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Schwere Wolken über meinem Kopf

Schwere Wolken hängen über meinem Kopf. Es sind nicht nur die, aus denen zum Glück, etwas Wasser tropft. Die schweren Regenwolken über mir, sind ja gut für die Natur. Auf meiner Radtour mit dem Monstermädchen habe ich viele Gewässer gesehen, die unbedingt aufgefüllt werden müssten. Aber das wenige Wasser, das im Moment herunter kommt, wird nicht reichen, um die letzten heißen Sommer wieder aufzuholen. Auch wenn mich der Regen auf dem Nachhauseweg überraschte, genieße ich ihn fast. (Nicht wirklich überrascht, denn ich habe es schon auf meiner Wetterapp gesehen, was mich erwartet). Wenn es nur nicht schon so dunkel wäre, nach meinem späten Dienst. Und ich mich nicht, wie oben schon erwähnt, mit meinen eigenen schweren Wolken belasten würde. Obendrein erwischt es mich dann auch noch, dass ich mit meinem Fahrrad über ein Hindernis fahre, welches dafür sorgt, dass die Luft aus meinem Hinterrad entweicht.

Auch das noch. Jetzt muss ich mein Rädchen noch nach Hause schieben. Der Regen lässt nicht nach, ich habe eher das Gefühl, er wird stärker. Nun habe ich erst recht Zeit meinen Gedanken hinterher zu hängen. Den Anfang macht der Gedanke an die Wäsche, die im warmen Sonnenlicht am Vormittag schon fast getrocknet war, bevor der Regen sie wieder weichgespült hat. Ist ja nicht schlimm, dann hat sie einen guten Duft, wenn sie ein zweites mal trocknet.
Dann ziehen aber andere schwere Wolken in meinem Kopf auf. Gedanken, die ich hier nicht in Worte fassen möchte, weil ich doch ein Stück weit abergläubig bin und befürchte, sind sie einmal niedergeschrieben, werden sie wahr. So bleiben diese schweren Wolken in meinem Kopf und regnen sich hoffentlich bald wieder ab. Der Kerl empfängt mich mit einer warmen liebevollen Umarmung, aber die schweren Wolken hängen immer noch und vermiesen mir diese schöne Stimmung. 

Alles nicht so schlimm

Auch diese Wolken werden wieder vorbei ziehen. Spätestens wenn ich wieder ein paar Tage frei habe und nicht neidvoll zu der Freundin hinüberblicken muss, die während ihrer Arbeitszeit strickend, Telefonkonferenzen halten kann. Jetzt muss ich selber etwas grinsen und stelle mir vor, wie ich mit dem Strickzeug in der Hand an einem Patientenbett stehe und frage, wie ich denn helfen könnte. Damit hätte ich wieder ein Klischee erfüllt. Krankenschwestern, die stets Kaffee trinkend, sich mit anderen Dingen beschäftigend, ihre Stunden auf der Station absitzen. Jetzt habe ich gerade gegrinst…. Dann kann ich mich auch wieder schöneren Dingen zuwenden.

Am Dienstag hatte ich nämlich wieder ganz lieben Besuch. Habe mit meinen Freundinnen auf der Terrasse gesessen. Strickzeitungen sichtend, Muffins mümmelnd, Kaffee schlürfend, packte ich nebenbei einen Karton aus, den die eine Freundin mitgebracht hatte. Besonders gut abgelagerte Wolle aus den 1970er Jahren, die man nicht mal bei Ravelry finden kann, befand sich darin. In einem richtig schönen Flaschengrün. Jetzt wo ich das niederschreibe fällt mir ein, dass ich mich gar nicht richtig bedankt habe. Und wie schön doch die Farbe ist! 
In dieser Woche war auch der 12tel Blick dran. Dieses mal stand der Sport im Vordergrund. Im Lesezimmer ist auch einiges passiert, vielleicht brauchst du neues Lesefutter?

Siehst du es auch? Wie die Sonnenstrahlen gerade durch die Wolken in meiner Seele brechen? Manchmal ist es so einfach, etwas Licht zu zaubern. Man muss sich nur an Schönes erinnern, dann kann man auch eine Depression wieder in ihre Schranken verweisen. (Ich sollte es besser wissen und öfter Schönes genießen!) Jetzt überlasse ich dir wieder das Feld. Hattest du denn eine schöne Woche? 

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