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Der Große Tiergarten gehört nach wie vor zu den beliebtesten Ausflugszielen der Berliner. Nachdem der Park 1742 von dem Architekten Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff zu einem Lustgarten umgestaltet wurde, lustwandeln die Berliner immer noch gerne über die schönen Wege. 1838 wurde der große Tiergarten noch einmal von dem Landschaftsgestalter Peter Joseph Lenné in einen englischen Volkspark verwandelt.

Die Berliner lieben ihre grüne Lunge mitten im Herzen ihrer Stadt. Im Sommer finden dort verschiedene Sportveranstaltungen statt. So laufen zum Beispiel die Marathonläufer einmal quer durch den Park. Allerdings nutzen die vielen Füße vor allem Die Straße des 17. Juni (ehemals Charlottenburger Chaussee). Die 45 Meter breite Ost-West-Achse verläuft quer durch die Stadt.

Als Friedrich der III. die Verbindung zwischen seinem Stadtschloss und seiner Gemahlin, die in der  Lietzenburg (Charlottenburger Schloss) residierte, bauen lies, konnte er noch nicht ahnen, was einmal aus dieser Straße werden würde.

Simon Kremser galt als der Vater des öffentlichen Nahverkehrs in Berlin. Er fragte 1820 die Stadt Berlin ob er: “Wagen zu öffentlichem Gebrauch zu stellen, die auf eisernen Achsen laufen und auf Federn ruhen” betreiben darf. Kremser wollte Pferdeomnibusse betreiben. Der Mann bekam die Genehmigung. Er entwickelte dafür ungefederte Wagen die Überdacht wurden. Zehn bis Zwanzig Personen konnten so zwischen dem Brandenburger Tor und Charlottenburg pendeln. Diese Pferdeomnibusse wurden 1902 von der Elektrischen (Straßenbahn) abgelöst.

Immer breiter

Im April 1939 zog eine gigantische (Geburtstags-) Militärparade über die, von Albert Speer auf 45 Meter verbreiterte Straße, an den Berlinern und dem Führer vorbei. Im Zuge dieses Ausbau, musste allerdings auch die Straßenbahn weichen. Die Nationalsozialisten sorgten dafür, dass das Charlottenburger Tor auseinandergerückt wurde, damit die Paraden einen besseren Durchgang hatten. In die Mitte der Ost-West-Achse, wie der 17. Juni damals genannt wurde, stellte Speer die Gold-Else. Die Siegessäule, die bis dahin vor dem Reichstag stand, wird so von den Berlinern genannt.. Eine “gigantische” Landmarke die weithin sichtbar ist.

Nach dem zweiten Weltkrieg verschwanden fast alle Bäume aus dem Tiergarten. Den Berlinern war es kalt und so holzten sie den großen Tiergarten ab. Damit der Tiergarten wieder aufgeforstet werden konnte , wenn auch nicht so wie er einmal war, brauchte es Bäume. Im März 1949 wurde vom Oberbürgermeister Ernst Reuter  die eine Linde gepflanzt. 250.000 Jung-Bäume folgten und kamen aus vielen Westdeutschen Städten nach Berlin. Teilweise auch über die Luftbrücke, denn inzwischen war die Stadt durch eine Mauer geteilt.

Vergnügen im großen Tiergarten

Vergnügen gab es schon immer. Zuerst war der Kurfürst und seine Gäste dran. Sie jagten das ausgesetzte Rotwild. Ein Zaun verhinderte, dass die Tiere sich an den Äckern der umliegenden Bauern gütlich taten und der Kurfürst auf jeden Fall Erfolg hatte.
Nachdem der große Tiergarten umgebaut wurde, hatten die Berliner das Vergnügen zwischen den Puppen spazieren zu gehen oder sich auf eine der vielzähligen, lauschigen Bänke nieder zu lassen.  Aber es wurden auch Cafés angelegt und der Neue See lädt bis heute zum Rudern ein. Wunderschöne Brücken führen über unzählige Kanäle. Im Rosengarten wachsen wundervoll duftende Rosen und am Ende des Tiergartens trifft man auf Ausläufer des Zoos. Die Wege am Kanal führen an Gehegen vorbei, so dass man einen kostenlosen Blick auf einige Tiere erhaschen kann.

Am Rand des Tiergartens

Am Rande des Großen Tiergartens wuchsen verschiedene Restaurationen aus dem Boden. Der Kemper Hof oder die Zelten-Konditorei. Dort traf man sich nach einem Spaziergang. Der Straßenname In den Zelten kam daher, dass Friedrich II. 1745 erlaubte, am Rand des Tiergartens Zelte aufzustellen, die als Gastwirtschaften fungierten. Diese mussten aber im Winter abgebaut werden. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts siedelten sich dann Ausflugslokale an. Aus Stein gebaut und auch im Winter zu besuchen. Heute steht an dieser Stelle das Kongresszentrum. Die Schwangere Auster. Ein Symbol der Amerikanisch-Deutschen Allianz.

Bis heute wird der 17. Juni als Partymeile genutzt. Die Loveparade, die Fußballweltmeisterschaften und Silvester lockt Unmengen von Menschen in den Tiergarten. Und wie ich Eingangs schon schrieb, Sportwettbewerbe. Am Frauenlauf gegen Brustkrebs habe ich selber schon teilgenommen. Den Marathon werde ich niemals schaffen.

Nun aber zu meinem Blick. Ich habe die Bilder 5 Tage vor meinem persönlichen Termin gemacht. Der Schnee war einfach zu verlockend. Hätte ich gewusst, dass er so lange liegen bleibt, … Hätte, hätte. So sind sie eben im Kasten. Meine Geschichte werde ich wie immer bei Eva auf ihrem Blog verlinken.

 

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