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Schießerei {Samstagsplausch 22/26}

30.05.2026 | Samstagsplausch

Da gab es eine Schießerei. Direkt vor unserem Krankenhaus. Gesehen und gehört haben wir nichts. Aber erzählt haben sie uns davon. Und in den Nachrichten wurde es auch erwähnt. Immer wieder hört man davon, dass in dieser Stadt die Kugeln fliegen. Menschen werden getroffen, andere sind flüchtig, Polizisten jagen Phantomen hinterher.

Schießerei in Kreuzberg

Irgendwie fühlt sich das ganz schön bedrohlich an. Eine meiner Kolleginnen macht sich Sorgen selber in einen dieser Angriffe zu kommen. Ich habe gelesen, dass es sich dabei immer wieder um „Bandenkriege“ handeln soll. Natürlich wäre es möglich von einer abgedrifteten Kugel getroffen zu werden. Keine schöne Vorstellung. Dabei hätte man tatsächlich noch Glück, im Unglück, wenn es einen vor einem Krankenhaus trifft und nicht mitten im Wald. Ich hoffe, dass diese Angriffe bald von der Polizei in den Griff bekommen werden. Ich möchte nicht eines Abends, nach dem Spätdienst vom Rad geschossen werden.
In einem Thriller, im Fernsehen, Kino oder Buch, kommt es einem ja schon nicht mehr so brutal vor. Die Menschen stumpfen immer weiter ab. Aber im echten Leben …

Sommersonnentage

Mal was Schöneres als diese Herumballerei! Das Wetter hat sich von jetzt auf gleich in den Sommer verwandelt. Ich habe viel Zeit draußen verbracht, habe mit meinem Monstermädchen im Schatten gesessen und ihr geholfen einen Sommerpulli zu stricken. Sie hat sich für einen Pullover von AnkeStrick entschieden, den Summer. Und sie macht es wirklich ganz gut. Ich habe derweil einen Pullover angestrickt der auch gut im Sommer, wenn es Abends kühl wird, getragen werden kann. Eigentlich ist es auch ein Shirt. Ich will aber lange Ärmel stricken. Das Garn sollte reichen und es eignet sich mehr als Frühling-Herbst-Model. Es ist ein Shirt von Melanie Berg, Study in Pink. Meines wird aber Study in Jeans heißen.

Freitagabend versuche ich mich immer noch einmal zu erinnern, was ich die vergangene Woche alles gemacht habe. Aber mein Kopf ist wie leergefegt. Ich habe am Montag noch gearbeitet. Und dann erinnere ich mich noch an Pilates, Walken mit der Kollegin, treffen mit dem Monstermädchen, Kochen, Putzen, aufräumen, Bügeln, Abends auf der Terrasse sitzen, mit dem Kerl an die Spree fahren, etwas kaufen, um es sofort zurückzubringen, … alles nur einzelne Schnipsel. Ganze Geschichten werden das wohl nicht. Gestern Abend habe ich mich dann noch ein ganz kleines bisschen geärgert, dass ich nicht bei dem Teststricken mitmachen werde, wo ich mich angemeldet hatte. Aber am Ende auch gut so, denn ich wollte ja eigentlich dieses Jahr bei keinem Teststrick mitmachen. Daran hat sich wohl das Schicksal erinnert!

Nachdenklich

Heute werde ich am Nachmittag arbeiten gehen und ich fürchte, das Wetter kippt demnächst wieder in Regen. Aber ich will nicht meckern, die Natur braucht das. Und wenn man arbeiten geht, ist es ja eigentlich auch völlig egal, ob es regnet. Nur die Kollegen sollten stimmen! Ach und schon habe ich wieder etwas im Kopf worüber ich hätte schreiben können. Es geht mir nicht aus dem Kopf was unsere Regierung gerade für eine Welle an Kürzungen vor sich herschiebt. Im Gesundheitswesen zu kürzen, … ich atme jetzt tief ein und wieder aus. Keine Ahnung, was die sich dabei denken und auf welchem Rücken dieser Mist wieder ausgetragen werden soll. Das wird nicht gut enden!

