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Ich habe diese Woche eine Menge Schritte gemacht. Immer noch gehe ich am Morgen, wenn ich frei habe oder erst zum Mittag arbeiten muss, mit dem Hund der Eltern. Zumal es am Anfang der Woche ´doch noch recht kalt war. Am Montag war ich mit der Hundedame eine große Runde im Grunewald unterwegs. Die Waldwege waren ziemlich fest getreten und es war schon ziemlich rutschig. Und trotzdem war es schön. Eine Runde mit 9000 Schritten.

Karminrotschriftzug, geplottet in vielen Schritten auf meinem Notebook

Nicht, dass du glaubst, dass ich an diesem Tag keine weiteren Schritte gemacht habe. Ich musste nämlich des Nachts arbeiten und so kam ich auf über 11.000 Schritte. Ich habe Morgens gegen 6.30 Uhr Schluss und bis ich beim Vater bin, ist es richtig hell draußen. Die Nacht über hatte es noch einmal ordentlich, mit mega großen Flocken, geschneit. Es sind gut und gerne 10 cm Neuschnee dazu gekommen. Der Hund war völlig aus dem Häuschen. Sie ist wie ein Welpe durch den Schnee gehüpft. Mir hat es gefallen, weil fast noch keiner auf meinen Wegen unterwegs war. Ich liebe es, wenn ich die Erste bin, die dem Schnee ihren Stempel aufdrückt.

Aber damit war es auch der letzte Wintertag. Als ich am Nachmittag die Nase unter meiner Decke heraus streckte, waren es draußen schon plus 6 °C. Es tropfte von allen Dachkanten und den Bäumen. Und die Vögel feierten schon den Frühling. Es zwitscherte und flatterte, das es eine wahre Wonne war.

Immer mehr Schritte

Den Rest der Woche bin ich mit dem Vierbeiner lieber durch die Straßen getigert. Der Wald war mir einfach zu rutschig. Komischerweise mache ich viel mehr Schritte, auf den Berliner Straßen. Vielleicht liegt es daran, dass ich das Grün im Wald so viel lieber absorbiere und etwas langsamer gehe. Aber auch nur ein bisschen. Auf einem meiner Straßenstreunereien kam ich am Haus meiner Freundin Magda vorbei. Sie hat mir einen Ersatz für meinen Herrn Sauerteig versprochen. Leider landete dieser nämlich im Gulli. Man sollte die Freundschaft mit Herrn Sauerteig nicht vernachlässigen, dann bleibt er gerne bei dir. Das Gläschen mit Herrn Sauer (so heißt unser neuer Sauerteig) hat sich schon verdoppelt. Eigenes Brot zu backen, hat schon was. Ich kann es schon fast riechen… Vielleicht schreibt Magda heute über ihre Brotbackerfahrungen der letzten Zeit.

Jetzt bin ich von meinen Schritten abgedriftet. Ich habe mir keine bestimmte Schrittzahl vorgegeben. Es gab auch mal eine Zeit, da hatte ich mein Leben nach einer Smartwatch gerichtet. Dieses Ding habe ich aus meinem Leben gestrichen. Solche Geräte können einen ordentlich unter Druck setzen. Mich zumindest. Meine Schritte werden von dem Handy mitgezählt. Und wenn ich Lust habe, dann schaue ich nach, wie lang der Spaziergang war. Noch öfter schaue ich aber nicht und bin sehr erstaunt, wie viel ich unterwegs war.

Diese Woche flatterte ein Päckchen mit einem neuen Strickbuch in meinen Haushalt. Das hat mir so gut gefallen, dass ich wohl jedes Model in diesem Jahr stricken werde. Im März fange ich damit an. Schritt für Schritt eben. Neues Lernen kann man doch immer …

Noch etwas hat mich diese Woche sehr beschäftigt. Eine meiner Strickvorbilder, Elisabeth Wetsch, besser under dem Namen Elizza bekannt, ist am 10 Februar an den Folgen einer einfachen OP verstorben. Ich werde sie sehr in der Strickwelt vermissen.

Wie geht es dir? Misst du dein Leben? Schlafphasen, Gewicht und Schritte? Vergleichst du dich mit Anderen?

Nur wer seinen eigenen Weg geht, kann von niemandem überholt werden.

(Marlon Brando)

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