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Ganz schön viel {Samstagsplausch 32/26}

08.08.2026 | Samstagsplausch

Diese Woche war ganz schön viel los. Wenn ich so darüber nachdenke, bin ich fast nicht zur Ruhe gekommen, dabei hatte ich frei und so viel vor! Aber erstens kommt es anders, als zweitens wie man denkt, hat mein Großvater immer gesagt. Da war wohl diese Woche wirklich was dran …

Ganz schön viel los hier

Am Samstag und Sonntag war die Welt noch in Ordnung. Es war ganz klar, ich habe Dienst und arbeite bis 22.30 Uhr. Am Montag hatte ich dann gehofft ausschlafen zu können aber irgendwas ist immer. Nach einer sehr unruhigen Nacht hatte ich beschlossen den Mini meiner Großnichte/-Neffen, als Model auszuleihen. Der war aber auch super süß und ich habe so niedliche Bilder gemacht. Schade, dass ich ihn am Ende demnächst ohne Gesicht zeigen werde. Aber was er vorführt, ist einfach allerliebst und eine weitere Herausforderung gewesen.

Am Dienstag hat der Kerl mich überrascht mit der Aussage, dass wir kurzerhand mit der jungen Monsterfamilie nach Warnemünde fahren würden. Morgens hin, Abends zurück. Ist ja nicht weit und das Minimonster schläft bestimmt die ganze Fahrt über. Es war ein schöner Tag, auch wenn wir nur unterwegs waren. Eine Hafenrundfahrt war auch noch dabei und natürlich bekam ich mein Fischbrötchen. Außerdem ist es immer wieder ein Hingucker, wenn die Möwen den Menschen die Fischbrötchen aus den Händen mopsen. Stehen übrigens überall Schilder, dass man sich vor Dieben in Acht nehmen sollte.

Als wir auf der Autobahn nach Hause waren, rief dann mein Vater an und meldete den Sturz der Mutter aus ihrem Bett. Eigentlich ist sie schon in der Nacht gestürzt, aber es sah nicht bedrohlich aus. Aber nun dachte er sich, er könne mir das ruhig mal mitteilen. Die Mutter mochte sich nämlich nicht mehr aus dem Bett bewegen. „Und gegessen hat sie heute auch noch nichts“. Das ist, dass Schlimmste was passieren kann! Gegen 19 Uhr waren wir dann vor dem Haus der Eltern, als ich sie gesehen habe, musste ich erstmal schlucken. Sie hatte ein zugeschwollenes blaues Auge. Der Familienrat hat dann beschlossen wir fahren besser ins Krankenhaus. Manchmal bin ich auch als Krankenschwester überfordert!

Die halbe Nacht

Die halbe Nacht, besser bis 1.00 Uhr haben wir im Krankenhaus gesessen. Die Mutter durfte liegen und wehrte sich gegen eine Aufnahme. Die Ärzte schickten sie zur Untersuchung und blendeten sie mit einer Lampe in die Augen. Soweit alles gut, ist halt ein Hämatom mit einem kleinen Bruch, der wieder zusammenheilen würde. Das wird! Aber sie sieht halt verboten aus. Auf die Straße möchte sie nicht gehen, so bleibt dem Vater nur, sich selber zu bemühen. Und das ist natürlich die nächste Katastrophe, dass er jetzt alles alleine machen soll.
Inzwischen hat sich das Hämatom über das ganze Gesicht verteilt aber sie kann wieder aus den Augen gucken. Es geht wieder besser und sie hat auch wieder gegessen. (Sehr zur Freude des alten Herren).

Gestern dann habe ich einen Tag mit meinem Kerl verbracht. Ein bisschen MeTime, oder wie man das nennt. Wir waren in einem urigen Café in Schöneberg, sind nach Wedding in ein Wollgeschäft gefahren (ohne Erfolg!), waren Minigolf auf einer uns neuen Bahn spielen und haben festgestellt, dass wir das schon immer gerne gemacht haben. Und dann hatte ich tatsächlich mal ein bisschen Zeit für mich. Blogpost schreiben, lesen, stricken … Der Kerl war bei der Hertha und hoffte auf einen guten Saisonauftakt.

Und heute? Ich weiß noch nicht, was wir machen werden. Die frischen Brötchen aus dem Ofen duften hier mit dem Kaffee um die Wette. Ich werde nachher wieder zur Mutter gehen und noch ein bisschen nach dem Rechten sehen. Diese Woche hat, sie glaube ich alle Stunden für den Monat schon aufgebraucht. Was hast du gemacht? Hattest du Zeit für dich, oder wurdest du auch einfach von Termin zu Termin getrieben?

 

Man sollte nie so viel zu tun haben, dass man zum Nachdenken keine Zeit mehr hat.

(Georg Christoph Lichtenberg)

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4 Kommentare

  1. Heidrun

    Oh, das ist bestimmt ein großer Schreck gewesen! Beste Genesung für die Mama . Es war richtig, den Sturz bzw. die eventuellen Folgen abklären zu lassen.
    …und trotz allem ein angenehmes Wochenende.
    Muntere Grüße von Heidrun

    Antworten
  2. Regula

    Alles Gute für dein Leben zwischen Enkel und Eltern. Da ist immer etwas los. Fischbrötchen finde ich auch super lecker, habe schon lange keines mehr gegessen.

    Liebe Grüsse von Regula

    Antworten
  3. Karin Be

    Oh Schreck! Ich hatte sofort wieder das Gesicht meiner gestürzten Mutter vor Augen! Gute Besserung und dein Vater wird das Kümmern schaffen, mein Lieblingsmensch bekam das letztlich auch super hin.
    Schönes Wochenende ohne Drama
    mit vielen lieben Grüßen
    Karin

    Antworten
  4. Astridka

    Familie kann frau ganz schön auf Trab halten ( meine auch, allerdings mit Erfreulichem diesmal )! Da fängst du grade an, Omafreuden zu genießen, kommst du in die Tochterrolle! Das Leben ist eine Baustelle, heißt es… Ich hoffe, das renkt sich wieder ein bei deiner Ma. Euch allen alles Liebe!
    💚lich
    Astrid

    Antworten

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