Hast du eine Ahnung, was ein Mystery KAL ist? Immer wieder finde ich Anzeigen bei Instagram und Ravelry. Mach mit bei dem Mystery KAL. Kaufe die Anleitung und stricke gemeinsam. Was dabei herauskommt, das weißt du natürlich noch nicht. Aber das ist ja der Sinn hinter dem Mystery.

Strick mit beim Mystery KAL
Ich habe vor langer Zeit einmal einen Mystery Adventskalender gekauft. In meinen Augen war der viel zu teuer. Die Wolle war eine tolle Qualität, aber als es dann daran ging, die Anleitung zu stricken, dachte ich mir, dass der Designer mich wohl auf den Arm nehmen wollte. Eine so simple und doofe Anleitung hätte ich im Leben nicht gekauft. Ich habe einige Reihen noch mitgemacht, mit der Hoffnung, die ich nicht aufgeben wollte, dass sich das Muster noch entwickeln würde. Dann hatte ich die Nase voll und habe alles wieder aufgeribbelt. Für solch ein einfaches Tuch, benötige ich keine Anleitung. Irgendwann habe ich mir wirklich ein Muster ausgedacht und ein großes Tuch gestrickt.
Jetzt habe ich wieder einen Mystery KAL entdeckt und meine Freundin angeschrieben, ob sie es auch gesehen hat. Hat sie und hat mich direkt gefragt, ob ich das wirklich will. Ihre Antwort auf meine Frage, ob sie mitmachen wollen würde, war: Sie sei zu alt für sowas! Ist sie nicht, davon abgesehen, aber ich kann sie verstehen. Wir haben so viele Strickpläne und ständig kommen mehr dazu. Ich habe vor Jahren mal versucht, einen Planer zu erstellen, was ich mit welcher Wolle stricken möchte … Es ist bei dem Versuch geblieben. Mein neuster Plan ist, ich suche mir eine Wolle heraus und stricke dann das Passende damit. Kein Plan, keine Anleitung, die ewig auf mich wartet.

Was ist ein KAL? Ein knit along. Ein gemeinsames Stricken. Eine Anleitung, ein Plan, ein Modell, jeder sein eigenes Strickzeug und seine eigene Farbe. Mystery heißt am Ende nur, dass man gar nicht weiß, was dabei herauskommt.
Wochengedöns
Meine Woche ist unglaublich schnell vergangen. Immer wieder arbeiten und doch wieder frei. Hopp-on, hopp-off. Zwischendurch noch Fortbildung und Freundinnen treffen, Baby knuddeln, mit dem Vater streiten. Witwerrente beantragen und damit eine Stunde am Computer verzweifeln. Mit der Schwester lachen und weinen. Und immer wieder der Gedanke an die verlorene Mutter. Stricken mit Freunden, lecker essen mit noch mehr Freunden. Gute Gespräche mit der besten Freundin. Bunte Blätter beobachten … So gesehen eigentlich eine gute Woche. Nur merke ich gerade, dass mir das alles wieder zu viel wird. Ich weiß, ich muss auf mich aufpassen und ich muss auf meine Auszeiten achten. Nächste Woche werde ich das ganz sicher wieder machen.
Dieses Wochenende arbeite ich. Wir haben gerade wieder eine interessante Mischung an Patienten auf unserer Station. Die haben mich ganz schön geschafft am Donnerstag. Aber vielleicht sind sie ja gestern noch entlassen worden (Die Hoffnung stirbt zuletzt, oder so). Und nicht vergessen, morgen (Sonntag) werden die Uhren umgstellt!

Ich wollte mich bei dir noch für die liebe Anteilnahme bedanken. Mir fällt es immer noch schwer, darüber zu reden. Das dauert bestimmt auch noch eine Weile. Die Zeit hilft da bestimmt.
Die Hoffnung ist der Regenbogen über dem herabstürzenden Bach des Lebens.
Bei Mysteries habe ich auch schon mitgemacht, aber ich wusste, dass es am Ende eine Sofadecke werden würde. Zudem habe ich von der Designerin frühere Mystery-Arbeiten gesehen und wusste, dass es toll werden würde. So gesehen keine Enttäuschung. Ich habe nur früher abgebrochen, weil das Ding zu gross wurde und ich am Ende für eine Runde 50 Gramm Material brauchte. Liebe Grüsse zu dir. Regula