„Gutes kann niemals aus Lüge und Gewalt entstehen“

(Mahatma Gandhi)

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15 Kommentare

  1. Freya

    Liebe Andera,

    da hätte ich aber auch Angst nachts nach Hause zu fahren. Beim Gesundheitssystem zu kürzen geht gar nicht. Da ist doch jetzt schon einiges im Argen. Ich wünsche Dir eine schöne Woche und freue mich wieder beim Plausch dabei zu sein.

    Alles Liebe

    Freya

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  2. Karin Be

    Vor Jahren habe ich mit meinem Sohn in einem Supermarkt hautnah eine Festnahme erlebt – bis heute keine Ahnung um welche Art von Straftat es ging, aber es ging wirklich zur Sache. Wir befanden uns im Ausgangsbereich und hatten gerade den Einkaufswagen abgestellt, ohne Chance das Gebäude zu verlassen, und mussten das Geschehen über uns ergehen lassen. Echtzeit und Fernsehen ist kein Vergleich! In einer solchen Situation vibriert die Luft, die Emotionen, die Aggression sind unglaublich spürbar. Seitdem holen mich Fernsehkrimis nicht mehr vom Hocker.
    Die Erwartungen an das Gesundheitssystem und die Kosten dafür in ein Gleichgewicht zu bringen ist nicht einfach, ähnlich ist es beim Bildungssystem und trotzdem muss es weiter gehen, getragen von vielen wunderbaren Menschen, wie dir.
    Ich wünsche dir einen schönen Sonntag,
    mit vielen Grüßen
    Karin

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  3. mano

    im gesundheitswesen zu kürzen ist wirklich unglaublich. da wurde mal wieder nichts, aber auch gar nichts aus der coronapandemie gelernt. aber die wurde ja nicht mal aufgearbeitet. beim nächsten mal geht alles wieder von vorne los…
    das mit der ballerei ist wirklich gruselig. leider hat die brutalität überall zugenommen. obwohl ich hier in bs wenig davon mitbekomme, aber ich bin auch selten abends unterwegs.
    immerhin hast du doch auch schöne dinge gemacht, gestrickt, mit der tochter zusammen gewesen, eine tour an die spree etc. das ist sicher hilfreich und bringt freude in deinen arbeitsalltag.
    hab noch ein schönes wochenende, ich schicke liebe grüße!
    mano

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  4. Nähkäschtle

    Die zunehmende Gewalt überall macht einen traurig und nachdenklich. Und Kürzungen wie immer an den falschen Stellen: bei Gesundheit, bei Bildung, bei Kindern und Familien … Ich versuche mich wenn mich das total frustriert an den guten Dingen festzuhalten: an den freundlichen und hilfsbereiten Menschen (auch wenn man damit gar nicht gerechnet hat), an klugen und mutigen Köpfen, an schönen Dingen in der Natur, an einem guten Buch oder …
    Ich wünsche Dir viele positive Dinge im Alltag und natürlich eine friedliche Umwelt, wo du arbeitest und lebst.
    Liebe Grüße Ingrid

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  5. FrauSonnenburg

    Liebe Andrea,
    an deinen Pläuschchen mag ich besonders die nachdenklicheren Töne, davon gab es diesmal ja einige.
    Man sieht zwar täglich Mord und Totschlag im Fernsehkrimi, aber so etwas „in echt“ oder im nächsten Umfeld zu erleben, ist sicher noch mal ein anderer Schnack. Zumal es sich, falls es sich um „Bandenkriege“ handelt, um ein Thema dreht, bei dem vermutlich nichts mehr zu retten ist.
    Auch bei den Kürzungen, die uns gefühlt im Stundenrythmus vorgestellt werden, wird mir Angst und Bange. Zumal ich den Verdacht habe, dass einige reiche Bro’s ungeschoren davon kommen und es nicht gerecht zugehen wird.
    Aber zu etwas Leichterem: „Study in Pink“ ist ja hübsch! Mich interessiert, wie der Halsausschnitt hinten ausfällt. Leider gibt es auf der Anleitungsseite dazu kein Foto. Bei einigen scheint er sehr rund, also vorne und hinten gleich – das mag ich nicht so gern, da zieht es mir irgendwie immer hinten. Ansonsten finde ich das Design verlockend. Vielleicht lese ich bei Dir demnächst was zur Passform – in meinem Stash (s. mein Artikel) gibt es ein Garn, das evtl. passen könnte für ein Sommertop 2027.
    Viele Grüße
    Sandra

