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Mit Sandy, kann der Herbst kommen

Manchmal gucke ich bei Ravelry, ob ich nicht bei einem Teststricken mitmachen kann. Dabei bin ich über den Sandy-Testrick gestolpert. Ich finde es spannend neue Modelle auszuprobieren. Obwohl mir meine Strick-Freundinnen immer wieder einen Vogel zeigen. Teststricken heißt nämlich auch, dass man kurzfristig wieder einiges aufribbeln kann oder zurückstricken muss. Bei dem Sandy war das aber nicht so. Ich bin erst etwas später eingestiegen. Die Designerin vom Sandy ein “alter” Hase, was Modelle entwickeln und Anleitungen schreiben angeht. Kennst du Vera Sanon?

Sie hat zum Beispiel das Buch Lieblingspullover stricken heraus gebracht. Dieses Buch steht schon ein Weilchen in meinem Schrank. Nur gestrickt habe ich daraus bisher noch nichts.
Sandy habe ich also als Teststrick mitgemacht und fand den Umgang in der Gruppe sehr angenehm. Die Anleitung war so einfach und verständlich, dass ich mich etwas gewundert habe, warum Vera überhaupt teststricken lässt.

Die Wolle

habe ich in einem meiner Lieblingswollläden gekauft. Die Wollnerin hat mir die Stränge von BC Garn empfohlen. Ein Bio Shetland Garn, das sich im ersten Moment  etwas kratzig anfühlt. Das Garn ist richtig leicht und wenn es erst einmal gewaschen ist, dann wird es auch etwas weicher. Doch empfehle ich es niemandem, der zart besaitet ist. Denn superweich, wird es nicht. Es trägt sich trotzdem ganz wunderbar und wärmt ganz hervorragend.

Mein Sandy wiegt gerade mal 200 Gramm. Ein Fliegengewicht sozusagen. Mit der Bio Shetland habe ich sogar weniger als die empfohlene Lauflänge verstrickt. Sie ist wirklich ergiebig. Das Apricotfarbene Garn ist ein Rest. Den durfte ich einmal bei einem Probestricken bei Maschenfein mitnehmen. Ein leichtes Garn aus Alpaca von Lamana mit dem schönen Namen Cusi.

Was mir besonders an meinem neuen Pullover gefällt, ist der Kragen. Mit Verkürzten Reihen, wird ein schöner Ausschnitt produziert und die Passe setzt erst etwas später an. In der Strickgruppe gingen die Meinungen auseinander, ob es nicht schöner wäre, gleich mit der Passe zu beginnen. Anfangs fand ich das auch noch schön, aber jetzt wo ich ihn schon zweimal probegetragen habe, behaupte ich das Gegenteil.

Der Sandy Pullover wurde mit 3,5 und 4,0 Nadeln gestrickt. Am Halsausschnitt wurde ein Icord angestrickt, Der rundet, im wahrsten Sinne des Wortes, ab. Wie wir die Bündchen stricken, hat uns Vera selber überlassen. Einige haben die einfach mit rechts links abgeschlossen. Ich habe das Muster aus der Passe noch einmal aufgenommen. Der Bund unten ist ein wenig anders, da das Cusi-Garn nicht ausreichend war, blieb es bei dem Grauton der Shetland-Wolle. Mehr dazu findest bei Ravelry

Der gefällt mir so gut, dass ich mir bestimmt noch einen Pulli nach Vera Sanon stricken werde. Ihre Anleitungen sind klasse und variabel. Alpaca und Shetland habe ich schon mal verstrick. Den hatte ich mit selber ausgedacht. Und hier habe ich einen anderen Pulli aus Alpaca, der eigentlich eine Jacke sein sollte.

Die Bilder hat meine liebste Haus- und Hof-Fotografin Magda gemacht.

verlinkt mit Auf den Nadeln im Oktober und bei Liebste Maschen im Oktober

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