Mein Kopf ist voll und doch weiß ich nicht was ich heute schreiben soll. Ich habe so viel in der letzten Woche gemacht und erledigt, dass mein Akku für heute leer ist und ich einfach keinen Plan habe, was ich hier schreiben soll.
Ich bin dabei Ruhe zu suchen. Die letzte Woche war mal wieder so voll, dass ich mich am liebsten in eine Ecke zurückziehen möchte. Die Ruhe zu suchen, mich um mich kümmern. Ich habe diese Woche so gut wie nichts gestrickt und habe mir auch noch ein Buch vor die Nase genommen, dass mich nicht begeistert. Und nun hänge ich hier und weiß nicht, was ich schreiben soll.

Mein Kopf ist voll! und doch so leer
Akku leer, Kopf voll, könnte ich das wohl auch betiteln. Ich sitze und gucke auf die Bäume an unserer Terrasse. Selbst die Vögel haben heute keine Lust zu zwitschern. Mein Strickzeug liegt neben mir und ruft immer wieder ganz leise. Nur das ich es nicht hören will. Immer will irgendjemand etwas von mir. Immer springe ich sofort hoch, wenn es darum geht etwas zu erledigen. Stets bereit behilflich zu sein, selbst wenn ich einfach nur im Supermarkt etwas einkaufen gehe, trifft mich jemand, der nicht ans oberste Regal reicht.
Und wenn ich die Bedürfnisse der Anderen nicht erkennen will, sie nicht ausführen mag oder mich einfach verweigere, hallt in meinem Kopf die Stimme, die mir sagt, dass ich nicht genug bin, dass ich mich kümmern muss, dreh um und übernehme den Dienst, sage dem Menschen, dass du ihm helfen wirst.
Ruhezone
Ich richte mir jetzt eine Ruhezone ein. Dahin werde ich nicht das Handy mitnehmen, das muss draußen bleiben. Da werde ich kein Radio anmachen, dass muss den Mund halten. Der Kerl darf mit, wenn er still bleibt und nur wenn er eine Runde Backgammon mit mir spielen möchte, darf er was sagen. Forderungen sind ausgeschlossen, nur sein! Das hätte ich gerne. Für niemanden die Verantwortung übernehmen. Vielleicht findet sich auch jemand, der mich auf den Arm nimmt, wie das Minimonster.
Aber das ist Wunschdenken. Heute zumindest. Denn ich muss den Haushalt erledigen, denn der ist die Woche über liegen geblieben. Außerdem bin ich auf einem runden Geburtstag eingeladen. Da möchte ich schon hingehen. Aber Morgen, morgen ist es dann so weit, da suche ich mir die ruhige Ecke, nur für mich, …

Was war denn los?
Die Woche war einfach voll. Arztbesuche mit der Mutter, Hunderunden, Arbeiten, Telefonate. Nicht alles war schrecklich oder anstrengend. Am Donnerstag habe ich mit meinem Monstermädchen und dem Minimonster eine Kollegin besucht, die ihren Winzling vor drei Wochen auf die Welt gebracht hatte. (Oder sind es erst zwei Wochen?) Das war ein schöner Tag, nachdem ich schon am Morgen mit der Mutter beim Arzt war, der ihre Kopfverletzung noch einmal begutachten musste. Im Wartezimmer wollte sie mir dann Geschichten von meinem Vater erzählen, die aber die anderen Menschen dort gar nichts angingen. War ihr egal. Zum Glück durften wir schnell ins Sprechzimmer.
Das Baby der Kollegin ist furchtbar niedlich. Nur die Schwiegermutter, die extra aus dem fernen Vietnam angereist ist, um die Kollegin in der ersten Zeit zu unterstützen, fand es gar nicht witzig, dass wir den kleinen Kerl geknuddelt und geherzt haben.
Mit dem Monstermädchen bin ich gerne unterwegs, Sie ist immer so unkompliziert und passt sich so einfach an. Das Minimonsterchen hat sich auch gut gemacht und so haben wir den besten Dürüm Veggie Döner seit langem gegessen. Schade das der Laden so weit von meinem Zuhause entfernt ist, sonst würde ich dort öfter eine Mittagspause machen. Und am Ende des Tages habe ich noch eine alte Freundin/Kollegin getroffen. Wir hatten uns so viel zu erzählen.
Und gestern waren wir noch auf einen anderen Geburtstag, der mir auch wichtig war. Im letzten Moment habe ich noch eine Karte geschrieben, …
„Allein sein zu müssen ist das Schwerste, allein sein zu können das Schönste“
kann ich so unterschreiben.
Danke für die Inspiration mit der Ruhezone.
Ich verschiebe die auch auf morgen.. weil heute ist Kirmes. Da wird sich mit Ruhe nix finden lassen. Und ein Geschenk für einen Geburtstag muss ich auch noch heute flott besorgen.. Aber dann…
Bestimmt. Glaub ich.
Liebe Grüße und ein ruhiges Wochenende
illy
Das sind tatsächlich auch noch Dinge die mich zusätzlich belasten. Weniger die Wärme, mehr das drumherum.
Ach, Andrea, das Abgrenzenkönnen hat man uns Frauen einfach von kleinauf abgewöhnt. Und wenn frau das endlich erkennt, weil sie nur noch mit hängender Zunge durchs Leben hechelt, ist sie kaum noch in der Lage, das zu ändern. Immerhin gab es viele Begegnungen mit ganz kleinen Menschen, das tut doch gut ( ich habe meine Großnichte allerdings noch nicht persönlich kennengelernt ).
Ich hänge durch, nicht weil ich keine Ruhe habe, sondern weil mich dieser Sommer mit all dem Drum & Dran bedrückt. Jetzt haben wir auch noch nen Waldbrand und ich frage mich: Ist der Himmel schon so komisch vom Rauch. Wir haben Westströmung….
Ich wünsch dir etwas mehr Ruhe!
🩵lich
Astrid
Ja, Ausgleich muss sein. Alles Gute! Regula