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  6. Ursula

    Ja ich bin auch sehr nachdenklich, was alles so abgeht Gewalt, Mord -bei uns in der Stadt (Kleinstadt) nur die letzten zwei Tage ein Einbruch Tankstelle und dann ins Freibad und dann noch unsere derzeitige Politik.
    Diese ganzen Kürzungen machen mir Angst, denn sie betreffen uns ja alle jetzt schon oder später oder diese klammheimlichen Gesetzesänderungen die an zwar wahrnimmt oder auch nicht, die aber trotzdem Auswirkungen haben z.B. die Sache mit dem Bargeld ab 2027 und da können die noch so oft schreiben wegen der Kriminalität sich ja auch aber für uns alle noch mehr Kontrolle. Mich ärgert dass aktuell mit der Axt gekürzt wird obwohl die ganze Misere schon weit über 20 Jahre hin bekannt ist. Und eigentlich für die gut bezahlten Politker eine einfache Rechenaufgaben gewesen wäre.
    Mit etwas Wollen und Nachdenken ginge das Ganze auch anders.
    Die gehen an alles was derzeit für viele noch gerade machbar ist. Und das hat hier jetzt nichts mit in die negative Stimmung mit sprechen.

    LG
    Ursula
    PS: Kannst Du mal bitte schauen der letzte Linkparty vom 16.05 kam diese Meldung dass der Backling moderiert wird und derzeit kann ich gar keine Linkparty beitretet.

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  7. Conny

    Hallo Andrea,
    Du nennst mutig das „Kind beim Namen“ es ist Schießerei, und Mord und Totschlag. Da helfen auch keine Messerverbotszonen usw. Das passiert nicht nur in Berlin und Großstädten sondern auch mittlerweile in jedem Klein-Klecker-Dorf. Dein Arbeitsplatz ist so gesehen an vorderster Front. Im Krankenhaus landen die Opfer und auch die Täter dazu die Besucher die auch vor Angriffe auf Pflegepersonal und Ärzte nicht Halt machen.
    Pass gut auf dich auf, ich wünsche dir einen professionellen Schutzengel. Ich schaue mir oft die Serie „Ein Hauch von Himmel“ bei youtube an.
    Engel Monica (Roma Downey) und ihre erfahrene Supervisorin Tess (Della Reese) sind gemeinsam auf der Erde unterwegs, um Menschen in Not zu helfen. Oft kreuzen ihre Wege auch die von Andrew, der als Todesengel besonders Menschen im Moment des Übergangs vom Leben in den Tod zur Seite steht.
    Viele Folgen spielen auch im Krankenhaus.
    Ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft und Gute Nerven für Deinen Arbeitsalltag.
    Meine Schwester wohnt schon seit über 50 Jahren in Berlin Zehlendorf, sie meint es wäre wie auf dem Dorf, und will dort bleiben.
    Im Winter war der Bezirk allerdings vom Strom-Anschlag betroffen.
    Liebe Grüße von Conny

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  8. Regula

    Schon gruselig, was abgeht. Einmal muss es doch mit den Kürzungen im Gesundheitswesen ein Ende haben, es ist ja eh schon schlimm. Ich hoffe das Beste für dich! LG von Regula

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  9. Astrid Kahmen

    Ja, das ist Großstadt! Hatte ein unendlich langes Gespräch mit meinem Bruder, u.a. auch, warum ihm Großstadt ein Gräuel ist und er lieber auf dem Lande wohnen würde ( er wohnt in einer Mittelstadt ). Aber da gibt es auch genug Gewalt und die meiste in den eigenen vier Wänden, das wird eigentlich gerne ignoriert und als Beziehungsdrama abgestempelt.Alleine vor Pfingsten gab es da sieben Femizide an Frauen von 41 bis 77 Jahren. Mich wundert eh schon, dass das in der Bloggerwelt so gar nicht zur Sprache kommt.

