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Tove, das Jäckchen

13.08.2026 | Kindersachen, Stricken

Jetzt kann ich es dir endlich zeigen, Tove, das Kinderjäckchen ist fertig, getragen und weitergegeben. Und ich habe etwas Neues gelernt, das Steeken! Ein absoluter Angstgegner meinerseits.

Tove, das Kinderjäckchen

Ich fange mal von ganz vorne an: Ich wollte dieses Jahr wirklich keine Teststricke mitmachen! Auf gar keinen Fall! Und dann sah ich, wie Claudia (Reetselig) zu einem Teststrick für eine Kinderjacke aufgerufen hatte. Hey, eine kleine Kinderjacke! Und dann noch mit etwas dickeren Nadeln, dass kann ich doch mal dazwischen schieben. Eine Kleinigkeit. Aber dann kamen die Haken. Ich muss auch noch schöne Fotos, am besten von einem kleinen Model machen, das Ding muss innerhalb kurzer Zeit gestrickt sein und was ich erst gesehen habe, nachdem ich  die Anleitung und die Zusage in den Händen hielt: Es muss gesteekt werden! Ihhh. Schon lange schleiche ich um diese Technik herum. Das Heißt, ein fertiges Strickstück wird mit einer scharfen Schere aufgeschnitten. Es kommt meistens eine Blende dran und schon hat man statt eines Pullovers eine Strickjacke.

Nun hatte ich aber auch schon den Finger gehoben und das Schicksal hat für mich entschieden. Ich musste es also probieren. Dazu braucht man bestenfalls eine echte Schafwolle, die nicht mit Superwash behandelt ist. Also Wolle, die filzen kann. Dazu hätte ich aber auch gerne eine Wolle, die schön weich ist. Schwierig. Im Internet bestelle ich nicht gerne und in der Stadt habe ich zurzeit nichts gefunden. Aber in meinen Wollevorräten. Die Flora von Drops hat einen Schurwollanteil und Alpaka für die Kuschelseite. Sie filzt ein bisschen. Na mal sehen, wie es sich verhält.

Großer Auftritt

Die Jacke war einfach gestrickt, die Anleitung ganz super erklärt und das Muster logisch zu stricken. Es hat jedenfalls Spaß gemacht. Und dann kam der große Auftritt. Ich muss die Kante mit einer Häkelkante fixieren, dabei hat mir Carina beiseite gestanden. Und dann habe ich die Jacke erst einmal ins Wasser geworfen, um die Wolle zu verfilzen. Als dann wieder alles trocken war, lag das Tove Jäckchen vor mir auf dem Tisch, die spitze Schere daneben und ich saß da, wie das Häschen vor der Schlange … Ok! Ich kann das! Mutig die Schere in die Hand genommen und die ersten Maschen aufgeschnitten. Jetzt gab es kein Zurück mehr.

Mit einer Filznadel habe ich die Ränder dann noch ein bisschen mehr verfilzt und dann kam noch die Knopfblende mit den Knöpfen dran. Ich habe einen Knopf mehr als in der Anleitung beschrieben ist. Fand ich in dem Fall passend. Und sitzt auch gut. Der kleine Mann, der hier der neue Besitzer des Tove Jäckchen ist, fand sie prima und hat auch gleich lustig vor sich hingespielt. Ihn nehme ich gerne wieder als Model, das Fotografieren hat Spaß gemacht.

Ich werde bestimmt wieder steeken. Das macht mutig und am Ende ist alles gar nicht so schlimm.
So nun noch einmal „Butter bei die Fische“: Die Anleitung gibt es die nächste Woche noch 15% günstiger. Dazu ist kein Code nötig, hat Claudia, die Designerin gesagt. Wer die Jacke im Original stricken möchte, braucht Plötulopi Garn. Ich habe eine Alternative gewählt und nach einer Maschenprobe mich für diese Möglichkeit entschieden.

Und nun noch einmal die Fakten

  • Anleitung von Reetselig, Claudia Fromke bei Ravelry
  • Garn: Drops Flora doppelfädig verstrickt
  • Muster: Drops Flora verschiedene Reste doppelfädig
  • Nadeln: 3,5 für die Bündchen, 4 für den Rest
  • 6 Knöpfe aus Holz
  • Gestrickt habe ich eine Größe 92
  • Die Jacke wiegt mit den Knöpfen 200 Gramm
  • Arbeitszeit: 4 Tage und 8 Stunden Bibberzeit

 

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