmerzen? Tut denen dann nicht das Genick weh? Als meine so klein waren, konnte ich sie, ob ihrer Kopfhaltung ja nicht fragen. Sie redeten zwar viel, nur verstehen konnte ich noch nicht alles.

Kopf hoch

Kopf hoch, weil man dann den Kopf über Wasser hält. Immer hübsch im Strom schwimmen. Eine Kopfhaltung, die ich nun schon seit über einem halben Jahr übe. Nicht den Kopf runter nehmen, sonst gehe ich noch unter. Andere tragen ihre Köpfe gerne hoch und merken dabei nicht einmal, wie sie die Menschen in ihrer Umgebung damit anstoßen. Leicht arrogant erscheinen diese Menschen, während auf der anderen Seite der Straße wieder einer mit gesenktem Kopf und Blick, den Menschen aus dem Weg geht.
Ich glaube, ich setze mich demnächst mal wieder in ein Café und studiere die Kopfhaltungen. Irgendwie finde ich es spannend.

Meine Woche

War nicht so aufregend. Ich arbeite gerade wieder zu Unzeiten und mir selber geht es nicht so gut. Seit Wochen ignoriere ich meine Zipperlein. Frau Karminrot darf nicht krank sein. Ich flüchte mich in meine Bücher und stricke ein paar Socken. Socken fordern das Hirn nicht allzu sehr. Radtouren, die mich entspannen würden sind zur Zeit, aufgrund der Arbeit, auch nicht möglich. Und wenn ich frei habe, dann regnet es. Eine Freundin, die demnächst an den Bodensee ziehen wird, hat mich dazu verdonnert, dass ich mit ihr eine letzte Tour durchs Umland machen muss. Allerdings erst demnächst. Und muss, ist nicht wirklich wahr. Ich möchte es ja auch.

Dieses Wochenende habe ich frei und werde versuchen mich nicht zu sehr zu stressen. Was steht bei dir auf dem Plan?

Der Mensch bringt sogar die Wüsten zum Blühen. Die einzige Wüste, die ihm noch Widerstand bietet, befindet sich in seinem Kopf

(Ephraim Kishon)

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