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Über das Loslassen {Samstagsplausch 35/20}

29.08.2020 | Samstagsplausch

Loslassen, ein schwieriges Thema

Loslassen, ist wirklich schwer. Es gibt so vieles, was man eigentlich abstreifen könnte. Sich aus den alten Spuren heraus bewegen könnte. Und doch fesselt uns etwas an das, was uns eigentlich gar nicht gut tut. Wir kämpfen mit den Umständen und reden uns ständig ein, dass das Loslassen eben dieses Widerlichen nicht Bekömmlichen, uns viel zu sehr verletzen würde. Dabei merken wir gar nicht, wie sehr uns dieser Umstand in eine Sackgasse laufen lässt, sollten wir noch laufen können. Meistens sind wir so festgefahren, dass es vielleicht nur noch der Blick der Freundin ist, der wahrnimmt, wie schlecht es uns geht.

Aber wie kann man dann das loslassen, was uns schadet? Wie soll man sich von den Dingen befreien? Da braucht es schon etwas Mut. Hast du schon einmal eine Freundschaft gekappt, weil dein gegenüber dir nicht mehr gut getan hat? Bei der einen oder anderen Bloggerin, habe ich solche Berichte schon einmal gelesen. Sie fühlten sich dann befreit, gelöst und entspannt. Plötzlich kann man wieder aufatmen. Sich wieder ungezwungen bewegen, ohne Rücksicht auf das Befinden der Anderen. Der Weg dahin, ist aber wie gesagt, nicht einfach.

Wir haben es gerade ausprobiert. Ich habe ein bisschen meiner ollen Pelle abgestreift und kann nun wieder mit den Zehen wackeln. Gleichzeitig haben drei meiner Freundinnen mitgezogen und ebenfalls etwas hinter sich gelassen, so dass wir uns erleichtert fühlten. Ganz entspannt, haben wir zusammen gesessen und dummes Zeug erzählt. Der sonst immer strenge Zeigefinger, war uns total egal. Ach, kann das Leben schön sein, wenn man wieder atmen kann!

Und sonst

Leider habe ich am Montag unser Schlemmerstricktreffen verpassen müssen. Aber ein nicht aufschiebbarer Termin warf einen Schatten auf mein sonst wieder sonniges Gemüt. Die Mädels hatten es aber auch ohne mich schön. Beim nächsten mal bekomme ich bestimmt auch wieder etwas von den Leckereien ab, die die Mädels immer zaubern. (und zaubern können sie, das sag ich dir!)
Die ganze Woche musste ich wieder sehr früh aufstehen. Eigentlich wollte ich heute endlich mal ausschlafen, aber dieser blöde Rhythmus ließ es nicht zu. Ich mache dann mal Frühstück. Der Teig für die Brötchen geht schon. Am Dienstag habe ich mich mit den oben erwähnten, befreiten Frauen getroffen (nicht die Schlemmerstrickerinnen!) und es war entspannt und lustig wie noch nie. Den Mittwoch strampelte ich im Regen nach Hause, denn das Wetter schlug um. Regen kann aber auch mal sehr schön sein. Nach dem Dienst am Donnerstag entführte mich der Kerl zu unserem Lieblings-Vietnamesen und gestern, ließ ich mal alles andere los und traf mich auf ein Entspannungseis mit meiner Freundin Magda. Nur eine halbe Stunde oder so, aber es tat ungemein gut.
Das Lesezimmer wurde auch mal wieder mit Rezensionen bestückt. Ein Buch hat sich wie immer dazwischen gemogelt, aber das ist toll. Bald bin ich damit durch.

Zum Thema Loslassen kommt noch eines dazu! Wieder habe ich ein Teststrick angefangen. Dabei will ich am liebsten ganz vorne als Erste mitstricken. Fehler suchen, macht mir einfach Spaß. Aber dieses Mal werde ich mich absolut zurück halten. Der Pulli muss erst im Oktober fertig sein. Da habe ich noch ein bisschen Zeit und muss nicht dauernd ribbeln.

