Seite wählen

Die Hoffnung ist Grün, habe ich mir gedacht. Ausgerechnet Grün. Es scheint aber gerade zu mir zu passen. Ich habe einen Schal gestrickt, der ist in einem wunderschönen Grünton. Ich lese ein Buch, das ist Grün. Wenn auch in einem hübschen Mintgrün. Ich häkle gerade eine Froschfamilie, zum Eier wärmen. Der Frosch vom letzten Samstagsplausch ist ja nicht von meiner Häkelnadel gehüpft, dafür aber der heutige. Er sitzt im Moment noch  auf meinem Buch. Doch bald hat er noch zwei Kumpels…

Grüner Frosch, das Buch ist Grün alles Zeichen der Hoffnung

Grün ist es auch draußen überall. Als hätten die Bäume und Büsche nur darauf gewartet, sind sie förmlich in Grün explodiert. Da macht das Spazierengehen gleich noch einmal so viel Spaß. Zwischendurch schieben sich auch schon die ersten rosafarbenen und weißen Blüten hervor. Es war nur zwei Tage lang richtig warm und die Stadt verwandelt sich von Grau zu Grün. Der Kerl muss wieder Muskeln aufbauen. Ist ja nicht viel übrig geblieben nach den langen Krankenhaustagen. So versuchen wir regelmäßig die Beine in Bewegung zu halten.

Grün ist die Hoffnung

Letzten Samstag habe ich vom Froschsein erzählt. Ich wollte dir eigentlich erzählen, wie wichtig das Impfen ist, dass man kein Frosch sein soll und die Sache durchziehen soll. Aber nachdem die nun schon wieder den Impfstoff für das “junge Volk” gestoppt haben, diskutieren wir auf der Station, womit wir uns die zweite Impfung nun abholen werden. Die Hoffnung stirbt zuletzt, wird immer gesagt.

Ich habe mir am Montag neue Griffe für mein Fahrrad geholt. Mit der Hoffnung, dass ich die richtigen Griffe finde, bin ich losgestiefelt. Meine 10.000 Schritte will ich ja auch noch zusammen bekommen. Meine Hoffnung wurde nicht enttäuscht und ich konnte mir einen Satz Ledergriffe aussuchen. Als ich die, zu Hause angekommen, montiert habe, stellte ich fest, dass daran eine winzige Schraube fehlte. Kurzerhand noch einmal zurück zum Fahrradladen (dieses mal mit dem Rad). Der Verkäufer war so lieb mir eine Schraube zu organisieren. Als ich die in Augenschein nahm, fand ich sie zu groß. Der Händler ließ sich nicht lumpen und ging mit mir nach draußen, um mir zu beweisen, dass die passt. Jetzt stell dir bitte den Blick vor, als er feststellen musste, dass alle Schrauben an ihrem richtigen Platz waren. Ich habe die eine tatsächlich übersehen! Was haben wir gelacht…

Dafür nahm ich mir einen Rückspiegel für mein Rädchen mit. Der Einbau ging sehr einfach. Aber ich bin damit nicht glücklich. Ich kann den nicht so einstellen, wie ich es gern möchte. Ich werde den wohl wieder umtauschen gehen.

Und sonst?

Nach fast einem halben Jahr haben wir den Bruder und seine Frau getroffen. Hübsch auf Abstand, wohl gemerkt. Dann habe ich zwei Tage arbeiten müssen und dabei gesehen, dass ich meinen Dienstplan wieder falsch abgeschrieben habe. Ich muss mir da was einfallen lassen, dass ich nicht immer das Falsche notiere. Am Mittwoch haben der Kerl und ich an der Spree in der Sonne gesessen und fast einen Sonnenbrand riskiert. Ich habe die Tomaten endlich ausgesät. Die Hoffnung ist, dass es wunderbare Pflanzen werden. Ach ja und ich lese wie verrückt. Mein letztes Buch war einfach ganz wunderbar.
Wie sieht es bei dir mit der Hoffnung und der Farbe Grün aus? Kannst du auch das viele Grün genießen? Ich wünsche dir jedenfalls schöne Ostern!

Die Hoffnung ist der Regenbogen über dem herabstürzenden Bach des Lebens.

(Friedrich Nietzsche)

You are invited to the Inlinkz link party!

Click here to enter


+3