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Der Yoki Sweater ist ein Pullover, der in einem Stück gestrickt wird. Und es war mal wieder ein Teststrick! (Herrjeh, ich wollte doch keine Teststricks mehr machen). Wieder konnte ich nicht widerstehen, als ich den Aufruf von Making-Stories bei Instagram fand. (Wer macht mich jemals schlau?) Ich meldete mich! (In der Schule wäre ich wahrscheinlich in der Schulbank auf und ab gehüpft und hätte ständig hier gebrüllt geflüstert). Nachdem ich mich auf der Seite von Making-Stories angemeldet hatte, fand ich mich in einer Auswahl wieder. Und bekam den Zuschlag für den Yoki-Sweater von Marianne Munier.

Ich sag dir was: Ich liebe Pullover von dieser Designerin. Die Pullis sind zwar etwas Kastenförmig, aber das kann man ja ein wenig abändern. Sie macht viele hübsche Zöpfe in ihre Anleitungen. Ich liebe Zöpfe! Eine echte Herausforderung, sollte dieser Yoki-Sweater aber werden. Abgesehen davon, dass die Anleitung auf englisch geschrieben war, hatte sie einige Kniffe. Ich habe das Strickzeug einfach in der Ecke liegen lassen und mal ganz gelassen abgewartet. Ich musste meiner Seele Frieden geben. Am Ende habe ich die komplizierte Schulter-Hals-Ausschnitt-Situation doch noch verstanden. Wirklich,… es ist kompliziert! Aber nur am Anfang.

Solltest Du dich fragen, welches Tuch ich hier in den Händen halte, das ist das Ascalon. Klick auf das Bild und du kommst direkt dorthin

Aufgabe war es auch, mit einem speziellen Garn zu stricken. Es hätte einen Rabatt gegeben. Der wäre dann aber für den Versand drauf gegangen. Hey, aber ich lebe in Berlin und Berlin bietet eine Vielzahl an Wollgeschäften. Die  Ulysse von De Rerum Natura kommt aus Frankreich. Aber die findet man auch in mindestens zwei Geschäften in dieser Stadt. Yarn over Berlin und WollenBerlin. Da hinterlasse ich doch lieber keinen CO2-Fußabdruck und radle mal kurzer Hand, einmal durch die Stadt. So kommt man auch mal wieder zum Wolle kuscheln und an die frische Luft.

Fertig…

…ist er nun auch schon eine Weile, der Yoki. Der Teststrick ist seit dem ersten November beendet. Die Strickerinnen aus dieser Gruppe hatten sogar noch etwas Aufschub, weil sich der Anfang so kompliziert gestaltet hatte. Aber am Ende ist doch noch alles gut geworden. Ich liebe das Teil jetzt schon und staune, wie leicht der so warme Pullover ist. nur 320 Gramm wiegt der. Manch eine meiner Freundinnen würde nun sagen, der kratzt! Aber nur die ersten Male. Denn er wird immer weicher, mit jedem tragen.

Das Muster befindet sich auch nur auf der Vorderseite. Die Ärmel sind direkt angestrickt und wenn man mal erst unter den Armen angekommen ist, dann strickt sich auch alles sehr einfach. (Abgesehen von den Zöpfchen!, die nicht jedermanns Sache sind. Verzopfen ohne Hilfsnadel, sag ich nur!) Wenn ich nicht schon vorher die Shirburn Socken gestrickt hätte, dann hätte ich es nicht so schnell begriffen, wie das mit dem verzopfen ohne Nadel geht.

Ich bin gespannt, wie sich der Pullover in dem neuen Making-Stories machen wird. Einige der Modelle habe ich ja schon bei meiner Anmeldung gesehen und konnte mich so schon nicht entscheiden. Wahrscheinlich werde ich mir dieses Heft kaufen müssen.

Eckdaten:

Angegeben war das Muster für eine 3,5 Nadel. Ich musste eine 4er Nadel nehmen, sonst hätte ich ein Brett gestrickt. (trägt sich dann wohl nicht so angenehm) Dann hätte ich eine M stricken sollen. Aber wie ich oben schon gesagt habe, dann hätte ich einen Kartoffelsack produziert. Mag ich nicht! Enganliegend ist der in Größe S ja nun auch nicht gerade. Auch hätte ich nach einem Zopf-Mustersatz abketten sollen, aber da war der Yoki mir einfach mal zu kurz. Hätte ich den nächsten Mustersatz genommen, hätte ich ein Kleidchen… Das ist aber das Schöne beim selber machen, man kann es sich einrichten! Da ich auch etwas längere Arme habe und es mag, wenn die Ärmel bis über die Handgelenke gehen, wurden meine halt etwas länger gestrickt.

Nadel: 4
Wolle: Ulysse von De Rerum Natura
Menge: 320 Gramm
Zeit: 4 Wochen (14. August- 9. Oktober)
Model: Yoki-Sweater von Marianne Munier (demnächst in dem Making Stories Issue 5)

Und jetzt frag mal, wer diese Bilder gemacht hat! Na klar, es war meine Haus- und Hoffotografin. Magda, der Stricknerd. Dazu sind wir extra an den Grunewaldsee gefahren. Wir hatten auf Nebel gehofft und dann hat uns auch noch meine Kamera geärgert. Das Objektiv will zur Zeit nicht so mitspielen. Ich muss es unbedingt reparieren lassen.

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