So nun du! Was lässt du los? Hast du Erfahrungen im Loslassen?

Wer sagt: hier herrscht Freiheit, der lügt, denn Freiheit herrscht nicht

(Erich Fried)

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13 Kommentare

  1. Andrea/ die Zitronenfalterin

    Hallo liebe Andrea,
    ja, das Loslassen begleitet mich auch immer mal wieder in den verschiedenen Lebensphasen. Ob es – und das ist ja eher ein positives – Loslassen der flügge gewordenen Kinder ist, oder das Lösen aus einer beruflichen Sackgasse. Freundschaftliche Kontakte können misslich und schmerzhaft werden. Oft tut es beiden Seiten gut, wenn man sie einschlafen lässt oder einfach kappt. (Manche habe ich nach Jahren vollkommen verändert wieder getroffen und es entstanden richtig positive Situationen.)
    In den letzten Wochen habe ich eher Bloggerinnen von meiner Liste gestrichen, deren erschreckende Äußerungen über die derzeitige Krise mich so abgestoßen haben, dass mir das Loslassen richtig gut getan hat.
    Schön, wenn Du wieder befreit aufatmen kannst!
    Liebe Grüße
    Andrea

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  2. Ivonne

    Hallo Andrea,
    loslassen ist fast immer schwierig. Es hat ja auch ganz oft mit Verlust zu tun. Das Schwierigste, was ich bisher loslassen musste, war meine Berufstätigkeit. Als ich es aber das erste Mal ausgesprochen hatte, fiel mir ein großer Stein vom Herz.
    Ich habe mich von einem Familienmitglied getrennt und fühle mich sehr wohl mit dieser Entscheidung (seit Jahren). Aber der Prozess bis man sich durchringt es zu tun, ist immer schwer.
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende und eine gute neue Woche.
    Herzliche Grüße
    Ivonne

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  3. Nicole/Frau Frieda

    Es gehört viel Mut dazu eine Freundschaft zu kappen. Ich selbst habe es noch nie gemacht. Aber so manche Bekanntschaft ist aus meinem Leben geschlichen. Ganz lieben Gruß, Nicole

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  4. Astridka

    Da sprichst du was an! Das gilt auch in Bloggerkreisen, dass man sich entscheidet, was einem gut tut und was nicht und womit man sich auseinandersetzt oder es besser sein lässt.-
    Gerade musste ich auch mal wieder “loslassen”: meine Tochter, meine geliebten Enkelinnen, die uns kurz besucht haben. Der August ist sowieso für mich ein Monat des Loslassens gewesen in den letzten Jahren, deshalb ist er mir unter anderem auch verleidet. Aber das darf man auch nicht kundtun, das irritiert. Doch Trauern über solche Dinge gehört zum menschlichen Leben dazu. Dieser Dauerpositivismus bekommt keinem, da sieht man plötzlich Gespenster, wo keine sind.
    In diesem Sinne: Mach et jott!
    Astrid

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  5. Frau Augenstern

    Liebe Andrea,
    ach, manchmal ist es besser sich von Menschen zu entfernen, bei denen man kein gutes Bauchgefühl mehr hat. Da darfst du ruhig an dich selbst denken. Alles andere wäre nicht richtig. Ich bin stolz auf dich, dass du das geschafft hast. Und nun leg dich ganz entspannt zurück, es ist Wochenende. 🙂
    Liebe Grüße
    Annette

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  6. Kunzfrau

    Na klar kriegst du beim nächsten mal wieder was von den Leckereien ab. Deine Leckereien mögen wir ja auch und haben dich und diese am Montag vermisst!
    Und Loslassen von „unbequemen“ Menschen. Ja das ist nicht einfach, aber in jedem Fall gut. Macht nun euer Ding ohne den erhobenen Zeigefinger!