    Ich kann nur sagen, dass es sich hier um mich herum seit der Jahrtausendwende sehr zum Positiven verändert hat. Da habe ich mich sehr viel mehr bedroht gefühlt. Das sagt ja auch die Statistik.Allerdings gibt es Auseinandersetzungen zw. Drogenringen hier, die nicht folgenlos sind.
    Ich mag in diese negative Stimmung nicht miteinstimmen, zumindest in bestimmter Hinsicht.
    Dir alles Gute und einen Schutzengel ( obwohl du ja selber einer bist )!
    Astrid

    Antworten
  10. Britta

    Hallo Andrea,

    Kürzungen im Gesundheitswesen und in der Bildung. Unfassbar. Nichtnachvollziehbar. Da muss man sich wirklich auf was anderes konzentrieren.
    Vor zwei Jahren, der Messerangriff in Solingen. Am späten Abend eine Nachricht auf dem Handy: Mir geht es gut, mir ist nichts passiert.“ Auch ich hatte es noch nicht gehört, doch dann wurde es prensent. Der Sohn dienstlich mtitendrin und doch 50 Meter entfernt.
    Ja in Büchern und Filmen finde ich das toll, aber im echten Leben brauchen wir weder das, noch irgendwelche Schießereien.
    Liebe Grüße
    Britta

    Antworten
  11. Carina

    Superschöne Strick-Projekte, die Ihr Euch da ausgesucht habt! Summer möchte ich schon lange auch stricken. Mache ich vielleicht 🙂

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  12. Mira

    Liebe Andera,
    nachdenklich hocke ich hier, nachdem ich deinen Plausch gelesen habe. Schüsse vor deinem Krankenhaus. Überhaupt Schüsse in unseren Straßen. Eine Zeitlang war dies auch in der Leipziger Eisenbahnstraße, also hier bei mir um die Ecke, an der Tagesordnung. Die ist inzwischen längst Waffenverbotszone. Aber man fragt sich doch, wieso es so etwas überhaupt braucht.
    Ich halte es schon länger ähnlich wie Catrin, Ich lenke mich ab mit stricken und lesen. Mehr lesen, weil beim Stricken auch nur die Gedanken kreisen und ich das ja gerade vermeiden will.
    Was mir ganz wichtig geworden ist, mich am Augenblick zu erfreuen. Diese Woche gelang mir das gut. Mal sehen, wie es weitergeht.
    Dir wünsche ich ein gutes Wochenende mit ruhigen Diensten und gefahrlosen Heimwegen.
    Liebe Grüße
    Mira

    Antworten
  13. Gaby

    Ja, liebe Andrea, es ist erschreckend wie sich unsere Gesellschaft entwickelt.
    Ich kann es nicht fassen und flüchte mich all zu gern an ruhige Orte. Leider
    ist das nicht immer möglich. Aber, wir lassen uns nicht unterkriegen und glauben
    weiterhin das letztendlich das Gute siegt.
    Gib auf dich acht und hab ein schönes Wochenende, liebe Grüße
    Gaby

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  14. Catrin

    Guten Morgen,
    nein, so richtig nachdenken darf man wirklich nicht mehr, aber man kommt ja gar nicht los von all diesen Gedanken/Sorgen/Ängsten. Über die Regierung zu sprechen, das lohnt nicht mehr. In die Zukunft schauen mag ich nicht mehr, Hoffnung ist nur noch ein Wort im Duden – es macht einen Spaß mehr. Ich versuche, mich abzulenken, erfreue mich am Garten, am Backen, an der Herzensbrecherin und bin dankbar für die Zeit mit dem weltbesten Lieblingsmann und den Kindern, sofern sie Zeit haben.
    Ich wünsche dir einen angenehmen Dienst ohne Zwischenfälle von Außen und lasse liebe Grüße da,
    Catrin.

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