    Gruß Marion

    Antworten
    • Carlinda Chaos

      Hallo Andrea,

      bei materiellen Dingen fällt es mir leichter. Bei Menschen ist es schwieriger, ich mache mir vorher sehr lange Gedanken 🤔und dann geht es ganz schnell aus den Bauch heraus.
      Aber es geht mir danach besser.
      Schönes Wochenende
      Carlinda

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  7. Nicole von Hexen und Prinzessinnen

    Hallo Andrea,

    oh ja das Loslassen ist schwer, aber auch befreiend, wenn man es schafft, egal in welcher Situation. Egal ob es Menschen oder Dinge oder Rituale betrifft. Ich kenn das auch.
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende und LG
    Nicole

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  8. nina. aka wippsteerts.

    Oh, Erich Fried fasst es in wenigen Worten zusammen.
    Und die Freiheit muss man sich leider manchmal ein wenig nehmen, da man sonst erstickt. N icht zu vergessen, muss man auch Freiheit geben, schenken! Manchmal noch schwerer. Das Wörtchen “muss’ ist da eigentlich auch schon wieder viel zu hart. Der Schatten auf dem Gemüt wird hoffentlich bald erhellt! Hab ein erholsames Wochenende, ich hätte mir auch so gewünscht, endlich Mal wieder lang schlafen zu können…☺
    Liebe Grüße
    Nina

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  9. eva

    Guten Morgen Andrea,
    loslassen, da kann man soviel daruner verstehen.
    Z.B. die Kinder in die Selbständigkeit lassen und nicht meinen, sie ständig “betütteln” zu müssen.

    Ja, Loslassen kann in bestimmten Situationen befreiend sein, z.B. sich von bestimmten Situationen trennen und nicht immer und immer wieder denselben Brei immer wieder aufrühren. Das machen manche Menschen immer wieder und rühren ihre eigenen Wunden immer wieder auf.
    Für mich ein Zeichen, dass sie selbst nicht mit den Dingen abgeschlossen haben, sondern wohl eher mal einen Psychologen brauchen würden. Hauptsächlich sind es Krankheiten, die man immer ieder auftischt.

    Regen kenne ich zur genüge, ich bin gestern pitschenass geworden.

    Achso ja, zum Zitat von Erich Fried.
    Ich glaube fast manche Menschen haben noch nicht begriffen um was es hier geht.
    Freiheit herrscht hier schon lange nichtmehr und wenn man auf der einen Seite Gruppen zum
    Demonstrieren in einem Land auffordert, z.B. ohne Abstand und Maske und zu anderen es einer
    ganz bestimmten Gruppe nicht genehmigen will, dann haben wir keine Freiheit mehr.

    Manche fühlen sich NOCH nicht beeinträchtigt, aber wenn wir nicht aufpassen, dann ist es bald soweit.

    Das sind nicht alles Rechte, sondern intelligente Menschen, die ich friedlich kennengelernt habe und ich hoffe,
    Übrigens diese Menschen als “Querschläger ” zu bezeichnen, kann schlimm ausgehen.
    dass das alles ruhig verlaufen wird.
    Übrigens diese Menschen als “Querschläger ” zu bezeichnen, kann schlimm ausgehen.
    Ich habe meine Gesundheit noch nie gefährdet gesehen. Ich trage einen Mund- und Nasenschutz, weil ich es muß, wie viele andere auch und achte auf meinen Abstand. Allerdings sehe ich meine Freiheit nach den Ereignissen ganz schön schwinden.

    Zum Zitat von Erich Fried kann ich nur sagen,

    dass wir schon lange keine Freiheit mehr haben, wenn ich an die Unterschiede denke, die der Herr Senator hier macht.
    Nun ja, wo er war und was er war, ist ja bekannt.
    Wenn nun Gates zugegeben hat, dass sein Impfstoff in die Gene eingreift, na super.
    Man hat bei dem Genmais so ein Theater gemacht, aber beim Menschen ist das vollkommen in Ordnung

    Ein schönes Wochenende wünscht dir Eva

    Antworten

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